Saison: 25/26

TSV Niederndodeleben vs SV Eiche 05 Biederitz

23:34 – Den Beginn verschlafen

Die weibliche A- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz musste sich nach einem 9:17- Pausenstand schließlich mit 23:34 beim TSV Niederndodeleben geschlagen geben. Dabei fiel die Ursachenforschung für die dritte Saisonniederlage bei den Gästen schnell und recht eindeutig aus. „Wir haben die Anfangsviertelstunde total verschlafen und erst nach einem 0:7- Rückstand erstmals treffen können“, nannte die Biederitzer Trainerin Sandra Schmidt den Hauptgrund für die spätere Niederlage. Die kurz zuvor genommene Auszeit sollte die Gäste dann im weiteren Verlauf auch in die Partie hieven, wobei der Rückstand bis zum Seitenwechsel keine entscheidene Einschmelzung mehr erfuhr. „Wir haben es auch wiederholt über den Kreis versucht, was keine wirklich kluge Idee war“, kritisierte Schmidt in der Kabine die oft eintönigen Angriffsversuche ihrer Sieben. Nach dem Seitenwechsel agierte der Biederitzer Nachwuchs nahezu auf Augenhöhe, konnte allerdings den Rückstand nie wirklich entscheidend reduzieren.So behauptete der TSV- Nachwuchs sein Zehntorepolster über die Stationen 22:12 (37.), 24:14 (41.) und 29:19 (49.) und fuhr schließlich einen völlig verdienten 34:23- Sieg ein. „Verpennen wir hier nicht die Startphase, dann sieht das hier ganz anders aus…“. war die einhellige Meinung auf der Rückfahrt im Biederitzer Lager.

Biederitz: Kruse, Jung – Urban (6/1), Wotjak (6), Warnecke (3), Keitz (1), Schulze, Böhme (4), Grotsch (2), Niemann (1)

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FSV 1895 Magdeburg vs HSG Ehle II

Kurz vor der Schallmauer
Die männliche A-II-Jugend der HSG Ehle stimmt sich auf das anstehende Gipfeltreffen ein. Binnen 16 Stunden verbucht das Team zwei Erfolge, verpasst nur knapp eine „magische“ Marke.
Gommern/Biederitz. Irgendwo im Hinterkopf ist diese Zahl sicher herumgespukt. Und auch wenn die HSG Ehle II den Schlendrian in den letzten fünf Minuten nicht gezielt eingeladen hat, einen weiteren Torerfolg im Bezirksoberliga-Gastspiel beim FSV 1895 Magdeburg zu verhindern, lähmte der Gedanke an den bevorstehenden Durchbruch der Schallmauer vielleicht den Wurfarm. Der 42:28 (24:11)-Erfolg vom Samstagmittag und der 57:30 (25:13)-Sieg vom Vorabend in Stendal ergaben in Summe 99 Torerfolge für die A-Jugend-Handballer aus Gommern und Biederitz. „Schade, ein Treffer hat gefehlt. Aber am Ende gibt es trotz dieser sehr guten Offensivleistung nur vier Punkte. Selbst wenn wir die 100er-Marke knacken, hätten wir uns nichts davon kaufen können. So ehrlich müssen wir auch sein“, fasste Trainer Stefan Bußmann den rauschhaften Doppelauftritt zusammen.
Darauf deutete am Freitag zur „Primetime“ um 20 Uhr allerdings zunächst wenig hin.  Obwohl dem gastgebenden HV Lok im technischen Bereich um ein Vielfaches überlegen, mühte sich die HSG-Reserve in der Anfangsphase (6:6/12.) aufgrund offensichtlicher Konzentrationsschwächen in den Abend hinein. Erst nach und nach belohnten sich die Gäste für Ballgewinne in der Abwehr und setzten sich Stück für Stück ab. Aufällig oft steuerten sie dabei im Tempospiel jedoch die falsche Seite an oder brachten den langen Pass gar nicht erst an. Dass es dennoch mit einem klaren Zwölf-Tore-Plus in die Pause ging, unterstrich den Klassenunterschied beider Teams.
Auch wenn die benannten Schwächen im Gegenstoß auch nach dem Seitenwechsel anhielten, schafften es die HSG-Youngster, dem Sieg die entsprechende Deutlichkeit zu verleihen – und mit Blick auf die Aufgabe tags darauf mit den Energiereserven zu haushalten. „In beiden Halbzeiten haben wir dann zehn, 15 Minuten auf einem halbwegs vernünftigen Niveau gespielt und konnten trotz des dünnen Kaders Kräfte sparen“, erklärte der Coach.
So oder so waren seine Schützlinge vor dem stets unberechenbaren FSV 1895 gewarnt, der am Sonnabend jedoch ohne Verstärkung seiner starken B-Jugend auskommen musste und sich schnell einem 0:8-Rückstand ausgesetzt sah (7.). „Da haben die Jungs ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Wir waren von der ersten Minute an konzentriert, haben eine gute Abwehrarbeit geleistet und sind über das Tempo zu einfachen Treffern gekommen“, freute sich Bußmann. Zwar stabilisierte sich das Spiel der Hausherren durch die Hereinnahme vom späteren Neun-Tore-Mann Karl Kobelke, doch die HSG schob dem Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Fermersleber durch eine Manndeckung zügig einen Riegel vor. „Bis zur Pause war das sicher die stärkste Halbzeit der beiden Spiele vom Wochenende.“
Bis fünf Minuten vor Schluss setzten sich variabel auftretende Gäste sogar auf 18 Treffer ab (42:24), ehe die Kräfte schwanden. „Wir lassen das Spiel dann ein wenig ausplätschern. Natürlich ist es immer ein bisschen schöner, mit plus 18 statt 14 zu gewinnen. Nichtsdestotrotz war das ein ordentlicher Auftritt.“ Und nebenbei die passende Einstimmung auf das bevorstehende Gipfeltreffen: Wenn am Sonntag um 14 Uhr die SG Lok Schönebeck in der Eintracht-Sporthalle gastiert, kommt es zum ersten von drei Showdowns der beiden bislang verlustpunktfreien Spitzenteams. „Dafür sind wir Handballer geworden und für solche Duelle trainieren wir. Hoffen wir, dass wir die Halle voll bekommen und ein Highlight abliefern können.“
HSG Ehle II (beim FSV 1895): Becker, Erkenberg – Mewes (14/2), Theuerkauf (1), Bittner (6), Paech (11/3), Sens (1), Plambeck (4), Hoffmann (4), L. Kloth (1)
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SV Eiche 05 Biederitz vs FSV 1895 Magdeburg

Schlechte Phase besiegelt Niederlage

„Wir schaffen es einfach nicht, uns vierzig Minuten zu konzentrieren“, bemängelte der Biederitzer Trainer Steffen Plater nach der Niederlage seiner männlichen D- Jugend im Heimspiel gegen den FSV 1895 Magdeburg. Besonders negativ dürfte dem Biederitzer Verantwortlichen vor allem die fünf Startminuten im zweiten Spielabschnitt in Erinnerung geblieben sein, wo nach einem längst nicht aussichtslosen 16:18- Halbzeitrückstand schließlich ein 18:24- Rückstand in den Büchern stand. Dabei deutete der Biederitzer Nachwuchs schon im ersten Spielabschnitt an, dass ein Mithalten auf Augenhöhe längst nicht unrealistisch ist. „Wir müssen nicht mal mit einem Rückstand in die Pause gehen“, meinte Platte, der aber auch lobend erwähnte, dass es stets Lösungen im Angriffsspiel gab und auch die nötige Gefahr beim Abschluss von allen Positionen erfolgt. Was nach der ärgerlichen 32:36- Niederlage schließlich erneut blieb, war der absolute Wille der gesamten Mannschaft. Diese steckte auch nach dem 26:34- Rückstand (37.) nie auf und setzte auch trotz des hohen Rückstandes noch erfolgreich auf Resultatskosmetik. „Ja, wir hatten heute auch einige personelle Ausfälle, aber die die da waren, haben alles gegeben“, lobte PLater seine Jungs, von denen sich Michel Wohlers erstmals in die Torschützenliste eintragen konnte.

Biederitz: Griesau (2/1) – L. Hauenschild (1), B. Selega (15/3), Poppeck (3), Fahrenkampf (3), Plater (3/1), Wohlers (1), I. Selega (3)

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HV Lok Stendal vs HSG Ehle II

Kurz vor der Schallmauer
Die männliche A-II-Jugend der HSG Ehle stimmt sich auf das anstehende Gipfeltreffen ein. Binnen 16 Stunden verbucht das Team zwei Erfolge, verpasst nur knapp eine „magische“ Marke.
Gommern/Biederitz. Irgendwo im Hinterkopf ist diese Zahl sicher herumgespukt. Und auch wenn die HSG Ehle II den Schlendrian in den letzten fünf Minuten nicht gezielt eingeladen hat, einen weiteren Torerfolg im Bezirksoberliga-Gastspiel beim FSV 1895 Magdeburg zu verhindern, lähmte der Gedanke an den bevorstehenden Durchbruch der Schallmauer vielleicht den Wurfarm. Der 42:28 (24:11)-Erfolg vom Samstagmittag und der 57:30 (25:13)-Sieg vom Vorabend in Stendal ergaben in Summe 99 Torerfolge für die A-Jugend-Handballer aus Gommern und Biederitz. „Schade, ein Treffer hat gefehlt. Aber am Ende gibt es trotz dieser sehr guten Offensivleistung nur vier Punkte. Selbst wenn wir die 100er-Marke knacken, hätten wir uns nichts davon kaufen können. So ehrlich müssen wir auch sein“, fasste Trainer Stefan Bußmann den rauschhaften Doppelauftritt zusammen.
Darauf deutete am Freitag zur „Primetime“ um 20 Uhr allerdings zunächst wenig hin.  Obwohl dem gastgebenden HV Lok im technischen Bereich um ein Vielfaches überlegen, mühte sich die HSG-Reserve in der Anfangsphase (6:6/12.) aufgrund offensichtlicher Konzentrationsschwächen in den Abend hinein. Erst nach und nach belohnten sich die Gäste für Ballgewinne in der Abwehr und setzten sich Stück für Stück ab. Aufällig oft steuerten sie dabei im Tempospiel jedoch die falsche Seite an oder brachten den langen Pass gar nicht erst an. Dass es dennoch mit einem klaren Zwölf-Tore-Plus in die Pause ging, unterstrich den Klassenunterschied beider Teams.
Auch wenn die benannten Schwächen im Gegenstoß auch nach dem Seitenwechsel anhielten, schafften es die HSG-Youngster, dem Sieg die entsprechende Deutlichkeit zu verleihen – und mit Blick auf die Aufgabe tags darauf mit den Energiereserven zu haushalten. „In beiden Halbzeiten haben wir dann zehn, 15 Minuten auf einem halbwegs vernünftigen Niveau gespielt und konnten trotz des dünnen Kaders Kräfte sparen“, erklärte der Coach.
So oder so waren seine Schützlinge vor dem stets unberechenbaren FSV 1895 gewarnt, der am Sonnabend jedoch ohne Verstärkung seiner starken B-Jugend auskommen musste und sich schnell einem 0:8-Rückstand ausgesetzt sah (7.). „Da haben die Jungs ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Wir waren von der ersten Minute an konzentriert, haben eine gute Abwehrarbeit geleistet und sind über das Tempo zu einfachen Treffern gekommen“, freute sich Bußmann. Zwar stabilisierte sich das Spiel der Hausherren durch die Hereinnahme vom späteren Neun-Tore-Mann Karl Kobelke, doch die HSG schob dem Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Fermersleber durch eine Manndeckung zügig einen Riegel vor. „Bis zur Pause war das sicher die stärkste Halbzeit der beiden Spiele vom Wochenende.“
Bis fünf Minuten vor Schluss setzten sich variabel auftretende Gäste sogar auf 18 Treffer ab (42:24), ehe die Kräfte schwanden. „Wir lassen das Spiel dann ein wenig ausplätschern. Natürlich ist es immer ein bisschen schöner, mit plus 18 statt 14 zu gewinnen. Nichtsdestotrotz war das ein ordentlicher Auftritt.“ Und nebenbei die passende Einstimmung auf das bevorstehende Gipfeltreffen: Wenn am Sonntag um 14 Uhr die SG Lok Schönebeck in der Eintracht-Sporthalle gastiert, kommt es zum ersten von drei Showdowns der beiden bislang verlustpunktfreien Spitzenteams. „Dafür sind wir Handballer geworden und für solche Duelle trainieren wir. Hoffen wir, dass wir die Halle voll bekommen und ein Highlight abliefern können.“
HSG Ehle II (in Stendal): Becker (2/2), Erkenberg – Mewes (11), Theuerkauf (9), Bittner (10), Paech (8), Sens, Plambeck (2), Hoffmann (7), L. Kloth (8)
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USC Magdeburg vs SV Eiche 05 Biederitz III

12:31 – Deftige Niederlage für Eiche III
Eine deftige 12:31 (8:16)- Niederlage kassierte die dritte Vertretung des SV Eiche 05 Biederitz in der Kreisklasse Magdeburg am Donnerstagabend beim USC Magdeburg. Vor allem der Mangel an Rückraumspielern und eine unterdurchschnittliche Wurfquote waren die Hauptursachen für die dritte Saisonniederlage.
Die Gäste aus Biederitz hatten zwar mit 15 Akteuren eine stolze Anzahl an Aktiven auf das Protokoll bringen können, doch der Biederitzer Verantwortliche Mario Genth brachte es anschließend recht deutlich auf den Punkt: „Ohne Rückraum kannst Du nichts reißen.“ Beispielhaft dafür war dann auch der Re- Start in Durchgang zwei, wo der einzige Rückraumspieler Holger Arnold verletzungsbedingt die Segel streichen musste und die Gäste ganze 16 Minuten benötigten, um ihren neunten Treffer zu erzielen. Schon in den ersten dreißig Minuten zeigte der USC aber auch seine ganze Erfahrung und hebelte die Biederitzer Abwehr wiederholt gekonnt aus den Angeln. Hinzu kam, dass der USC einen sehr starken Torhüter stellen konnte und die Gäste dann bei ihren Abschlüssen auch wiederholt am Gebälk scheiterten. „Eine Wurfquote weit unter fünfzig Prozent erklärt dann schon Vieles“, resümierte Genth ernüchternd nach einem völlig gebrauchten Tag und einer 12:31- Niederlage.
Biederitz III: Beran. Bruchmüller – Rojahn, Rosenburg, Genth (1), Thielicke (3), Kliem (2/1), O. Beres (1), T. Jantz (1), Gröbe (4), Kalsdorf, Schmidt, A. Jantz, J. Hartmann, Arnold
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Post SV Magdeburg II vs SV Eiche 05 Biederitz II

Starke Defensive Grundlage zum 26:17- Erfolg
Die zweite Vertretung des SV Eiche 05 Biederitz ist im Nachholspiel bei der Zweiten des Post SV Magdeburg mit einem ungefährdeten 26:17 (15:11) in die Erfolgsspur zurückgekehrt. „Aushilfe“ Lukas Hesse, der wie Kreisläufer Maksymilian Beres aus dem Oberligakader mitwirkte, steuerte dabei allein sechs Treffer bei.
„Ein guter Auftritt von uns, dessen Erfolg in erster Linie auf einer starken Deckungsarbeit inklusive aller Torhüter basierte“, resümierte der Biederitzer Verantwortliche Julian Hammecke am Mittwochabend, der aber gleichzeitig auch noch einmal dem Post SV Magdeburg II für die gewünschte Verlegung ausdrücklich dankte.
Die Gäste legten am Magdeburger Lorenzweg nach nur kurzer Abtastphase wunschgemäß los und führten wiederholt mit drei Toren (5:2, 7:4 und 10:7). Eine kleine Schwächephase nutzte der Post SV II dann bis zur 23. Minute zum 10:10- Ausgleich, ehe die Biederitzer Bank nach eigener 12:11- Führung (28.) mit eigener Auszeit die zwei Schlussminuten des ersten Durchganges einläutete. In diesen trafen Johannes Grabis, Maksymilian Beres und Daniel Bahr noch zum 15:11, was natrurgemäß die Ausgangsposition für die Gäste für den zweiten Spielabschnitt weitaus aussichtsreicher machte.
In den zehn Startminuten der zweiten Hälfte kämpften sich die Gastgeber zunächst aber auf 15:17 heran, ehe eine achtminütige gegentorfreie Phase die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste bringen sollte. So baute die Biederitzer Reserve mit einer grundsoliden Defensive den Vorsprung nach Toren von Maximilian Wiedon (Strafwurf), Stephan Holzgräbe und einem Doppelpack von Leon Kliem nach einer Dreiviertelstunde auf 21:15 aus und bog somit auf die Siegerstraße ein. Nach dem 17:22 (48.) schraubten dann die Gastgeber ihre Angriffseffektivität endgültig gen Null, so dass die Gäste noch durch Beres (2), Eric Deneke und Wiedon zum 26:17- Endstand nachlegen konnten. „Gerade gegen Ende hatten wir dann auch sichtlich Kraftvorteile, so dass wir gerade über das Konterverhalten noch zu diesem deutlichen Erfolg kamen“, bilanzierte Hammecke ergänzend.
Biederitz II: Nafe, Gronemeier, Le. Exner – J. Hammecke, Schmidt, Kliem (3), Bahr (1), Holzgräbe (1), Hesse (6), Deneke (4), Grabis (1), J. Hartmann, Wiedon (5/2), Beres (5)

Mittwoch 20 Uhr – Duell der Reserven

Mit vier Tagen „Verspätung“ treffen am Mittwoch um 20 Uhr in der Bezirksoberliga der Post SV Magdeburg II (11., 3:11 Punkte) und der SV Eiche 05 Biederitz II (6., 8:8) in der Sporthalle am Lorenzweg aufeinander. Die Gäste hatten zuvor um eine kurzfristige Verlegung gebeten.

Eigentlich hätten beide Teams bereits am letzten Sonnabend die Klingen kreuzen sollen, doch die SVE- Reserve musste personalbedingt kurzfristig passen. Ob sich die Kadersituation nur vier Tage später grundlegend verbessert hat, bleibt abzuwarten. Das Ziel der Biederitzer dürfte dennoch klar sein, denn der letzte sehr überschaubare Auftritt bei der Zweiten des BSV 93 Magdeburg vor zehn Tagen (19:41) ist noch allgegenwärtig. „Es muss eine ganz andere Herangehensweise her und das hat dann auch nichts mit der personellen Situation zu tun“, nimmt der Biederitzer Trainer Stefan Quensell seine Schützlinge in die Pflicht. Anders als die Biederitzer hat die Post- Reserve nach einem Fehlstart mit 1:11 Zählern zuletzt die Kurve bekommen und mit einem überraschenden 26:24 bei Eintracht Hohenwarthe den Negativlauf beenden können. Gegen diese Eintracht hatten die Biederitzer zuvor ihre über einen Jahr lang ungeschlagene Heimserie abreißen lassen müssen. Gelingt nun am Mittwochabend den Biederitzern in der Landeshauptstadt die Rückkehr in die Erfolgsspur?

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SV Eiche 05 Biederitz vs SV Eintracht Gommern

Der Puls schlägt bis zur Hallendecke
45 Minuten lang liefern sich Biederitz und Gommern eine erbitterte Abwehrschlacht.  Dann entscheidet im Derby vor großer Kulisse das Plus an Abgezocktheit zugunsten der Gäste.
Biederitz. Den Gegner in kindlicher Freude übers Parkett der Ehlehalle hüpfen zu sehen, muss sich angefühlt haben wie hundert kleine Nadeln, die sich in die Biederitzer Handballseele bohrten. Die lauten „Derbysieger“-Rufe aus dem Epizentrum der Jubeltraube waren dem Mann am Mischpult dann doch zu viel der Folter. Und so wummerten am Samstagabend zeitnah nach der Schlusssirene Beats und Bässe durch die Heimstätte des SV Eiche 05. Tanzeinlagen kamen aber weiterhin nur von Gommeraner Gästen, die vor ihren mitgereisten Fans den 25:21 (12:11)-Erfolg im Schlagabtausch der Handball-Oberliga feierten.
„Unabhängig vom Ausgang denke ich, dass niemand sein Erscheinen bereut hat. Die Kulisse hat für dieses Derby absolut gepasst. Schade, dass wir nicht jede Woche vor so einem Spiel stehen“, zeigte sich Gästetrainer Oliver Schulke im Hinblick auf eine rappelvolle Halle euphorisiert. Parkplätze im näheren Umfeld waren schon eine halbe Stunde vor Anwurf kaum zu finden. Letztlich begrüßten die Biederitzer 350 Besucher in ihrem „Wohnzimmer“, rund 70 von ihnen mit Eintracht-Hintergrund. Und sie alle übertrafen sich darin, beide Teams im Prestige-Duell lautstark anzutreiben.
Im Fall der Gastgeber hatte die Vorfreude schon einen Dämpfer erhalten, als sich die Kontrahenten noch zur Begrüßung gegenüberstanden. Da war nämlich aufgefallen, dass sich beide Seiten für gelbe Arbeitskleidung entschieden hatten. Mürrisch, aber zügig wechselten die Biederitzer in den schwarzen Dress und schienen noch einen Extraschub Motivation erhalten zu haben. „Die Mannschaft hat gut reingefunden. Über die Abwehr haben wir das Spiel lange offen gestaltet“, bemerkte Eiche-Trainer Peter Pysall zufrieden und durfte im Kopf-an-Kopf-Rennen der ersten 30 Minuten die Bestätigung sehen.
Wie vor einem Jahr, bei der 22:22-Punkteteilung in Gommern, legten die Rivalen den Fokus aufs Verteidigen und gingen dabei keine Experimente abseits der 6:0-Formation ein. Die Gastgeber hatten zwar im Training auch die Thematik „siebter Feldspieler“ angeschnitten, um eine mögliche Manndeckung gegen Bennet Daßler aufzulösen, mussten aber das Risiko eines verwaisten Tors über die gesamten 60 Minuten nicht eingehen. Vielmehr wechselte die Führung bis zur Pause einige Male hin und her. Der Rest spielte sich auf absoluter Augenhöhe ab.
Nur als Tim Hieber im Gegenstoß (18.) und Momente später Maurice Prokop mit dem freien Wurf von Linksaußen scheiterten, zuckte Gommerns Coach an der Seitenlinie kurz zusammen, denn: „Leider verpennen wir es, entspannt auf drei Tore davonzuziehen. Stattdessen laden wir Eiche wieder zum Ausgleich ein“, haderte Schulke und musste folglich bei der hauchzarten 12:11-Führung zur Pause davon ausgehen, dass der Puls weiter bis an die Hallendecke schlug.
Doch schon unmittelbar nach Wiederbeginn ahnte sein Gegenüber nichts Gutes: „Wir haben in der zweiten Hälfte zunehmend die Bindung in der Abwehr verloren“, registrierte Pysall. Doch in letzter Verteidigungslinie stand einer, der sein Team mit drei wichtigen Paraden im Spiel hielt. „Wir scheitern in den ersten zehn, elf Minuten an unserer Chancenverwertung. Allerdings pariert der Biederitzer Torhüter auch Bälle, die er nicht unbedingt halten muss“, erkannte auch Schulke die Leistung von Keeper Gustav Nafe an.
Doch spätestens, als Eric Schipper trotz lädierter Schulter das 21:18 (48.) für Gommern nachlegte, war die Richtung vorgegeben. Während die Gäste weiter variabel im Angriff blieben, wie die ausgeglichene Torverteilung zeigte, hing bei den Biederitzern zu viel von einem ab: „Robin Urban hat seine Stärken im Eins-gegen-eins ausgespielt. Aber insgesamt hatten wir offensiv nur vier Hauptakteure. So gerät unser Angriff irgendwann ins Schleppen“, kritisierte Pysall den Umstand, dass nur Urban (acht Treffer) und Moritz Steinweg (sieben) zuverlässig trafen.
Auch auf der anderen Seite des Spielfelds hatten die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt schon einen moralischen Bruch verkraften müssen. Da Jason Thielecke vorzeitig die dritte Zeitstrafe kassierte (41.), lastete nun am eigenen wie gegnerischen Kreis alles auf den Schultern von Jannis Richter, den vorn kaum ein Anspiel erreichte, weil sich die Hausherren in teils unmotivierten Schlagwürfen ergingen. So bekam auch Gommerns Keeper Jonas Wucherpfennig in der Schlussphase noch einige Bälle zu fassen und entschied das Torhüterduell letztlich für sich.
Seine Vorderleute ließen sich dann nicht mehr vom verdienten Erfolg abbringen. Die Gegenseite gestand ein: „Mit 25 Gegentreffern gegen diesen breit aufgestellten Kader von Gommern lässt sich leben. Aber bei 21 eigenen Toren fehlen uns eben vier bis fünf, auch aufgrund mangelnder Abgeklärtheit. Das können wir auch schlecht einstudieren, denn etliche Spieler gehen unter der Woche außerhalb von Biederitz ihrer Ausbildung nach“, so Pysall, dessen Team das anstehende spielfreie Wochenende nach drei Niederlagen am Stück nicht ungelegen kommt, ehe es am 30. November beim HC Burgenland II weitergeht. Gommern empfängt tags zuvor TuS Radis und dürfte nichts anderes im Sinn haben, als die Spielstätte nach dem Abpfiff wieder zur Partyzone zu erklären – diesmal die heimische Eintracht-Sporthalle.
Biederitz: Nafe, Wetzel, Witte – Urban (8), Richter, Thielecke (2), Kinast, Hesse (1), Held, M. Steinweg (7), Schneider, Wohl, Hammecke, Beres, Daßler (3/1), Eix
Gommern: Jo. Wucherpfennig, Smoger – Bolecke (3), Peschke (1/1), Hieber (5), To. Leine (4/3), Prokop (2), De Vries (2), Wolter (1), Mehr (2), Panofen, Schipper (3), Ja. Wucherpfennig (2), Schülke, Hugk, Schmelzer
Siebenmeter: Eiche 3/1 – Eintracht 6/4; Zeitstrafen: Eiche 5 – Eintracht 4; Rot: Jason Thielecke (41., 3×2 Minuten) -Biederitz

Derbyzeit – (K)ein Spiel wie jedes andere
Das heutige Oberliga-Derby elektrisiert Eiche Biederitz (7., 11:7-Punkte) und Eintracht Gommern (2., 15:3) gleichermaßen. Für die Gäste steht ab 17.30 Uhr aber mehr auf dem Spiel.
Biederitz/Gommern. Wer zuletzt die Ränge in der Biederitzer Ehlehalle und der Gommeraner Eintracht-Sporthalle genauer absuchte, ist zur Feststellung gelangen: Jeder schaut auf sich. Kein Vertreter des jeweils anderen Clubs ließ sich in der gegnerischen Heimstätte ausmachen. Der SV Eiche 05 und SV Eintracht sind sich auffallend weiträumig aus dem Weg gegangen. Einerseits kennt man sich – und schätzt sich nach den unsäglichen Begleiterscheinungen der gescheiterten Spielverlegung aus der Vorsaison ein bisschen weniger. Andererseits haben beide Oberliga-Rivalen nach neun Spieltagen allerhand selbstbewusste Gründe, den Fokus auf die eigenen Stärken anstatt auf die gegnerischen Schwächen zu richten, wenn heute ab 17.30 Uhr in Biederitz das vorläufige Highlight der Hinrunde steigt.
„Natürlich fiebern alle auf das Derby hin“, blickt Eiche-Trainer Peter Pysall voraus. Nur, um dann so zu klingen, als nehme er sich aus der Aufzählung heraus: „Am Ende ist es ein Spiel wie jedes andere. Für den Sieger gibt es auch nur zwei Punkte.“ Nachdem der Biederitzer Fabelstart in die neue Saison von den beiden jüngsten Niederlagen gegen die Schwergewichte vom BSV 93 Magdeburg (25:34) und der TSG Calbe (31:35) gestoppt wurde, bietet das Prestigeduell in eigener Halle jedoch auch die Chance, aufkommender Melancholie entgegenzuwirken. „In Calbe haben wir nachgewiesen, dass wir mit solchen Kalibern mithalten können. Natürlich ist Gommern klarer Favorit und will offenbar aufsteigen, wie die Neuverpflichtungen nahelegen. Wir können also nicht mehr tun, als uns mit Händen und Füßen zu wehren“, übt sich Pysall in Understatement.
Während seine Mannschaft zuletzt also von der Realität eingeholt wurde, führt die Eintracht mit den Calbensern die Riege der BSV-Verfolger an. Kein Anlass für vorzeitige Zufriedenheit, aber vier Spiele vor dem Hinrundenende eben auch ein ordentliches Zwischenzeugnis: „Mit drei Minuspunkten sind wir gut durchgekommen. Bis auf den Spitzenreiter haben wir die direkten Konkurrenten bespielt, dürfen jetzt aber keinen Deut nachlassen“, fordert Eintracht-Coach Oliver Schulke und weiß, dass Favoritenrollen und die Papierform in einem Derby kaum Aussagekraft besitzen.
Was der Blick auf die Zahlen jedoch verrät, ist, dass beide Seiten ihr Abschneiden vor allem einer elitären Deckung verdanken. Nimmt man die ein Spiel im Rückstand befindliche SG Spergau (214 Gegentreffer) aus der Rechnung heraus, stellen die Gommeraner (219) die beste, Biederitz (232) die drittstabilste Abwehr der Liga. Mag das 22:22-Unentschieden vor einem Jahr noch halbwegs überrascht haben, dürften in der Ehlehalle die heutigen Wetten kaum auf einem torreichen Spektakel liegen. Pysall zeigt sich dennoch vor der gegnerischen Offensive gewarnt: „Gommern verfügt inzwischen über viel Durchschlagskraft im Rückraum und gute Kreisläufer. Das darf uns aber nicht davon abhalten, unser eigenes Spiel durchzubringen.“
Breite und Qualität des Eintracht-Kaders sprechen also dafür, dass die Gäste heute Abend mehr zu verlieren haben als der SV Eiche 05. Bevor zum Hinrundenabschluss am 13. Dezember das wegweisende Duell gegen den Spitzenreiter aus Olvenstedt wartet, vertraut auch Schulke darauf, dass beim vorläufigen Highlight die Vorfreude gegenüber der Anspannung und Nervosität überwiegt: „Wir haben unfassbar Bock auf das Spiel in Biederitz.“
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SV Eiche 05 Biederitz vs Post SV Magdeburg

26:16 – „Eine Entwicklung ist zu sehen“

Die weibliche E- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz setzte sich im Heimspiel gegen den Post SV Magdeburg souverän mit 26:16 (14:7) durch. Die SVE- Mädels starteten bereits in den zehn Anfangsminuten mit einer 8:2- Führung durch, obwohl ihre spätere Haupttorschützin Greta Krüger, sie half unmittelbar zuvor bei der männlichen E- Jugend aus, noch gar nicht mitwirkte. „Es war schön mitanzusehen, wie sich alle eingebracht haben. Eine Entwicklung ist in den letzten Wochen fraglos zu erkennen“, fasste der Biederitzer Trainer Alexander Jantz später zufrieden zusammen. Bis zum Seitenwechsel erhöhte der SVE- Nachwuchs das Polster noch etwas auf 14:7, ehe auch im zweiten Spielabschnitt alle Akteure zu reichlich Einsatzzeiten kamen. Ein grundsolides und schön anzusehenes Zusammenspiel sorgte schließlich für einen verdienten 26:16- Erfolg, bei dem Frida Baumgartl ihren ersten Saisontreffer erzielen konnte.

Biederitz: Eilert (3), Grundel- Kawano, Altmann, Spring, Boos (3), Gehrke, Schulze, Haeßler, Jantz (3), Krüger (14), Baumgartl (1), Rabe (2)

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TSG Calbe/Saale vs SV Eiche 05 Biederitz

30:34 – Der Fehlerteufel war zu fleißig

Die männliche C- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz unterlag beim Gastspiel an der Saale der gastgebenen TSG Calbe am 30:34 (13:17). Nach fünfzig intensiven Minuten blieb im Anschluss auf Biederitzer Seite festzustellen, dass die eigenen Angriffsbemühungen von zu vielen Fehlern begleitet waren. „Wir vertendeln Bälle, leisten uns Fehlpässe und haben zudem eine schlechte Wurfquote“, brachte es der Biederitzer Verantwortliche Thomas Reim realistisch auf den Punkt. Nach anfänglicher 7:5- Führung drehte der TSG- Nachwuchs mit einem 4:0- Lauf die Partie, ehe die Gastgeber nach dem 13:11 (20.) einen weiteren Zwischenspurt zum 17:11 einlegen konnten. Timo Reim und Luca Stielke stellten schließlich den 17:13- Pausenstand her. Nach dem Seitenwechsel agierten die Biederitzer dann insgesamt mehr auf Augenhöhe, so dass der zweite Durchgang ausgeglichen gestaltet werden konnte. „Wir waren auf der Torhüterposition etwas besser unterwegs, haben gekämpft und konnten zudem einige Konter fahren“, erinnerte sich Reim, der allerdings im Laufe der Partie auf Spielmacher Hardy Laabs mit Nasenbluten verzichten musste. Auch deshalb stand schließlich eine vermeidbare 30:34- Niederlage zu Buche, die an diesem Tag nicht unverdient daher kam.

Biederitz: Danisch, Bierdümpfl – Wontraba, Laabs (6/1), Stielke (5), Faber, Bartz (10/1), Kalsdorf, Berger, Burgold (2), Reim (2), Bruchno (1), Dammaß (4)

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HV Wernigerode vs HSG Ehle

Defensiv nicht auf der Höhe

Mit wem das Oberliga- Gastspiel der männlichen Handball- A- Jugend der HSG Ehle am Sonnabend in Wernigerode stand und fiel, war leicht zu beantworten. Bis zur 13:12- Führung der Gäste nach 16 Minuten hatte Timo Leine vier seiner insgesamt fünf Treffer erzielt. Dann wurde der offensive Wirbelwind der Gäste vom HVW mit einer Manndeckung bedacht. „Leider konnten wir diese Herausnahme im Rückraum nicht kompensieren und auch der Torhüter der Gastgeber kam immer besser ins Spiel“, schilderte Ramon Göhring aus dem Trainerteam der HSG, die mit einer 35:45 (18:21)- Niederlage im Gepäck zurückkehrte. 80 Treffer in 60 Minuten zeugten nicht nur von einem hohen Tempo, sondern stellten auch den Abwehrreihen kein sonderlich gutes Zeugnis aus. Vor die Leistungsträger- Achse der Gastgeber, Johann Hahne (20 Treffer), Robin Dunkel (fünf) und Dustin Steube (vier), bereitete der Gästebank Kopfzerbrechen. „Defensiv haben wir es leider insbesondere gegen die drei Jungs nicht gut gelöst, weshalb der Wernigeröder Sieg auch in Ordnung ging“. Immerhin: Die kämpferische Einstellung der Gäste aus Gommern und Biederitz passte. Bis zur 44. Minute begrenzten sie den Rückstand auf fünf Treffer (27:33) und auch nachdem der HVW auf 37:28 davonzog (51.), kämpfte sich die HSG noch einmal auf 33:41 heran (57.). Genutzt hat es am Ende jedoch nichts und so richten sich die Blicke auf den 22. November und 13. Dezember voraus, wenn Wernigerode und die HSG Börde im Verfolgerduell aufeinandertreffen. Dazwischen am 30. November, sind die Oscherslebener dann zu Gast in der Eintracht- Sporthalle. „Und danach wissen wir, was im Saisonverlauf noch möglich ist.“

HSG Ehle: Wohl, Schuster – L. Steinweg (8), Göhring (6), Kalsdorf (1), Hartmann, Gröbe (2), Ribbert (5), Leine (5), Janke (8/2)

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