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Zusammenfassung

Dramatischer Finaleinzug perfekt: Am 11.Mai gegen den SV Irxleben

Die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz verloren zwar am Sonntag ihr Punktspiel bei TuS Magdeburg mit 28:31 (16:17), warfen aber knapp 20 Stunden zuvor den Rettungsanker für eine womöglich doch noch zufriedenstellende Saison mit dem Einzug in das Nordcupfinale am 11.Mai.

Dass Spiele am Freitagabend ein gewisses Etwas haben können, hat sich an diesem Wochenende einmal mehr bewahrheitet. Im Nordcup- Halbfinale standen sich dei Frauen des SV Eiche 05 und des FSV 1895 Magdeburg gegenüber, welche erst fünf Tage zuvor im Ligalltag die Klingen an gleicher Stelle mit dem besseren Ende für die Gäste (33:31) gekreuzt hatten. „Wir wollten unbedingt Wiedergutmachung für die unnötige Niederlage betreiben“, meinte der Biederitzer Trainer Stefan Treffkorn vorab, der aber vom Anpfiff weg feststellen musste, das gerade in Sachen Chancenverbesserung weiterhin (zu) viel Luft nach oben war. Dies brachte nach einem durchaus gelungenen Start (3:1) schnell die Gäste in die Vorderhand, die mit fünf Toren in Serie nach zwölf Minuten eine 6:3- Führung herausgeworfen hatten. Den Gastgebern fehlte neben der Wurfeffektivität auch der eigene Spielrhythmus, so dass die Gäste zunächst die Begegnung aus einer eigenen Führung heraus (7:9, 22. und 9:12, 27.) bestreiten konnten. Etwas konzentrierter zu Werke gehend konnten die Gastgeber noch vor der Pause den 12:13- Anschluss herstallen.
Auch nach dem Seitenwechsel sprach zunächst deutlich mehr für die Fermersleber, die sich nach einer Dreiviertelstunde beim Stand von 20:15 deutlich mehr Luft verschaffen konnten. Auch nach 53 Minuten sprach beim Stand von 23:19 nahezu alles für einen Finaleinzug der Gäste, ehe SVE- Routinier Daniela Schottstedt mit eine Dreierpack ihre Farben auf 22:23 heranbringen konnte. Die neuerlichen Treffer des FSV zum 24:22 bzw. 25:23 beantwortete die unbekümmert aufspielende Sophie Ribbert jeweils mit dem Anschlusstreffer, so dass sich den Gastgebern in der Schlussminute die Chance zum Ausgleich bot. In diesem war dann das Sprichwort „alle guten Dinge sind drei“ allgegenwärtig, denn nach einem abgewehrten Wurf von Linksaußen sowie einem Pfostentreffer war es schließlich Nina Bublitz mit dem dritten (!) Nachwurf, die mit der Schlusssekunde den viel umjubelten 25:25- Ausgleich sorgen konnte.
Die fällige Verlängerung sah zunächst die Gäste zweimal vorn, ehe Sophie Ribbert vor dem letzten Seitenwechsel den Spieß zur 28:27- Führung für die Biederitzer erzielen konnte. In den finalen fünf Schlussminuten legte Nina Bublitz zum 29:27 vor, ehe Daniela Schottstedt den 29:28- Anschluss vom Siebenmeterpunkt zum 30:28 konntern konnte. Der treffsichersten FSV- Akteurin Lisa Grunert blieb dann lediglich die Ergebniskosmetik zum 30:29- Endstand.
„Wir haben den Schwung aus den zehn Schlussminuten der regulären Spielzeit mitnehmen können. Dem FSV gingen am Schluss ein wenig die Kräfte verloren“, meinte der Biederitzer Trainer Stefan Treffkorn erleichtert nach dem Schlusspfiff. Die Zuschauer aus beiden Lagern, welche ihre angewandte Wortwahl am Freitagabend punktuell einmal überdenken sollten, sahen ein würdiges Halbfinale mit einem glücklichen Sieger, der am 11.Mai (Austragungsort offen) im Finale auf den SV Irxleben trifft, der sich im anderen Halbfinale souverän mit 42:24 beim Barleber HC durchsetzen konnte.

Biederitz: Grunert, Talke- Dreizehner – Rosenau, Bublitz (2), Schottstedt (9/5), Ribbert (7), Schnell, Harenberg (4), E. Treffkorn (2/1), Bandey, L. Treffkorn, Hesse (5), Makoben, Swoboda (1)

Freitag 19:30 Uhr – Gelingt Revanche im Nordcup- Halbfinale?

Naturgemäß möchte man nach einer sehr bescheidenen Vorstellung möglichst schnell auf die Platte zurückkehren und Wiedergutmachung betreiben, um die gezeigte Darbietung vergessen zu machen. Diese Möglichkeit haben die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz, nunmehr Fünfter mit 16:12 Punkten, knapp 120 Stunden nach dem enttäuschenden Auftritt vom Wochenende gegen den Ligarivalen aus Fermersleben nun am Freitag um 19:30 Uhr, wenn es gegen den gleichen Kontrahenten um den Einzug in das Nordcupfinale am 11. Mai (Ort offen) geht.
„Es war eine katastrophale Vorstellung von uns. Nahezu alle Spieler sind hinter ihren Möglichkeiten geblieben“, bilanzierte der Biederitzer Trainer Stefan Treffkorn und nahm dabei ausdrücklich die Torhüterin Rena Grunert heraus, die „Schlimmeres verhindert hat.“ So agierten die Gäste fast durchgängig aus einer Führung heraus und profitierten dabei von zu vielen Fehlern des Gastgebers, der lediglich beim 10:10 nach 21 Minuten Gleichwertigkeit erzielen konnte. Ansonsten herrschte im Angriffsspiel der Biederitzer die pure Fahrlässigkeit in Sachen Chancenverwertung, welche sich nach enttäuschenden sechzig Minuten bei etwa fünfzig Prozent einpegeln sollte. Beim 15:18- Pausenrückstand bestand für die SVE- Damen dennoch die Chance zur Wiedergutmachung in Hälfte zwei.
In diese starteten die Gäste allerdings deutlich besser und legten schnell zum 20:15 nach. Eine leichte Besserung im Biederitzer Spiel hatte in den folgenden Minuten das Aufschließen auf zwei Treffer beim 21:23 (41.), 22:24 (43.) und 24:26 nach 46 Minuten zur Folge, doch zum wichtigen Anschlusstreffer kam es vorerst nicht. Diesen konnten die Gäste bis zur 57. Minute abwehren, ehe die Gastgeber den 28:31- Rückstand auf 31:32 zwei Minuten vor Ultimo durch Tore von Sophie Ribbert, Daniela Schottstedt und Emilia Treffkorn (Strafwurf) einschmelzen konnten. Der siebte Treffer von Lisa Grunert vom Siebenmeterpunkt zum 33:31 bedeutetee dann jedoch die Entscheidung zu Gunsten des FSV.
„Wir sind heute nicht als Team aufgetreten. Wenn es Handball war, dann basierte dieser auf Einzelaktionen“, gestand Treffkorn enttäuschend nach der völlig verdienten Niederlage.
Diese kann nun aber mit dem Erreichen des Endspiels im Nordcup durchaus unter den Tisch gekehrt werden, denn „der Gegner ist natürlich schlagbar, wenn wir unser Potential abrufen.“ Der Rangsechste der Liga schaffte durch einen 29:26- Erfolg beim Güsener HC den Sprung in das Halbfinale und übersprang zudem in der Vorrunde die unbequeme Hürde Diesdorfer SV mit 37:26. Für die Biederitzer, die das Halbfinale durch einen 37:24- Derbyerfolg in Genthin erreichten, ist also der Weg bereitet, um Wiedergutmachung zu betreiben.
Während im Pokal also noch alles drin ist, dürfte im Ligalltag der angestrebte Medaillenrang nur noch rein rechnerisch möglich sein. So fällt das am Sonntag um 14 Uhr auf dem Programm stehende Pflichtspiel beim anderen Tabellennachbarn TuS Magdeburg (4., 17:11) vielleicht sogar ein wenig ab. „Wir wollen so gut wie möglich performen und eventuell den Hinspielerfolg wiederholen“, erinnert sich Treffkorn an den deutlichen 34:25- Sieg im Januar. Die Chance dazu könnte sich mit dem Erreichen des Nordcup- Finals am Freitagabend sicherlich erhöhen…

Details

Datum Zeit Liga Saison
19. April 2024 19:30 Nordcup Frauen 23/24

Austragungsort

Biederitzer Ehlesporthalle
Schillerstraße, 39175 Biederitz

Ergebnisse

Mannschaft1st Half2nd HalfGoals
SV Eiche 05 Biederitz122530
FSV 1895 Magdeburg132529

SV Eiche 05 Biederitz

Position Goals Interceptions
 00

FSV 1895 Magdeburg

Position Goals Interceptions
 00
Goals
0
0
Interceptions
0
0