Final- Four der WJE: „Die Mädels können stolz sein.“

Die weibliche E- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz hat beim Final- Four im eigenen Wohnzimmer überraschen können. Nach einem klaren Halbfinalerfolg gegen den Barleber HC gab es im Endspiel eine knappe 23:24- Niederlage gegen den Favoriten HSV aus Magdeburg.

Es war eine rundum gelungene Sache in der Biederitzer Ehlehalle, denn das Final- Four war sowohl für die vier teilnehmenden Mannschaften, den Ausrichter SV Eiche 05 und schließlich auch für das gastgebene Team ein voller Erfolg. Die gut besuchte und stimmungsvolle Halle sah ein erstes Halbfinale, dessen Ausgang in dieser Art und Weise gerade von den Biederitzern nicht in der Form zu erwarten war. „Wir waren gedankenschneller, haben einen hervorragendes Umkehrspiel an den Tag gelegt und schlussendlich auch in der Höhe verdient gewonnen“, meinte der Biederitzer Trainer Alexander Jantz nach den ersten vierzig Minuten und einem 30:20 (20:7)- Erfolg gegen den Nachwuchs aus Barleben. Dabei wurde der Grundstein zum Finaleinzug bereits im ersten Spielabschnitt gelegt, so dass recht früh Kräfte auf die schwere Aufgabe gespart werden konnten. Im anschließenden Duell um Platz drei sicherte sich der 1.Magdeburger BC mit einem 21:19 (12:11) gegen den Barleber HC Bronze.

Im Finale kam es dann zum Duell gegen den Dauerrivalen HSV Magdeburg, dem man sich in der Gruppenphase zweimal geschlagen geben musste. Die SVE- Mädels legten einen tollen Start hin und führten nach 14 Minuten mit 10:6, ehe einige Ungenauigkeiten im Angriffsspiel den Kontrahenten zur Aufholjagd einluden. Der robust zu Werke gehende HSV- Nachwuchs nutzte diese Phase, um mit einer knappen 14:13- Führung in die Pause zu gehen. Nach dem Wiederbeginn legten die Biederitzer wiederum eine tolle Einstellung und Moral an den Tag und belohnten sich wiederholt mit einer Dreitoreführung (18:15 und 20:17). Die Magdeburger steckten aber nie auf und kamen beim 22:22 nach 37 Minuten zum Ausgleich. Die anschließende HSV- Führung egalisierte die beste Biederitzer Schützin Greta Krüger zum 23:23, ehe der vermeindliche Favorit mit etwas Glück das bessere Ende für sich hatte. „Es wurde dann auch zum Kraftakt, da die ständigen Spielunterbrechungen das nötige Tempo ausgebremst haben und wir wiederholt gegen eine Wand anlaufen mussten. So waren auch gelungene Umschaltsituationen nur schwer zu realisieren“, meinte Jantz, der aus seiner Sicht die Schlussminuten schlechthin als recht unglücklich einschätzte.

Als wenig später die ersten Tränen im Biederitzer Lager getrocknet waren, kam dann doch die Freude über den errungenen zweiten Platz zum Tragen. „Die Mädels können stolz sein. Es war ein tolles Erlebnis für alle Beteiligten“, war der einhellige Tenor in der Ehlehalle. Und ein Gutes hat der zweite Rang für die Biederitzer zudem, denn mit dieser Platzierung nehmen sie neben dem HSV Magdeburg an der Bestenermittlung in Wolfen am 6. Juni teil.

Biederitz: Rabe, Jantz (1) – Gericke (9), Eilert (16/1), M. Milling, F. Milling, Poitschke (1), Grundel- Kawano, Altmann (2), Spring (1), Boos, Gehrke, Schulze, Krüger (22), Baumgartl (1)

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