Liga: Verbandsliga Nord

SV Eiche 05 Biederitz vs BSV 93 Magdeburg

25:21 – Der BSV 93 triumphiert in der Ehlehalle

Über weite Strecken chancenlos war der Handball- Verbandsligist SV Eiche 05 Biederitz im Heimspiel gegen den Tabellenführer BSV 93 Magdeburg. Nach einem vorentscheidenen 8:15- Halbzeitrückstand hieß es am Ende 25:21 für die Landeshauptstädter, die ihren Vorsprung vor dem ärgsten Verfolger aus Irxleben sogar ausbauen konnten.

„Wir haben nie wirklich Bindung zum Spiel gefunden. Die Torhüterposition war die Einzige, die heute Normalform nachweisen konnte“, zeigte sich der Biederitzer Trainer Peter Pysall nach der zweiten Niederlage in Folge frustriert. Die selbstbewussten Gäste legten vor 170 Zuschauern furios los und führten nach sieben Minuten mit 4:1, da Deckung und Torhüter schnell miteinander harmonierten. Nach dem 8:4 des BSV 93 (12.) nahm die Biederitzer Bank die frühe Auszeit und wies auf die zahlreichen Fehler in Deckung und Angriff hin. Der Abwehrverbund fand kaum Zugriff und konnte das Agieren über den Kreis der Gäste nur zu selten verhindern. Im Angriff blieben sehr viele Mglichkeiten ungenutzt, was diesmal vor allem von den Außenpositionen zu vermerken war. „Wir hatten überall Reserven und auch das Überzahlspiel war ausbaufähig“, meinte Pysall, der zudem feststellte, dass wieder einmal diverse Sachen jenseits des eigenen Spiels in den Vordergrund gerückt waren. So zog der BSV 93 seine Kreise und überzeugte bei aufreizend behäbigem, aber stets durchdachtem Angriffsspiel mit hoher Abschlussquote. Die Biederitzer waren zwar sichtlich um Lösungen bemüht, aber die so nötige Tiefe im Angriff blieb wie bereits in der Vorwoche einmal auf der Strecke. So kam die völlig gerechtfertigte 15:8- Führung zur Pause für die Landeshauptstädter nicht von ungefähr.
Auch nach dem Seitenwechsel sollte sich am Kräfteverhältnis nicht wirklich etwas ändern. Die Magdeburger bauten ihre Angriffe mit Bedacht auf und bestachen lediglich mit Tempoverschärfung, wenn diese nötig und angebracht war. Der in das Biederitzer Gehäuse gewechselte Michael Tschirschwitz sorgte mit zahlreichen guten Paraden dafür, dass die Gastgeber den 12:18- Rückstand durch Stefan Köster und Christian Kinast auf 14:18 (46.) einschmelzen konnten. Allerdings kam keine wirkliche Luft mehr an die Partie, was die abgezockten Gäste mit vier Toren in Serie zum 22:14 nach 50 Minuten eindrucksvoll untermauern konnten, da der SVE mit zu vielen einfachen Fehlern aufwartete und weitere gute Möglichkeiten gegen den bärenstarken BSV- Schlussmann Fabian Walter nicht unterbekam. Die genommene Auszeit der Biederitzer Bank läutete dann die unaufgeregten Schlussminuten ein, in der die Biederitzer mit etwas mehr Tempo zumindest intensiv Ergebniskosmetik betreiben konnten.
„Gratulation an den BSV, der hier völlig verdient gewonnen hat. Unser Ziel muss es in Zukunft auch sein, die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen“, resümierte der SVE- Coach Peter Pysall, der nun drei Wochen im Trainingsbetrieb Zeit hat, ehe es nach den Winterferien am 18. Februar beim SV Langenweddingen weitergeht. Der BSV 93 feierte seinen fünfzehnten Saisonerfolg ausgelassen mit den etwa 40 mitgereisten Zuschauern und profitierte zudem von der 25:31- Niederlage des Rangzweiten SV Irxleben beim Post SV Magdeburg.

Biederitz: Seidel, Tschirschwitz – Urban (3), Köster (3), Daßler (4/1), Kinast (3), Bahr, Wiedon (3), Held, Steinweg (1), Schneider, Hartmann (2), Eix (2)

BSV 93: Walter – Flagmansky (1), Scheerenberg (2), Eckert (8/2), Strobel (1), Elsner (6/1), Hampel (1), Bade (2), Koine, Wanzek, Köppe (2), Spiess, Schmidt, Oeltze (2)

Zeitstrafen: Eiche 6, BSV 9

Siebnmeter: Eiche 2/1, BSV 5/3

Der Tabellenführer gastiert in der Ehlehalle

Am Sonnabend um 17:30 Uhr empfängt der Rangsechste der Verbandsliga SV Eiche 05 Biederitz (17:13 Punkte) den Tabellenführer BSV 93 Magdeburg (28:2). Im Hinspiel in der Landeshauptstadt konnten die Biederitzer den Magdeburgern lediglich eine Halbzeit lang Paroli bieten.

„Wir haben damals mit Beginn der zweiten Hälfte den Faden verloren und vor allem im Angriff zu viel liegengelassen“, erinnert sich der Biederitzer Trainer Peter Pysall an den dritten Spieltag der Saison, wo die Gäste in der Landeshauptstadt Ende September ihre erste Saisonniederlage einstecken mussten. Bis zum Pausenpfiff glänzte damals vor allem der Deckungsverbund, so dass der 11:11- Pausenstand durchaus gerecht war. Die schlussendlich klare 21:29- Niederlage war dann der zusehens verloren gegangenen Kompaktheit geschuldet.
„Da müssen wir natürlich diesmal ansetzen. Es wird wichtig sein, während der gesamten Spielzeit gegenzuhalten und vor allem die sich bietenen Möglichkeiten zu nutzen“, weiß Pysall, der wiederum einige Ausfälle im Kader zu verzeichnen hat.
Der BSV 93 spielt aktuell eine fast tadellose Serie und musste lediglich einmal Federn lassen. Dies war Anfang Oktober der Fall, wo sich die Schützlinge um Trainer Mark Illig bei der heimstarken Reserve des SV Oebisfelde denkbar knapp nach einer 16:14- Pausenführung noch mit 35:36 geschlagen geben mussten. Die Olvenstedter brillieren seit Saisonbeginn vor allem mit ihrem Angriff, der in 13 von 15 absolvierten Begegnungen die 30- Toremarke knacken konnte. Ausnahmen waren das Auftaktspiel im Derby gegen den FSV 1895 (27:21) sowie das eingangs erwähnte Hinspiel gegen die Eichen aus Biederitz. Ebenso wichtig ist bei den BSVlern aber auch das Abwehrverhalten, was mit derzeit 362 Gegentreffern die beste Deckung der gesamten Liga stellt. Der fast durchweg junge und spielstarke Kader der Magdeburger besticht in erster Linie durch schnelle Angriffe, wobei mit John Bade ein überaus erfahrenener und torgefährlicher Akteur die Regie führt.
„Dennoch müssen wir uns natürlich auf die gesamte Breite des Kaders konzentrieren. Der BSV hat Woche für Woche viele verschiedene Torschützen“, rechnet Pysall vor und bekräftigt damit die Stärke des großen und leistungsstarken BSV- Aufgebotes.
Für die Biederitzer wird es nach der 24:28- Niederlage vom letzten Wochenende in Oebisfelde darum gehen, wieder zu gewohnter Stärke über die gesamten sechzig Minuten zu finden. Da fehlte es an der Aller in der entscheidenen Schlussphase vor allem an Tiefe im Angriff. „Wir werden alle Kräfte bündeln, um dem Favoriten gehörig Paroli bieten zu können“, ist der O- Ton im Biederitzer Lager. Hoffnung machen dürfte den Biederitzern fraglos ein Blick zurück in die Vorsaison, wo beide Begegnungen nur denkbar knapp mit einem Tor Vorsprung (27:28 und 22:23) an die Landeshauptstädter gingen. Und gerade in heimischer Ehlehalle ist dem SVE- Kader einiges zuzutrauen…

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SV Oebisfelde 1895 II vs SV Eiche 05 Biederitz

24:28 – Die Siegesserie ist gerissen

Die fünf Begegnungen anhaltende Siegesserie des Handball- Verbandsligisten SV Eiche 05 Biederitz ist bei der zweiten Vertretung des SV Oebisfelde gerissen. Nach ausgeglichener erster Hälfte (16:16) unterlagen die Biederitzer am Ende mit 24:28.

„Bis zur 48. Minute war unsere Leistung absolut in Ordnung“, traf es der Biederitzer Trainer Peter Pysall bei der sonntäglichen Analyse auf den Punkt. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste, die kurzfristig auf Stefan Köster (privat) und Maximilian Wiedon (Vorsichtsmaßnahme wegen Wadenverletzung) verzichten mussten, mit 23:21. Bis dahin legten die Biederitzer eine ordentliche Vorstellung in der gut besuchten „Hans- Pickert- Sporthalle“ hin, obwohl ihnen der Start mit 1:3- (5.) und 3:7- Rückständen (12.) nicht wirklich gelang. In erster Linie war es da die angewandte 3:2:1- Deckung, die nicht wie gewünscht zum Erfolg führte. Nach der Umstellung auf die gewohnte 6:0- Deckung bekamen die Biederitzer dann deutlich besser Zugriff, was sich auch in den Zwischenständen niederschlug. So schloss der SVE nach 17 Minuten zum 7:8 auf und verkraftete auch den neuerlichen 10:12- Rückstand, als Bennet Daßler und Moritz Steinweg per Doppelschlag ihre Farben sogar mit 13:12 (25.) in Führung werfen konnten. Die restliche Spielzeit des ersten Durchganges, in der die Gäste wiederholt zu schnelle Abschlüsse über den Doppelblock aufwiesen, verlief dann auf Augenhöhe, so dass das 16:16 beim Pausentee die logische Folge war.
Den besseren Start in die deutlich torärmere zweite Hälfte hatten dann die Gäste, die nach dem 17:17 durch einen Hattrick von Bennet Daßler auf 20:18 (39.) enteilen konnten. Ein wichtiger Garant dafür war auch Schlussmann Maximilian Seidel, der zwischen den Biederitzer Pfostern abermals eine gute Vorstellung bot. Bis zur 48. Minute hatte dann der knappe Zweitorevorsprung beim 22:20 bzw. 23:21 Bestand, ehe die geänderte Deckungsarbeit der Gastgeber den Gästen gewaltig in die Suppe spuckte. In der Folge warfen die Biederitzer acht lange Minuten lang keinen Treffer, so dass die Gastgeber mit einem 4:0- Lauf vorbeiziehen konnten. „Wir haben gerade in dieser entscheidenen Phase die Tiefe im Angriff vermissen lassen. Zudem haben wir uns vermehrt mit anderen Sachen beschäftigt“, bemängelte Pysall bei der Aufarbeitung. Hinzu kam, dass die Biederitzer die linke Abwehrseite gegen den starken Nils Oraschewski, der allein elf Treffer erzielen konnte, nicht dicht bekamen. Da in dieser Phase auch einige gute Möglichkeiten nicht ihr gewünschtes Ziel fanden, blieb den Gästen nach dem letzten eigenen Treffer zum 25:24- Anschluss in der 57. Minute durch Kreisläufer Lukas Hartmann kein weiterer Torerfolg mehr vergönnt.
„In den letzten Minuten sind uns unsere altbekannten Mängel auf die Füße gefallen. Im Angriff lief dann zu viel quer als das wir die Tiefe gesucht haben“, meinte Pysall nach der 24:28- Niederlage, die es jetzt schnell aufzuarbeiten gilt, denn am kommenden Sonnabend gastiert der Tabellenführer BSV 93 Magdeburg in der Ehlehalle.

SVO II: Köhler, Wehr – Breiteneder (1), Keller (7/1), Butzek (4), Meinel, Oraschewski (11), Hohtanz, Mieth, Lex, Heidler, Pogadl (2/1), Klappoth (1)Ganselweit

Biederitz: Seidel, Le. Exner – Hammecke, Urban (5), Daßler (10/2), Kinast, Bahr, Held, Steinweg (3), Schneider, Wohl (2), Hartmann (2), Lu. Exner, Eix (2)

Siebenmeter: SVO II 2/2, Eiche 2/2

Zeitstrafen: SVO II 4, Eiche 3

Reise zum SVO II: „Wir müssen dagegenhalten“

Der Handball- Verbandsligist SV Eiche 05 Biederitz (5., 17:11 Punkte) muss am Sonnabend ab 18:30 Uhr bei der zweiten Vertretung des SV Oebisfelde (6., 16:12) Farbe bekennen. Der im September erzielte 32:25- Heimerfolg gegen den Tabellennachbarn kann vorab nicht wirklich zur Bestandsaufnahme herangezogen werden.

Es war der erste Saisonerfolg für die Biederitzer überhaupt in der noch jungen Saison, allein der vermeindlich klare 32:25- Sieg war dann wenige Tage später nicht einmal das Papier wert, auf dem er stand, denn der HVSA hatte die Begegnung mit 2:0 Punkte am grünen Tisch für die Biederitzer gewertet, da die Gäste einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatten. Dennoch kann der Biederitzer Trainer Peter Pysall natürlich schon abschätzen, was auf seine Truppe in der gefürchteten „Hans- Pickert- Halle“ zukommt. „Es war damals ein Kampfspiel und wird es auch diesmal sein. Wir müssen in jedem Fall dagegen halten und möglichst keine leichten Fehler fabrizieren“, gibt der Trainerfuchs die Richtung vor. Nicht neu ist natürlich auch, dass die Allerstädter in heimischen Gefilden noch einmal ein ganz anderes Kaliber darstellen. Das musste unter anderem auch der aktuelle Tabellenführer BSV 93 Magdeburg erfahren, der dort im Oktober mit 35:36 seine einzige Saisonniederlage kassierte. Auch aktuell sind die Schützlinge um Trainer Tobias Stefani gut unterwegs, konnten sie doch die drei letzten Begegnungen durchweg siegreich gestalten. So wurde die HSG Börde sowohl zuhause (24:20) als auch in der Fremde (35:28) besiegt und auch der HV Lok Stendal mit einer deftigen 19:37- Pleite nach Hause geschickt.
Im Hinspiel im September wussten sich die Biederitzer nach einer durchwachsen ersten Hälfte noch gewaltig zu steigern und gingen (zunächst) mit einem Plus von sieben Toren als Sieger vom Feld. „Diesmal wird es zwei solcher Halbzeiten brauchen, um etwas Zählbares aus Oebisfelde mitzunehmen“, ist sich das gesamte Team um die Schwere der Aufgabe bewusst. Fehlen werden am Sonnabend definitiv Torhüter Andy Gronemeier sowie Stephan Holzgräbe, der nach einem ärztlichen Eingriff einige Zeit nicht zur Verfügung stehen wird. In der Warteschleife befindet sich außerdem noch Eike Herrmann, bei dem sich nach dem Besuch Anfang der Woche in Vogelsang ein MRT- Termin anschloss.

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SV Eiche 05 Biederitz vs SV Wacker 09 Westeregeln

34:28 – SV Eiche 05 siegt zum Jahresauftakt

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben einen erfolgreichen Jahresauftakt vollzogen und nach einem 16:16 zur Halbzeit den SV Wacker Westeregeln schließlich mit 34:28 bezwingen können. Ein fader Beigeschmack war dagegen die schwere Knieverletzung von Eike Herrmann.

Die Gastgeber benötigten dann aber vor einer beeindruckenden Kulisse (ca. 180 Zuschauer) fast den kompletten ersten Durchgang, um wieder in das gewünschte eigene Fahrwasser zu gelangen. „Wir sind schwer reingekommen und haben in der Folge vor allem von den Außenpositionen viel ausgelassen. Zudem ließ die Aggressivität in der Deckung noch zu wünschen übrig…“, meinte der Biederitzer Trainer Peter Pysall rückblickend. So führten die Gäste aus der Börde zunächst mit 3:0 und 4:1 und zwangen den Gastgeber zur frühen grünen Karte. Die lautstarke Aufforderung „Wach werden!“ vom SVE- Coach kam erwartungsgemäß bei jedem Besucher in der Ehlehalle an, verfehlte aber zunächst die erhoffte Wirkung. Die Wackeren zogen auf 6:2 davon, ehe Rechtsaußen Maximilian Wiedon per Doppelpack zum 4:6 nach 13 Minuten verkürzen konnte. Doch auch das erwies sich zunächst nicht als Initialzündung, auch wenn Max Held nach 17 Minuten den 6:7- Anschlusstreffer erzielen konnte. Zwei einfache Treffer der Gäste zum 9:6 folgten weitere gute Möglichkeiten der 09er, die wiederholt über das Zentrum zum zu einfachen Erfolg kamen. Wie es gehen kann, belegten die Biederitzer nach dem 8:13- Rückstand (22.), denn das geforderte Tempospiel nutzten Robin Urban und Philip Wohl zum 11:13 nach 25 Minuten. „Das Tempo hat unserem Angriffsspiel sichtlich gutgetan. So sind wir nach Ballgewinnen zu schnellen Toren gekommen…“, fasste Pysall im Nachgang die erste Hälfte treffend zusammen. In dieser war es auch Neuzuzgang Maximilian Seidel zwischen den Pfosten, der den Gastgebern mit seinen Paraden schnelle Angriffe, die im weiteren Verlauf mit deutlich mehr Wille und Durchchlagskraft vorgetragen wurden, ermöglichte. So ging das 16:16 zur Pause für beide Vertretungen durchaus in Ordnung.
Der Beginn des zweiten Spielabschnittes war dann ein Abbild der Anfangsminuten des ersten Durchganges. Die Gastgeber warteten mit zahlreichen einfachen Fehlern auf und ließen zudem viele gute Möglichkeiten gegen den starken Westeregelner Schlussmann Moritz Malig liegen. So setzten sich die Gäste nach dem 18:18 (34.) mit geduldigem Angriffsspiel auf 21:19ab, während die Biederitzer in der Folge die schwere Knieverletzung von Eike Herrmann, die er bei einer Abwehraktion erlitten hatte, verkraften mussten. „Wir hoffen natürlich, dass sich eine langwidrige Verletzung nicht bestätigt und Eike bald wieder mit an Bord ist“, sprach SVE- Coach Peter Pysall nach Abpfiff das aus, was alle Beteiligten und Zuschauer dem sympathischen Abwehrstrategen mit auf den Weg gaben.
Auf dem Spielfeld wurden indes die Minuten des Bennet Daßler eingeläutet. Dieser traf zunächst mit toller Einzelleistung zum 22:23, ehe er mit einem Doppelpack nach einer Dreiviertelstunde Gleichwertigkeit zum 24:24 herstellen konnte. Kurz zuvor verloren die Gäste ihren Haupttorschützen Jimmy Klockmann nach doppelt ausgesprochener Zeitstrafe mit roter Karte, was fraglos keinen unwichtigen Aspekt für die Schlussviertelstunde darstellte.
In dieser legten die Gäste per Strafwurf nach 47 Minuten zum 25:24 ein letztes Mal vor, ehe bei den leidenschaftlich kämpfenden Biederitzern entgültig alle Bremsen gelöst wurden. Zunächst war es der athletische und nie zu stellende Daßler, der per Strafwurf und toller Einzelaktion die Führung an die Ehle zurückholte, ehe Philip Wohl und Moritz Steinweg zum 28:25 (51.) nachlegen konnten. Auch die grüne Karte der Gästebank war schließlich nicht mehr von Erfolg gekrönt, da Moritz Steinweg, Max Held und Philip Wohl mit ihren Toren die letzten möglichen Zweifel beseitigen konnten. Die ein oder andere Disziplinlosigkeit der Gäste nutzte schließlich Bennet Daßler mit seinem elften Treffer in Überzahl zum 32:25.
„Hut ab vor dem Biss und der Moral. Wir haben rechtzeitig unseren Rhythmus gefunden und uns dann auf uns selbst konzentriert. Wenn wir mit Tempo agiert haben, dann war vieles ok. Auch die Chancenverwertung ging schließlich nach oben…“, zeigte sich SVE- Trainer Peter Pysall nach dem 34:28-Heimsieg zum Jahresauftakt über weite Strecken zufrieden. Für Philip Wohl hatte er dann noch ein Extralob übrig:„Ihm haben nach seiner langen Verletzung die ersten Aktionen gutgetan. Dann war er mit reichlich Selbstvertrauen unterwegs und hat sowohl vorn als auch hinten eine tolle Leistung abgerufen.“

Biederitz: Tschirschwitz, Seidel – Urban (4), Holzgräbe (2), Köster, Daßler (11/1), Kinast, Herrmann, Wiedon (3), Held (3), Steinweg (4/1), Schneider, Wohl (7), Eix

Westeregeln: Malig, Howahl – Karpe (2), Chrzan (2), Gorges (7/4), Bringmann, Klockmann (8), Thiele, Großheim, Robertz, Meyer (2), Keil (6), Otto (1), Sera

Siebenmeter: Eiche 2/2, Wacker 4/4

Zeitstrafen: Eiche 3, Wacker 8 sowie rote Karte Jimmy Klockmann nach dritter Zeitstrafe 43:33

Gegen Wacker zurück in die Spur

Zum Rückrundenauftakt empfangen die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (5., 15:11 Punkte) am Sonnabend um 17:30 Uhr den Rangneunten Wacker Westeregeln (10:16) in heimischer Ehlehalle. Nach dem Teilerfolg zum Saisonauftakt in Westeregeln sollen nun möglichst beide Zähler an der Ehle verbleiben.

Die zweite Trainingswoche im neuen Kalenderjahr stellte den Biederitzer Trainer Peter Pysall noch nicht gänzlich zufrieden. „Wir haben noch einiges zu tun, um wieder in den gewünschten Rhythmus zu kommen“, resümierte der Verantwortliche, der seiner Truppe vor etwas mehr als einem Monat beim 37:28 im Derby gegen den Güsener HC eine der besten Hinrundenleistungen bescheinigte. So offenbarten sich in einer gemeinsamen Trainingseinheit am Dienstagabend mit dem Sachsen- Anhaltligisten HSV Haldensleben noch reichlich Defizite auf nahezu allen Positionen und auch Situationen.
Insofern könnte man meinen, dass die Pause zum Jahreswechsel beim Traditionsverein zur Unzeit käme, doch mit Blick auf die angespannte Kadersituation relativiert sich diese Sichtweise. Mit Christian Kinast und Philip Wohl werden wohl zwei Langzeitverletzte in das Aufgebot zurückkehren. „Sie sind aber sicherlich noch nicht bei 100% und müssen vorsichtig herangeführt werden.“ Davon noch ein ganzes Stück entfernt sind dagegen Rückraumspieler Florian Wentzel (Operation nach Fingerbruch), Torhüter Andy Gronemeier (Adduktorenprobleme) und Daniel Bahr (Schulter).
„Wir müssen die Kompaktheit in der Deckung aus der zweiten Hälfte der Hinrunde wiederfinden und natürlich weiterhin an unserer Chancenverwertung arbeiten“, machte Pysall die Eckpunkte für die bevorstehende Rückrunde klar und deutlich aus. Im Hinspiel in Westeregeln war es vor allem die linke Angriffseite der Gastgeber, die den Biederitzern gewaltig zu schaffen machte. „Gerade da müssen wir viel entschlossener zu Werke gehen“, weiß der erfahrene Coach und erinnert sich an das 28:28- Unentschieden im September, wo die Biederitzer zur Halbzeit noch mit 13:16 im Hintertreffen lagen.
Ein gutes Omen dürfte jedoch das Unentschieden in der Börde doch haben. Auch in der Vorsaison teilten sich beide Vertretungen im Hinspiel beim 22:22 die Punkte, ehe die Biederitzer im Heimspiel mit 28:25 ihrer Favoritenrolle gerecht wurden.

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SV Eiche 05 Biederitz vs Güsener HC

Eine Halbzeit packendes Derby, eine Halbzeit Biederitzer Machtdemonstration: Das abschließende Hinrundenduell der Handball-Verbandsliga zwischen dem SV Eiche 05 und dem Güsener HC hat am Sonnabend einen verdienten wie eindeutigen Sieger hervorgebracht.
Siebeneinhalb Minuten vor dem Ende musste niemand an der Endgültigkeit dieses Feierabends zweifeln.  Bennet Daßler höchstselbst nicht, der zuvor mit 13 Feldtoren und vier verwandelten Siebenmetern bei vier Versuchen sein handballerisches Können in Zahlen verpackt hatte. Sein Trainer Peter Pysall nicht, der als strenger Lehrmeister nach Daßlers Auswechslung lobte: „In ein, zwei Situationen wünscht man sich, dass er eine andere Entscheidung trifft. Aber natürlich ist Bennet derjenige, der in die Tiefe geht und er hat einen sehr guten Auftritt hingelegt.“ Und auch die Gäste aus Güsen nicht, die es als Akt der Gnade empfunden haben dürften, sich in den letzten Zügen des Verbandsliga-Derbys nicht den ansatzlosen Würfen des Biederitzer Spielmachers und seiner Explosivität ausgesetzt zu sehen.
Letztlich ist der GHC beim 37:28 (18:15)-Heimsieg des SV Eiche 05 halbwegs gesichtswahrend aus dem Samstagabend herausgekommen. Gästecoach Eric Steinbrecher verhehlte jedoch nicht den Klassenunterschied: „Womit wir nicht gerechnet haben, war, dass Biederitz so stark aus der Kabine kommt und uns in den 20 Minuten nach der Pause teils vorführt. Vor allem athletisch waren wir der Aufgabe nicht gewachsen.“ Und an kaum einer Personalie ließ sich dies besser festmachen als am 17-Tore-Mann: „Mit ihm verfügt Eiche über einen sehr guten und variablen Spieler. Sobald wir spekuliert und ihn offensiv gedeckt haben, hingen wir hinten dran und haben die Zeitstrafe kassiert“, sagte Steinbrecher.
Dabei war der Plan der Gäste in der ersten Hälfte aufgegangen. Über eine 2:0-Führung (3.) geriet der GHC zwar nach acht Minuten mit 4:6 ins Hintertreffen, doch stellte später beim 14:14 (23.)  die verdiente Gleichwertigkeit her. Insgesamt passte Güsen bis zum Seitenwechsel im Ballvortrag besser auf das Spielgerät auf, doch der reaktivierte Michel Meyer im SVE-Gehäuse bewahrte seinem Team mit acht Paraden den Vorteil. „Er hat seine Sache sehr gut gemacht“, lobte Pysall. In Sachen Torhüterspiel stand jedoch auch Steffen Bonitz ab Mitte der ersten Hälfte seinem Gegenüber in nichts nach. Nicht zuletzt seine fünf abgewehrten Würfe nährten die Güsener Hoffnung, auch in den zweiten 30 Minuten Schritt halten zu können.
Mit Wiederbeginn gab jedoch ein Doppelschlag von Daßler zum 20:15 (33.)  die Richtung schnell vor. Spätestens da hätte mancher Trainerkollege versucht, den Dreh- und Angelpunkt der Gastgeber außerhalb der Gefahrenzone zu isolieren. Steinbrecher entschied sich jedoch bewusst dagegen: „Ich bin kein Freund von Manndeckungen, denn niemand entscheidet ein Spiel allein. So kam es dann ja auch, dass Robin Urban auf Linksaußen einen starken Tag hatte.“ Mit seinen sieben und den fünf Treffern aus dem Rückraum von Felix Eix hatten die 05er ein klares offensives Übergewicht auf der linken Seite, die Güsen kaum abgedeckt bekam. Der Biederitzer Vorsprung wuchs weiter an und hatte beim 28:18 nach einer Dreiviertelstunde erstmals die Zehn-Tore-Marke durchbrochen.
Die Gastgeber hatten in dieser Phase den Gegner längst zu ihrem Spielball gemacht und der GHC fand im Angriff kaum noch ein Durchkommen. „Wir hatten uns insbesondere besser auf Steffen Bretschneider und Julian Schmälzlein im Rückraum eingestellt. Die Abwehrleistung war sicher der Grund für unsere Steigerung in der zweiten Hälfte. Darüber haben wir dem Gegner den Zahn gezogen“, lobte Pysall und hob dabei insbesondere Kapitän Stefan Köster im Innenblock hervor. Dieser hatte sich zu Beginn der Partie am Kreis noch in der Nahdistanz mit Schmälzlein auseinanderzusetzen – ein gelungenes Überraschungsmoment in der Aufstellung der Gäste. „Julian ist gelernter Kreisläufer und bringt die körperlichen Voraussetzungen mit, um dagegenzuhalten“, begründete Steinbrecher seinen Schachzug, der jedoch später verpuffte. Gegen Ende verließen so auch den stärksten Gästeakteur Mut und Zuversicht. Nur der mitgereiste, vielstimmige Güsener Anhang ließ sich nicht unterkriegen und sprach sich gegen einen vorzeitigen Feierabend aus.
Biederitz: Meyer, Le. Exner – Hammecke, Urban (7), Holzgräbe, Wiedon (3), Köster (3), Daßler (17/4), Bahr, Herrmann, Held, Steinweg, Schneider (2), Eix (5)
Güsen: Wegner, Bonitz – Rambow, D. Schulz (5/2), Beck (2), Gerlach (2), S. Keil, C. Schulz (1), Schmälzlein (10), B. Steinbrecher (4), P. Keil, S. Bretschneider (5)
Siebenmeter: SVE 4/4 – GHC 4/2; Zeitstrafen: SVE 1 – GHC 7; Rot: Peter-René Keil (29., 3×2 Minuten) -Güsen
Personelle Planspiele vor dem Derby
Handball-Verbandsliga Eiche Biederitz empfängt Güsener HC zum abschließenden Duell des Jahres
Das Hinrundenende in der Verbandsliga Nord hat es noch einmal in sich. Zum heutigen letzten Duell des Handballjahres empfängt der SV Eiche 05 Biederitz (5., 13:11-Punkte) den Güsener HC (13., 6:18). Den moralischen Schub eines Derbysieges würden beide Seiten gern mit in die spielfreie Zeit nehmen.
Reichlich sorgenvoll haben sie am Donnerstagabend in Biederitz auf den Knöchel von Michael Tschirschwitz geblickt. Nur Peter Pysall wollte keine genaue Diagnose abwarten, nachdem sein Torhüter im Training umgeknickt war. Oder gar vor dem Anwurf des morgigen Verbandsliga-Derbys gegen Güsen (17.30 Uhr, Ehlehalle) noch gesteigerte Hoffnungen in eine Belastungsprobe setzen. „Wir gehen kein Risiko ein“, stellt der Trainer des SV Eiche 05, der neben dem langzeitverletzten Andy Gronemeier also auch das zweite Drittel seines Torhütertrios kompensieren muss, klar. Und vor dem abschließenden Duell des Jahres wissen sich die Biederitzer zu helfen: Mit Michel Meyer füllt ein Altbekannter den vakanten Posten neben Leon Exner aus. „Wir werden ihn für dieses Spiel reaktivieren“, erklärt Pysall mit Blick auf die Personalie Meyer, der inzwischen für den Stadtliga-Kader des SV Eiche 05 Einschläge im Tor verhindert.
Auch damit, wer morgen Abend die Widersacher des Keepers sein könnten, hat sich der Eiche-Coach in den vergangenen Tagen einmal öfter beschäftigt: „Wenn wir nur mal an die Haßbargen-Brüder denken, wären wir nicht überrascht, falls Güsen gegen uns personell einiges auffährt.“ Ein Planspiel, das Pysalls Gegenüber auf GHC-Seite kontert: „Woher sollen wir die Überraschungen in der Aufstellung nehmen? Im Gegensatz zu Biederitz haben wir keine A-Jugend, die in der Sachsen-Anhalt-Liga spielt. Wobei wir sie natürlich gern hätten“, gibt Eric Steinbrecher zu und versichert: „Auch angesichts der aktuellen Krankheitswelle können, wollen und werden wir nur den Spielern vertrauen, die da sind.“
Wen auch immer der Mannschaftsbus der Gäste morgen Nachmittag ausspuckt, steht außer Frage, dass sich jeder einzelne von ihnen Wiedergutmachung für die letztwöchige 27:30-Heimpleite gegen die HSG Börde vorgenommen haben dürfte. „Wir alle wissen, dass wir es besser können. Letztlich war in diesem Spiel die Chancenverwertung unser Genickbruch. Daneben steht außer Frage, dass wir gegen Biederitz eine starke Abwehr stellen müssen“, umreißt Steinbrecher, der mit Blick auf die Vorwoche von einem „Wachrüttler“ für seine Mannschaft spricht.
An Motivation und vor allem Zutrauen in die eigenen Stärken dürfte es allerdings auch den Gastgebern nicht mangeln. Nach zuletzt drei Siegen in Folge liegt das Momentum klar aufseiten des SVE. Trainer Pysall formuliert daher: „Ziel darf es für uns nur sein, unsere kleine Serie weiter auszubauen. Wenn wir uns mit einem weiteren Erfolg in die Pause über Weihnachten verabschieden, wäre das auch nicht schlecht, um unser zurückgewonnenes Selbstvertrauen bis ins neue Jahr zu konservieren.“ Allerdings tun sich vorab nicht nur auf der Torhüterposition einige Lücken auf. Christian Kinast (langzeitverletzt), Philipp Wohl (Knochenmarködem) und Florian Wentzel (Finger-OP) werden morgen nur als moralische Unterstützung auf der Tribüne dabei sein.
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TSG Calbe II vs SV Eiche 05 Biederitz

26:25 bei TSG II bedeutet 3.Sieg in Serie

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben mit einem knappen 26:25 (12:14)- Auswärtserfolg bei der zweiten Vertretung der TSG Calbe ihre Siegesserie auf drei Begegnungen ausbauen können. Mit Bennet Daßler (9) und Robin Urban (7) kristallisierten sich während der sechzig Minuten die zwei Haupttorschützen heraus.

Die Gäste starteten durchaus verheißungsvoll in der Calbenser Hegersporthalle und hatten auch ergebnistechnisch beim 3:1 (4.) und 5:3 (12.) ein Übergewicht. Aufbauend auf eine solide Deckungsarbeit und einen guten Michael Tschirschwitz zwischen den Pfosten hätte aber auch zu diesem frühen Zeitpunkt bereits mehr Luft zwischen sich und dem Kontrahenten gebracht werden können. „Da haben wir einige Hundertprozentige liegenlassen“, erinnerte sich der Biederitzer Trainer Peter Pysall, der mit leicht ausgedünntem Kader an die Saale gereist war, im Nachgang. So kamen in der Folge die Gastgeber besser in die Begegnung und übernahmen nach 19 Minuten beim 8:6 erstmals selbst eine Zweitoreführung. Auch die fällige Auszeit der Biederitzer Bank sollte zunächst nicht von Erfolg gekrönt sein, da die Biederitzer zu frühe und zu hektische Abschlüsse wählten. Dazu gesellte sich die Fußverletzung von Felix Eix, der die Möglichkeiten der Gäste in Sachen Aufstellung weiter minimierte. So rettete die gastgebene TSG- Reserve ihre Zweitoreführung über die Stationen 10:8 (23.) und 12:10 (26.) beim Stand von 14:12 in die Halbzeitpause.
Auch die erste Hälfte des zweiten Spielabschnittes ging an die Saalestädter, da die Gäste vor allem im Abwehrverbund zu viele Schwächen offenbarten. „Da waren wir zu oft Einzelkämpfer und hatten in 1:1- Situationen wiederholt das Nachsehen“, begründete Pysall den 16:19- Rückstand nach 46 Minuten. Linksaußen Robin Urban verkürzte kurze Zeit später in Überzahl zum 18:19 (48.), doch nach 52 Minuten lag der Gastgeber erneut mit zwei Toren (22:20) vorn. „Wir haben dann eine deutlich offensivere Deckungsvariante gewählt und die ein oder andere Veränderung in der Aufstellung vorgenommen“, nannte Pysall die entscheidenen Schachzüge für die spannende Schlussphase, in der Robin Urban und Moritz Steinweg nach 54 Minuten für Gleichwertigkeit (23:23) sorgen konnten. Die erneute Führung der TSG II glich im Gegenzug Bennet Daßler zum 24:24 aus, ehe der gleiche Akteur vom Siebenmeterpunkt das 25:24 für die Gäste erzielen konnte. Der Auszeit der Calbenser schloss sich der 25:25- Ausgleich durch Ronny Krause an, ehe SVE- Kreisläufer Stefan Köster 27 Sekunden vor der Schlusssirene den vielumjubelten 26:25- Siegtreffer erzielen konnte. Köster war auch in der Saalestadt einmal mehr der Fels in der Brandung und bildete mit Felix Eix und später mit Eike Herrmann einen starken Mittelblock.
„Vor allem in den letzten zehn Minuten haben wir richtig Gas gegeben und so einen knappen, aber dennoch verdienten Sieg eingefahren“, zog SVE- Coach Peter Pysall ein positives Fazit. Den nach drei Siegen in Serie fraglos vorhandenen Aufwärtstrend gilt es nun im letzten Spiel des Jahres im Derby am kommenden Sonnabend gegen den Güsener HC zu bestätigen. „Spiele gegen Güsen sind immer sehr unangenehm. Das aktuelle Tabellenbild ist da zweitrangig“, ist man sich im Biederitzer Lager einig.

TSG II: Wieschke, Giesemann – Wuwer (2), Lehmann (4/1), Jesdinsky (4), Ammerpohl (1), Ritscher, Wagener (6), Möhring, Krause (6), Koch, Gottschalk (2)

Biederitz: Tschirschwitz, Le. Exner – Hammecke, Urban 87), Holzgräbe (1), Köster (4), Herrmann, Steinweg (1), Schneider (2), Daßler (9/2), Lu. Exner, Eix (2)

Siebenmeter: TSG 2/1, Eiche 3/2

Zeitstrafen: TSG 3, Eiche 3

Gelingt der dritte Sieg in Folge?

Handball- Verbandsligist SV Eiche 05 Biederitz (6., 11:11 Punkte) gibt am Sonnabend um 14:45 Uhr seine Visitenkarte in der Calbenser Hegersporthalle ab. Der Gegner ist dann die zweite Vertretung der gastgebenen TSG, die wie der FSV 1895 Magdeburg in die Verbandsliga aufgestiegen sind.

Die Reserve der TSG Calbe rangiert aktuell mit 7:15 Zählern auf Rang elf und holte aus den letzten beiden Gastspielen bei der HSG Börde (28:28) und in Seehausen (24:30) einen Punkt, wobei die Partie in der Altmark im Nachgang am grünen Tisch für die Gastgeber gewertet wurde, da ein nicht spielberechtigter Akteur gegen die SG eingesetzt wurde. Zuvor beendeten die Calbenser eine Niederlagenserie von fünf Spielen mit einem 29:25- Heimerfolg gegen den Mitaufsteiger SV Langenweddingen, mit dem man sich in der Vorsaison noch in der Bezirksliga West duellierte. Rein von den Resultaten her ist der Aufsteiger sehr schlecht einzuschätzen und irgenwelche Schlüsse aus Quervergleichen verbieten sich ja bekanntlich nicht nur im Handball…
„Wir wissen nicht wirklich, was uns da erwartet. Es soll sich um eine junge Truppe handeln, die sich unter anderem dem Tempohandball verschrieben hat…“, gab der Biederitzer Trainer Peter Pysall während der Trainingswoche zu verstehen. Dass der ein oder andere TSG- Akteur bereits Luft in der Sachsen- Anhaltliga geschnuppert haben dürfte, liegt fraglos auf der Hand.
Wie zuletzt in Oschersleben dürfte die Begegnung an der Saale für die Biederitzer den tabellarischen Weg der kommenden Wochen aufzeigen. „Nachdem längst Wochen zuvor die Leistungen gestimmt haben, spiegelt sich dies nun endlich auch in den Resultaten wieder. Diesen Aufwärtstrend wollen wir natürlich auch in Calbe fortsetzen und uns weiter belohnen“, gibt Pysall vor und verweist auf die kleine Siegesserie der Biederitzer, die nach dem 29:26 gegen den anderen Aufsteiger FSV 1895 am letzten Wochenende bei der HSG Börde (31:28) ihre Fortsetzung fand.
Für die Biederitzer wird es wichtig sein, in Sachen Chancenverwertung den Aufwärtstrend der letzten Spiele fortzusetzen und in der Deckung über die gesamten sechzig Minuten auf höchstem Niveau zu agieren. Diese und weitere Faktoren werden nötig sein, um an der Saale ohne die Langzeitverletzten Andy Gronemeier, Christian Kinast und Philipp Wohl der dritten Sieg in Serie einzufahren.

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HSG Börde vs SV Eiche 05 Biederitz

Verdienter 31:28- Erfolg bei HSG Börde/Zwölf Daßler- Tore

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben mit einem 31:28 (15:14)- Auswärtserfolg bei der HSG Börde ihren Aufwärtstrend bestätigt und den sechsten Rang mit nunmehr 11:11 Punkten festigen können. Bennet Daßler ragte nicht nur wegen seiner zwölf Treffer heraus, sondern war der Lenker und Denker schlechthin.

„Wir sind heute bei uns geblieben und haben uns nicht von der Körperlichkeit der Gastgeber anstecken lassen. Das war sicherlich ein Schlüssel zum Erfolg“, meinte der Biederitzer Trainer Peter Pysall, der nach zwei verpassten Begegnungen nach Krankheit auf die Trainerbank zurückkehrte, am Sonntagvormittag bei der Aufarbeitung. Die Biederitzer erwischten einen gelungenen Start und führten nach sechs Minuten mit 4:1. In dieser Anfangsphase war es vor allem der eingespielte Mittelblock mit Kapitän Stefan Köster und Felix Eix, welcher mit exellentem Timing in Sachen Aggressivität unterwegs war. Im weiteren Verlauf kam es wiederholt zu kleinen „Kunstpausen“, die der Gastgeber zunächst zum 5:6- Anschluss (11.) und später zum 9:9- Ausgleich nutzen konnte. „Da sind wir unkonzentriert unterwegs, obwohl wir eigentlich die Führung hätten ausbauen können“, beschrieb Pysall die Phase bis fünf Minuten vor dem Seitenwechsel, in der sich auch Abwehrprobleme auf der linken Seite offenbarten. Dann war es aber der glänzend aufgelegte Bennet Daßler, der zwei Strafwürfe zum 15:13 nutzen konnte, ehe die HSG in Person ihres zehnfachen Torschützen Tino Fischer noch vor der Pausensirene zum 14:15 verkürzen konnte.
Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Biederitzer wieder den besseren Start und legten durch Daßler (2), Andreas Eix und Maximilian Wiedon eine 19:16- Führung nach 36 Minuten vor. Dann galt es, eine letzte ergebnisbedingte Delle zu überstehen, da die Bördehandballer einige Unkonzentriertheiten der Gäste bis zur 40. Minute zum 19:19- Ausgleich nutzen konnten. Der sich anschließende Dreierpack der Biederitzer zum 22:19 in Überzahl sollte dann aber richtungsweisend sein. „Wir haben eigentlich die ganze Partie von vorn bestimmt. Spätestens Mitte der zweiten Halbzeit haben wir das dann aber auch auf die Anzeigetafel bekommen“, konnte Pysall die restlichen Spielminuten treffend in Worte fassen.
Zwar war beim Stand von 23:21 nach einer Dreiviertelstunde noch keine Entscheidung gefallen, doch die Gäste hatten die Begegnung sichtlich im Griff. Dies wurde wenig später auch deutlich, als Daßler (2) und Florian Wentzel auf 26:21 erhöhen konnten, ehe sich die Gastgeber zur grünen Karte trafen. Diese sollte jedoch keine grundlegende Änderung mehr herbeiführen, denn auf mehr als drei Treffer (24:27, 25:28 und 26:29) ließen die Biederitzer nun die HSG nicht mehr herankommen. So machten schließlich Rechtsaußen Maximilian Wiedon und der im Aufwind befindliche Felix Eix mit ihren Toren zum 31:26 den Sack entgültig zu.
„Wir haben immer wieder die ein oder andere Delle im Spiel, wo ich auch die Torhüterposition nicht herausnehme und auch Zeitstrafen passieren. Dann kommt wieder eine wichtige Parade und wir sind obenauf. Uns fehlt halt noch die Konstanz, um Spiele auf dem gleichen Level durchzuziehen“, fasste SVE- Coach Peter Pysall das Gesehene abschließend zusammen.
Mit diesem zweiten Sieg in Folge geht es nun am kommenden Sonnabend zum zweiten Aufsteiger TSG Calbe II. Nach den drei Langzeitverletzten Philipp Wohl, Christian Kinast und Torhüter Andy Gronemeier gesellt sich nun nicht hoffentlich auch noch der zweifache Torschütze Florian Wentzel dazu, der sich im BEWOS- Sportzentrum eine Fingerverletzung zuzog.

HSG: Rönnebeck – Röhler (3), Hohlfelder (2), Dedecke, Langenbeck (2), Bui, Levec (4), Günther, Oschim, Schannor, D. Fischer, T. Fischer (10/6), Suttner (7/1)

Biederitz: Tschirschwitz, Le. Exner – Urban (3), Köster (1), Daßler (12/6), Wentzel (2), Herrmann, Wiedon (7/1), Held, Steinweg, Schneider, Hartmann, Lu. Exner, Eix (6)

Siebenmeter: HSG 8/7, Eiche 8/7

Zeitstrafen: HSG 7, Eiche 7

SVE reist zur HSG Börde: Nun heißt es nachzulegen

Mit reichlich Rückenwind reist der Handball- Verbandsligist SV Eiche 05 Biederitz (6., 9:11 Punkte) am Sonnabend zum Rangzwölften HSG Börde (5:13) und möchte dort seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Zudem gibt es in Sachen Personalien zumindest etwas Licht am Ende des Tunnels.

Der 29:26- Heimerfolg gegen den starken Liganeuling FSV 1895 Magdeburg vor zwei Wochen hat den Biederitzern zweifelsohne in allen Belangen gutgetan, denn die zuvor gezeigten Leistungen spiegelten sich doch zu oft nicht im Resultat wieder. Das war gegen die Magdeburger dann aber ganz anders, wo sich die SVE- Handballer endlich für ihren kämpferischen und auch spielerischen Aufwand belohnen konnten. „Ausruhen und in Oschersleben nachlegen“, war dann auch der Tenor im Biederitzer Lager in den zurückliegenden zwei Trainingswochen, denen nach knapp zweiwöchiger krankheitsbedingter Auszeit auch wieder Cheftrainer Peter Pysall beiwohnen konnte. Dies ist allerdings nicht die einzige positive Nachricht in Sachen Personalien, denn auch die zuletzt krank ausgefallenen Max Held und Maximilian Wiedon werden die Reise nach Oschersleben mitantreten. „Leider werden die drei Langzeitverletzten weiterhin nicht zur Verfügung stehen“, hieß es weiter in Anspielung auf Christian Kinast, Philipp Wohl und Torhüter Andy Gronemeier, die schon seit Wochen zum Zuschauen verurteilt sind.
Im BEWOS- Sportzentrum steht den Biederitzern ab 18:30 Uhr mit Sicherheit eine sehr unangenehme Aufgabe bevor. Die HSG Börde startete mit fünf Niederlagen am Stück denkbar schlecht in die neue Saison, fing sich dann aber mit zwei Doppelpunktgewinnen gegen den HV Lok Stendal (27:23) und bei der HSG Altmark/West (24:22). Nach dem 26:30 gegen den Staffelmitfavoriten Post SV Magdeburg schrammten die Bördehandballer dann nur denkbar knapp an einem Zähler beim FSV 1895 (24:25) vorbei. Vor zwei Wochen schließlich gab es gegen den anderen Liganeuling TSG Calbe II zumindest eine gerechte Punkteteilung.
Für die Biederitzer wird es darum gehen, das eigene auf Tempo bedachte Spiel auf die Platte zu bringen. Die Deckung inklusive Torhüter zeigten sich zuletzt formverbessert und auch die Dauerbaustelle Chancenverwertung präsentierte sich in aufsteigender Form. „Ich rechne mit keinem Augenschmaus, aber gerade dann gilt es, sich auf seine Stärken wie in der Vorsaison auch zu besinnen“, mahnt SVE- Trainer Peter Pysall und spielt damit auf die zwei Erfolge im Vorjahr an, wo die Biederitzer nach dem 30:22- Auswärtserfolg zum Saisonstart in eigener Halle ein eher glanzloses 22:17 nachlegen konnten. Die Sinne an der Ehle sind also geschärft, denn die Begegnung des 11. Spieltages hat fraglos auch für beide Vertretungen mit Blick auf die Tabelle einen richtungsweisenden Charakter.

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SV Eiche 05 Biederitz vs FSV 1895 Magdeburg

SV Eiche 05 bezwingt Aufsteiger FSV mit 29:26

Mit einem 29:26 (16:13)- Heimerfolg gegen den starken Aufsteiger FSV 1895 Magdeburg haben die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz einen großen Sprung in der Tabelle auf Rang sechs mit nunmehr 9:11 Zählern machen können. Bester Torschütze beim dritten Saisonsieg war einmal mehr Rückraumspieler Bennet Daßler mit zehn Toren.

„Wir haben viel von dem umsetzen können, was wir vorab besprochen hatten. Zudem haben wir in allen Bereichen inklusive Bank Ruhe und Besonnenheit ausstrahlen können, was in meinen Augen sehr wichtig für den Gesamterfolg war“, meinte der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der den weiterhin erkrankten Chefcoach Peter Pysall vertrat. Die Gastgeber begannen vor 150 Zuschauern ordentlich und hatten beim 3:1, 4:2 und 5:3 nach sechs Minuten leicht die Nase vorn. Dies sollte sich jedoch im weiteren Verlauf schlagartig ändern, da den Biederitzern acht Minuten lang kein eigener Treffer gelang. „Da klebte uns ein wenig das Pech an den Händen, da drei Chancen von Außen und ein Strafwurf ungenutzt blieben“, erinnerte sich Freistedt im Nachgang. Diese Phase bis zur 13. Minute nutzten so die Gäste zur eigenen 7:5- Führung, ehe bei den Biederitzern wieder Besserung auf allen Ebenen eintrat. Robin Urbans Dreher zum 7:8- Anschluss nach einer Viertelstunde läutete eine erfolgreiche Phase des SVE ein, der nach einem erfolgreich abgeschlossenen Konter von Daniel Bahr nach zwanzig Minuten zum 11:8 wieder Oberwasser bekam. Da auch in der Folgezeit konzentrierter im Abschluss zu Werke gegangen wurde, blieb das Dreitorepolster bis zur Pausensirene beim Stand von 16:13 erhalten. Allerings entpuppten sich nicht nur die Abschlüsse als Erfolgsgarant, sondern auch die Deckung, die über weite Strecken kompakt und schnellfüßig agierte. Einzig der agile Robby Paul Möhring war von den Biederitzern oft nicht zu stellen, auch wenn es schließlich beim FSV- Spielmacher bei sechs Toren aus dem Feld heraus blieb.
Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Biederitzer, die wiederum auf wichtige Stammkräfte verzichten mussten, stets die Führung inne, da nicht wirklich ein Leistungsabfall zu erkennen war. Nach dem 19:15 durch eine gelungene Einzelleistung von Bennet Daßler ließen die Biederitzer zwei gute Möglichkeiten liegen, um mehr Luft zwischen sich und dem Gegner zu bringen. So kämpfte sich der FSV nach dem 21:17- Rückstand (41.) wieder auf 21:19 (43.) heran, auch weil der Gastgeber in der Folge vom Punkt ein weiteres Mal sündigte. Da dies aber auch auf der Gegenseite erfolgte, konnte wenig später Robin Urban von der Mittelinie aus das 23:20 in das verwaiste FSV- Gehäuse einnetzen. Der Linksaußen musste jedoch wenig später nach der dritten Zeitstrafe vorzeitig das Feld verlassen, was an diesem Tag allerings stark von den Mitspielern kompensiert werden konnte. Zweimal war es dann der erfahrene Florian Wentzel, der seine Farben mit dem 24:21 (Strafwurf) und 25:22 von Rechtsaußen vor einer größeren Drucksituation bewahrte. Auch die grüne Karte der Fermersleber Bank sollte nach den Treffern von wiederum Wentzel und Till Schneider zum 28:23 nach 55 Minuten keine Wendung mehr herbeiführen.
Schlussendlich setzten sich die Biederitzer nach einer mannschaftlich geschlossenen Vorstellung mit 29:26 durch und machten einen ersten wichtigen Schritt aus der (Ergebnis-) Talsohle.
„Die Jungs sollen in der anstehenden Trainingswoche den Kopf freibekommen. Die meiste Arbeit dürfte auf unseren Physio Simon Braune zukommen, der seit Wochen hervorragende Arbeit leistet. In zwei Wochen geht es dann zur HSG Börde, wo wir unsere Siegesserie unbedingt fortsetzen wollen“, zeigte sich der Biederitzer Co Andre Freistedt nach Spielende sichtlich erleichtert und zufrieden.

Biederitz: Tschirschwitz, Le. Exner – Hammecke (1/1), Urban (5), Holzgräbe, Köster, Daßler (10/2), Wentzel (3/2), Bahr (2), Herrmann, Steinweg (1), Schneider (3), Lu. Exner, Eix (4)

FSV: Niemann, Willitzki – Parthey (2), Elgharbawy (1), Beckmann, Wienert (1), Röstermundt (3), R. Möhring (13/7), Weder, P. Möhring, Dübner, Grütters, Matthies (6), Puvogel

Siebenmeter: Eiche 8/5, FSV 9/7

Zeitstrafen: Eiche 5 + rote Karte Robin Urban nach 46:42 Minuten (3 x 2 Minuten), FSV 8 + Khaled Elgharbawy nach 59:35 (3 x 2 Minuten), Florian Matthies nach 44:51 Minuten und Rene Parthey nach 55:37 Minuten (Jeweils ohne Bericht)

FSV kommt: Eiche geht am Stock

Der arg gebeutelte Handball- Verbandsligist SV Eiche 05 Biederitz (9., 7:11 Punkte) empfängt im fünften Heimspiel der Saison den starken Aufsteiger und Rangfünften FSV 1895 Magdeburg (11:7). Der Anwurf erfolgt am Sonnabend zur gewohnten Zeit um 17:30 Uhr.

Der wichtigste Blick in der zurückliegenden Trainingswoche ging rund um die Ehlehalle einmal mehr in Richtung angespannte Kadersituation. Diesen besagten Überblick musste sich dann auch noch Co- Trainer Andre Freistedt allein verschaffen, war doch sein „Chef“ Peter Pysall noch immer im Krankenstand. „Stefan Köster wird wohl zurückkehren, war zuletzt auch wieder im Training. Dagegen werden Christian Kinast, Philip Wohl und Torhüter Andy Gronemeier leider weiter nicht zur Verfügung stehen“, zählte Freistedt am Donnerstagabend seine schwerwiegenden Ausfälle ausführlich auf. Zudem fielen mit Max Held, Maximilian Wiedon und Bennet Daßler drei weitere Akteure krankheitsbedingt zumindest im Trainingsbetrieb aus und auch ihr Einsatz am Wochenende steht längst noch in den Sternen.
Keine guten Voraussetzungen also für die Biederitzer, die zumindest tabellarisch schon ein wenig den eigenen Vorstellungen hinterherhinken. In Sachen Leistung sieht dies hingegen schon ein wenig anders aus: „Wir spielen ja keinen schlechteren Ball als in der Vorsaison und so schauen wir von Spiel zu Spiel“, weiß Freistedt die zuletzt abgelieferten Leistungen sehr wohl vom aktuellen Tabellenstand zu unterscheiden.
Beides hingegen dürfte beim anstehenden Kontrahenten aus der Landeshauptstadt sehr stimmig sein. Die Fermersleber legten als Liganeuling einen überzeugenden Start hin und liegen mit aktuelle 11:7 Zählern nach eigener Aussage über den Erwartungen. Lediglich drei Niederlagen verzeichneten die Schützlinge um Spielertrainer Alexander Beckmann, wobei die Begegnungen gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer SV Irxleben (25:26) und bei der SG Seehausen (30:31) denkbar knapp abgegeben werden mussten. Einzig die Auftaktniederlage beim Stadtrivalen und Mitfavoriten fiel mit 21:27 etwas aus dem Rahmen. Insgesamt hatten die Fermersleber, die am zurückliegenden Wochenende einen 25:24- Arbeitssieg gegen die HSG Börde einfuhren, keinerlei Anpassungesschwierigkeiten an die höhere Liga, nachdem sie in der Vorsaison ohne Niederlage mit 31:1 Punkten durch die 1. Nordliga marschiert sind. Besonders schnell zurechtgefunden in der neuen Spielklasse hat sich auch ihr Haupttorschütze Robby Möhring, der nach Rang drei in der Vorsaison (86 Tore in 12 Begegnungen) nunmehr aktuell als bester Schütze der Verbandsliga mit 78 Treffern in neun Spielen geführt wird. Dennoch zeichnet sich der FSV in erster Linie über die Geschlossenheit aus, was nicht zuletzt zum hochverdienten Aufstieg in die Verbandsliga führte.
„Ein Sieg würde uns schon gut tun und unsere Moral stärken“, frohlockt Freistedt, auch wenn die Voraussetzungen fraglos besser sein könnten. In der Vorwoche boten die Biederitzer dem Staffelmitfavoriten Post SV Magdeburg trotz der 21:24- Niederlage lange Zeit Paroli, scheiterten aber zu oft an ihrer eigenen Chancenverwertung. „Da müssen wir zulegen, keine Frage“ und da ist es dann auch egal, wer zur Verfügung steht.

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Post SV Magdeburg vs SV Eiche 05 Biederitz

21:24- Niederlage beim Post SV

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz mussten sich dem Absteiger aus der Sachsen- Anhaltliga Post SV Magdeburg trotz großem Kampf mit 21:24 (9:12) geschlagen geben. Bennet Daßler und Robin Urban konnten mit ihren jeweils fünf Toren die vierte Saisonniederlage vor 130 Zuschauern in der Landeshauptstadt nicht verhindern.

„Maximilian Wetzel im gegnerischen Tor hat uns heute definitiv den Zahn gezogen, denn spielerisch waren wir dem Kontrahneten in jedem Fall ebenbürtig“, brachte es der Biederitzer Verantwortliche Andre Freistedt, er vertrat den erkrankten Cheftrainer Peter Pysall, auf den Punkt. „Ich kann den Jungs ansonsten überhaupt keinen Vorwurf machen, doch der Faktor Schlussmann war heute absolut entscheidend.“
Für die Gäste, die von 90 Fans begleitet wurden und für Heimspielatmosphäre sorgten, begann die Begegnung alles andere als wunschgemäß, führten doch die Gastgeber schnell mit 3:0 (5.) bzw. 6:2 (8.). In der Folge bissen sich die Biederitzer zusehens besser in die Partie und schafften es nach 19 Minuten zum 6:8- Anschluss. Den abermaligen Viertorerückstand (7:11) korrigierten Stephan Holzgräbe und Max Held geringfügig zum 9:12- Halbzeitrückstand.
Den zweiten Durchgang eröffnete Max Wiedon an alter Wirkungsstätte mit einem verwandelten Siebenmeter zum 10:12, ehe die Posthandballer gegen die Biederitzer 6:0- Abwehr eine komfortable 16:11- Führung (38.) herausarbeiten konnten. Die Rückkehr zur anfangs praktizierten 5:1- Deckung war dann im weiteren Verlauf die bessere Entscheidung, doch mehr als der vage 15:18- (45.) bzw. 18:21- Anschluss nach 52 Minuten gelang nicht. Zu diesem Zeitpunkt agierten die Gäste bereits ohne ihren Shooter Bennet Daßler, der nach einer dritten sehr fragwürdigen Zeitstrafe frühzeitig zum Zuschauen verurteilt war. Überhaupt hatten die Gäste wiederholt wenig Glück bei Schiedsrichterentscheidungen, wo das Pendel oft zu Gunsten der Gastgeber ausschlug. Sechs Hinausstellungen führten so praktisch dazu, dass die Biederitzer ein Großteil des zweiten Durchganges in Unterzahl bestreiten mussten. Nach dem 22:18 durch Sebastian Häberer unternahmen die Biederitzer einen letzten Versuch, der jederzeit umkämpften Partie eine Wende zu verleihen. Dies sollte mit den Toren von Daniel Bahr und Robin Urban (2) zum 22:21- Anschluss 49 Sekunden vor Ultimo auch eindrucksvoll gelingen, doch die neue sehr schnell erlangte Balleroberung konnte nicht genutzt werden. In dieser Schlussphase präsentierte sich der Biederitzer Max Held auf der Spielmacherposition in guter Form, doch dazu gesellte sich auch die völlig berechtigte rote Karte gegen den Biederitzer Stephan Holzgräbe, der nach 55 Minuten neben Bennet Daßler Platz nehmen musste.
Sebastian Häberer war es dann mit seinem siebten Treffer zum 23:21 vorbehalten, die Entscheidung herbeizuführen, ehe Marius Buschmann für den 24:21- Endstand sorgen konnte. „Es war beileibe kein schlechter Auftritt von uns. Wir haben eine starke 5:1- Abwehr gestellt, die dem Favoriten zu schaffen gemacht hat. Am Ende sind es dann die vergebenen Möglichkeiten…“, meinte Freistedt und dachte da in erster Linie an die zahlreichen guten Chancen von der Kreisposition.

Post SV: Wetzel – Häberer (7/1), Streißenberger (2), Kort (3), Aye, Dresely, Sülflow (2), Schwiering, Tietzmann, Buschmann (6/1), Duderstadt (2), Arendt, Marmuth (2/1)

Biederitz: Tschirschwitz, Le. Exner – Urban (5), Holzgräbe, Daßler (5), Wentzel, Bahr (2), Herrmann, Wiedon (3/2), Held (1), Steinweg, Schneider (1), Hartmann, Eix (4)

Siebenmeter: Post 4/3, Eiche 3/2

Zeitstrafen Post 5, Eiche 9 (+ rote Karte Daßler in Minute 49 nach 3 x 2 Minuten und rote Karte Holzgräbe in Minute 55)

Ausfallgeplagt zum Post SV

Weiterhin reichlich gehandicapt reisen die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (8., 7:9 Punkte) am Sonnabend zum Sachsen- Anhaltliga- Absteiger Post SV Magdeburg (11:5). Der Anpfiff in der Sporthalle am Lorenzweg erfolgt beim Rangfünften um 17 Uhr.

Verlief die zurückliegende Saison über weite Strecken für die Biederitzer noch ohne größere und auch längere Ausfälle, so scheint sich die Krankenakte an der Ehle aktuell nicht schließen zu wollen. Mit Torhüter Andy Gronemeier (Leiste) und Christian Kinast (Sprungegelenk) werden zwei Aktivposten lediglich auf der anderen Seite der renovierten Magdeburger Sporthalle Platz nehmen. Während Rechtsaußen Maximilian Wiedon nach Urlaub gegen seinen Ex- Verein wieder in das Aufgebot rückt, dürften sich die Einsatzzeiten von Stephan Holzgräbe und Florian Wentzel, beide stiegen erst in dieser Woche in das Mannschaftstraining ein, eher übersichtlich gestalten. Auch der Einsatz von Kreisläufer Stefan Köster ist noch mit einem großen Fragezeichen behaftet. Schlussendlich begab sich dann auch noch Cheftrainer Peter Pysall Anfang der Woche in den Krankenstand und wird am Wochenende nicht auf der Bank zu finden sein. So leitete dann Co- Trainer Andre Freistedt die beiden Trainingseinheiten, wobei die Teilnahme aufgrund vieler studiumbedingter Ausfälle sehr überschaubar war.
„Die Magdeburger haben nach ihrem Abstieg sicherlich andere Ziele als wir. Die Rolle des Favoriten liegt fraglos bei Ihnen, doch wenn bei uns die Räder ineinander greifen, dann können wir schon für Ärger sorgen“, äußerte sich Pysall telefonisch zum anstehenden Kontrahenten, der drei seiner vier bisher absolvierten Heimspiele siegreich gestalten konnte. Lediglich beim letzten Heimauftritt im Stadtduell gegen den starken Liganeuling FSV 1895 gab es vor zwei Wochen eine 27:27- Punkteteilung, während sich die Mannen um Trainer Daniel Röwer am letzten Sonnabend mit einem 30:26- Arbeitssieg beide Zähler bei der HSG Börde sichern konnten.
Bei den Biederitzern ist der spät erkämpfte Heimzähler aus der Vorwoche gegen die HSG Altmark/West abgehakt. „Wir müssen weiter an unseren Schwerpunkten arbeiten. Das sind in erster Linie der Abschluss und das Zusammenspiel der Torhüter mit der Deckung“, gibt der Biederitzer Trainer Peter Pysall, der eine kompakte Mannschaftsleistung voraussetzt, seinen Schützlingen mit auf den (Lorenz-) Weg.

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SV Eiche 05 Biederitz vs HSG Altmark West

Biederitzer Kraftakt wendet drohende Pleite ab
Irgendwann hatten die Gäste in der Biederitzer Ehlehalle genug von den Treffern des Bennet Daßler. In den letzten 20 Minuten des Verbandsliga-Schlagabtauschs mit dem SV Eiche 05 tat die HSG Altmark West also, was man eben tut, wenn der Dreh- und Angelpunkt im gegnerischen Spiel bei acht Treffern und im Begriff steht, viel Freude an diesem Samstagabend zu entwickeln: Man verleidet sie ihm mit einer persönlichen Bewachung. Daßler gelang also nach einem verwandelten Siebenmeter zur 22:18-Führung (41.) kein Torerfolg mehr. Den Gästen dagegen noch so einige, wie sich am 30:30 (17:14)-Endstand ablesen ließ.
„Die Manndeckung gegen Bennet hat uns das Leben schwer gemacht. Wir sind ohne seine Explosivität im Angriff irgendwann nicht mehr in die Tiefe gekommen“, bekannte Peter Pysall. Natürlich gibt der Biederitzer Trainer seinen Schützlingen auch Lösungen für das Fünf-gegen-Fünf an die Hand. Am Sonnabend schien es aber so, als wären sie ihnen in der entscheidenden Phase entfallen. Zwei Minuten vor Ultimo hatten die Gäste die Begegnung sogar zum eigenen 30:28 gedreht. Nur durch einen Kraftakt hielten die 05er zumindest einen Zähler bei sich.
Auf einen derart nervenaufreibendes Ende deutete anfangs wenig hin. Nach kurzer Abtastphase bis zum 2:2 (4.) drehten die Gastgeber auf, setzten sich nach zehn Minuten auf 8:4 ab, wurden beim 10:10 (19.) aber wieder abgefangen. „Leider zieht es sich wie ein roter Faden durch: In Sachen Stabilität, Zusammenspiel zwischen Torhütern und Abwehr sowie bei der Chancenverwertung unterliegen wir großen Schwankungen“, monierte Pysall, sah allerdings auch, wie sich seine Mannschaft wieder fing und bis zum Seitenwechsel ein Drei-Tore-Polster aufbaute.
Davon zehrten die Gastgeber auch nach Wiederbeginn, doch insbesondere die angesprochene Wurfeffektivität fiel nun rapide ab. „Unsere Zitterpartie beginnt nicht erst in der 55. Minute, sondern früher, wenn ich allein an die 14 Bälle denke, die wir liegen lassen“, nahm der SVE-Trainer vorweg. Auf der Gegenseite führte nun vor allem HSG-Scharfschütze Martin Hübener die Aufholjagd an, so dass die Gäste mit Beginn der Crunchtime den Spieß umdreht hatten.
Im Anschluss sprach es jedoch für die Moral des SVE, dass Felix Eix (29:30) und Daniel Bahr (30:30) mit ihren Treffern die drohende Pleite in den letzten 120 Sekunden abwendeten. Ein möglicher Siegtreffer wurde den Altmärkern fünf Sekunden vor Ultimo vom guten Schiedsrichtergespann Wolfgang Heinemann/Matthias Grosenick, das kurzfristig eingesprungen war, weggepfiffen. „Natürlich ist auch viel Glück im Spiel. Aber es ist ebenso klar:  Wenn die Jungs etwas aus dieser Partie mitnehmen sollten, dann dass sie gemeinschaftlich diesen Punkt gerettet haben“, bilanzierte der Biederitzer Trainer.
Biederitz: Tschirschwitz, Le. Exner – Hammecke, Urban (6), Köster, Daßler (8/4), Bahr (1), Herrmann, Held (2), Steinweg (8), Schneider, Hartmann (1), Lu. Exner, Eix (4)
HSG Altmark-West: Quatz, I. Hübener – M. Hübener (5), Soeder, Otto (7), Günther (1), Nerlich (4), Schmundt, Thiele (7/1), Bierstedt (1), Güssefeld (3), Behrmann (2)
Siebenmeter: SVE 4/4 – HSG 2/1; Zeitstrafen: SVE 1 – HSG 3
Druck auf die Gegenseite weiter erhöhen
Nicht auch noch Andy Gronemeier. Der Torhüter der Biederitzer Verbandsliga-Handballer „hat sich im Training etwas weggeholt“, wie sein Trainer Peter Pysall zu Protokoll gibt. Und das in einer Phase der Saison, in der sich die Personaldecke an der Ehle ohnehin sehr schmal präsentiert. Und in der am Sonnabend das nächste richtungsweisende Duell ansteht. Um 17.30 Uhr gastiert die HSG Altmark West (11., 4:10) bei den Biederitzern (8., 6:8).
Nach einem spielfreien Wochenende hatte natürlich auch der Eiche-Coach gehofft, dass sich die gelichteten Reihen schneller wieder füllen. „Es gibt immer noch ein paar Erkrankte, Angeschlagene und Urlauber. Aber deswegen werde ich keine Litanei anstimmen. Wir reden vom Amateurbereich und dort gehört es dazu, sich auch in schwierigen Phasen durchzuhangeln“, stellt Pysall klar. Während der Einsatz von Moritz Steinweg (Studium/Trainingsrückstand) fraglich ist, fallen die Verletzten Christian Kinast und Philipp Wohl definitiv aus. Zumindest bei Letzterem gab es aber Entwarnung: „Es sind keine Bänder in Mitleidenschaft gezogen. Es handelt sich nur um eine Prellung samt Wassereinlagerung im Knie“, berichtet der Trainer.
Ganz so dramatisch wie im jüngsten Auftritt beim HV Lok Stendal ist die Lage also nicht. Vor zwei Wochen waren die 05er mit einem wahren Mini-Aufgebot angetreten, der 28:27-Erfolg daher umso höher einzustufen. Zumal der knappe Sieg auch mit Blick auf die Tabelle für Entspannung gesorgt hat. Der Druck liegt also nun eindeutig bei den Gästen, die unter anderem zuletzt das Kellerduell gegen die HSG Börde abgaben (22:24).
Eine Niederlage in Biederitz würde die Lage der HSG demnach zusätzlich verschärfen, doch darauf können und wollen die Gastgeber keine Rücksicht nehmen: „Es gilt, unseren Auswärtssieg von vor zwei Wochen in eigener Halle zu untermauern“, fordert Pysall und erklärt, worauf es ankommen wird: „Wir brauchen eine ähnlich starke Moral wie in Stendal. Dazu müssen wir die kleinen Dysbalancen in der Mannschaftsleistung ausmerzen. Mal hat das Zusammenspiel von Abwehr/Torhütern nicht gepasst, dann die Chancenverwertung. Kleine Sachen, die sich aber  aufsummieren.“
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HV Lok Stendal vs SV Eiche 05 Biederitz

Mit viel Moral 28:27 in Stendal

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben mit einem knappen 28:27 (16:18)- Auswärtserfolg beim HV Lok Stendal einen Befreiungsschlag landen können. Der Matchwinner bei den Gästen war nicht nur wegen seiner zwölf Tore Rückraumspieler Bennet Daßler, denn auch in der Deckung verrichtete er Schwerstarbeit.

Das hat es in der Biederitzer Ära von Peter Pysall noch nicht gegeben. „Wir sind mit lediglich zehn Feldspielern nach Stendal gefahren. Dieser Sieg in einem Kampfspiel war in erster Linie für die Tabelle von enormer Wichtigkeit“, zeigte sich der Biederitzer Verantwortliche nach Spielende sichtlich erleichtert. Mit Max Held (privat), Stefan Köster, Philipp Wohl, Eike Herrmann, Florian Wentzel und Christian Kinast (alle verletzt) stand Pysall praktisch der halbe Kader in der Altmark nicht zur Verfügung. Auch der mitgereiste Till Schneider stand nur eingeshränkt zur Verfügung und gestaltete damit die eh vakanten Rückraumoptionen noch übersichtlicher. Damit hatte sich dann auch die Frage schnell erledigt, ob das kommende freie Wochenende denn nun nach dem eminent wichtigen Erfolg eher ungelegen käme…
Den Biederitzern ging der Start mit 3:1 wunschgemäß von der Hand, ehe die eigene offensive Deckungsarbeit dem ebenfalls gehandicapten Gastgeber in die Karten spielte. Diese nutzten die zahlreichen Lücken, liefen wiederholt ein und erzielten im weiteren Verlauf beim Stand von 3:3 (7.), 6:6 (11.) und 8:8 (13.) Gleichwertigkeit. Nach dem 10:10 (16.) bekamen dann die Biederitzer mehr Zugriff in der Deckung, was sich postwndend im Resultat niederschlagen sollte. Die 13:11- Führung hatte aber nicht lange Bestand, da die Lokhandballer in einer Partie mit offenem Visier zum 14;14 nach 25 Minuten ausgleichen konnten. Dem 16:16 ließen dann die effizienter agierenden Stendaler noch zwei weitere Tore zur 18:16- Halbzeitführung folgen.
Nach dem Wiederbeginn legten die Gastgeber schnell zum 19:16 bzw. 21:18 nach, was die Biederitzer Bank zur schnellen Auszeit zwang. Nach dieser änderte sich dann schnell wieder das Abwehrverhalten der Gäste, die folgerichtig beim 22:22 nach 44 Minuten zum Ausgleich kamen. Bennet Daßler und Lukas Hartmann erzielten wenig später sogar das 24:22, ehe nach 49 Minuten sogar eine 26:23- Führung der Gäste auf der Anzeigetafel aufleuchtete. „Trotzdem haben wir es in dieser Phase mehrfach versäumt, den Sack vorzeitig zuzumachen und die dritte Zeitstrafe für Robin Urban hat uns auch weiterer Mittel beraubt“, meinte im Nachgang Peter Pysall, der damit folglich auch den 26:26- Ausgleich der HV- Handballer begründete. Aber auch die zweite grüne Karte der Biederitzer sollte dann einen positiven Event bewirken, konnten doch Rechtsaußen Maximilian Wiedon und der erneut angeschlagene Moritz Steinweg ihre Möglichkeiten zum 28:26 nutzen. In der verbleibenen Spielzeit gelang schließlich dem Gastgeber lediglich noch die Ergebniskosmetik zum 27:28- Endstand.
„Wir haben den Sieg dann mit Glück und Geschick über die Ziellinie gebracht. Die Pause kommt jetzt wie gerufen, denn die Jungs müssen sich erholen und ihre Akkus auf Vordermann bringen. Ich habe mich für die Jungs gefreut, denn eine Niederlage heute hätte schon blöd in der Tabelle ausgesehen“, meinte Pysall und wollte gar nicht wirklich auf eine Fehleranalyse eingehen. Das kommende freie Wochenende kann kommen, ehe am 29. Oktober der Rangzwölfte HSG Altmark/West in der Ehlehalle gastiert.

Stendal: Vogel – Leinung (8/2), Dreblow (3), Berg (5), Torge (2), Sens (2), Görnemann (4), Ryssmann (1), Elsner (2)

Biederitz: Gronemeier, Tschirschwitz, Le. Exner – Hammecke, Urban (4), Wiedon (4), Bahr, Steinweg (4), Schneider, Hartmann (4), Daßler (12/3), Lu. Exner, Eix

Zeitstrafen: Lok 3, Eiche 6

Siebenmeter: Lok 3/2, Eiche 5/3

Bei HV Lok den Negativlauf beenden

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (11., 4:8 Punkte) reisen am Sonntag (Anwurf 15 Uhr Sporthalle Berufschulzentrum) zum punktgleichen HV Lok Stendal und wollen dort ihren Negativlauf beenden. Den letzten Vier Begegnungen entsprangen lediglich ein mageres Pünktchen.

„Wir sollten dort schon gewinnen, um unsere gesteckten Ziele nicht vorzeitig aus den Augen zu verlieren“, meinte am letzten Wochenende der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, obwohl die zurückliegende Niederlage gegen den Tabellenführer aus Irxleben längst noch nicht verdaut bzw. ausgewertet war.
„Unsere Hauptaufgabe in der Trainingswoche war, die Jungs körperlich aber auch vom Kopf her wieder frisch zu bekommen. Natürlich haben wir auch unsere Baustellen beackert“, blickt der Biederitzer Trainer Peter Pysall auf die zurückliegenden zwei Trainingseinheiten zurück. Dabei dürfte die Erkenntnis an der Ehle nicht neu sein, dass vor allem die Chancenverwertung und eine Vielzahl von einfachen sprich vermeidbaren Fehlern die Hauptursachen für den zuletzt ausbleibenen Erfolg waren. „Da müssen die Jungs jetzt durch, es ist ein Entwicklungsprozeß“, meint Pysall, der zudem auf die weiterhin angespannte Personalsituation hinweißt.
Der anstehende Gegner aus der Altmark hat seine vier Zähler durchweg in Heimspielen im September einfahren können. So folgte dem klaren 33:21 gegen den Liganeuling TSG Calbe II vom 2. Spieltag eine Woche später ein enorm wichtiges 32:29 im Derby gegen die HSG Altmark/West. Das letzte Heimspiel gegen den anderen Ligaaufsteiger FSV 1895 Magdeburg ging dann aber mit 23:27 verloren. Da auch die zwei zurückliegenden Auswärtsbegegnungen in Magdeburg (bei Post SV 27:33) und bei der HSG Börde (23:27) in die Hose gingen, ist die Negativbilanz der Lokhandballer nur unwesentlich kürzer als die der Biederitzer.
Erinnern sollten sich die Biederitzer an die Bilanz aus dem Vorjahr, wo gegen die Stendaler immerhin drei Zähler heraussprangen. Zwar war beim Hinspiel in der Fremde beim 30:30 deutlich mehr drin, die Gäste führten bereits mit 27:23, konnte dieser kleine Ausrutscher mit einem überdeutlichen 34:23 in heimischer Ehlehalle wettgemacht werden. „Wir müssen in Stendal natürlich auch auf das Gaspedal treten“, weiß Pysall, der das dort herrschende Klisterverbot als kleinstes nahendes Übel betrachtet.

vs