2.Männer: Podestplatz knapp verfehlt

Saisonrückblick 2.Männer SV Eiche 05 (Bezirksoberliga)

Die zweite Vertretung des SV Eiche 05 Biederitz hat die Spielzeit 2025/2026 in der Bezirksoberliga auf Rang vier mit 30:14 Punkten abgeschlossen. In der Endabrechnung fehlten den Biederitzern, die eine sehr intensive Saison hinter sich brachten, lediglich ein Zähler hinter der punktgleichen Vertretung aus Hohenwarthe zum angestrebten Podestplatz.

Am 8. November kassierte die Biederitzer Reserve mit dem 19:41 beim BSV 93 Magdeburg II die mit Abstand höchste Saisonniederlage. Einher mit diesem Resultat ging schließlich der vorzeitige Abgang von Trainer Stefan Quensell, der mit großen Ambitionen an der Ehle die Aufgabe angenommen hatte, aber sicherlich auch nicht mit einem frühen und gewichtigen Aderlass im Kader (u.a. Florian Wentzel und Emile Simon) rechnen konnte. „Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits 31 Spieler eingesetzt. Verletzungsbedingte Ausfälle haben dann auch dazu geführt, dass ein zielgerichtetes Training nicht möglich war und letztendlich alles im freien Spiel endete“, begründete Quensell seinen vorzeitigen Abgang Mitte November. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Biederitzer Reserve ein ausgeglichenes Punkteverhältnis von 8:8 Zählern herausgearbeitet, was sicherlich dem eigentlichen Ziel des ambitionierten Kaders unter allerdings erschwerten Bedingungen hinterher hinkte.

Der Neustart unter Interims- Coach Michael Tschirschwitz gelang dann mit einem 26:17 beim Post SV Magdeburg II vielversprechend, hatte dann aber zum Hinrundenabschluss noch einen Punktverlust (19:19 gegen Angstegegner SV Irxleben II) und einen Pflichtsieg beim Tabellenschlusslicht in Wolmirstedt (32:23) parat. So wurde die Hinserie schließlich mit 13:9 Zählern abgeschlossen und die Umstellung des Abwehrsystems wirkte sich zusehens positiv auf die Resultate der Biederitzer aus. „Den Jungs fehlte die Konstanz und die Kontrolle im Spielsystem war nicht gegeben. Die Verunsicherung war schon allgegenwärtig, so dass die eigentliche Leistungsstärke lange Zeit nicht abgerufen werden konnte“, resümierte Tschirschwitz und übernahm die Mannschaft mit Beginn der Rückrunde dann auch hauptamtlich.

Der Start in das Handballjahr 2026 verlief dann aber zunächst nicht nach Wunsch, da das Gastspiel in Schönhausen völlig unnötig mit 27:29 abgegeben werden musste. Dennoch war eine Steigerung an der Ehle unverkennbar, was sich auch in den Highlight- Heimsiegen gegen den HV Lok Stendal (35:32) und gegen den MTV Weferlingen (33:25) wiederspiegelte. Dazwischen lag noch der 33:19- Auswärtserfolg bei der HSG Altmark/West, der den eingeschlagenen positiven Trend in allen Bereichen eindrucksvoll wiederspiegelte.

Ein letzter kleiner Nackenschlag wurde den Biederitzern dann im Derby beim Möckeraner TV mit einer überflüssigen 22:23- Niederlage verabreicht. „Wir haben einfach das Tor nicht getroffen“, war man sich im Biederitzer Lager über den Hauptgrund der sechsten und letzten Niederlage der Saison einig. 

Die letzten sechs Begegnungen liefen dann (fast) komplett nach Wunsch der Biederitzer, die nur knapp an den optimalen zwölf Zählern im Endspurt vorbeischlitterten. Nach dem 35:27 gegen den HSV Magdeburg II gab es ein überzeugendes 29:22 bei der Eintracht in Hohenwarthe. „Der Sieg war für uns enorm wichtig“, erinnert sich Trainer Tschirschwitz, ehe er mit seinem Team in eigener Halle gegen den späteren Meister und Aufsteiger in die Verbandsliga BSV 93 Magdeburg II trotz einer guten Vorstellung nicht über ein 28:28- Unentschieden hinaus kam. „Ein voller Erfolg war möglich und hätte uns in der Endabrechnung sehr gut zu Gesicht gestanden“, ergänzt Tschirschwitz, der die letzten drei Begegnungen dann mit 100%iger Quote abschloss. Zunächst gelang ein 27:24- Arbeitssieg gegen die Zweite des Post SV Magdeburg, ehe das „Trauma“ SV Irxleben II in deren Halle mit 28:26 verbunden mit der wohl besten Saisonleistung beendet werden konnte. Das abschließende letzte Heimspiel gegen den Absteiger Kali Wolmirstedt erfuhr dann aufgrund der Absage der Gäste leider keine Austragung, so dass die zwei Zähler am grünen Tisch überreicht wurden.

„Wir haben uns spätestens nach der Winterpause massiv steigern können. Die Deckung wurde unser großer Faustpfand, mit der wir die Gegner stets vor Probleme stellen konnten. Am Ende stellen wir zurecht die beste Abwehr. Schade, dass wir uns dann nicht belohnen konnten, aber wir werden in der neuen Saison einen weiteren Anlauf starten“, zeigt sich Tschirschwitz, der neben einigen A- Jugendlichen auch auf die Rückehrer Simon und Wentzel zählt, schon jetzt angriffslustig. Durchweg positiv überraschen konnte die Biederitzer Reserve im HVSA- Pokal, wo zunächst in Runde 1 der Verbandsligist HSG Börde mit einem 24:25 in der Ehlehalle ausschied. In Runde 2 erreichte dann schließlich der zwei Ligen höher angesiedelte Oberligist SG Kühnau beim 26:25 nur mit Ach und Krach das Viertelfinale.

Saison 2025/2026: Andy Gronemeier (20 Spiele/0 Tore/0 Siebenmeter), Leon Exner (20/0/0), Marvin Wohl (8/0/0), Fiete Schuster (6/0/0), Gustav Nafe (5/0/0) – Julian Hammecke (16/18/1), Leon Kliem (23/62/7), Florian Wentzel (5/12/2), Daniel Bahr (17/71/6), Eike Herrmann (2/0/0), Maxim Meyer (13/34/0), Stephan Holzgräbe (14/12/0), Maksymilian Beres (10/27/0), Till Schneider (10/40/0), Emile Simon (2/2/1), Lukas Hartmann (18/21/0), Luca Exner (22/124/43), Jan Schmidt (15/11/0), Felix Eix (1/5/0), Eric Deneke (15/11/0), Johannes Grabis (5/5/0), Maximilian Wiedon (14/49/9), Fynn Janke (12/36/0), Jannis Hartmann (16/8/0), Linus Steinweg (6/13/0), Jonas Maffert (6/10/0), Julius Warnecke (5/18/0), Stefan Köster (2/0/0), Martin Walde (1/3/0), Lukas Ribbert (5/0/0), Lukas Hesse (1/6/0), Maximilian Kalsdorf (8/10/0), Marius Hammecke (3/17/0), Maximilian Gröbe (1/0/0), Max Held (1/8/1)

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