Die Biederitzer Nachwuchsmannschaften kamen in der zurückliegenden Spielzeit in den Oberligen zu unterschiedlichen Abschlüssen. Während der männlichen B- Jugend als HSG Ehle die Vizemeisterschaft gelang, kam die weibliche A- Jugend im Fünferfeld immerhin in der goldenen Mitte ein. Bei der männlichen A- Jugend als HSG Ehle (4.), der männlichen C- und D- Jugend (5. und 9. Platz) waren trotz des Verfehlens des Podestes unterschiedlich große und dennoch wichtige Leistungssprünge nach oben zu erkennen.
weibliche A- Jugend:
Für die weibliche A- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz sprang im kleinen Fünferfeld, es wurde jeweils dreimal gegeneinander gespielt, die goldene Mitte heraus. Mit 10:14 Punkten wurde die Bronzemedaille erreicht, mit der man an der Ehle durchaus gut leben kann. „Niederndodeleben und der BSV 93, gegen die wir stets unterlegen waren, sind auch aufgrund ihrer breiteren Kader fast in einer anderen Liga unterwegs gewesen. Mit Rang drei haben wir unser Saisonziel erreicht“, resümierte der Biederitzer Trainer Jan Schmidt, der vor allem die Einstellung seiner Mädels in einer sehr zähen Spielzeit mit vielen spielfreien Wochenenden lobte. Natürlich stach Jessica Urban mit ihren insgesamt 84 Toren ein Stück weit heraus, doch im Laufe der Spielzeit konnte die Verantwortlichkeit zunehmend auf mehrere Schultern (u.a. Anouk Wotjak und Luise Warnecke) verteilt werden. Die stets angespannte personelle Situation verschärfte sich bereits früh mit dem Wegbrechen von Annika Löffler (Sportbefreiung) und im weiteren Verlauf auch mit den vorzeitigen Abgängen von Nina Zhou und Antonia Keitz. Der anvisierte Podestplatz konnte schließlich im Duell gegen den TSV Wefensleben finalisiert werden. Dabei kristallisierte sich der 23:21- Auswärtserfolg Anfang November beim unbequemen Kontrahenten als enorm wichtig heraus. „Wefensleben als Spielort trifft nicht so unseren Geschmack und das hat nicht nur mit dem Klisterverbot zu tun“, merkte Schmidt kritisch an, ehe die Mannschaft mit der personalbedingten Absage des Gastspiels beim feststehenden Meister SV Oebisfelde noch für einen unschönen Schlusspunkt in einer ansonsten ordentlichen Saison sorgte.
Saison 2025/2026: Lea Kruse (10 Spiele/0Tore/0 Siebenemeter), Katharina Jung (11/0/0), Emma Rojahn (3/0/0) – Jessica Urban (11/84/16), Anouk Wotjak (9/28/0), Luise Warnecke (11/37/0), Antonia Keitz (10/20/3), Ina Schulze (7/2/0), Finja Böhme (11/35/0), Tessa Grotsch (11/28/2), Lea Gisele Niemann (11/21/0), Hanna Harenberg (1/5/0)
männliche C- Jugend:
Die männliche C- Jugend hat die Spielzeit 2025/2026 auf einem guten fünften Rang mit 20:16 Zählern abgeschlossen. Leider fehlte am Ende lediglich ein Zähler, um sich mit Platz vier direkt wieder für die Oberliga in der kommenden Saison zu qualifizieren. Schon die Vorbereitung forderte Trainer Michael Thielicke viel ab, denn er musste aus drei Bausteinen in sehr kurzer Zeit ein Team formen, welches nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch zwischenmenschlich funktionieren sollte. „Neben dem alten und dem jungen Jahrgang kamen ja auch Akteure vom SCM zu uns. Es gab dann aber keine Schwierigkeiten in jegliches Hinsicht, denn die Jungs haben sich fortan unterstützt und motiviert“, erinnert sich Thielicke an die Startphase im Sommer und Herbst. „Erleichternd kam hinzu, dass die vermeindlichen Leistungsträger die jüngeren Jahrgänge in lobenswerter Manier mitgezogen haben. So war es ein angenehmes Arbeiten mit der Truppe.“
Grundsätzlich präsentierte sich die Mannschaft mit fortlaufender Dauer deutlich ballsicherer, so dass die sinkende Fehlerquote zwangsläufig auch den angestrebten Erfolg mit sich brachte. „Natürlich haben wir dennoch noch reichlich Luft nach oben“, ergänzt Thielicke und denkt dabei auch an den 2012er Jahrgang, der sich aber hervorragend reingekämpft hat.
Reichlich Beispiele für die positive Entwicklung gibt es dann auch zuhauf. Zum einen Luca Kalsdorf, der sehr durchschlagskräftig geworden ist oder auch Luca Stielke, der zum Abwehrchef mutierte. Zum anderen der Spielstarke und durchschlagskräftige Fiete Bartz und Leader Hardy Laabs, die Woche für Woche das Leistungsniveau im Biederitzer Kader bestimmten. „Wir sind mit der Entwicklung zufrieden, bleiben aber auf dem Gaspedal“, blickt Thielicke hoffnungsvoll voraus.
Saison 2025/2026: Joel Danisch (16 Spiele/0 Tore/ 0 Siebenmeter), Ben- Levi Bierdümpfl (12/2/0) – Lennart Leber (5/3/0), Matteo Burgold (18/56/4), Hardy Laabs (17/158/22), Edgar Wontraba (12/3/1), Leon Berger (15/8/0), Fiete Bartz (16/95/9), Luca Kalsdorf (17/35/0), Timo Reim (16/55/5), Daniel Faber (18/18/0), Paul Hesse (3/13/0), Johannes Lehr (11/23/1), Jarno Bruchno (18/44/0), Paul Bienas (11/3/0), Moritz Wägener (1/0/0), Luca Stielke (11/61/0), Leo Frank Dammaß (12/10/1), Lenny Knörich (1/0/0), Maximilian Unger (5/2/0), Philipp Trowe (5/1/0)
männliche D- Jugend:
Die Saison der männlichen D- Jugend endet nach nur zwei Erfolgen gegen das Tabellenschlusslicht SG Kühnau schließlich mit 4:32 Zählern auf Rang 9. Natürlich wirkt diese Ausbeute auf den ersten Blick sehr ernüchternd, aber dennoch bot die Serie durchaus auch Erfolge, die Anlass geben, positiv nach vorn zu blicken. Nach einer guten Vorbereitung mit einigen erfolgreich absolvierten Turnieren war aber schon zu erkennen, dass nur eine gute Angriffsleistung die Probleme im Deckungsverbund überdecken könne. In den ersten vier Pflichtspielen blieb man zwar erfolglos, war aber ergebnistechnisch nicht völlig unterlegen. „Wir konnten stets etwas Positives herausziehen, wobei wir nicht vergessen dürfen, dass der überwiegende Teil unseres Kaders der Jüngere ist und wir somit rein körperlich schon unterlegen waren“, stellt Trainer Steffen Plater fest. Nach dem ersten Doppelpunktgewinn gegen Kühnau (27:24) waren es dann vor allem die hohen Pleiten in Halberstadt (27:40) und beim SC Magdeburg (23:52), die die Stimmung ein wenig dämpften. Aber von „Schwarz sehen“ war nie eine Spur, denn „die Truppe hat sich nie hängen lassen und sich spielerisch stets weiterentwickelt. Die Jungs waren immer um ein gutes Resultat bemüht“, erinnert sich Plater und bekräftigt, dass gerade die Angriffsleistung stetig eine Bessere wurde. „Die Jungs waren kreativ unterwegs und wir haben ja mit Benjamin Plater und Borys Selega zwei Spieler recht hoch in die Torschützenliste bekommen“, ergänzt Plater, der aber auch die Jüngeren wie Felix Poppeck, Emil Feig und Iwo Selega nicht vergessen wollte. Aber auch die anderen Akteure wie beispielsweise Kreisläufer Tobias fahrenkampf haben den richtigen Weg eingeschlagen. „Im Nachwuchs geht es darum, sich weiterzuentwickeln. Dies ist uns gelungen, auch wenn die Tablelle dies sicherlich nicht in der Form wiedergibt“, resümiert Plater und sprach zudem von durchweg guten Trainingseinheiten, in denen viel gelacht wurde und mit Freude und Engagement agiert wurde.
Saison 2025/2026: Carl Christian Griesau (15 Spiele/6 Tore/1 Siebenmeter), Tom Hauenschild (14/16/0), Lilly Hauenschild (9/32/0), Michel Wohlers (15/6/0), Felix Poppeck (17/66/0), Emil Feig (17/31/0), Kajo Oskar John (14/15/0), Tobias Fahrenkampf (15/32/0), Benjamin Plater (17/141/28), Ben Christian Firit (14/1/0), Borys Selega (17/106/8), Benjamin Mertz (3/0/0), Iwo Selega (17/42/0)
