Saison: 25/26

SG Kühnau vs SV Eiche 05 Biederitz

Mit zweitem Sieg rote Laterne abgegeben

Die männliche D- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz hat mit einem verdienten 32:27 (12:12) bei der SG Kühnau die rote Laterne an die Gastgeber abgeben können. „Das haben die Jungs toll gemacht. Ich bin stolz auf sie“, war nach Abpfiff vom Biederitzer Trainer Steffen Plater nach dem zwiten Saisonerfolg überhaupt zu hören, der mit diesem Sieg den 27:24- Hinspielerfolg wiederholen konnte. Die Anfangsphase ging aus Sicht der Gäste aber völlig in die Hose, da nach sieben Minuten ein 0:5- Rückstand zu verkraften war. Doch im weiteren Verlauf bissen sich die SVE- Youngster in eine sehr intensive Begegnung, in der die Gäste aber fast durchweg diesem Fehlstart hinterher liefen. Mit viel Kampf und Leidenschaft glichen die Biederitzer aber noch vor der Pausensirene durch Borys Selega zum 12:12 aus. In den zweiten zwanzig Minuten bekamen die Biederitzer dann ihre spielerische Überlegenheit auch mit zunehmender Spieldauer auf die Anzeigetafel, auch wenn dies weitere zwölf hartumkämpfte Minuten dauern sollte. Dem 20:20 (32.) legte der SVE- Nachwuchs durch Kajo Oskar John, Tobias Fahrenkampf, Felix Poppeck und Benjamin Plater einen richtungsweisenden 4:0- Lauf innerhalb von neunzig Sekunden (!) nach, dem die gastgebene SG in der Schlussphase nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Die Biederitzer verteidigten recht souverän ihren Vorsprung und hatten auch stets eine Antwort auf die verschiedenen Deckungsvarianten des Kühnauer Nachwuchses. Schlussendlich stand ein umjubelter 32:27- Auswärtserfolg zu Buche, so dass die rote Laterne in der Bauhausstadt verbleiben konnte.

Biederitz: Griesau – T: Hauenschild (2), B. Selega (7), Poppeck (6), Feig (1), John (2), Fahrenkampf (1), Plater (9/2), Firit, Wohlers (3), I. Selega (1)

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SV Eiche 05 Biederitz vs SV „Eintracht“ 1921 Immekath

Am Frauentag (zu) wenig gefordert – 41:9 gegen Immekath
Die Niederlagenserie der Frauen des SV Eiche 05 Biederitz in der Bezirksoberliga ist durch einen 41:9 (15:4)- Kantersieg gegen Eintracht Immekath am Sonntagnachmittag relativ emotionslos gerissen. Charlott Rosenau und Nina Bublitz konnten jeweils allein neun Torerfolge gegen das Tabellenschlusslicht verbuchen.
Es ist eines dieser Resultate, welches die zurückliegenden sechzig Minuten recht deutlich wiedergibt. Auch deshalb wollte der Biederitzer Trainer Yves Steinweg gar nicht so viel sagen, denn der Kontrahent aus der Altmark war in der Ehlehalle völlig überfordert. „Die Partie hat wohl ganz gut wiedergegeben, warum die Eintracht noch immer nichts Zählbares vorzuweisen hat. Außer den zwei Punkten ist für uns auch nicht wirklich viel hängengeblieben“, resümierte der Biederitzer Verantwortliche nach sechzig Minuten.
Die erste Hälfte bestritten die Gastgeber mit einer 6:0- Deckung, die den Immekather schon gewaltiges Kopfzerbrechen bereitete. So gab es wiederholt recht einfache Ballgewinne der Gastgeber, die in der Folge aber schon die ein oder andere Möglichkeit ungenutzt ließen. Bereits beim Seitenwechsel und einem Polster von 15:4 war von Spannung längst keine Rede mehr.
Nach dem Seitenwechsel bereiteten die SVE- Frauen mit einer 3:3- Deckungsvariante den hoffnungslos überforderten Gäste vor noch größere Bauchschmerzen. Die Ballgewinne häuften sich zusehens und Gegenstöße verbunden mit Einbahnstraßenhandball waren längst ein gängiges Bild. Da spielte es auf Seiten der Gastgeber auch überhaupt keine Rolle, wer gerade auf dem Feld stand: „Wir haben fleißig durchgewechselt und mussten längst nicht unser gesamtes Leistungsvermögen abrufen“, bilanzierte Steinweg später.
So stand nach dem Schlusspfiff ein 41:9- Endstand zu Buche, der am „Tag der Frauen“ zumindest im Biederitzer Lager ein wenig Freude aufkommen ließ. „Die wohl erwartet klare Sache, die dann naturgemäß aber auch für uns keine wirklich neuen Erkenntnisse brachte“, gestand Steinweg abschließend ein.
Biederitz: Hoppe, Dettmer – Rosenau (9), Bublitz (9/3), Druskus (3), Urban (4), Wotjak, Ribbert (3), Hesse (2), Bormann (5), Nolde (3), Linden (3)
Am Frauentag in Feierlaune?
Wenig zu Feiern gab es zuletzt für die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz (6., 9:13 Zähler). Ändern soll sich dies nun im Heimspiel gegen das punktlose Tabellenschlusslicht Eintracht Immekath (0:18), welches bereits im Hinspiel Ende September in der Beetzendorfer Sporthalle mit 31:25 besiegt werden konnte.
Wenn nicht jetzt wann dann? Nach drei sieglosen Partien haben die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz nun die Möglichkeit, in die Erfolgsspur zurückzukehren. Der Rangletzte aus Immekath stellte bereits im Hinspiel keine wirklich große Hürde dar und gilt nicht nur deshalb beim Gastspiel in der Ehlehalle als krasser Außenseiter. „Wir unterschätzen mit Sicherheit keinen Kontrahenten, aber diesen Druck erlegen wir uns schon selbst auf“, fordert der Biederitzer Trainer Yves Steinweg einen klaren Heimerfolg seiner Schützlinge, die in den letzten Wochen sehr fehlerbehaftet unterwegs waren. „Das hat uns gerade zuletzt gegen TuS durchaus Zählbares verbaut, wo am Ende auch die Zeit und auch Kraft fehlte“, erinnert sich Steinweg an den mit 29:31 verlorenen Heimauftritt. Die Eintracht aus Immekath schloss ihre letzten Aufgaben in schöner Regelmäßigkeit mit schmerzhaften Packungen ab und wird versuchen, aus der Ehlegemeinde ein ordentliches Resultat mitzunehmen.
Ein klarer und spielerisch überzeugender Heimsieg dürfte den SVE- Damen nicht nur aufgrund des Frauentages allerdings sehr gut zu Gesicht stehen.
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Möckeraner TV vs SV Eiche 05 Biederitz II

Unterirdische Wurfquote = Derbyniederlage

Die zweite Vertretung des SV Eiche 05 Biederitz hat durch eine ärgerliche 22:23 (11:13)- Niederlage beim Möckeraner TV Platz drei in der Bezirksoberliga wieder abgeben müssen. Während Nico Hennig für den Sieger gleich elfmal einnetzen konnte, trafen Fynn Janke und Maximilian Wiedon jeweils fünfmal für die Gäste.
Der Biederitzer Trainer Michael Tschirschwitz redete nach dem Schlusspfiff gar nicht lange um den heißen Brei herum: „Dass wir ausgerechnet im Derby unsere schlechteste Saisonleistung abrufen, ist schon ärgerlich. Mit einer Wurfquote unter fünfzig Prozent kannst Du kein Handballspiel gewinnen.“ Auch von den bedenklichen äußeren Umständen in der Möckeraner Sporthalle ließen sich die Gäste viel zu sehr ablenken. „Was da so vom Gegner plus deren Bank kam, trifft absolut nicht meinen Geschmack und hat wohl auch im Sport nichts zu suchen“, wollte Tschirschwitz im Nachgang weitere Einzelheiten lieber für sich behalten. Der Grund für die Niederlage waren all diese negativen und grenzwertigen Begleitumstände nicht, denn an das eigene Leistungsvermögen kamen schlussendlich seine Schützlinge, bei denen sogar der ein oder andere Totalausfall zu verzeichnen war, zu keinem Zeitpunkt der Begegnung.
So konnte der Gastgeber in den ersten dreißig Minuten eine 13:11- Führung herauswerfen und tat dies fraglos auch im Rahmen seiner Möglichkeiten recht ordentlich. Die Gäste dagegen erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten, verfehlten aber zu oft das gegnerische Gehäuse. Auch nach dem Seitenwechsel behauptete der MTV bis zur 43. Minute sein knappes Zweitorepolster (18:16, 43.), ehe ein siebenminütiger 4:0- Lauf zu Gunsten der Gastgeber die Vorentscheidung bringen sollte. „Wir fahren weit über fünfzig Angriffe und treffen einfach die Kiste nicht“, bemängelte Tschirschwitz und beschrieb damit auch die entscheidene Phase zwischen der 43. und 50. Minute. In der verbleibenen Spielzeit, der Gastgeber führte mit 23:17 (52.), kämpften sich die Gäste in einer von reichlich Nickligkeiten geprägten Partie noch einmal heran, doch für den durchaus möglichen Teilerfolg reichte es nicht mehr.
„Wir müssen uns schon an die eigene Nase fassen, denn wir haben nie zu unserem gewohnten Angriffsspiel gefunden“, resümierte Tschirschwitz ernüchternd nach der Schlusssirene.
Möckern: A. Schmied – Hennig (11), J. Schmied, Simon (2), Kermer, Hantke (3), Weigel, Knoke (6/2), M. Schmied, Wendt, Thunert, Haufschild (1)
Biederitz II: Gronemeier, Schuster – Janke (5), Schmidt, Kliem, Bahr (1), Meyer (2), Holzgräbe (2), Deneke, Schneider (3), J. Hartmann, Wiedon (5), Beres (1), M. Hammecke (3), Lu. Exner

Sonntag 16 Uhr Derbyzeit – MTV – SV Eiche 05 II

Zwei Derbys in Folge stehen für die Bezirksoberligahandballer des Möckeraner TV (8., 14:16 Punkte) an den kommenden Wochenenden auf dem Programm. Nach dem Gastspiel der Biederitzer Reserve (3., 19:11) am Sonntag um 16 Uhr geht es für den MTV zum Rangivierten nach Hohenwarthe.
Wenn ein Derby ansteht, dann werden in der Regel aufgrund der „eigenen Gesetze“ die Tabellensituationen gern einmal ausgeblendet. Auch an diesem Sonntag wird dies der Fall sein, wenn sich der gastgebene Möckeraner TV für die erlittene 23:29- Hinspielniederlage Anfang Oktober in der Ehlehalle revanchieren möchte. Während der MTV am Ende des sehr breiten Mittelfeldes rangiert und mit dem Abstieg nicht mehr zu tun hat, haben die Gäste aus Biederitz am letzten Wochenende mit dem 33:25 gegen den MTV Weferlingen Platz drei erklommen. „Dort möchten wir natürlich gern auch am Sonntagabend stehen, doch wir wissen um die Schwere der Aufgabe“, ist sich der Biederitzer Trainer Michael Tschirschitz auch der Brisanz dieses ewig jungen Duelles bewusst. Der letzte Sieg der Biederitzer war bereits der dritte in Serie und soll nun in Möckern eine Fortsetzung erfahren. Der MTV konnte seine letzten beiden Heimauftritte gegen den SV Irxleben II (25:23) und gegen die HSG Altmark/West (35:28) siegreich gestalten und sich vorzeitig aus dem Abstiegskampf verabschieden. Insofern wird es den Mannen um den Verantwortlichen Andreas Simon in den verbleibenden sieben Begegnungen nun darum gehen, vielleicht noch den ein oder anderen Platz gutzumachen. Die Biederitzer dagegen würden ihre aktuelle Platzierung gern zementieren, was schon am Sonntag ein schweres nicht zu unterschätzendes Unterfangen werden dürfte.
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HC Aschersleben vs HSG Ehle II

40:18 – Der erste Matchball sitzt
Manche Duelle leben ewig in der Erinnerung. Für HSG-Trainer Stefan Bußmann trug sich am Sonntagnachmittag genau so eins zu: „Ich bin seit 13 oder 14 Jahren Jugendtrainer, aber das war eins der besten Spiele, die ich an der Seitenlinie erleben durfte“, sagte der frischgebackene Meistercoach nach dem 40:18 (18:8)-Erfolg über Aschersleben. „Über 60 Minuten hatten wir kaum Schwächephasen. Wir haben das defensiv wie offensiv einfach durchgezogen.“ Und mit dem zehnten Sieg im zehnten Saisonauftritt ist zwei Spieltage vor Ultimo nun auch klar: Der Titel im Spielbezirk Nord geht an die Ehle.
Schon zur Pause hatte die HSG ein beruhigendes Zehn-Tore-Polster aufgebaut. Besonders in defensiver Hinsicht wusste die HSG-Reserve zu überzeugen. Zuletzt hatte das Team intensiv an der 6:0-Abwehr gearbeitet – mit sichtbarem Erfolg. Auch offensiv beeindruckten die Gäste mit viel Tempo, der konsequenten Suche nach Zweikämpfen und einer mustergültigen Umsetzung der taktischen Vorgaben.  Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Team konzentriert, verteidigte konsequent und nutzte seine Chancen im Angriff. Der Vorsprung wuchs stetig, bis am Ende ein auch in dieser Höhe verdienter Erfolg auf der Anzeigetafel stand.
So ist den Youngstern aus Biederitz und Gommern die Bezirksmeisterschaft vor den ausstehenden Duellen gegen den FSV 1895 Magdeburg (Sonntag, 14 Uhr, Ehlehalle) und eine Woche später in Schönebeck nicht mehr zu nehmen. Trotzdem will die Mannschaft die Saison mit voller Konzentration zu Ende bringen. „Zwei Spiele haben wir noch – und wir wollen natürlich die weiße Weste behalten“, so Bußmann. Ein kleines Zeichen für die besondere Leistung gab es nach dem Spiel obendrein: „Ausnahmsweise stand mal ein Kasten Bier in der Kabine. Sonst bin ich davon kein großer Freund, aber das war vielleicht der richtige Anlass“, verriet der Trainer mit einem Augenzwinkern. Erfolge gehören schließlich auch gebührend gefeiert.
HSG Ehle II: Erkenberg, Becker – Mewes (6), Theuerkauf (1), Bittner (3), Paech (9/4), Sens (2), Wittke, Plambeck (3/2), Hoffmann (7), L. Kloth (1/1), Bodenstedt (4), Stallmann (4)
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SV Eiche 05 Biederitz vs SC Magdeburg

Verdienter Teilerfolg gegen den SCM

Die männliche C- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz hat sich mit einer starken Vorstellung ein 30:30 (14:14)- Unentschieden gegen den Rangzweiten SC Magdeburg erkämpft. Folglich zeigte sich der Biederitzer Trainer Michael Thielicke mit dem Auftritt seiner Jungs vollauf zufrieden: „Endlich haben wir uns mal für unseren Aufwand belohnen können. Ich bin absolut einverstanden mit der Leistung, wobei wir ja sogar noch die Möglichkeit zum Sieg hatten.“ In der Anfangsviertelstunde liefen die Gastgeber stets einem Rückstand hinterher, ehe Matteo Burgold und Timo Reim nach dem 8:8- Ausgleich sogar das 10:8 für die SVE- Youngster erzielen konnten. Den Grundstein für diesen positiven Zwischenstand legten die Biederitzer vor allem in der Deckung, wo ihnen während der gesamten Spielzeit enorm viel abverlangt wurde. Mit einem leistungsgerechten 14:14 ging es schließlich in die Kabinen. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel legten wiederum die Gastgeber zum 16:14 vor, lagen aber wenig später mit 17:19 (32.) und 19:21 (35.) im Hintertreffen. Doch die Biederitzer gaben nicht kleinbei und kamen durch Johannes Lehr und Timo Reim zum 21:21- Ausgleich, ehe Matteo Burgold zur 22:21- Führung (37.) einnetzen konnte. Nach den 25:23- (39.) bzw. 28:27- Führungen (44.) sollte die äußerst spannende Begegnung in gut besuchter Ehlehalle eine neuerliche Wendung erfahren. Die Gäste drehten mit einem Doppelschlag die Partie zur eigenen 29:28- Führung und stellten diese auch nach dem erneuten Ausgleich der Biederitzer zum 29:29 durch Maximilian Unger zum 30:29 wieder her. In der Schlussminute traf zunächst Luca Stielke zum 30:30- Ausgleich und auch die anschließende Auszeit der Magdeburger Bank blieb ohne Folgen. So gab es nach dem Schlusspfiff glückliche Gesichter bei den Gastgebern, die sich für ihren Achtungserfolg auch bei ihren starken Torhütern Joel Danisch und Ben- Levi Bierdümpfl bedanken konnten.

Biederitz: Danisch, Bierdümpfl – Lehr (6), Wontraba, Laabs (7/1), Stielke (5), Faber, Kalsdorf, Berger, Burgold (6), Unger (1), Reim (5/2), Bruchno, Trowe, Dammaß

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SV Eiche 05 Biederitz vs HSG Wolfen 2000 e.V.

28:22- Arbeitssieg gegen Wolfen

Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben mit einem 28:22 (15:9)- Arbeitssieg gegen die HSG Wolfen 2000 ihre Erfolgsserie auf nunmehr sechs Begegnungen ausbauen können. Bennet Daßer mit acht und Marius Hammecke mit sechs Toren sorgten dabei für die Hälfte aller Treffer der Gastgeber.
Nach der Partie wusste der Biederitzer Verantwortliche Andre Freistedt nicht so richtig, wie er die Partie einschätzen sollte. „Wir haben das Spiel jederzeit und auch schon recht früh fest im Griff gehabt. Vielleicht kamen auch deshalb einige Elemente aus den letzten Begegnungen gar nicht so richtig zur Ausprägung.“ Gemeint haben dürfte er damit in erster Linie die etwas zögerliche Herangehensweise im Angriff, wo wiederholt die nötige Tiefe vermisst wurde. Auch im Abschluss blieb die Quote unter der der Vorwochen, doch hatte dies einen recht einfachen Grund. Mit Luchien Zwiers hatten die Filmstädter einen bärenstarken Schlussmann in ihren Reihen, der es final auf 26 Paraden, darunter zwei Strafwürfe, brachte. „Ohne den anderen Gästespielern zu nahe zu treten, aber er war schon fast der alleinige Grund, warum das Schlussresultat nicht in die Regionen der letzten Begegnungen heranreichte“, zollte auch Freistedt dem 45Jährigen Niederländer großes Lob für seinen Auftritt.
Bis zur achten Minute blieben die Gäste beim knappen 4:5- Rückstand in Sichtweite, ehe die Gastgeber durch Bennet Daßler (2) und Philip Wohl auf 8:4 enteilen konnten. In der Folge bekam der Vorsprung immer breitere Schultern, doch gänzlich zufrieden war man auf Seiten der Biederitzer nicht. „Wir kassieren erneut viele Treffer über den Kreis, obwohl uns diese Herangehensweise ja bekannt war“, monierte Freistedt beim Seitenwechsel, den die SVE- Mannen mit einem 15:9- Vorsprung vollzogen.
Spätestens in den zweiten dreißig Minuten war dann die Thematik Spannung endgültig vom Tisch. Über die Stationen 18:11 (36.) und 21:14 (42.) kam es nach 48 Minuten beim Stand vom 25:16 zum größten Torabstand in einer kampfbetonten Begegnung mit reichlich Zeitstrafen. Das Spiel avancierte längst zum Duell Biederitz gegen den „fliegenden Holländer“ Zwiers, der allein 18 hundertprozentige Chancen zunichte machen konnte. Diese sensationelle Vorstellung des HSG- Schlussmannes begünstigte den Gästen schließlich noch die Ergebniskosmetik zum 28:22- Endstand, der aber ansonsten ohne Frage deutlich höher hätte ausfallen müssen.
„Ein seriöser Auftritt, der schließlich in einem verdienten Arbeitssieg mündete. Die Leistung heute hat gereicht, dürfte aber in einer Woche beim Ligakrösus BSV 93 nicht langen“, war bei Freistedt nach Abpfiff im Unterton die hundertprozentige Zufriedenheit über die erlebten sechzig Minuten nicht anzutreffen.
Biederitz: Witte, Wetzel – Urban (2), Daßler (8/3), Kinast (1), Burgold, Hesse (4), Beres, Steinweg (1), Wohl (3), Hammecke (6), Lu. Exner (1/1), Eix (2)
Wolfen: Zwiers, Lechelt – Gieseler (2), V. Hass (2), D. Köckeritz, D. Hass (7), Gubert, N. Köckeritz (5), Döring, Müller, Harenberg, Winter (6/4)
Zeitstrafen: Eiche 5, Wolfen 7
Siebenmeter: Eiche 6/4, Wolfen 8/4

Mit Wolfen kommt der „Angstgegner“

Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (6., 23:15 Punkte) empfangen am Sonnabend um 17:30 Uhr die HSG Wolfen 2000 (9., 15:19). Seit der Rückkehr beider Mannschaften vor knapp zwei Jahren in das Handballoberhaus gelang dabei den Biederitzern noch kein Sieg gegen die Filmstädter.
Die Wolfener gelten bei den Biederitzer Oberligahandballern so etwas wie der Angstgegner, wobei sich dies in erster Linie auf die reinen Resultate bezieht. „Sie agieren enorm viel über den Kreis mit Übergängen, einem zweiten Kreisläufer und Kurzpassspiel“, weiß der Biederitzer Trainer Andre Freistedt aus den letzten drei Partien der Biederitzer gegen die HSG. Während in der letzten Premierensaison in der Oberliga beider Vereine beide Begegnungen (28:30 in Wolfen und 27:30 in Biederitz) abgegeben werden mussten, gelang den Biederitzern in der Hinrunde mit einem 27:27 zumindest ein Teilerfolg in der haftmittelfreien Sporthalle von Bitterfeld. „Die Thematik Klister ist bei uns auch immer sehr speziell. Aber das ist diesmal kein Thema und wir gehen mit reichlich Optimismus an die Aufgabe“, gab Freistedt nach dem intensiven Abschlusstraining am Donnerstagabend zu verstehen. Nach fünf Siegen in Serie ist diese optimistische Herangehensweise durchaus nachvollziehbar, wobei auch die Filmstädter zuletzt erfolgreich unterwegs waren. Mit den Erfolgen in Irxleben (30:28) und zuletzt daheim gegen Wernigerode (29:27) dürftern sie sich vorzeitig aus dem Abstiegsrennen verabschiedet haben und nunmehr in der Ehlehalle frei aufspielen können.
„Mir ist mit Blick auf die anstehende Aufgabe nicht Bange. Wir haben zuletzt viele Schritte in die richtige Richtung gemacht und die Jungs sind ehrgeizig unterwegs“, meint Freistedt, erkannte aber gerade bei den letzten Auftritten kleine Leistungslöcher. „Wir hatten sowohl gegen Radis als auch gegen Kühnau Mitte der zweiten Hälfte ein wenig Leerlauf. Nun gilt es, über die kompletten sechzig Minuten zu performen“, weiß auch die erneute Biederitzer „Aushilfe“ auf der Bank Dirk Hesse. Personell wird der einzige Ausfall von Kreisläufer Jannis Richter hoffentlich nicht so schwer ins Gewicht fallen. Für ihn wird gerade im Mittelblock Felix Eix in die Bresche springen und ebenso mit rechlich Selbstvertrauen ausgestattet sein, wie seine erfolgshungrigen Mitstreiter.
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HSG Ehle vs SV Blau- Rot Coswig

44:25 – Medaillenchance gewahrt

Die Ausgangslage am Sonnabend war klar: Im Oberliga-Duell gegen Coswig ging es für die HSG-A-Jugend darum, die Chance auf Platz drei zu wahren. Entsprechend groß war die Spannung in der Ehlehalle, wo beide Teams in Bestbesetzung ins Rennen gingen. Die Gastgeber starteten konzentriert, liefen zunächst aber einem kleinen Rückstand hinterher (3:5/8.). Dann nahm das Spiel der HSG Fahrt auf. „Die Jungs haben von Anfang an Energie auf die Platte gebracht, sich gegenseitig gepusht und waren richtig griffig in der Abwehr“, berichtete Ramon Göhring aus dem Trainerteam mit Yves Steinweg. Mit einem starken Zwischenspurt setzten sich ihre Schützlinge ab: Ein 6:1-Lauf brachte die Gastgeber mit 15:11 in Vorhand(27.). Kurz vor der Pause setzte Fynn Janke per Gegenstoß noch einen wichtigen Nadelstich zum 16:13-Halbzeitstand.
Nach dem Seitenwechsel knüpften die Gastgeber nahtlos an. Coswig verkürzte zunächst auf 16:14, doch dann folgte der nächste Lauf: Sechs Treffer in Serie sorgten für eine deutliche 22:14-Führung (35.). Torhüter Fiete Schuster wehrte in dieser Phase zudem zwei Siebenmeter ab und brachte die Gäste damit endgültig aus dem Rhythmus. Nun lief das Spiel der Hausherren wie von selbst. „Die Jungs sind richtig in einen Flow gekommen“, freute sich der Coach und sah, wie Lukas Ribbert in der 39. Minute in seinem bislang besten Saisonspiel ein Zehn-Tore-Plus herauswarf (26:16).
Auch danach ließ die HSG nicht nach. In der Schlussphase feierte Torhüter Marvin Wohl nach längerer Verletzungspause sein Comeback und fügte sich mit mehreren starken Paraden nahtlos ein. Offensiv gelang weiterhin nahezu alles, so dass am Ende ein deutlicher 44:25-Heimsieg auf der Anzeigetafel stand. Besonders erfreulich aus Trainersicht: Alle Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein, darunter auch Karl Bittner und Connor Paech, die in dieser Saison erstmals für die A-Jugend aufliefen. „Unterm Strich war das eine geschlossene Mannschaftsleistung auf allen Positionen. Das macht uns als Trainerteam natürlich stolz.“ Weiter geht es  am 21. März um 15.30 Uhr erneut in der Ehlesporthalle. Dann empfängt das Team den Tabellenzweiten aus Wernigerode. Mit einer ähnlich starken Leistung wie gegen Coswig ist dann im Kampf um die vorderen Plätze weiterhin vieles möglich.
HSG Ehle: Wohl, Schuster – Steinweg (2), Göhring (2), Bittner (5), Paech (3), Kalsdorf (1), Ribbert (9), Hartmann (3), Gröbe (1), Leine (9), Janke (9/1)
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Güsener HC vs SV Eiche 05 Biederitz II

Final 4- Teilnahme nach knappem Sieg sicher

Die männliche E- Jugend II des SV Eiche 05 Biederitz hat mit einem hauchdünnen 27:26 (16:10)- Erfolg beim ärgsten Verfolger Güsener HC den Einzug in das Final- Four Anfang Mai perfekt machen können. Allerdings stand der Derbysieg in der Schlussphase auf sehr wackligen Füßen. „Es hätte keine Minute länger gehen dürfen, denn dann wären wir wohl nicht als Sieger vom Feld gegangen“, prognostizierte der sichtlich erleichterte Biederitzer Trainer Marco Schmidt nach der Schlusssirene. Dabei traten die Gäste gerade im ersten Spielabschnitt sehr souverän auf und beherrschten das anzuwendene 3:3- System hervorragend. So kam es nicht von ungefähr, dass die SVE- Stammformation zur Halbzeit einen komfortablen 16:10- Vorsprung herausgeworfen hatte. Auch nach dem Wiederbeginn deutete zunächst nichts auf eine spannende Schlussphase hin, denn die SVE- Youngsters hatten ihre Führung bis zur 28. Minute sogar leicht auf 22:15 ausbauen können. „Wir haben dann plötzlich in einer immer hektischer werdenen Phase völlig den Faden verloren. Güsen hat deutlich früher attackiert und uns zu einfachen Fehlern und unkonzentrierten Würfen gezwungen“, zählte Schmidt die Gründe für die Aufholjagd der Gastgeber auf, welche aber aus Sicht der Gäste durch den Schlusspfiff ihr jähes und erlösendes Ende fand. „In den letzten Partien kam der ein oder andere Akteur sehr wenig zum Einsatz. Das wird sind sich in den verbleibenen zwei Gruppenspielen ändern“, kündigte Schmidt, der den neunfachen Torschützen Tobi Münder nicht nur wegen seines hervorragenden Spielverständnisses lobte, zudem an.

Güsen: Witte – Weiß, Neuhäuser (8), Ernst, Voigt, Hähner, Reichel (2), Bathe, Rümschüssel (8), Reichenbach (2), Richter, Hennig (6)

Biederitz: Speck – Walther (3), Staevie (2), Sroke, Münder (9), Swoboda (4), Detzner, Fromm, Merker, Weise, Krüger (6), Kemmner (3)

 

 

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HSV Magdeburg vs SV Eiche 05 Biederitz

(Zu) hohe Niederlage beim HSV Magdeburg

Die männliche E- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz musste sich nicht ganz unerwartet mit 20:52 (10:25) beim Rangdritten HSV Magdeburg geschlagen geben. Die Niederlage fiel insgesamt aber zu hoch aus. „Spätestens in den zweiten zwanzig Minuten ging dann vieles zu schnell für uns. Dennoch hätte es schon knapper ausfallen können“, resümierte der Biederitzer Trainer Tobias Jantz nach dem Schlusspfiff. Im ersten Spielabschnitt zeigten die Gäste durchaus gute Ansätze und konnten besonders mit ihrer guten Wurfquote zufrieden sein. Das Gesamtbild änderte sich dann im zweiten Spielabschnitt, wo die Gäste viele einfache Fehler produzierten und den flinken Kontrahenten in schöner Regelmäßigkeit zu Kontertoren einluden. „Wir erzielen zwanzig eigene Treffer, was absolut in Ordnung ist. 52 Gegentore sind dann aber schon deutlich zu viel“, gab Jantz, der sich weiterhin in Sachen Punkte in der Hauptrunde in Geduld üben muss, später kritisch zu verstehen.

Biederitz: Rypa – Jantz (8), Tripke (6), Meyer (1), Wassermann (1), Herbst (2), Bachmann (1), Welter (1), Kiwitt, Wolff

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SV Eiche 05 Biederitz III vs Post SV Magdeburg III

21:23 – Da war mehr drin
Die dritte Mannschaft des SV Eiche 05 Biederitz hat das Heimspiel gegen den Post SV Magdeburg III trotz großen Kampfes am Ende knapp mit 21:23 (9:13) verloren. Nach dem Hinspielerfolg war auch diesmal mehr für die Gastgeber möglich.
„Schade“ war wohl das meist ausgesprochene Wort am Montagabend nach der Partie der Biederitzer, die vor allem im zweiten Spielabschnitt eine tolle Moral gezeigt haben und beim 19:18 (55.) sogar einmal die Führung inne hatten. Dies war um so erstaunlicher, da im ersten Spielabschnitt nur recht wenig zusammenlief und einfache Fehler im Spielaufbau oder unkonzentrierte Abschlüsse den Gästen wiederholt in die Karten spielten. „Da kassieren wir gegen die junge Truppe zu viele Gegenstöße“, bemängelte der Biederitzer Verantwortliche Dirk Hesse, der dann aber auch sah, wie die Mannschaft den 9:13- Pausenrückstand mit toller Moral aufholte. Doch leider kam es anders, obwohl die Gastgeber nach dem 19:19 die neuerliche Führung per Konter auf dem Tablett zu liegen hatten. Am Ende setzten sich die Magdeburger vielleicht auch etwas glücklich mit 23:21 durch, weil der Effekt des siebten Feldspielers nach genommener Auszeit bei den Biederitzern nicht mehr zum Ausgleich gereicht hat.
„Spätestens in Hälfte zwei ein starker Auftritt von uns. Jetzt tut zwar alles weh, aber es hat großen Spaß gemacht“, meinte der siebenfache Biederitzer Torschütze Michael Thielicke.
Biederitz III: Beran, Bruchmüller – Heitmann (5/2), Rosenburg, Genth, Thielicke (7/1), Steinweg (2), M. Schmidt (1), Krüger, Holzgräbe (1), Ribbert (4/2), P. Beres, Arnold, Bartels (1)
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