Saison: 23/24

HSV Haldensleben III vs SV Eiche 05 Biederitz II

Zwei Siege = Meisterschaft & Aufstieg
Mit zwei Siegen innerhalb von nur 24 Stunden hat sich die zweite Vertretung des SV Eiche 05 Biederitz die Meisterschaft in der 2. Nordliga gesichert. Dem 34:27- Sieg am Sonnabend in Süplingen gegen den HSV Haldensleben III folgte am Sonntag in eigener Halle bei der „Meisterprüfung“ ein 30:24- Erfolg gegen den SV Oebisfelde III.

„Es war in jedem Fall eine großartige Leistung des Vereins. Die Verantwortlichen der Männermannschaften sowie Dirk Hesse von der A- Jugend haben ganze Arbeit geleistet“, meinte der Biederitzer Verantwortliche Julian Hammecke, der sich zusammen mit Stephan Holzgräbe den Aufgaben der neu auf die Füße gestellten „Reserve“ recht kurzfristig angenommen hat. „Wir sind bei allen drei Teams auf 54 Spieler gekommen, die es Wochenende für Wochenende zu steuern galt. Der Fahrplan, den wir uns vor der Saison zurecht gelegt haben, hat ohne irgendwelche Reibereien stets funktioniert“, gab Hammecke weiter Auskunft und dürfte wie der Verein selbst durch den Doppelaufstieg im Männerbereich durchweg Zustimmung und Bestätigung finden.
Vor dem eigentlichen „Finale“ um die Meisterschaft musste die Biederitzer „Zweite“ am Sonnabend in Süplingen gegen die dritte Vertretung des HSV Haldensleben antreten. „Dort hat uns der breitere Kader spätestens nach 40 Minuten in die Karten gespielt“, begründete Hammecke den 34:27 (15:12)- Auswärtserfolg, wobei die Kräfteverteilung in den eigenen Reihen im Hinblick auf Sonntag nie außer Acht gelassen wurde. Die Gäste hatten sich demnach in vielerlei Hinsicht einen Matchplan zurecht gelegt, der nicht nur aufgrund des Erfolges voll aufging. Dem anfänglichen 4:4 (9.) ließen die Gäste eine 8:5- Führung (12.) folgen, die die Gastgeber jedoch nach 16 Minuten zum 8:8 egalisieren konnten. Trotzdem ließen sich die Biederitzer, die längst nicht jede Tormöglichkeit nutzen konnten, nicht vom Weg abbringen und nahmen eine 15:12- Führung mit in die Halbzeit.
Auch in den zweiten dreißig Minuten bestimmten die Gäste das Geschehen und konnten sich dabei auf ihren Schlussmann Leon Exner verlassen, der ab der 45. Minute in Michel Meyer einen ebenbürtigen Vertreter fand. So konnte schließlich über die Stationen 20:15 (37.), 26:18 (44.) und 29:24 (51.) ein sicherer 34:27- Erfolg eingefahren werden, wobei in den zehn Schlussminuten das eher seltene Phänomen Vater/Sohn (Yves & Moritz Steinweg) zusammen auf dem Spielfeld agieren durfte. „Das Team hat super zusammengearbeitet und ist fit für die Meisterprüfung“, analysierte dann auch der zweite Hauptverantwortliche Stephan Holzgräbe, der noch rechtzeitig aus Genthin vom Spiel seiner weiblichen D- Jugend eintraf.
Den Beweis ihrer spielerischen und mannschaftlichen Qualitäten blieben die Biederitzer dann Tags darauf in der Rolle des neuen Tabellenführeres gegen den Vorgänger SV Oebisfelde III nicht schuldig. „Wir haben es hervorragend zuende gebracht“, war man sich im feierfreudigen Biederitzer Lager nach dem 30:24 (13:10)- Erfolg gegen die sicherlich erfahrenere Truppe aus der Allerstadt einig. „Wir haben jeglichen Respekt abgelegt und auch körperlich dagegengehalten, was im Hinspiel bei unserer einzigen Saisonniederlage mit einer sehr jungen Truppe noch der Knackpunkt war“, meinte Holzgräbe nach dem achten Heimerfolg vor über 100 Zuschauern in Serie.
Gegen die lange Zeit verlustpunktfrei daher kommenden Gäste gelang eine 6:4- Führung nach elf Minuten, die bis zur 24. Minute auf 12:8 ausgebaut werden konnte. Die verdiente 13:10- Halbzeitführung basierte nicht zuletzt auch auf einen starken Mittelblock, der im stetigen Wechsel von Sebastian Rabe und Andre Freistet hervorragend organisiert wurde.
Nach dem Seitenwechsel behaupteten die Gastgeber zunächst das Dreitorepolster (15:12, 38. und 18:15, 42.), ehe die Gäste nach dem 19:18- Anschlusstreffer durch Andreas Werner (Siebenmeter) noch einmal Hoffnung schöpften. Die Biederitzer waren jedoch nicht um eine Antwort verlegen und legten drei Treffer zum 22:18 nach. Dieser komfortable Vorsprung hatte dann auch nach 58 Minuten beim Stand von 28:24 Bestand, ehe Daniel Bahr und Torgarant Marius Hammecke für den 30:24- Endstand sorgen konnten.
„Es war ein ähnlicher Spielverlauf wie zuvor gegen Haldensleben. Wir waren heute gegen den ärgsten und gewiss auch älteren Kontrahenten der Liga einfach das bessere Team“, begründete Julian Hammecke die geglückte Revanche gegen die Oebisfelder, die folglich auch die Meisterschaft in der 2. Nordliga in Verbindung mit dem Aufstieg in die 1. Nordliga zur Folge hatte.

Biederitz (gegen Haldensleben III): Meyer, Le. Exner – Rosenburg, Holzgräbe (1), Gericke, Schmidt (2/1), Walde (5), Y. Steinweg, M. Hammecke (10), Rabe, Simon (6/1), Hartmann (1), Grabis (4), Beres (1), Lu. Exner (4)

Biederitz (gegen Oebisfelde III): Meyer, Le. Exner – Holzgräbe (1), M. Hammecke (9), Schmidt (1/1), Walde (2), Y. Steinweg, Wentzel (2), Bahr (2), Rabe, Freistedt, Simon (7/3), M. Steinweg (3), Hartmann (2), Beres, Lu. Exner (1/1)

Doppelspielwochenende mit großem Finale
Einen ganz großen Coup kann am Wochenende die zweite Vertretung des SV Eiche 05 Biederitz (2., 25:3 Punkte) in der 2. Nordliga landen. Dem Auftritt am Sonnabend beim Rangsiebten HSV Haldensleben III (9:21) folgt am Sonntag das große Finale in eigener Halle gegen den SV Oebisfelde III (1., 26:4).
Unabhängig vom Ausgang am Sonnabend findet nur einen Tag später in der Ehlehalle das Finale in der 2. Nordliga gegen die Dritte des SV Oebisfelde statt. Am Sonnabend entscheidet sich ab 15 Uhr in der Sporthalle in Süplingen lediglich die Ausgangsposition der Biederitzer, die mit einem vollem Erfolg bereits vor dem Showdown an die Spitze des Feldes klettern würden. Selbst eine Niederlage beim HSV III würde den Biederitzern nur bedingt wehtun, würde aber am Sonntag einen vollen Erfolg gegen die erfahrenen Oebisfelder voraussetzen, um die Meisterschaft einzufahren.
„Wir machen einen Schritt nach dem anderen. Wir können bereits jetzt von einer tollen Saison sprechen“, meint der SVE- Verantwortliche Julian Hammecke und verweist darauf, dass jede Aufgabe für sich am Wochenende eine enorm Schwere ist. Der erste Kontrahent konnte zwar im Hinspiel im September klar mit 37:26 besiegt werden, doch in der Fremde zeigten die HSV- Handballer nie wirklich ihr wahres Gesicht, sprangen da doch lediglich zwei magere Zähler (26:24 in Genthin) heraus. Die restlichen sieben Punkte wurden durchweg in den eigenen vier Wänden eingefahren, was Warnung genug sein muss.
Der Gegner am Sonntag ab 16 Uhr hat eine erfahrene Truppe beisammen, was die Biederitzer im Dezember bei ihrer einzigen Saisonniederlage (21:29) recht eindrucksvoll zu spüren bekamen. Der SVO III gab jedoch zuletzt seine weiße Weste eher leichtfertig her und verlor nach großem Vorsprung noch mit 24:26 in Haldensleben, ehe das Gastspiel in Güsen kampflos abgegeben wurde.
Festzuhalten bleibt, dass die Biederitzer die Doppelbelastung völlig unbeschwert angehen können, denn wohl die wenigsten haben vor Saisonstart damit gerechnet, dass es für die Walde & Co am letzten Spieltag um die begehrte Meisterschaft gehen wird.
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SV Eiche 05 Biederitz vs JSpG Kühnau/DRHV 06

„Tiefschlaf“ kostet wohl Zählbares

Es lief die 32. Minute in der Begegnung der weiblichen B- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz gegen die JSpG Kühnau/DR HV 06, als die Biederitzer Trainerin Sandra Schmidt mit der grünen Karte praktisch die Notbremse ziehen musste. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gastgeber eine 12:10- Führung regelrecht im Schlag weggegeben: „Diese knapp zehn Minuten ohne Treffer haben uns dann auch um den durchaus möglichen Lohn gebracht“, analysierte Schmidt später und beschrieb die Phase zwischen der 27. und 34. Minute. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Biederitzer Nachwuchs den favorisierten Gästen vor allem mit guter Abwehrarbeit ordentlich Paroli geboten. Nach ausgeglichener Anfangsphase (3:3 und 6:6) legte zunächst die JSpG vor (9:7 nach 17 Minuten), musste aber bis zur Pausensirene wieder die Gleichwertigkeit zum 10:10 akzeptieren. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die SVE- Mädels durch Jessica Urban und Luise Warnecke sogar auf 12:10, ehe sich die Gastgeber die beschriebene „Auszeit“ nahmen. Ihre 18:14- Führung konnten die Gäste im weiteren Verlauf auf ein vorentscheidenes 23:16 (38.) ausbauen, weil die Biederitzer wiederholt zu nachlässig in der Abwehr agierten. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die SVE- Mädels eine große Moral an den Tag legten und mit viel Einsatz um ein ordentliches Resultat bemüht waren. So hatten sich die Gastgeber, die am kommenden Wochenende die Saison mit dem Gastspiel in Oebisfelde abschließen, trotz der 22:25- Niederlage schließlich ein Lob ihrer Trainerbank verdient.

Biederitz: Kruse, Jung – Kersten (2), Zhou (1/1), Urban (9), Wotjak (1), Warnecke (5), Keitz (2), Schulze, Grotsch (1), Niemann (1), Kauert

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SV Chemie Genthin e. V. vs SV Eiche 05 Biederitz

Derbysieg zum Saisonausklang

Die weibliche D- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz hat sich zum Saisonausklang im Nordpokal deutlich durchsetzen können. Nach einer 15:5- Halbzeitführung gewannen die Poppeck & Co völlig verdient mit 28:10 beim kadermäßig dünn besetzten SV Chemie Genthin. Die Gäste legten hochmotiviert los und führten schnell mit 4:1, ehe der SVC- Nachwuchs, der mit Anique Kraaß und Natalie Simonyan lediglich zwei Torschützen vorweisen konnte, kurzzeitig zum 3:4 aufschließen konnte. In der Folge bestimmten die Biederitzer, die sich auf die lautstarke Unterstützung ihrer nicht einsatzfähigen Spielerinnen verlassen konnten, die Szenerie und setzten sich auf 9:4 nach 14 Minuten ab. Zur Halbzeit war beim Stand von 15:5 in einer sehr fairen und temporeichen Partie die Frage nach dem Sieger frühzeitig beantwortet. Auch in den zweiten zwanzig Minuten riefen die Gäste zumeist ihre Trainingsinhalte ab und belohnten sich mit schönen Toren. So setzten sich die Gäste, bei denen Lucy Schiller ihre Torpremiere feiern konnte, nach dem 18:6 (24.) auf 25:7 (36.) ab und feierten schließlich einen 28:10- Auswärtserfolg. „Toll wie die Mädels heute die Aufgabe angegangen sind“, meinte nach Spielschluss ein zufriedener Biederitzer Trainer Stephan Holzgräbe, der mit diesem Derbysieg Rang zwei im Nordpokal hinter dem SV Oebisfelde dingfest machen konnte.

Genthin: Dziony – Pintzke, Salomon, Brunow, Kraaß (6), Simonyan (4/1), Neuber, Aj, Hein

Biederitz: Holzgräbe – Poppeck (9), Kuhnert (2), Rose (6), L. Thielicke (4), Kupietz (1), Ziebarth (2), Fricke, Schiller (1), Theuerkauf (1), M. Thielicke (2/1)

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Barleber Handball Club e. V. vs HSG Ehle II

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HSG Ehle II vs HSV Magdeburg

„Das war nicht unsere Sternstunde“
Stefan Bußmann hatte die Statistik des Schreckens umgehend parat: „In der 23. Minute haben wir unseren ersten Offensivzweikampf gewonnen.“ Natürlich viel zu spät, denn da war das Nordliga-Heimspiel der HSG Ehle II gegen den HSV Magdeburg schon längst im Begriff, in Richtung der Gäste zu kippen. Am Ende ging der Vergleich am Sonntag auch mit 15:24 (7:14) zu Ungunsten der männlichen Handball-C-Jugend aus Biederitz und Gommern aus.
Das Hinspiel (28:26) hatte die Zuversicht geweckt. Zur ganzen Wahrheit gehörte aber auch, dass die Gäste seinerzeit mit einer anderen Kaderzusammenstellung, die näher am Sachsen-Anhalt-Liga-Team lag, aufgetreten waren. Entsprechend schleppend verlief auch der Start. Vor allem an der defensiv ausgerichteten 3:2:1-Deckung der Gäste biss sich die HSG II die Zähne aus. Allerdings: „Wir sind an den Basics gescheitert. Vor allem offensiv haben wir es 50 Minuten lang nicht geschafft, Zweikämpfe zu gewinnen“, legte Bußmann aus dem Trainerteam den Finger in die Wunde. So suchten seine Schützlinge in ihrer Verzweiflung oft in den Rückraumwurf, der aber zur sicheren Beute des HSV-Schlussmanns wurde. Daneben versäumten es die Hausherren zu häufig, ihre Außenpositionen einzubeziehen.
Dieses Bild zog sich schließlich auch durch die zweite Hälfte durch. „Offensiv war das große Schmalkost“, befand der Coach. Auf der anderen Seite verbuchte die Deckung zwar auch einige Ballgewinne, doch ins anvisierte Umschaltspiel kam die HSG Ehle II nie, so dass die Pleite folgerichtig ausfiel. „Das war ganz sicher nicht unsere Sternstunde“, aber heute besteht ab 12 Uhr im Gastspiel beim Barleber HC zumindest noch eine letzte Gelegenheit, es besser zu machen. Mit einem Punktgewinn wären der vierte Platz und ein versöhnlicher Saisonabschluss fix.
HSG Ehle II: Schrank – Wesner, Plambeck (4), Wittke, Theuerkauf (2), C. Kollack, Abel (1), L. Kloth (8), Werben, Bock, Bensch
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TuS 1860 Magdeburg-Neustadt vs SV Eiche 05 Biederitz

Unglückliche 28:31- Niederlage bei TuS

Die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz verloren zwar am Sonntag ihr Punktspiel bei TuS Magdeburg mit 28:31 (16:17), warfen aber knapp 20 Stunden zuvor den Rettungsanker für eine womöglich doch noch zufriedenstellende Saison mit dem Einzug in das Nordcupfinale am 11.Mai.

Am Sonntag schließlich stand das letzte Auswärtsspiel im Ligalltag für die Biederitzerinnen beim Tabellennachbarn TuS Magdeburg auf dem Programm. „Die Leistung war durchaus in Ordnung“, befand SVE- Coach Stefan Treffkorn nach einer wohltuend fairen Auseinandersetzung, obwohl seine Schützlinge das Parkett etwas unglücklich mit 28:31 (16:17) als zweiter Sieger verließen. Die Zuschauer sahen eine abwechslungsreiche Begegnung, in der zwar zumeist der Gastgeber in Führung lag, diese aber weder nach dem 6:6 (13.), 9:9 (16.) oder 13:13 (25.) ausbauen konnte. Anschließend konnten dann Lina Makoben und Emilia Treffkorn die Gäste mit 15:13 nach vorn werfen, doch zur Halbzeit hatte der TuS nicht unverdient knapp mit 17:16 die Nase vorn.
Nach dem Seitenwechsel legte dann wiederum der Gastgeber bis zum 21:19 nach vierzig Minuten vor, ehe Hanna Harenberg und Sophie Ribbert zum 21:21 (42.) ausgleichen konnten. Die sich anschließenden fünf torlosen Minuten der Gäste hatten dann eine vorentscheidene 25:21- Führung der Magdeburger zur Folge, die sich im weiteren Verlauf nicht mehr die Butter vom Brot nehmen ließen und mit einem 31:28 auf Rang drei in der Tabelle klettern konnten.
„Der Ausgang war dann schon in Ordnung, auch wenn uns das Glück gerade gegen Ende nicht wirklich zur Seite stand“, meinte Treffkorn und verwies zudem auf den recht kleinen sonntäglichen Kader, der ihm bei diesem Doppelspielwochenende zur Verfügung stand.

Biederitz: Talke- Dreizehner – Rosenau (5), Bublitz (3/1), Schottstedt, Ribbert (6/1), Harenberg (3), E. Treffkorn (3/3), Bandey (3), Makoben (3), Swoboda (1)

Sonntag 14 Uhr – Kann Hinspielsieg wiederholt werden?

Während im Pokal also noch alles drin ist, dürfte im Ligalltag der angestrebte Medaillenrang nur noch rein rechnerisch möglich sein. So fällt das am Sonntag um 14 Uhr auf dem Programm stehende Pflichtspiel beim anderen Tabellennachbarn TuS Magdeburg (4., 17:11) vielleicht sogar ein wenig ab. „Wir wollen so gut wie möglich performen und eventuell den Hinspielerfolg wiederholen“, erinnert sich Treffkorn an den deutlichen 34:25- Sieg im Januar. Die Chance dazu könnte sich mit dem Erreichen des Nordcup- Finals am Freitagabend sicherlich erhöhen…

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SV Eiche 05 Biederitz vs SV Oebisfelde 1895

Knappe Niederlage im Spitzenspiel

Die weibliche D- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz musste sich im Spitzenspiel des Nordpokals gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer SV Oebisfelde denkbar knapp mit 17:18 (8:9) geschlagen geben. „Wir sind schon sehr traurig über das Resultat, denn zumindest eine Punkteteilung wäre durchaus drin und dann auch verdient gewesen“, meinte der Biederitzer Trainer Stephan Holzgräbe nach dem letzten Heimspiel der Saison, in der die Gastgeber erneut hervorragend unterstützt wurden. Dabei legte der SVE- Nachwuchs mit 4:1 durchaus einen Start nach Maß hin, der aber nach der fälligen frühen Auszeit der Allerstädter sein jähes Ende fand. Der SVO glich nach acht Minuten zum 4:4 aus, ehe die Gastgeber beim 7:5 nach zwölf Minuten ein letztes Mal in Durchgang eins die Nase vorn hatten. In der Folge glichen die Gäste aus und nahmen zudem eine hauchdünne 9:8- Führung mit in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel rannten die SVE- Mädels dann zunächst einem Rückstand hinterher, den schließlich Johanna Poppeck zunächst egalisieren konnte, ehe ihr nach dreißig Minuten mit ihrem achten Treffer sogar die 13:12- Führung gelang. In der Folge legten die Gastgeber durch Lena Fricke (zum 14:13) und Ciara Marie Rose (zum 15:14) wiederholt vor, ehe die Gäste das 16:15 der Gastgeber (wiederum Rose) erfolgreich umdrehen konnten. Die Biederitzer glichen zwar durch Johanna Poppeck noch einmal aus, kassierten aber sieben Sekunden vor der Schlusssirene den entscheidenen Treffer zum 17:18- Endstand. „Ich bin gar nicht einmal unzufrieden mit dem Auftritt. Auch deshalb fahren wir am nächsten Wochenende optimistisch zum Derby nach Genthin und wollen dort unseren zweiten Rang festmachen“, analysierte Holzgräbe später und bemängelte gleichzeitig die harte Gangart in der Begegnung, welche vom Schiedsrichter nur unzureichend geahndet wurde.

Biederitz: Köhl, Poppeck (9/1), Burgold (1), Kuhnert, Rose (2/1), Holzgräbe, L. Thielicke, Kupietz, Walde, Ziebarth (1/1), Fricke (3), Schiller, Theuerkauf (1), M. Thielicke

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SV GW Wittenberg/Piesteritz vs SV Eiche 05 Biederitz

„Ein Punkt, mit dem man leben kann“

Die männliche B- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz hat sich mit einem sehr schmalen Kader einen Teilerfolg bei GW Wittenberg/Piesteritz sichern können. Nach einer 17:15- Halbzeitführung retteten die personal gebeutelten Gäste schließlich ein 29:29 über die Ziellinie. „Wir sind mit einer Rumpftruppe angereist, nachdem uns auch kurzfristig noch Absagen ereilt haben“, merkte SVE- Trainer Yves Steinweg an, der zudem noch den frühzeitigen Ausfall vom Jannis Hartmann nach bereits sechs Minuten verkraften musste. So wechselte der eigentliche Torhüter Marvin Wohl in die Spielerkluft und gönnte mit Beginn des zweiten Spielabschnittes seinen Mitstreitern die ein oder andere Luft zum Verschnauben. Im Spiel selbst verbuchten die Gäste mit 5:2 (5.) durchaus einen ordentlichen Start, der auch in der Folge durch das wiederholte Aufschließen der Grün- Weißen zum 5:6 bzw. 8:9 keinen Abbruch erfuhr.Fynn Janke (2) und Leon Kliem erhöhten bis zur 16. Minute sogar auf 12:9, so dass die 17:15- Pausenführung trotz zwischenzeitlichen 13:13- Ausgleich (22.) schließlich nicht unverdient daher kam. Auch nach dem Wiederbeginn beherrschten die Biederitzer die ebenfalls sehr dünn besetzten Gastgeber, die jedoch in der Folge von zu vielen Fehlern der Biederitzer profitieren konnten. „Wir machen da punktuell in entscheidenen Situationen einfache Fehler, die dann wehtaten…“, erinnerte sich Steinweg an die Phase um die 45. MInute, wo die Wittenberger den 25:27- Rückstand in eine eigene 28:27- Führung umwandeln konnten. Dem 28:28- Ausgleich von Maximilian Gröbe folgte die neuerliche Führung des GW- Nachwuchses, der aber aufgrund des guten kämpferischen Einsatzes der Gäste und dem erneuten Gegentreffer von Gröbe mit einer gerechtfertigten Punkteteilung vorlieb nehmen musste. „Ja wir wollten den ersten Auswärtserfolg, können aber aufgrund der Umstände mit dem Erreichten durchaus leben“, war man sich im Lager der Biederitzer auf der langen Rückfahrt einig.

Biederitz: Schuster – Wohl, Bruska (4), Janke (5), Steinweg (13/4), Kliem (2), Gröbe (4), Kalsdorf (1), Hartmann

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SV Eiche 05 Biederitz vs TSV Niederndodeleben

Meisterschaft hat Freud und Leid parat

Die weibliche E- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz hat sich mit einem nie gefährdeten 33:16 (14:9) gegen den TSV Niederndodeleben die Nordligameisterschaft mit 32:4 Punkten gesichert. „Die Mädels waren schon sehr aufgeregt, wussten sie doch um die Wertigkeit des benötigten Sieges“, merkte die Biederitzer Verantwortliche Stefanie Kobilke im Nachgang an. Das Nervenflattern erwies sich jedoch vom Anpfiff weg als völlig unbegründet, marschierten doch die siegeswilligen SVE- Mädels mit einer Führung durch die sehr faire Begegnung. Bereits nach sieben Minuten lagen die Biederitzer mit fünf Toren (7:2) vorn, was in erster Linie auf eine starke Deckungsarbeit zurückzuführen war. Auch wenn in der Folge viele Trainingsinhalte umgesetzt wurden, blieb es zur Halbzeit beim Polster von fünf Toren (14:9). Nach dem Seitenwechsel wurden dann die neuen „Meister“ ihre Favoritenrolle vollauf gerecht. Ein 10:0- Lauf wischte dann auch die letzten Zweifel über den anstehenden Erfolg beiseite, so dass schließlich ein vielumjubelter 33:16- Erfolg gefeiert werden konnte. „Es war ein toller Auftritt der Mädels, die sich durch eine starke Spielzeit den Titel vollauf verdient haben“, merkte Kobilke an, hatte aber auch weniger Schönes parat: „Leider war es der letzte Auftritt in dieser Konstellation, denn das eigentlich abschließende Heimspiel gegen Weferlingen am kommenden Sonnabend wurde von den Gästen schon in der Vorwoche abgesagt.“ Dieser Vorgang ist nicht nur sportlich sehr bedenklich, schmälert aber in keinster Weise eine bärenstarke Saison der SVE- Mädels vom SV Eiche 05 um das Trainergespann Jana Tschirschwitz/Stephanie Kobilke.

Biederitz: Lindeke, Falkenberg – Tschirschwitz (8/1), Wiehe, Brockhausen (1), Hauenschild (15), Grotsch, Kobilke, Genth (5), Grunert (4)

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HSG Osterburg vs HSG Ehle

Vizemeister nach 39:28 in Osterburg
Am Samstagmittag hatte sich die frohe Kunde wie ein Lauffeuer unter der HSG Ehle verbreitet: Da Verfolger Westeregeln wenig überraschend mit 21:35 beim SC Magdeburg den Kürzeren gezogen hatte, lag der Matchball bei den C-Jugendhandballern aus Biederitz und Gommern. Und mit dem 39:28 (20:16)-Erfolg am späten Nachmittag in Osterburg verwandelte ihn der Sachsen-Anhalt-Ligist und kürte sich zum Vizelandesmeister hinter dem SCM.
Allerdings waren die Gäste vor den Altmärkern auf der Hut. Schon das Hinspiel vor knapp zwei Monaten in Biederitz (42:33) hatte gezeigt: „Osterburg ist unheimlich schwer zu bespielen und war seinerzeit auch personell gehandicapt. Gegen diesen wuseligen Gegner braucht es viel Kommunikation, gegenseitige Hilfe und aktives Verteidigen“, erklärte Stefan Bußmann aus dem HSG-Trainergespann und sollte schnell sehen, wie der Plan aufging. Zwar bewegten sich beide Teams bis zur 15. Minute auf Augenhöhe (13:13), doch anschließend waren die Gäste das klar bessere Team, das sich bis zur Pause auch auf vier Treffer absetzen konnte.
Auch nach dem Seitenwechsel gaben die Ehle-Handballer das Heft des Handelns nie ab, kamen nun vermehrt zu Ballgewinnen in der Abwehr sowie einfachen Treffern im Tempogegenstoß. Die Konsequenz war zum einen, dass die HSG-Bank ihren Schützlingen zum Ende hin auf unterschiedlichsten Positionen viele Einsatzzeit gewährte, und zum anderen der Erfolg mit elf Treffern Differenz. Der Rest ging im Jubel unter und natürlich wurde der Vizetitel auf der langen Rückfahrt auch gebührend gefeiert.
Dennoch will die HSG ihr abschließendes Heimspiel am morgigen Sonntag um 12 Uhr in der Biederitzer Ehlehalle gegen den USV Halle keineswegs abschenken, sondern sich mit einem Erfolg auf das Highlight am darauffolgenden Wochenende einstimmen. Am 4./5. Mai geht die Reise schließlich zu den Nordostdeutschen Meisterschaften nach Dresden, wo das Team eine entsprechend großkalibrige Gegnerschaft wie der HSV Hamburg, die Füchse Berlin oder der THW Kiel gegenübersteht.
HSG Ehle: J. Kloth –  Paech (4), Plambeck (2/1), Bodenstedt (9), Bittner (3), Jon. Hoffmann (6), Mewes (4), Stallmann (11)
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