SV Wacker 09 Westeregeln vs SV Eiche 05 Biederitz

23:23 – Duell der Verfolger endet Unentschieden

In der Handball- Verbandsliga gab es im Duell der Verfolger zwischen Wacker Westeregeln und dem SV Eiche 05 Biederitz ein leistungsgerechtes 23:23 (12:14)- Unentschieden. Der Sieger des Wochenendes heißt damit HV RW Stassfurt II, der seine Auswärtshürde beim FSV 1895 Magdeburg mit 28:22 sicher übersprang und Rang eins ausbauen konnte.

Weit über 200 Zuschauer, davon etwa 30 aus Biederitz, sahen längst keine hochklassige, aber stets eine spannende und dabei faire Auseinandersetzung, die schließlich in der Punkteteilung ein gerechtes Resultat fand.
„Wir haben eine tolle Moral gezeigt. Das trifft auf die Jungs auf dem Feld und gleichermaßen für die auf der Bank zu“, würdigte der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt den Auftritt seiner Schützlinge, nachdem sie knapp zwanzig Minuten in Hälfte zwei stets einem Rückstand hinterhergelaufen waren. Freistedt vertrat den in München befindlichen Chefcoach Peter Pysall, der nahezu zeitgleich an der Verlängerung seines Trainerscheins arbeitete.
In den ersten dreißig Minuten waren die Gäste das bessere Team, welches aufbauend auf eine solide Deckungsarbeit nach anfänglicher Ausgeglichenheit (3:3) eine 7:3- Führung (13.) herauswerfen konnte. Auch SVE- Schlussmann Max Wetzel präsentierte sich in Höchstform und war ein gewichtiger Baustein für die 9:5- Führung nach 19 Minuten. In den Biederitzer Reihen war es einmal mehr Mittelmann Bennet Daßler, der sich mit seinem Auftritt für eine Manndeckung im zweiten Spielabschnitt qualifizierte, sich dieser aber alsbald verletzungsbedingt entledigte. Nach 22 Minuten hatten die Gäste zwar ein wenig an Vorsprung (11:9) eingebüßt, brachten diesen dann aber relativ sicher mit 14:12 in die Kabine. „Wir haben mit Absicht nicht das allerhöchste Tempo angeschlagen, da der Kontrahent in Sachen „Junges Blut“ uns in nichts nachstand“, meinte Freistedt und lobte damit den ambitionierten Gegner, der eine durchweg gut ausgebildete Truppe stellen konnte.
Von deren Qualität konnten sich die Zuschauer auch unmittelbar nach dem Wiederbeginn überzeugen. Angetrieben vom starken Mittelmann Simon Leonardo Karpe, dieser glänzte neben seinen acht Toren und mit einem überzeugenden eins gegen eins sowie mit dem geschulten Auge für den Nebenmann, schlossen die Gastgeber nach 38 Minuten zum 16:16 auf und gingen vier Zeigerumdrehungen später auch aufgrund einer Leistungssteigerung ihres Torhüters Moritz Malig beim 18:17 sogar in Führung. Erschwerend kam für die Biederitzer im weiteren Verlauf dazu, dass sie mit Moritz Steinweg nach einer roten Karte (unglückliche Abwehr im Konterverhalten) bereits auf ihren zweiten Spielmacher verzichten mussten. Diesen Job löste fortan aber Youngster Lukas Hesse hervorragend, auch wenn im allein drei Treffer wegen vermeindlicher Schrittfehler aberkannt wurden. Überhaupt war die zentrale Spielzeit in Durchgang zwei von wenig Erwähnenswertem geprägt, da beide Teams wiederholt damit beschäftigt waren, ihre jeweilige Unterzahl zu kompensieren. So hatte sich der Spielstand in Minute 49 lediglich auf 20:18 nach oben gearbeitet, wobei die Wackeren das Zweitorepolster auch beim 21:19 (55.) bzw. 22:20 (56.) inne hatten. Dem 22:21- Anschluss von Max Held (Strafwurf) ließen die Gastgeber durch Elias Meyer das 23:21 folgen, ehe Andy Tietzmann vom Kreis wiederum verkürzen konnte.
Die anschließende Auszeit der Westeregelner Bank 70 Sekunden vor Ultimo verfehlte dann aber komplett ihre Wirkung, da die Gäste nach einem Fehlabspiel zum Ausgleich durch Philip Wohl eingeladen wurden. In den verbleibenen 49 Sekunden setzten dann die Gastgeber vergeblich zu einem Kempa- Trick an, der allerdings am Innenpfosten vorzeitig gestoppt wurde. Den lobenswert kämpfenden Gästen bot sich dann per Konter sogar noch die Möglichkeit zum Sieg, die allerdings ebenfalls nicht von Erfolg geprägt war.
„Ja, final war vielleicht sogar mehr drin, aber das Unentschieden geht absolut in Ordnung. Jetzt gilt es in einer Woche gegen Oebisfelde nachzulegen“, war man sich im Biederitzer Lager nach sechzig aufreibenden Minuten einig.

Westeregeln: Malig – Kuhn, Kaschny, Schmidt (2), Karpe (8), Chrzan, Gorges (4/4), Klockmann (2), Thiele, Großheim, Thüne (2), Meier, Meyer (2), Gromadka, Keil (1), Otto (2)

Biederitz: Wetzel, Gronemeier, Seidel – Urban (1), Köster (1), Daßler (8/3), Kinast, Hesse (2), Held (3/2), Steinweg (1), Schneider, Wohl (3), Tietzmann (2), Hartmann, Lu. Exner, Eix (2)

Zeitstrafen: Wacker 8, Eiche 8

Siebenmeter: Wacker 4/4, Eiche 5/5

Verfolgerduell in Westeregeln

Am Sonnabend um 16 Uhr kommt es in der Westeregelner Sporthalle zum Verfolgerduell zwischen dem Rangzweiten Wacker Westeregeln (12:2 Punkte) und dem Drittplatzierten SV Eiche 05 Biederitz (12:4). Wer kann dem Tabellenführer HV RW Stassfurt II, der nahezu zeitgleich beim FSV in Magdeburg gastiert, auf den Fersen bleiben?

Die Gäste aus Biederitz können auf einen wahrlich goldenen Oktober zurückblicken, in dem sie alle drei angesetzten Heimspiele zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Auffällig dabei auch, dass die Leistungskurve dabei stetig nach oben ging, was unweigerlich auch den erzielten Resultaten zu entnehmen ist. Dem farblosen 26:21- „Arbeitssieg“ gegen den eher harmlosen FSV 1895 Magdeburg folgte ein deutliches 31:17 gegen die Reserve der TSG Calbe, wo sich die Steinweg & Co aber erst im Laufe der Begegnung so richtig freischwimmen konnten. Die Krönung schlechthin lieferte die Pysall- Sieben dann aber am letzten Wochenende ab, wo im Derby dem Güsener HC beim 42:24- Erfolg recht überzeugend keinerlei Chancen gelassen wurden. „Eine ähnliche Leistung wird es auch diesmal brauchen, um in Westeregeln zu bestehen“, weiß der Biederitzer Trainer Peter Pysall um die Schwere der Aufgabe.
Diese begründet sich in erster Linie in der Heimstärke der Wackeren, konnten diese doch ihre bisherigen fünf Heimspiele durchweg siegreich gestalten. Dem steht allerdings die Auswärtsstärke der Biederitzer gegenüber, die in ihren bisherigen drei Auftritten in der Fremde die volle Punktzahl verbuchen konnten. Pikanterweise kassierten die Bördehandballer ihre bisher einzige Saisonpleite im einzigen Auswärtsspiel in Güsen, was an der Ehle aber keinerlei Querrechnerei auslöst. „Westeregeln war und ist in eigener Halle schwer zu knacken. Da muss schon Vieles wenn nicht alles bei uns passen…“, weiß auch der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der selbst als Aktiver viele Duelle in der Sporthalle von Westeregeln bestritt.
In der zurückliegenden Spielzeit blieben die Biederitzer gegen den anstehenden Kontrahenten ungeschlagen. Dem 28:28 zum Saisonauftakt folgte schließlich im Januar diesen Jahres ein überlegener 34:28- Heimerfolg. Vielleicht ja ein gutes Omen im mit Spannung erwarteten Duell der Verfolger…

vs

SV Wacker 09 Westeregeln vs HSG Ehle

Am zurückliegenden Handball-Wochenende wurde es auch für die HSG Ehle erstmals ernst. Und der neue Zusammenschluss aus Biederitz und Gommern im Bereich der männlichen C-Jugend ging ungeschlagen aus der Feuertaufe hervor.
Biederitz/Gommern hsg/bjr Während sich der Nordliga-Kader für die weite Anreise in die westliche Altmark mit zwei Zählern belohnte, landete das Sachsen-Anhalt-Liga-Team in einem wahren Handball-Thriller bei Wacker Westeregeln einen Teilerfolg.
Sachsen-Anhalt-Liga mJC: SV Wacker Westeregeln – HSG Ehle 23:23 (12:13)
Eins musste man der „Wackerschmiede“ lassen: In Westeregeln weiß man ein Saisondebüt in einen würdigen Rahmen zu packen. Zum Sommerfest vor der Halle erwartete die erste HSG-Vertretung „eine wahnsinnige Kulisse. So eine proppevolle Tribüne hat man bei einem C-Jugendspiel nicht alle Tage“, wie Stefan Bußmann aus dem Trainergespann mit Riklef Roehl und Torsten Riek hervorhob. Und die Zuschauer in der Waldsporthalle bekamen einen mitreißendes Duell geboten.
Dabei starteten die Gäste nervös. Dass Jonas Hoffmann per Konter mit dem 1:1 nach fünf Minuten der erste Torerfolg für die Spielgemeinschaft beisteuerte, war also bezeichnend. „Was wir dagegen über 50 Minuten bockstark gemacht haben, war die Abwehrarbeit. Es hatte sich in den Testspielen angedeutet, dass dort unser Prunkstück liegt. Wenn wir eine Statistik führen würden, bin ich sicher, dass wir über das gesamte Spiel auf eine zweistellige Anzahl an Ballgewinnen gekommen sind. So macht Handball Spaß“, zollte Bußmann der Defensive großen Respekt.
Weitaus weniger Spaß bereitete hingegen die harte Gangart der Gastgeber. „Unser Ansatz sieht vor, alles ballorientiert zu lösen. Die Westeregelner haben leider probiert, alles, was sie in den Zweikämpfen verloren haben, über Fouls wieder hereinzuholen. Was uns auf der Bank gewurmt hat, war einfach die Gleichgültigkeit der Schiedsrichter gegenüber teils grenzwertiger Fouls“, erklärte der Coach der Gäste. Nebenmann Riek sollte so im Verlauf der zweiten Hälfte nach einem Disput mit den Unparteiischen Carsten Kuske/Günter Ritz (Staßfurt) noch den Roten Karton sehen.
Davon ab stellte Wacker die Gäste aber auch mit seiner 3:2:1-Abwehr vor genug Probleme. Die HSG verpasste es dabei, häufiger das Zusammenspiel mit dem Kreisläufer zu suchen, denn ebenda boten die Hallenherren Angriffsfläche. Da beide Seiten zudem mit starken Torhütern aufwarteten, hatten die jeweiligen Angriffsreihen wenig Gelegenheit zu glänzen, was sich auch darin äußerte, dass sich keine Mannschaft im Verlauf der 50 Minuten mit mehr als zwei Treffern absetzen konnte.
Am Ende des Samstagnachmittags sollte so auch die 23:21-Führung (49.) der HSG nicht bis zur Schlusssirene Bestand haben, sondern von den Gastgebern ausgebügelt werden. „So ist es im ersten Moment ein Punktverlust, aber über das gesamte Spiel gesehen ein gerechtes Unentschieden. In so einer Partie lernen die Jungs unglaublich viel. Beim nächsten Mal gilt es, einen Tick cleverer zu sein und sich mit zwei Punkten zu belohnen“, fasste Bußmann zusammen.
HSG Ehle: J. Kloth, Abel – Paech, Plambeck, Denecke (4), Bodenstedt (2), Jon. Hoffmann (6), C. Kollack, L. Kloth (1), Mewes, Stallmann (10/7)
vs

SV Wacker 09 Westeregeln vs SV Eiche 05 Biederitz

Gerechte Punkteteilung zum Auftakt

Zum Auftakt der Handball- Verbandsliga haben sich Wacker Westeregeln und der SV Eiche 05 Biederitz beim 28:28 (16:13) die Punkte geteilt. Im Lager der Gäste war man nicht unzufrieden, doch allein sieben (!) vergebene Strafwürfe belegen, dass mehr möglich gewesen wäre.

„Wir müssen ganz klar auf uns gucken. Machen wir hier nur die Hälfte aller Möglichkeiten rein, gehen wir als Sieger vom Feld“, brachte es der Biederitzer Trainer Peter Pysall bei der ersten Analyse auf den Punkt. Die Gäste aus Biederitz begannen recht zäh, auch wenn dies am Zwischenstand von 4:4 nach sieben Minuten nicht ins Gewicht fiel. In der Folgezeit ergriff der Gastgeber das Geschehen und konnte eine 9:5- Führung (14.) herauswerfen. Mit der fälligen Auszeit versuchte die Biederitzer Bank, die Akteure besser auf das Gleis zu bringen, was wenig später auch phasenweise von Erfolg gekrönt war. So konnten Bennet Daßler und Neuzugang Maximilian Wiedon den 10:6- Vorsprung der Wackeren auf zwei Treffer (10:8, 16. Minute) einschmelzen. Einhergehend mit mehr Tempo sowie Tiefe im Angriff konnte Linksaußen Robin Urban nach 19 Minuten beim 10:11 den Anschluss herstellen. In der verbleibenen Spielzeit des ersten Durchganges waren dann wieder die Gastgeber am Zug, die gegen die auf 6:0 umgestellte Biederitzer Abwehr oft eine Lösung fanden, da sich diese zu oft als Einzelkämpferfraktion präsentierte. So konnten sich die Westeregelner auf 16:12 absetzen, ehe der gut aufgelegte Till Schneider mit seinem vierten Treffer das 13:16 erzielte, was natürlich im Biederitzer Lager die Hoffnung auf Zählbares ein Stück weit mehr näherte.
Nach dem Seitenwechsel fügte sich der eingewechselte Biederitzer Rückraumspieler Florian Wentzel mit zwei Toren in Serie zum 15:16- Anschluss (34.) wunschgemäß ein. Das 17:15 des Gastgebers konterten Robin Urban und wiederum Wentzel zum 17:17- Ausgleich. Moritz Steinweg netzte wenig später sogar zur ersten Führung der Gäste ein, die dann zunächst einen Strafwurf liegenließen, ehe Philipp Wohl sogar auf 19:17 erhöhen konnten. Kurze Zeit später egalisierten die Gastgeber die Biederitzer Führung und läuteten gleichzeitig eine sehr spannende Schlussviertelstunde ein. In dieser war es ein offener Schlagabtausch, in der bis zum 26:26 (56.) die jeweils knappe Führung ständig wechselte.
Den Gastgebern war es dann in Überzahl vorbehalten, durch ihren Haupttorschützen Jimmy Klockmann das 27:26 vorzulegen. Dem wichtigen Ausgleich durch Maximilian Wiedon folgte ein abermaliger Fehleversuch der Gäste vom ominösen Siebenmeterpunkt. Trotzdem waren es die Biederitzer, die in Person von Rechtsaußen Wiedon 36 Sekunden vor Ultimo das 28:27 vorlegen konnten. Im Gegenzug wehrten sich die Biederitzer dann nach Kräften, mussten allerdings nach zwei Freiwürfen doch noch den 28:28- Ausgleich durch Jimmy Klockmann einstecken.
„Wer sieben Strafwürfe nicht nutzt, darf sich nicht beschweren. Die Moral hat gestimmt, das ganze Miteinander auch“, fand Pysall, der dieses Unentschieden naturgemäß eher als Punktverlust empfand, dennoch versöhnliche Worte nach der gerechten Punkteteilung zum Saisonauftakt.

Westeregeln: Tiefert – Schönbein, Karpe (5), Beinhoff (3), Chrzan, Gorges (8/5), Meier, Klockmann (10), Großheim, Linke, Gromadka (1), Malig, Otto (1), Sera

Biederitz: Gronemeier, Tschirschwitz – Urban (5), Wiedon (5), Köster, Wentzel (5/2), Bahr, Steinweg (1), Schneider (4), Wohl (1), Hartmann, Daßler (6/1), Lu. Exner, Eix (1)

Scharfer Saisonstart in Westeregeln

Der Vorjahresfünfte SV Eiche 05 Biederitz vollzieht in der Verbandsliga- Nord am Sonnabend um 16 Uhr seinen Saisonauftakt beim heimstarken SV Wacker in Westeregeln, der die vergangene SErie auf Rang sechs abschloss. Spätestens dann gilt es, die Sinne für das Wesentliche zu schärfen und den oft genannten Hebel umzulegen.

Das Sprichwort mit der missglückten Generalprobe brauchen die SVE- Handballer nicht wirklich zu Rate ziehen, denn sie können es weitaus besser als am zurückliegenden Dienstag, wo der einzige Vorbereitungstest neben dem vereinseigenen Gedenkturnier gegen den Ligarivalen aus Irxleben knapp (21:22) danebenging. „Wenn wir an unsere Leistungen anknüpfen, mit der wir in der abgelaufenen Spielzeit sechs Siege in Folge einfahren konnten, ist mir nicht Bange“, weiß der Biederitzer Trainer Peter Pysall, der die neue Serie mit fast dem gleichen Kader bestreitet, wie das genannte letzte Spieljahr. Den Abgang vom erfahrenen Kreisläufer Andy Baltruschat konnten die Biederitzer mit Neuzugang Maximilian Wiedon (Rechtsaußen) mehr oder weniger 1:1 kompensieren. Im Gegensatz zur Vorsaison will der Biederitzer Trainer Peter Pysall zunächst mit 14 Akteuren den Auftakt in Angriff nehmen: „Die anderen Spieler sollen nach Möglichkeit in der neu gebildeten 2.Mannschaft reichlich Spielpraxis sammeln.“ Inwiefern es personell wirklich zur Bildung dieser „Reserve“ kommt, wird vereinsintern in der kommenden Woche besprochen. Zeit dafür ist indes reichlich vorhanden, denn die beiden vermeindlichen Auftaktgegner SV Irxleben III und SV Oebisfelde IV haben bereits vor dem Saisonstart ihre jeweiligen Mannschaften aus dem Spielbetrieb zurückgezogen.
Der Biederitzer Coach rechnet am Sonnabend mit einem bissigen Kontrahenten, der in den beiden letzten Duellen lediglich ein Teilerfolg gegen die Ehlehandballer verbuchen konnte. „Diese 1:3 Zähler wollen sie gerade vor eigener Kulisse vergessen machen. Nicht nur deshalb müssen wir vom Anpfiff weg Entschlossenheit und Kompaktheit an den Tag legen, sprich wir müssen gegenhalten“, erwartet Pysall einen heißen Tanz in der Westeregelner Sporthalle. Obwohl die Biederitzer nach der Punkteteilung in der Fremde (22:22) das Heimspiel mit 28:25 siegreich gestalten konnten, blieb vor allem die linke Rückraumachse in gefährlicher Erinnerung. Beleg dafür ist auch, dass sich mit Jimmy Klockmann der letztjährige Torschützenkönig mit 194 Treffern (10 pro Spiel) im Aufgebot der Wackeren befindet. Auch auf der Torhüterposition wusste der anstehende Kontrahent in den letzten Duellen durchaus zu überzeugen. Dies taten aber zuletzt auch die beiden Biederitzer Schlussmänner Andy Gronemeier und Michael Tschirschwitz, die sich trotz der knappen Testspielniederlage in beachtlicher Frühform präsentierten.
Sollten die Biederitzer Feldspieler dann am Sonnabend ihren Hintermännern nacheifern können, wäre gegen das eingangs angeführte Sprichwort sicherlich nichts einzuwenden…

vs

SV Wacker 09 Westeregeln vs SV Eiche 05 Biederitz

Knappe Auftaktniederlage in Westeregeln

Zum Saisonauftakt musste die männliche A-Jugend des SV Eiche 05 Biederitz in der Sachsen-Anhalt-Liga in Westeregeln bei einem der Staffelfavoriten antreten. Das Spiel begannen die Hausherren wie die Feuerwehr und schnell lagen die Gäste mit 0:2 und 1:4 im Hintertreffen. Wie erwartet standen die Westeregeler regelrecht auf dem Gaspedal und wollten sofort klare Verhältnisse schaffen. Doch die ein- bis zwei Jahre jüngeren Biederitzer kämpften und spielten sich in die Begegnung hinein. Auch die am Beginn des Spiels einseitigen Herausstellungen gegen das Biederitzer Team fing die Truppe auf. Über eine intensive Abwehrarbeit und starken Paraden von Gustav Nafe zwischen den Biederitzer Pfosten nutzten die Biederitzer ihrerseits ihre Kontenchancen, denn meist wurden diese durch Linksaußen Marius Hammecke stark und sicher abgeschlossen. Bis kurz vor der Pause lagen die Hausherren immer mit zwei oder drei Toren vorn, doch in den letzten zwei Minuten nutzten der junge SVE- Nachwuchs jeden Fehler der Wacker- Sieben und netzten drei Mal in Folge zum viel umjubelten 15:15 zur Pause ein.

Die zweite Halbzeit starteten die Biederitzer Jungs weiter entschlossen in die Partie und gingen durch Jonas Maffert das erste Mal überhaupt in Führung. Eine hoch konzentrierte Phase im Biederitzer Spiel bescherte ihnen nach einer Dreiviertelstunde sogar einen 23:20- Vorsprung. Wenige Fehler im Angriffsspiel, gute Lösungen in der Kleingruppe und starkes Durchsetzungsvermögen waren Garanten für diesen starken Auftritt. In der Schlussphase des Spiels kämpften sich die Gastgeber um den starken Ole Schreier (13 Tore) wieder heran und auch einige Stockfehler bzw. Fehlwürfe der Gäste wurden in dieser Phase auf diesem starken Niveau sofort bestraft. Mit einem 26:26- Unentschieden ging es in die letzten fünf Minuten. Es war nun vielleicht auch eine Kraft- und Konzentrationsfrage, dass die Biederitzer nach zwei Treffern der Wacker- Sieben hundert Sekunden vor Ultimo mit 26:28 in Rückstand gerieten. Doch mit unbändigem Willen hielten die Biederitzer bis in die letzten Sekunden die Partie offen, konnten jedoch nach einem sehr starken Auftritt keine Punkte einsacken. Beim Endstand von 29:28 feierten die Gastgeber ihren ersten Sieg der Saison.„Wir haben heute ein geiles Handballspiel von beiden Mannschaften gesehen. Bei einem Spiel aufs Messerschneide entscheiden Nuancen. Es ist müßig zu spekulieren, welche Fehler oder welche Entscheidungen der Schiedsrichter nun ausschlaggebend waren. Glückwunsch an Wacker Westeregeln“, waren die ersten Worte von Eichetrainer Dirk Hesse.

Biederitz: Nafe – Hammecke (9), Müller (3), Schmidt, Hesse (6/1), Maffert (7), Czommer, Hartmann, Warnecke (1), Simon, Geirsson (2)

vs

SV Wacker 09 Westeregeln vs SpG TuS MD/SV Eiche 05

29:23 – Revanche eindrucksvoll geglückt

Sie war äußerst ärgerlich und unnötig zugleich, diese 18:21- Heimniederlage im Januar gegen Wacker Westeregeln. Im Rückspiel wollten sie es sich und dem Gegner nun beweisen, die weibliche A- Jugend der SG TuS Magdeburg/SV Eiche 05 und mit einem Sieg gleichzeitig die Position in der Tabelle verbessern. Und dieses Vorhaben gelang auf recht eindrucksvolle Art, denn der unbequeme Kontrahent konnte in eigener Halle mit 29:23 (17:13) bezwungen werden. „Wir haben uns für die schlechteste Saisonleistung rehabilitieren können. Jeder hat hier seinen Job gemacht“, war das erste kurze Statement der SG- Trainerin Leonie Wesslowski nach dem Schlusspfiff. Die Gäste legten gut los und lagen nach acht Minuten mit 5:2 in Front. Danach offenbarten sich einige Schwierigkeiten mit der Kreisläuferin des Gastgebers, die jedoch schnell mit viel Einsatz und nötiger Kommunikation zu den Akten gelegt werden konnte. Da sich auch insgesamt die Abwehr der SG wieder deutlich aufgeräumter als zuletzt präsentierte, konnten nach dem 11:11 (23.) Vanessa Keitz und Celine Niewand das 13:11 erzielen. Bis zur Halbzeit gelang es dann den Gästen mit viel Einsatz und Tempo, den Vorsprung auf 17:13 auszubauen. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste dran und erarbeiteten sich vor allem im Deckungsverbund viele Bälle. Diese wurden dann wiederholt in schnelle Angriffe umgewandelt und sicher abgeschlossen. So zeigte die Anzeigetafel nach einer Dreiviertelstunde eine richtungsweisende und verdiente 25:18- Führung an. Nach 53 Minuten betrug das Polster zwar nur noch vier Treffer (26:22), doch die Gäste ließen sich nun nicht mehr vom Erfolgsweg abbringen. Dem 23:27 des Gastgebers ließen schließlich Pauline Neuendorf und Celine Niewand, die sich nicht nur wegen ihrer neun Tore ein Extralob verdiente, die Treffer zum 29:23- Endstand folgen. „Sie hat vorn und hinten geackert, viel eingesteckt und zudem alle Siebenmeter sicher verwandelt“, meinte Wesslowski zu ihrer überragenden Kreisläuferin. Mit diesem vierten Sieg in Serie haben die Mädels der SG nunmehr Rang drei gesichert und rein rechnerisch sogar noch die Möglichkeit auf Silber.

Biederitz: Pfannschmidt – Hofmann (3), Niewand (9/4), Schnell, Keitz (7/1), Behrend (2), Sabin (1), Neuendorf (1), Melzian (3), Kuzja, Rosenau (2), Bandey (1)

vs

SV Wacker 09 Westeregeln vs SV Eiche 05 Biederitz

22:22 – Teilerfolg in Westeregeln

Ein Wochenende mit zwei äußerst knappen Spielausgängen hat die Verbandsligavertretung des SV Eiche 05 Biederitz hinter sich. Nach der ünglücklichen 27:28 (12:17)- Heimniederlage gegen den BSV 93 Magdeburg gab es tags darauf zumindest einen Teilerfolg bei Wacker Westeregeln zu feiern. Die Partie endete nach einem 11:11 zur Halbzeit am Ende 22:22- Unentschieden.

Knapp 21 Stunden später stand dann das Gastspiel bei Wacker Westeregeln auf dem Programm. Mit Linksaußen Robin Urban und Kreisläufer Stefan Köster standen zwei Aktivposten angeschlagen nicht zur Verfügung. „Die Mannschaft hat sich gut präsentiert und sich den Zähler redlich verdient“, meinte der Coach Peter Pysall nach dem 22:22- Unentschieden bei den heimstarken Bördehandballern. Den besseren Start hatten die Gastgeber, auch wenn die Biederitzer den schnellen 0:2- Rückstand durch Philipp Wohl und Max Held egalisieren konnten. Beim 5:2 nach zehn Minuten verloren die Biederitzer dann nicht nur kurzzeitig den Anschluss, sondern auch Spielgestalter Max Held, der aufgrund einer Handverletzung fortan nicht mehr eingreifen konnte. Dennoch kämpften sich die Gäste in die zumeist sehr faire Partie zurück und drehten bei eigener 7:6- Führung (17.) den Spieß um. Insgesamt war es aber im weiteren Verlauf eine ausgeglichene Begegnung, was sich dann auch im Halbzeitergebnis (11:11) wiederspiegeln sollte.
Nach dem Wiederbeginn waren es dann die Biederitzer, die den besseren Start verbuchen konnten. Die 18:15- Führung nach 43 Minuten basierte in erster Linie auf eine gute Abwehrarbeit, welche in einer guten Torhüterleistung mündete. Der Dreitorevorsprung hatte schließlich auch nach dem Treffer von Bennet Daßler zum 20:17 (49.) Bestand, ehe die Gäste in der entscheidenen Schlussphase gerade im Angriff etwas den Faden verloren. Die Wackeren schlossen durch ihren Haupttorschützen Jimmy Klockmann und Andy Beinhoff zum 19:20 auf, ehe Felix Eix mit seinem zweiten Treffer für etwas Luft sorgen konnte. Der anschließende Strafwurf brachte den 20:21- Anschluss des Gastgebers, ehe der starke Rechtsaußen Philipp Wohl mit seinem sechsten Treffer auf 22:20 stellen konnte. In der verbleibenen Spielzeit traf dann allerdings nur noch der Gastgeber, der somit auf Unentschieden stellen konnte, obwohl beide Vertretungen noch die Möglichkeit zum Doppelpunktgewinn hatten.
„Trotz Doppelbelastung haben sich alle Akteure gut eingebracht. Sicherlich wäre aus diesem Wochenende mehr rauszuholen gewesen, aber unser Entwicklungsprozeß läuft und solche Spielausgänge sind auch Bestandteil davon. Die Jungs lernen daraus und werden es schon bald besser machen“, zog der Biederitzer Trainer Peter Pysall ein treffendes Fazit nach einem ereignisreichen Wochenende.

Biederitz: Tschirschwitz, Gronemeier – Holzgräbe (3), Kinast (1), Wentzel, Bahr, Herrmann, Held (1), Steinweg (2), Schneider, Wohl (6), Hartmann, Daßler (7/3), Eix (2)

Sonntag – Hohe Hürde in Westeregeln

Gleich doppelt gefordert sind an diesem Wochenende die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz. Am Sonnabend geht es ab 18 Uhr in heimischer Ehlehalle gegen den BSV 93 Magdeburg, ehe am Sonntag um 16:30 Uhr das Gastspiel bei Wacker Westeregeln auf dem Programm steht.

Auf die Zielsetzung der beiden bevorstehenden Spiele angesprochen meinte der Biederitzer Trainer Peter Pysall: „Die Durchschlagskraft im Angriff verbunden mit einer besseren Chancenverwertung sowie die Abwehrleistung aus der Partie gegen Osterburg abrufen“, waren die Hauptaufgaben, die seine Mannschaft im Gegensatz zum letzten Auftritt in der Vorwoche in Seehausen (24:31) deutlich verbessern muss. Die nun anstehenden Gegner dürften mit ähnlicher Kragenweite daherkommen, wie es unlängst die ausgebufften Altmärker waren.

Am Sonntag geht es dann zum SV Wacker Westeregeln, der am Vorabend beim verlustpunktfreien Tabellenführer Eintracht Gommern antreten muss. Die Wackeren konnten in der Vorwoche den Auswärtsbann brechen und mit einem 33:29 beide Zähler von der HSG Altmark/West entführen. Spielertrainer Marcel Pufahl konnte sich dabei erneut auf seinen Haupttorschützen Jimmy Klockmann verlassen, der beim ersten Auswärtserfolg immerhin elf Treffer erzielen konnte und damit in der Torschützenliste mit nunmehr 72 Toren Rang zwei erklimmen konnte. Gewiss ist der Doppelpunktgewinn in der Fremde für die Westeregelner ein weiterer Anreiz, ihre gute Heimbilanz von 6:2 Punkten gegen die Biederitzer auszubauen. Lediglich beim unglücklichen 26:27 gegen die Zweite des Post SV Magdeburg blieben beide Zähler auf der Strecke. Fraglos also ein weiterer schwerer Prüfstein für die junge Biederitzer Mannschaft am späten Sonntagnachmittag, die allerdings beim Abrufen ihrer eigentlichen Leistung nicht chancenlos nach Westeregeln reisen dürfte. Natürlich wird es auf beiden Seiten auch eine Frage der Kraft werden, haben doch beide das Spiel vom Vortag in den Knochen. Diesbezüglich haben hier die inzwischen wieder gut aufgestellten Biederitzer einen kleinen Vorteil zu verzeichnen, muss doch das Trainerteam Pysall/Heitmann zumindest für das Heimspiel gegen den BSV 93 drei Aktive zu Zuschauen verurteilen.

vs

SV Wacker 09 Westeregeln vs SV Eiche 05 Biederitz

29:28- Auswärtssieg in Westeregeln

„Ihr könnt ohne Druck aufspielen. Wir können froh sein überhaupt zu spielen. Habt Spaß!“, waren die vorbereitenden Worte der Biederitzer Trainerbank an die Mannschaft. Beide Teams brauchten dann einige Zeit, um ins Spiel zu kommen. Nach drei Minuten netzte zuerst die Heimsieben zum 1:0 ein und nach weiteren zwei Treffen von Westeregeln konnte Jonas Maffert nach sieben langen Minuten erstmals zählbares in die Torstatistik für die Biederitzer einbringen. Das Spiel wurde durch die Abwehrreihen und guten Torwartleistungen geprägt. Ab Mitte der ersten Halbzeit fanden die Gäste besser ins Spiel und konnten zum 9:9 (20.) ausgleichen. Nach ausgeglichenen Spielverlauf konnten die Westeregelner durch ihren Schooter Ole Schreier in letzter Sekunde auf zwei Tore zum 13:11- Pausenstand einnetzen. Die zweite Halbzeit starteten die Biederitzer Jungs entschlossener und viel selbstbewusster in die Partie. In der Abwehr wurde weiter ordentlich miteinander gearbeitet und das Umschaltspiel wurde nun in das eigene Angriffsverhalten integriert. Durch drei schnelle Tore von Lukas Paul Hesse konnte Gleichwertigkeit hergestellt werden und auch die rechte Biederitzer Seite mit Jonas Maffert und Marvin Müller wurde im weiteren Verlauf immer sicherer im Torabschluss. Doch auch eine Dreitoreführung der SVE- Youngster konnten die spielstarken Westeregeler wiederum Mitte der zweiten Halbzeit ausgleichen. Nach einigen ausgelassenen Torgelegenheiten und aus Biederitzer Sicht unglücklichen Entscheidungen der guten Schiedsrichter nahm das Spiel wieder eine Wende in Richtung der Hausherren. Beim Spielstand von 27:24 (45.) ging es in die überaus spannende Endphase. Die folgenden Minuten gehörten dann den Biederitzern, denn vier Tore in Folge bei starker Abwehrleistung und einem sicherem Gustav Nafe im Tor brachten die Gäste wieder in Front. Die letzten Spielszenen waren nichts für schwache Nerven. Beide Mannschaften vergaben Siebenmeterwürfe zur Führung und rieben sich in der Abwehr sowie im Angriff auf. Das glückliche Händchen sollte Marvin Müller mit seinem achten und spielentscheiden Treffer in der letzten Spielminute behalten, denn die wenigen Sekunden auf der Uhr konnte eine aggressive Biederitzer Deckung dann erfolgreich abwehren. Mit einem glücklichen 29.28- Auswärtssieg konnten die Biederitzer schließlich einen guten Wiederbeginn in den Re- Start der Saison hinlegen.

Biederitz: Heseler, Nafe – Hammecke (2), Müller (8/1), Schmidt (1), Hesse (6/2), Maffert (8/2), Czommer, Wohl, Hartmann, Warnecke (4)

vs