Saisonrückblick Nachwuchs (SAL)

Von den drei Biederitzer Mannschaften in den Sachsen- Anhaltligen hat die B- Jugend fraglos den Vogel abgeschossen. Am Ende stand neben der Landesmeisterschaft der Meistertitel in Mitteldeutschland auf dem Kopfbogen, was den größten Erfolg im Nachwuchsbereich an der Ehle seit Bestehen des Vereins bedeutete. Die männliche C- Jugend blieb dagegen etwas unter den Erwartungen, auch wenn sich natürlich Entwicklungsschritte offenbarten. Eine Duftmarke außerhalb von Sachsen- Anhalt durfte auch die männliche D- Jugend setzen, die sich zunächst aber die Vizemeisterschaft im Ligaalltag sichern konnte. Bei der ostdeutschen Meisterschaft in Dessau reichte es dann schließlich zusammen mit dem BSV 93 Magdeburg (als SG) immerhin zu Rang fünf, was ebenfalls einen großen Erfolg darstellte.

Eine phantastische (lange) und nicht zu toppende Serie legte die männliche B- Jugend des SV Eiche 05 in der Sachsen- Anhaltliga und später länderübergreifend in Mitteldeutschland hin. Dabei begann Mitte September die Spielzeit mit einer knappen 27:28- Niederlage in Oebisfelde. Doch dieser schloss sich bis zum Saisonhalali lediglich noch eine weitere Nullnummer an, als die Heimpartie gegen Eintracht Gommern mit 26:30 in die Hose ging. So reichte es nach der Hinrunde und neun zum Teil sehr beeindruckenden Siegen mit 18:4 Punkten hinter dem SV Oebisfelde „nur“ zu Rang zwei, was aber dennoch souverän für den Einzug in die anschließende Meisterrunde langen sollte. In dieser sprangen weitere vier Doppelpunktgewinne und ein Unentschieden heraus, unter ihnen auch die sehr gut besuchten Heimspiele gegen Westeregeln (26:26) sowie gegen die Oebisfelder, die sich nach der deutlichen 16:27- Niederlage frühzeitig aus dem Meisterschaftskampf verabschiedeten. In diesem war schlussendlich für die SVE- Youngster noch ein Erfolg bei der Gommeraner Eintracht vonnöten, um die Landesmeisterschaft einzutüten. Weit über 100 Zuschauer begleiteten die Truppe um das Trainergespann Dirk Hesse/Ronald Schmidt und konnten schließlich einen 30:26- „Auswärtserfolg“ verbunden mit dem Titel bejubeln. „Dieser Erfolg war eigentlich der Schwerste, auch wenn ja im Anschluss noch Einiges folgen sollte“, bekannte Hesse rückblickend. Die erzielte Platzierung qualifiziterte die Biederitzer für die Vorrunde der Bestenermittlung in Mitteldeutschland, wo jeweils die Meister und deren Vize aus den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Sachsen- Anhalt ihren Meister ausspielen. Die besagte Vorrunde überstand der immer stärker werdene SVE- Nachwuchs in Dresden mit Siegen gegen den Gastgeber HSV (20:18) und gegen SV Petkus Wutha- Farnroda (36:21) schadlos. So kam es nur eine Woche später an gleicher Stelle zum Final Four, wo mit den Wackeren aus Westeregeln der Dauerrivale im ersten Halbfinale wartete. Nach dem jederzeit verdienten 34:22 stand wenig später gegen den inzwischen bekannten HSV Dresden das Finale auf dem Spielplan. Die finalen 50 Minuten in der sächsischen Metropole waren dann an Spannung kaum zu überbieten und der anschließende Jubel nach dem 22:21 unter Spielern, Trainern und über 60 mitgereisten Fans riesengroß. „Wir sind am Optimum angekommen. Der Zusammenhalt Mannschaft, Eltern, Verein und Zuschauer wurde mit den anstehenden Aufgaben immer besser und auch wichtiger. Ein großer Erfolg für uns und den Verein…“, meinte SVE- Trainer Dirk Hesse schließlich nach dem Blick in den Rückspiegel einer unheimlich langen, kräftezehrenden und überaus erfolgreichen Spielzeit 202172022.

Biederitz: Nafe (16 Spiele/0 Tore/0 Siebenmeter), Heseler (12/0/0) – Hammecke (19/66/0), Müller (19/93/2), Schmidt (19/36/2), Hesse (19/118/17), Maffert (19/147/14), Czommer (16/15/0), Wohl (18/3/1), Hartmann (18/10/0), Warnecke (18/57/0), Ribbert (12/4/1), Kupsch (1/0/0), Beres (7/3/0), Geirsson (4/11/0)

Die männliche C- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz spielte eine durchwachsene Saison, in der sich der Biederitzer Nachwuchs zu oft unter Wert verkauft hat. „Leistungsmäßig gehören wir sicherlich nicht da hin, wo man uns schlussendlich im Tablo findet“, meint der Biederitzer Trainer Michael Thielicke, der mit seiner Truppe die einfache Punkterunde nach zehn Begegnungen auf Rang neun abschloss. So konnte sowohl beim HBC in Wittenberg (24:20) als auch im Heimspiel gegen den USV Halle (30:29) doppelt gepunktet werden. Da diese beiden Mannschaften schließlich auch in der Platzierungsrunde 7 – 11 landeten, wurden die Klingen abermals gekreuzt. Nach einer Niederlage in der Saalestadt gab es im heimspiel gegen den HBC nach ordentlicher Vorstellung eine Punkteteilung. „Wir haben zu selten die Handbremse lösen können. Dass muss besser werden und das werden wir nach der nötigen Sommerpause auch in Angriff nehmen, um das eigentliche Potential der Mannschaft abzurufen“, versprach Thielicke, der dann aber nicht mehr auf die Dienste von Finn Müller bauen kann, der zu seinem Stammverein nach Güsen zurückkehrt.

Biederitz: Wolff (13/0/0), Schuster (13/0/0) – Czommer (11/59/4), Reinald (12/5/0), Müller (10/29/6), Steinweg (11/36/0), Kliem (11/12/2), Wohl (11/21/7), Hartmann (12/17/0), Kalsdorf (11/1/0), Ribbert (12/52/4), Bruska (8/5/0), Janke (12/23/0), Gröbe (11/2/0), Geirsson (8/10/0)

Mehr als zufrieden ist man im Biederitzer Lager bei der männlichen D- Jugend, die als Höhepunkt bei der ostdeutschen Meisterschaft in Dessau auf einem starken fünften Platz einkam: „Ich denke, wir haben den Verein würdig vertreten. Und das Wichtigste war immer, dass die Truppe Spaß am Spiel hatte und sich fraglos auch wieder Fortschritte haben erkennen lassen“, meint ein zufriedener Biederitzer Trainer Torsten Riek. Dabei begann die Punkterunde alles andere als wunschgemäß, standen doch vor dem ersten Saisonsieg lediglich 1:3 Zähler auf der Habenseite. Als Dosenöffner sollte sich dann aber der überzeugende 26:23- Heimerfolg gegen den SC Magdeburg erweisen, auch wenn gegen den Ligaüberflieger JSpG Kühnau/DR HV 06 zunächst kein Kraut gewachsen war. Obwohl gegen Ende hin dann auch das Rückspiel beim SCM deutlich in die Hose ging (25:35), war die Qualifikation zur angepeilten Meisterrunde geschafft. In dieser gab es erneut Rückschläge gegen die Kühnauer Vertretung, doch der BSV 93 blieb nach einer 23:29- Heimniederlage hinter dem Biederitzer Nachwuchs zurück, was für den SVE die Qualifikation zur ostdeutschen Meisterschaft bedeutete. Diese wurde aufgrund der angespannten Personalsituation als Spielgemeinschaft zusammmen mit dem BSV 93 Magdeburg angegangen. Ein überaus harmonisches Team machte dann das Wochenende in Dessau zu einem vollen Erfolg und für alle Beteiligte unvergesslich. Rein sportlich bedeuteten die Siege gegen Eisenach, Rostock und Falkensee Rang drei in der Staffel, was das Platzierungsspiel um Platz fünf zur Folge hatte. In dieser Begegnung traf man auf den ewigen Rivalen JSpG Kühnau/DR HV 06 und konnte endlich den Bann brechen. Das 19:14 war schließlich gleichbedeutend mit dem fünften Platz in der Endabrechnung und ein voller Erfolg für alle Beteiligten. „Auch wenn vielleicht hintenrus ein wenig die Power ausging, haben wir doch das Optimum aus dieser Saison herausgeholt. Wir sind unheimlich stotz auf die Mannschaft“, waren sich die Trainer Torsten Riek und Riklef Roehl einig.

Biederitz: Abel (13/0/0) – Blume (13/9/1), J. Hesse (13/104/24), P. Hesse (10/11/1), Theuerkauf (12/4/0), Deneke (13/52/1), Bodenstedt (13/46/1), Riek (12/60/6), Härtel (11/7/1), Reche- Emden (12/12/0), Hass (3/0/0), Neumann (1/0/0), Wiehe (1/0/0)

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