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3.Männer: Freundschaftlicher Auftakt geht 24:34 verloren

Die dritte Vertretung des SV Eiche 05 Biederitz hat den verspäteten Saisonauftakt am Montagabend gegen die vierte Vertretung des Post SV Magdeburg mit 24:34 (11:18) verloren. Auffallend war während der gesamten sechzig Minuten vor allem die freundschaftliche Atmosphäre bei allen Beteiligten sowie bei den etwa 50 Zuschauern.

„Es hat großen Spaß gemacht, vielen dank Euch“, war unmittelbar nach Spielende vom Schiedsrichter Eric Steinbrecher in Richtung beider Teams zum hören, der mit seinem Sohn Bennet diese Partie der Kreisklasse leitete und sich wie beide Vertretungen der äußerst angenehmen Herangehensweise an die Aufgabe völlig unaufgeregt und ab und an mit einem Schmunzeln anpasste. Rein sportlich wurden die Gäste um Trainer- Oldie Dieter Baumgart ihrer Favoritenrolle relativ schnell gerecht, wobei es die Biederitzer besonders in den ersten dreißig Minuten verpassten, ein besseres Resultat zu erzielen. „Uns unterlaufen zu viele Flüchtigkeitsfehler, die die Gäste postwendend per Konter zu nutzen wussten“, erinnerte sich der Biederitzer Verantwortliche Dirk Hesse später. So nahmen die Postler eine richtungsweisende 18:11- Führung mit in die Kabinen und profitierten schon zu diesem Zeitpunkt von ihren beiden erfahrenen Rückraumspielern Guido Weidner und Sven Herrmann, die final auf jeweils neun Treffer kamen. 

Der letztjährig oft eingetretene Einbruch blieb bei den Gastgebern in der zweiten Hälfte dann aber gänzlich aus. Trotz vieler vorgenommener Wechsel erspielten sich die Biederitzer reichlich Möglichkeiten, denen schon noch der ein oder andere Treffer mehr hätte entspringen können oder sogar müssen. Auch die Abwehr kam schließlich etwas stabiler daher, wobei Torhüterroutinier Hubert Bruchmüller nicht ganz unschuldig daran war, denn er konnte zahlreiche gute Möglichkeiten der Gäste entschärfen. Einziger Wermutstropfen war Mitte des zweiten Spielabschnittes die Verletzung des Magdeburgers Sven Herrmann, dem der SV Eiche 05 auf diesem Weg eine schnelle Genesung wünscht. Die Magdeburger setzten sich schließlich verdientermaßen mit 34:24 durch und feierten damit ihren ersten Saisonerfolg. Den Biederitzern ist mit einer gesunden Mischung aus Jung und Alt trotz der Niederlage ein ordentlicher Auftakt gelungen, welcher in jeglicher Hinsicht Hoffnung macht. „Die Integration der Youngster hilft Ihnen und uns sehr. Vielleicht können wir mit dem vorhandenen Personal für die ein oder andere Überraschung sorgen“, frohlockte Hesse später. Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich bereits am Sonntag um 10 Uhr, wenn die dritte Vertretung des FSV 1895 Magdeburg in der Ehlehalle gastiert.

Biederitz III: Beran, Bruchmüller, Rojahn – Heitmann (2), Rosenburg, K. Gericke (2/2), M. Thielicke (3/1), Walde (6), Gröbe (2/1), Krüger, Freistedt (3), Kalsdorf (1/1), Jantz (2), Ribbert (2), Arnold, Bartels (1)

E- Jugendteams für Hauptrunde gerüstet

Die Biederitzer E- Jugendmannschaften haben eine Woche vor Beginn der Hauptspielrunde in ihrer Altersklasse ein Vorbereitungsturnier bestritten. In diesem kurzfristig anberaumten „Halloween- Masters“ nahmen neben drei Biederitzer Vertretungen auch die Magdeburger Teams des HSV und des BSV 93 teil. Nach zehn Begegnungen (1 x 12 Minuten) setzte sich schließlich der HSV Magdeburg ungeschlagen vor dem BSV 93 durch. Auf den weiteren Plätzen folgten die männliche E- Jugend I & II sowie die Mädchen des Gastgebers.

Ergebnisse: SV Eiche 05 – SV Eiche 05 wbl. 11:8, BSV 93 Magdeburg – HSV Magdeburg 3:15, SV Eiche 05 II – SV Eiche 05 10:2, SV Eiche 05 wbl. – BSV 93 Magdeburg 5:10, HSV Magdeburg – SV Eiche 05 II 3:2, BSV 93 Magdeburg – SV Eiche 05 4:5, SV Eiche 05 II – SV Eiche 05 wbl. 7:7, SV Eiche 05 – HSV Magdeburg 5:10, BSV 93 Magdeburg – SV Eiche 05 II 6:3, HSV Magdeburg – SV Eiche 05 wbl. 11:7

Endstand: 1. HSV Magdeburg 8:0 Punkte 39:17 Tore, 2. BSV 93 Magdeburg 4:4 23:28, 3. SV Eiche 05 4:4 23:32, 4. SV Eiche 05 II 3:5 22:18, 5. SV Eiche 05 wbl. 1:7 27:39

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2.Männer: Favorit taumelt, fällt aber nicht

Unter dem Strich steht das bittere Pokal-Aus, doch für ihre Leistung müssen sich Handballer des SV Eiche 05 Biederitz II nicht schämen. Der Bezirksoberligist bringt zwei Spielklassen höher angesiedelte Kühnauer gegen Ende ins Schwitzen.

Niemand sollte überrascht sein oder so tun, wenn Luca Exner in den kommenden Wochen die beste handballerische Version seiner selbst abliefert. Wer den 22-Jährigen aus den Reihen des SV Eiche 05 Biederitz II am Samstagabend im Achtelfinale des HVSA-Pokals beim Wirbeln und Werfen beobachtete, musste zur Feststellung gelangen: Er war verdammt nah dran. Gegen die Oberliga-Truppe der SG Kühnau sah man einen Spielmacher, der gekonnt Passfinten einstreute, Haken vor der gegnerischen Deckung schlug, die Mitspieler in Szene setzte und selbst ein Dutzend Mal das Tor traf. Kurz gesagt: „Luca hat ein super Spiel abgeliefert“, schätzte auch Stefan Quensell ein. Und das Bedauern war dem Trainer deutlich anzuhören, als er auf Exners Rolle als tragischer Held zu sprechen kam: „Er hat zwölf von 15 Würfen verwandelt, bis dahin auch alle drei Siebenmeter, nur dieser eine letzte Versuch landete eben leider am Pfosten.“ 

Am Holz zerschellte so rund eine Minute vor der Schlusssirene auch eine mögliche Verlängerung als Krönung einer starken Aufholjagd. Und damit auch die Hoffnung des gastgebenden Bezirksoberligisten, einen weiteren Favoriten auszuschalten. Übrig blieb nach der  denkbar knappen 25:26 (12:15)-Niederlage aber keineswegs nur Biederitzer Verbitterung, wie Coach Quensell deutlich machte: „Wir haben unser bislang bestes Saisonspiel abgeliefert. Keiner musste sich dafür grämen. Schließlich haben wir einem zwei Klassen höher angesiedelten Gegner alles abverlangt.“ Nur gab es im Spielverlauf eben auch immer wieder kleine Abzweigungen, die der Außenseiter auf dem Weg zum großen Coup verpasste.

Eine erste fiel in Form der holprigen Startphase bis zum 4:9 (13.) noch weniger ins Gewicht. „Wir hatten unsere Startschwierigkeiten, aber die anschließende Auszeit hat gefruchtet“, schilderte der Trainer und sah, wie Linus Steinweg und Luca Exner jeweils per Doppelschlag sowie Leon Kliem den 9:10-Anschluss herstellten (21.). In der zunehmend hektischeren Schlussphase der ersten Hälfte  fiel dann jedoch  ein Aspekt, der  im weiteren Verlauf mitunter wertvolle Körner kostete, schwerer ins Gewicht: „Es war ärgerlich, dass wir  quasi mit der Pausensirene noch ein Gegentor kassieren und damit drei Treffern hinterherlaufen“, haderte Quensell.

Wirklichen Anschluss fanden seine Schützlinge nach Wiederbeginn dann zunächst nicht. Durch einige überhastet abgeschlossene Angriffe wuchs die Hypothek zwischenzeitlich sogar auf fünf Treffer an (15:20/40.). Erschwerend hinzu kam, dass das Unparteiischengespann Maximilian Bomeier/Dominique Lars Lange (Quedlinburg/Bernburg) zunehmend kleinlicher pfiff. Sehr zum Missfallen des Biederitzer Trainers: „Heimschiedsrichter waren beide sicher nicht, wie die Zeitstrafen-Relation zeigt. Sie haben dann die Unruhe auf unserer Bank bemängelt, aber selbst erst dafür gesorgt.“

Auf dem Spielfeld zeigten die Hausherren jedoch eine entsprechende Trotzreaktion. Vor allem Exner lief nun zur Höchstform auf und brachte seine Farben per Dreierpack wieder auf 18:20 heran (45.). Weil Kühnau trotz zwischenzeitlicher Auszeit angezählt wirkte, hielten die Gastgeber den Anschluss und kamen zwei Minuten vor dem Ende zum zwischenzeitlich kaum für möglich gehaltenen 25:25-Ausgleich. Nach der neuerlichen Führung der Gäste bot sie sich dann wie eingangs geschildert die große Chance, das Tor zur Verlängerung aufzustoßen, doch Exners Strafwurf krachte am Gebälk. Auch das jeweils letzte Time-out auf beiden Seiten brachte in den finalen 30 Sekunden keine Veränderung mehr auf der Anzeigetafel.

Während der strauchelnde Oberligist aus Dessau also mit eineinhalb blauen Augen das Ticket fürs Viertelfinale löste, lobte Quensell trotz des Ausscheidens sein starkes Kollektiv: „Insgesamt haben die Jungs eine tolle Leistung gezeigt. Das schließt auch die A-Jugendlichen ein, die uns einmal mal mehr tatkräftig unterstützt haben und die man unbedingt lobend hervorheben musste.“

Biederitz II: Nafe, M. Wohl, Le. Exner – Maffert (3), Janke, Kliem (4), Bahr, Holzgräbe, Deneke (1), L. Steinweg (4), L. Hartmann, Wiedon (1), J. Hartmann, Lu. Exner (12/3)

Kühnau: Oehme, Bräutigam – Kutzer (2), Fritze, Parusel, Hübner (2), Lingner (4), Kilian (2), Durban (1), Reppmann (4/2), Strohm (2), Hähle, Michalik (1), Maaß (2), Franz, Vodotinski (6)

Siebenmeter: Eiche II 4/3 – Kühnau 2/2; Zeitstrafen: Eiche II 6 – Kühnau 2; Rot: Dennis Franz (43., Foulspiel) -Kühnau

1.Männer – 60 Minuten wie im Rausch

Oberligist SV Eiche 05 Biederitz bleibt auch im sechsten Saisonauftritt unbezwungen. Gegen eine erschreckend schwache Staßfurter Reserve steht am Ende sogar ein Rekordsieg.

Alexander Ernst wäre an seiner alten Wirkungsstätte sicher ein herzlicher Empfang bereitet worden. Der Rückraumkanonier des HV Rot-Weiss Staßfurt II fehlte gegen seinen Ex-Club aus Biederitz jedoch aufgrund einer Knieverletzung. Ebenso suchte man in der Ehlehalle vergeblich nach der Identifikationsfigur der Bodestädter, Sebastian Retting, der die erste Mannschaft 2022 zum Regionalliga-Aufstieg gecoacht hatte. Und auch Lieven Rach, wegen dessen Hochzeit die Auftaktpartie der Handball-Oberliga überhaupt erst auf den vergangenen Sonnabend verlegt wurde, musste krankheitsbedingt passen. „Es war offensichtlich, dass der Gegner nicht die volle Mannschaft beisammen hatte. Aber das soll nicht unser Problem gewesen sein“, konstatierte Peter Pysall. 

Ohnehin standen der SV Eiche 05 und sein Trainer in den seltensten Momenten des Samstagabends vor allzu großen Schwierigkeiten. Am Ende leicht abzulesen am 45:21 (22:10)-Kantersieg, der das Team nun auch ganz offiziell zum ersten Verfolger vom noch makellosen Spitzenreiter BSV 93 Magdeburg werden ließ. Losgelöst von der Tabelle und letztlich doch daran abzulesen markierte der Samstagabend den nächsten logischen Entwicklungsschritt, den der Biederitzer Coach von seinen Schützlingen erwartet hatte: „In diesen Spielen können sich die Jungs freischwimmen. Sie waren leistungsmäßig da, wo wir sie als Trainerteam haben wollen“, lobte Pysall und sah eine Woche nach dem überzeugenden 37:24-Erfolg über TuS Radis, wie seine Mannschaft ihren bislang deutlichsten Sieg seit dem Sprung in die Oberliga im Vorjahr einfuhr: „Das war eine runde, gelungene Sache.“

Zur Wahrheit gehörte allerdings auch, dass der punktlose Aufsteiger aus Staßfurt in der Form vom Sonnabend kaum konkurrenzfähig ist. Im reichlich eindimensionalen Angriff der Gäste summierten sich am Ende über 20 technische Fehler auf. Abgesehen von Routinier Falko Nowak (neun Treffer) trat bei der Rot-Weiss-Reserve kaum jemand aus dem Abschlussschatten hervor, wobei das Biederitzer Prunkstück der laufenden Saison einmal mehr vollauf überzeugte: die Defensive.

Angefangen bei Keeper Gustav Nafe, der in Worten seines Trainers „den nächsten Glanztag erwischte“, stellten die Hausherren auch davor ein Bollwerk, das seinen Namen verdiente. „Mit Jason Thielecke und Jannis Richter oder später auch Robin Urban konnten wir uns auf einen starken Innenblock verlassen“, hatte Pysall beobachtet und sah, wie sein Team nach dem mehr als ordentlichen 7:2-Start (10.) schon zur Pause die Frage nach dem Sieger klärte. 

Dass zu den zehn Gegentreffern der ersten Halbzeit nur elf weitere nach dem Seitenwechsel hinzukamen, belegte, dass die Gastgeber nie die Zügel schliefen ließen. Vorn spielten sie sich mit einem Tempo, dem Staßfurt nicht folgen konnte, in einen wahren Rausch. Mit Blick auf den Gesamteindruck zeigte sich so auch der  Trainer vollauf zufrieden: „Die Jungs haben nahtlos an ihren letzten Auftritt angeknüpft.“ Wohlwissend, dass die folgende Hürde  am Sonnabend ab 16.30 Uhr nicht im Vorbeigehen zu meistern sein wird. Bei der HSG Wolfen erwartet Gastvereine erfahrungsgemäß alles, nur kein warmer Empfang.

Biederitz: Nafe, Wetzel – Urban (7), Daßler (12), Kinast (3), Hesse (5), Richter (3), Held (3), Steinweg (7), Schneider (3), Wohl (1), Thielecke (1), Beres

Staßfurt II: Schütte, Tuchen, Krause – Ogaitis, J. Becker (2), Engelhardt, M. Becker, Zimnick (1), Spadt (3), Tacke, Dobritz (2), Standhardt (3), Nowak (9/2)

Siebenmeter: SVE 3/0 – RWS II 4/2; Zeitstrafen: SVE 3 – RWS II 2

1. & 2.Männer mit starken Auftritten

Am Sonnabendabend waren sowohl die erste und zweite Männermannschaft in heimischer Ehlehalle gefordert. Zunächst setzte sich das Oberligateam in der Nachholpartie gegen den Liganeuling HV RW Stassfurt II überraschend deutlich mit 45:21 (22:10) durch und kletterte im Ranking weiterhin ungeschlagen auf Rang zwei.

Im Anschluss musste die zweite Vertretung im Achtelfinale gegen die zwei Ligen (!) höher beheimatete SG Kühnau ran und lieferte dem Favoriten einen großartigen Fight. Nach einem 12:15-Pausenrückstand kämpften sich die Gastgeber kurz vor der Schlusssirene sogar zum 25:25-Ausgleich, ehe den Kühnauern final der auch glückliche 26:25-Erfolg gelang. Dennoch absolute Hochachtung vor der Leistung des stark ersatzgeschwächten Bezirksoberligisten, der nie einen Klassenunterschied erkennen ließ.

1.Männer gg Stassfurt II & 2.Männer im HVSA-Cup gg Kühnau

Wiederum nur ein kleines Spielprogramm hält das zweite Oktoberferienwochenende für die Biederitzer Mannschaften parat. Während die erste Mannschaft am Sonnabend zu gewohnter Zeit um 17:30 Uhr auf den Liganeuling HV RW Stassfurt II trifft, kommt es im Anschluss ab 19:30 Uhr zur Begegnung im HVSA- Pokal zwischen der zweiten Männermannschaft und dem Oberligisten SG Kühnau, der erst vor zwei Wochen in eigener Halle Kontrahent der ersten Männermannschaft (22:22) war. Gelingt der zwei Ligen tiefer spielenden SVE- Reserve vielleicht sogar der große Coup?

1.Männer mit runder Sache – 37:24 gegen Radis

Mit einer rundum überzeugenden Vorstellung hat der Handball- Oberligist SV Eiche 05 Biederitz die bis dahin ebenfalls noch ungeschlagene Vertretung von TuS Radis mit 37:24 (18:13) bezwungen. Siegbringend war dabei die starke Abwehr mit einem überragenden Torhüter Gustav Nafe.

Es ist gewiss nicht so einfach, den Biederitzer Trainerfuchs Peter Pysall einmal zum Strahlen zu bringen, doch was seine Mannschaft am Sonnabendabend vor 150 begeisterten Zuschauer abspulte, war diesbezüglich absolut zielführend. „Das war eine glasklare Steigerung gerade im Angriffsverhalten, während die Deckung an die Leistungen der Vorwochen anschließen konnte. Die Torhüterleistung dazu war dann natürlich sensationell“, verteilte Pysall trotz der Glanzpunkte in allen Mannschaftsteilen noch ein Extralob an Schlussmann Gustav Nafe, der nach sechzig Minuten bei etwa fünfzig Prozent gehaltener Bälle angekommen war.

Der 4:1- Blitzstart war für den weiteren Verlauf natürlich auch richtungsweisend, denn das gute Defensivverhalten war gleichzeitig der Dosenöffner für schnelle Gegenstöße und einfache Treffer. „Die Tore, mit den wir uns ja zuletzt schon ein wenig schwer getan haben, waren ein Motivationsschub für die Truppe“, erinnerte sich Pysall, der im weiteren Verlauf sah, wie die Gastgeber über das 8:4 (14.) und 12:8 (21.) nach 23 Minuten auf 15:10 stellen konnten. War es hinten die harmonische Abwehr, so wirbelten vorn die Daßler, Steinweg & Co den Gegner fast nach Belieben durcheinander, was schließlich folgerichtig und auch in der Höhe verdient in einer 18:13- Halbzeitführung mündete.

Auch unmittelbar nach dem Beginn der zweiten dreißig Minuten hatte das Spiel nicht grundlegend Neues zu bieten. Die Biederitzer hatten nach 37 Minuten auf 23:14 erhöht und Gustav Nafe hatte längst wieder einen Platz in den Köpfen der Gäste gefunden, welche teilweise nicht einmal die Abpraller im Gehäuse unterbringen konnten. Nach zwei Toren der Radiser zum 23:16 (39.) legten die Gastgeber einen 5:0- Lauf zum 28:16 (42.) nach und beseitigten auch die letzten Zweifel über den Ausgang der Begegnung. In der verbleibenen Spielzeit brachten die Biederitzer die überaus faire Partie, die sehr kleinlich mit jeweils neun (!) Zeitstrafen geleitet wurde, sicher über die Ziellinie. Über die Stationen 30:19 (46.), 33:21 (51.) und 34:23 (54.) wurde schließlich ein in dieser Deutlichkeit nicht erwartbarer 37:24- Erfolg eingefahren.

„Das war eine runde Sache heute. Ab und an fehlt uns noch ein wenig die Einfachheit und Ruhe im Spielaufbau, speziell in Bezug auf die Kreisanspiele“, fand Pysall dann doch noch ein sehr kurzes Haar in der Suppe. Zwei weitere Personalien sorgten parallel zum Heimsieg für Beachtung, denn während Kapitän Max Held aufgrund der Personalknappheit seinen Urlaub verschob, durfte Youngster Marvin Wohl in den Schlussminuten unter großem Beifall sein Debüt im Erwachsenenbereich zwischen den Pfosten feiern. 

Man kann also rundum von einem gelungenen Abend in der Biederitzer Ehlehalle sprechen und darauf hoffen, dass sich dieser am kommenden Sonnabend beim Nachholspiel gegen den Aufsteiger HV RW Stassfurt II wiederholt.

Biederitz: Nafe, M. Wohl – Bahr, Thielicke (2), Daßler (13/6), Kinast (6), Hesse (6), Richter (1), Held, Steinweg (7), Wiedon (2), Beres, Eix

Radis: Pannier, Faust – Düresch, Täuber (1), Johannes, Engel (4), Hanke (4), Hammerlik, Lindner (1), Knape (6/2), Krickemeier (3), Kummer (3), Nitsche (2)

Zeitstrafen: Eiche 9, Radis 9 + rote Karte Tim Niclas Düresch (46:45) und Oliver Lindner (3×2 Minuten)

Siebenmeter: Eiche 6/6, Radis 5/2