Rückblick: Handballtradition bis unters Hallendach

Beim langen Turniertag in Biederitz stehen auch verdiente Ehrenamtler im Fokus.

100 Jahre alt wird auch der Handball in Biederitz nur einmal. Was jedoch nicht bedeutet, dass nach dem großen Festakt Anfang Mai die Feierstimmung verflogen ist. Und so rückte der SV Eiche 05 am Sonnabend seinen langen Handballtag beim 24. Detlef-Heine-Gedenkturnier auch noch einmal ganz ins Zeichen des runden Jubiläums. Zwischen den Duellen der fünf Männer- und vier Frauenteams würdigte der Verein auch auch noch einmal das Engagement seiner Ehrenamtlichen.

In der Mehrzweckhalle hatte Spielwart Oliver Wohl im Mai schon den Strippenzieher gegeben und das Trikot von Ingo Heitmann probeweise in Richtung Saaldecke gebracht. Weil das Stück Stoff dort freilich etwas verloren gewirkt hätte, wurde es nun am Sonnabend an seinen endgültigen Bestimmungsort überführt: In der „Hall of Fame“ der Ehlehalle hängt das Leibchen mit der Rückennummer 2  nun neben den Jerseys weiterer Vereinsgrößen wie Dirk Hesse, Sandra Tuchen, André Freistedt oder Holger Klingebeil – und das völlig zu Recht. Seit 45 Jahren hält Heitmann dem SV Eiche 05 inzwischen die Treue: als aktiver Spieler, zwischenzeitlicher Coach der zweiten und Co-Trainer der ersten Mannschaft sowie seit Jahrzehnten als Sprachrohr, das sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert.

Langanhaltenden Applaus von den Rängen gab es auch bei einigen nachträglichen Auszeichnungen. Zu den Feierlichkeiten im Mai terminlich verhindert, haben sich Ivonne Urban, Marco Schmidt und Riklef Roehl über die Jahre dennoch in unterschiedlichster Funktion verdient bis unverzichtbar gemacht. Neben anerkennenden Worten von Vereinschef Michael Thielicke und dem stellvertretenden Abteilungsleiter Mario Genth gab es für das Trio  dann auch die Ehrennadel des Handball-Verbandes Sachsen-Anhalt (HVSA) in Bronze – verbunden mit den besten Wünschen von HVSA-Präsident Helmut Kurrat, der den Ehrungsmarathon in der Mehrzweckhalle im Frühjahr persönlich begleitet hatte. Seinerzeit waren auch die Plätze von Sebastian Wiedon und Marco Abel leer geblieben, doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Das Duo erhielt so ebenfalls nachträglich die HVSA-Auszeichnung „Förderer des Handballsports“ überreicht. 

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