Saison: 25/26

FSV 1895 Magdeburg vs SV Eiche 05 Biederitz

Wenn mehrere Faktoren gegen Dich sprechen – 25:29 beim FSV
Die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz haben auch das dritte Aufeinandertreffen gegen den ewigen Rivalen FSV 1895 Magdeburg verloren. Nach einem richtungsweisenden 9:15- Halbzeitrückstand gab es schließlich eine 25:29- Niederlage, bei der Gina Hesse immerhin sechsmal einnetzen konnte.
„Wir haben das Spiel bereits in der ersten Halbzeit verloren, wo wir allein zwölf Fehlwürfe verbuchen mussten“, schätzte der Biederitzer Trainer Yves Steinweg die spätere 25:29- Niederlage realistisch ein. Nach dreißig Minuten lagen die Gäste bereits mit 9:15 im Hintertreffen und ihnen war dennoch hoch anzurechnen, wie sie sehr oft wenig nachvollziehbare Pfiffe und unqualifizierte Sprüche der Unpaarteiischen über sich ergehen ließen. „Großes Lob an die Mädels. Wir haben heute über die gesamte Spielzeit erleben dürfen, wie durch auffällig falsche Regelauslegungen Ergebnisse beeinflusst werden können“, nahm Steinweg die Art und Weise der Schiedsrichter aufs Korn, deren „Leistung“ mit der erlittenen Niederlage aber nicht zwingend im Zusammenhang zu sehen ist.
So gerieten die Gäste in Fermersleben in den ersten dreißig Minuten frühzeitig vom eigenen Weg ab und lagen beim 2:7 (14.) und 6:11 (22.) vorentscheidend im Hintertreffen. Das 15:9 für die FSV- Damen kam so nicht gänzlich unverdient daher, obwohl für die Biederitzer schon mehr im Bereich des Machbaren war.
Dies sollte sich dann im zweiten Teil des zweiten Spielabschnittes ändern, wo die Biederitzer zeigten, dass sie nicht nur disziplinarisch, sondern auch kämpferisch überzeugen können. Allerdings ging die Anfangsviertelstunde zunächst an die Gastgeber, die mit einer 23:12- Führung den Grundstein zum späteren verdienten Erfolg legen sollten. In der Schlussphase bündelten die Gäste alle Kräfte für ein versöhnliches Resultat, welches sich schließlich trotz der erlittenen 25:29- Niederlage auch einstellen sollte.
„Unter normalen Gegebenheiten ist hier durchaus etwas möglich, aber heute sollte und durfte es nicht sein“, meinte Steinweg im Nachgang vielsagend.
Biederitz: Kruse, Jung – Rosenau (4), Bublitz (3/3), Urban (3), Ribbert (4), Bandey, Warnecke, Hesse (6), Bormann (4), Nolde (1), Linden
FSV vs. SVE: Teil 3 im ewigen Duell
Am Sonnabend um 16:45 Uhr treffen die Frauen des FSV 1895 Magdeburg (4.) und des SV Eiche 05 Biederitz (5.) bereits zum dritten Mal in dieser Saison aufeinander. Beide bisherigen Duelle im September und Oktober gingen jeweils knapp an die Fermersleber Frauen, die wie die Gäste eine eher durchwachsene Spielzeit hinlegen.
Der erste Blick auf die Tabelle lässt die Gewichtung dieser anstehenden Partie ein wenig nach unten rutschen, doch da die Konstanz im gesamten Feld der Bezirksoberliga ein wenig fremd daherkommt, ist es wohl für beide Vertretungen die letzte Möglichkeit in Richtung Podestplatz. Allerdings ist dieses Vorhaben für die SVE- Frauen noch ein ganzes Stück weiter weg, denn mit ausgeglichener Punktzahl (9:9) hilft wohl nur ein voller Erfolg beim zwei Zähler besseren Tabellennachbarn. Dass dies ein sehr schwieriges Unterfangen darstellt, haben die beiden jüngsten Aufeinandertreffen, 23:26 im Hinspiel und 26:27 beim FSV im Landespokal, eindrucksvoll bewiesen. „Wir hatten in beiden Begegnungen auch die Möglichkeit, es anders zu gestalten“. weiß der Biederitzer Trainer Yves Steinweg, der allerdings wieder das ständige Thema Kaderzusammensetzung vorab wird lösen müssen. Im ersten Spiel des Jahres gab es trotz üppigem Personal eine empfindliche 21:31- Niederlage beim HSV Magdeburg II, während der FSV in 2026 bereits einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage vorzuweisen hat.
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USV Halle vs HSG Ehle

Trotz Niederlage bleiben Chancen
Ein Blick auf die Aufstellungen genügte, um die Kräfteverhältnisse einzuordnen: 14 Hallenser empfingen am Sonnabend acht Gäste, welche die Herausforderung jedoch annahmen und bis zum 12:11-Zwischenstand (23.) auf absoluter Augenhöhe agierten. Ärgerlich: Nicht zuletzt aufgrund einer Handvoll Gebälktreffer blieb der HSG eine eigene Führung verwehrt. „Danach läuft das Spiel leider komplett gegen uns. Auch weil der Rückzug aufgrund nachlassender Kräfte nicht mehr funktioniert“, nahm Ramon Göhring aus dem Trainerteam vorweg.
Nach dem Seitenwechsel mussten die Gäste dem hohen Tempo und unzähligen Eins-gegen-eins-Situationen endgültig Tribut zollen. In der finalen Auszeit (54.) stellte die HSG ihre Abwehr noch einmal auf eine 3:3-Formation um, schaffte es auch, das Momentum auf ihre Seite zu ziehen und kämpfte sich auf 28:31 (58.) heran. „Leider konnten wir die Partie aufgrund fehlender Körner nicht mehr drehen“, erklärte der Coach, zollte dem schmalen Kader aber großen Respekt: „Die Jungs haben alles rausgehauen, auch wenn es nicht zur Punktmitnahme reichte.“ Platz drei bis acht trennen damit aktuell nur fünf Minuspunkte. Das letzte Wort in Sachen Medaillenvergabe ist damit auch für die aktuell viertplatzierte HSG längst noch nicht gesprochen.
HSG Ehle: Erkenberg, Schuster – Steinweg (5/1), Göhring (4), Kalsdorf (6), Ribbert (5), Hartmann (3), Janke (6/2)
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USV Halle vs SV Eiche 05 Biederitz

26:33 – Ärgerlich weil zu hohe Niederlage

Die erlittene Niederlage selbst sorgte nicht wirklich für Stirnrunzeln beim Biederitzer Trainer Michael Thielicke, denn das 26:33 (11:15) beim verlustpunktfreien Spitzenreiter USV Halle kam längst nicht überraschend. Vielmehr ging es um die sieben Treffer Unterschied, die es in der Saalestadt aufgrund eigener Defizite und Unkonzentriertheiten nicht gebraucht hätte. „Wir wollten den Gegner lange ärgern, was uns lange Zeit auch gelungen ist. Dann war es aber wiederholt die fehlende Cleverness sowie einfache Stockfehler, die den Rückstand final in die Höhe gehen lässt.“ Dabei verlief der Beginn sogar mehr als vielversprechend, denn nach dem frühen 3:0 hatten die Gäste auch noch beim 7:6 nach 13 Minuten Oberwasser, ehe der Gastgeber Schritt für Schritt zum eigenen überzeugenden Leistungsvermögen fand und dies auch kompromislos auf die Anzeigetafel projizierte. Trotz des 11:15- Rückstandes verfolgten die Biederitzer über weite Strecken die Marschroute, die ihnen vor der Partie mit auf den Weg gegeben wurde. Auch nach dem Seitenwechsel hielten die SVE- Youngster zunächst einen Sechstorerückstand (14:20, 16:22 und 20:26), ehe hinten raus auch ein wenig die angespannte Personaldecke zum Thema wurde. Bestnoten verdienten sich auf Seiten der Gäste die beiden Torhüter Joel Danisch und Ben- Levi Bierdümpfl, die zahlreiche Bälle des Tabellenführers abwehren konnten. „Wir haben uns teuer verkauft, aber auch noch reichlich Luft nach oben“, resümierte Thielicke im Nachgang.

Biederitz: Bierdümpfl, Danisch – Laabs (7/1), Faber (1), Bartz (6/2), Kalsdorf (2), Berger (1), Burgold (4), Reim (2), Bruchno (2), Dammaß

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SV Wacker 09 Westeregeln vs HSG Ehle

Die erste Hälfte war zu schwach
Es war angerichtet für den nächsten Auswärtssieg, doch am Ende stand für die männliche B-Jugend der HSG eine schmerzhafte Niederlage. „Wir haben nicht verloren, weil der Gegner so stark war. Wir sind an uns selbst gescheitert “, bilanzierte Stefan Bußmann schonungslos. Dabei wusste der Trainer, was seine Mannschaft erwarten würde. Westeregeln sei trotz durchwachsenen Saisonstarts eine „Top-drei-Mannschaft“, zuletzt untermauert von deutlichen Erfolgen.
In der 3:3-Abwehr der Gäste fehlte jeglicher Zugriff. Wacker hinterlief die HSG-Defensive mehrfach ungestört, Passwege blieben offen, die nötige Aggressivität aus. Einfache Gegentore waren die Folge. Mit nur neun eigenen Treffern blieb das Team zur Pause zwar in Schlagdistanz, spielerisch aber weit hinter dem eigenen Anspruch zurück, denn auch offensiv fehlte die Durchschlagskraft. Isolationszweikämpfe wurden nicht konsequent gewonnen, klare Anweisungen verpufften.
Nach dem Seitenwechsel bot sich dann ein anderes Bild. Mit einer defensiveren Abwehr hielt plötzlich die lange vermisste Griffigkeit Einzug ins Spiel. Westeregeln tat sich dagegen zunehmend schwer. Und weil die HSG ins Tempospiel fand, drehte sie die Partie. Psychologisch also ein klares Plus für die Gäste, doch in der hektischen Schlussphase fehlte die letzte Konsequenz. Beim Stand von 20:20 entwickelte sich ein dramatischer Showdown, den Westeregeln  für sich entschied –  begleitet von strittigen Szenen um Zeitnahme und einem strittigen Pfiff der Unparteiischen. Bußmann wollte dies jedoch nicht als Ausrede gelten lassen: „Die zweite Halbzeit gewinnen wir mit drei Toren, aber die erste war einfach zu schwach. Da brauchen wir nicht über die Schiedsrichter reden.“
Mit der Niederlage büßte die HSG ihre komfortable Ausgangsposition im Titelrennen ein, doch sechs Spiele stehen noch aus. „Wir haben die Meisterschaft weiter selbst in der Hand, aber das wird ein Brett“, so Bußmann, der nach dem Spiel auch ein eher unrühmliches Auftreten seines Teams beobachten musste. Emotionen seien erlaubt, körperliche Auseinandersetzungen jedoch nicht. „Das ist nicht Teil meiner Trainerlehre und nicht Teil unseres Sports.“ Und allein darum soll es am Wochenende wieder gehen, wenn mit dem BSV 93 Magdeburg II die nächste schwere Aufgabe wartet.
HSG Ehle: Schrank, J. Kloth – Mewes (1), Theuerkauf, Bittner (7), Paech (3/2), Sens (1), Wittke, Plambeck (4), Hoffmann (2), L. Kloth (1), Bodenstedt (1), Stallmann
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SV Eintracht Gommern vs SV Eiche 05 Biederitz

Klarer Erfolg in fairem Derby

Die weibliche C- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz konnte auch das Rückspiel bei Eintracht Gommern sehr souverän gestalten. Nach dem 31:20- Hinspielerfolg gelang diesmal ein 28:15 (13:7)- Erfolg bei der Eintracht. Nach 13 Minuten war es mit der Biederitzer Zurückhaltung in der Gommeraner Sporthalle vorbei. Die fällige frühe Auszeit beim Zwischenstand von 4:4 sollte im weiteren Verlauf seinen Effekt nicht verfehlen, denn Ciara Rose (2), Lena Thielicke und Johanna Poppeck legten mit zunehmend besserer Angriffsquote ein 8:4 nach zwanzig Minuten vor. Aufbauend auf eine starke Deckungsarbeit gelang den Gästen bis zum Seitenwechsel noch der Ausbau des Vorsprunges zum 13:7. Unmittelbar nach dem Wiederbeginn zog der Biederitzer Nachwuchs dann der Eintracht endgültig mit einem energischen 7:0- Lauf zum 20:7 nach 34 Minuten den Stecker. Wiederum brillierte die Biederitzer Abwehrreihe mit einer starken Lara Holzgräbe zwischen den Pfosten, so dass der Derbyerfolg vorzeitig dingfest gemacht werden konnte. Auch in der Schlussphase geriet der hochverdiente Erfolg nicht mehr in Gefahr, da fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen auf beiden Seiten eher regungslos zur Kenntnis genommen wurden. „Eine rundum gelungene Vorstellung von uns, die auf sehr viel Disziplin und zunehmend spielerischer Leichtigkeit erzielt wurde“, meinte der zufriedene Biederitzer Trainer Stephan Holzgräbe nach dem Schlusspfiff.

Gommern: Schmidt – Deparade (2), Müller, Sens (1), Honisch (2), Taube (1), Appel (4), Ebert, Schumann (3), Keil, Anneke, Fischer, Pusch (1)

Biederitz: Holzgräbe, Pape – Walde, Burgold (6), Thielicke (2), Thorhauer, Theuerkauf (1), Schiller, Werner, Thorand (1), Poppeck (12/3), Rose (7/2)

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USV Halle vs SV Eiche 05 Biederitz

(Starke) Verteidigung im Fokus

Die männliche D- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz musste zwar auch in der Saalestadt beim gastgebenen USV Halle das Feld als zweiter Sieger verlassen, legte aber besonders im Abwehrbereich die beste und hoffnungsvoll stimmende Saisonleistung hin. „Ja verloren, aber die Abwehr hat einen großen Schritt nach vorn gemacht“, resümierte der Biederitzer Trainer Steffen Plater auf der Rückfahrt. Die Gäste legten zwar schnell eine 2:0- Führung vor, mussten dann aber dem USV- Nachwuchs die Führung überlassen. Dieser ging schließlich mit einem 13:8- Pausenpolster in die Halbzeit, welche jedoch nicht ganz den doch recht ausgeglichenen Spielverlauf in einer wahren Abwehrschlacht wiederspiegelte. Dieser Aspekt wurde dann zu Beginn der zweiten Hälfte offensichtlicher, als die Biederitzer beim 16:18 (34.) bzw. 17:19 (35.) zweimal die Möglichkeit des Anschlusses aufgrund von leichten und ärgerlichen Fehlern liegenließen. Der anschließende Zwischenspurt der Gastgeber zum 23:18 (37.) kam dann der Entscheidung gleich. „Wir haben in einer kampfbetonten Begegnung stets sehr gut dagegengehalten und können zumindest in Sachen Deckungsarbeit eine Verbesserung nachweisen“, ergänzte Plater, der zudem Torhüter Carl Griesau hervorhob, der mit seinen 14 Paraden seinen Vorderleuten in Nichts nachstand.

Biederitz: Griesau – B. Selega (1), Poppeck (6), John, Fahrenkampf (1), Plater (6), Firit, Wohlers, I. Selega (3)

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SV Irxleben 1919 e.V. vs SV Eiche 05 Biederitz

31:27 – Verdienter Sieg in der Wildparkhalle
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben das ewige Duell beim SV Irxleben zu ihren Gunsten entschieden. Nach einer 15:12- Halbzeitführung nahmen sie schließlich mit einem verdienten 31:27 beide Zähler mit an die Ehle.
„Großes Kompliment und Dank an die Truppe. Sie haben sich jederzeit an den Matchplan gehalten und wirklich alles umgesetzt, was ihnen vorab an die Hand gegeben wurde“, gab der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt anschließend zu Protokoll. Freistedt hatte in der Wildparkhalle vor etwa 180 Zuschauern, darunter 60 Gäste, die alleinige Verantwortung, da Chefcoach Peter Pysall an alter Wirkungsstätte krankheitsbedingt nicht mitwirken konnte.
Über weite Strecken des ersten Spielabschnittes begegneten sich beide Vertretungen auf Augenhöhe, welche folgerichtig in einem 11:11 nach 23 Minuten mündete, wobei der Biederitzer Spielmacher Max Held bereits nach 14 Minuten verletzungsbedingt (Sprunggelenk) zum Zuschauen verurteilt war und „Verursacher“ Erik Hofmann ebenfalls unter den Zuschauern Platz nehmen musste. „Wir haben die Räume nicht zubekommen, einiges über den Kreis zugelassen und noch an der Orientierung in der Abwehr gefeilt“, erinnerte sich Freistedt später. Die finalen Minuten des ersten Abschnittes gehörten dann aber den Gästen, die in Überzahl agierend gut die entstandenen Lücken nutzen konnten und damit eine 15:12- Pausenführung erspielen konnten.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte das Polster von drei Toren beim 17:14 (36.) zunächst Bestand, ehe ein kleines Leistungsloch den Irxlebern in einer sehr emotionalen Phase den 17:17- Ausgleich (38.) ermöglichte, welcher auch folgerichtig die Auszeit der Biederitzer Bank nach sich zog. In dieser wurde in erster Linie die mangelnde Passqualität angemahnt, die sich dann im weiteren Verlauf wieder in gewohnter Qualität präsentieren sollte. Zudem blieb der Erfolg nicht aus, denn Bennet Daßler mit zwei verwandelten Strafwürfen und ein Doppelpack von Rechtsaußen Luca Exner, er half aus der zweiten Mannschaft aus, brachten den Gästen beim 21:17 nach einer Dreiviertelstund wieder mehr Luft.
Die letztmalige Aufholjagd des SVI zum 20:22 (48.) blockten die Biederitzer, die in dieser Phase ein wenig Pech im Abschluss hatten, dann in souveräner Manier ab. „Wir waren im 1:1 deutlich stärker und hatten in Joey Chandler Witte ein starken Rückhalt“, benannte Freistedt weitere Gründe für den späteren Erfolg, der sich bereits beim 26:21- Zwischenstand (52.) abzeichnen sollte. Da auch in der verbleibenen Spielzeit der Druck oben gehalten werden konnte, obwohl die Kräfte sichtlich schwanden, kam es schließlich über die Stationen 28:22 (54.) und 29:24 (56.) zum hochverdienten 31:27- Erfolg.
Eher unterschwellig verlief während der sechzig Minuten das Duell der beiden Toptorschützen der Liga. Während Connor Kriesch immerhin auf zwölf Treffer kam, war sein angeschlagener Kontrahent Bennet Daßler achtmal auf der Anzeigetafel präsent. Daßler verfolgte ein Großteil der Partie auf der Bank, versenkte aber immerhin sechs Strafwürfe souverän und behielt somit im Gesamtranking knapp mit 129:128 die Nase vorn.
Überhaupt dürfte dieser Nebenkriegsschauplatz die Daßler & Co nur sehr wenig interessiert haben, denn mit einer mannschaftlich geschlossenen Vorstellung gelang Sieg zwei in Serie, welche nun gern in zwei Wochen im Heimspiel gegen den zuletzt viermal in Folge siegreichen HV Wernigerode fortgesetzt werden darf.
Irxleben: Lengefeld – Herre, Meinicke (2), Seiler (1), Schardt, Heinecke (2), Kriesch (12/1), Feller, Orolowski, Carlson (4), Heinrichs, Walter, Krause (1), Wohlfromm (3), Hofmann (1), Rips (1)
Biederitz: Witte, Wetzel – Urban (2), Richter, Beres (2), Daßler (8/6), Kinast (3), Hesse (3), Held, Steinweg (1), Hammecke (5), Lu. Exner (5), Eix (2)
Siebenmeter: Irxleben 2/1, Biederitz 7/6
Zeitstrafen: Irxleben 3 + rote Karte Erik Hofmann (13:42 Min.), Biederitz 5
Schwierige Aufgabe beim ewigen Rivalen
Vor einer unangenehmen Hürde steht am Sonnabend ab 17 Uhr der Handball- Oberligist SV Eiche 05 Biederitz (7., 15:15 Punkte), denn es geht am 16. Spieltag zum Dauerrivalen nach Irxleben (11., 9:21). Im Hinspiel gab es einen souveränen 28:22- Heimerfolg, der die Biederitzer aber nur bedingt in die Favoritenrolle drängen dürfte.
Als die Biederitzer Ende September an Spieltag zwei als klarer und verdienter Sieger in der heimischen Ehlehalle vom Feld gingen, hatte der SV Irxleben nach gerade einmal zwei Begegnungen sein Platz im Handballoberhaus des Landes naturgemäß noch nicht gefunden. „Es wird ein ganz anderes Spiel, denn sie werden uns überraschen wollen“, rechnet der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt mit einem heißen Tanz in der Wildparkhalle. Diese hatte zum Jahresauftakt einen 37:31- Erfolg gegen die SG Kühnau gesehen, ehe die Irxleber um Neutrainer Markus Splitt, er löste im November Aufstiegstrainerin Dr. Marita Daum ab, am letzten Wochenende in Wernigerode (30:31) ohne Zählbares die Heimreise antreten mussten.
Während die Partie rein tabellarisch ein Mittelfeldduell darstellt, gibt die aktuelle Torschützenliste der Oberliga da schon mehr her, denn mit Bennet Daßler (Biederitz, 121 Tore) und Connor Kriesch (116, Irxleben) treffen hier die beiden Toptorschützen aufeinander. Neben Dreh und Angelpunkt Kriesch sollte von den Biederitzern aber auch der Kader drumherum Beachtung geschenkt werden, denn dieser kommt sehr körperlich und spielintelligent daher. „Wir müssen wachsam sein und eine gute und harte Abwehr stellen. Dazu gilt es, die eigenen Angriffe schnell und kontrolliert vorzutragen“, gibt Freistedt die Marschrute aus, mit der der identische Biederitzer Kader das Unterfangen Auswärtserfolg in Irxleben angehen möchte.
Aber auch die wichtigsten Grundbausteine des Erfolges werden die Biederitzer wieder in die Waagschale werfen müssen. „Die gesamte Truppe hat Wille und Einsatz gezeigt“, meinte der Biederitzer Chefcoach Peter Pysall am letzten Sonnabend nach dem souveränen 36:28- Heimsieg gegen den HSV Haldensleben. Grundvoraussetzungen also, um vielleicht wieder eine kleine Siegesserie zu starten…
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SV Eiche 05 Biederitz II vs HV Lok Stendal

35:32 – Mit großem Willen zum Erfolg
Mit einem enormen Kraftakt hat die zweite Vertretung des SV Eiche 05 Biederitz das Heimspiel gegen den ambitionierten HV Lok Stendal nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte (16:16) schließlich mit 35:32 gewonnen. Luca Exner mit elf und Till Schneider mit acht Treffern waren wichtige und verlässliche Garanten im Angriffsspiel.
Michael Tschirschwitz, er hat mit Beginn der Rückrunde das Zepter als verantwortlicher Trainer an der Ehle übernommen, sprach nach der sehr fairen Begegnung von einem verdienten Sieg, der auf eine mannschaftlich geschlossene Leistung mit den Kaderrückkehrern Maxim Meyer und Eike Herrmann zurückzuführen war. „Es gab wiederholt Phasen, aus denen wir uns gemeinsam wieder herausgekämpft haben“, erinnerte sich Tschirschwitz auch an den ersten Spielabschnitt, in der die Gastgeber sowohl beim 9:7 (15.), 12:10 (19.) und auch beim 13:11 (21.) zwei Tore Vorsprung besaßen, diesen aber binnen fünf Minuten mit einem 0:5- Lauf abgeben mussten. Die Reaktion verbunden mit der neuerlichen 16:15- Führung war dann lobenswert, auch wenn die Altmärker kurz vor dem Seitenwechsel zum leistungsgerechten 16:16 einnetzen konnten.
Eine solches Wellental sollte dann auch im zweiten Abschnitt folgen, in dem die Biederitzer zunächst das Sagen hatten. Bis zum 24:22 nach 39 Minuten war es ein ähnlicher Spielverlauf wie in Durchgang eins, ehe die Stendaler nach eigenem 24:24- Ausgleich (41.) sogar noch deutlicher in Rückstand gerieten. Bis zur 49. Minute lieferten die Gastgeber dann nämlich eine Topleistung ab und setzten sich folgerichtig bis auf 31:26 ab. Doch der Einbruch sollte nicht lange auf sich warten lassen, denn auch getätigte Wechsel ließen das Polster bis zur 55. Minute gen Null (31:31) schrumpfen.
Die fällige Auszeit verbunden mit einer Neuausrichtung der Truppe sollte dann in der verbleibenen Spielzeit zum Erfolg führen. So legten Daniel Bahr, Luca Exner und Till Schneider zum 34:31 vor, ehe Youngster Fynn Janke nach dem 32. Treffer der Gäste zum vielumjubelten 35:32- Endstand einnetzen konnte.
„Das waren sechzig Minuten Willensstärke und voller Einsatz von allen“, fand Tschirschwitz nach der Partie durchweg lobende Worte gegen ein wiederum sehr angenehmen und sympathischen Kontrahenten aus der Altmark, der nun allerdings mit dieser Niederlage den Anschluss an den Tabellenführer BSV 93 Magdeburg II mit drei Zählern Rückstand verloren hat. Für die ausgiebig feiernden Biederitzer geht es nach den Winterferien am 14. Februar weiter mit dem Gastspiel bei der HSG Altmark/West.
Biederitz II: Gronemeier, Schuster – J. Hammecke (2), Kalsdorf, Janke (6), Kliem, Bahr (5), Herrmann, Meyer (1), Holzgräbe, Schneider (8), L. Hartmann (1), Wiedon (1), Lu. Exner (11/2)
Eiches Reserve vor hoher Hürde
Die zweite Vertretung des SV Eiche 05 Biederitz (5., 13:11 Punkte) hat am Sonntag um 16 Uhr mit dem Rangzweiten HV Lok Stendal (19:3) eine ganz schwere Aufgabe vor der Brust. Hoffnung dürfte allerdings das Hinspiel machen, wo die Biederitzer Mitte September trotz der 25:28- Niederlage lange Paroli boten.
Nein, die zuletzt erlittene 27:29- Pleite bei den Preußen in Schönhausen dienen an der Ehle sicherlich nicht dazu, im Hinblick auf das anstehende Heimspiel in grenzenlosen Optimismus zu verfallen. Dennoch gibt es reichlich Faktoren, die offenlegen, dass die SVE- Reserve längst nicht chanenlos die sechzig Minuten am Sonntag angehen wird. Da ist zum einem der 27:25- Erfolg in der letzten Spielzeit und auch der Aspekt Spielpraxis dürfte gewichtig daher kommen, denn die Stendaler haben diesbezüglich eine nunmehr sechswöchige Durststrecke hinter sich, spielten sie doch letztmalig am 11. Dezember bei der zweiten Vertretung des SV Irxleben (29:22).
„Natürlich müssen wir uns steigern. Wir müssen deutlich mehr Konstanz in unser Spiel bekommen. Eine Schwächephase wie zuletzt in Schönhausen wird gegen Stendal einen ähnlich negativen Verlauf nach sich ziehen“, weiß der Biederitzer Verantwortliche Julian Hammecke, der auf den gleichen Kader wie vor einer Woche zurückgreifen kann.
Die Gäste aus der Altmark dürfen sich derweil keinen weiteren Ausrutscher im Kampf um die Tabellenspitze gegenüber dem BSV 93 Magdeburg II leisten. Ein solcher kostet ihnen in der Hinrunde den Platz an der Sonne, wo sie völlig überraschend im Heimspiel gegen den Post SV Magdeburg II beim 23:24 beide Zähler abgaben. Aber auch dieses Ergebnis offenbart, dass die Biederitzer Reserve am Sonntagabendvor hoffentlich großer Kulisse ihre Chance haben dürfte.
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HSG Ehle II vs HC Aschersleben

Wenn die Richtung stimmt – 36:27
Ein Erfolg war quasi Pflicht und genau diese Aufgabe erfüllte die HSG-Reserve trotz einiger Anlaufprobleme mit Reife und Konsequenz. „Der Sieg war extrem wichtig, gerade im Kampf um Platz eins“, erklärte Trainer Stefan Bußmann, sah aber, wie die Partie zunächst zäh begann. Der HCA überraschte dabei mit einer Sieben-gegen-sechs-Variante. „Wir wollten bewusst die Rechtsaußenposition ein bisschen verwaist lassen, um zu schauen, wie Aschersleben damit umgeht“, sagte Bußmann. Die Gäste fanden kaum Lösungen, die Abwehr der HSG stand stabil. Offensiv erspielte sich das Team gute Chancen, ließ in der ersten Halbzeit aber zu viele liegen: „Wir ziehen bestimmt zwölf bis 15 Fahrkarten, wobei wir teils knochenfreie Würfe liegen lassen.“
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild jedoch. Die HSG kam mit einem Blitzstart aus der Kabine und agierte insgesamt deutlich griffiger in der Abwehr. Ballgewinne, unterbundene Kreisanspiele und konsequent verteidigte Außenpositionen ermöglichten es, ins Tempospiel zu kommen  und einfache Tore zu erzielen. So zog die HSG II ihrem Gegner vorzeitig den Zahn. „Das Spiel pendelte so ein bisschen aus, und wir haben uns dann zu Recht unseren Sieg geholt“, bilanzierte der Trainer.
Trotz aller Zufriedenheit blieb Bußmann auch kritisch: „Abwehr, ein bisschen mehr Ballaffinität und vorn einfach die Qualität der Torwürfe – das sind unsere Problemfelder.“ Genau daran will das Team in den kommenden Trainingswochen arbeiten. Der Blick richtet sich nun klar nach vorn auf die Aufgabe gegen Stendal. Die Richtung stimmt zumindest und im Rennen um Platz eins geben die Ehle-Youngster weiter den Ton an.
HSG Ehle II: Erkenberg, Becker – Mewes (8/3), Theuerkauf (7), Bittner (4/1), Paech (9), Sens (3), Wittke, Plambeck (1), Hoffmann (1), Deneke, L. Kloth (3)
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SV Eiche 05 Biederitz vs HC Burgenland

(Fast) komplettes Team- Blackout

Die männliche C- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz hat im Heimspiel gegen den HC Burgenland fast durchweg enttäuscht. Neben der 36:41 (17:20)- Niederlage ärgerte den Biederitzer Trainer Michael Thielicke vor allem die Art und Weise, wie sich die Mannschaft präsentiert hat. „Die Gäste haben uns regelrecht ausgehebelt. Wir haben die Einläufer zugelassen und die gefährlichen Doppelpässe des HCB nie unterbinden können“, begründete Thielicke die fünfte Saisonniederlage in erster Linie mit einer schwachen Deckungsarbeit. So deutete sich der herbe Rückschlag bereits in der ersten Hälfte an, in die die Gastgeber mit einem 1:6- Rückstand starteten. Diesen frühen Rückschlag konnten die fehlerbehafteten SVE- Youngster dann nie abschütteln und gingen schließlich mit einem 17:20- Rückstand in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel hatten die Biederitzer den Gegner dann noch bis zur 33. Minute im Blick (24:27), ehe ein 5:0- Lauf der Burgenländer für die Vorentscheidung sorgen sollte. Die Biederitzer steckten zwar zu keinen Phase der Partie auf, waren jedoch in allen Bereichen viel zu fehlerbehaftet unterwegs. „Das war heute eine große Enttäuschung, gerade auch deshalb, weil wir eigentlich eine ordentliche Trainingswoche hinter uns hatten. Wir werden das jetzt noch vor den Ferien aufarbeiten und dann mit neuem Elan beim verlustpunktfreien Tabellenführer USV Halle antreten“, versprach Thielicke, der einzig den dreizehnfachen Torschützen Hardy Laabs (nunmehr 101 Treffer) aus der Generalkritik heraus nahm, nach der schmerzlichen 36:41- Niederlage.

Biederitz: Bierdümpfl. Danisch – Lehr (4), Laabs (13/2), Bienas, Faber (2), Bartz (7), Kalsdorf (2), Berger, Burgold (3), Unger (1), Reim (3), Bruchno (1), Leber, Trowe

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