HV Lok Stendal vs SV Eiche 05 Biederitz

Unkonzentriertheiten verhindern einen Sieg

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz kehrten vom Gastspiel beim HV Lok Stendal mit einem 30:30 (15:14)- Unentschieden zurück und bleiben damit weiter ungeschlagen. Die jeweiligen Schwächephasen gegen Ende der Halbzeiten verhinderten einen möglichen Doppelpunktgewinn.

Die Enttäuschung in den Gesichtern der Biederitzer Spieler und der etwa 30 mitgereisten Zuschauer war unmittelbar nach dem Schlusspfiff natürlich schon groß, befanden sich doch die Gäste beim Spielstand von 27:23 elf Minuten vor dem Schlusspfiff auf der Siegerstraße. „In dieser Phase haben wir zuviel Harakiri gespielt und durch fehlende Konzentration zu viele Bälle weggeschmissen“, stellte der Biederitzer Trainer Peter Pysall in der Nachbetrachtung ernüchternd fest. Auch gegen Ende des ersten Durchganges hatten die Biederitzer eine solche Blackout- Phase, wo sie nach einer komfortablen 14:10- Führung nach 26 Minuten lediglich ein knappes 15:14 mit in die Kabinen nehmen konnten.
Dabei starteten die Gäste in der gut besuchten Stendaler Sporthalle durchaus vielversprechend und führten nach sechs Minuten, Robin Urban traf allein dreimal, mit 4:2. In der Folgezeit konnten die Lokhandballer zwar zum 4:4 (8.) und 6:6 (15.) ausgleichen, doch im weiteren Spielverlauf übernahmen wieder die spielfreudigen Biederitzer das Zepter. Wiederum Urban und der treffsichere Kreisläufer Stefan Köster sorgten für das 10:7 (20.), ehe Bennet Daßler per Doppelschlag das Polster sogar auf vier Treffer (13:9, 25.) ausbauen konnte. Doch bis zur Pausensirene glänzten die Biederitzer dann fast nur noch mit uncleverem Handball und zahlreichen einfachen Ballverlusten bzw. schlechten Abschlüssen.
Auch nach dem Seitenwechsel sprach dann zunächst wieder sehr viel für die Gäste, die sich nach Toren von Stefan Köster, Christian Kinast, Philipp Wohl und Bennet Daßler auf 19:15 nach 34 Minuten absetzen konnten. So gänzlich abschütteln ließen sich die nie aufsteckenden Hausherren jedoch nicht, da die Abwehrarbeit der SVE- Handballer im zweiten Spielabschnitt einige Auszeiten mit sich brachte. Dennoch sprach nach dem 26:21 (47.) durch Moritz Steinweg sehr viel für die Biederitzer, die über weite Strecken eine ordentliche Vorstellung lieferten. Ein doppeltes Überzahlspiel nutzten schließlich die Stendaler durch Tom Schumann und Rene Sens zum 26:27- Anschluss nach 51 Minuten. Bis zum 30:28 hatten dann die Gäste zwar eine knappe Zweitoreführung inne, ehe ihnen mit den anfangs beschriebenen Defiziten entgültig der Auswärtserfolg aus den Fingern glitt.
„Das Spiel war ein Wellental. Wir haben Stendal mit unserer Unclevernis in die Begegnung zurückgeholt. Da uns die Ruhe abging, haben wir zu viele zum Ballverlust führende Fehler fabriziert“, resümierte der Biederitzer Trainer Peter Pysall, versprach aber im gleichen Atemzug eine gründliche Aufarbeitung. Dies wird auch dringend nötig sein, heißen doch die anstehenden Kontrahenten in heimischer Ehlehalle dann Post SV Magdeburg II (13. November) und HSG Osterburg (20. November).

Stendal: Kurze – Schumann (7/4), Leinung (7), Krähe (4), Dreblow (3), Torge (1), Sens (1), Rietz (1), Gercke, Wirtz, Täger (2), Vogel, Ryssmann, Elsner (4/1)

Biederitz: Gronemeier, Tschirschwitz – Urban (6), Holzgräbe, Köster (4), Kinast (3), Herrmann, Held (1), Steinweg (2), Schneider, Wohl (4), Daßler (10/2), Eix

Siebenmeter: Stendal 6/5, Eiche 2/2

Zeitstrafen: Stendal 3, Eiche 3

Schnell in den Rhythmus finden: SVE nach Stendal

Nach fast einmonatiger Pause bestreiten die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (7., 5:1 Punkte) wieder ein Punktspiel. Am Sonntag um 15 Uhr treten die Biederitzer beim Tabellennachbarn HV Lok Stendal (8., 4:6) an und wollen ihren positiven Saisonstart bestätigen.

„Wir sind in diesen vier Wochen definitiv aus dem Spielrhythmus gekommen. Wir werden sehen, wie wir in Stendal in Gang kommen, wo zudem ja auch noch Klisterverbot herrscht“, meinte der Biederitzer Trainer Peter Pysall in der Trainingswoche, schob aber zugleich auch nach, dass weder die lange Auszeit und die zu erwartenden Gegebenheiten als mögliche Ausrede herhalten sollen. Zudem hatten die Biederitzer nach dem Verlegungswunsch der Osterburger für das zurückliegende Wochenende umgehend reagiert und sich mit Kali Wolmirstedt einen Testspielgegner eingeladen. „Das kann zwar kein Punktspiel ersetzen, hat uns aber immerhin einen Wettbewerb ermöglicht“, meinte Pysall nach dem klaren 31:20- Erfolg gegen die Kalihandballer aus der 1. Nordliga.
In den gut besuchten Trainingseinheiten der letzten Wochen standen in erster Linie die ersichtlichen Baustellen aus den ersten drei Saisonbegegnungen auf dem Programm. So wurde an der Effektivität im Angriff, aber auch an der Stabilisierung der verschiedenen Deckungsformationen gefeilt. Zudem überraschte Pysall unlängst mit einer anstrengenden Krafteinheit, die so manchen Akteur an seine Grenzen brachte. Die relativ lange Pause hatte aber auch sein Gutes, konnten doch zahlreiche Spieler die ein oder andere Blessur auskurieren, auch wenn längst noch nicht alle Akteure wieder einsatzbereit sind.
Der anstehende Kontrahent aus der Altmark hat seine aktuell vier Zähler durchweg in heimischen Gefilden eingefahren. Dem knappen 25:24 zum Auftakt im Derby gegen die HSG Altmark/West folgte im nächsten Derby gegen die ausgebuffte Truppe aus Seehausen eine 23:27- Niederlage. Vor zwei Wochen konnten dann die Wackeren aus Westeregeln mit 31:29 in die Knie gezwungen werden, was schon eine gewisse Heimstärke der Lokhandballer unter Beweis stellt. In der Fremde dagegen bekamen die Altmärker keinen Schritt in die Tür und kassierten sowohl in Irxleben (23:39) als auch beim aktuellen Tabellenführer BSV 93 Magdeburg (29:40) hohe Niederlagen.

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