Liga: Oberliga Männer

TSG Calbe/Saale vs SV Eiche 05 Biederitz

 

Ordentliche Vorstellung trotz 24:28- Niederlage an der Saale

Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben am Freitagabend bei der favorisierten TSG Calbe vor 180 Zuschauern eine 24:28 (15:15)- Niederlage einstecken müssen. Saisonübergreifend war es nach 18 (!) Begegnungen die erste Niederlage überhaupt für die Biederitzer, die an der Saale aber keineswegs enttäuscht haben.

„Wir haben dem Gastgeber über die gesamten sechzig Minuten einen harten Fight geliefert. Wir haben erneut gesehen, dass wir gegenhalten können und haben erhobenen Hauptes die Halle verlassen können“, meinte der Biederitzer Trainer Peter Pysall am Freitagabend keinesfalls unzufrieden.
Die 40 mitgereisten Biederitzer Zuschauer sahen nach einer ausgeglichenen Startphase (3:3 nach fünf Minuten) eine starke Biederitzer Mannschaft, die nach Lösungen suchte und diese gegen die kompakt stehende Calbenser Abwehr auch wiederholt mit viel Spielwitz fand. Überhaupt war wieder viel von den Grundtugenden zu sehen, was die Biederitzer im Premierenspiel in Wernigerode bereits ausgezeichnet hatte. Da auch einige gut vorgetragene Angriffe über den Kreis erfolgreich absolviert wurden, konnte die 7:4- Führung (8.) bis zur 14. Minute (10:7) konserviert werden. In der Folge schlichen sich dann aber einige Abstimmungsprobleme in die Biederitzer Hintermannschaft ein, so dass die Gastgeber zum 10:10 ausgleichen konnten. „Da haben wir uns wiederholt auseinanderziehen lassen, so dass es zu unangenehmen 1:1- Situationen kam“, erinnerte sich Pysall, der zudem Probleme auf der halben Deckungsseite gegen den erfolgreichsten TSG- Schützen Robert Reiske (neun Treffer) ausmachen konnte. Bis zur Pausensirene begegneten sich dann beide Teams auf Augenhöhe, so dass es nach einem 12:12 (20.) und 14:14 (27.) mit einem leistungsgerechten 15:15 in die Kabinen ging.
Den weitaus besseren Start in die zweiten dreißig Minuten verbuchten dann die Gastgeber, die durch Kevin Reiske und Paul Steffen (2) auf 18:15 (34.) enteilen konnten. In dieser Phase luden die Gäste, denen mit Till Schneider und Moritz Steinweg wichtige Alternativen fehlten, mit einigen Unkonzentriertheiten zu einfachen Gegentoren ein. Die Gäste steckten aber keineswegs zurück und verkürzten zunächst vom 21:17 (39.) durch Christian Kinast und Felix Eix auf 21:19, ehe Bennet Daßler und wiederum Eix nach einer Dreiviertelstunde den 22:21- Anschluss herstellen konnten. In den folgenden fünf Minuten sollte dann jedoch die Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeber fallen, da sich die Biederitzer wiederholt überhastete Würfe (Außenpositionen) nahmen und zudem im Überzahlspiel keine glücklichen Entscheidungen trafen. Oft war es dann auch die nötige Ruhe, die ebenso fehlte, wie das Quentchen Glück in Sachen Schiedsrichterentscheidungen, die auf der Biederitzer Bank nicht nur einmal für reichlich Fragezeichen sorgten, vor allem wenn es zu schnellen Gegenangriffen der Biederitzer hätte kommen können.
„Insgesamt können wir der Truppe keinen Vorwurf machen. Gerade im Deckungsverhalten haben wir noch Potential, was in der Oberliga über die gesamte Strecke abgerufen werden muss“, meinte nach der Schlusssirene der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der aber wiederum auch einen absolut oberligatauglichen Auftritt des SV Eiche 05 an der Saale gesehen hat.

Calbe: Bertram, Dobertin – Walther (1), Lehmann, Marschall (4), Rätsel (1), Herzig, Steffen (5), Maynicke (1), Meyer (4), Sowa (3), Kralik, Gottschalk, Reiske (9/2)

Biederitz: Nafe, Gronemeier, Wetzel – Hammecke (1), Urban (2); Warnecke, Thielicke (3), Daßler (8/1), Kinast (2), Hesse (1), Beres, Held (1), Elgharbawy (1), Wohl (2), Eix (3)

Siebenmeter: Calbe 4/2, Eiche 1/1

Zeitstrafen: Calbe 4, Eiche 3

Freitag 19:30 Uhr: Calbe empfängt SV Eiche 05

Der 2. Spieltag in der Handball- Oberliga startet bereits am Freitagabend um 19:30 Uhr mit dem Duell der gastgebenden TSG Calbe gegen den Liganeuling SV Eiche 05 Biederitz. Für Spannung dürfte gesorgt sein, denn die Premieren vor einer Woche hätten unterschiedlicher kaum verlaufen können.

Die TSG Calbe war und ist nicht nur in den Augen des SV Eiche 05 Biederitz der Favorit schlechthin auf die Meisterschaft in der gerade begonnenen Spielzeit 2024/2025. „Die Truppe bestimmt seit Jahren das Geschehen und auch das Niveau der Liga und nimmt zwangsläufig damit auch am Freitag die Favoritenrolle gegen uns ein“, spricht der Biederitzer Trainer Peter Pysall wohl nur das aus, was naturgemäß geäußert wird, wenn ein letztjähriger Vizemeister auf einen Aufsteiger trifft.
Dieser Aufsteiger hat am letzten Sonnabend allerdings recht deutlich mit einem ungefährdeten 28:23 beim HV Werngerode unter Beweis stellen können, dass mit ihm im Handball- Oberhaus zu rechnen ist. „Wir wissen das Ergebnis schon einzuschätzen und werden jetzt nicht überschwenglich. In der Hegerlandhalle erwartet uns noch einmal ein ganz anderes Kaliber“, weiß auch der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt um die nur schwer zu überspringende Hürde an der Saale.
Wie es womöglich gehen könnte, zeigte am zurückliegenden Wochenende der andere Vertreter aus dem Jerichower Land. Die Gommeraner Eintracht entführte beim 30:30 einen Zähler aus der Saalestadt, war aber drei Minuten vor der Schlusssirene bei einer 30:27- Führung sogar dem ganz großen Coup sehr nah. „Die Jungs haben nie aufgesteckt, aber wir haben von den Vorgaben kaum etwas auf die Platte bekommen“, meinte dann auch der Neutrainer der TSG Frank Reckzeh, der aber auch feststellen musste, dass sich Unzulänglichkeiten in Angriff bzw. Abwehr in schöner Regelmäßigkeit an diesem Tag abwechselten.
An einem zweiten Spieltag von einer Drucksituation zu sprechen, verbietet sich eigentlich. Doch nach dem vermeindlichen Punktverlust der Calbenser sollte sicherlich nach Möglichkeit kein weiterer in heimischer Ehlehalle dazukommen, um die angestrebten Saisonziele nicht vorzeitig aus den Augen zu verlieren. Für die Biederitzer, die wie im Harz auch auf eine große Anhängerschar zählen dürfen, hat sich nach dem erfolgreichen Start die Situation nicht wirklich geändert. Die Rolle des Underdogs nehmen sie womöglich sogar gern ein und im Wissen um eine gute Frühform lässt es sich mit zwei Zählern auf dem Konto in der Hegersporthalle womöglich richtig gut aufspielen. „Wir wissen, wo wir herkommen, aber man sollte nie nie sagen…“, herrscht Einigkeit und völlig zurecht Optimismus im Biederitzer Lager.

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HV Wernigerode vs SV Eiche 05 Biederitz

Ein überzeugender 28:23- Auftakterfolg im Harz

Die Rückkehr in das Handball- Oberhaus von Sachsen- Anhalt ist den Handballern des SV Eiche 05 Biederitz in toller Manier gelungen. Beim Liganeuling des letzten Jahres HV Wernigerode sprang nach einer überzeugenden Vorstellung ein 28:23 (15:9)- Erfolg heraus, der zudem völlig verdient war.

Es gehört bekanntlich schon Einiges dazu, um den Biederitzer Trainer Peter Pysall mit einem freudestrahlenden Blick und einer gewissen Erleichterung zu erwischen. Wer ihn jedoch am Sonnabend unmittelbar nach dem Schlusspfiff in der Harzstadt antraf, kam zu diesem seltenen Vergnügen. „Ich bin hochzufrieden. Wir haben die Partie jederzeit bestimmt und gezeigt, dass wir in der Oberliga bestehen können“, meinte der Trainerfuchs, der von einer geschlossenen Mannschaftsleistung sprach.
Die Gäste erwischten in der sehr gut besuchten Sporthalle „Unter den Zindeln“ einen Start nach Mass und hatten nach Toren von Bennet Daßler, Robin Urban und Felix Eix nach sechs Minuten ein 4:0 herausgeworfen. Dem 3:4- Anschluss der Gastgeber (11.) ließen die Biederitzer einen weiteren 4:0- Lauf zum 8:3 (16. Minute) folgen. Die folgerichtige Auszeit der Harzer hatte dann die erneute 3:0- Antwort zum 6:8 nach 22 Minuten zur Folge. Fortan verteidigten die Biederitzer sehr konzentriert ihr Zweitorepolster beim 10:8 bzw. 11:9, ehe die Schlussphase des ersten Spielabschnittes klar an die Ehlehandballer ging. Einer der Gründe dafür war augenscheinlich die wiederholte Unterzahl der Hausherren, die in Minute 27 bereits ihre siebte Hinausstellung verkraften mussten. Dass dies nur unzureichend gelang, war dem folgenden und richtungsweisenden 9:15- Halbzeitrückstand unweigerlich zu entnehmen.
Nach dem Seitenwechsel legte Marius Hammecke für die Gäste zum 17:10 nach, ehe der ein oder andere Fehler oder auch ein überhasteter Abschluss den HVW zum 13:17 (39.) aufschließen lassen konnte. Die Biederitzer Bank nahm die fällige Auszeit und brachte den Biederitzer Angriffszug wieder auf die Gleise. „Da haben wir uns manchmal im Abschluss gerade die größten Abwehrspieler im Zentrum ausgesucht“, erinnerte sich der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der dann aber mit ansehen konnte, wie die eigene Truppe erneut in Überzahl agierend nach einer Dreiviertelstunde auf 23:17 enteilen konnte. Zwei weitere „Bankpausen“ der Gastgeber nutzten die Biederitzer dann zur Vorentscheidung, konnten doch Robin Urban, Moritz Steinweg, Christian Kinast und Philip Wohl bis zur 52. Minute ein 27:18 herauswerfen. Jason Thielicke machte dann mit dem 28:23 die Torfabrik der Gäste bereits sieben Minuten vor dem Schlusspfiff zu, so dass die Wernigeröder noch Resultatskosmetik zum 23:28- Endstand betreiben konnten.
„Eine erste erfolgreiche Standortbestimmung, bei der sich jeder eingebracht hat. Gerade unsere jungen Spieler haben heute viele Erfahrungswerte sammeln können und dies auch noch mit einem Auftakterfolg“, zog der SVE- Coach Pysall aus den ersten sechzig Minuten der Saison ein rundum positives Fazit. Ebenso oberligatauglich präsentierte sich der Biederitzer Anhang in der Harzstadt, mischten sich doch immerhin etwa 50 Schlachtenbummler unter die insgesamt 200 Zuschauer, die auf beiden Seiten für einen würdigen Rahmen sorgten. Das macht gerade an der Ehle Appetit auf mehr…

Wernigerode: Golabek, Grawe – Kopp, Eilers (3), Kaufmann (7), Reinert, O. Christiansen, Hanke (4), Conradi (4/2), Bollmann (1), N. Christiansen (3), Tischer (1), Hoffmann, Hotopp

Biederitz: Wetzel, Gronemeier, Nafe – Hammecke (3), Urban (5), Thielicke (1), Daßler (7/5), Kinast (2), Hesse (2), Beres, Held, Steinweg (4), Schneider, Elgharbawy, Wohl (3), Eix (1)

Siebenmeter: HVW 2/2, Eiche 5/5

Zeitstrafen: HVW 10 + rote Karte Moritz Fischer nach 45:56 Min. (3x2Minuten) und Thilo Hotopp nach 52:00 Min., Eiche 4 + rote Karte Lukas Hesse nach 52:00 Min.

Anlauf in der Oberliga beginnt im Harz

Der Oberliga- Aufsteiger SV Eiche 05 Biederitz startet im Harz beim HV Wernigerode in die neue Saison 2024/2025. Die Partie gegen den Vorjahresneunten wird um 17:30 Uhr in der Sporthalle „Unter den Zindeln“ angepfiffen.

Die Biederitzer waren im Vorbereitungssommer gezwungen, sehr variabel zu planen und zu arbeiten. So waren Athletik- und Fitnesseinheiten längst nicht die Seltenheit, was laut Trainer Peter Pysall zukünftig auch im Ligaalltag einen Platz sprich Einheit finden wird. Natürlich war die Hallensperrung der Ehlehalle aufgrund des Fußbodenwechsels auch für die Männerteams ein gravierender Einschnitt, auch wenn die Sporthalle in Gerwisch mit (dem ungeliebten) Klisterverbot zur Verfügung stand. „Zusammenfassend kann ich sagen, dass alle Jungs hervorragend mitgezogen und sich eingebracht haben. Auch das Trainieren an drei Tagen in der Woche hat durchaus gefruchtet“, bilanzierte der Biederitzer Trainer Peter Pysall die knapp achtwöchige Vorbereitungsphase.
Nun haben die Biederitzer mit gleich zwei Auswärtsspielen, dem Duell in Wernigerode folgt das Gastspiel beim vermeindlichen Ligaprimus TSG Calbe, ein schweres Auftaktprogramm vor sich. „Wir gehen die Aufgabe frisch, fromm, fröhlich und frei an. Die Jungs brennen…“, meint Pysall mit einem Augenzwinkern, hat er doch gerade bei der Turnierteilnahme in Dessau vor zwei Wochen erleben dürfen, dass seine Jungs auch gegen höherklassige Teams durchaus mithalten können. Pysall, der in der Harzstadt auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann, rechnet mit einer sehr kompakten Mannschaft, die auch das Tempospiel im Repertoire hat. Die Mannen um das Trainergespann Tobias Kerkau/Benjamin Nierlein schlossen ihre Prämiere- Saison 2023/2024 auf Platz 9 ab (24:32 Punkte) und haben dabei den anvisierten Klassenverbleib relativ frühzeitig in Sack und Tüten.
In personeller Hinsicht gab es beim Aufsteiger von der Ehle nur kleinere Änderungen. Den drei Abgängen Max Seidel, Andy Tietzmann (nach Hohenwarthe), Max Duderstadt (wegen Beruf und Gesundheit) sowie Stefan Köster (2.Mannschaft) steht mit Khaled Elgharbawy lediglich ein Neuzugang gegenüber. Der 24Jährige kam vom FSV 1895 Magdeburg und erzielte dort in der zurückliegenden Spielzeit in 21 Spielen 94 Treffer.
Die Frage nach dem Saisonziel ist naturgemäß in der neuen Saison eine andere als in den Vorjahren. Natürlich ist ein Aufsteiger in erster Linie bemüht, den Klassenerhalt zu bewerkstelligen. „Dass ist unser primäres Ziel, wird aber schwer genug. Wir können vielleicht eine gute Rolle spielen, aber das braucht dann auch ein wenig Glück“, weiß Pysall nur allzugut und hat gleichzeitig eine Bitte an die zahlreichen Fans: „Wir als Mannschaft werden auch mit Niederlagen umgehen müssen. Das erwarte ich ein Stück weit auch von unseren Zuschauern. Eine Serie wie in den Vorjahren ist unrealistisch…“ Gegen einen positiven Saisonauftakt für die Biederitzer im Harz spricht diese Bitte ja dennoch nicht…

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