SG Spergau vs SV Eiche 05 Biederitz

Eine Niederlage zum Hinrundenabschluss
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben die Hinrunde mit einer 29:38 (11:18)- Niederlage bei der SG Spergau beendet und können nunmehr zum Jahreswechsel eine ausgeglichene 13:13- Punktebilanz vorweisen. In Spergau traf der aktuell Führende der Torschützenliste Bennet Daßler allein elfmal.
Das Gastspiel in der Jahrhunderthalle stand vorab unter keinem guten Stern. Zu dem ein oder anderen Ausfall (u.a. Moritz Steinweg) gesellten sich im Biederitzer Kader weitere Akteure (u.a. Beres, Kinast, Daßler) dazu, die in den sechzig kräfteraubenden Minuten gesundheitlich stark gehandicapt waren. Dennoch hatten die Gäste eine ordentliche Anfangsviertelstunde (7:7) abgeliefert, ehe sich die Fehlerquote in allen Bereichen auch auf den jeweiligen Zwischenstand niederschlug. Die SG bekam beim 13:9 (22.) und 14:11 (25.) Oberwasser und setzte sich bis zum Gang in die Kabinen vorentscheidend auf 18:11 ab. „Das ein oder andere Tor mehr war schon drin. Wir hatten wiederholt unglückliche Abschlüsse und haben zudem den Weg in die Tiefe vermissen lassen“, begründete der Biederitzer Trainer Peter Pysall den Rückstand zum Seitenwechsel.
Nach dem Wiederbeginn legte der Gastgeber schnell drei weitere Treffer zum 21:11 (35.) nach und hatte dieses Polster auch noch nach vierzig Minuten beim Stand von 26:16 inne. Nach der fälligen Auszeit versuchte es die Biederitzer Mannschaft vorn wie hinten mit anderen personellen wie spielerischen Varianten, die aber nur bedingt zum Erfolg führen sollten. So setzte sich der Rangvierte über die Stationen 29:17 (43.) und 30:19 (45.) auf 34:22 (49.) ab und zeigte in vielen Szenen sein Können. Die Gäste waren dennoch stets um ein besseres Resultat bemüht, was sich schließlich auch im 38:29- Endstand wiederspiegeln sollte.
„Ich kann den Jungs heute keinen Vorwurf machen. Unter diesen Umständen müssen wir mit dem Ergebnis leben. Mit mehr Dampf in der Breite wäre gegen diesen abgebrühten Gegner sicherlich noch ein besseres Resultat möglich gewesen, wobei wir sicherlich auch gute Phasen im Spiel hatten“, lobte Pysall trotz der Niederlage sein Team, in dem Youngster Fynn Janke auf Linksaußen nicht nur wegen seiner drei Treffer einen guten Part abgab.
Nach Beendigung der Hinrunde fällt das Fazit an der Ehle dennoch durchaus positiv aus. „Die drei Remis zu Beginn haben schon ein wenig wehgetan, doch insgesamt konnte man eine Weiterentwicklung erkennen, obwohl wir ab und an auch Lehrgeld bezahlt haben. Der ständige Personalengpass in Training und Spiel hinterlassen dann schon auch Spuren. Wir stehen da, wo wir in etwa hingehören und bewegen uns schon ein wenig am Limit“, blickt Pysall kritisch und positiv gestimmt zugleich zurück und verweist aber auch darauf, dass es Spiele gab, in denen der Gegner dominiert werden konnte. Dies war beispielsweise auch gegen den Rückrundenauftaktgegner aus Stassfurt so, wo allerdings das Gastspiel am 17. Januar bei den Rot- Weißen deutlich anspruchsvoller werden dürfte, als beim 45:21- Hinspielerfolg.
Spergau: Guretzky, Shagluf – Rösel (8), Nötzel (1), Germershausen (3), Lange, Pohl (5), Ziemann (3), Modrzynski (4), Münchhausen (1), Hassenmeier (1), Haake (8/4), Berger, Konsel
Biederitz: Witte, Wetzel – Urban (3), Richter (2), Kinast, Janke (3), Beres (1), Wohl (2/1), Hammecke (2), Daßler (11/1), Eix (5)
Zeitstrafen: Spergau 1, Biederitz 1
Siebenmeter: Spergau 4/4, Biederitz 4/2
Jahreskehraus beim Rangdritten in Spergau
Den Jahresabschluss bestreiten die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (6., 13:11 Punkte) am Sonntag um 17 Uhr in der Jahrhundertsporthalle in Spergau. Mit dem Rangvierten (18:4) steht den in die Erfolgsspur zurückgekehrten Biederitzern erneut eine hohe Hürde bevor.
Die SG Spergau ist seit Jahren eine feste Größe in der Oberliga in Sachsen- Anhalt und hat auch in der laufenden Spielzeit nach behäbigem Start mit 2:4 Zählern, wobei das knappe 28:30 beim Ligaüberflieger BSV 93 Magdeburg nur vom Resultat her als Enttäuschung daherkommt, längst in die Spur gefunden. Den eindrucksvollen Beweis dafür lieferten die abwehrstarken Schützlinge um Trainer Tomas Jablonka in den letzten acht Begegnungen, die sie allesamt siegreich gestalten konnten. Zudem konnte die einzige Heimniederlage gegen die TSG Calbe (29:31) am 3. Spieltag nur eine Woche später mit einem beeindruckenden 33:28 bei der hochgehandelten Eintracht in Gommern wettgemacht werden.
„Das wird erneut ein richtiges Brett. Aber wir haben zuletzt auch beim HC Burgenland gezeigt, zu was wir in der Lage sein können“, weiß der Biederitzer Trainer Peter Pysall um den Leistungsstand seines Kaders, der beim Vorjahresdritten bis auf Till Schneider komplett zur Verfügung stehen wird.
Wichtig für die Gäste werden auch die Basics sein, denn gegen den starken SG- Innenblock wird die Tiefe im eigenen Angriffsspiel unausweichlich sein. „Wir brauchen grundsätzlich in Angriff und Abwehr eine hohe Aggressivität. Auch das Tempospiel sowie das Einbinden unserer Außen sind wichtige Faktoren, um gegen diesen etablierten Kader zu bestehen“, nennt Pysall weitere wichtige Eigenschaften des eigenen Spiels, zu denen sich zudem ein sicheres Passspiel mit einer geringen Fehlerquote dazugesellen sollte. Den letztwöchigen klaren 38:20- Heimerfolg gegen den USV Halle II hat man an der Ehle derweil schnell zu den Akten gelegt, denn bis auf die Beendigung der eigenen Durststrecke taugte dieser Sieg nicht wirklich. „Es tat fraglos gut, hatte aber nicht einmal etwas von Standortbestimmung“, hakte auch Pysall den Erfolg gegen überforderte Hallenser schnell ab.
Werden nun aber die genannten Vorgaben am Sonntagabend gegen einen deutlich stärkeren Kontrahenten beherzigt, dann steht einem spannenden Jahreskehraus nichts im Wege. „Wir wollen wie vor zwei Wochen in Prittitz lange dran bleiben und haben auch das Zeug dazu…“, herrscht Einigkeit im Biederitzer Lager.
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SG Spergau vs SV Eiche 05 Biederitz

25:35 – Eine Leerfahrt nach Spergau
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz blieben bei der klaren 25:35 (14:18)- Niederlage bei der SG Spergau vieles schuldig. Vor allem im Deckungsverhalten klafften oft zu große Lücken und waren mitendscheidend für die zwölfte Saisonniederlage.
„Egal mit welcher Aufstellung wir es versucht haben, wir haben einfach nicht zu unserer gewohnten Form gefunden“, wirkte der Biederitzer Trainer Peter Pysall einigermaßen ratlos bei der Aufarbeitung etwa eine Stunde nach dem Schlusspfiff. Bis dieser ertönte, blieben die Gäste in der Summe bei einem Auftritt, der Oberligaansprüchen nur selten genügen sollte.
Nach einem 4:1- Blitzstart der Gastgeber kämpften sich die Biederitzer durch Jason Thielicke und Till Schneider auf 4:3 (6.) heran, ehe die SG ihre leichten Vorteile in eine 7:4 (7.) und 8:6- (9.) Führung ummünzen konnte. Im weiteren Verlauf nutzten die Spergauer Fehlabspiele und schlechte Abschlüsse der Gäste zum 11:6 (16.), obwohl sie selbst längst nicht fehlerfrei unterwegs waren. Bis zur 23. Minute setzte sich dann der Negativtrend der Gäste fort, die in der Abwehr gerade gegen den starken Rückraum mit Erik Stepan (10 Tore) und Jonas Hassenmeier (8) kaum Zugriff bekamen. Folglich entschwand die SG auf 14:9 (23.) und 17:12 (27.) und nutzte dabei die Abstimmungsschwierigkeiten der wechselnden Biederitzer Hintermannschaft. „Egal mit welcher Aufstellung wir es gerade auch im Mittelblock versucht haben, es fehlte fast durchweg der Zugriff“, monierte Pysall zur Pause, in die die Gäste die Hypothek eines 14:18- Rückstandes mitnehmen mussten.
Auch der Re- Start begann für die weitgereisten Gäste alles andere als vielversprechend. Zahlreiche Passfehler und eine schwache Wurfeffektivität sorgten dafür, dass die Spergauer mit einem 5:0- Lauf verbunden mit einer 23:14- Führung nach 36 Minuten die Partie früh vorentschieden. Da kaum Besserung im Biederitzer Spiel eintrat, hatte das Neuntorepolster auch noch beim 26:17 (40.) und 30:21 (49.) Bestand. „Da war viel kleinklein dabei und wir haben oft die richtigen Zeitpunkt zum Abschluss verpasst“, zählte auch der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt einige Gründe auf, warum es an diesem Tag für die Gäste einfach nicht klappen sollte. Da auch der Deckungsverbund, der oft am Sechsmeterkreis klebend zu inaktiv wirkte, weiterhin in welcher Formation auch immer enttäuschte, legten die Spergauer nach 55 Minuten zum 33:22 nach und fuhren schließlich einen nie gefährdeten 35:25- Erfolg ein, mit dem sie ihre Chancen auf einen Podestplatz wahren konnten.
„Vorn zu ungenau und hinten zu dilettantisch. Wir haben überhaupt keine Bindung zum Spiel bekommen“, fasste es Pysall kurz und treffend zusammen. Und auch das Auftreten der Schiedsrichter Renne/Unger war einmal mehr aus Sicht der Gäste fragwürdig. „Ordentlich gestellte Rückfragen von mir werden müde belächelt und regelwidrig verhinderte Pässe zum Passspiel bei uns werden überhaupt nicht geahndet. Im Gegenteil, ich bekomme noch die gelbe Karte, obwohl ich doch meine Mannschaft nur schützen möchte“, bemängelte Pysall, der aber die Gründe der deutlichen und verdienten Niederlage problemlos bei seinem Team finden konnte.
 Spergau: Guretzky, Shagluf – Peter, Nikisch (2), Lange (3), Gerberding, Pohl (3), Stepan (10/1), Ziemann (3), Modrzynski (6), Knorr, Hassenmeier (8)
Biederitz: Wetzel, Nafe – Urban, Thielicke (3), Daßler (5), Kinast (1), Hesse, Beres, Held (5), Steinweg (4), Schneider (2), Wohl, Hammecke (2), Eix (3)
Zeitstrafen: Spergau 2, Eiche 3
Siebenmeter: Spergau 1/1, Eiche 0
SV Eiche 05 reist nach Spergau
Das vorletzte Auswärtsspiel der Saison bestreiten die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (8., 22:24 Punkte) am Sonnabend um 19 Uhr in der Jahrhunderthalle von Spergau. Bei der gastgebenen SG (4., 30:16), die noch aussichtsreich auf die Podestplätze schielt, steht den Biederitzern ein schwerer Gang bevor.
Gerade im Schlussspurt einer jeweiligen Saison ist der Blick auf die Tabelle bei vielen Vereinen oft sehr scharf gestellt. Dies stellt sich beim SV Eiche 05, der sich im gesicherten Mittelfeld der Liga befindet, aktuell etwas anders dar. „Realistisch gesehen kommen wir entweder auf Rang sieben oder acht ein. Natürlich wollen wir dennoch erfolgreich sein und auch in Spergau was Zählbares mitnehmen, auch wenn die Aufgabe fraglos eine sehr Schwere wird“, meint der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt nach einem kurzem Blick auf die aktuelle Tabelle. Das Restprogramm mit den Gastspielen in Spergau und in Haldensleben sowie der letzten Heimpartie dazwischen gegen den bereits feststehenden Meister GW Wittenberg/Piesteritz könnte allerdings schwieriger kaum daherkommen, so dass noch einmal volle Konzentration gefragt ist. Die Podestplätze fest im Blick habend wird der Gastgeber dagegen die zwei Zähler gegen den Liganeuling von der Ehle fest eingeplant haben, um im engen Rennen gegenüber der TSG Calbe (2., 32:14) und dem HC Burgenland II (3., 31:15) nicht wichtigen Boden zu verlieren.
Die angesprochene Konzentration war auch in der zurückliegenden Trainingszeit in der Ehlehalle zu vernehmen, auch wenn der ein oder andere Ausfall zu verzeichnen war. Einmal mehr steht dabei die vakante kreisposition im Fokus, wobei das aufgekommene Fragezeichen bei Maksymilian Beres durch Jason Thielicke abgefangen werden dürfte, der seine Daumenverletzung auskuriert hat. Ansonsten hat das Trainerduo Pysall/Freistedt alle Mann an Bord, so dass zwölf Feldspieler und zwei Torhüter die Hürde Spergau in Angriff nehmen können.
Die SG kommt ähnlich wie die zuletzt bespielte Reserve des HC Burgenland daher, ist also technisch sehr gut ausgebildet und überzeugt mit einer sehr aggressiven Deckungsarbeit. Zudem verfügt die Truppe um Trainerfuchs Tomas Jablonka über einen wurfgewaltigen Rückraum, was bereits im Hinspiel im November beim 32:32 deutlich zu erkennen war.
„Ja, es muss bei uns an diesem Tag sicherlich Vieles passen, um dort nicht leer auszugehen. Ich traue dies der Truppe allerdings durchaus zu“, frohlockt Freistedt und hofft dabei auch, dass besonders die „jungen Wilden“ aus dem erreichten Turniersieg in den Niederlanden am zurückliegenden Osterwochenende den nötigen Schwung sowie die Spielfreude mitbringen.
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