SV BG Goldbeck vs HSG Ehle II

Rekorderfolg mit fadem Beigeschmack: HSG Ehle II landet 73:11-Erdrutschsieg
Dieser Sieg dürfte so schnell nicht aus den Rekordbüchern des SV Eiche 05 Biederitz und SV Eintracht Gommern zu verdrängen sein: Mit einem 73:11 (35:4)-Erdrutscherfolg haben sich die C-Jugendhandballer der HSG Ehle II am Sonntag aus dem Jahr 2023 und der Nordliga-Hinrunde verabschiedet. Gegen einen heillos überforderten SV Blau-Gelb Goldbeck loteten die Gäste also aus, wie viele Treffer in 50 Minuten hineinpassen.
Die Kehrseite der Medaille war jedoch, dass die Begleitumstände des Gastspiels in der östlichen Altmark das Sportliche einigermaßen in den Hintergrund treten ließen. „Ich bin im zehnten Jahr ehrenamtlicher Jugendtrainer. Da denkt man eigentlich, alles gesehen zu haben, um dann leider doch eines Besseren belehrt zu werden“, stellte Stefan Bußmann aus dem HSG-Trainerstab voran.
Acht Zeitstrafen und eine Rote Karte gegen die Gastgeber waren weniger dem aussichtslosen Versuch einer Gegenwehr geschuldet, als vielmehr einer fragwürdigen Moral – nicht nur an handballerischen Maßstäben gemessen: „Den Kindern kann man nicht mal einen Vorwurf machen. Es läuft in den Elternhäusern und im Verein einiges schief, wenn eine Rote Karte nach dem Zeigen des Mittelfingers oder Zwei-Minuten-Strafen wegen Ballwegtretens noch gefeiert werden“, so Bußmann, der bei den geschilderten Aktionen kein Gegensteuern der Goldbecker Bank oder Tribüne erkennen konnte.
Umso erfreulicher, dass die HSG II die Antwort auf sportliche Weise gab und ihren Torhunger nach Herzenslust stillte. Über den 19:0-Start (13.) trennten die Gäste und ihren Gegner, der im Wesentlichen aus dem D-Jugend-Regeljahrgang bestand, sportliche Welten. „Trotz des hohen Vorsprungs haben die Jungs das bis zuletzt seriös und gut gelöst. Am Ende nehmen wir den Sieg mit und niemand hat sich verletzt. Das sind die beiden Aspekte, die zählen“, fasste der Coach zusammen. Sein Team schloss die Hinrunde in Schlagdistanz zu den Top-Drei ab und ist nach der Pause am 20. Januar daheim gegen den HV Solpke/Mieste das nächste Mal gefordert.
HSG Ehle II: Schrank – Wesner (4), Sens (8), Plambeck (10), Bodenstedt (13), Bittner (22/2), Wittke, Abel (3), Kloth (13/1)
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SV BG Goldbeck vs SV Eiche 05 Biederitz

Deutliches 28:15 in Goldbeck trotz Chancenwucher

Trotz fast unterirdischer Chancenverwertung haben die arg gehandicapten Frauen des SV Eiche 05 Biederitz ihr Auswärtsspiel beim SV BG Goldbeck hoch mit 28:15 (17:7) gewonnen. Franzisk Nolde mit acht und Monique Kumpf mit sieben Toren waren die besten Schützen beim Sieger.

In den Anfangsminuten saßen die Biederitzer Frauen irgendwie symbolisch noch im Bus. „Wir haben saublöde Tore gefangen, keine Abwehrarbeit verrichtet und vorn klarste Dinger liegengelassen“, war der O- Ton in der Biederitzer Kabine nach dem ersten ungefährdeten Auswärtserfolg der Saison. Der Biederitzer Trainer Uwe Werkmeister reagierte folglich mit einer frühen Auszeit und stellte die Deckung offensiver auf. Fortan lief es zumindest in diesem Bereich sichtlich besser, kamen doch die Gastgeber bis zur Halbzeit lediglich noch zu drei Torerfolgen. In der Vorwärtsbewegung lief es dann bei den SVE- Frauen zumindest etwas besser, so dass die eigene 7:4- Führung (20.) auf 12:5 (25.) ausgebaut werden konnte. Aber auch die vorentscheide 17:7- Pausenführung täuschte nicht darüber hinweg, dass auf Seiten der Gäste viel zu fahrlässig mit den zahlreichen guten Chancen (u.a. drei Strafwürfe) umgegangen wurde. Auch in den zweiten dreißig Minuten änderte sich am Spielgeschehen nichts Entscheidenes. Die Biederitzer spielten optisch gut, sorgten für Freiräume, aber eben viel zu wenig Futter für die Anzeigetafel. So hielten die in allen Belangen unterlegenen Gastgeber, die zwei starke Torhüter in ihren Reihen hatten, nach dem 9:23- Rückstand (41.) die Niederlage im Rahmen und sahen sich fünf Minuten vor dem Abpfiff vor 40 Zuschauern lediglich mit 12:28 im Hintertreffen. Mit drei Toren in Folge gelang den nie aufsteckenden Goldbeckerinnen sogar noch die Ergebniskosmetik zum 15:28- Endstand.
„Heute hat die Angriffsquote nicht wehgetan. Das kann in den kommenden Spielen aber schon ganz anders aussehen. Wir werden dran arbeiten und es in Zukunft besser machen“, meinte und drohte Trainer Werkmeister mit einem leichten Schmunzeln zugleich.

Biederitz: Lippold, Schieke – Hofmann (2), Stallmann (1), Kumpf (7), Nolde (8/1), Schottstedt (1), Heitmann (4), Beckner (2), Hesse (3)

Auswärts in Goldbeck: Favoritenrolle annehmen
Als klarer Favorit reisen die Nordliga- Frauen des SV Eiche 05 Biederitz am Sonnabend in Richtung Goldbeck. Beim Tabellenschlusslicht soll dort ab 16:30 Uhr nach dem Heimerfolg gegen den FSV 1895 Magdeburg (28:23) nun unbedingt nachgelegt werden.
„Wir hatten intensiv über eine Verlegung nachgedacht und diese eigentlich auch in Betracht gezogen“, war von der Biederitzer Mannschaftsverantwortlichen Josephine Fleischer in der Trainingswoche zu hören. Doch final konnte dann kurzfristig doch eine halbwegs schlagkräftige Truppe für das Gastspiel bei den Blau- Gelben in Goldbeck zusammengestellt werden. Trotz des sehr übersichtlichen Kaders gehen die Biederitzerinnen in ihrem dritten Auswärtsspiel als klarer Favorit in diese Partie, auch wenn bisher in der Fremde (20:27 beim HSV Magdeburg II und 31:38 in Irxleben) noch nichts Zählbares heraussprang. In erster Linie ist dieser Sachverhalt natürlich auf die bisherigen Resultate der Goldbeckerinnen zurückzuführen, die sowohl beim Saisonauftakt (15:39 beim Magdeburger SV 90) als auch im letzten Heimspiel (10:46 gegen TuS Magdeburg) nicht den Hauch einer Chance hatten. Die Damen aus dem Norden stiegen vor zwei Jahren in die 1. Nordliga auf, konnten aber wie alle anderen Mannschaften nach lediglich zwei Begegnungen in allerdings anderer personeller Zusammensetzung die „Coronasaison“ zu den Akten legen.
„Natürlich gehen wir die Aufgabe mit der nötigen Konzentration an, aber klar ist auch, dass wir den Anspruch haben, dort als Sieger das Feld zu verlassen“, gibt der Biederitzer Trainer Uwe Werkmeister klar die Zielsetzung vor. Wenn dann auch noch seine Schützlinge die sich bietenden Möglichkeiten besser als zuletzt nutzen können, steht dem ersten Auswärtserfolg in der Fremde wohl kaum etwas im Weg.
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