Liga: Oberliga MJA

HSG Ehle vs SV Irxleben 1919 e.V.

26:26 – Ein Spiegelbild der Saison
„Dieses Spiel war vielleicht die passende Zusammenfassung der Saison“, bilanzierte Ramon Göhring aus dem Trainerteam mit Yves Steinweg nach dem 26:26 (13:10)-Erfolg der männlichen A-Jugend der HSG Ehle im letzten Oberliga-Duell gegen den SV Irxleben. Tatsächlich spiegelte die Partie noch einmal vieles wider, was die Spielzeit auszeichnete: Kampfgeist, Emotionen und Spannung bis zur letzten Sekunde.
Mit nur einer Wechseloption kämpften die HSG-Youngster auch um Rang vier der Abschlusstabelle. Zur Pause sorgte ein Traumtor von Linus Steinweg mit der Sirene für Begeisterung, in der 41. Minute lag die HSG sogar mit sechs Treffern vorn (20:14). Doch Irxleben kämpfte sich zurück und stellte in der Schlussminute bei 59:11 Minute wieder den Gleichstand her.
Dramatischer hätte der Schlusspunkt kaum sein können: Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte setzte sich Lukas Ribbert trotz früher Vorbelastung seit der 27. Minute mit zwei Zeitstrafen in der vorletzten Aktion stark durch und holte einen unstrittigen Siebenmeter  heraus. Fynn Janke übernahm Verantwortung, scheiterte jedoch unglücklich am linken Knie des gegnerischen Torhüters – es blieb beim 26:26.
Beeindruckend: Alle Feldspieler kämpften bis zum Ende und trugen sich mindestens einmal in die Torschützenliste ein. Dahinter überzeugte auch das rotierende Torhüterduo. „Sowohl Fiete Schuster als auch Marvin Wohl haben das Team mit sehenswerten Paraden unterstützt“, lobte Göhring. Auch Steinweg hob den Teamgeist hervor: „Ein toller Zusammenhalt. Die Jungs haben immer bis zum Abpfiff alles gegeben und sich im Saisonverlauf weiterentwickelt.“
Ein besonderer Dank ging zudem an Jason Becker und Leon Erkenberg: „Auch wenn sie wenig bis gar nicht gespielt haben, hatten sie ihre Momente und waren für das Team wichtig. Ich freue mich, die Jungs nun im Männerbereich zu sehen und zu beobachten, wie sie ihren Platz finden.“ Trotz der Punkteteilung gab es am Ende Grund zum Jubeln. Durch das Unentschieden zwischen dem USV Halle und Coswig verteidigte die HSG Ehle Rang vier in der Abschlusstabelle. Damit ist sie auch in der kommenden Saison in der Oberliga vertreten.
HSG Ehle: Wohl, Schuster – Steinweg (8), Göhring (6), Kalsdorf (3), Ribbert (2), Hartmann (1), Gröbe (1), Janke (5/2)
vs

HSG Börde vs HSG Ehle

HSG befreit sich vom Druck
Nachwuchs-Handball: Die männliche A-Jugend der Spielgemeinschaft aus Biederitz und Gommern hat nach einem klaren Erfolg in Oschersleben Platz vier fest im Blick.
Letzter Auswärtsauftritt der Oberliga-Saison, die Rasselbande kommt ihrer Pflicht nach: Mit einem wilden Mix der Jahrgänge 2007 bis 2010  hat die männliche Handball-A-Jugend der HSG Ehle ihr Auswärtsspiel in Oschersleben erfolgreich gemeistert. Die die männliche B-Jugend am Sonnabend spielfrei blieb, halfen kurzerhand  Louis Bodenstedt (2009), Lennard Kloth und Till Mewes (beide 2010) aus und kompensierten Ausfälle die Ausfälle im Team mustergültig: „Die drei haben sehr ansprechende Leistungen gezeigt“, sagte Ramon Göhring aus dem Trainerteam mit Yves Steinweg. Und mit Blick auf die Bedeutung des Gastspiels in der Börde war nach dem 42:28 (18:12)-Erfolg ohnehin kollektives Aufatmen angesagt: „Vorab hatten wir Rang vier als Abschlussplatzierung selbst in der Hand, hätten aber auch noch auf Platz sieben abrutschen können.“
Diese Zweifel wischten die Gäste aber zeitnah beiseite. Dem 1:2-Rückstand (3.) folgte ein 7:1-Lauf zur eigenen 8:3-Führung (15.). Im weiteren Verlauf überzeugte das Team trotz teils ungewohnter Rollenverteilung. So wechselten sich Robin Göhring und Lukas Ribbert auf der vakanten Kreisläuferposition ab und lösten die Aufgabe defensiv wie auch im Angriff ordentlich. Letzterer stellte etwa beispielsweise gute Sperren und zog im richtigen Moment weg und ermöglichte dem Rückraum regelmäßig Durchbrüche für den freien Abschluss. Aus der starken Abwehrarbeit entsprangen mehrere Ballgewinne, die zu Tempogegenstößen und einfachen Toren führten. „Gleichzeitig haben sich die Jungs nur wenige technische Fehler geleistet. 18 Tore in der ersten Hälfte bestätigen dies.“
Nach der wegweisenden Sechs-Tore-Pausenführung der HSG Ehle stellten die Gastgeber im Angriff auf zwei Kreisspieler um, doch auch diesen taktischen Kniff verteidigten die Gäste ihrerseits in einer 5:1-Formation locker weg. Fynn Janke warf in der 39. Minute die erstmalige Zehn-Tore-Führung  heraus (25:15).
Die Minuten bis zum Abpfiff waren dann von einer Menge Spaß, Spielwitz und guten Torhüterleistungen geprägt. Marvin Wohl stand dabei in der zweiten Hälfte seinem Vorgänger Fiete Schuster in nichts nach, während sich unter den Vorderleuten alle in die Torschützenliste eintrugen. Auf einen ähnlichen Auftritt bleibt auch morgen zu hoffen, wenn in der Biederitzer Ehlehalle das letzte HSG-Saisonspiel ab 13.30 Uhr steigt. „Mit einem Sieg gegen Irxleben wollen wir Platz vier perfekt gemacht werden. Denn damit würde sich auch eine mögliche Qualifikation für die Oberliga der männlichen A-Jugend in der Saison 2026/2027 erübrigen.“
HSG Ehle: Wohl, Schuster – Mewes (3), Steinweg (7), Göhring (3), Kalsdorf (3), Ribbert (4), L. Kloth (1), Bodenstedt (10), Janke (11/3)
vs

HSG Ehle vs HV Wernigerode

Abwehr als Problem – 29:42 gegen Wernigerode

Der feststehende Vizelandesmeister war eine Nummer zu groß für die männliche A-Jugend der HSG Ehle, die sich dem HV Wernigerode mit 29:42 (16:23) beugen musste. Dabei kamen die Gastgeber gut ins Spiel, hielten bis zum 6:7 (8.) Anschluss. Nach einer Viertelstunde zogen die Gäste allerdings auf fünf Treffer davon (12:7). „Offensiv haben die Jungs zwar mehrere technische Fehler eingestreut, aber 16 Tore in Halbzeit eins sind in Ordnung. Unser Problem war die Abwehr“, bekannte Ramon Göhring aus dem Trainerteam mit Yves Steinweg.
Allen voran den 18-fachen Torschützen Johann Hahne bekam sein Team über das gesamte Spiel nicht in den Griff und verlor defensiv fast alle Zweikämpfe. „23 Gegentore bis zur Pause sprechen für sich.“ Fiete Schuster konnte zwischen den HSG-Pfosten wieder mit einigen Paraden glänzen, trotzdem warf der HVW in der 37. Minute erstmals ein Zehn-Tore-Polster heraus (18:28) und behielt bis zum Abpfiff das Momentum auf seiner Seite. „Aufgrund der gezeigten Leistung ist der Sieg der Wernigeröder Jungs auch in dieser Höhe  gerechtfertigt und wir möchten noch einmal zum vorzeitigen Gewinn der Vizelandesmeisterschaft gratulieren“, so Göhring.
Der HBC Wittenberg als größter Mitkonkurrent der HSG um den dritten Platz hat sein jüngstes Spiel gegen Irxleben mit 31:29 gewonnen und liegt nun zwei Punkte, bei einem Spiel weniger, vor den Youngstern von der Ehle. Morgen empfängt der HBC Wittenberg die HSG Börde, „danach wissen wir, was im Saisonverlauf noch möglich sein wird. Jetzt folgt aber erst mal eine rund vierwöchige Spielpause“. Dann geht es am 18. April nach Oschersleben.
HSG Ehle: Wohl, Schuster – Steinweg (5), Göhring (7), Kalsdorf (1), Ribbert (1), Hartmann (3), Gröbe, Leine (7), Janke (5/1)
vs

HSG Ehle vs SV Blau- Rot Coswig

44:25 – Medaillenchance gewahrt

Die Ausgangslage am Sonnabend war klar: Im Oberliga-Duell gegen Coswig ging es für die HSG-A-Jugend darum, die Chance auf Platz drei zu wahren. Entsprechend groß war die Spannung in der Ehlehalle, wo beide Teams in Bestbesetzung ins Rennen gingen. Die Gastgeber starteten konzentriert, liefen zunächst aber einem kleinen Rückstand hinterher (3:5/8.). Dann nahm das Spiel der HSG Fahrt auf. „Die Jungs haben von Anfang an Energie auf die Platte gebracht, sich gegenseitig gepusht und waren richtig griffig in der Abwehr“, berichtete Ramon Göhring aus dem Trainerteam mit Yves Steinweg. Mit einem starken Zwischenspurt setzten sich ihre Schützlinge ab: Ein 6:1-Lauf brachte die Gastgeber mit 15:11 in Vorhand(27.). Kurz vor der Pause setzte Fynn Janke per Gegenstoß noch einen wichtigen Nadelstich zum 16:13-Halbzeitstand.
Nach dem Seitenwechsel knüpften die Gastgeber nahtlos an. Coswig verkürzte zunächst auf 16:14, doch dann folgte der nächste Lauf: Sechs Treffer in Serie sorgten für eine deutliche 22:14-Führung (35.). Torhüter Fiete Schuster wehrte in dieser Phase zudem zwei Siebenmeter ab und brachte die Gäste damit endgültig aus dem Rhythmus. Nun lief das Spiel der Hausherren wie von selbst. „Die Jungs sind richtig in einen Flow gekommen“, freute sich der Coach und sah, wie Lukas Ribbert in der 39. Minute in seinem bislang besten Saisonspiel ein Zehn-Tore-Plus herauswarf (26:16).
Auch danach ließ die HSG nicht nach. In der Schlussphase feierte Torhüter Marvin Wohl nach längerer Verletzungspause sein Comeback und fügte sich mit mehreren starken Paraden nahtlos ein. Offensiv gelang weiterhin nahezu alles, so dass am Ende ein deutlicher 44:25-Heimsieg auf der Anzeigetafel stand. Besonders erfreulich aus Trainersicht: Alle Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein, darunter auch Karl Bittner und Connor Paech, die in dieser Saison erstmals für die A-Jugend aufliefen. „Unterm Strich war das eine geschlossene Mannschaftsleistung auf allen Positionen. Das macht uns als Trainerteam natürlich stolz.“ Weiter geht es  am 21. März um 15.30 Uhr erneut in der Ehlesporthalle. Dann empfängt das Team den Tabellenzweiten aus Wernigerode. Mit einer ähnlich starken Leistung wie gegen Coswig ist dann im Kampf um die vorderen Plätze weiterhin vieles möglich.
HSG Ehle: Wohl, Schuster – Steinweg (2), Göhring (2), Bittner (5), Paech (3), Kalsdorf (1), Ribbert (9), Hartmann (3), Gröbe (1), Leine (9), Janke (9/1)
vs

HSG Ehle vs HBC Wittenberg

Spannung bis zur letzten Sekunde
Die Spannung während der Schlussminute war greifbar in der Eintracht-Sporthalle: Gerade hatte Fynn Janke per Siebenmeter den 32:32-Ausgleich gegen den HBC Wittenberg erzielt, die HSG Ehle kam noch einmal in Besitz des Spielgeräts – und blieb es dank punktgenauer Auszeit sechs Sekunden vor Schluss auch. Die Sperre für Linus Steinweg stand, der Schütze entschied sich für die richtige Ecke, doch der Wurf verfehlte das Gästetor knapp.
Ihrer verpassten Siegchance trauerten die Hausherren umso mehr hinterher, da sie kurz nach der Pause noch mit 22:14 (33.) in Führung gelegen hatten. „Aufgrund des zwischenzeitlichen Vorsprungs war es ganz klar ein Punktverlust. Trotzdem haben wir damit nach dem 29:29 im Hinspiel den direkten Vergleich gegen Wittenberg gewonnen“, war Ramon Göhring aus dem Trainerteam bemüht, das Positive aus dem Samstagnachmittag zu ziehen.
An dessen Beginn fand die HSG nach holprigem Start (1:3/3.) schnell in die Spur, erarbeitete sich über den 8:8-Ausgleich (14.) eine 12:8-Führung (21.) und baute das Polster bis zur Pause auf sechs Treffer aus (20:14). Nachdem die Gastgeber nach der Pause weiter nachlegten, schien das Unterfangen Heimsieg auf einem guten Weg, allerdings blieben in dieser Phase vier, fünf weitere gute Gelegenheiten ungenutzt beziehungsweise Pfosten und Lattentreffern verhinderten den Ausbau des Vorsprungs.
So blieb der HBC dran, legte nun einen 10:2-Lauf hin und war beim 24:24 (46.) wieder mittendrin statt nur dabei. Die HSG mobilisierte nochmals letzte Kräfte und war beim 31:29 (54.) wieder vorn, doch ein 0:3-Lauf und ein ungenutzter Siebenmeter in der „Crunchtime“ sorgten für eingangs beschriebenes Drama und die 32:32-Punkteteilung. „Defensiv müssen wir das wie beim vorherigen Lauf unserer Gäste natürlich viel besser verteidigen“, legte der Coach den Finger in die Wunde.
Lange nachtrauern kann die HSG dem verlorenen Zähler aber nicht. Bereits am Sonnabend steht um 15 Uhr das nächste „Endspiel“ um Platz drei gegen Coswig an. „Dann bestreiten wir das Vorspiel der Biederitzer Herren und hoffen auf eine volle Ehlehalle mit lautstarker Unterstützung der Jungs.“
HSG Ehle: Schuster, Becker – Steinweg (3), Göhring (4), Kalsdorf (1), Ribbert, Hartmann, Gröbe (5), Leine (11), Kliem, Janke (8/3)
vs

HSG Ehle vs BSV 93 Magdeburg

30:23 – BSV 93 wird Favoritenrolle gerecht
Mit nur acht Spielern ging es für die HSG ins Heimspiel gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer, der dagegen 13 Akteure aufbieten konnte. Die Rollen waren klar verteilt und bereits der Start verlief holprig. Nach fünf Minuten lagen die Hausherren mit 1:4 zurück, kämpften sich aber in den Nachmittag und hielten den Rückstand bis zum 11:14 (27.) konstant.
Wie zuletzt gegen den USV Halle folgte kurz vor der Pause eine Schwächephase verbunden mit einem 1:3-Lauf. Bis zur Schlussviertelstunde blieb das Spiel jedoch spannend (21:25/46.). Dann jedoch setzten die Magdeburger zum Schlussspurt an: Lino Geckert, der bereits parallel in Staßfurt Erfahrungen in der 4. Liga sammelt, warf fünf unbeantwortete Treffer in Folge und entschieden damit die Partie. „Defensiv hätten wir das besser lösen müssen“, gab Ramon Göhring aus dem HSG-Trainerteam mit Yves Steinweg zu. Doch aufgeben kam nicht in Frage. In den letzten drei Minuten verkürzten die Gastgeber auf 23:30 und konnten damit zumindest den Endspurt für sich beanspruchen.
Mit Blick auf die Tabelle wartet nun eine spannende Phase: Fünf „Endspiele“ um die Platz stehen noch an. Wenn die HSG im Rückspiel gegen Wernigerode am 21. März in eigener Halle nur einen Punkt holt, bleibt Saisonbronze trotz der drei Niederlagen im Kalenderjahr 2026 komplett in eigener Hand. „Aber Spiel für Spiel“, mahnt Göhring, „die Tabellensituation ist verrückt, wir müssen fokussiert bleiben.“
HSG Ehle: Schuster – Steinweg (3), Göhring (7), Kalsdorf (1), Hartmann (2), Gröbe (3), Kliem, Janke (7/1)
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USV Halle vs HSG Ehle

Trotz Niederlage bleiben Chancen
Ein Blick auf die Aufstellungen genügte, um die Kräfteverhältnisse einzuordnen: 14 Hallenser empfingen am Sonnabend acht Gäste, welche die Herausforderung jedoch annahmen und bis zum 12:11-Zwischenstand (23.) auf absoluter Augenhöhe agierten. Ärgerlich: Nicht zuletzt aufgrund einer Handvoll Gebälktreffer blieb der HSG eine eigene Führung verwehrt. „Danach läuft das Spiel leider komplett gegen uns. Auch weil der Rückzug aufgrund nachlassender Kräfte nicht mehr funktioniert“, nahm Ramon Göhring aus dem Trainerteam vorweg.
Nach dem Seitenwechsel mussten die Gäste dem hohen Tempo und unzähligen Eins-gegen-eins-Situationen endgültig Tribut zollen. In der finalen Auszeit (54.) stellte die HSG ihre Abwehr noch einmal auf eine 3:3-Formation um, schaffte es auch, das Momentum auf ihre Seite zu ziehen und kämpfte sich auf 28:31 (58.) heran. „Leider konnten wir die Partie aufgrund fehlender Körner nicht mehr drehen“, erklärte der Coach, zollte dem schmalen Kader aber großen Respekt: „Die Jungs haben alles rausgehauen, auch wenn es nicht zur Punktmitnahme reichte.“ Platz drei bis acht trennen damit aktuell nur fünf Minuspunkte. Das letzte Wort in Sachen Medaillenvergabe ist damit auch für die aktuell viertplatzierte HSG längst noch nicht gesprochen.
HSG Ehle: Erkenberg, Schuster – Steinweg (5/1), Göhring (4), Kalsdorf (6), Ribbert (5), Hartmann (3), Janke (6/2)
vs

HSG Ehle vs HSV Haldensleben

30:32 – Großer Einsatz bleibt unbelohnt
Zwischen dem jüngsten Punktspiel Anfang Dezember und dem Rückrundenauftakt vom Sonnabend  hat die HSG natürlich auch noch mal an den spielerischen Abläufen gearbeitet. Für einen von ihnen endete der Testvergleich gegen die Biederitzer Bezirksoberliga-Herren jedoch schmerzhaft: Torhüter Marvin Wohl verletzte sich aufgrund einer unglücklichen Aktion. Die Diagnose steht zwar noch aus, jedoch droht dem Rückhalt des Teams erneut ein längerer Ausfall. Ramon Göhring aus dem Trainerteam mit Yves Steinweg richtete daher aus: „Wir wünschen Marvin eine schnelle Genesung und hoffen, dass er bald auf die Platte zurückkehren kann.“
Aufgrund weiterer Ausfälle im Team ging es mit lediglich sechs Feldspielern und zwei Torhütern in die Partie, wobei mit Timo Leine nur ein etatmäßiger Rückraumspieler zur Verfügung stand. Zum Vergleich: Der HSV konnte 13 Akteure aufbieten. „Die Jungs spielten teilweise auf ungewohnten Positionen und uns fehlten natürlich Optionen. So war auch klar, dass es über die 60 Minuten eine Kraftfrage werden würde. Basis sollten deshalb eine starke Abwehr und einfache Tore nach Ballgewinnen sein.“
Jeweils zwei Zeitstrafen für Maximilian Gröbe (40.) und Lukas Ribbert (46.) machten das Verteidigen jedoch nicht einfacher. Dennoch blieben die Gastgeber bis dahin in Schlagdistanz (23:24/46.), Aufgrund ausgelassener Chancen gerieten sie jedoch rund zehn Minuten später mit 25:29 in Rückstand. Diesen Vorsprung verteidigte der HSV dann auch bis zur 57. Minute (27:31), aber auch danach ließ die HSG die Köpfe nicht hängen und stellte nochmals auf 30:32.
In der letzten Spielminute gelang den Hausherren jedoch kein Torabschluss mehr und die Gäste nahmen beide Punkte mit. „Was die Jungs unter diesen Voraussetzungen gezeigt haben, macht David (Trainer-Aushilfe David Koch; Anm. d. Red.) und mich stolz“, fasste Göhring dennoch zusammen. Trotz dieser Niederlage befindet sich das Team unverändert im Kampf um Bronze. Dafür würde ein Heimsieg gegen den Mitkonkurrenten aus Coswig den nächsten Schritt bedeuten. Die ursprünglich für morgen angesetzte Partie wurde allerdings auf einen unbestimmten Termin verlegt.
HSG Ehle: Schuster, Becker – Kalsdorf (4), Ribbert (6), Hartmann (2), Gröbe (3), Leine (8), Janke (7/3)
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SV Irxleben 1919 e.V. vs HSG Ehle

30:27- Sieg zum Jahresausklang
Es hat vielleicht diesen Weckruf gebraucht und Marvin Wohl hat  ihn geliefert. Als sich sein Team nach ausgewachsenem Fehlstart mit 3:6 im Rückstand sah, wehrte der HSG-Torhüter einen Siebenmeter ab (11.) und holte das Momentum auf die Seite der Gäste. Auf der Gegenseite traf Fynn Janke per Strafwurf zum erstmaligen Ausgleich (9:9/18.). „Ab da waren wir im Spiel“, registrierte Ramon Göhring aus dem Trainerteam mit Yves Steinweg zufrieden und sah auch, wie Janke mit seinem bereits achten Treffer in der letzten Sekunde  der ersten Hälfte den 14:15-Anschluss herstellte.
Bis zur „Crunchtime“ blieb die Partie umkämpft (25:25/54.). Dann brachte der glänzend aufgelegte Jannis Hartmann die HSG per Doppelschlag 70 Sekunden vor Ultimo mit 29:27 in Führung. Als Wohl dann auch den folgenden Wurf des SVI abwehrte und das HSG-Trainerduo zur Auszeit bat, stellten sich die Gäste auf viel Laufarbeit und die offensive Manndeckung der Hausherren ein. Den gut herausgespielten Torabschluss konnte Irxleben nur per Foul unterbinden und Lukas Ribbert, der bereits nach zwölf Minuten seine zweite Zeitstrafe kassiert hatte, aber bis zum Ende clever und mit kühlem Kopf verteidigte, traf per Nachwurf vom Siebenmeterpunkt zum Endstand.
Mit Blick auf die Tabelle keine Pflichtaufgabe, sondern ein wichtiger Erfolg. So hat die HSG unter den fünf Teams, die aktuell um Platz drei kämpfen, ab Januar alles in eigener Hand. „Gerade die letzten beiden Saisonspiele machen uns stolz, da das zu Saisonbeginn neu zusammengestellte Team sich mehr und mehr gefunden und jetzt eine gefestigte Basis hat“, lobte Göhring und fügte an: „Ich möchte mich stellvertretend für die Mannschaft bei beiden Vereinen, den Sponsoren und besonders den Eltern für die bisherige Unterstützung bedanken und wir wünschen allen eine schöne Weihnachtszeit.“
HSG Ehle: Erkenberg, Wohl, Schuster – Steinweg (3), Göhring (3), Kalsdorf (2), Ribbert (2/1), Hartmann (4), Gröbe, Leine (3/1), Janke (13/2)
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HSG Ehle vs HSG Börde

Große Möglichkeit beim Schopfe gepackt
Fünf Siege aus den bisherigen fünf Heimspielen waren eine hervorragende Ausgangslage vor dem sonntäglichen Duell gegen den Tabellendritten aus Oschersleben. Ramon Göhring aus dem HSG-Trainerduo mit Stefan Bußmann erklärte: „Mit Blick auf die Tabelle war es eine riesige Möglichkeit, im Kampf um Bronze Punkte gut zu machen. Entsprechend motiviert waren wir.“ Die Gastgeber legten dann auch einen 7:1-Traumstart hin (8.), gaben die anschließende Überzahlsituation aufgrund einfacher Fehler aber mit 0:3 ab. Erst eine Auszeit stoppte den Lauf des Gegners, der inzwischen auf 5:7 verkürzt hatte (13.).
Anschließend sollten die Hausherren aber schnell zu den Stärken der Anfangsphase zurückfinden. Basis war eine starke Verteidigung mit gutem Zugriff zum Gegner. Dies ermöglichte es Keeper Marvin Wohl auch, diverse Würfe zu entschärfen. Im Angriff zeigten Maximilian Kalsdorf und Lukas Ribbert auf den beiden Außenpositionen  ein starkes Spiel und steuerten insgesamt zwölf Tore bei. Auch der Rückraum trug seinen Teil zum folgenden 13:4-Lauf und der 21:12 Halbzeitführung bei.
„In der zweiten Hälfte mussten wir den Fokus unbedingt hochhalten. Es gab keinen Grund, nachzulassen und die Führung noch einmal in Gefahr geraten zu lassen“. Dies taten die Youngster aus Gommern und Biederitz dann auch in beeindruckender Manier und nach 40 Minuten lagen sie unverändert mit elf Toren in Führung (29:18). Für die letzten rund acht  Spielminuten kam Marvin Wohl noch als Feldspieler zum Einsatz, um den krankheitsbedingten Ausfall von Robin Göhring im Rückraum besser aufzufangen. Auch hier verlieh er dem Spiel noch mal neue Impulse und erzielte das 37. Tor. Aufgrund des intensiven Spiels ließ in den letzten beiden Minuten die Konzentration doch etwas nach, was der Gegner noch zur Ergebniskosmetik  nutzte.
Am Sonntag wartet um 14.30 Uhr in Irxleben das letzte Hinrundenspiel, bevor es dann in die kurze Pause bis zum 17. Januar geht. „Es gilt natürlich, nachzulegen. Mit Blick auf die Tabelle kämpfen aktuell noch sechs Teams um die Bronzemedaille und es wird definitiv eine extrem spannende Rückrunde, in der wir auch die beiden Top-Teams in eigener Halle empfangen“, blickte Coach Ramon Göhring voraus.
HSG Ehle: Wohl (1), Schuster, Becker – Steinweg (5), Kalsdorf (7), Ribbert (5), Hartmann (3/1), Gröbe, Leine (11), Janke (8/3)
vs