1.Männer: Mit Platz 6 Saisonziel erreicht

Saisonrückblick 1.Männer SV Eiche 05 (Oberliga)

Die Handballer des SV Eiche 05 Biederitz haben im vermeindlich zweiten schweren Jahr in der Oberliga einen zufriedenstellenden sechsten Platz mit 28:24 Punkten erkämpfen können. Neben der Leistungssteigerung aller Akteure sticht auch der dritte Rang von Rückraumspieler Bennet Daßler in der Torschützenliste mit 194 Treffern heraus.

Das ausgegebene Saisonziel vor dem Start ist beim Traditionsverein an der Ehle recht souverän umgesetzt worden. „Wir hatten uns auf die Fahnen geschrieben, die Vorjahresplatzierung zu verbessern und uns dabei zu stabilisieren und etablieren. Das ist uns mit dem Sprung von Rang acht auf sechs recht eindrucksvoll gelungen“, resümierte der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der auch einen Wechsel auf der Chefcoachposition im Verlauf der Spielzeit miterleben musste. 

Der Saisonstart verlief mit den zwei souveränen Erfolgen beim personell arg gebeutelten HSV Haldensleben (28:23) und mit dem Heimsieg gegen den Liganeuling SV Irxleben (28:22) durchaus wunschgemäß, war aber auch ehrlicherweise nicht mit Handball im Hochgenuss vollzogen worden. Frischen Wind brachte hingegen Neuzugang Jannis Richter in den Kader, der auf der Kreisposition in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung für die Mannschaft darstellte. Die zwei anschließenden Auswärtsbegegnungen führten zu zwei grundverschiedenen Unentschieden, wobei das 24:24 beim HV Wernigerode eher glücklicher Natur war, da Schlussmann Gustav Nafe mit der Schlusssirene noch einen Strafwurf abwehren konnte. Eher in die Kategorie Punktverlust fiel dann das 22:22 zwei Wochen darauf bei der SG Kühnau. Dennoch verlieh die Ungeschlagenserie der jungen Biederitzer Truppe im weiteren Verlauf reichlich Selbstvertrauen, was im Anschluss auch TuS Radis in der Ehlehalle erfahren musste und mit einer derben 24:37- Niederlage die Heimreise antreten musste. Schon vor der Saison appellierte der Biederitzer Trainer Peter Pysall an seine Schützlinge, „dass jede Partie erst einmal gespielt werden müsse und nichts im Vorbeigehen abgespult werden könne“. Dies bewahrheitete sich auch im Duell gegen den zweiten Aufsteiger HV RW Stassfurt II, der aber bei der 21:45- Niederlage gänzlich auf verlorenem Posten stand. Das folgende 27:27- Unentschieden bei der HSG Wolfen 2000 bedeutete das dritte sieglose Spiel gegen die Filmstädter, ehe der Spielplan die großen Drei der Liga auf dem Programm vorsah.

Und diese Begegnungen waren ein Stück weit miteinander vergleichbar, denn in allen drei Spielen hielten die Biederitzer bis etwa zur 40. Minute mit, ehe auch die ermangelnden Kräfte Zählbares verhinderten. „Die Gegner konnten leistungsstärker wechseln, wogegen bei uns jeder Fehler doppelt wehgetan hat“, erinnerte sich Freistedt und wies darauf hin, dass die höhere Qualität und Reifheit gerade in den entscheidenen Situationen den Ausschlag zu Gunsten der qualitativ weiteren Kontrahenten gegeben hat. 

Den negativen Ergebnistrend wollten die Biederitzer dann bei der zweiten Vertretung des HC Burgenland beenden, doch leider musste nach einem unglücklichen Spielverlauf die vierte Pleite in Serie mit einem 29:30 hingenommen werden. Fröhliche Gesichter gab es dann aber eine Woche später nach dem Heimspiel gegen die „Zweite“ des USV Halle, die allerdings bei ihrer 20:38- Niederlage an der Ehle zu keinem Zeitpunkt konkurrenzfähiges Oberliganiveau erreichen konnte. Der Hinrundenabschluss wurde schließlich mit der wohl schlechtesten Saisonvorstellung bei der SG Spergau vollzogen, wo die Leistung fast durchgängig unzureichend war und nie die Chance auf Zählbares bestand.

Auch der Rückrundenauftakt nach der ausgeglichenen Hinrunde mit 13:13 Punkten fiel zunächst negativ aus, da in Stassfurt beim 28:33 wie bereits in Spergau mit angezogener Handbremse agiert wurde. Das 36:28 gegen den späteren Absteiger aus Haldensleben, es war die letzte Partie für den auch krankheitsbedingt ausscheidenen Trainer Peter Pysall, war dann der Beginn einer Siegesserie von sechs Begegnungen. Deutlich schwerer ging den Biederitzern dann der folgende 31:27- Erfolg beim ebenfalls später abgestiegenen SV Irxleben von der Hand. „Es war eine neue und nicht einfache Situation für uns alle, da der Wechsel auf der Bank nicht spurlos an uns vorbeigegangen ist. Die Jungs haben es aber gut gemeistert und es war gleichzeitig ein Signal für die kommenden Aufgaben“, erinnerte sich Freistedt, der in dieser Partie allein den Hut auf hatte, mit zahlreichen Wechseln allen Spielern Einsatzzeit gewährte und somit die Kräfte gut und gewinnbringend verteilen konnte.

Ihren Torhunger stillten die Biederitzer dann in den zwei folgenden Heimspielen gegen die an diesem Tag aber auch deutlich schlechteren Teams des HV Wernigerode (46:28) bzw. der SG Kühnau (41:27), womit die jeweiligen schmerzlichen Punktverluste aus der Hinrunde vergessen gemacht werden konnten. Mit vielen neuen Elementen brillierte in diesen Begegnungen der Neuzugang Sean Burgold, der für das Team nicht nur auf dem Spielfeld eine Belebung darstellte. Zu einer wahren Abwehrschlacht avancierte das anschließende Gastspiel beim heimstarken TuS Radis, der allerdings mit einer abgeklärten Vorstellung der Biederitzer vor eigener Kulisse mit 30:26 besiegt werden konnte. „Es war eine schwere Hürde, wo die Partie auch hätte kippen können. In erster Linie war es ein Wachmacher in Bezug Abwehrarbeit im Verbund mit dem Torhüter“, erinnerte sich später die „Aushilfe“ auf der Bank Dirk Hesse, welche schließlich ab Mitte April zur festen Größe in Sachen Verantwortlichkeit wurde.

Im anschließenden Heimspiel gegen die HSG Wolfen 2000 konnte dann basierend auf eine souveräne Deckungsarbeit auch der Bann gebrochen werden und im vierten Aufeinandertreffen der erste Doppelpunktgewinn (28:22) gegen den einstigen „Angstgegner“ gefeiert werden. 

In den nächsten drei Duellen kam es dann wieder zum Aufeinandertreffen mit den Top 3 der Liga. Wie bereits in der Hinrunde war die Ausbeute für die Biederitzer erneut überschaubar, aber die Leistungen längst nicht enttäuschend. Während die Gastspiele beim späteren Meister und Aufsteiger BSV 93 Magdeburg (23:25) und bei der Eintracht in Gommern (20:21) knapp verloren wurden, gab es in eigener Ehlehalle eine 29:34- Niederlage gegen die TSG Calbe. „Dieses Spiel passt aber nicht in dieses Paket rein, da der Gegner allein schon von der Körpersprache her auf einem anderen Level unterwegs war. Dagegen fehlte es in den beiden Auswärtsspielen durchaus auch am Spielglück, was durchaus Zählbares verhinderte“, lobte Freistedt dennoch die Leistungen der Mannschaft, die vor allem im Bereich Abwehr und Torhüter (Witte) positiv überraschen konnte.

In Geduld üben mussten sich die Biederitzer beim vorletzten Heimauftritt gegen die Reserve des HC Burgenland, der bei der Anreise in einem Stau auf der A14 steckte und schließlich auch mit einer 32:36- Niederlage die beschwerliche Heimreise antreten musste. „Die Jungs haben dennoch die Konzentration hoch gehalten und ein spielerisch sehr überzeugendes Spiel abgeliefert“, lobte der inzwischen offizielle Trainer Dirk Hesse den verspäteten sechzigminütigen Auftritt seiner Schützlinge.

Ein wenig unter ihren Möglichkeiten blieb der Biederitzer Kader in den verbleibenen zwei Partien, wobei zu diesem Zeitpunkt die finale Platzierung bereits feststand. Zunächst kamen die Biederitzer an der Saale bei der Reserve des USV Halle nicht über ein sehr glückliches 28:28- Unentschieden heraus, wobei Robin Urban in den verbleibenen 31 Spielsekunden einen 25:28- Rückstand doch noch wettmachen konnte. Bei diesem letzten Auftritt in der Fremde war es eher die zweite Garnitur, die die Akzente setzen konnte, während die im Laufe der Partie gebrachten vermeindlichen Leistungsträger weit unter ihren Möglichkeiten blieben. 

Zum Saisonausklang sollte dann vor heimischer Kulisse der anvisierte Erfolg trotz einer 12:8- Führung und einem 14:13 zur Pause gegen die SG Spergau ausbleiben. Hauptursache dafür war, dass die zuvor abgerufenen Stärken in nahezu allen Bereichen bei Weitem nicht mehr so zum Tragen kamen und die Niederlage deshalb nicht unverdient daher kam.

„Wir haben in überzeugender Manier ohne große Leistungsdellen unser Saisonziel erreichen können und uns im zweiten Jahr Oberliga gefestigt präsentieren können. Die sich steigernde Deckungsarbeit wurde immer mehr zum Faustpfand. Die junge Truppe ist vorangekommen, kann aber fraglos noch Schritte gehen“, ist sich das neue Trainerduo Dirk Hesse/Andre Freistedt, welches bereits am 30. Juni mit der Saisonvorbereitung beginnt, an der Ehle einig. 

Kader Saison 2025/2026: Joey Chandler Witte (20 Spiele/2 Tore/ 0 Siebenmeter), Max Wetzel (19/0/0), Gustav Nafe (16/0/0), Leon Exner (3/0/0), Andy Gronemeier (2/0/0), Marvin Wohl (1/0/0) – Emile Simon (1/1/0), Jason Thielecke (16/39/0), Bennet Daßler (26/194/60), Lukas Hesse (24/74/1), Moritz Steinweg (23/93/0), Till Schneider (10/7/0), Marius Hammecke (20/50/0), Maksymilian Beres (24/16/0), Felix Eix (25/42/0), Christian Kinast (24/36/0), Robin Urban (17/73/1), Jannis Richter (20/42/0), Max Held (21/50/23), Philip Wohl (12/13/1), Luca Exner (7/13/1), Daniel Bahr (1/0/0), Maximilian Wiedon (2/3/0), Fynn Janke (7/10/0), Linus Steinweg (1/0/0), Sean Burgold (10/25/1)

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