Autor: Ingo Heitmann

HSG Ehle/MJA II ist Bezirksoberligameister

Der erste Matchball sitzt

Nachwuchs-Handball: Die einen sind am Ziel ihrer Träume, die anderen mittendrin im Kampf um Bronze – siegreich waren am Wochenende sowieso beide A-Jugendteams der HSG Ehle. Zwei Spieltage vor Ultimo verwandelte die zweite Mannschaft am Sonntag ihren ersten Matchball zur Bezirksmeisterschaft. Der Oberliga-Kader wahrte ebenfalls seine Medaillenchance.

Manche Duelle leben ewig in der Erinnerung. Für HSG-Trainer Stefan Bußmann trug sich am Sonntagnachmittag genau so eins zu: „Ich bin seit 13 oder 14 Jahren Jugendtrainer, aber das war eins der besten Spiele, die ich an der Seitenlinie erleben durfte“, sagte der frischgebackene Meistercoach nach dem 40:18 (18:8)-Erfolg über Aschersleben. „Über 60 Minuten hatten wir kaum Schwächephasen. Wir haben das defensiv wie offensiv einfach durchgezogen.“ Und mit dem zehnten Sieg im zehnten Saisonauftritt ist zwei Spieltage vor Ultimo nun auch klar: Der Titel im Spielbezirk Nord geht an die Ehle.

Schon zur Pause hatte die HSG ein beruhigendes Zehn-Tore-Polster aufgebaut. Besonders in defensiver Hinsicht wusste die HSG-Reserve zu überzeugen. Zuletzt hatte das Team intensiv an der 6:0-Abwehr gearbeitet – mit sichtbarem Erfolg. Auch offensiv beeindruckten die Gäste mit viel Tempo, der konsequenten Suche nach Zweikämpfen und einer mustergültigen Umsetzung der taktischen Vorgaben.  Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Team konzentriert, verteidigte konsequent und nutzte seine Chancen im Angriff. Der Vorsprung wuchs stetig, bis am Ende ein auch in dieser Höhe verdienter Erfolg auf der Anzeigetafel stand.

So ist den Youngstern aus Biederitz und Gommern die Bezirksmeisterschaft vor den ausstehenden Duellen gegen den FSV 1895 Magdeburg (Sonntag, 14 Uhr, Ehlehalle) und eine Woche später in Schönebeck nicht mehr zu nehmen. Trotzdem will die Mannschaft die Saison mit voller Konzentration zu Ende bringen. „Zwei Spiele haben wir noch – und wir wollen natürlich die weiße Weste behalten“, so Bußmann. Ein kleines Zeichen für die besondere Leistung gab es nach dem Spiel obendrein: „Ausnahmsweise stand mal ein Kasten Bier in der Kabine. Sonst bin ich davon kein großer Freund, aber das war vielleicht der richtige Anlass“, verriet der Trainer mit einem Augenzwinkern. Erfolge gehören schließlich auch gebührend gefeiert.

HSG Ehle II: Erkenberg, Becker – Mewes (6), Theuerkauf (1), Bittner (3), Paech (9/4), Sens (2), Wittke, Plambeck (3/2), Hoffmann (7), L. Kloth (1/1), Bodenstedt (4), Stallmann (4)

Die Ergebnisse des Wochenendes

Sonnabend:

Güsener HC – MJE II 26:27 (10:16)

HSV Magdeburg – MJE 52:20 (25:10)

HSG Ehle/MJA – BR Coswig 44:25 (16:13)

1.Männer – HSG Wolfen 2000 28:22 (15:9)

Sonntag:

HC Aschersleben – HSG Ehle/MJA II 18:40 (8:18)

MJC – SC Magdeburg 30:30 (14:14)

Frauen – Eintracht Immekath 41:9 (15:4)

Möckeraner TV – 2.Männer 23:22 (13:11)

Die Übersicht des Wochenendes

Sonnabend:

1.Magdeburger BC – WJC 9:27 (3:12)

MJE II – Eintracht Hohenwarthe 28:22 (15:11)

TSV Wefensleben – WJA 24:23 (13:12)

HSG Ehle/A – HBC Wittenberg 32:32 (20:14)

HSG Ehle/B – HSG Wolfen 2000 46:30 (20:17)

TuS Radis – 1.Männer 26:30 (14:18)

Sonntag:

WJD – 1.Magdeburger BC 47:9 (27:3)

MJD – HG 85 Köthen 34:50 (16:26)

MJC – SpG HBW WB/Zahna 29:20 (13:13)

Frauen – TuS Magdeburg 29:31 (9:14)

2.Männer – MTV Weferlingen 33:25 (15:10)

Montag:

3.Männer – Post SV Magdeburg III 21:23 (9:13)

Die Ergebnisse des 21./22.Februar

Sonnabend:

WJE – HSV Magdeburg 17:33 (5:17)

FSV 1895 Magdeburg III – 3.Männer 38:19 (21:7)

MJD – BSV 93 Magdeburg 17:36 (10:22)

HSG Ehle/MJB – BSV 93 Magdeburg II 29:28 (14:15)

HV Solpke/Mieste – MJE II 13:34 (3:14)

FSV 1895 Magdeburg – WJA 12:24 (7:13)

HSG Ehle/MJA – BSV 93 Magdeburg 23:30 (12:17)

1.Männer – SG Kühnau 41:27 (21:13)

Sonntag:

BSV 93 Magdeburg – WJC 19:23 (11:9)

BSV 93 Magdeburg – MJE 49:20 (21:6)

MJC – BSV 93 Magdeburg 20:25 (10:11)

HV Lok Stendal – HSG Ehle/MJA II 34:47 (23:25)

Die Ergebnisübersicht des Wochenendes

Sonnabend:

USV Halle – MJD 26:19 (13:8)

Eintracht Gommern – WJC 14:29 (7:13)

Wacker Westeregeln – HSG Ehle/MJB 21:20 (13:9)

USV Halle – MJC 33:26 (15:11)

USV Halle – HSG Ehle/MJA 35:29 (17:12)

FSV 1895 Magdeburg – Frauen 29:25 (15:9)

HSG Altmark/West – 2.Männer 19:33 (8:17)

Sonntag:

MJE – SC Magdeburg 5:52 (2:26)

MTV Weferlingen – WJE 23:26 (12:18)

WJA – SV Oebisfelde 23:33 (12:20)

HSG Ehle/MJA II – HV Lok Stendal 55:23 (28:6)

1.Männer – HV Wernigerode 46:28 (22:15)

Nachruf Hans Ahrendt

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Hans Ahrendt, der am 02. Februar 2026 im Alter von 94 Jahren von uns gegangen ist.

Hans Ahrendt war nicht nur ein herausragender Handballspieler, der 1952 die Vize-DDR-Meisterschaft im Großfeld-Handball gewann, sondern auch ein engagierter Trainer und leidenschaftlicher Sportbegeisterter.

Sein Leben war geprägt von seiner Leidenschaft für den Sport. Ob aktiv auf dem Spielfeld oder als Zuschauer.

Hans Ahrendt hat den Sport in all seinen Facetten gelebt und stets mit Begeisterung verfolgt, sei es in der Zeitung oder vor dem Fernseher.

Im Namen des Vorstands des SV Eiche 05 Biederitz möchten wir seiner Familie unser tief empfundenes Beileid aussprechen und ihm für seine Hingabe zum Sport danken.

Biederitz, Februar 2026

1.Männer: Verdienter Sieg beim SV Irxleben

Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben das ewige Duell beim SV Irxleben zu ihren Gunsten entschieden. Nach einer 15:12- Halbzeitführung nahmen sie schließlich mit einem verdienten 31:27 beide Zähler mit an die Ehle.

„Großes Kompliment und Dank an die Truppe. Sie haben sich jederzeit an den Matchplan gehalten und wirklich alles umgesetzt, was ihnen vorab an die Hand gegeben wurde“, gab der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt anschließend zu Protokoll. Freistedt hatte in der Wildparkhalle vor etwa 180 Zuschauern, darunter 60 Gäste, die alleinige Verantwortung, da Chefcoach Peter Pysall an alter Wirkungsstätte krankheitsbedingt nicht mitwirken konnte.

Über weite Strecken des ersten Spielabschnittes begegneten sich beide Vertretungen auf Augenhöhe, welche folgerichtig in einem 11:11 nach 23 Minuten mündete, wobei der Biederitzer Spielmacher Max Held bereits nach 14 Minuten verletzungsbedingt (Sprunggelenk) zum Zuschauen verurteilt war und „Verursacher“ Erik Hofmann ebenfalls unter den Zuschauern Platz nehmen musste. „Wir haben die Räume nicht zubekommen, einiges über den Kreis zugelassen und noch an der Orientierung in der Abwehr gefeilt“, erinnerte sich Freistedt später. Die finalen Minuten des ersten Abschnittes gehörten dann aber den Gästen, die in Überzahl agierend gut die entstandenen Lücken nutzen konnten und damit eine 15:12- Pausenführung erspielen konnten. 

Auch nach dem Seitenwechsel hatte das Polster von drei Toren beim 17:14 (36.) zunächst Bestand, ehe ein kleines Leistungsloch den Irxlebern in einer sehr emotionalen Phase den 17:17- Ausgleich (38.) ermöglichte, welcher auch folgerichtig die Auszeit der Biederitzer Bank nach sich zog. In dieser wurde in erster Linie die mangelnde Passqualität angemahnt, die sich dann im weiteren Verlauf wieder in gewohnter Qualität präsentieren sollte. Zudem blieb der Erfolg nicht aus, denn Bennet Daßler mit zwei verwandelten Strafwürfen und ein Doppelpack von Rechtsaußen Luca Exner, er half aus der zweiten Mannschaft aus, brachten den Gästen beim 21:17 nach einer Dreiviertelstund wieder mehr Luft. 

Die letztmalige Aufholjagd des SVI zum 20:22 (48.) blockten die Biederitzer, die in dieser Phase ein wenig Pech im Abschluss hatten, dann in souveräner Manier ab. „Wir waren im 1:1 deutlich stärker und hatten in Joey Chandler Witte ein starken Rückhalt“, benannte Freistedt weitere Gründe für den späteren Erfolg, der sich bereits beim 26:21- Zwischenstand (52.) abzeichnen sollte. Da auch in der verbleibenen Spielzeit der Druck oben gehalten werden konnte, obwohl die Kräfte sichtlich schwanden, kam es schließlich über die Stationen 28:22 (54.) und 29:24 (56.) zum hochverdienten 31:27- Erfolg.

Eher unterschwellig verlief während der sechzig Minuten das Duell der beiden Toptorschützen der Liga. Während Connor Kriesch immerhin auf zwölf Treffer kam, war sein angeschlagener Kontrahent Bennet Daßler achtmal auf der Anzeigetafel präsent. Daßler verfolgte ein Großteil der Partie auf der Bank, versenkte aber immerhin sechs Strafwürfe souverän und behielt somit im Gesamtranking knapp mit 129:128 die Nase vorn. 

Überhaupt dürfte dieser Nebenkriegsschauplatz die Daßler & Co nur sehr wenig interessiert haben, denn mit einer mannschaftlich geschlossenen Vorstellung gelang Sieg zwei in Serie, welche nun gern in zwei Wochen im Heimspiel gegen den zuletzt viermal in Folge siegreichen HV Wernigerode fortgesetzt werden darf.

Irxleben: Lengefeld – Herre, Meinicke (2), Seiler (1), Schardt, Heinecke (2), Kriesch (12/1), Feller, Orolowski, Carlson (4), Heinrichs, Walter, Krause (1), Wohlfromm (3), Hofmann (1), Rips (1)

Biederitz: Witte, Wetzel – Urban (2), Richter, Beres (2), Daßler (8/6), Kinast (3), Hesse (3), Held, Steinweg (1), Hammecke (5), Lu. Exner (5), Eix (2)

Siebenmeter: Irxleben 2/1, Biederitz 7/6

Zeitstrafen: Irxleben 3 + rote Karte Erik Hofmann (13:42 Min.), Biederitz 5

Winterferien: 1.Männer in Irxleben gefordert

Vor einer unangenehmen Hürde steht am Sonnabend ab 17 Uhr der Handball- Oberligist SV Eiche 05 Biederitz (7., 15:15 Punkte), denn es geht am 16. Spieltag zum Dauerrivalen nach Irxleben (11., 9:21). Im Hinspiel gab es einen souveränen 28:22- Heimerfolg, der die Biederitzer aber nur bedingt in die Favoritenrolle drängen dürfte.

Als die Biederitzer Ende September an Spieltag zwei als klarer und verdienter Sieger in der heimischen Ehlehalle vom Feld gingen, hatte der SV Irxleben nach gerade einmal zwei Begegnungen sein Platz im Handballoberhaus des Landes naturgemäß noch nicht gefunden. „Es wird ein ganz anderes Spiel, denn sie werden uns überraschen wollen“, rechnet der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt mit einem heißen Tanz in der Wildparkhalle. Diese hatte zum Jahresauftakt einen 37:31- Erfolg gegen die SG Kühnau gesehen, ehe die Irxleber um Neutrainer Markus Splitt, er löste im November Aufstiegstrainerin Dr. Marita Daum ab, am letzten Wochenende in Wernigerode (30:31) ohne Zählbares die Heimreise antreten mussten. 

Während die Partie rein tabellarisch ein Mittelfeldduell darstellt, gibt die aktuelle Torschützenliste der Oberliga da schon mehr her, denn mit Bennet Daßler (Biederitz, 121 Tore) und Connor Kriesch (116, Irxleben) treffen hier die beiden Toptorschützen aufeinander. Neben Dreh und Angelpunkt Kriesch sollte von den Biederitzern aber auch der Kader drumherum Beachtung geschenkt werden, denn dieser kommt sehr körperlich und spielintelligent daher. „Wir müssen wachsam sein und eine gute und harte Abwehr stellen. Dazu gilt es, die eigenen Angriffe schnell und kontrolliert vorzutragen“, gibt Freistedt die Marschrute aus, mit der der identische Biederitzer Kader das Unterfangen Auswärtserfolg in Irxleben angehen möchte.

Aber auch die wichtigsten Grundbausteine des Erfolges werden die Biederitzer wieder in die Waagschale werfen müssen. „Die gesamte Truppe hat Wille und Einsatz gezeigt“, meinte der Biederitzer Chefcoach Peter Pysall am letzten Sonnabend nach dem souveränen 36:28- Heimsieg gegen den HSV Haldensleben. Grundvoraussetzungen also, um vielleicht wieder eine kleine Siegesserie zu starten…

Großes Dankeschön an alle Unterstützer

Der SV Eiche 05 Biederitz wurde nach dem Einbruch in das Vereinsbüro Mitte November mit einer großen Welle der Unterstützung in vielfältiger Form bedacht. „Wir möchten uns an dieser Stelle für die zahlreichen Spenden und auch Sachleistungen bedanken, welche den entstandenen Schaden doch erheblich abmildern konnten“, wird der Biederitzer Vereinsvorsitzende Michael Thielicke zitiert. Ohne die zahlreichen anderen Geldgeber abwerten zu wollen, war es Thielicke dennoch ein dringendes Bedürfnis, sich bei der langjährigen Großsponsorin des Vereins Christiane Kühne zu bedanken, die aus ihrem Privatvermögen (!) einen großen dreistelligen Betrag beisteuerte. „Auch die vielen kleinen Summen, die den Weg in unser Spendenschwein gefunden haben, helfen uns natürlich ganz erheblich in dieser schwierigen Zeit“, zeigt sich der Vereinschef von der großen Hilfsbereitschaft aller sehr angetan.

Handball- Küken in Colbitz am Start

Die F- Jugend des SV Eiche 05 war heute bei den MInifestspielen von Kali Wolmirstedt in der Colbitzer Sporthalle zu Gast. Dabei war an diesem Tag den Eltern vorbehalten, den Job des Trainers für die insgesamt 19 Kids zu übernehmen. Anschließend bedankte sich Julia Jantz ganz herzlich bei den „Aushilfscoaches“ für einen gelungenen Vormittag.

Fotos: Robert Wahren