Liga: Oberliga Männer

SV Eiche 05 Biederitz vs SG Spergau

32:32- Punkteteilung gegen Spergau
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz mussten sich im Heimspiel gegen die SG Spergau nach lang anhaltender Führung schließlich mit einem 32:32 (15:14) zufriedengeben. Bennet Daßler war mit elf Toren wiederum bester Schütze bei den Gastgebern.

Das eine Fünftoreführung dreizehn- bzw. zwölf Minuten vor der Schlusssirene (28:23 und 30:25) nicht zwangsläufig den späteren Sieger auswirft, mussten die knapp 130 Zuschauer in der Biederitzer Ehlehalle im letzten Heimspiel gegen die SG Spergau miterleben. „In dieser Phase treffen wir erneut falsche Entscheidungen, nehmen beispielsweise zu frühe Abschlüsse“, beschrieb der Biederitzer Trainer Peter Pysall den Zeitraum zwischen der 48. und 55. Minute, in der die abgezockten und körperbetont agierenden Gäste mit einem 6:0- Lauf mit 31:30 an den Gastgebern vorbeizogen. In diesen spielentscheidenen Minuten ließen sich die SVE- Mannen wiederholt sperren, so dass die SG auch wiederholt über ihre Kreisposition zum Abschluss kam. „Da sind wir immer wieder auf die gleiche Sache hereingefallen und haben unseren jeweiligen Gegenspieler nicht im Blick gehabt“, beschrieb Pysall die angewandte Taktik des Kontrahenten, der zudem mit einer offensiven Deckungsvariante für Kopfzerbrechen auf der Gegenseite sorgte.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich die Biederitzer von diesem Rückschlag erholen konnten und in doppelter Überzahl zum 31:31 (Strafwurf Daßler) trafen, ehe die Gäste mit herausgenommenen Schlussmann dennoch in Unterzahl agierend zum 32:31 nachlegen konnten. Nach dem neuerlichen Ausgleich zum 32:32 durch Linksaußen Robin Urban blieb beiden Seiten noch reichlich drei Minuten Zeit, um den siegbringenden Treffer zu erzielen. Während der in das Biederitzer Gehäuse gewechselte Gustav Nafe gleich doppelt etwas gegen einen SG- Siegtreffer hatte, verhinderten dagegen auf Seiten des Gastgebers zahlreiche Fehler den Griff nach dem fünften Heimerfolg.
Bis zu dieser spannenden Schlussphase war gerade auf Biederitzer Seite das stetige Auf und Ab der letzten Wochen wieder zu erkennen. Die Gastgeber bestimmten zwar über weite Strecken das Geschehen, holten aber ihren sehr erfahrenen Kontrahenten stets wieder ab. So hatte die Viertoreführung (9:5, 13.) ebenso wenig lange Bestand, wie das 14:11 nach 24 Minuten. Die eingespielten Gäste kamen so noch vor dem Seitenwechsel zum 15:14- Anschluss und meldeten nicht ganz unberechtigt Ansprüche auf Zählbares in der Fremde an.
Die Anfangsphase des zweiten Spielabschnittes verlief dann ausgeglichen (17:17, 34.), ehe sich die Hausherren beim 19:17 durch einen Doppelpack von Bennet Daßler nach 35 Minuten erneut in Position bringen konnten. Das 21:18 (37.) bauten Jason Thielicke, Marius Hammecke und Robin Urban bis zur 40. Minute sogar auf 24:20 aus. Doch selbst die Treffer von Lukas Hesse (2), Felix Eix und wiederum Urban zum 28:23 sagten wie bekannt nichts über den späteren Ausgang dieser harten aber nie unfairen Auseinandersetzung etwas aus.
„Ja, für viele mag das ein Punktverlust sein, aber wir müssen nicht alles schlecht reden. Uns fehlt die Konstanz, wir durchschreiten immer wieder Wellentäler. Aber wir wehren uns und dürfen den gerade heute gewichtigen Altersdurchschnitt verbunden mit Erfahrung der jeweiligen Mannschaft nicht außer Acht lassen“, ordnete SVE- Coach Peter Pysall den ersten Punktverlust in heimischen Gefilden mit Bitte um Geduld richtig ein.
Die anstehende spielfreie Woche wird an der Ehle mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen. „Wir haben einige angeschlagene Jungs, heute u.a. auch Bennet Daßler, denen ein freies Wochenende mal ganz guttut. Dann werden wir auch wissen, wie schwer die Verletzung aus dem Training von Lukas Stähr ist“, blickt Co- Trainer Andre Freistedt auf die nächsten Tage, ehe es am 1. Dezember zum verlustpunktfreien Ligakrösus nach Wittenberg geht.

Biederitz: Wetzel, Nafe – Urban (7), Maffert, Thielicke (2), Daßler (11/3), Hesse (4), Beres, Held, Steinweg (4), Schneider, Elgharbawy, Hammecke (2), Eix (2)

Spergau: Guretzky, Shagluf – Nikisch (5), Rohde (1), C. Lange (1), Pohl (1), Stepan (10), Ziemann (3), Modrzynski (2), Knorr, Ch. Lange (4), Hassenmeier (2)

Siebenemeter: Eiche 3/3, Spergau 0

Zeitstrafen: Eiche 3, Spergau 7

Mit schmalem Kader gegen Spergau
Am 11. Spieltag der Handball- Oberliga empfängt der SV Eiche 05 Biederitz (6., 11:9 Punkte) den Vorjahresdritten und aktuell Rangachten SG Spergau (9:7). Beim Gastgeber sind vor allem in personeller Hinsicht noch viele Baustellen zu beklagen.
„Es sieht nach einem schmalen Kader aus“, fasste es der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt bereits am Mittwochabend kurz und schmerzlos zusammen. Neben dem länger verletzten Christain Kinast wird auch Neuzugang Lukas Stähr nach einer Trainingsverletzung vom Dienstagabend definitiv am Sonnabend um 17:30 Uhr nicht zur Verfügung stehen. Die bereits in Halle fehlenden Bennet Daßler und Robin Urban dürften erst kurzfristig die Frage ob ihres Einsatzes beantworten können.
Definitiv zu den Akten gelegt ist an der Ehle der Auftritt an der Saale: „Nach etwa 20 Minuten ging es förmlich weg. Wir haben den Reset- Knopf nicht gefunden und uns von dem Rückstand nicht erholen können“, brachte es Freistedt, der zu viele Fehlwürfe und technische Nachlässigkeiten notieren musste, auf den Punkt. „Auch wenn der ein oder andere Leistungsträger nicht mit an Bord war, kannst Du da bestehen. Natürlich aber nicht mit 35 Prozent Angriffseffektivität.“
Das die anstehende Aufgabe Spergau keinesfalls leichter wird, ist nicht nur der aktuellen Tabelle zu entnehmen. Die SG rangiert zwar hinter den Biederitzern, ist aber auch zwei Begegnungen im Rückstand. Gerade in der Fremde haben die Schützlinge um Trainer Tomas Jablonka in der noch jungen Saison bemerkenswerte Resultate wie das Remis in Gommern (24:24) oder den 36:29- Sieg bei der Reserve des USV Halle erzielt. Die Spergauer werden mit einer starken Deckung sowie mit enorm viel Dynamik im Angriff, hier vor allem auf der halbrechten Position, erwartet. „Da müssen wir gegenhalten, das Tempo hochhalten, abgeklärt agieren und uns auch einmal aus negativen Phasen herausarbeiten“, fordert Freistedt, der gerade dies noch in der Vorwoche bei der USV- Reserve schmerzlich vermisste.
Die kleine vermeindliche Schwächephase der Spergauer, dem 17:36 in eigener Halle gegen den übermächtigen Ligaprimus GW Wittenberg/Piesteritz ließen sie ein 23:31 beim HSV in Haldensleben folgen, ging am zurückliegenden Wochenende mit einem beeindruckenden 41:28 gegen den HV Wernigerode zu Ende. Bei den Biederitzern darf man gespannt sein, wie sie die sicherlich vermeidbare Niederlage an der Saale verkraftet haben und ob auch nach dem fünften Auftritt in der Ehlehalle die Heimbilanz eine Makellose bleibt. „Die Mannschaft hat die Qualität, auch bei Ausfällen von Leistungsträgern erfolgreich zu sein“, gibt Freistedt die Richtung für den Sonnabendabend eindeutig vor.
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USV Halle II vs SV Eiche 05 Biederitz

24:28 – Der Angriff war das A & O

Der SV Eiche 05 Biederitz kehrte mit einer 24:28 (16:17)- Niederlage von der zweiten Vertretung des USV Halle zurück. Als Hauptgrund für die vierte Saisonniederlage entpuppte sich die Angriffsleistung, welche vor allem im zweiten Spielabschnitt unter den gesteckten Erwartungen blieb.

Der schnelle Blick auf den Statistikzettel offenbarte das ganze Dilemma der Biederitzer an der Saale. „Dreizehn Fehlwürfe und dazu noch sieben technische Fehler sagen einiges aus…“, fasste es der Biederitzer Trainer Peter Pysall treffend zusammen und hatte dabei nur die reinen Werte aus den zweiten dreißig Minuten im Visier. „Wir machen in der zweiten Hälfte nur acht Tore. Da hat es uns sichtlich an Durchschlagskraft gefehlt“, pflichtete Co- Trainer Andre Freistedt seinem Nebenmann auf der Bank bei.
Dabei legten die Biederitzer, die ohne das Trio Bennet Daßler, Robin Urban und Christian Kinast auskommen mussten, in der Saalestadt durchaus verheißungsvoll los. Nach neun Minuten und einer 6:2- Führung gab es so gut wie nichts zu bemängeln, ehe die Hallenser zum 5:6 aufschlossen und beim 7:7 nach 14 Minuten erstmals Gleichwertigkeit erzielen konnten. Aber auch dieser kleine Knick brachte die Biederitzer nicht von ihrem Weg ab, denn nach dem 8:8 nach einer Viertelstunde sollte ein 5:0- Lauf zur eigenen 13:8- Führung nach zwanzig Minuten folgen. Nach dem 10:13 durch Theo Plitz (2) legte Moritz Steinweg zum 14:10 nach, ehe wohl auch vorgenommene Wechsel für einen kleinen Bruch im Biederitzer Spiel sorgten. „Die getätigten Wechsel gingen heute in die Hose…“, ging auch Pysall mit sich selbst später hart ins Gericht, wobei Unzulänglichkeiten auf dem Spielfeld ihr Übriges taten. Diese sehr fehlerbehafte Phase nutzte die USV- Reserve nach 26 Minuten zum 14:14- Ausgleich, ehe John von Pawlowski und Linh Nguyen sogar das 16:14 erzielen konnten. Max Held sorgte vom Siebenmeterpunkt schließlich für den 16:15- Pausenstand.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel konterten die Gäste durch Jason Thielicke und Philip Wohl das 17:15 der Gastgeber zum 17:17- Unentschieden (32.), ehe die Hallenser einen 4:0- Lauf abriefen. „Da waren wir zu hektisch unterwegs und haben zusehens mehr Fehler fabriziert“, erinnerte sich Pysall, der aber auch sah, dass der Treffer von Marius Hammecke zum 23:21 (47.) die Biederitzer Farben wieder zurück in das Geschäft brachte. Es sollten fünf torlose Minuten folgen, in denen natürlich auch die Gäste wiederholt die Möglichkeit zum Aufschließen hatten. Dies machten sich schließlich die Gastgeber zunutze, die in dieser hektischen Phase nach eigener Auszeit das 24:21 (53.) erzielen konnten. Max Held traf zwar nach vergebenem Strafwurf zum 24:22, doch die nächsten beiden Treffer erzielte zur 26:22- Vorentscheidung (57.) die USV- Reserve. Während Lukas Hesse noch zweimal für die Biederitzer traf, setzten die Gastgeber mit dem 28:24 für den Schlusspunkt in einer insgesamt sehr fairen Auseinandersetzung.
„Die Abwehr inklusive Torhüter waren in Ordnung. Heute hat uns der Angriff das Genick gebrochen, denn es fehlte wiederholt die Ruhe und auch das Durchsetzungsvermögen gegen einen abgezockteren Gegner“, resümierte der Biederitzer Coach Peter Pysall einsichtig auf der Rückfahrt.

USV II: Richter, Müller – Eisner (1), Plitz (4/1), Panhans, Münchhausen, Thiele (1), Nguyen (5), Schulze (1), Mucke, Schepputt (3), Wagner, Von Pawlowski (6), Grauert, Tannhäuser (4), Kalbitz (3/1)

Biederitz: Wetzel, Nafe – Maffert, Thielicke (1), Hesse (3), Beres, Held (8/3), Steinweg (7), Schneider, Wohl (1), Elgharbawy, Hammecke (2), Eix (2)

Siebenmeter: USV 2/2, Eiche 5/3

Zeitstrafen: USV 4, Eiche 5

Nach Halle – erneut gegen Zweitvertretung

Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (4., 11:7 Punkte) treten am Sonnabend zu recht früher Stunde (15 Uhr, Sporthalle Bildungszentrum Halle- Neustadt) bei der nur einen Zähler schlechteren zweiten Vertretung des USV Halle (7., 10:8) an. Erneut ist ein recht unbekannter Kontrahent der Gegner, welcher als Reserveteam von je her einige Fragezeichen aufwirft.

Die Herangehensweise beim Biederitzer Trainergespann Peter Pysall/Andre Freistedt dürfte ähnlich dem der Vorwoche sein. „Wir treffen wiederum auf eine zweite Mannschaft, wo man genau weiß, dass Dir hohe spielerische Qualität und reichlich Erfahrung gegenüberstehen wird. Wie die Burgenländer auch wird der Hallenser Kader von der vorherrschenden Zusammenarbeit mit der eigenen ersten Mannschaft im Trainingsalltag profitieren“, rechnet man an der Ehle mit einer ganz unangenehmen Aufgabe.
Die USV- Reserve konnte in der laufenden Spielzeit drei ihrer vier Heimspiele siegreich gestalten. Nach dem 38:27 zum Auftakt gegen die SG Kühnau folgte ein 22:19 gegen die Gommeraner Eintracht, ehe die Partie gegen die SG Spergau etwas überraschend mit 29:36 verlorenging. Im letzten Heimspiel gegen den HSV Haldensleben kehrten sie allerdings mit einem 26:19 in die Erfolgsspur zurück. Vor einer Woche überzeugte der Vorjahresfünfte um Trainer Dmitry Radkevich zudem beim 30:25- Sieg beim HV Wernigerode.
Unabhängig von der jeweiligen Aufgabe wird der Biederitzer Trainer Peter Pysall nicht müde, zu betonen, selbst die eigene Leistung im Blick zu behalten. „Da spielt der Gegenüber gar nicht so eine große Rolle. Wir müssen unsere Leistung abrufen und das am besten konstant über sechzig Minuten“, mahnt der Trainerfuchs und hat dabei das zurückliegende Heimspiel gegen den HC Burgenland II im Hinterkopf, wo sprichwörtliche „Einladungen“ der Gastgeber glücklicherweise von den Gästen abgelehnt wurden. „Wir haben da immer wieder Phasen drin, in denen wir nicht wie gewünscht agieren, falsche oder voreilige Entscheidungen treffen und uns somit unseres vermeindlichen Vorteils berauben“, ergänzt Pysall, der diese Wellentäler seiner jungen Truppe aber auch einem gewissen Lernprozeßes unterordnet.
So wird auch diesmal an der Saale Konstanz gefragt sein, um neben neuen Erkenntnissen auch Zählbares mitzunehmen. Rein personell sind auf beiden Seiten reichlich Fragezeichen am Horizont erkennbar. Während die frühe Anwurfzeit auf Seiten der Biederitzer einige Bauchschmerzen verbreiten könnte, dürfte das Heimspiel der eigenen ersten Mannschaft des USV Halle zu späterer Stunde gegen den HC Elbflorenz Dresden (19 Uhr) auf Hallenser Seite für die ein oder andere personelle Alternative sorgen.

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SV Eiche 05 Biederitz vs HC Burgenland II

27:25 – Ehlehalle avanciert zum heißen Pflaster

Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben auch ihr viertes Heimspiel der Saison gewonnen. Gegen die zweite Vertretung des HC Burgenland gab es vor 150 Zuschauern nach einer 15:13- Halbzeitführung einen verdienten 27:25- Erfolg.

Der Biederitzer Trainer Peter Pysall saß noch Minuten nach dem Schlusspfiff gedankenversunken auf der Auswechselbank und ließ das Spiel an sich vorbeiziehen: „Wir haben sie immer wieder zurück in die Partie geholt. Wir hatten öfter die Chance, uns vorzeitig vom Kontrahenten zu lösen“, sinnierte er, ohne jedoch wenig später das Große Ganze im Blick zu haben. „Nach neun Spielen haben wir 11:7 Punkte und liegen auf Platz drei. Wenn mir das einer vor einigen Monaten angeboten hätte…“, war selbst der sehr kritische Coach schnell beim Positiven, nämlich der Gesamtsituation angekommen.
Die Abtastphase der Begegnung hatte nach knapp zehn Minuten beim Stand von 3:3 ihr Ende gefunden. Die Gastgeber legten in Person von Felix Eix eine 5:3- Führung vor, welche drei Zeigerumdrehungen später nach einem Treffer vom Kreis sowie per Konter von den Gästen egalisiert werden konnte (5:5, 13.). Das wiederholt angewandte Spiel über den Kreis hatte nach 22 Minuten durch Jason Thielicke das 10:8 (21.) zur Folge, welches aber ebenfalls nach wiederum drei Minuten sogar in einem 11:12- Rückstand mündete. „Da war es ein stetiges Wellental. Wir machen sechs Fehler im Angriff, fabrizieren Fehlpässe bzw. Fehlwürfe oder spielen zu früh ab“, erklärte Pysall später die Schwankungen im Auftreten seiner Schützlinge. Diese fanden aber in der Schlussphase des ersten Spielabschnittes nach der fälligen Auszeit dann doch noch in die erhoffte Erfolgsspur zurück, da Moritz Steinweg und Lukas Hesse zunächst den Spieß zum 13:12 (27.) umdrehen konnten. Da auch bis zur Pausensirene die Manndeckung gegen Bennet Daßler zumeist mit breit angelegtem Spiel gut kompensiert werden konnte, warfen eben Bennet Daßler und wiederum Steinweg eine 15:13- Führung vor dem Gang in die Kabinen heraus.
Die Anfangsphase des zweiten Spielabschnittes ging dann klar an die Biederitzer, bei denen sich die stabile Abwehrarbeit (u.a. Till Schneider) inklusive Torhüterposition (Max Wetzel) immer mehr zum großen Faustpfand herauskristallisierten. Während nun die Gäste viele Fehler im Spielaufbau sowie mangelhafte Abschlüsse an den Tag legten, setzten sich die Gastgeber bis zur 41. Minute auf 20:14 ab. Eine leise Vorahnung auf das, was kommen sollte, schien dann die Biederitzer Trainerbank in der 47. Minute gehabt zu haben. In der genommenen Auszeit wurde daran erinnert, doch nicht so hektisch zu agieren. „Wir haben dann aber auch Situationen drin, wo wir uns Würfe nehmen bzw. nehmen müssen“, skizzierte Pysall die Phase zwischen der 47. und 54. Minute, in der sich die Burgenländer wiederholt zweifelhaft in Überzahl agierend auf einen Treffer (23:22) heranarbeiten konnten.
Nervenstark dann Bennet Daßler vom Siebenmeterpunkt zum 24:22, ehe die Gastgber den abermaligen Anschluss des HCB zum 24:23 mit Toren durch Jason Thielicke und wiederum Daßler zum 26:23 endgültig abwehren konnten. Bis zur Schlusssirene blieb den Gästen dann lediglich noch die Ergebniskosmetik zum 27:25- Endstand.
„Hut ab vor der Truppe. Es war Alltagsgeschäft und nicht so ein Highlight wie hier gegen den BSV oder in Gommern. Es ist auch egal, gegen wen es geht – abrufen müssen wir immer einhundert Prozent“, begründete Pysall den vierten Heimsieg in Serie in einer neuen Liga und verschwand mit einem kurzem Lächeln zum fälligen Siegerfoto in die Spielerkabine.

Biederitz: Wetzel, Gronemeier, Nafe – Urban (1), Maffert (2), Thielicke (3), Daßler (8/2), Hesse (2), Stähr, Held (3/2), Steinweg (4), Schneider, Wohl, Elgharbawy, Hammecke, Eix (4)

Burgenland II: Broneske, Manz – Krenz (1), Meyer (4), Haucke (4), Kaßler (6), Rothe, Aumann (4/1), Zänker (2), Tillmann, Schrei (4/3), Knoblauch

Zeitstrafen: Eiche 7, HCB II: 3

Siebenmeter: Eiche 5/4, HCB II: 6/4

SV Eiche 05 empfängt die HCB- Reserve

Nach dem völlig verdienten Teilerfolg im Derby in Gommern in der Vorwoche empfängt der Oberligist SV Eiche 05 Biederitz zur gewohnten Zeit (17:30 Uhr) in heimischer Ehlehalle die zweite Vertretung des HC Burgenland. Im Optimalfall wollen die Biederitzer auch das vierte Heimspiel der Saison siegreich gestalten.

Positiv überrascht dürfte man auf Seiten der Biederitzer nach dem Abschluss des achten Spieltages mit Blick auf das aktuelle Tabellenbild gewesen sein. Dieses führt die Ehlehandballer derzeit sogar auf Rang drei mit 9:7 Zählern, was schon allein mit Blick auf den kommenden Kontrahenten überhaupt nichts aussagt. So rangiert die zweite Vertretung des HC Burgenland mit gerade einmal einem mageren Punkt weniger auf Platz acht, ist also definitiv in Schlagdistanz zur oberen Tabellenhälfte.
In Biederitz ist bei allen Beteiligten nach dem 22:22 bei der Gommeraner Eintracht die Stimmungslage völlog verständlich zurecht überragend. „Wir können sowohl mit dem Zähler als auch mit der daraus aktuellen resultierenden Platzierung sehr gut leben“, stellte der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistadt am Donnerstagvormittag nach dem gut besuchten Abschlusstraining, welches zusammen mit der zweiten Vertretung und einigen Akteuren der A- Jugend absolviert wurde, entspannt fest.
Vom anstehenden Gegner aus dem Burgenland konnte indes nur wenig in Erfahrung gebracht werden. „Eine gut ausgebildete Truppe mit viel Qualität, auch weil zumeist das Training zusammen mit der ersten Mannschaft vonstatten geht“, weiß Freistedt, der aber nur bedingt mit Hilfe „von oben“ rechnet, da der HCB fast parallel um 19 Uhr bei den Youngsters des SC Magdeburg (3. Liga Staffel Nord- Ost) Farbe bekennen muss. „Wir dürfen nun natürlich nach dem tollen Derby nicht luftiger an die nächsten Aufgaben herangehen“, warnt auch Cheftrainer Peter Pysall, der damit unter anderem die Aggressivität in der Deckung sowie die Torgefahr von allen Positionen weiterhin kontinuierlich einfordert.
Dabei nicht helfen können beispielsweise neben Maksymilian Beres (privat) auch Christian Kinast (erneut Sprunggelenksverletzung) sowie Moritz Steinweg, der nachwievor eine Fußverletzung aus der Partie bei der SG Kühnau mit sich rumschleppt, aber der sehnsüchtig auf seine Rückkehr in den Kader wartet.
Ansonsten können die Biederitzer auf den verbleibenen Kader zurückgreifen, der dennoch ohne Frage vor einer großen und eher unbekannten Aufgabe steht. „Wer zum Beispiel in Calbe beide Punkte entführt, ist mit Sicherheit nicht von Pappe…“, ist man sich der hohen Hürde am Sonnabendabend an der Ehle wohl bewusst.

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SV Eintracht Gommern vs SV Eiche 05 Biederitz

Matchbälle bleiben ungenutzt
Gommern und Biederitz liefern sich in der randvollen Eintracht-Sporthalle einen wahren Handballkrimi im Oberliga-Derby. Nur ein Sieger findet sich  beim 22:22 (14:13)-Remis nicht.
Drinnen flogen die Bälle bei der Erwärmung beider Teams durch die Luft. Bässe wummerten durch die Halle, in der bereits 20 Minuten vor dem Anwurf die Stehplätze rar wurden. Draußen vor der Heimstätte des SV Eintracht schritt derweil eine einsame Gestalt den Verbindungsweg zwischen Sportforum und Magdeburger Straße ab. Oliver Schulke hat am frühen Sonntagabend das gegenteilige Ritual zum Sich-auf-Betriebstemperatur-Bringen gesucht. „Spazierengehen macht den Kopf frei“, sagte Gommerns Coach begleitet von einem verlegenen Lächeln.
Knapp zwei Stunden später hätte sich auch sein Schützling Philipp Wolter nicht nur mehr Platz im Kopf, sondern auch in seiner handballerischen Komfortzone auf Rechtsaußen gewünscht. Nachdem Wolter eineinhalb Minuten zuvor den 22:22-Ausgleich im Oberliga-Derby gegen Biederitz erzielt hatte, landete der Ball bei noch sieben Sekunden Spielzeit wieder in seinen Händen. Der Winkel war für einen Rechtshänder nicht gerade günstig, der Weg entlang der Sechs-Meter-Linie nach innen aber zugestellt und so schnappte die Biederitzer Wurffalle zu. Der Fehlschuss besiegelte die Punkteteilung. Oder?
Nicht ganz. Denn nach einer letzten Auszeit ergaben sich auch für die Gäste noch fünf Sekunden für einen möglichen Matchwinner-Wurf. „Schade, dass wir auf die verkehrte Seite gespielt haben“, sah Eiche-Trainer Peter Pysall, wie auch sein Rechtsaußen Philip Wohl halb am Nullwinkel, halb an Eintracht-Schlussmann Jonas Wucherpfennig scheiterte. „Auswärts als Aufsteiger bei einem etablierten Oberligisten ist das für uns trotzdem ein Punktgewinn“, trauerte der Gästecoach dem Sieg nicht nach.
Auch die Gegenseite hatte mit dem dritten Unentschieden der Saison schnell Frieden geschlossen. Denn freilich hätte der Ballbesitz aus Eintracht-Sicht am Schluss unter keinen Umständen noch einmal wechseln dürfen. Schulke setzte bei der Ursachenforschung aber weitaus früher an: „Vorn leisten wir uns zu viele Fehlwürfe, allein zehn in der ersten Hälfte. Kompliment aber auch an den Biederitzer Torhüter.“ Besagter Max Wetzel nahm den Gastgebern so auch zwei der ersten drei Würfe ab und sorgte emotional spätestens nach einem Kopftreffer, der Maurice Prokop eine Zwei-Minuten-Strafe einbrachte (9.), für einen gewaltigen Schub.
Apropos Emotionen: 330 Besucher, davon geschätzt die Hälfte aus Biederitz, sorgten für das erhoffte Highlight der Hinrunde. „Ein Dank an alle Zuschauer, die dem Derby einen würdigen Rahmen gegeben haben“, gaben beide Seiten im identischen Wortlaut zu Protokoll. Und zumindest in Sachen Spannung wurde die Partie den Erwartungen gerecht. Ob beim Gommeraner 7:5 (13.) oder dem Biederitzer 19:17 (42.) – auf mehr als zwei Treffer konnte sich kein Team absetzen. Was nicht zuletzt beiden Abwehrreihen ein gutes Zeugnis ausstellte.
„Offensiv hat uns vor allem in der zweiten Halbzeit ein bisschen Struktur gefehlt. An einem Tag, an dem die Dinge nicht von allein laufen, müssen wir mit mehr Ruhe agieren und auch mal einen Gang herunterschalten“, erklärte Schulke. Die Gegenseite hatte dann einerseits mit dem Gommeraner Torhüterwechsel von Tom Smoger zu Wucherpfennig und seinen zwölf Paraden im Spiel deutlich mehr Schwierigkeiten, wie Pysall bekannte: „Angesichts von 52 Prozent Angriffseffektivität hat uns etwas die Durchschlagskraft gefehlt. Ein paar Abschlüsse waren zu früh und überhastet.“ Andererseits mussten die Gäste im zweiten Abschnitt zu Lasten des Tempos auch häufige Unterzahlsituationen nach nicht immer nachvollziehbaren Zeitstrafen kompensieren – und beeindruckten dabei auch den Gegner: „Hut ab vor dieser jungen Mannschaft. Den Biederitzern wäre es auch egal gewesen, wenn sie 15 Mal ins Zeitspiel geraten wären, weil sie meist immer eine Lösung gefunden haben.“ Bis zum Rückspiel Ende März bleiben dem SV Eintracht und SV Eiche 05 nun fast fünf Monate, um sich auch ein Patentrezept für den möglicherweise entscheidenden letzten Angriff zurechtzulegen.
Gommern: Smoger, Jo. Wucherpfennig – Kämpf (1), Petzold, Koine, Hieber, Leine (3/1), Prokop (2), De Vries (2), Wolter (2), Straske, Mehr (4), Ahrens, Schipper (3), Ja. Wucherpfennig (3), Jassmann (2)
Biederitz: Nafe, Gronemeier, Wetzel – Urban (1), Thielecke (4), Daßler (8/1), Kinast (1), Hesse (2), Stähr (2), Beres (1), Held, Schneider, Wohl (3), Elgharbawy, Hammecke, Eix
Siebenmeter: Eintracht 2/1 – Eiche 1/1; Zeitstrafen: Eintracht 2 – Eiche 6
Eintracht vs. Eiche: Die Halle als „X-Faktor“?
Im Nachwuchsbereich Verbündete, in der Handball-Oberliga Rivalen: Eintracht Gommern und Eiche Biederitz beleben nach zwei Jahren das mit Spannung erwartete Derby wieder.
Gommern/Biederitz. Nichts gegen einen Besuch vom Tabellenführer oder die angenehm kurzen Reisen nach Magdeburg und Calbe. Doch auch Handballer bevorzugen den Reiz des Besonderen, weshalb man nicht nur seinen Schützlingen, sondern auch Oliver Schulke seit Tagen die Vorfreude auf das Highlight der Oberliga-Hinrunde anhört: „Für diese Art von Spielen machen wir das Ganze überhaupt“, sagt der Coach des SV Eintracht Gommern (6., 8:6-Punkte) im Hinblick auf das wohl brisanteste Derby im Jerichower Land,. Dieses erfährt am Sonntag nach zwei Jahren seine Neuauflage, wenn die Gelb-Blauen den SV Eiche 05 Biederitz (5., 8:6) um 17 Uhr empfangen.
In der einen oder anderen Vollmondnacht, wenn das Wegdämmern ohnehin einer Geduldsprobe gleicht, dürfte in Gommern manch schlafraubender Gedanke immer noch um den 21. Mai 2022 kreisen. Im vorerst jüngsten Aufeinandertreffen brachten die Biederitzer dem SV Eintracht mit 22:25 die einzige Niederlage der gesamten Aufstiegssaison bei. Die Ausgangslage ist im Hier und Jetzt laut Eiche-Coach Peter Pysall ähnlich wie vor zweieinhalb Jahren: „Die Favoritenrolle ist klar verteilt. Auch wenn wir uns nicht verstecken müssen, kann es als Aufsteiger nur darum gehen, sich mit den eigenen Mitteln so teuer wie möglich zu verkaufen.“
Auf Gastgeberseite zeigt man sich dann aber kaum überrascht von der Tatsache, dass beide Teams aktuell gleichauf liegen. Das Gommeraner Auftaktprogramm mochte vergleichsweise anspruchsvoller gewesen sein, aber laut Schulke steht außer Frage, dass die 05er längst in der neuen Ligaumgebung angekommen sind: „Mit den Siegen über Radis und den BSV 93 hat Biederitz für zwei Ausrufezeichen gesorgt.“ Ein weiteres wollen er und der SV Eintracht naturgemäß an diesem Wochenende vertagen. Worauf es dabei ankommt, hat sich flussaufwärts herumgesprochen: „Wenn es diese junge Truppe schafft, ein emotionales Übergewicht in der Halle zu erzeugen, wird es für jeden Gegner schwer“, erklärt Schulke.
Und genau deshalb hat der Heimverein auch die Mission „gelb-blaue Heimstätte“ ausgerufen: Besucher, die mit einem Outfit in Vereinsfarben zum Duell erscheinen, zahlen nur ermäßigten Eintritt. „Die Eintracht-Sporthalle dürfte entsprechend voll werden. Bleibt zu hoffen, dass die Partie dem auch gerecht werden kann. Die Tabellensituation und Punktgleichheit beider Mannschaften sollten das aber definitiv hergeben“, blickt Gommerns Coach voraus. Zumal sein Team (41:21 in Wernigerode) wie auch die morgigen Gäste (27:19 gegen Köthen II) mit klaren Erfolgen am vergangenen Wochenende entsprechendes Selbstvertrauen getankt haben.
So wollen dann auch die Biederitzer ihren Teil zu einem spannungsgeladenen Abend beitragen. Bei allen Emotionen, die ein Duell unter Nachbarn aber mit sich bringt, äußert Eiche-Trainer Pysall einen nachvollziehbaren Wunsch: „Eine gewisse Rivalität gehört zu einem Derby ohne Frage dazu. Ich hoffe gleichzeitig aber auch, dass es an diesem Abend fair zugeht. Im Nachwuchsbereich bilden beide Vereine mit der HSG Ehle bekanntlich eine erfolgreiche Spielgemeinschaft. Das allein sollte zu gegenseitigem Respekt auf dem Spielfeld, aber auch auf der Tribüne verpflichten.“
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SV Eiche 05 Biederitz vs HG 85 Köthen II

27:19 – In der Ehlehalle bleibt die Weste weiß

Auch nach dem dritten Heimspiel der Saison blieb die Heimweste des SV Eiche 05 Biederitz weiß. Gegen die zweite Vertretung der HG 85 Köthen gab es vor 125 Zuschauern einen souveränen 27:19 (16:9)- Erfolg, mit dem die Gastgeber einmal mehr ihre Oberligatauglichkeit unter Beweis stellen konnten. Die Gegnerschaft aus der Bachstadt machte es allerdings den Biederitzern an diesem Tag auch nicht wirklich schwer, um auch aus dem dritten Heimauftritt zwei wichtige Zähler mitzunehmen.
Die Biederitzer starteten vielversprechend mit viel Tempo und führten nach sechs Minuten mit 4:1. Im weiteren Verlauf jedoch stellte sich der Gast etwas besser auf die Angriffe der Hausherren ein und konnte beim 4:3 (9.) bzw. 6:5 (12.) auf einen Treffer aufschließen. „Wir haben plötzlich aus dem Stand agiert und so auch unseren Kreis bzw. unsere Außen nicht in die Aktionen bekommen“, bemängelte der Biederitzer Trainer Peter Pysall, der wenig später aber mit ansah, dass seine Schützlinge in die Erfolgsspur zurückkehrten. So stand nach 19 Minuten ein 10:6 auf der Anzeigetafel, welches sich nicht zuletzt auch über eine hervorragende Deckungsarbeit definierte. Da allerdings ab und an der blockende Arm fehlte, gelang den im Angriff um Linie bemühten Gästen der ein oder andere Treffer aus dem Rückraum. „Trotzdem sind natürlich lediglich neun Gegentore in dreißig Minuten ein überaus guter Wert“, merkte auch der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt an, der zudem erfreut feststellen konnte, wie die Heim- Sieben schon vor dem Seitenwechsel mit einer 16:9- Führung die Richtung für den Spielausgang eindeutig vorgeben konnte.
Das besprochene Ziel in der Kabine, den Kontrahenten nicht wieder zurückkommen zu lassen, gelang dann zunächst nicht, da die Köthener zwei Treffer zum 16:11 (33.) erzielen konnten. „Wir waren bei der Thematik Chancenverwertung nicht da, wo wir sein wollten“, ordnete Pysall die Startviertelstunde des zweiten Spielabschnittes realistisch ein. Elf Fehlwürfe und vier technische Fehler in diesem Zeitraum untermauerten die fehlenden Basics, welche sich in erster Linie auf die nun ausbaufähige Durchschlagskraft auch wiederholt im Überzahlspiel auswirkte. Mit reichlich Augenmaß markierte der treffsichere Philip Wohl von Rechtsaußen das 21:15 (47.) und läutete damit eine stärkere Schlussphase der Gastgeber ein. Da der überragene Max Wetzel zwischen den Pfosten in dieser Phase auch den ein oder anderen Ball spektakulär abwehren konnte, fiel folglich das finale Resultat noch ein wenig deutlicher aus.
Nachdem sich der Biederitzer Kreisläufer Jason Thielicke, der mit sieben Toren bester Schütze beim Sieger war, bis zum 25:19 erneut zweimal treffsicher zeigte, nutzte Youngster Lukas Hesse nach eigener Auszeit per Doppelpack zwei gute Möglichkeiten durch Dreher und Konter zum verdienten 27:19- Endstand.
„Glückwunsch an die Truppe. Ja, Chancenverwertung und ab und an Schläfrigkeiten bei Einläufern im Deckungsarbeit waren schon noch punktuelle Kritikpunkte. Aber die Gäste können ja auch Handball spielen…“, wollte Pysall den inzwischen vierten Saisonerfolg in der neuen Liga nicht als reine Selbstverständlichkeit abtun.

Biederitz: Wetzel, Gronemeier, Nafe – Urban (3), Thielicke (7), Daßler (6/1), Kinast (2), Hesse (4), Beres, Held (1/1), Schneider, Wohl (2), Elgharbawy, Hammecke, Eix (2)

Köthen: Stoye, Belger – Leschinsky, Uelsmann, Götze (10/1), Wittig (1), Keller (6), Seidel (1), Birkner, Ponndorf, Schimmelpfennig (1)

Siebenmeter: Eiche 2/2, Köthen 1/1

Zeitstrafen: Eiche 1, Köthen 4

Vorsicht vor der Favoritenrolle

Der SV Eiche 05 Biederitz trifft am Sonnabend um 17:30 Uhr als Rangsechster (6:6 Punkte) auf das Tabellenschlusslicht HG 85 Köthen II (0:6). So sehr die Tabellenkonstellation den Gastgeber auch als vermeindlichen Favoriten ausweist, so sehr distanziert man sich an der Ehle dagegen.

„Vor den Gastspielen in Wolfen und Kühnau hatten wir auch diese vermeindliche Vormachtstellung inne. Die jeweiligen Ausgänge sind bekannt…“, erinnert und warnt der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt eindringlich. Die negativen Ausgänge (28:30 in Wolfen und 33:35 in Kühnau) haben sehr eindrucksvoll bestätigt, dass das Tabellenbild gerade zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison wenig bis gar keine Aussagekraft besitzt.
Zudem ist die bisherige „Ausbeute“ der HG absolut mit Vorsicht zu genießen. Zum einen haben sie gerade einmal die Hälfte an Spielen gegenüber den Biederitzern absolviert und zum anderen waren die Gegner nicht wirklich von Pappe. Als bestes Beispiel mag da der letzte Auftritt in heimischer Halle gegen den Ligakrösus GW Wittenberg/Piesteritz herhalten, der mit 21:40 mehr als deutlich verloren ging. Aber auch dieses Resultat wird der Köthener Trainer Mario Schimmelpfennig, der seit Saisonstart mit einer sehr angespannten Personalsituation umgehen muss, richtig einzuschätzen wissen.
Apropos Personal: Auch an der Ehle ist dies nach sechs absolvierten Begegnungen bereits ein allgegenwärtiges Thema, welches während des zurückliegenden freien Wochenendes auch nur wenig Aufhellung erfuhr: „Definitiv zurückkehren wird Till Schneider“, meint Freistedt, der ansonsten von reichlich mehr oder weniger großen Fragezeichen mit Blick über den Personal- Zettel sprach.
Unabhängig davon wollen die Biederitzer ihre weiße Weste in heimischer Ehlehalle wahren und zwei Zähler einfahren. „Natürlich ist uns die Favoritenstellung schon aufgrund des Heimvorteils zugeschrieben. Aber wir wissen auch, dass wir unser volles Leistungsvermögen abrufen müssen“, nimmt Freistedt seine Schützlinge in die Pflicht, um den beeindruckenden Heimerfolgen gegen Radis (34:29) und BSV 93 Magdeburg (28:25) einen dritten vollen Punktgewinn folgen zu lassen.

vs

SG Kühnau vs SV Eiche 05 Biederitz

Ersatzgeschwächt zur 33:35- Niederlage

Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz sind mit denkbar schlechten Voraussetzungen in Richtung Dessau gereist und haben eine 33:35 (13:18)- Niederlage bei der gastgebenen SG Kühnau kassiert. Youngster Lukas Hesse stach trotz der dritten Saisonpleite mit elf Treffern heraus.

„Wir haben so noch nie zusammengespielt“, brachte es dann unmittelbar nach dem Schlusspfiff der Biederitzer Trainer Peter Pysall auf einen Nenner, ohne jedoch dafür den Hauptgrund für die Niederlage zu suchen. Wenn jedoch mit Bennet Daßler, Felix Eix und einem Till Schneider gleich drei Leute aus einer vermutlichen Anfangsformation fehlen, dann geht dieser Aspekt an keiner Truppe spurlos vorbei.
So folgte dann auch nicht ganz unerwartet ein sehr zäher Start für die Gäste in der Dessauer Sporthalle „Friedensschule“, in der sie ohne jedes Haftmittel schnell ins Hintertreffen gerieten. Der 3:7- (13.) bzw. 6:12- Rückstand (21.) beruhte dabei in erster Linie auf eine unzureichende Chancenverwertung, was sich die Gastgeber im Umkehrschluss wiederholt zunutze machen konnten. Bei den Biederitzern war in dieser Phase zu sehen, dass die Zuordnung gerade im Deckungsverbund nicht gegeben war und auch im Angriff der Laufweg des neuen Nebenmanns oft ein anderer war. Lobenswert dann die anschließenden fünf Minuten, in denen die Gäste zum 11:14 (26.) mit großer Moral aufschließen konnten. In die Halbzeit konnten die Kühnauer dann aber doch eine richtungsweisende Fünftoreführung nehmen, weil sie stets den Druck auf die Biederitzer Hintermannschaft hochhielten und nahezu jeden kleinen Fehler zum 18:13 bestrafen konnten.
Auch die Anfangsphase des zweiten Spielabschnittes ging dann an die SG Kühnau, die bis zur 37. Minute das Polster auf 22:14 anheben konnte. Die Gäste ließen nicht erst in dieser Phase gute Möglichkeiten auch von der linken Außenbahn aus, konnten aber auch in Bezug auf Einsatz und Kampfeswillen keine negativen Ansatzpunkte bieten. Natürlich spielten die fehlenden Wechselmöglichkeiten bei den Gästen eine gewichtige Rolle, auch wenn sich der vorhandene Kader, der mit Maxim Meyer und Stefan Köster aus der zweiten Mannschaft ergänzt wurde, jederzeit lobenswert ins Zeug legte. „Mit voller Kapelle wäre hier mit Sicherheit etwas zu holen gewesen…“, wollte Pysall jedoch die sehr angespannte Personalsituation dann aber auch schnell für beendet erklären.
Im Spiel selbst setzten sich die Gastgeber bis zur 49. Minute auf 29:22 ab, ehe die Gäste durch Jason Thielicke und Max Held (zwei verwandelte Strafwürfe) zum 29:25 (52.) aufschließen konnten. Das 33:30 der SG nach 57 Minuten konterten die Biederitzer, die den ein oder anderen nur schwer zu verstehenden Schiedsrichterpfiff über die gesamte Spielzeit über sich ergehen lassen mussten, sogar noch einmal zum 34:33- Anschluss, doch in den verbleibenen 18 Sekunden kam lediglich noch der 35:33- Endstand per Siebenmeter für die gastgebene SG hinzu.
„Wir hatten schon genug Möglichkeiten, aber am Ende fehlten die Zeit und auch ein wenig das Glück. Die nun anstehende spielfreie Woche wird uns die Möglichkeit geben, Licht in unsere angespannte Personalsituation zu bringen“, meinte nach Spielschluss der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der unter anderem auch auf die Verletzung von Moritz Steinweg hinwies, die sich der Spielmacher kurz vor dem Abpfiff zuzog.

Kühnau: Bösener, Maaß – Sitte (1), Fritze (2), Parusel (1/1), Hübner (5/3), Lilian (3), Hohenstein (3), Heinrich, Durban, Reppmann (8/2), Täuber (5), Funke, Habelitz (1), Michalik (3/1), Franz (3)

Biederitz: Nafe, Gronemeier, Wetzel – Urban (2), Maffert (2), Kinast (1), Hesse (11), Ma. Meyer, Köster (1), Held (10/9), Steinweg (4), Hammecke, Thielicke (2)

Zeitstrafen: SG 6, Eiche 6

Siebenmeter: SG 11/7, Eiche 9/9

Eiche vor Duell gegen Kühnau mit personellem Engpass

Es gibt Handballtrainer, die ihren Schützlingen vor einem Gastspiel in der Dessauer Friedensschul-Sporthalle schon zwei Wochen im Voraus das begehrte Harz im Training vorenthalten. Und es gibt Peter Pysall. Der Coach des Oberliga-Aufsteigers aus Biederitz will dem vorherrschende Haftmittelverbot in der heutigen Spielstätte nicht mehr Platz einräumen, als unbedingt nötig ist. Er sagt: „Das Thema hat bei uns in den vergangenen Tagen keine hohen Wellen geschlagen. Manch einen Spieler beeinflusst es mehr, den anderen weniger. Aber es darf keine Rolle spielen, wenn die Jungs auf dem Spielfeld stehen.“ Um 18 Uhr bittet das Schiedsrichtergespann Ralf Richter/Steffen Zänker (Querfurt/Naumburg) heute Abend zum Anwurf.
Dass dann die Gäste (5., 6:4-Punkte) den wesentlich besseren Saisonstart im Vergleich zur SG Kühnau (12., 2:6) im Rücken haben, mag ob der noch wenig aussagekräftigen Tabelle kaum für heruntergeklappte Kinnladen sorgen. Doch dem SV Eiche 05 ist die positive Bilanz vor dem 6. Spieltag eben nicht einfach zugefallen. Vielmehr lässt sich an ihr das Credo ablesen, dass der Trainer auch vor der heutigen Aufgabe erneuert: „Wir gehen jedes Spiel selbstbewusst, aber mit dem nötigen Respekt an. Kühnau hat sich seit Jahren in der Liga etabliert und wir müssen wie schon gegen den BSV 93 unsere Stärken 100-prozentig zum Tragen bringen“, bemüht Pysall den Rückblick aufs jüngste Heimspiel, das seine Schützlinge dank einer beeindruckenden Energieleistung in der Schlussviertelstunde noch in einen 28:25-Erfolg umbogen.
Ausgelassen jubeln durfte die Gegenseite dagegen in dieser Spielzeit bislang nur einmal. Vor knapp einem Monat sprang im Heimdebüt gegen ebenfalls noch inkonstante Spergauer eine 28:27-Sieg für die Mannen um Trainer Torsten Rieprich heraus. Gleichwohl dürften zwischen Elbe und Mulde inzwischen bereits die Alarmglocken leise läuten und die Erinnerungen an den verkorksten Saisonstart 2023/24 erwachen. Zwar rettete sich der Club am Ende vorzeitig, doch wirklich viel bewegt hat sich seither nicht. Davon konnten sich im August auch die Biederitzer testweise überzeugen.
Beim Vorbereitungsturnier um den Kühnau-Cup in der Anhalt-Arena landeten die 05er auf einem beachtlichen dritten Platz, während die Gastgeber dem Feld der Regional- und Oberligisten den Vortritt ließen. Rückschlüsse vom klaren 24:10-Erfolg im direkten Vergleich verbieten sich vor dem Wiedersehen im Pflichtspielalltag jedoch, wie der Biederitzer Trainer klarstellt: „Das Turnier in Dessau können wir aus dem Gedächtnis streichen. Allein schon, weil wir mit einer fast komplett veränderten Mannschaft ins Rennen gehen.“
Entpuppte sich zwei Wochen vor dem Saisonstart auch die breite SVE-Bank als wichtiges Puzzleteil, „haben wir diesmal einen personellen Engpass zu bewältigen. Der eine oder andere dürfte sich kurzfristig auf ungewohnter Position wiederfinden“, so Pysall, der bei den Ausfällen zwar nicht ins Detail gehen will, aber definitiv weiterhin auf Felix Eix (Nasen-OP) verzichten muss. Für das verbliebene Aufgebot gilt es, sich durchzubeißen. Ohne Harz, aber mit umso mehr Herzblut

vs

SV Eiche 05 Biederitz vs BSV 93 Magdeburg

Endspurtsieg – Ihr Treibstoff: Adrenalin

Die Biederitzer Oberliga-Handballer verwandeln einen Vier-Tore-Rückstand gegen den BSV 93 Magdeburg noch in den dritten Saisonsieg. Bennet Daßler erzielt die Hälfte aller SVE-Treffer.
Biederitz. Gustav Nafe hat am Samstagabend aufs Parkett der Ehlehalle eingeklopft, als wäre der frisch sanierte Untergrund ein Schnitzel, das nicht ebenmäßiger und weicher werden wollte. Der Torhüter des SV Eiche 05 hat unzählige Flüche ausgestoßen. Gelegentlich sah man ihn auch gestenreich den Handballgott beschwören. Knapp 40 Minuten ging das im zweiten Saisonheimspiel des Oberliga-Aufsteigers so. Dann sah man bis zur Schlusssirene im Duell gegen den BSV 93 Magdeburg allerdings eine andere Version von Nafe, der nun regelmäßig die Jubelfaust ballte. Am Ende durfte der Youngster also auch als Sinnbild für den 28:25 (14:17)-Erfolg des Teams stehen.
So wie der Schlussmann zumindest über eine Hälfte hinweg Pech bei abgefälschten Würfen hatte oder von seinen Vorderleuten in unschöner Regelmäßigkeit im Stich gelassen wurde, zeichneten sich die Gastgeber lange nicht als Gewinner ab. Nur, um sich im letzten Drittel des Abends entscheidend zu steigern und den 20:24-Rückstand (44.) in einen Sieg zu verwandeln. Da ihn der BSV 93 in den letzten 16 Minuten nur noch einmal überwinden konnte, überraschte es kaum, dass Nafe einer von zwei Akteuren war, die Eiche-Trainer Peter Pysall besonders hervorhob. Der andere: Bennet Daßler, der mit 14 Treffern 50 Prozent der Biederitzer Torerfolge beisteuerte. „Seine Durchschlagskraft und Spielführung haben die gesamte Mannschaft mitgerissen. Neben ihm und Gustav Nafe waren aber auch Maks Beres und Robin Urban mit ihren Abwehrleistungen entscheidend. Und auch jene, die nicht zum Einsatz kamen, haben von der Bank aus großartige Unterstützung geleistet“, lobte der Chefcoach.
Biederitzer 8:1-Lauf in
der Schlussviertelstunde
Anfangs wurden seine Schützlinge allerdings vom letztjährigen Liganeuling auf dem falschen Fuß erwischt. „Gegen die 3-2-1-Abwehr des BSV hatten wir unsere Probleme und sie kam auch etwas überraschend“, bekannte Pysall. Während die Biederitzer so spätestens nach dem 10:10 (15.) immer schwerer in die Tiefe kamen, zogen die Gäste unter der klugen Spielregie von Felix Scheerenberg Stück für Stück davon. Auch begünstigt dadurch, dass mancher Anspielversuch der 05er nun zu durchschaubar blieb und sich Ballverluste häuften. Wichtig aus Eiche-Sicht war jedoch, dass sich das Defizit bis zur Pause auf nicht mehr als drei Treffer belief. „In der Kabine haben wir uns darauf eingeschworen, den Rückstand beharrlich wegzuknabbern. Einfach, indem wir vorn wieder mehr in die Tiefe kommen und auch aus acht, neun Metern den Abschluss suchen.“ Gesagt und – mit etwas zeitlicher Verzögerung – nach dem Seitenwechsel auch getan.
Im Angriff minimierten die Hausherren nun deutlich die Fehlerquote. Auf der anderen Seite zahlte sich die Hereinnahme von Beres im Innenblock aus. Der Angriff-Abwehr-Wechsel hatte so auch den Vorteil, dass sich Jason Thielecke vermehrt darauf konzentrieren konnte, offensive Lücken am Kreis zu reißen. Und diese wussten die Nebenleute – neben dem überragenden Daßler in der Schlussphase auch vermehrt Lukas Hesse – dann auch zu nutzen. Zunächst wollte der Rückstand über den Zwischenstopp 15:19 (35.) zwar noch nicht wirklich schmelzen. Doch mehrere emotionale Initialzündungen läuteten im Anschluss die letztlich erfolgreiche Aufholjagd ein.
Funke springt vom Parkett auf die Tribüne über
Erst traf Schlitzohr Daßler das verwaiste Tor der Gäste, die in Unterzahl auf den sechsten Feldspieler setzten, zum 16:19 (36.) und die Halle stand ein erstes Mal Kopf. Dann reihten die Biederitzer nach dem 24. Treffer der Magdeburger eine gelungene Defensivsequenz an die nächste, blockten nun reihenweise Würfe und Hesse sorgte schließlich mit der erstmaligen Führung beim 26:25 für Ekstase auf der Tribüne (58.). „Wir sind auch dafür da, die Halle anzuzünden. Spätestens, als wir den Rückstand wettgemacht haben, war das Adrenalin dann ja auch spürbar“, sagte Pysall und ergänzte: „Nur so kann es für uns als Aufsteiger gehen, um dauerhaft in der Oberliga anzukommen. Es braucht wie auch zuvor in Wernigerode und Calbe jeden Einzelnen und insgesamt eine starke Teamleistung.“

Biederitz: Nafe, Wetzel – Urban (1), Warnecke, Maffert, Thielecke (4), Daßler (14/2), Kinast, Hesse (4), Beres, Held (2/2), Steinweg (3), Schneider, Wohl, Elgharbawy, Hammecke

Magdeburg: Walter, Brand, Heseler – Wagner (4), Wölkerling, Evers, Scheerenberg (4), Auerbach, Hampel (3), Böhm (2), Karsubke, Bade, Panoven (7), Köllner, Schmidt (5/3), Oeltze

Siebenmeter: Eiche 6/4 – BSV 4/3; Zeitstrafen: Eiche 3 – BSV 3; Rot: John Bade (59., Foulspiel) -Magdeburg

BSV 93 gastiert in der Ehlehalle – „Kopf oben behalten“

Der Handball- Oberligist SV Eiche 05 Biederitz empfängt am Sonnabend um 17:30 Uhr den Tabellennachbarn BSV 93 Magdeburg. Die Olvenstedter haben sich nach nur einer Saison im Handball- Oberhaus zu einer festen Größe etabliert und reisen als Favorit an die Ehle.

„Sie konnten in der abgelaufenen Spielzeit als Aufsteiger absolut überzeugen. Da wartet ein echtes Kaliber auf uns“, weiß der Biederitzer Trainer Peter Pysall, der die Magdeburger in den höchsten Tönen lobt. Unter Neu- Trainer Sven Liesegang gelang den BSV- Mannen doch gleich der Sprung auf Rang vier mit 32:24 Zählern und auch in die aktuelle Spielzeit sind die Olvenstedter mit immerhin 4:2 Punkten ordentlich aus den Startlöchern gekommen. So folgten der verschmerzbaren 29:34- Niederlage zum Auftakt gegen den Ligaprimus GW Wittenberg/Piesteritz zwei souveräne Erfolge in Haldensleben (26:22) und zuletzt in eigener Halle gegen Wernigerode.
Dieser ordentliche Auftakt trifft freilich für die Biederitzer auch zu, die mit ausgeglichenem Punktstand derzeit direkt hinter dem BSV 93 auf Rang sieben platziert sind. „Wir müssen und werden jetzt den Kopf oben behalten. Es wird wichtig für uns sien, wieder unsere eigenen Stärken mehr in die Waagschale zu werfen“, meinte Pysall unmittelbar nach der zweiten Saisonniederlage am letzten Wochenende beim Mitaufsteiger in Wolfen.
Dort blieb unter anderem das angestrebte eigene Tempospiel zu oft auf der Strecke. Dass diese Art von Handballspielen auch der anstehende Gast aus der Landeshauptstadt bevorzugt, lässt auf ein rassiges und sehr schnelles Spiel in der Ehlehalle hoffen. Der BSV 93 ist ähnlich wie die Biederitzer eine sehr junge Truppe, die mit Routinier John Bode einen sehr erfahrenen Spieler in seinen Reihen weiß. Insgesamt jedoch ist der Kader der Magdeburger sehr ausgeglichen, was auch den neun verschiedenen Torschützen am letzten Wochenende beim souveränen 42:27- Erfolg gegen den HV Wernigerode zu entnehmen ist.
Für die Biederitzer wird es dennoch wichtig sein, sich auf das eigene zweifellos vorhandene Können auch in der Breite zu konzentrieren. „Wir brauchen uns vor keinem Gegner in der Liga verstecken, aber wir müssen stabiler über die gesamte Spielzeit in allen Bereichen auftreten“, erwartet SVE- Coach Pysall eine Steigerung seiner Sieben gegenüber der Vorwoche bei der HSG Wolfen 2000 (28:30), ohne die der zweite Saisonerfolg in heimischer Ehlehalle sehr schwer zu realisieren sein dürfte.

vs

HSG Wolfen 2000 e.V. vs SV Eiche 05 Biederitz

Wolfen geht aus Duell der Liganeulinge als Sieger hervor

Im Duell der Oberligaaufsteiger musste sich der SV Eiche 05 Biederitz der HSG Wolfen 2000 mit 28:30 (14:18) geschlagen geben. Viele kleine Fehler in nahezu allen Bereichen führten zur zweiten Saisonniederlage der Gäste.

„Es war heute insgesamt ein sehr unruhiger Auftritt von uns. Dazu kamen Phasen, wo wir vor allem in der Deckung zu nachlässig agiert haben“, begründete der Biederitzer Trainer Peter Pysall die Niederlage bei der HSG Wolfen 2000, die damit ihre ersten Pluspunkte einfahren konnte und die rote Laterne nach Köthen weiterreichen konnte.
Die Gäste starteten mit 0:3 nach vier Minuten denkbar schlecht, ehe Jonas Maffert den Bann für die Biederitzer brechen konnte. Bis zur 15. Minute bekamen die Biederitzer dann zunehmend einen Fuß in die Tür und kämpften sich auf 6:7 heran. Mit den nächsten Aktionen setzten sich die Wolfener wieder ab (10:7), da die Gäste viel zu fehlerbehaftet in der Deckung unterwegs waren. „Wir sind da zu spät dran, agieren zu offen oder behalten die Arme unten. Mit all diesen Defiziten haben wir uns folglicherweise auch unserem angestrebten Tempospiel beraubt“, monierte Pysall die Abwehrarbeit bereits zur Halbzeit, die jedoch zuvor den 12:12- Ausgleich nach 24 Minuten erfuhr. Anschließend nutzten die HSGler vor 50 Zuschauern ihr Überzahlspiel zum 14:12 (25.), ehe sie sich selbst mit einem Akteur weniger agierend sogar auf 17:13 absetzen konnten. Die jeweils treffsichersten Schützen beider Mannschaften Tom Winter (Wolfen) und Robin Urban (Biederitz) sorgten schließlich für den 18:14- Pausenstand.
Den durchaus hoffnungsvollen Restart fabrizierten dann die Biederitzer in Person von Jason Thielicke, der mit zwei Toren den 18:16- Anschluss (32.) herstellen konnte. In der Folge fielen jedoch die Gäste vor allem im Deckungsbereich in die Muster des ersten Spielabschnittes zurück. So setzten sich die Wolfener bis zur 40. Minute auf 24:20 ab, auch weil die Biederitzer im Angriff die nötige Bewegung vermissen ließen. „Das war ein weiteres großes Manko von uns, da wir so an der kräftigen Deckung nur selten vorbeikamen. Bis zur 45. Minuten überstanden die Biederitzer dann eine doppelte Zeitstrafe sowie einen Strafwurf, so dass nach den Toren von Khaled Elgharbawy und Maksymilian Beres zum 24:22 nach 46 Minuten wieder leise Hoffnung aufkeimte. Eine Biederitzer Zeitstrafe nutzten dann die Gastgeber weitaus konsequenter als die Gäste aus und hatten folgerichtig nach 50 Minuten ein vorentscheidenes 28:22 herausgeworfen. Da die Angriffseffektivität bei den Gästen, die einige angeschlagene Spieler in ihren Reihen hatten, weiterhin eine Bescheidene blieb, hatte das Sechstorepolster auch beim 30:24 (55.) noch Bestand. In der verbleibenen Spielzeit gelang den Biederitzern mit angewandtem Tempospiel das, war über weite Strecken der fairen Begegnung auf der Strecke blieb. Schlussendlich war es aber lediglich noch Ergebniskosmetik zum 30:28- Endstand für die Gastgeber, die ebenfalls unter Beweis stellen konnten, das der Gang in das Ligaoberhaus kein Zufall war.
„Wolfen kann auch Handball spielen. Wir waren heute zu fehlerbehaftet unterwegs, mussten auch längere Phasen mit einem sehr jungen Mittelblock agieren. Insgesamt war unsere sonst zuverlässige Achse Torhüter/Deckung heute nicht so glücklich unterwegs“, bilanzierte Pysall den Auftritt in der Bitterfelder Sporthalle, in der das Klisterverbot den Gästen zudem das Leben schwer machte.

Wolfen: Lechelt – Reinecke (2), Löbel (1), V. Hass, Hagemeister, D. Köckeritz, D. Hass (3), Gubert (3), N. Köckeritz (5/1), Bremer, Müller (4), Jung (2), Daßler, Harenburg, Winter (10/3)

Biederitz: Nafe, Gronemeier, Wetzel – Urban (6), Warnecke, Maffert (5), Thielicke (3), Daßler (6), Kinast, Hesse (2), Steinweg (2), Schneider, Elgharbawy (2), Hammecke, Beres (1), Held (1)

Zeitstrafen: Wolfen 5, Eiche 4

Auf nach Wolfen zum Duell der Aufsteiger

Am 4. Spieltag kommt es in der Handball- Oberliga zum Duell der beide Liganeulinge HSG Wolfen 2000 gegen den SV Eiche 05 Biederitz. Während die Biederitzer mit 4:2 Zählern relativ gut gestartet sind, warten die Filmstädter noch auf ihren ersten Punktgewinn und wollen dies am Sonnabend um 16:30 Uhr in der Bitterfelder Sporthalle „August von Parseval“ bewerkstelligen.

Die HSG Wolfen 2000 hat eine sensationelle Vorsaison in der Verbandsliga- Süd hinter sich, welche sie schließlich mit verlustpunktfreien 44:0 Punkten in Richtung Handballoberhaus des Landes Sachsen- Anhalt verlassen haben. Daraus nun jedoch zu schließen, der ligahöhere Alltag würde dort seine entspannte Fortsetzung finden, der sieht sich aktuell nicht bestätigt. Die Truppe um das Trainergespann Harry Renner/Rene Gragert ist vor dem Duell der Liganeulinge noch ohne Zähler, doch eine Steigerung in den drei Anfangswochen ist nicht nur in den reinen Resultaten ablesbar. War die Auftaktniederlage beim Ligafavoriten GW Wittenberg/Piesteritz mit 21:37 noch irgendwie erwartbar, so schlidderte die HSG im ersten Heimspiel gegen den HSV Haldensleben (24:27) schon weitaus knapper an Zählbarem vorbei. Nur eine Woche später war es dann fast soweit, doch auch das Gastspiel im Harz beim HV Wernigerode ging hauchdünn mit 28:29 an den Kontrahenten. So stehen für die Wolfener aktuell 0:6 Punkte zu Buche, wobei die SG Spergau (0:2) und die Reserve der HG 85 Köthen (0:4) ebenfalls noch keine Einträge auf der Habenseite verbuchen konnten.
„Dieser Aspekt interessiert uns höchstens nebensächlich, da wir in erster Linie auf uns schauen müssen“, bemerkt der Biederitzer Trainer Peter Pysall, der dabei allerdings sehr viel Positives beim gewiss nicht einfachen Auftaktprogramm in Augenschein genommen haben dürfte. Nach den zwei Auswärtshürden zum Start in Wernigerode und Calbe war seine Truppe dann auch im ersten Heimspiel gegen TuS Radis beim 34:29 nicht nur leistungsmäßig voll im Soll. Auffällig dabei abermals, dass der große Faustpfand Abwehr inklusive Torhüter schon so zu Werke gehen kann, dass den vermeindlich erfahreneren Mannschaften durchaus das Wasser gereicht werden kann.
„Wir wollen natürlich auch in Wolfen, wo Klister untersagt ist, punkten, wissen aber auch, dass wir Woche für Woche ans Limit für unsere Ziele gehen müssen“, ist sich auch der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der sich erneut den ein oder anderen Tipp vom anstehenden Gegner besorgen konnte, der Schwere der Aufgabe bewusst. „Sie haben so zwei, drei Spielzüge, die sie schon gern anwenden…“, gibt Freistedt mit einem Augenzwinkern Preis, weiß aber auch, dass diese klein gehalten werden müssen, um beim Mitaufsteiger bestehen zu können.

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SV Eiche 05 Biederitz vs TuS Radis

34:29 gegen Radis: Sichere Abwehr als Grundstein

Einen reifen Auftritt legen die Oberliga-Handballer des SV Eiche Biederitz im Duell gegen TuS Radis an den Tag und gewinnen am dritten Spieltag zu Hause mit 34:29 (18:14).

Bereits seit der Sommervorbereitung gehörte Gustav Nafe zum Oberliga-Kader des SV Eiche 05 Biederitz. „Schon beim Turnier in Dessau hat er mir sehr gut gefallen“, sagte Trainer Peter Pysall am vergangenen Wochenende. Der Nachwuchs-Handball-Torwart steigerte sich von Training zu Training und hinterließ einen bleibenden Eindruck. „Er zeigt sehr gute Ansätze und hat das Vertrauen mit guten Leistungen zurückgezahlt“, lobte Pysall. Im Duell gegen den TuS Radis zeigte Nafe dann, was ihm alles beigebracht wurde. Vor allem im zweiten Durchgang, als der kurze Anschein erweckt wurde, Radis könnte gefährlich werden, war der SVE-Torwart zur Stelle, zeigte starke Paraden und leitete so zahlreiche Konter ein, die seine Vorderleute verwandelten. Am Ende setzte sich der Aufsteiger gegen die routinierte Mannschaft von Radis mit 34:29 (18:14) durch.
„Wir haben die routinierte Mannschaft gut in das Positionsspiel gezwungen“, beobachte Coach Pysall von außen. Seinen Matchplan setzte die Sieben auf der Platte von Minute eins an gut um. Stand nach vier Minuten noch ein 2:2-Remis auf der Anzeigetafel, war es nach acht Minuten eine 6:3-Führung. Allerdings konterten die Gäste immer wieder und glichen zügig aus (8:8, 16.). „Über die Abwehr bekamen wir dann aber mehr Zugriff und durch unseren Torwart auch in das Tempospiel.“ Immer wieder war es Nafe, der die Angreifer von Radis an den Rand der Verzweiflung brachte. Bis zur Pause schafften es die Gastgeber, sich auf vier Tore abzusetzen.
„Anfang der zweiten Halbzeit schaffen wir es dann auch, unser Spiel weiter durchzuziehen“, so Pysall. Immer wieder starteten die Gastgeber kleine Serien und waren nach 39 Minuten bis auf 26:17 enteilt. „Wir haben in der Folge aber weitere gute Chancen liegengelassen“, ärgerte sich Pysall über den Schlendrian im Spiel seiner Sieben. Der Vorsprung schmolz jedoch nur auf sechs Tore zusammen, denn die Biederitz fanden schnell den Spielfaden wieder und zeigten auch vor dem gegnerischen Kasten wieder die gewohnte Abschlussstärke. In der Abwehr wurde zudem sicher zugefasst und Nafe hielt etliche Würfe. Am Ende blieb den Biederitzern ein Fünf-Tore-Vorsprung sowie die Tatsache, dass die nächsten zwei Zähler auf das Konto wanderten – zum zweiten Mal in dritten Spiel.

Biederitz: Nafe, Gronemeier, Wetzel – Urban (9), Maffert (3), Thielecke (4), Daßler (4/1), Kinast (1), Hesse (2), Beres (1), Held (2/1), Steinweg (4), Schneider, Elgharbawy, Hammecke, Eix (4)

Radis: Csikós, Johannes (1), Pannier, Engel (1), Faust, Hanke (2/1), Lindner (5/1), Knape (4), Krickemeier (4), Nitsche (8), Werner (4)
Siebenmeter: Biederitz 2/3 – Radis 2/2
Zeitstrafen: Biederitz 3 – Radis 3
Rote Karte (o.B.): Robert Hanke (49., Radis)

Radis kommt – Heimspielpremiere in der Oberliga

Am Sonnabend um 17:30 Uhr steigt die Heimspielpremiere des Oberliga- Aufsteigers SV Eiche 05 Biederitz gegen den Vorjahreselften TuS Radis. Beide Vertretungen sind mit einem Sieg und einer Niederlage in die neue Saison gestartet.

Beide Mannschaften dürften mit dem ausgeglichenen Punktestand nach gerade einmal zwei Spieltagen durchaus zufrieden sein. Ein Stück weit mehr vielleicht sogar noch der Liganeuling aus Biederitz, der gleich zweimal in der Fremde die neue Oberligaluft schnuppern durfte. Und da lag dann auch gleich zum Auftakt Erfolg in Selbiger, konnte doch beim HV Wernigerode ein relativ souveräner 28:23- Erfolg eingefahren werden. Eben gegen diesen Kontrahenten konnten auch die Radiser am zurückliegenden Wochenende ihr erstes Erfolgserlebnis verbuchen, da zuvor der Saisonstart in Haldensleben recht sang- und klanglos mit 26:33 verloren ging.
Doch auch in eigener Halle brauchte es mindestens dreißig eher zähe Minuten, ehe die sehr abgezockte Truppe um Spielertrainer Marcel Werner, er war mit sieben Toren bester Schütze, zum eigenen gewünschten Spiel fand. Profit zog die Heide- Sieben dabei vor allem von zahlreichen Stockfehlern der Gäste, die sich schlussendlich mit 25:27 beugen mussten.
Die Biederitzer verloren zwar am letzten Freitag in Calbe und auch gleichzeitig ihre Serie von 18 ungeschlagenen Partien, doch sie enttäuschten an der Saale keineswegs. „Uns fehlte gerade in der zweiten Hälfte ab und an die Ruhe, doch wir sind eine junge Truppe und dies gehört zum Entwicklungsprozeß schlichtweg dazu“, hakte der Biederitzer Trainer Peter Pysall das 24:28 bei einem der Staffelfavoriten relativ schnell ab.
Wichtig wird schon eine Woche später sein, die gleichen Fehler nicht wieder zu machen. „Wir spielen zuhause und wollen Akzente setzen. Dazu gehört mit Sicherheit auch, dass wir das Tempo hochhalten müssen“, weiß Freistedt, der sich den ein oder anderen Tipp aus diverser Gegnerschaft der Oberliga holen konnte. „Ja, sie sind sehr erfahren, aber das angestrebte Tempospiel könnte ein Schlüssel zum Erfolg sein“, meint Freistadt weiter, auch weil den TuS- Handballern zuletzt die ein oder andere Alternative auf der Bank augenscheinlich nicht zur Verfügung stand.
In der Oberliga ist keine Truppe einfach mal so im Vorbeigehen zu schlagen: „Das trifft allerdings auch auf uns zu. Wir müssen der erwarteten Erfahrung Wille und unbändigen Einsatz entgegensetzen. Zu verlieren haben wir nichts, wir können völlig unbeschwert aufspielen“, nimmt Pysall jeglichen Druck von den Schultern seiner Spieler, die bisher eine ordentliches Bild in der neuen Liga abgegeben haben und dies nun auch vor eigener hoffentlich großer Kulisse unter Beweis stellen möchten.

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TSG Calbe/Saale vs SV Eiche 05 Biederitz

 

Ordentliche Vorstellung trotz 24:28- Niederlage an der Saale

Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben am Freitagabend bei der favorisierten TSG Calbe vor 180 Zuschauern eine 24:28 (15:15)- Niederlage einstecken müssen. Saisonübergreifend war es nach 18 (!) Begegnungen die erste Niederlage überhaupt für die Biederitzer, die an der Saale aber keineswegs enttäuscht haben.

„Wir haben dem Gastgeber über die gesamten sechzig Minuten einen harten Fight geliefert. Wir haben erneut gesehen, dass wir gegenhalten können und haben erhobenen Hauptes die Halle verlassen können“, meinte der Biederitzer Trainer Peter Pysall am Freitagabend keinesfalls unzufrieden.
Die 40 mitgereisten Biederitzer Zuschauer sahen nach einer ausgeglichenen Startphase (3:3 nach fünf Minuten) eine starke Biederitzer Mannschaft, die nach Lösungen suchte und diese gegen die kompakt stehende Calbenser Abwehr auch wiederholt mit viel Spielwitz fand. Überhaupt war wieder viel von den Grundtugenden zu sehen, was die Biederitzer im Premierenspiel in Wernigerode bereits ausgezeichnet hatte. Da auch einige gut vorgetragene Angriffe über den Kreis erfolgreich absolviert wurden, konnte die 7:4- Führung (8.) bis zur 14. Minute (10:7) konserviert werden. In der Folge schlichen sich dann aber einige Abstimmungsprobleme in die Biederitzer Hintermannschaft ein, so dass die Gastgeber zum 10:10 ausgleichen konnten. „Da haben wir uns wiederholt auseinanderziehen lassen, so dass es zu unangenehmen 1:1- Situationen kam“, erinnerte sich Pysall, der zudem Probleme auf der halben Deckungsseite gegen den erfolgreichsten TSG- Schützen Robert Reiske (neun Treffer) ausmachen konnte. Bis zur Pausensirene begegneten sich dann beide Teams auf Augenhöhe, so dass es nach einem 12:12 (20.) und 14:14 (27.) mit einem leistungsgerechten 15:15 in die Kabinen ging.
Den weitaus besseren Start in die zweiten dreißig Minuten verbuchten dann die Gastgeber, die durch Kevin Reiske und Paul Steffen (2) auf 18:15 (34.) enteilen konnten. In dieser Phase luden die Gäste, denen mit Till Schneider und Moritz Steinweg wichtige Alternativen fehlten, mit einigen Unkonzentriertheiten zu einfachen Gegentoren ein. Die Gäste steckten aber keineswegs zurück und verkürzten zunächst vom 21:17 (39.) durch Christian Kinast und Felix Eix auf 21:19, ehe Bennet Daßler und wiederum Eix nach einer Dreiviertelstunde den 22:21- Anschluss herstellen konnten. In den folgenden fünf Minuten sollte dann jedoch die Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeber fallen, da sich die Biederitzer wiederholt überhastete Würfe (Außenpositionen) nahmen und zudem im Überzahlspiel keine glücklichen Entscheidungen trafen. Oft war es dann auch die nötige Ruhe, die ebenso fehlte, wie das Quentchen Glück in Sachen Schiedsrichterentscheidungen, die auf der Biederitzer Bank nicht nur einmal für reichlich Fragezeichen sorgten, vor allem wenn es zu schnellen Gegenangriffen der Biederitzer hätte kommen können.
„Insgesamt können wir der Truppe keinen Vorwurf machen. Gerade im Deckungsverhalten haben wir noch Potential, was in der Oberliga über die gesamte Strecke abgerufen werden muss“, meinte nach der Schlusssirene der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der aber wiederum auch einen absolut oberligatauglichen Auftritt des SV Eiche 05 an der Saale gesehen hat.

Calbe: Bertram, Dobertin – Walther (1), Lehmann, Marschall (4), Rätsel (1), Herzig, Steffen (5), Maynicke (1), Meyer (4), Sowa (3), Kralik, Gottschalk, Reiske (9/2)

Biederitz: Nafe, Gronemeier, Wetzel – Hammecke (1), Urban (2); Warnecke, Thielicke (3), Daßler (8/1), Kinast (2), Hesse (1), Beres, Held (1), Elgharbawy (1), Wohl (2), Eix (3)

Siebenmeter: Calbe 4/2, Eiche 1/1

Zeitstrafen: Calbe 4, Eiche 3

Freitag 19:30 Uhr: Calbe empfängt SV Eiche 05

Der 2. Spieltag in der Handball- Oberliga startet bereits am Freitagabend um 19:30 Uhr mit dem Duell der gastgebenden TSG Calbe gegen den Liganeuling SV Eiche 05 Biederitz. Für Spannung dürfte gesorgt sein, denn die Premieren vor einer Woche hätten unterschiedlicher kaum verlaufen können.

Die TSG Calbe war und ist nicht nur in den Augen des SV Eiche 05 Biederitz der Favorit schlechthin auf die Meisterschaft in der gerade begonnenen Spielzeit 2024/2025. „Die Truppe bestimmt seit Jahren das Geschehen und auch das Niveau der Liga und nimmt zwangsläufig damit auch am Freitag die Favoritenrolle gegen uns ein“, spricht der Biederitzer Trainer Peter Pysall wohl nur das aus, was naturgemäß geäußert wird, wenn ein letztjähriger Vizemeister auf einen Aufsteiger trifft.
Dieser Aufsteiger hat am letzten Sonnabend allerdings recht deutlich mit einem ungefährdeten 28:23 beim HV Werngerode unter Beweis stellen können, dass mit ihm im Handball- Oberhaus zu rechnen ist. „Wir wissen das Ergebnis schon einzuschätzen und werden jetzt nicht überschwenglich. In der Hegerlandhalle erwartet uns noch einmal ein ganz anderes Kaliber“, weiß auch der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt um die nur schwer zu überspringende Hürde an der Saale.
Wie es womöglich gehen könnte, zeigte am zurückliegenden Wochenende der andere Vertreter aus dem Jerichower Land. Die Gommeraner Eintracht entführte beim 30:30 einen Zähler aus der Saalestadt, war aber drei Minuten vor der Schlusssirene bei einer 30:27- Führung sogar dem ganz großen Coup sehr nah. „Die Jungs haben nie aufgesteckt, aber wir haben von den Vorgaben kaum etwas auf die Platte bekommen“, meinte dann auch der Neutrainer der TSG Frank Reckzeh, der aber auch feststellen musste, dass sich Unzulänglichkeiten in Angriff bzw. Abwehr in schöner Regelmäßigkeit an diesem Tag abwechselten.
An einem zweiten Spieltag von einer Drucksituation zu sprechen, verbietet sich eigentlich. Doch nach dem vermeindlichen Punktverlust der Calbenser sollte sicherlich nach Möglichkeit kein weiterer in heimischer Ehlehalle dazukommen, um die angestrebten Saisonziele nicht vorzeitig aus den Augen zu verlieren. Für die Biederitzer, die wie im Harz auch auf eine große Anhängerschar zählen dürfen, hat sich nach dem erfolgreichen Start die Situation nicht wirklich geändert. Die Rolle des Underdogs nehmen sie womöglich sogar gern ein und im Wissen um eine gute Frühform lässt es sich mit zwei Zählern auf dem Konto in der Hegersporthalle womöglich richtig gut aufspielen. „Wir wissen, wo wir herkommen, aber man sollte nie nie sagen…“, herrscht Einigkeit und völlig zurecht Optimismus im Biederitzer Lager.

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