Liga: Verbandsliga Nord

SG Seehausen vs SV Eiche 05 Biederitz

24:36 – Lehrstunde in der Altmark

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz mussten sich bei der SG Seehausen nach einem 10:17- Halbzeitrückstand am Ende mit 24:36 geschlagen geben. Spätestens in Hälfte zwei wurde es eine „Lehrstunde“ für die Gäste, die es an so ziemlich allen Grundtugenden vermissen ließen.

Das klare Ergebnis spricht natürlich für sich, doch die reine Niederlage selbst dürfte den Biederitzer Trainer Peter Pysall noch am wenigsten geärgert haben. „Die Zahlen sind das eine, aber der fehlende Teamgeist, kein Miteinander und so gut wie kein Zugriff in der Deckung das andere“, gab sich der Biederitzer Verantwortliche kurz nach dem Schlusspfiff in der Altmark riesig enttäuscht. „Ich dachte eigentlich, dass wir weiter sind.“
In der Tat hielten die Gäste lediglich in der Anfangsviertelstunde so einigermaßen mit. Da führten die Gastgeber lediglich mit 7:6, ehe ein kleiner erster Zwischenspurt zum 10:6 die eindeutige Richtung der verbleibenen Spielzeit vorgeben sollte. In der Folge verloren die Gäste den Spielfaden, was sicherlich auch einige Zeitstrafen begünstigten. So setzten sich die SG- Handballer bis zur 25. Minute auf 15:8 ab, weil auf Seiten der Gäste jegliche Durchschlagskraft fehlte. „Im Angriff haben wir allein 14 Fehlwürfe in Durchgang eins zu stehen“, handelte Pysall die aussichtsreichen Situationen im Angriff ähnlich negativ wie in der Vorwoche schnell ab. Beim Stand von 17:10 wurden schließlich die Seiten gewechselt.
Die erhoffte Besserung im zweiten Spielabschnitt blieb dann vollends aus. Weiterhin fehlte den Biederitzern die nötige Tiefe im Angriff und im Abschluss wurde der gewiss nicht schlechte Seehäuser Schlussmann regelrecht angeworfen. „Der Torhüter ist schon in der Ecke und wir werfen da auch noch hin“, bilanzierte das Biederitzer Protokoll anschließend eindeutig. So hatten die Altmärker nie wirklich große Mühe, den Vorsprung Schritt für Schritt gegen eine selten stimmige Biederitzer Hintermannschaft auszubauen. Nach dem 20:10 (35.) trafen die Gastgeber nach 44 Minuten zum 25:13 und hatten im eigenen Abwehrverhalten nur selten Schwerstarbeit zu leisten, da den Gästen wiederholt jegliche Tiefe und Durchschlagskraft fehlte. „Fraglos die schlechteste Leistung in der noch jungen Saison“, meinte SVE- Trainer Peter Pysall, der spätestens die zweiten dreißig Minuten als pure Lehrvorführung titulierte.
Die favorisierten SGS- Mannen setzten sich schließlich auch in der Höhe verdientermaßen mit 36:24 durch und halten damit Anschluss an das weiterhin verlustpunktfreie Spitzenduo BSV 93 Magdeburg und dem SV Irxleben, die am kommenden Wochenende in der Ehlehalle zu Gast sind.

Seehausen: Bretschneider – Philipp, Gose, Kiebach (6/1), Herzan genannt Bertram (9/3), Cornehl (4), Wille (4), Walenciak (5), Schrödter, Söhnel (6/1), Hahne (2)

Biederitz: Gronemeier, Tschirschwitz – Urban (6), Holzgräbe (2), Köster, Kinast, Herrmann, Held (2/1), Steinweg (5/3), Hartmann (2), Daßler (4), Lu. Exner, Eix (1), Schneider (2)

Siebenmeter: SGS 6/5, Eiche 4/4

Zeitstrafen: SGS 5, Eiche 9 + rote Karte Luca Exner in Minute 48:24 (3 x 2 Minuten)

Als Underdog nach Seehausen

Der Rangsiebte der Verbandsliga- Nord SV Eiche 05 Biederitz (4:4 Punkte) reist am Sonnabend zur SG Seehausen (3., 6:2). In der Wischelandhalle nehmen die Biederitzer ab 17:30 Uhr die Rolle des Underdogs ein.

Es ist mit Sicherheit keine Untertreibung, wenn der Biederitzer Trainer Peter Pysall vor dem Gastspiel in der Altmark von einer äußerst schweren Aufgabe spricht. Immerhin haben sich mit der SG Seehausen und der HSG Osterburg zwei Mannschaften zusammengefügt, die jahrelang schon jeder für sich ein schweren Brocken darstellten. „Wir haben uns intensiv auf die hohe Hürde vorbereitet, aber die Favoritenrolle liegt schon klar bei den Gastgebern“, sieht Pysall seine Sieben aber fraglos auch mit Außenseiterchancen. Natürlich muss dann einiges deutlich besser laufen als am zurückliegenden Wochenende, wo zumindest die unbändige Moral noch mit einem Teilerfolg im Heimspiel gegen den SV Langenweddingen ein nahezu versöhnliches Ende fand. „An der Einstellung hat es noch nie gelegen. Wir müssen unsere Chancen reinmachen und natürlich in der Deckung über die gesamte Spielzeit wieder ein Miteinander finden“, reißt Pysall die Baustellen im Kader klipp und klar an.
Einige weitere Probleme bzw. zumindest Fragezeichen wirft die Biederitzer Formation auf. Nach dem rüden Einsteigen gegen Rechtsaußen Philip Wohl am letzten Sonnabend steht hinter ihm ebenso ein Fragezeichen wie hinter Torhüter Michael Tschirschwitz, der noch immer auf sein Debüt zwischen den Pfosten wartet. Dieses absolviert hatte zuletzt immerhin Max Held, doch auch er steht angeschlagen noch auf der Kippe.
Die SG Seehausen ist mit drei Siegen und einer Niederlage fast wunschgemäß in die neue Serie gestartet. Die 24:30- Niederlage beim Absteiger aus der Sachsen- Anhaltliga Post SV Magdeburg kam gegen einen ebenso starken Gegner nicht gänzlich überraschend und kristallisierte sich erst in der Schlussviertelstunde heraus. Neben den klaren Erfolgen gegen die HSG Altmark/West (34:22) zum Saisonstart und dem 33:18 zuletzt bei der HSG Börde gesellt sich noch der hauchdünne 31:30- Heimerfolg vor zwei Wochen gegen den Liganeuling FSV 1895 Magdeburg hinzu. Damals nutzten die Altmärker eine Überzahl in den beiden Schlussminuten und wandelten so einen 28:30- Rückstand noch in einen Doppelpunktgewinn um. Obwohl der FSV aus Magdeburg sicherlich ein enorm starken Liganeuling ist, sollte diese Tatsache den Biederitzern auch Mut machen. Wenn sie sich auf ihr Spiel konzentrieren und ihre fraglos vorhandenen Stärken über die gesamte Spielzeit abrufen, ist die Rolle des Underdogs vielleicht doch gar keine so schlechte…

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SV Eiche 05 Biederitz vs SV Langenweddingen

Mit toller Moral Remis gerettet

Der Handball- Verbandsligist SV Eiche 05 Biederitz hat nach einem 13:16- Halbzeitrückstand gegen den Aufsteiger SV Langenweddingen noch einen Zähler erkämpfen können. Beim hochdramatischen 30:30- Unentschieden trafen die Rückraumspieler Till Schneider und Bennet Daßler jeweils siebenmal.

Als Philip Lücke mit seinem elften Treffer 125 Sekunden vor Ultimo das 30:27 für die Gäste aus der Börde erzielte, glaubten nur noch die wenigsten Zuschauer an etwas Zählbares für die Gastgeber, die lediglich mit einer Ausnahme stets einem Rückstand im zweiten Heimspiel hinterher liefen. Die Biederitzer Bank hatte längst eine stets offensivere Deckungsarbeit ausgerufen, die in der entscheidenen Phase schließlich die Fehler auf Seiten der Gäste hervorriefen. So gelang zunächst Linksaußen Robin Urban innerhalb von 33 Sekunden der Anschluss zum 29:30, ehe der stark aufspielende Till Schneider das vielumjubelte 30:30 erzielen konnte. „Was Moral und Einsatz angeht, wiederhole ich mich jede Woche, denn diese stimmt. Also Glückwunsch zu diesem Teilerfolg an die Mannschaft“, meinte der Biederitzer Trainer Peter Pysall nach der überaus hektischen Schlussphase.
In diese Situation des ständigen Hinterherlaufens hatten sich seine Schützlinge bereits im ersten Spielabschnitt gebracht. „Da fabrizieren wir 13 Fehlwürfe und lassen die Bissigkeit in der Abwehr vermissen.“ So führten die Gäste, die zahlreiche erfahrene „Hasen“ in ihrem Aufgebot hatten, nach einer Viertelstunde mit 8:4 und profitierten dabei von einer Biederitzer Hintermannschaft, wo das nötige Aushelfen oftmals fehlte. Die Bördehandballer bestimmten zudem das (langsame) Tempo und blieben vor allem über die Rechtsaußenposition abgeklärt bei ihren Abschlüssen. So stand nach 21 Minuten ein 6:13- Rückstand für die Biederitzer zu Buche, denn diese hatten sich längst dem behäbigen Spiel des SVL anstecken lassen. Nach dem 15:10 und 16:11 der Gäste konnten bis zur Halbzeit Christian Kinast und Philip Wohl zumindest in etwa den so wichtigen Anschluss herstellen.
Unmittelbar nach dem Wiederbeginn nutzten die Gastgeber die doppelte Überzahl nur ungenügend zum 14:16 durch Bennet Daßler per Strafwurf. Nach dem 19:16 der Langenweddinger war es Till Schneider mit einem Dreierpack praktisch im Alleingang, der seine beherzt kämpfenden Farben beim 19:19 wieder auf Augenhöhe brachte. Auch den 19:21- Rückstand machten der debütierende Max Held und wiederum Kinast zum 21:21 nach einer Dreiviertelstunde wett. Dem schloss sich eine siebenminütige Phase an, in der ausschließlich Treffer vom ominösen Siebenmeterpunkt erzielt wurden. Da der Gastgeber in diesem Duell einmal auf der Strecke blieb, konnte Philip Lücke nach 54 Minuten aus dem Feld heraus auf 25:23 erhöhen. Ein Doppelschlag von Mathias Knorr ließ den Rückstand fünf Minuten vor dem Schlusspfiff sogar auf vier Treffer anwachsen, was auch nach dem 24:28 noch Bestand hatte. Dem 26:28- Anschluss, Till Schneider und Robin Urban trafen, ließ Fabian Thürmer das 29:26 folgen. Robin Urbans Treffer zum 27:29 begegneten die Gäste mit dem eingangs beschreibenen 30:27…
„Wir haben uns diesen Zähler redlich verdient, da wir nie aufgesteckt haben. Aktuell gelingt es uns stets aber nur in einer Halbzeit, unsere Vorgaben mehr oder weniger durchgängig auf die Platte zu bekommen“, meinte der Biederitzer Coach Peter Pysall, der zudem lobende Worte für seinen Kapitän Stefan Köster und dem im Aufwind befindlichen Rückraumspieler Moritz Steinweg hatte.

Biederitz: Gronemeier, Le. Exner – Urban (4), Holzgräbe, Köster (2), Kinast (2), Herrmann, Lu. Exner, Held (1), Steinweg (5), Schneider (7), Wohl (2), Daßler (7/6), Eix

Langenweddingen: Pfahl – Thürmer (5/1), Lücke (11), Knorr (11/7), Zander, Senkler, Peuser, Deutscher, Axmann, Wundrack, Kolm (2), Kleinert

SV Eiche 05 empfängt Aufsteiger SVL

Im zweiten Heimspiel empfängt der Handball- Verbandsligist SV Eiche 05 Biederitz (7., 3:3 Punkte) am Sonnabend um 17:30 Uhr den Liganeuling SV Langenweddingen (11., 2:4). Die Gastgeber wollen sich natürlich für die hohe 21:29- Niederlage beim BSV 93 Magdeburg rehabilitieren und in die Erfolgsspur zurückkehren.

Das Wort Kompaktheit spielte am zurückliegenden Wochenende und auch in den Trainingseinheiten unter der Woche eine große Rolle an der Ehle. „Wir müssen diese unbedingt im Deckungsverbund wieder herstellen. Gerade in den zweiten dreißig Minuten haben wir da beim BSV viel vermissen lassen“, legt der Biederitzer Trainer Peter Pysall großen Wert auf die Abwehrarbeit als gesamtes Team. Auch die Thematik Chancenverwertung ist weiterhin ein Großes bei den Biederitzern, die beim aktuellen Tabellenführer gerade einmal 21 Treffer erzielen konnten. Grundsätzlich fehlt aktuell in der Biederitzer Mannschaft auch noch die Kaderbreite, denn der ein oder andere Spieler ist weiterhin auf der Suche nach seiner Form aus der Schlussphase der abgelaufenen Spielzeit. „Da ist bei einigen noch gewaltig Luft nach oben. Aber wir sind auf einem guten Weg…“, deutet Pysall schon noch mehr Potential im Biederitzer Aufgebot an.
Einen kapitalen Fehlstart abwenden konnte dagegen am zurückliegenden Wochenende der anstehende Kontrahent aus Langenweddingen, der viele Jahre lang in diversen Ligen Dauergast in der Biederitzer Ehlehalle war und nach kurzer Abwesenheit (Bezirksliga/West) zusammen mit der Reserve der TSG Calbe in die Verbandsliga zurückkehren konnte. Nach dem heftigen Auftaktniederlagen daheim gegen den Post SV Magdeburg (21:31) und beim Mitaufsteiger FSV 1895 Magdeburg (24:33) gelang im Derby gegen die HSG Börde ein verdienter 31:26- Erfolg.
„Ich weiß über den Kontrahenten wenig bis gar nichts. Aber wir wollen uns sowieso auf uns konzentrieren und unser eigenes Spiel durchbringen“, gibt Pysall die Richtung klar und deutlich vor. Dabei hat er aktuell noch einige Fragezeichen im Kader. So stehen hinter Florian Wentzel und Philip Wohl ebenso Fragezeichen wie hinter Schlussmann Michael Tschirschitz und Max Held, die bisher noch kein Pflichtspiel in der noch jungen Spielzeit bestreiten konnten.

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BSV 93 Magdeburg vs SV Eiche 05 Biederitz

Erste Saisonniederlage im Spitzentreffen

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz mussten im Spitzenspiel beim ambitionierten BSV 93 Magdeburg ihre erste Saisonniederlage einstecken. Nach ausgeglichener erster Hälfte (11:11) stand schließlich eine derbe 21:29- Niederlage zu Buche.

„Wir müssen das Ergebnis heute so akzeptieren“, meinte der Biederitzer Trainer Peter Pysall am Sonntagvormittag, als ihm die sechzig Minuten des Vortages in der Landeshauptstadt durch den Kopf gingen. „Die erste Halbzeit war über weite Strecken in Ordnung, aber dann war trotz vieler Versuche in der Abwehr nichts mehr zu holen.“
Dabei legten die Biederitzer beim BSV 93 eine gute Startphase hin und führten nach einer Viertelstunde mit 7:3. Ausschlaggebend dafür war eine gute Deckungsarbeit mit einem starken Andy Gronemeier zwischen den Pfosten. In doppelter Überzahl agierend schlossen die Gastgeber kurze Zeit später zum 7:8 (19.) auf und waren fortan in Schlagdistanz. „Bis zu diesem Zeitpunkt hat die Abwehr hervorragend harmoniert, ist dann aber mehr und mehr ins Schwimmen gekommen“, erinnerte sich Pysall an die Schlussphase des ersten Durchganges, in dem die Olvenstedter nach dem 9:11 (25.) noch Gleichwertigkeit zum 11:11 erzielen konnten.
Den besseren Start in Hälfte zwei hatten dann die BSVler, die durch Stephan Schmidt und Till Wagner ein 13:11 vorlegen konnten. Dem 13:12 durch Robin Urban, dieser fehlte aufgrund seiner zwei früh bekommenen Zeitstrafen oftmals sichtlich in der Abwehr, ließen die Olvenstedter nach 34 Minuten das 15:12 folgen. Auch die genommene Auszeit der Biederitzer Bank sollte im weiteren Verlauf keine Früchte tragen, da unter anderem viele aussichtsreiche Möglichkeiten ungenutzt blieben. So konnte sich der BSV 93 weiter auf 19:14 (37.) absetzen und seine spielerische Klasse unter Beweis stellen. „Dazu kommt sicherlich auch, dass meinen Spielern die Herangehensweise der Schiedsrichter zu Denken gegeben hat. Davon haben wir uns wiederholt ablenken lassen“, spielte Pysall auf die immerhin neun Zeitstrafen an, die an die Biederitzer Farben verteilt wurden.
In der verbleibenen Spielzeit versuchten es die Gäste noch mit veschiedenen Abwehrvarianten, welche aber alle im Sand verliefen, da der Gastgeber wiederholt regelrecht durchmarschieren konnte. Erneuter Lichtblick war auf Seiten der Biederitzer das Torhütergespann Andy Gronemeier/Leon Exner, was laut Pysall die einzige Konstante mit Biederitzer Kader darstellte. „Ansonsten suchen viele Akteure noch ihre Form und Sicherheit aus der Rückrunde der letzten Saison“, hielt der SVE- Coach auch mit Kritik nicht hinterm Berg.
So setzten sich die Gastgeber auch in der Höhe völlig verdient mit 29:21 durch und grüßen mit nunmehr 6:0 Punkten von der Tabellenspitze. „Wir haben heute zu oft unsere Kompaktheit vermissen lassen. Daher geht das Ergebnis vollauf in Ordnung“, war man sich auch im Biederitzer Lager einig.

BSV 93: Finger – Wagner (2), Evers (3), Scheerenberg (8), Strobel, Hampel (2), Köllner (1/1), Bade (4/2), Koine, Wanzek (2), Köppe (1), Walter, Spiess, Schmidt (6/2)

Biederitz: Gronemeier, Le. Exner – Urban (6), Wiedon (2/1), Köster, Kinast, Herrmann (1), Steinweg (1), Schneider (2), Wohl (1), Hartmann (1), Daßler (6), Lu. Exner, Eix (1)

Zeitstrafen: BSV 6 + rote Karte Köppe nach 3 x2 Minuten, Eiche 9

Siebenmeter: BSV 8/5, Eiche 3/1

Spitzentreffen in der Landeshauptstadt

Am Sonnabend muss der Handball- Verbandsligist SV Eiche 05 Biederitz (4., 3:1 Punkte) zum Spitzenspiel in die Landeshauptstadt Magdeburg reisen. Um 18 Uhr heißt es dann, beim mit zwei Siegen gestarteten Tabellenführer BSV 93 Farbe zu bekennen.

Neben dem SV Irxleben und dem Absteiger Post SV Magdeburg sind beide aufeinandertreffenden Mannschaften nach zwei absolvierten Partien noch ungeschlagen in der Liga. Die Mannen um Trainer Mark Illig sind wunschgemäß in die neue Serie gestartet und konnten nach dem 27:21- Auftakterfolg gegen den Aufsteiger FSV 1895 Magdeburg mit einem imponierenden 33:18 bei der HSG Börde nachlegen. Auch die Biederitzer dürften mit ihren aktuell 3:1 Zählern nicht unzufrieden sein, auch wenn der zuletzt erzielte 32:25- Heimerfolg gegen die Reserve des SV Oebisfelde durch die formgerechte Wertung des Staffelleiters aufgrund eines nicht einsatzberechtigten Akteurs auf Seiten der Gäste etwas zu verblassen droht.
„Wir rechnen uns schon etwas aus. In der letzten Saison haben wir beide Begegnungen nur denkbar knapp verloren“, gibt der Biederitzer Trainer Peter Pysall zu verstehen und hat dabei die 27:28- Heim- als auch die 21:22- Auswärtsniederlage im Hinterkopf. Dabei rechnet Pysall zudem auf ein temporeiches Spiel: „Sie werden sicherlich mit aller Konsequenz auf das Gaspedal treten.“
Für die Biederitzer, die sich wiederum eine große Unterstützung in der Fremde erhoffen, wird es aber in erster Linie darum gehen, auf sich zu schauen. Fraglos steht dabei weiterhin die Chancenverwertung ganz oben auf der Agenda, welche aber im zweiten Spielabschnitt gegen die SVO- Reserve sichtbar eine Formverbesserung bereit hielt. Ebenso wird die Abwehr gefordert sein und darf sich nicht erneut einige Kunstpausen erlauben, wie dies am zurückliegenden Wochenende vor allem in den ersten dreißig Minuten wiederholt zu beobachten war.
„Wir müssen das tun, was uns zuletzt stark gemacht hat. Gelingt uns dies auch konstanter und womöglich über die gesamte Spielzeit, dann sind wir in Olvenstedt nicht chancenlos“, weiß Trainerfuchs Peter Pysall um die Stärken seiner Schützlinge. Man darf also gespannt sein, wer am Sonnabendabend nach dem Spitzenspiel in der Landeshauptstadt noch immer ungeschlagen ist.

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SV Eiche 05 Biederitz vs SV Oebisfelde 1895 II

Wertung des Biederitzer Sieges

Die Gäste des SV Oebisfelde II haben am zurückliegenden Wochenende beim Gastspiel in Biederitz einen jugendspielberechtigten Sportfreund eingesetzt, der allerdings noch keine Berechtigung für den Erwachsenenbereich hatte. „Die Spielwertung gegen den SV Oebisfelde 1985 II erfolgt gemäß §50 Abs. 1 Buchst. h)SpO DHB und gilt für SV Eiche 05 Biederitz mit 2:0 Punkten und 0:0 Toren gewonnen“ war vom in Vertretung befindlichen Staffelleiter SAL Männer Florian Ulrich zu erfahren. Für die Biederitzer Verbandsligahandballer spielt diese Wertung lediglich eine untergeordnete Rolle, hatten sich doch ihr erstes Heimspiel mit 32:25 siegreich gestalten können.

Leistungssteigerung bringt ersten Saisonerfolg

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben bei der Heimpremiere gegen die zweite Vertretung des SV Oebisfelde ihren ersten Saisonerfolg eingefahren. Bennet Daßler war mit acht Toren, davon vier verwandelte Strafwürfe, bester Schütze beim verdienten Sieger.

Dabei liefen die ersten dreißig Minuten vor heimischer Kulisse längst nicht nach Wunsch. „Wir konnten das Spiel des Gegners zu oft nicht unterbinden, da wir in der Abwehr viel zu passiv agiert haben“, blickte SVE- Trainer Peter Pysall eher kritisch auf die erste Halbzeit zurück. In dieser sahen sich die Gastgeber nach anfänglicher Führung (2:1) beim 6:7 nach zwölf Minuten erstmals im Rückstand. Da auch in Sachen Chancenverwertung anfangs viel Luft nach oben war, gestaltete sich das gesamte Spiel sehr zerfahren und fehlerhaft auf beiden Seiten. Bis zur 18. Minute drehten die Biederitzer zwar wieder den Spieß um (10:9), doch auch in der Folgezeit verhinderten Unkonzentriertheiten ein Absetzen des Gastgebers. Auch der laute Aufruf „Aufwachen“ der Biederitzer Bank sollte bis zur Halbzeitsirene nicht mehr fruchten, denn nach dem 13:12 per Konter durch Linksaußen Robin Urban verpassten es die Hausherren gleich viermal in Serie, sich mit zwei Toren vom Kontrahenten abzusetzen. Die knappe 14:13- Führung zur Pause stellte schließlich Bennet Daßler vom Siebenmeterpunkt her.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber dann wie ausgewechselt aus der Kabine. Eine deutlich formverbesserte Deckung und eine konsequente Chancenverwertung hatte nach 35 Minuten vor 110 begeisterten Zuschauern eine komfortable 18:13- Führung zur Folge. Dem 19:13 (Nachwurf Max Wiedon) folgte das wohl schönste Tor des Tages. Philip Wohl rettete den Ball per Rückhandwurf vor dem Aus und bediente direkt Robin Urban, der erstmals eine Siebentoreführung (20:13) nach 37 Minuten herstellen konnte. Nach dem 21:14 blieben einige Angriffe ungenutzt, so dass die Oebisfelder auf 21:16 (42.) verkürzen konnten. Philip Wohl sorgte aber nur kurze Zeit später per Doppelpack wieder für klarere Verhältnisse. Bis zur 48. Minute schraubten dann die nun auch spielerisch überzeugenden Gastgeber den Vorsprung sogar auf 27:18 nach oben, ehe sich wieder kleinere Schnitzer in das Biederitzer Angriffsspiel einschlichen. „Was wir seit Wiederanpfiff bis ca. zehn Minuten vor Schluss im Angriff abgeliefert haben, war absolut in Ordnung. Danach war wieder zu viel Hektik drin…“, lobte und kritisierte Pysall zugleich. So konnten die Gäste in der Schlussphase noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben, ohne aber der trotz zwölf Zeitstrafen nie unfairen Begegnung noch eine Wendung zu verleihen. Auf Biederitzer Seite sorgten die Gebrüder Exner noch für einige Aha- Effekte. Während Rechtsaußen Luca doppelt traf, konnte Torhüter Leon einen Siebenmeter für seine Mannschaft, die wiederum in Sachen Kampf nichts vermissen ließ, entschärfen.
Am Ende setzten sich die Biederitzer verdientermaßen mit 32:25 durch und feierten den ersten Doppelpunktgewinn. „Es waren erneut hervorragene Aktionen dabei, doch unser Schwerpunkt bleibt weiterhin die Chancenverwertung“, meinte SVE- Coach Peter Pysall, der zudem Kapitän und Abwehrspezialist Stefan Köster, dieser ging angeschlagen in die Partie, und den wieder genesenen Linksaußen Christian Kinast heraushob. Auch die kurzfristigen Ausfälle von Max Held, Daniel Bahr und Torhüter Michael Tschirschwitz ließ der Biederitzer Verantwortliche nicht unerwähnt.

Biederitz: Gronemeier, Le. Exner – Urban (5), Holzgräbe, Wiedon (4), Köster (1), Kinast (5), Wentzel (1/1), Steinweg (1), Schneider (1), Wohl (3), Daßler (8/4), Lu. Exner (2), Eix (1)

Oebisfelde: Köhler, Wehr, Ganselweit – Keller (7), Hanke (2/1), Meinel (3), Oraschewski (2), Lex (4), Kalupke (6), Pogadl,Truhn (1)

Siebenmeter: Eiche 9/6, SVO 2/1

Zeitstrafen: Eiche 4, SVO 8

Heimspielpremiere gegen SVO- Reserve

Der Handball- Verbandsligist SV Eiche 05 Biederitz feiert am Sonnabend um 17:30 Uhr seine Heimspielpremiere gegen die zweite Vertretung des SV Oebisfelde. Gelingt der erste Doppelpunktgewinn in der noch jungen Spielzeit?

Der Biederitzer Trainer Peter Pysall war grundsätzlich nicht unzufrieden mit dem Teilerfolg vor einer Woche bei den heimstarken Bördehandballern des SV Wacker Westeregeln, doch ein wenig Wehmut ob des verpassten weil möglichen Auswärtserfolges dürfte dennoch aufgekommen sein. „Wir lassen neben sieben Strafwürfen weitere Hundertprozentige liegen. Natürlich war ein voller Erfolg im Bereich des Machbaren“, gab die Analyse des Saisonauftaktes unmissverständlich preis. Andererseits hätte das Gastspiel in Westeregeln auch in die ganz andere Richtung gehen können, so dass der erzielte Teilerfolg als eben solcher verbucht wurde.
Nun gilt es natürlich um so mehr, im ersten Heimspiel der Saison mit einem Doppelpunktgewinn nachzulegen. Doch die anstehende Aufgabe SV Oebisfelde II dürfte nicht einfach werden, auch wenn sich die Truppe um Trainer Tobias Stefani nach einigen Kaderveränderungen zunächst lediglich den Klassenerhalt auf die eigenen Fahnen geschrieben hat. Nach vier internen Neuzugängen neben Lustin Klopp (von HSG Altmark/West) aus der eigenen B- Jugend steht beim SVO zunächst die Weiterentwicklung der Mannschaft im Vordergrund und somit ist das Saisonziel bei allerdings größerem Konkurrenzkampf durchaus nachvollziehbar. Wie unangenehm die Aufgabe Oebisfelde jedoch sein kann, haben die Biederitzer in der abgelaufenen Spielzeit gleich zweimal erfahren dürfen. So folgte dem knappen 21:20- Heimerfolg vor elf Monaten im Februar eine empfindliche 23:29- Niederlage in der „Hans- Pickert“- Sporthalle.
Natürlich ist den Biederitzern bewusst, dass gerade in Sachen Chancenverwertung eine Steigerung her muss. Aber ein weiterer Aspekt ist für den Biederitzer Coach Peter Pysall wichtig: „Wir müssen bei uns bleiben. Äußere Einflüsse wie Zuschauer oder Schiedsrichter dürfen uns nicht interessieren, weil sie uns ablenken“, gab der erfahrene Trainer schon nach dem Saisonauftakt in Westeregeln zu verstehen. Einen kleinen, aber längst nicht unwichtigen Aspekt können die Biederitzer schon vorab für sich verbuchen. Während die SVE- Mannen bereits ein Pflichtspiel hinter sich haben, absolvieren die Oebisfelder in der Ehlehalle ihre Pflichtspielpremiere, da ihr Heimspiel gegen die HSG Börde unlängst in den Dezember verlegt wurde. In Sachen Spielpraxis also Vorteil SV Eiche 05.

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SV Wacker 09 Westeregeln vs SV Eiche 05 Biederitz

Gerechte Punkteteilung zum Auftakt

Zum Auftakt der Handball- Verbandsliga haben sich Wacker Westeregeln und der SV Eiche 05 Biederitz beim 28:28 (16:13) die Punkte geteilt. Im Lager der Gäste war man nicht unzufrieden, doch allein sieben (!) vergebene Strafwürfe belegen, dass mehr möglich gewesen wäre.

„Wir müssen ganz klar auf uns gucken. Machen wir hier nur die Hälfte aller Möglichkeiten rein, gehen wir als Sieger vom Feld“, brachte es der Biederitzer Trainer Peter Pysall bei der ersten Analyse auf den Punkt. Die Gäste aus Biederitz begannen recht zäh, auch wenn dies am Zwischenstand von 4:4 nach sieben Minuten nicht ins Gewicht fiel. In der Folgezeit ergriff der Gastgeber das Geschehen und konnte eine 9:5- Führung (14.) herauswerfen. Mit der fälligen Auszeit versuchte die Biederitzer Bank, die Akteure besser auf das Gleis zu bringen, was wenig später auch phasenweise von Erfolg gekrönt war. So konnten Bennet Daßler und Neuzugang Maximilian Wiedon den 10:6- Vorsprung der Wackeren auf zwei Treffer (10:8, 16. Minute) einschmelzen. Einhergehend mit mehr Tempo sowie Tiefe im Angriff konnte Linksaußen Robin Urban nach 19 Minuten beim 10:11 den Anschluss herstellen. In der verbleibenen Spielzeit des ersten Durchganges waren dann wieder die Gastgeber am Zug, die gegen die auf 6:0 umgestellte Biederitzer Abwehr oft eine Lösung fanden, da sich diese zu oft als Einzelkämpferfraktion präsentierte. So konnten sich die Westeregelner auf 16:12 absetzen, ehe der gut aufgelegte Till Schneider mit seinem vierten Treffer das 13:16 erzielte, was natürlich im Biederitzer Lager die Hoffnung auf Zählbares ein Stück weit mehr näherte.
Nach dem Seitenwechsel fügte sich der eingewechselte Biederitzer Rückraumspieler Florian Wentzel mit zwei Toren in Serie zum 15:16- Anschluss (34.) wunschgemäß ein. Das 17:15 des Gastgebers konterten Robin Urban und wiederum Wentzel zum 17:17- Ausgleich. Moritz Steinweg netzte wenig später sogar zur ersten Führung der Gäste ein, die dann zunächst einen Strafwurf liegenließen, ehe Philipp Wohl sogar auf 19:17 erhöhen konnten. Kurze Zeit später egalisierten die Gastgeber die Biederitzer Führung und läuteten gleichzeitig eine sehr spannende Schlussviertelstunde ein. In dieser war es ein offener Schlagabtausch, in der bis zum 26:26 (56.) die jeweils knappe Führung ständig wechselte.
Den Gastgebern war es dann in Überzahl vorbehalten, durch ihren Haupttorschützen Jimmy Klockmann das 27:26 vorzulegen. Dem wichtigen Ausgleich durch Maximilian Wiedon folgte ein abermaliger Fehleversuch der Gäste vom ominösen Siebenmeterpunkt. Trotzdem waren es die Biederitzer, die in Person von Rechtsaußen Wiedon 36 Sekunden vor Ultimo das 28:27 vorlegen konnten. Im Gegenzug wehrten sich die Biederitzer dann nach Kräften, mussten allerdings nach zwei Freiwürfen doch noch den 28:28- Ausgleich durch Jimmy Klockmann einstecken.
„Wer sieben Strafwürfe nicht nutzt, darf sich nicht beschweren. Die Moral hat gestimmt, das ganze Miteinander auch“, fand Pysall, der dieses Unentschieden naturgemäß eher als Punktverlust empfand, dennoch versöhnliche Worte nach der gerechten Punkteteilung zum Saisonauftakt.

Westeregeln: Tiefert – Schönbein, Karpe (5), Beinhoff (3), Chrzan, Gorges (8/5), Meier, Klockmann (10), Großheim, Linke, Gromadka (1), Malig, Otto (1), Sera

Biederitz: Gronemeier, Tschirschwitz – Urban (5), Wiedon (5), Köster, Wentzel (5/2), Bahr, Steinweg (1), Schneider (4), Wohl (1), Hartmann, Daßler (6/1), Lu. Exner, Eix (1)

Scharfer Saisonstart in Westeregeln

Der Vorjahresfünfte SV Eiche 05 Biederitz vollzieht in der Verbandsliga- Nord am Sonnabend um 16 Uhr seinen Saisonauftakt beim heimstarken SV Wacker in Westeregeln, der die vergangene SErie auf Rang sechs abschloss. Spätestens dann gilt es, die Sinne für das Wesentliche zu schärfen und den oft genannten Hebel umzulegen.

Das Sprichwort mit der missglückten Generalprobe brauchen die SVE- Handballer nicht wirklich zu Rate ziehen, denn sie können es weitaus besser als am zurückliegenden Dienstag, wo der einzige Vorbereitungstest neben dem vereinseigenen Gedenkturnier gegen den Ligarivalen aus Irxleben knapp (21:22) danebenging. „Wenn wir an unsere Leistungen anknüpfen, mit der wir in der abgelaufenen Spielzeit sechs Siege in Folge einfahren konnten, ist mir nicht Bange“, weiß der Biederitzer Trainer Peter Pysall, der die neue Serie mit fast dem gleichen Kader bestreitet, wie das genannte letzte Spieljahr. Den Abgang vom erfahrenen Kreisläufer Andy Baltruschat konnten die Biederitzer mit Neuzugang Maximilian Wiedon (Rechtsaußen) mehr oder weniger 1:1 kompensieren. Im Gegensatz zur Vorsaison will der Biederitzer Trainer Peter Pysall zunächst mit 14 Akteuren den Auftakt in Angriff nehmen: „Die anderen Spieler sollen nach Möglichkeit in der neu gebildeten 2.Mannschaft reichlich Spielpraxis sammeln.“ Inwiefern es personell wirklich zur Bildung dieser „Reserve“ kommt, wird vereinsintern in der kommenden Woche besprochen. Zeit dafür ist indes reichlich vorhanden, denn die beiden vermeindlichen Auftaktgegner SV Irxleben III und SV Oebisfelde IV haben bereits vor dem Saisonstart ihre jeweiligen Mannschaften aus dem Spielbetrieb zurückgezogen.
Der Biederitzer Coach rechnet am Sonnabend mit einem bissigen Kontrahenten, der in den beiden letzten Duellen lediglich ein Teilerfolg gegen die Ehlehandballer verbuchen konnte. „Diese 1:3 Zähler wollen sie gerade vor eigener Kulisse vergessen machen. Nicht nur deshalb müssen wir vom Anpfiff weg Entschlossenheit und Kompaktheit an den Tag legen, sprich wir müssen gegenhalten“, erwartet Pysall einen heißen Tanz in der Westeregelner Sporthalle. Obwohl die Biederitzer nach der Punkteteilung in der Fremde (22:22) das Heimspiel mit 28:25 siegreich gestalten konnten, blieb vor allem die linke Rückraumachse in gefährlicher Erinnerung. Beleg dafür ist auch, dass sich mit Jimmy Klockmann der letztjährige Torschützenkönig mit 194 Treffern (10 pro Spiel) im Aufgebot der Wackeren befindet. Auch auf der Torhüterposition wusste der anstehende Kontrahent in den letzten Duellen durchaus zu überzeugen. Dies taten aber zuletzt auch die beiden Biederitzer Schlussmänner Andy Gronemeier und Michael Tschirschwitz, die sich trotz der knappen Testspielniederlage in beachtlicher Frühform präsentierten.
Sollten die Biederitzer Feldspieler dann am Sonnabend ihren Hintermännern nacheifern können, wäre gegen das eingangs angeführte Sprichwort sicherlich nichts einzuwenden…

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SV Eiche 05 Biederitz vs Güsener HC

Letzte Stunde vor den Ferien
Handball-Verbandsliga Biederitz bezwingt Güsener HC im letzten Saisonspiel mit 28:23 (12:13)
Der Weg von Eric Steinbrechers hat nach der Schlusssirene  noch einmal zum Zeitnehmertisch geführt. Dort schnappte er sich den Ball für eine kurze praktische Demonstration. Und erst versank das erste Fingerglied des Daumens ohne Kraftaufwand im Leder, dann klebte die verharzte Kugel an der Handfläche fest. Man konnte also leicht zur gleichen Einschätzung gelangen wie der Trainer der Güsener Verbandsliga-Sieben: „Ein vernünftiger Pass oder Wurf ist damit unmöglich.“
Die gerade erlittene 23:28 (13:12)-Niederlage beim SV Eiche 05 Biederitz auf den Zustand des Spielballs zurückführen wollte der GHC-Coach freilich nicht. Wohl aber relativierte sich der Umstand, dass auf beiden Seiten manches Zuspiel in den vorderen Zuschauerreihen landete und bis in die zweite Hälfte hinein eine gewisse Torarmut herrschte. Steinbrechers Gegenüber auf Seiten der Gastgeber, Peter Pysall, stellte dazu fest: „Im Angriff gab es noch Reserven.  Wir wollten ein bisschen vom Adrenalinpegel aus dem Gommern-Spiel (25:22, Anm. d. Red.) mit herüber nehmen. Einige der Jungs haben es vielleicht ein bisschen übertrieben und das Ganze ist in Nervosität umgeschlagen.“
Irgendwie konnte man seine Schützlinge aber auch verstehen: Letztes Saisonspiel, dazu noch einmal die große Kulisse, vor der man es besonders gut machen wollte. „Die Mannschaft hat sich den Zuspruch in den letzten Monaten aber auch verdient“, hob der Eiche-Coach hervor, der wie die Zuschauer eine Anfangsphase sah, die symptomatisch für den weiteren Abend verlief. So leuchtete nach zwölf Minuten gerade einmal ein 2:2 auf der Anzeigetafel auf, wobei auch die Torhüter dem Duell ihren Stempel aufdrückten. Während sich die Biederitzer auf Michael Tschirschwitz zwischen den Pfosten verlassen konnten, verdiente sich auf der Gegenseite Steffen Bonitz ein Lob von Steinbrecher: „Das war eine ganz starke Leistung. Steffen hat etliche geile Paraden gezeigt.“ So kam es nicht von ungefähr, dass die Gäste nach 4:6-Rückstand und ihrer ersten Auszeit (18.) die Zügel anzogen und bis zur Pause die Führung übernahmen.
Hatte der SV Eiche 05 anfangs auf eine 3:3-Abwehr gesetzt, die vor zwei Wochen den Weg zum Triumph über den Meister geebnet hatte, stellte Pysall recht schnell wieder auf eine 6:0-Formation um, da sich der ausfallgeplagte GHC aus dem Rückraum nicht so wurfgewaltig zeigte wie angenommen. „Die Schiedsrichter haben auf beiden Seiten viel laufen lassen. Biederitz hat das clever genutzt und uns mit seiner Aggressivität vor Probleme gestellt“, fasste Steinbrecher zusammen. So überflügelten die Gastgeber ihren Gegner vier Minuten nach Wiederbeginn und gaben nach dem 15:14 durch Moritz Steinweg die Regie nicht mehr ab.
Der 20:20-Ausgleich (53.) durch den erfolgreichsten Güsener Schützen Steffen Bretschneider war die letzte Gefahr für den Erfolg der Biederitzer, die letztlich auch von der breiteren Bank profitierten. „Dass nach hinten heraus die Kraft entscheiden würde, war uns klar. So konnten wir noch den einen oder anderen gegnerischen Fehler provozieren“, erklärte Pysall und der am Ende klare Erfolg gab seinem Team Recht. „Chapeau vor den Jungs, die im Verlauf der Saison gezeigt haben, dass sie immer mehr im Männerbereich ankommen. Wenn das Spiel in Gommern die Reifeprüfung war, haben wir nach heute das Abiturzeugnis in der Hand“, urteilte Eiches strenger Lehrmeister.
Und auch beim GHC, der die Ehlehalle trotz der abschließenden Pleite erhobenen Hauptes verlassen konnte, freute man sich über das Abklingeln der letzten Stunde vor den großen Ferien. Steinbrecher bekannte: „Man hat es zuletzt in den Spielen, aber auch in Sachen Trainingsbeteiligung immer mehr gemerkt: Die Luft ist nach dieser wirklich sehr langen Saison einfach raus.“ Eine Feststellung, die am Sonnabend also nicht im Hinblick aufs Material, sondern für alle Beteiligten galt.
Biederitz: Tschirschwitz, Le. Exner – Urban, Köster, Kinast (5), Freistedt, M. Steinweg (6/2), Schneider (1), Hartmann, Daßler (7), Lu. Exner (5), Eix (4)
Güsen: Bonitz – K. Haßbargen, D. Schulz (5/3), Teßmann (2), Lepper (3), C. Haßbargen (3), Ladwig (1), Keil, Geuder, C. Schulz, B. Steinbrecher (2), S. Bretschneider (7/1)
Siebenmeter: SVE 3/2 – GHC 4/4; Zeitstrafen: SVE 4 – GHC 4; Rot: Felix Eix (59., 3×2 Minuten) -Biederitz

Der GHC kommt: Ein Derby zum Abschluss/Ehrungen & Saisonabschlussfeier

Zum Saisonkehraus gibt es in der Biederitzer Ehlehalle am Sonnabend um 17 Uhr noch einmal ein Verbandsliga- Derby zu sehen, wenn der gastgebene SV Eiche 05 (5., 26:20 Punkte) den Rangneunten Güsener HC (17:29) erwartet. Für beide Mannschaften ist es das letzte Spiel in der langgezogenen Saison 2021/2022.

Der Faktor „Derby“ dürfte am Sonnabend in erster Linie die Zuschauer in die Biederitzer Ehlehalle locken, den rein tabellarisch ist für beide Vertretungen im Prinzip alles gelaufen. Während die Biederitzer mit einer beeindruckenden Siegesserie von fünf Begegnungen ihren fünften Tabellenplatz zementiert haben, sind auch für die Gäste aus Güsen nur noch kleine (unbedeutende) Änderungen im Abschlusstablo möglich.
„Auch wenn in der Tabelle nichts mehr geht, so wollen wir auch das letzte Spiel in eigener Halle siegreich gestalten. Natürlich hängt die Latte seit dem Sieg in Gommern sehr hoch, haben wir doch dort unsere Reifeprüfung abgelegt“, erinnert sich der Biederitzer Trainer Peter Pysall an das Gastspiel beim bis dato verlustpunktfreien Spitzenreiter vor zwei Wochen und erinnert sich da vor allem an die Minuten nach dem 16:17- Anschluss der Eintracht, wo seine Youngster kühlen Kopf bewahrt haben. Dieses Resultat ist natürlich auch in Güsen zur Kenntnis genommen worden: „Es wird schwer für uns. Nicht nur wegen des Erfolges bei der Eintracht spricht einiges für Biederitz. Wir wollen ordentlich Paroli bieten und nicht wieder wie zuletzt in Osterburg unter die Räder kommen“, meint der Güsener Trainer Eric Steinbrecher im Hinblick auf das Gastspiel an der Ehle.
Der GHC macht spätestens seit Mitte Februar eine schwere Zeit durch, denn bis auf die Siege gegen die stark dezimierten Postler (34:29) sowie bei der HSG Börde (38:36) wurden alle anderen Begegnungen verloren. „Zu begründen ist dies in erster Linie durch unsere gewichtigen Ausfälle im Rückraum. Wir versuchen dies nun aber in Biederitz zu kompensieren“, blickt Steinbrecher auf die finale und reizvolle Aufgabe der Saison.
Auf Biederitzer Seite ist die Stimmungslage verständlicherweise eine andere. �„Die Jungs haben gerade in der Rückrunde ein gewichtigen Schritt im Männerbereich machen können, obwohl sie teilweise sogar noch in der A- Jugend hätten spielen können. Außerdem ist der Zusammenhalt in der Truppe ein großes Plus“, weiß Pysall, der am Wochenende allerdings auf die ein oder andere Stammkraft krankheits- bzw. arbeitsbedingt verzichten muss.
„Die Güsener werden uns nichts schenken und soweit sind wir längst nicht, dass wir Punkte im Vorbeigehen holen“, warnt Pysall und erhofft sich eine erneute ordentliche Vorstellung seiner Mannschaft. Im Hinspiel im Oktober gab es in einer jederzeit spannenden Begegnung schließlich ein 26:26- Unentschieden. Schon da zeigte sich aber, dass auch Derbys eigene Gesetze haben können…
Der SV Eiche 05 weißt darauf hin, dass im Rahmen der Saisonabschlussfeier gegen 16:45 Uhr die überaus erfolgreichen Nachwuchsmannschaften der männlichen B- und D- Jugend vom Verein geehrt werden. In der Halbzeitpause werden laut Abteilungsleiter Klaus- Dieter Wolf zudem einige Mitglieder für ihre langjährigen Verdienste ausgezeichnet.

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SV Eintracht Gommern vs SV Eiche 05 Biederitz

Biederitz, wie es siegt und hüpft
Handball-Verbandsliga SV Eiche 05 düpiert Spitzenreiter Eintracht Gommern im Derby 
 
Robin Urban hat den Flugbegleiter in sich entdeckt. Zuverlässig setzte der Linksaußen zum Parallelsprung vom Kreis an, als die Teamkollegen zu den letzten Sprungwürfen des Abends abhoben. Sein Pendant auf der rechten Seite, Lukas Hartmann, war in der Schlussphase des Derbys ohnehin der menschgewordene Flummi an der Seitenlinie des SV Eiche 05 und auch Taktgeber in der anschließenden Jubeltraube. Sollte also im Nachgang des Samstagabends die Frage aufgekommen sein, wie es die Biederitzer Verbandsliga-Handballer zurück nach Hause geschafft haben, man dürfte nicht verwundert sein, wenn die Antwort lautete: hüpfend. Eine angemessene Art der Fortbewegung, schließlich hatten die Gäste zuvor dem SV Eintracht Gommern die ersten Minuspunkte der zu Ende gehenden Saison beschert und einen 25:22 (14:9)-Erfolg vor den mitgereisten Fans, die für Heimspiel-Atmosphäre sorgten, bejubeln dürfen.
Applaus gab es für die Gastgeber vom eigenen Anhang zwar auch, doch fiel dieser um Welten verhaltener aus. Der Traum vom makellosen Meisterjahr ohne Patzer war geplatzt. Offen geliebäugelt hatte  Sebastian Munter damit ohnehin in den letzten acht Monaten nie: „Wenn wir ehrlich sind, kann es kaum ein passenderes Spiel für die erste Niederlage geben. Unsere Sinne sind jetzt hoffentlich wieder geschärft. Es hat sich gezeigt, dass wir eben doch nicht die Überflieger sind. Allein mit Blick auf die Körpersprache haben wir 60 Minuten lang Anschauungsunterricht erhalten. Das war überragend von Biederitz“, zeigte der Eintracht-Coach Größe. Sein Gegenüber ist für ausuferndes Lob weniger bekannt und so blieb sich Eiche-Trainer Peter Pysall in der Nachbetrachtung treu: „Es ist bei uns noch nicht alles Gold, was glänzt. Aber Kompliment und Glückwunsch an die Jungs, die gegen den feststehenden Meister mehr als nur dagegengehalten haben.“
Abgesehen vom offensichtlich größeren Willen der Gäste einigten sich beide Seiten auf einen weiteren Faktor für den Derbysieg: „Wir wollten Gommern mit einer offensiveren Abwehr vor Probleme stellen und über körperliche Präsenz ihre Stärken in Sachen Größe und Wurfkraft eindämmen“, gewährte Pysall Einblicke in den Schlachtplan. Und die Gegenseite attestierte Gelingen: „Wir waren auf die Biederitzer 3:3-Deckung vorbereitet, aber hatten keine Mittel dagegen. Unser Gegner hat im eigenen Angriff die Tiefe gesucht und gefunden, wir dagegen haben es viel zu selten geschafft“, analysierte Munter. Tatsächlich ging auf Gastgeberseite von der ersten Minute an offensiv kaum etwas abseits vom Eins-gegen-Eins. Führten die Aktionen zum Durchbruch, stellten die Gäste aber in zweiter Verteidigungslinie einen starken Innenblock und hatten mit Michael Tschirschwitz einen Rückhalt, der das Torhüterduell klar für sich entschied.
Apropos Schlussmann: Zwar musste die Gegenseite auf seinen zuletzt glänzend aufgelegten Keeper Jonas Wucherpfennig verzichten und büßte zudem vor der Pause mit Frank Liebich weitere Wurfgewalt aus dem Rückraum ein, doch als mildernde Umstände taugten personelle Handicaps nicht. Denn auch bei den Biederitzern wurden mit Philip Wohl und Andy Baltruschat zwei tragende Säulen vermisst. Spielmacher Bennet Daßler ließ sich seine jüngste Fußverletzung zwar kaum anmerken, ging aber ebenso angeschlagen ins Duell wie Felix Eix. Dieser wurde in der Vorwoche von einer Magen-Darm-Grippe außer Gefecht gesetzt und stand dennoch am Sonnabend seinen Mann in einer Abwehr, die ihrem Namen vollauf gerecht wurde. Das 3:2 durch Timo Bleeck (9.) sollte so die einzige Gommeraner Führung im Spiel bleiben. Nachdem Till Schneider den Spieß beim 4:3 umgedreht hatte (9.), setzten sich die Biederitzer mehr und mehr ab. Der überragende Daßler warf mit vier Treffern in Folge nach 19 Minuten ein 10:6-Polster heraus, das die Seinen bis zur Pause auf fünf Treffer ausbauten.
Der zwischenzeitlich deutliche Vorsprung mochte beeindrucken, schmolz aufgrund einer stärkeren Phase des Spitzenreiters nach Wiederbeginn aber zusehends. Die Eintracht wirkte nun in der Deckung stabiler, musste im Angriff aber weiter für jeden Treffer schuften und wurde vom erfahrenen Schiedsrichtergespann Hagen Becker/Axel Hack nur selten mit Pfiffen bedacht, die eine Aufholjagd begünstigten. So staute sich unter den Gastgebern ein beträchtliches Maß an Wut an, der Joris De Vries nach einer Dreiviertelstunde mit dem 16:17-Anschluss ein geeignetes Ventil verlieh.
Es folgte in der Schlussphase die wohl bislang größte Reifeprüfung der Saison für den jungen Biederitzer Kader. Doch dieser nahm den Kampf an, zog sich an jeder gelungenen Aktion hoch und brach mit dem 24:20 durch Urban (58.) endgültig den Gommeraner Widerstand. „Eine starke Torhüterleistung in Verbindung mit der Abwehr war bis zum Ende unser Faustpfand“, befand Gästecoach Pysall und durfte kurz darauf ob des Überraschungserfolgs durchatmen. Das Jubeln und Hüpfen überließ er erwartungsgemäß seiner jungen Garde.
Gommern: Hartung, Pfahl, Biegelmeier – Ja. Wucherpfennig (4), Schröder (1), Leine (5/2), Prokop (3), De Vries (2), Wolter, Bleeck (4), Liebich (1), Jassmann, Alsleben, Kämpf (2)
Biederitz: Tschirschwitz, Gronemeier – Urban (3), Köster, Kinast, Bahr (1), Herrmann, Held (2), M. Steinweg (7/2), Schneider (2), Hartmann, Daßler (9), Exner, Eix (1)
Siebenmeter: Eintracht 4/2 – Eiche 2/2; Zeitstrafen: Eintracht 5 – Eiche 3
Gommern vs. Biederitz: Wer spielt den Wellenbrecher?
Handball-Verbandsliga Eintracht Gommern empfängt zum Derby den SV Eiche Biederitz
Das Derby der Handball-Verbandsliga, Staffel Nord, am Sonnabend um 17 Uhr zwischen dem Tabellenführer SV Eintracht Gommern und dem Tabellenfünften SV Eiche Biederitz verspricht vom Papier her einen Handballklassiker.
Zum einen liegt das daran, dass beide Ortschaften nur 14 Kilometer trennen. Das Wort „Derby“ könnte also nicht besser passen. Zum anderen reiten beide Mannschaften auf einer Euphoriewelle. Bei Gommern hat diese seit Saisonbeginn Bestand. Noch immer ist das Team um Coach Sebastian Munter seit 21 Spielen ohne Niederlage, tütete bereits die Meisterschaft ein. Biederitz hingegen kam in den vergangenen Wochen so richtig in Fahrt, sammelte inzwischen vier Siege in Serie. Welcher Mannschaft wird im Verbandsliga-Duell heute im 17 Uhr in der Gommeraner Eintracht-Sporthalle der Wind aus den Segeln genommen?
Eine Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist. „Im Hinspiel haben wir schon gesehen, wie wurfgewaltig Gommern ist. Die Mannschaft hat viel Qualität und wird ihren Weg gehen“, so Biederitz-Coach Peter Pysall. „Das Kreisanspiel bei Biederitz ist gut. Ihre vier Siege in Serie kommen nicht von ungefähr. Daher wird es bei uns auf eine gute Abwehr ankommen“, hebt Eintracht-Coach Munter ebenfalls die Stärken des Gegners hervor.
Die Abwehr soll sich also als Eckpfeiler für den Erfolg in den Vordergrund spielen. „Wir werden uns aber mit Händen und Füßen wehren“, gibt Pysall zu Protokoll. Denn die Biederitzer möchten ihre Siegesserie ausbauen und dem Tabellenführer Niederlage Nummer eins zufügen.
Auf Gommeraner Seite ist man aber gewarnt. „Ein Derby schreibt immer noch seine eigenen Gesetze. Eine Extra-Motivation für die Spieler wird es nicht brauchen. Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir alle Spiele, auf jeden Fall die Heimpartien, gewinnen wollen“, sagt Munter vor dem Derby.
Auch diese Serie wollen die Biederitzer brechen. „Wir wollen uns bestmöglich und so teuer wie möglich verkaufen“, gibt Pysall an. Die Vorzeichen zeigen also, dass beide Mannschaften darauf aus sind, die jeweiligen Wellen zu brechen.
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SV Eiche 05 Biederitz vs HSG Altmark West

Das 30:21 war der vierte Sieg in Serie

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz sind ihrer Favoritenrolle im Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht HSG Altmark/West gerecht geworden. Der 30:21 (14:8)- Heimerfolg, bei dem alle Feldspieler trafen, war gleichzeitig der vierte Sieg in Folge und bedeutete die Festigung des fünften Platzes.

Die Gastgeber starteten vor der Minuskulisse von 65 Zuschauern sehr engagiert, was aber gleichzeitig auch eine hohe Fehlerquote nach sich zog. „Wir waren streckenweise wohl sogar übermotiviert, hätten fraglos fünf bis sechs Treffer mehr erzielen müssen“, erinnerte sich der Biederitzer Trainer Peter Pysall an die ersten zehn Minuten der Begegnung, die lediglich mit 2:1 an die Gastgeber ging. Im Gegensatz dazu punkteten die Biederitzer mit einer starken Deckungsarbeit, die schließlich auch zur Folge hatte, dass sich der SVE vom 4:3 (13.) auf 10:4 nach 21 Minuten absetzen konnte. So konnten mit viel Beinarbeit die gespielten Übergänge der HSG wiederholt unterbunden werden und ein starker Torhüter Michael Tschirschwitz, er hielt u.a. drei Siebenmeter, glänzte zudem wiederholt bei den Bällen, die dennoch den Weg in seine Richtung fanden. Eine kleine Konzentrationsschwäche der Biederitzer nutzten die Altmärker zum 11:7 (25.), ehe Christan Kinast und Felix Eix per Doppelschlag den verdienten 14:8- Halbzeitstand herauswerfen konnten.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber bis zur 39. Minute zum 18:11 nach, auch weil die Würfe nun deutlich platzierter gesetzt wurden. Vier weitere Minuten später war beim Zwischenstand von 22:13 die Vorentscheidung längst gefallen. Auch wenn sich in der Folge gerade in Überzahlsituationen einige Konzentrationsschwächen, welche in Fehlentscheidungen beim Wurf bzw. Passspiel mündeten, offenbarten, konnte das Polster bis in die 51. Minute (26:17) transportiert werden. Nach dem 18. Treffer der nie aufsteckenden Gäste markierten Christian Kinast, Philip Wohl und Moritz Steinweg (Strafwurf) das 29:18, ehe das magische 30. Tor der Biederitzer ganze fünf Minuten auf sich warten ließ. „Wir hatten zwei Durststrecken, in denen wir keine Tore erzielt haben. Ein höherer Erfolg wäre bei allem Respekt dem Kontrahenten gegenüber drin gewesen“, meinte ein zufriedener Biederitzer Trainer Peter Pysall im Nachgang.
Den 30:21- Endstand markierte schließlich Max Held, der nach längerer Verletzungspause wieder Spielpraxis sammeln konnte. Zwei Personalien dürfen zudem nicht unerwähnt bleiben. Neben dem ersten Saisontreffer für Luca Exner bot Kreisläufer Stefan Köster eine ganz starke Partie: „Er hat nicht nur drei Tore gemacht, sondern auch in der Abwehr den Laden zusammengehalten. Ich freue mich für unseren Kapitän…“, ergänzte Pysall nach dem Schlusspfiff.

Biederitz: Tschirschwitz, Le. Exner – Urban (2), Köster (3), Baltruschat (3), Kinast (5), Bahr (1), Herrmann (3), Held (1), Steinweg (6/2), Schneider (1), Wohl (1), Lu. Exner (1), Eix (3/1)

HSG: Kropf, Schulze – Hübener (6), Grabow (2), Otto (3/1), Behrmann, Nerlich (4/1), Schmundt, Texdorf (4), Seiler, Güssefeld, Klopp (2), Soeder, Bierstedt

HSG kommt: „Wir müssen bei uns bleiben.“

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (5., 22:20 Punkte) empfangen am Sonnabendabend um 17:30 Uhr die HSG Altmark/West und möchten mit einem vollen Erfolg die kleine Siegesserie von inzwischen drei Spielen ausbauen. Ein Selbstläufer wird es gegen das Tabellenschlusslicht (9:33) aber definitiv nicht.

„Wir sind nicht in der Position, auch nur einen Gegner aus der Liga auf die leichte Schulter zu nehmen. Wir müssen bei uns bleiben und dürften uns zudem nicht von Außen beeinflussen lassen“, mahnte der Biederitzer Trainer Peter Pysall am Donnerstagabend beim Abschlusstraining. Beim eindringlichen Warnen dürfte ihm zudem das Hinspiel in Erinnerung kommen, welches die Biederitzer Anfang Januar nach zweimonatiger Coronapause mit 19:26 verloren haben. Damals war den Biederitzern die lange Zwangspause deutlich mehr anzusehen als den Gastgebern, die aber auch vom sprichwörtlichen Chancenwucher der SVE- Youngster profitierten. „Wir hatten damals 47 Angriffe, aus denen ganze 19 Treffer entsprangen. Vier Strafwürfe haben wir zudem nicht verwerten können“, erinnert sich der Biederitzer Co- Trainer Ingo Heitmann an die erste Saisonniederlage in der Miester Sporthalle.
Seit dieser Partie haben die Altmärker ganze fünf weitere Pluspunkte einfahren können, was sie zwangsläufig an das Ende der Tabelle gespült hat. Der letzte Punktgewinn liegt inzwischen mehr als zwei Monate zurück, wo die Schützlinge um Trainer Volker Gritzner einen 24:17- Auswärtserfolg in Oebisfelde feiern konnten. Fortan gab es ausschließlich Niederlagen, wobei das Gastspiel in Irxleben am grünen Tisch abgeschenkt wurde. „All das darf uns nicht interessieren. Wir treffen auf einen stabilen Innenblock inklusive starkem Torhüter. Es gilt in erster Linie, unser Spiel durchzuziehen“, meinte Pysall, der wieder auf Rückraumspieler Max Held zurückgreifen kann, beim Abschlusstraining weiter.
Beim genannten eigenen Spiel dürfte dem SVE- Verantwortlichen in erster Linie das dringend nötige Tempo in den Sinn kommen. Luft nach oben gibt es weiterhin in Sachen Chancenverwertung und auch das in Szene setzen des eigenen Kreisläufers bedarf noch einer Feinjustierung. Aber auch die Kompaktheit in der Deckung bedarf noch einer gewissen Stabilität: „Da sind wir zu sinuskurvig unterwegs…“
Vom oft zitierten „Selbstläufer“ auf Seiten der Biederitzer weit und breit keine Spur. Man darf gespannt sein, ob die SVE- Mannen ihrer zwangsläufigen Favoritenrolle mit Blick auf die Tabelle gerecht werden.

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