TuS Radis vs SV Eiche 05 Biederitz

30:26 – Die Abwehr bringt den Sieg
Die Siegesserie der Biederitzer Oberligahandballer erfuhr auch beim Gastspiel in Gräfenhainichen gegen den Gastgeber TuS Radis keinen Abbruch. Nach einer 18:14- Halbzeitführung erspielten sich die Gäste einen 30:26- Erfolg, der gleichzeitig der fünfte Doppelpunktgewinn in Folge bedeutet.
„Der Positivtrend hält an. Jeder hat sich hier heute bis an das Limit verausgabt“, gab der Biederitzer Verantwortliche Andre Freistedt nach einer sechzigminütigen Partie, die sehr viel Dampf beinhaltete, zu Protokoll. Eine erste überzeugende Duftmarke gaben die Gäste nach einer ausgeglichenen zehnminütigen Anfangsphase (6:6) bis zur 15. Minute ab. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Kreisspiel des Gastgebers fingen sich die Biederitzer vor allem im Deckungsverbund, welcher im weiteren Verlauf zu einem der Sieggaranten avancierte. So stand nach einer Viertelstunde eine 10:7- Führung zu Buche, welche sowohl beim 11:14 (23.) als auch beim 13:16 (26.) dem Gastgeber stand hielt. Nach dem 14:16- Anschluss des TuS legten Robin Urban und Christian Kinast per Konter zur 18:14- Halbzeitführung nach.
Sichtlich wacher als der Gastgeber präsentierten sich die Biederitzer dann unmittelbar nach dem Seitenwechsel, wo sie mit dem angestrebten Tempospiel und einer guten Chancenverwertung auf 24:18 (38.) davonziehen konnten. In einer kleinen sich einschleichenden Schwächephase schlossen die Radiser innerhalb von fünf Minuten auf 22:24 auf, weil dem Biederitzer Vorwärtsdrang die nötige Tiefe im Angriff fehlte. In diesen Zeitraum fiel auch die berechtigte rote Karte gegen den Biederitzer Linksaußen Marius Hammecke, welche aber im weiteren Verlauf von den Gästen gut kompensiert werden konnte. „In der Folge haben wir dann wieder vieles richtig gemacht“, schilderte Freistedt die verbleibene Spielzeit, in der die Gäste zwar nie vorentscheidend enteilen konnten, der Begegnung aber mit ihrem sicheren Auftreten entscheidend den Stempel aufdrückten. Felix Eix erhöhte zwar kurzzeitig auf drei Treffer (27:24) und der starke Joey Chandler Witte entschärfte dazu einen Starfwurf, doch die TuS- Handballer blieben sowohl beim 25:27 (54.) als auch nach eigener Auszeit beim 26:28 (58.)  in Schlagdistanz. Für die Schlussakkorde sorgte dann aber der Biederitzer Linksaußen Robin Urban, der beide sich bietenden Chancen sicher zum 30:26- Endstand unterbringen konnte, obwohl gerade die Außenpositionen zuvor in der Partie ein wenig vom Pech verfolgt waren.
„Das Abwehr/Umkehrspiel war heute der Garant zum Sieg. Hinzu kommt, dass es aktuell völlig egal ist, wer bei uns auf der Platte steht – alle performen“, nannte der vierfache Torschütze Moritz Steinweg die Hauptgründe füe den neuerlichen Erfolg.
„Lust und Spielfreude haben auch heute für den Sieg gesorgt. Die Köpfe sind dauerhaft oben und die Jungs wollen“, hatte Freistedt wiederum keine Bauchschmerzen dabei, seine Akteure nach einem erneut überragenden Auftritt völlig zurecht in den höchsten Tönen zu loben. So darf es gern am kommenden Sonnabend im Heimspiel gegen den „Angstgegner“ HSG Wolfen 2000 weitergehen…
RadiS: Pannier, Faust – Düresch, Täuber, Johnnes (3), Engel (1), Hanke (4), Hammerlik (1), Lindner (8/6), Knape- Schmidt (5), Krickemeier (1), Kummer (1), Nitsche (2)
Biederitz: Witte, Le. Exner – Urban (5), Daßler (7/1), Kinast (1), Hesse (2), Richter (3), Beres (1), Held (2), Steinweg (4), Schneider, Hammecke (2), Burgold (2), Eix (1)
Zeitstrafen: Radis 5, Eiche 5 + rote Karte Marius Hammecke (41:07 Min.)
Siebenmeter: Radis: 8/6, Eiche 2/1
Auswärts gegen Radis: An den Sieg gelauben
Die zuletzt sehr erfolgreichen Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (6.) müssen am Sonnabend um 18 Uhr in der Sporthalle von Gräfenhainichen beim punktgleichen Tabellennachbarn TuS Radis (7., 21:15) antreten. Der deutliche 37:24- Hinspielerfolg im Oktober sagt dagegen wenig über die Schwere der Aufgabe aus.
Es ist jetzt ein knappes Jahr her, wo die Biederitzer zum letzten Gastspiel in der Sporthalle Gräfenhainichen zu Gast waren und die Erinnerungen sind nicht nur wegen der ernüchternden 20:28- Niederlage keine wirklich Guten. „Wir mussten damals viele Verbalattacken über uns ergehen lassen und die Story mit den käuflich zu erwerbenen Duschmarken kam dann noch dazu“, erinnert sich der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt nur ungern an den 15. März des letzten Jahres. Dass es diesmal in hoffentlich allen Bereichen ein angenehmeres Gastspiel werden wird, ist die Hoffnung aller Biederitzer in Bezug auf dieses Wochenende.
Rein sportlich bringen die hochmotivierten Gäste aktuell wirklich alles auf die Platte, was zu einem vollem Erfolg nötig ist. „Wir müssen natürlich gerade im Abwehrverhalten mit dem Innenblock und den Halben da weitermachen, was uns zuletzt so erfolgreich gemacht hat“, fordert Freistedt von seinem Kader, der abermals unverändert daherkommen wird. „Auch das Tempospiel über die erste, zweite und dritte Welle wird ein ganz wichtiger Faktor auf dem Weg zum angestrebten Erfolg sein.“
Die Radiser um Trainer Christian Telehuz teilten sich nach zuvor drei Doppelpunktgewinnen zuletzt beim HV Wernigerode (30:30) die Punkte und sind somit ebenfalls seit vier Begegnungen ungeschlagen. „Sie bringen schon eine gesunde Härte und eine gewisse Spielkultur mit“, rechnet Freistedt schon ein Stück weit mit einem anderen Gradmesser als dies in den letzten Wochen der Fall gewesen ist. Die zuletzt erzielten vier Siege haben aber auch im Biederitzer Kader für reichlich Selbstvertrauen gesorgt. „Wir müssen einfach so weitermachen und vor allem an den Sieg glauben“, meint Dirk Hesse, der abermals den krankheitsbedingt fehlenden Peter Pysall auf der Bank der Gäste vertreten wird.
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TuS Radis vs SV Eiche 05 Biederitz

„Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erleben…“
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben das Nachholspiel bei TuS Radis verdientermaßen mit 20:28 (10:13) verloren. Ebenso enttäuschend wie das Resultat selbst waren die Begleitumstände in der Sporthalle während und nach den sechzig Minuten in Gräfenhainichen.
Der Biederitzer Trainer Peter Pysall hat in seinem Handballerleben fraglos schon viel erlebt, aber das Auswärtsspiel in Gräfenhainichen hat dem Verantwortlichen noch eine weitere (negative) Episode beschert. „Ein unschönes Gastspiel in allen Belangen. Das fängt natürlich mit unserer überschaubaren Leistung an, die von zahlreichen Verbalattacken des Gastgebers gegenüber meinen Jungs geprägt war“, erläuterte der Trainerfuchs, der selbst beim anschließenden Gang unter die Dusche noch von einem weiteren Highlight überrascht wurde. „Die uns zugeteilten Duschmarken waren sehr sparsam abgezählt. Eine Nachorderung wäre nur mit Bezahlung unsererseits möglich gewesen. So etwas habe ich noch nie erlebt…“, stellte Pysall dem Gastgeber ein ganz schlechtes Zeugnis aus.
All diese negativen Einflüsse von außen sollen aber nicht dazu dienen, den über weite Strecken enttäuschenden Auftritt der Biederitzer in ein anderes Licht zu rücken. Die ersatzgeschwächten Gäste starteten zwar durchaus verheißungsvoll (4:2,8.), ehe die Radiser nach dem 5:5- Ausgleich (12.) auf 8:5 davonziehen konnten. Bei den Biederitzern fehlte wiederholt die nötige Durchschlagskraft, was auch damit zu belegen war, dass Bennet Daßler nach dreizehnminütiger Flaute den Treffer zum 8:6 aus dem Feld heraus erzielen konnte. Bis zur Halbzeitsirene legten die körperlich oft überhart zu Werke gehenden TuS- Mannen zum 13:10 nach, wobei ein besseres Resultat für die Gäste durchaus im Bereich des Möglichen lag.
Nach dem Seitenwechsel setzten sich die Gastgeber bis zur 42. Minute vorentscheidend auf 18:12 ab und profitierten nicht nur in dieser Phase vom fehlenden Tiefgang der Biederitzer, die in der Folge auch einige technische Fehler in ihr Angriffsspiel einstreuten. „Die Radiser haben halt ihre Buden gemacht und wir nicht. Gerade heute waren es dann in der Summe viele kleine Fehler, die für den Ausgang der Partie gesorgt haben“, befand auch der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der zudem die Gefährlichkeit aus dem Rückraum in seinen Reihen vermisste.
Das Spiel selbst erfuhr nicht nur deshalb keine grundlegende Änderung mehr. Die Hausherren legten zum 21:14 (47.) und 24:16 (52.) nach und konnten sich schließlich über einen wichtigen 28:20- Erfolg, der ohne jeden Zweifel verdient war, freuen.
„Natürlich müssen wir mehr Tore machen. Acht Treffer minus sind zu fett, aber da kam heute wirklich viel zusammen. Wir haben in den eigenen Reihen auf allen Ebenen zu viele Fehler gemacht“, gestand Pysall im Nachgang ehrlich ein, vermisste aber gleichzeitig auch die Ausgewogenheit bei der Regelauslegung. „Da war schon sehr viel Unsauberes dabei, aber selbst auf Nachfrage blieb eine Bestrafung wiederholt aus“, trat Pysall den Rückweg in Richtung Heimat dann ungeduscht an.
Radis: Pannier, Faust – Csikos (1), Düresch (2), Johannes (5), Engel (3), Hanke (6), Lindner, Pritzl, Blechschmidt, Knape (4), Krickemeier (2), Kummer (1), Werner (4)
Biederitz: Witte, Wetzel – Urban (1), Daßler (4), Kinast (2), Hesse (1), Stähr, Beres (2), Held (1/1), Steinweg (2), Schneider (1), Wohl (1), Hammecke (5)
Zeitstrafen: Radis 4, Eiche 3
Siebenmeter: Radis -, Eiche 1/1
Nachsitzen in Gräfenhainichen
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (7., 20:18 Punkte) müssen am Sonnabend um 18 Uhr in Gräfenhainichen zum Nachholspiel beim Rangzehnten TuS Radis (14:24) antreten. Im Hinspiel setzten sich die Biederitzer mit einer fast durchgängig starken Leistung mit 34:29 durch.
Die Gastgeber des TuS Radis sind seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Oberliga und waren zudem wiederholt im oberen Drittel des Tablos anzutreffen. In der laufenden Spielzeit hinken die Mannen um Spielertrainer Stephan Blechschmidt ihren Ansprüchen zumindest rein tabellarisch ein wenig hinterher. Dies ist auch solchen Auftritten wie am letzten Wochenende in Dessau gegen die SG Kühnau geschuldet, wo einer starken ersten Hälfte eine nahezu unterirdische im zweiten Spielabschnitt folgen sollte. Die Partie bei der abstiegsbedrohten SG wurde schließlich mit 23:25 verloren und der anvisierte Sprung in das gesicherte Mittelfeld der Tabelle misslang. In die gleiche Kategorie fiel zum Jahresstart die 26:32- Niederlage beim HV Wernigerode, so dass Stand jetzt bereits wichtige Zähler für die Heidesieben auf der Strecke blieben.
So dürfte das Ziel des TuS für das anstehende Nachholspiel gegen die wiedererstarkten Biederitzer klar sein, denn eine weitere Niederlage würde mit Blick auf das gewiss nicht einfache Restprogramm unter Umständen noch einmal Gefahr aus dem gefährdeten Tabellenkeller bei aktuell immerhin sechs Zählern Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz 13 bedeuten. Dabei spielt zwangsläufig auch eine Rolle, dass die Radiser neun ihrer insgesamt nur 14 Zähler in heimischen Gefilden geholt haben, mit Ligaschlusslicht Köthen II lediglich noch die Spitzenteams aus Spergau und Burgenland II ihre Visitenkarte in den verbleibenen Heimspielen in der Sporthalle von Gräfenhainichen abgeben.
Solche Sorgen haben die Gäste indes nicht mehr. Die beiden zuletzt erzielten Doppelpunktgewinne gegen Kühnau (30:23) und bei der Reserve in Köthen II (31:20) haben das nötige Selbstvertrauen zurückkehren lassen und geben Anlass zur Hoffnung, womöglich auch bei den erfahrenen Radisern ein Erfolgserlebnis feiern zu können.
„Natürlich muss dafür mindestens die Leistung von Köthen her, wo wir mit einer kompakten Abwehr sowie der nötigen Durchschlagskraft im Angriff an die Aufgabe herangegangen sind“, weiß der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der allerdings die ein oder andere Baustelle im Kader vorzuweisen hat. Mit Felix Eix und Jason Thielicke fällt beispielsweise gleich der komplette etatmäßige Innenblock aus und auch Spielmacher Moritz Steinweg kämpft derzeit noch mit einer Sprunggelenksverletzung. „Wir haben jedoch das Potential, um diese Lücken zu schließen“, meint Freistedt, dem somit noch elf Feldspieler plus Torhüter zur Verfügung stehen.
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BSG Akt. Gräfenhainichen vs SV Eiche 05 Biederitz

13:27 – Erste Hälfte gibt Richtung vor

Die weibliche C- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz hat in der Oberliga zum Saisonauftakt bei der BSG Aktivist Gräfenhainichen enttäuscht. Nach einer katastrophalen ersten Hälfte (2:12) musste sich der SVE- Nachwuchs schließlich völlig verdient mit 13:27 geschlagen geben. „Wir haben vor allem den so nötigen Kampfgeist vermissen lassen. Das war heute nicht das erste Mal der Fall…“, zeigte sich die SVE- Verantwortliche Neele Bormann bei der Analyse tief enttäuscht. Die BSG legte schnell ein 5:0 nach sieben Minuten vor und erhöhte den Vorsprung nach dem ersten Biederitzer Treffer (Strafwurf) bis zur 21. Minute auf 10:1. Die Gäste fanden so gut wie keine Mittel gegen die starke Deckung der Gastgeber, die schließlich eine beruhigende 12:2- Führung mit in die Kabinen nehmen konnten. Nach dem Wiederbeginn war dann in den Biederitzer Reihen durchaus eine Steigerung auszumachen, ausbaufähig war der Auftritt aber dennoch in allen Bereichen. Dazu kam, dass die Gäste ihre durchaus gut herausgespielten Möglichkeiten weiterhin nicht nutzen konnten und somit der Lohn für den aufgebrachten Aufwand viel zu gering ausfiel. Die Ersatztorhüterin Pauline Kuhnert, sie vertrat die verletzte Emma Rojahn, mühte sich nach Kräften, wurde jedoch allzu oft von ihren Vorderleuten im Stich gelassen. „Man hat heute schon gesehen, dass in der Vorbereitung der geliebte Ball aufgrund der gesperrten Ehlehalle zu selten in den Händen war. Jetzt können wir aber loslegen und werden im Trainingsalltag die reichlich aufgetauchten Fehler versuchen zu minimieren“, ging bei Bormann der Blick schon wieder nach vorn.

Biederitz: Kuhnert – Poppeck (5), Speck (2), Werner, Kirchner, Hildebrandt, Ziebarth (1), Göhring (3), Fricke (2/1), Gebel, Rose

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