SV Langenweddingen vs SV Eiche 05 Biederitz

25:17 in Langenweddingen: Eiche feiert den Aufstieg
Biederitz kehrt nach fünf Jahren ins Handball-Oberhaus des Landes zurück. Der 25:17-Erfolg beim SV Langenweddingen ist das letzte fehlende Puzzleteil auf dem Weg zum Titel.
Langenweddingen/Biederitz. Während seine Spieler die sperrige Musikbox  übers Hallenparkett hievten und das Motto „unsere Feier, unsere Playlist“ ausriefen, hat Peter Pysall am Sonnabend einen eher leisen Umgang mit dem Triumph gewählt. Sekunden nach der Schlusssirene im Verbandsliga-Duell beim SV Langenweddingen war der Biederitzer Trainer in der Gästekabine verschwunden, um mit einem Kaltgetränk zurückzukehren und sich doch aufs Jubelfoto locken zu lassen. Ein durchaus geschichtsträchtiges Bilddokument, denn nach dem freiwilligen Rückzug im Jahr 2019 melden sich die Handballer des SV Eiche 05 zur Saison 2024/25 in der Sachsen-Anhalt-Liga, die dann wieder den Namen „Oberliga“ tragen wird, zurück. Der 25:17 (12:5)-Erfolg  am vorletzten Spieltag räumte um 18.38 Uhr Ortszeit letzte Zweifel aus.
Dass seine Schützlinge mit ihren Emotionen Gassi gingen, konnte der SVE-Coach dann nur zu gut nachvollziehen: „Im dritten gemeinsamen Jahr ist so ein Erfolg für viele der Jungs Neuland.“ Für den 63-Jährigen selbst war es hingegen der vierte Aufstieg seiner Trainerlaufbahn. Neben den beiden Sprüngen in die 1. Bundesliga mit dem TSV Bayer Dormagen (1999) und Post SV Schwerin (2004) sowie dem Verbandsliga-Triumph mit dem Glinder HV Eintracht (2019) strahlt der jüngste Erfolg nicht weniger hell: „Aufstiege – egal in welche Liga – bleiben immer etwas Besonderes.“
Und so hatten die Biederitzer auch am Sonnabend die Reise nach Langenweddingen mit maximaler Fokussierung angetreten, um den ersten Matchball zum Staffelsieg zu verwandeln. Der mehr als schleppende Beginn – nach einer Viertelstunde hatte Moritz Steinweg gerade einmal die 4:3-Führung der Gäste herausgeworfen – bestätigte jedoch die Vermutung, dass große Chancen auch eine entsprechende Nervenstärke erfordern: „Ein bisschen hat sich die Mannschaft zu sehr unter Druck gesetzt“, hatte Pysall beobachtet.
Ein Gutes hatte der Anspruch, es besonders gut machen zu wollen, jedoch: Defensiv agierten die Gäste früh am oberen Limit und so bahnte sich mit dem 6:0-Lauf zum 10:4 (25.) bereits eine erste kleine Vorentscheidung an. „Das Zusammenspiel von Abwehr und Torhütern zeichnet uns ja im Grunde schon die gesamte Saison aus und man kann es inzwischen auch ganz gut an der Tabelle ablesen.“ Im direkten Duell der beiden stabilsten Deckungsreihen der Nord-Staffel liegen so auch aktuell 49 weniger kassierte Gegentore zwischen den Biederitzern (549) und dem SVL (598).
Dass die Gastgeber nun aber nicht bloß angetreten waren, um dem Meister die Bühne zu bereiten, zeigte sich daran, dass Langenweddingen den zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstand beim 6:14 (34.) sechs Minuten später auf fünf Treffer (11:16) eindämmte. Angestachelt von den teils grenzwertigen Einlassungen der Heimtribüne und von einer Heerschar eigener Fans unterstützt, zogen die 05er in der Schlussviertelstunde die Zügel jedoch wieder an. Und so durfte zum Ende hin auch die Abteilung „Jugend forscht“ um die A-Jugendlichen Jason Thielecke und Jonas Maffert noch den Weg zum Triumph auf der Platte bestreiten. „Das ist unsere Zukunft, die da spielt“, hob Pysall hervor und vergaß nicht, wo der Erfolg seinen Ursprung hatte: „Die Nachwuchsarbeit der letzten Jahre zahlt sich aus. Ein großer Dank und Respekt an den Verein um seinen Vorsitzenden Michael Thielicke sowie an sämtliche Jugendtrainer.“
Angesichts des geringen Durchschnittsalters mutete der inzwischen 21 Spiele währende Sturmlauf des Teams umso beeindruckender an, wie auch der Trainer einschätzte: „Hut ab vor den Jungs, die dem ständigen Druck – egal ob bei Heimspielen oder auswärts – standgehalten haben.“ Eine letzte Prüfung der Saison gilt es indes noch zu meistern. Wenn am Sonnabend, 4. Mai, die Schlussklappe fällt, mag man im Nachgang die Getränkekarte der Ehlehalle auch an der Oberbekleidung der Spieler ablesen können. Zuvor soll ab 17.30 Uhr gegen Haldensleben II aber die weiße Weste noch gewahrt werden, forderte Pysall: „Diesen Sieg wollen wir jetzt auch noch – ohne Wenn und Aber.“
Langenweddingen: Pfahl, Kleinert – Thürmer, Lücke (1), Knorr (7/4), Zander (1), M. Oeltze (2), Bollmann, Peuser, Ludwig, Deutscher (3), Brünig, Wilhelm (1), Wundrack, N. Oeltze, Rohr (2)
Biederitz: Gronemeier, Seidel, Wetzel – Thielecke (1), Maffert, Köster, Daßler (7), Kinast (2), Hesse (2), Held (6/2), Steinweg (3), Schneider, Duderstadt (1), Wohl (1), Tietzmann, Eix (3)
Siebenmeter: SVL 5/4 – Eiche 3/2; Zeitstrafen: SVL 2 – Eiche 1; Rot: Tobias Deutscher (44., Foulspiel) –Langenweddingen

SVL vs. SVE: Es wird Zeit, sich zu belohnen

Zum letzten Auswärtsspiel der Saison geht es für die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (1., 43:5 Punkte) am Sonnabend zum Rangfünften SV Langenweddingen (28:20). Gesellt sich zu den zwanzig (!) Partien ohne Niederlage eine Weitere in der Börde dazu, dann gibt es fortan Oberligahandball in der Ehlehalle zu sehen.

Die Rechnung ist verdammt einfach: Kehren die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz am Sonnabend zumindest mit einem Teilerfolg aus Langenweddingen zurück, dann spielen sie in der Saison 2024/2025 in der Oberliga (vorher Sachsen- Anhaltliga). Sollte das Gastspiel am Wochenende widererwarten doch daneben gehen, dann bleibt den Biederitzern, die auf eine große Fanunterstützung in der „Sporthalle am Heßberg“ zählen können, natürlich noch am letzten Spieltag in eigener Halle gegen den HSV Haldensleben II die Chance, den Sprung in das Oberhaus des Landes Sachsen- Anhalt zu realisieren.
„Ich denke, dass wir in den letzten Wochen ganz gut damit gefahren sind, immer von Spiel zu Spiel zu schauen. Jetzt wollen wir natürlich unsere Serie fortsetzen und damit den nächsten und entscheidenen Schritt vollziehen“, gibt der Biederitzer Trainer Peter Pysall die Marschroute klar aus. Den Grundstein zum bevorstehenden großen Erfolg legten die Biederitzer in den letzten Wochen und Monaten, wobei nicht nur das reine Zahlenwerk von 39:1 Punkten aus den letzten zwanzig Begegnungen eine klare Sprache spricht. Die beeindruckende Siegesserie, welche lediglich am 4. November mit einer Punkteteilung in Westeregeln ihren kleinen Makel erfuhr, wurde wiederholt mit starken Auftritten garniert, auch wenn ab und an die Konstanz über die gesamten sechzig Minuten fehlte.
„Daran gilt es zu arbeiten, aber dafür haben wir dann ja auch den ganzen Sommer Zeit“, meint der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der allerdings das Gastspiel in Langenweddingen keinesfalls als Formalie abtut: „Ich muss keinem Handballkenner erzählen, was in Langenweddingen abgehen kann.“
Der SVL war zuletzt dreimal in der Fremde gefordert und meisterte diese Partien durchgehend erfolgreich. „Sie haben schon noch einmal Anlauf genommen, um die Serie ordentlich abzuschließen“, weiß Pysall und hat dabei die Niederlagenserie zuvor im Blick, ehe diese am grünen Tisch (Heimspielsieg gegen Barleben) ihr Ende fand. „Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Langenweddingen. Die Jungs sind gerade nach der Heimpartie gegen Westeregeln mit noch breiterer Brust unterwegs, welche es aber am Sonnabend auch brauchen wird“, weiß auch der Trainerfuchs um die Unbequemlichkeit des anstehenden Gegners.
Es ist also durchaus angerichtet und die Biederitzer sollten sich nun endlich belohnen, denn den Aufstieg haben sich die Mannen um Kapitän Stefan Köster längst verdient…

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SV Langenweddingen vs SV Eiche 05 Biederitz

28:32 – Enttäuschung hält sich in Grenzen

Die männliche B- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz hat zwar das Gastspiel beim mit lediglich einem Minuspunkt behafteten SV Langenweddingen mit 28:32 (15:18) verloren, aber keineswegs enttäuscht. „Wir haben eine starke Mannschaftsleistung geboten und uns nie von unserem Weg abbringen lassen“, war der Biederitzer Trainer Yves Steinweg mit dem Auftreten seiner Sieben trotz der sechsten Saisonniederlage vollauf zufrieden. Der heimische Favorit legte zwar erwartungsgemäß mit einer 5:2- Führung nach sechs Minuten los, traf aber auf einen Kontrahenten, der mit der Rolle eines Underdog hervorragend umzugehen wusste. So kämpfte sich der SVE- Nachwuchs nicht nur in dieser frühen Phase wieder heran (5:4), sondern glich sogar in der Folge nach einem 7:10- Rückstand (12.) nach einer Viertelstunde zum 10:10 aus. Nach dem 13:13 durch Leon Kliem nutzte der SVL- Nachwuchs eine kleine Schwächephase der Gäste zur 17:13- Führung (22.), die die Biederitzer aber bis zum Halbzeitpfiff wieder etwas zum 18:15 einschmelzen konnten. Nach dem Wiederbeginn sprach dann schnell viel für die Gastgeber, die fünf weitere Zeigerumdrehungen später auf 22:16 enteilt waren. Doch wieder zeigten die Gäste eine enorme Moral und lobenswerten Kampf und schlossen nach 38 Minuten zum 23:20 auf. Und auch ein drittes Absetzen der Langenweddinger zum 29:23 (44.) brachte nicht die Vorentscheidung, da die Biederitzer wenig später zum 30:27 aufgeschlossen hatten. „Mit etwas Glück wäre vielleicht sogar ein Punkt drin gewesen, aber es sollte nicht sein“, meinte schließlich längst nicht enttäuscht SVE- Coach Yves Steinweg, der mit der gesehenen Leistung am kommenden Wochenende beim punktgleichen HC Burgenland durchaus mit Zählbarem rechnen kann.

Biederitz: Wohl, Schuster – Bruska, Lemche, Janke (6), Czommer (9/2), Steinweg (3), Kliem (6/1), Gröbe, Kalsdorf, Ribbert (3), Hartmann (1)

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SV Langenweddingen vs SV Eiche 05 Biederitz

23:23 – KEIN leistungsgerechtes Unentschieden

Zum Spitzenspiel der männlichen A- Jugend in der Sachsen- Anhaltliga waren die Biederitzer beim SV Langenweddingen geladen. Der Zweite gegen den Dritten versprach eine spannungsgeladene Partie und die Biederitzer zeigten zu Beginn ein ordentliches Angriffsspiel. Der Ball lief gut durch die Reihen und die ersten Chancen wurden genutzt. In der Abwehr hatten die Gäste jedoch nicht immer den nötigen Zugriff gegen die schnellen und wendigen Langenweddinger Jungs. Dies änderte sich mit der Umstellung des Deckungssystems auf eine 6:0- Variante, denn Maksymilian Beres und Jason Thielecke schlossen nun die Lücken im Innenblock und waren auch Garanten im Angriff für mehr Gefahr aus dem Rückraum. Aus einem 4:6- Rückstand nach 12 Minuten wurde so eine verdiente 10:8- Führung. Bis zur Pause beim Stand von 13:12 behielten die SVE- Youngster nun die Führung und auch die Kontrolle über das Spiel. Die zweite Halbzeit begannen die Biederitzer Jungs weiter sehr konzentriert und abgeklärt. Mit Torgefahr durch das Duo Lukas Hesse/Jason Thielecke aus dem Rückraum oder gut durchgespielt auf den starken Marius Hammecke über Linksaußen wurde das Polster weiter auf 19:16 (47.) ausgebaut. Ab Mitte der zweiten Halbzeit wurden dann Zeitstrafen an die Gäste verteilt, allerdings ohne erkennbaren Grund und der Heimsieben somit Ballgewinne zugesprochen, wobei der unparteiische Zuschauer nur mit dem Kopf schütteln konnte. Nach 54 Minuten wurde so wieder beim Stand von 21:21 Gleichwertigkeit auf der Anzeigetafel hergestellt. In den letzten Minuten ließen sich die Biederitzer dann nicht aus dem Konzept bringen. Wenige Fehler, Mut und ein gutes Zeitmanagement im Angriff sowie eine kämpfende Abwehr waren Garanten in dieser wichtigen Phase. Lukas Paul Hesse konnte dann bei drohendem Zeitspiel 16 Sekunden vor dem Abpfiff zur 23:22- Führung einnetzen.

Der folgende schnelle Angriff der Heimsieben konnte nahe der Mittellinie per Freiwurf gestoppt werden und die Zeit lief ab. Doch wer nun dachte das Spiel sei vorbei, sah sich getäuscht, denn angeblich hatten die Schiedsrichter die Zeit angehalten. Danach wurden ohne erkennbaren Grund gelbe und rote Karten an die Biederitzer Bank verteilt. Das Spiel wurde schließlich mit einer Restlaufzeit von drei Sekunden angepfiffen und dann doch wieder nicht. Der Anwurfpunkt des Freiwurfes wurde anschließend nahe des 9- Meter verlegt, ehe die Anzahl der Biederitzer  auf vier korrigiert wurde, weil angeblich eine zweite Rote Karte an die Bank gingen. Letztendlich wurde der letzte Angriff angepfiffen und die Langenweddinger glichen zum 23:23 aus, wobei die dafür aufgewendete Zeit vermutlich auch länger war als die drei Sekunden waren. „Beide Mannschaften haben fair auf sehr hohem Niveau gespielt und gekämpft. Leider war dies auf Schiedsrichterseite nicht der Fall. So viel Kopfschütteln und gleichzeitig Zuspruch aus beiden Fanlagern und von unbeteiligten Dritten habe ich noch nie bekommen.“, war vom fassungslosen Biederitzer Trainer Dirk Hesse nach dem Spiel zu hören.

Biederitz: Wohl – Hammecke (7), Schmidt (2), Hesse (5), Maffert (1), Warnecke (3), M. Beres (1),Kapsch, Kliem, Hartmann, Thielecke (4), Czommer, Steinweg

 

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SV Langenweddingen vs SV Eiche 05 Biederitz

Verdienter Zähler beim Nachsitzen

Die männliche B- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz hat am Mittwochabend im Nachholspiel beim SV Langenweddingen einen wichtigen Zähler erkämpft. Nach ausgeglichener erster Hälfte und jeweils 14 Toren auf beiden Seiten endete auch der zweite Spielabschnitt mit einem 14:14- Unentschieden, so dass schließlich ein verdientes 28:28 zu Buche stand. „Wir hatten zwar drei Sekunden vor dem Schlusspfiff noch die große Siegchance, doch ein voller Erfolg wäre vielleicht auch des Guten zu viel gewesen“, schätzte der Biederitzer Trainer Michael Thielicke die Punkteteilung als absolut gerechtfertigt ein. Den besseren Start in die Partie hatten die Gäste, die aber weder von der 3:0- Führung (3.) als auch vom 7:4 nach zehn Minuten profitieren konnten. Die Gastgeber konnten nach 19 Minuten zum 10:10 ausgleichen und hatten beim 13:12 nach 23 Minuten erstmals die Nase vorn. Nicht nur in dieser Phase war es der Biederitzer Schlussmann Marvin Wohl, der seine Farben mit einer konstant guten Vorstellung im Spiel hielt. Da der SVE- Nachwuchs wiederholt auch im Abschluss sündigte, war das 14:14- Halbzeit- Remis die logische Folge. Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung jederzeit spannend aber längst nicht hochklassig. Der SVE- Nachwuchs wandelte einen 18:20- Rückstand in eine eigene 21:20- Führung nach 37 Minuten um, verlor diese aber bereits sieben Minuten später wieder (22:24). Hauptgrund dafür war, dass die Gastgeber gegen die offensive Deckung der Biederitzer wiederholt Lösungen fanden, während die Gäste gegen die eher defensivere Abwehrarbeit des SVL- Nachwuchses selten Wege und Mittel parat hatten. So blieb die faire Auseinandersetzung bis in die Schlussphase spannend, wobei sowohl der Gastgeber beim 27:26 als auch die Gäste bei eigener 28:27- Führung den Sack hätten zumachen können. „Wenn man den Spielverlauf betrachtet, dann möchte ich keinesfalls von einem verlorenen Punkt sprechen“, ordnete Thielicke das Unentschieden beim Nachsitzen in der Börde realistisch ein.

Biederitz: Wohl – Bruska, Maffert (10/4), Janke (1), Schmidt (3), Czommer (2), Steinweg (3), Hesse (7), Gröbe, Kalsdorf, Ribbert (2), Hartmann

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SV Langenweddingen vs SV Eiche 05 Biederitz

Starke Vorstellung in der Börde – 29:21

Nach der Punkteteilung in eigener Halle im September konnte der Handball- Verbandsligist SV Eiche 05 Biederitz das Gastspiel beim heimstarken SV Langenweddingen mit 29:21 (16:12) zu seinen Gunsten entscheiden. Bester Torschütze beim Sieger war einmal mehr der starke Biederitzer Spielmacher Bennet Daßler mit zehn Toren.

Die Gäste warteten vom Anpfiff weg mit einer stabiler Deckung auf und wurden nach einem schnellen 3:0 (4.) mit einer 8:2- Führung nach zwölf Minuten belohnt. Im weiteren Verlauf kamen die Bördehandballer dann etwas besser zum Zug und schlossen nach dem 4:9 nach einer Viertelstunde nach 21 Minuten zum 8:10 auf. In Sachen Chancenverwertung blieben in dieser Phase einige gute Möglichkeiten ungenutzt, doch in der Abwehr gab es auf Seiten der Gäste kaum Gründe zur Nachjustierung. Was dennoch auf das Gehäuse der Biederitzer Gäste kam, war wiederholt eine sichere Beute des Schlussmannes Maximilian Seidel, der während der gesamten Spielzeit auf zwanzig gehaltene Bälle kam. Nach dem 12:10 (25.) konnte der Biederitzer Rückraum mit Christian Kinast und Bennet Daßler (2) zum 15:11 nachlegen, auch weil die Gäste das Tempo hochhalten konnten. Nach dem 12:15 des SVL war es wiederum der spielstarke und sehr umsichtige Spielmacher Bennet Daßler, der den leistungsgerechten 16:12- Halbzeitstand herstellen konnte.
Der zweite Spielabschnitt begann dann, wie der erste endete. Die Schiedsrichter, die die adrenalinbelastete Begegnung an der kurzen Leine hielten, verteilten zwei schnelle Zeitstrafen, wobei noch vor der Pausensirene für den Biederitzer Kapitän Stefan Köster nach der dritten Strafe das frühzeitige Aus kam. Den Biederitzern tat dies keinerlei Abbruch, denn sie konnten sich bis zur 39. Minute und einer 20:13- Führung weiter Luft verschaffen. Den Gastgebern gelang dann in den folgenden zwei Minuten drei Treffer in Folge durch Fabian Thürmer und Mathias Knorr (2) zum 16:20, doch die anschließenden acht wurden dann die der Gäste. Diese setzten in beeindruckender Manier zur Vorentscheidung an und trafen durch Max Wiedon, Philip Wohl, Felix Eix und Bennet Daßler (2) zum 25:16, was elf Minuten vor Ultimo der Vorentscheidung gleichkam. Die Gastgeber bissen sich nicht nur in dieser Phase wiederholt an der guten Biederitzer Hintermannschaft die Zähne aus, sondern schwächten sich zudem mit zwei Zeitstrafen.
In den Schlussminuten ließen die Biederitzer nichts mehr anbrennen und hielten durch Felix Eix (2) und Linksaußen Robin Urban den Neuntorevorsprung (28:19). In der verbleibenen Spielzeit blieb den Gastgebern lediglich noch die Ergebniskosmetik zum 21:29- Endstand.
„Wir haben das Spiel in der Abwehr mit einem starken Schlussmann gewonnen. Immer, wenn wir Tempo hereingebracht haben, waren wir erfolgreich“, meinte SVE- Coach Peter Pysall, der sich zudem für seine beiden Rückraumakteure Felix Eix und Christian Kinast freuen konnte, da sie „aus der Bewegung heraus“ zu Torerfolgen kamen.

Langenweddingen: Pfahl – Thürmer (5/4), Schellhas (1), Knorr (7), Sa. Peuser, Bollmann (3), St. Peuser, Deutscher (1), Brünig, Axmann, Wilhelm (2), Lohmann (2), Kolm, Kleinert

Biederitz: Seidel, Le. Exner – Urban (2), Köster, Daßler (10/3), Kinast (4), Bahr, Wiedon (4), Schneider, Wohl (3), Lu. Exner, Eix (6)

Siebenmeter: SVL 5/4, Eiche 4/3

Zeitstrafen: SVL 8, Eiche 8 + rote Karte Till Schneider 16:15 Minute und Stefan Köster nach 3 x2 Minuten in Minute 28:58

„Müssen sehen, wie wir durchkommen“

Nach einer zweiwöchigen Punktspielpause geht es in der Handball- Verbandsliga am Sonnabend mit dem 17. Spieltag weiter, wobei der Rangsechste SV Eiche 05 Biederitz (17:15 Punkte) ab 17 Uhr das schwere Gastspiel beim SV Langenweddingen (8., 14:18) zu bestreiten hat. Im Hinspiel teilten sich beide Vertretungen beim 30:30 die Punkte.

„Wir haben gut traininiert und der ein oder andere Spieler konnte in dieser Zeit kleinere Wehwehchen auskurieren. Unsere personelle Situationen bleibt aber dennoch sehr angespannt“, bilanzierte der Biederitzer Trainer Peter Pysall die knapp drei zurückliegenden Wochen, in denen durchweg der Trainingsbetrieb das Sagen hatte. So kommt dann auch eine illustre Aufzählung in Sachen Ausfälle für die hohe Hürde in der Börde zusammen, fallen doch unter anderem mit Moritz Steinweg (Klausuren) und Max Held (Urlaub) gleich zwei Spieler auf der gewichtigen Mittelposition aus. Dazu gesellen sich die Langzeitverletzten Eike Herrmann (Kreuzbandriss sowie Meniskusschaden) und Florian Wentzel (nach Hand-OP) sowie Torhüter Michael Tschirschwitz, so dass Maximilian Seidel und der junge Leon Exner das Torhütergespann in Langenweddingen stellen werden. Der vierte Schlussmann Andy Gronemeier hat indes wieder mit dem Training begonnen, doch ein Einsatz käme aktuell noch zu früh.
Rein sportlich gilt es für die Biederitzer trotz der angespannten personellen Situation wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. „Uns fehlte zuletzt vor allem wieder die Bindung in der Abwehr. Auch im Bereich Chancenverwertung offentbarte sich wieder reichlich Luft nach oben“, weiß Pysall und hat da vor allem die letzten Auftritte in Oebisfelde und daheim gegen den Ligaprimus BSV 93 Magdeburg im Sinn, die jeweils mit vier Toren verloren gingen.
Im Hinspiel sah es über weite Strecken nicht nach Zählbarem für die Biederitzer aus, zeigte doch die Anzeigetafel nach 58 Minuten einen 27:30- Rückstand an. Robin Urban per Doppelschlag und Till Schnieder machten dann mit einem wahren Kraftakt noch den Teilerfolg perfekt. Das Duell im September war von zahlreichen 1:1- Situationen geprägt und insgesamt nur wenig ansehnlich.
„Ich erwarte einen ähnlichen Verlauf, dem wir uns trotz vieler Ausfälle stellen müssen. Wir werden sehen, wie wir durchkommen…“, meint Pysall, der hofft, das seine Sieben in den zurückliegenden drei Wochen nicht den Rhythmus verloren hat.

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SV Langenweddingen vs SV Eiche 05 Biederitz

Eine gute Hälfte reicht nicht

Die männliche C- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz musste sich in der Sachsen- Anhaltliga beim SV Langenweddingen nach guter erster Hälfte (10:11) am Ende noch mit 18:30 geschlagen geben. „Das hätte hier heute so nicht ausgehen müssen. Wir haben unseren Mut förmlich in der Kabine gelassen“, befand die Biederitzer Verantwortliche Mandy Hartmann nach der Begegnung. Die Gäste legten in der Börde eine starke erste Halbzeit hin und blieben beim 2:2 (5.), 4:4 (10.) und 6:6 nach einer Viertelstunde auf Augenhöhe. Auch bis zum 10:10 nach 24 Minuten blieben die Biederitzer dran, weil u.a. Marvin Wohl zwischen den Pfosten eine ganz starke Partie ablieferte. So nahm der gastgebene SVL lediglich eine knappe 11:10- Führung mit in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel schlossen die Gastgeber schnell zum 15:13 ab, ehe sich die Gäste kurze Zeit später noch einmal zum 15:13 (32.) herankämpfen konnten. Danach mussten die zusehens mutloser auftretenden Gäste zum 20:13 abreißen lassen, so dass die Begegnung bereits frühzeitig entschieden war. Die Langenweddinger hatten es nun relativ einfach, zum Torerfolg zu kommen, da die Biederitzer, bei denen Außen Fynn Janke mit fünf Toren überzeugen konnte, in der Deckung keinen Zugriff mehr bekamen. Auch in Sachen Chancenverwertung blieben die Biederitzer nunmehr weit unter ihren Möglichkeiten. So setzten sich die Gastgeber schließlich relativ hoch mit 30:18 durch und verbleiben im Spitzenfeld der Liga.

Biederitz: Wolff, Wohl, Schuster – Bruska, Czommer (7), Gröbe, Janke (5), Reinald (1), Müller (1), Kliem (2/1), Hartmann, Ribbert (1), Geirsson

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