Güsener HC vs SV Eiche 05 Biederitz

Konzentration runter, Fehler rauf
Das Verbandsliga-Derby geht mit 36:27 (21:13) klar an die Biederitzer Handballer. Doch auch der Güsener HC sieht sich für den Endspurt im Kampf um den Klassenerhalt gestärkt.
Stefan Köster schüttelte den Kopf mit einem solchen Nachdruck, dass jeder Versuch einer Imitation ziemlich sicher ein Schleudertrauma nach sich ziehen dürfte. „Du bekommst hier alle Zeitstrafen wegen Meckerns. Wie kann man so dämlich sein“, fragte der Kapitän der Biederitzer Verbandsliga-Handballer rhetorisch, als Teamkollege Robin Urban zum zweiten Mal unfreiwillig auf der Bank Platz nehmen durfte. Und auch Keeper Maximilian Wetzel sah sich in der 47. Minute des Derbys beim Güsener HC zum Appell an die Vorderleute genötigt: „Kopf einschalten, Männer!“
Dass die Gäste eine Viertelstunde später ob des 36:27 (21:13)-Auswärtserfolgs unter „Derbysieger, Derbysieger“-Rufen über das Parkett der Elbe-Havel-Sporthalle hüpften, zeigte, dass der Spitzenreiter seiner Favoritenrolle doch gerecht geworden ist. Ihr Trainer verhehlte allerdings nicht, dass ihn die Art und Weise nur bedingt zufrieden stimmte: „Wir hatten im Vorfeld angesprochen, dass wir die Konzentration über 60 Minuten hochhalten müssen. Leider ist uns das nur in den ersten 20, 25 Minuten gelungen“, fasste Peter Pysall den zwölften Sieg in Serie zusammen. Die Gastgeberseite dürfte dagegen kaum eine der 14 Saisonpleite mit mehr Fassung getragen haben als jene vom Sonnabend: „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Auf diese Leistung lässt sich in den kommenden Wochen aufbauen, auch wenn es anfangs nicht danach aussah“, sagte GHC-Trainer Eric Steinbrecher.
Obwohl Florian Mache (2) und Lucas Beck ihrem Team mit der 3:0-Führung (5.) einen optimalen Start bescherten, wendete sich das Blatt. Die Biederitzer Torjäger vom Dienst – Bennet Daßler und Robin Urban, die am Ende mit neun beziehungsweise acht Treffern erfolgreichste Schützen wurden – drehten jeweils per Doppelpack den Spieß nur 120 Sekunden später  zum eigenen 4:3 um. Auch die anschließende frühe Güsener Auszeit (7.) änderte nichts daran, dass die Gastgeber zusehends den Faden verloren. „In der Abwehr haben die Jungs so gearbeitet, wie ich mir das vorstelle“, lobte Pysall und dürfte den weiteren Verlauf zusehends entspannter verfolgt haben.
Als die 05er bereits nach 20 Minuten die erste Zehn-Tore-Führung (16:6) herausgeworfen hatten, bestand berechtigter Grund zur Annahme, der Ligaprimus würde nun vollends mit dem Gegner den Boden aufwischen. Doch allen voran Bennet Steinbrecher sorgte mit seinen vier Treffern in den letzten zehn Minuten des ersten Abschnitts dafür, dass der Abstand zur Pause nur auf minus acht belief – im Nachgang war dies auch als Kampfansage für den zweiten Abschnitt zu werten.
Denn vor allem defensiv hatten die Güsener in der Kabine offenbar die richtigen Stellschrauben angezogen. Dahinter konnte sich Keeper Steffen Bonitz mit vier Paraden in den ersten zehn Minuten nach Wiederbeginn auszeichnen. Was sich allerdings zwischen beiden Sechs-Meter-Kreisen abspielte, nahm vermehrt Züge eines Slapstickfilms an. „Konzentration runter, Fehlerquote rauf – das war eine Phase, in der es vogelwild zuging“, kommentierte Pysall den Spielabschnitt ab dem 24:16 durch seinen Rechtsaußen Max Duderstadt (37.). Beide Teams übertrafen sich fortan in Sachen Technik-Regelfehler. Teils warfen die Kontrahenten das Spielgerät derart ungezwungen weg, dass der Ballbesitz im Zehn-Sekunden-Takt wechselte. Erst das 19:25 durchs Güsens Dominic Schulz (47.) sorgte wieder für einen gleichmäßigeren Rhythmus in der Schlussphase.
Wer glaubte, in dieser würde sich das neue Schlusslicht seinem Schicksal fügen, sah sich getäuscht. Zwar kam Biederitz nun vermehrt zu einfachen Treffern im Tempogegenstoß, doch vor allem die GHC-Rückraumschützen Beck und Mache feuerten nun gegen eine SVE-Abwehr, die kaum noch die Arme nach oben bekam, nach Herzenslust. Der positive Gesamteindruck bei ihrem Coach hatte sich da schon längst verfestigt: „Unsere Abwehr hat vor allem in der zweiten Hälfte gut zugepackt. Es war so nicht zu erwarten, dass wir Biederitz vor Probleme stellen und zu technischen Fehlern zwingen. Gelingt uns in Irxleben ein ähnlicher Auftritt, sind wir nicht chancenlos“, blickte Steinbrecher bereits auf die Aufgabe am kommenden Sonntag (16.30 Uhr, Wildparkhalle) voraus.
Derweil wartet auf den Spitzenreiter am Abend zuvor um 17.30 Uhr der vermeintlich vorentscheidende Showdown. Wenn mit dem SV Wacker Westeregeln der ärgste Verfolger in der Ehlehalle gastiert, steht auch außer Frage, dass sich die Biederitzer eher an ihrem Auftritt der ersten Halbzeit in Güsen orientieren sollten. „Es braucht mehr Konzentration und wieder den absoluten Willen. Daneben muss es uns auch gelingen, unsere Abschlüsse wieder besser vorzubereiten“, forderte Pysall beim Blick auf die Zutatenliste vor dem Gipfeltreffen.
Güsen: Schildhauer, Wegner, Bonitz – D. Schulz (2), Mache (5), Beck (5), Sonnenberg, Heinsberg (1), Gerlach, Liebich, Ladwig (1), C. Schulz, Schmälzlein (4), Heisinger (2), B. Steinbrecher (7/1)
Biederitz: Gronemeier, Wetzel – Urban (8), Köster (1), Daßler (9), Kinast (5), Held (2/1), Steinweg (8,), Schneider (1), Duderstadt (1), Wohl (1), Hartmann, Lu. Exner, Eix
Siebenmeter: GHC 1/1 – Eiche 2/1; Zeitstrafen: GHC 7 – Eiche 8; Rot: Leon Sonnenberg (38., 3×2 Minuten) -Güsen
Nicht die Papier-, sondern die Tagesform entscheidet
Vom Parkett, über die Kabinen, bis hin zu den Armaturen in den Duschen: Keinen Winkel in der Elbe-Havel-Halle haben die Mitglieder der Abteilung Handball beim großen Frühjahrsputz vor wenigen Tagen ausgelassen. Alles mit dem Ziel, der Heimspielstätte im letzten Saisonviertel zu neuem Glanz zu verhelfen. Nun sind die Verbandsliga-Herren des Vereins seit Wochen weit davon entfernt, zu glänzen. Eine passendere Gelegenheit, um die sportliche Talfahrt zu stoppen, als das zweite und letzte Derby der Saison kann es allerdings kaum geben. Und so sucht der Tabellenvorletzte (9:29-Punkte) heute ab 16 Uhr seine Außenseiterchance gegen den Spitzenreiter aus Biederitz (35:5). Oder wie GHC-Trainer Eric Steinbrecher formuliert: „Wir haben nichts zu verlieren, spielen zuhause und stehen vor einer gewaltigen Herausforderung. Da wollen wir den Zuschauern natürlich ein schönes, tor- und temporeiches Spiel bieten.“
Peter Pysall, seinem Gegenüber beim SV Eiche 05, dürfte das Wie egal sein, solange sein Team den Drei-Punkte-Vorsprung auf das Verfolgerduo aus Westeregeln und Staßfurt behauptet oder gar ausbaut. Und auch wenn der Showdown gegen den SV Wacker erst in einer Woche eine mögliche Vorentscheidung verspricht, warnt der Biederitzer Trainer davor, die heutige Aufgabe im Vorbeigehen meistern zu wollen: „Wir als Trainerteam sagen es den Jungs immer wieder: Es gilt, in jedem Spiel hart zu arbeiten. Was perspektivisch noch wartet, ist erst mal unwichtig und sollte uns nicht beschäftigen.“
Zumal dem Titelanwärter nicht erst in der Vorwoche ein wenig die Souveränität abging. Beim 30:28-Erfolg in Calbe machten sich die Gäste zum einen selbst das Leben in der Schlussphase schwer, zum anderen zeigte sich erneut: „Wenn der Spitzenreiter kommt, ist jeder Gegner besonders motiviert. Das wird in Güsen nicht anders sein. Zumal ein Derby durch die räumliche Nähe immer einen besonderen Reiz hat“, hebt der SVE-Coach hervor. Auch wenn das Hinspiel (42:24) einer Machtdemonstration der heutigen Gäste glich, glaubt auch die Gegenseite, dass die eindeutige Papierform weniger Aussagekraft besitzt als sonst: „Ohne Frage ist Biederitz haushoher Favorit. Aber wir haben zu Saisonbeginn gegen Westeregeln (30:25-Heimsieg; Anm. d. Red.) gezeigt, was für uns gegen Spitzenteams möglich ist. Wenn wir einen guten Tag erwischen und unsere Fans hinter uns stehen, sind wir nicht chancenlos“, so Steinbrecher.
Dass er keinen seiner Schützlinge zusätzlich motivieren muss, zeigt sich dann auch an einer dickeren Personaldecke als zuletzt. Bis auf den längerfristig erkrankten Kreisläufer Kevin Lepper sind beim GHC alle an Bord. Auch die in Calbe etwas gelichteten Reihen der 05er füllen sich wieder. So ist der zuletzt kränkelnde Robin Urban wieder fit. Zudem gibt Linkshänder Max Duderstadt nach drei Wochen Pause wieder sein Comeback.
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Güsener HC vs HSG Ehle II

Das Leben selbst schwer gemacht: Die HSG Ehle II zittert sich zum Derbysieg
Denkt man sich den ungünstigsten Start in ein Derby aus, sähe er vermutlich so aus: Erster Angriff,  gut herausgespielter Abschluss, Kopftreffer gegen den Torhüter, Zwei-Minuten-Strafe. Mitunter hat Torsten Riek also nach 24 Sekunden am Sonnabend bereits eine Vorahnung erhalten, wie sich das Gastspiel der HSG Ehle II beim Güsener HC in der Handball-Nordliga der männlichen D-Jugend entwickeln würde. Obwohl am Ende ein 33:29 (16:13)-Erfolg für sein Team, das er gemeinsam mit Stefan Bußmann und Riklef Roehl coacht, stand, war die Art und Weise alles andere als überzeugend: „Klar springt ein gutes Pferd nicht höher, als es muss. Aber der Gegner war uns körperlich klar unterlegen. Das müssen wir ganz anders lösen und die Jungs waren am Ende selbst mit sich unzufrieden“, erklärte Riek und sah die Bestätigung in einem äußerst verhaltenen Jubel.
 Während der GHC also eine schnelle 2:0-Führung nach 90 Sekunden in Überzahl herauswarf, mühten sich die Gäste fast vier Minuten für ihren ersten Treffer.  Doch auch als die HSG-Reserve beim 3:2 (5.) den Spieß umgedreht hatte, war von der Souveränität des Favoriten kaum etwas zu erkennen. „Eigentlich fährt man das Spiel dann ruhig nach Hause, aber wir schaffen es nicht, uns abzusetzen, weil wir falsche Entscheidungen treffen“, haderte der Gästecoach. Immer wieder  machten sich seine Schützlinge durch Abstandsprobleme im Angriff das Leben schwer, leisteten sich Fehler und luden die Güsener so regelrecht  zum Kontern ein. „Der GHC hat es auch gut gemacht im Umschaltspiel, aber genau das haben wir vorab angesprochen, dass uns dies nicht passieren darf.“
So kam in der zweiten Hälfte, was kommen musste: Der GHC glich nach 40 Minuten zum 24:24 aus und witterte Morgenluft. Ein paar deutliche Worte in der anschließenden Auszeit später bewältigte die HSG II dann allerdings den Kraftakt in der Schlussphase und verbuchte einen Erfolg, der nur bedingt zum Jubeln einlud: „Dieses Spiel hat uns Trainern unnötig viel graue Haare beschert.“
Güsen: Pietsch, Köpke – Müller, Wetzel (1), Romanowski, Schröder (4), Grimm (17/1), Gorgas, Jansky (5), Eichholz (2), Nolte, Haar
HSG Ehle II: Schrank – Wesner (1), Sens (9/1), Deneke (9/1), Wittke (1), Kollack (1), Abel (5), L. Kloth (7), Werban
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Güsener HC II vs SV Eiche 05 Biederitz II

29:29 zwischen den Reserven GHC & Eiche

Eine gerechte Punkteteilung gab es im Duell der Verfolger in der 2. Nordliga zwischen den Reserve- Teams des Güsener HC und des SV Eiche 05 Biederitz. Nach sechzig umkämpften Minuten stand es 29:29 (14:16)- Unentschieden, was beiden Seiten mit Blick auf die Tabelle nicht ganz unrecht sein dürfte.

Die Anfangsviertelstunde verlief von den blanken Zahlen her (6:6) recht ausgeglichen, wobei die Gäste mit einigen Unkonzentriertheiten zu kämpfen hatten. Trotz einiger Ungenauigkeiten im Passspiel warfen die Biederitzer anschließend beim 8:6 bzw. 9:7 ein kleines Polster heraus und nutzten dabei einige technische Fehler der Gastgeber, die zudem wiederholt an Schlussmann Michel Meyer scheiterten. In der Folge erzielte der GHC wieder Gleichwertigkeit und konnte dabei auf den Rückhalt ihres Schlussmannes Jann Schildhauer zählen. Dennoch waren es in der Schlussphase des ersten Spielabschnittes in einer sehr ansehnlichen Begegnung wiederum die Gäste, die vorlegen konnten. Zunächst erzielten Debütant Carlos Swoboda und Rückkehrer Martin Walde das 15:13, ehe Kreisläufer Lukas Hartmann den Anschlusstreffer von Bennet Steinbrecher konntern konnte.
Den weitaus besseren Start in Durchgang zwei konnte dann der Gastgeber für sich verbuchen, der mit einem 4:0- Lauf an den Gästen vorbeizog. Anschließend traf der Biederitzer Emile Simon doppelt zum 19:19- Ausgleich, ehe die GHC- Routiniers Kevin Haßbargen und Rene Teßmann erneut zwei Treffer zum 21:19 vorlegen konnten. Auch diesen Rückstand holten die Gäste durch einen Doppelpack (Marius Hammecke) auf und erzielten bis zur 47. Minute beim Stand von 24:24 regelmäßige Gleichwertigkeit. Der positive Ausschlag zu Gunsten der Gäste, Hammecke und Kai Ritter trafen zum 26:24, ging dann nach hinten los, da die Gastgeber mit drei Toren in Serie zur eigenen 27:26- Führung eine hektische Schlussphase einläuteten. Diese war neben der roten Karte (Rabe, Biederitz) auch von zahlreichen Zeitstrafen geprägt, welche aber keine der beiden Mannschaften so wirklich für sich nutzen konnte. So machten zwar die Biederitzer den 26:28- Rückstand (Christian Haßbargen per Stafwurf) durch Hammecke und Jan Schmidt postwendend wett, brachten aber die eigene 29:28- Führung wiederum durch Schmidt nicht über die Ziellinie. Schließlich war es Florian Hennig, der mit seinem fünften Treffer den gerechten 29:29- Endstand herstellen konnte.
„In der Schlussphase kann das Pendel in beide Richtungen ausschlagen. Die Punkteteilung ist für uns in Ordnung, da ein erneuter Podestplatz trotz der neuen starken Teams aus Oebisfelde und Biederitz in der Liga im Bereich des Machbaren bleibt“, gab der halbwegs zufriedene Güsener Trainer Olaf Juling später zu Protokoll. Ähnlich auch das Fazit bei den Gästen, wo vor allem die Personalien Walde und Swoboda positiv ins Gewicht fielen: „Carlos hat uns mit seiner Erfahrung und Übersicht gut getan und Waldi war fast schon wieder der Alte…“, meinte ein dennoch nicht ganz zufriedener Biederitzer Julian Hammecke im Nachgang. Dass es aber eine leistungsgerechte Punkteteilung war, sah auch er mit einem Augenzwinkern ein.

Güsen II: Schildhauer, T. Prause – K. Haßbargen (5/1), E. Steinbrecher (5), Bretschneider, Teßmann (5/1), C. Haßbargen (1/1), S. Prause, Becker, Geuder, Grosenick, Heinsberg (5), Hennig (5), B. Steinbrecher (3)

Biederitz II: Meyer, Le. Exner – Warnecke, M. Hammecke (7), Schmidt (2), Walde (4), Swoboda (3), Wentzel (1), Bahr (1), Reichel, Rabe (2), Ritter (4), Simon (3/1), Hartmann (2), Beres, Lu. Exner

GHC II vs. Eiche II – Duell der Verfolger

Im Duell der Verfolger treffen am Sonnabend um 18 Uhr die zweiten Mannschaften des Güsener HC (3., 16:6 Punkte) und des SV Eiche 05 Biederitz (2., 18:2) aufeinander. Im Hinspiel hatten die Biederitzer den längeren Atem und gewannen mit 31:24.

Der Ausfall von Kevin Haßbargen im Hinspiel war einer der entscheidenen Gründe für den Ausgang des Hinspiels im Oktober, der die konditionellen Qualitäten der Güsener an diesem Tag auf eine harte Probe stellte. „Das zunehmend hohe Tempo der Biederitzer war dann schon ausschlaggebend“, bekannte dann auch der Güsener Verantwortliche Olaf Juling, der diesmal aber wieder auf die Dienste seines Routiniers setzen dürfte. Aber nicht nur dies dürfte dem GHC am Wochenende in die Karten spielen, denn auch in Sachen Spielpraxis dürfte der Gastgeber, der vor zwei Wochen mit einem 34:26 aus Seehausen zwei wichtige Zähler entführte, die Nase deutlich vorn haben. Die Biederitzer indes absolvierten ihren letzten Pflichtspielauftritt Ende Januar beim klaren 36:23- Heimerfolg gegen den FSV 1895 Magdeburg II. Als eine letzte Chance auf die Meisterschaft in der 2. Nordliga dürften beide Vertretungen das anstehende kleine Derby eher nicht betrachten, spiegelt sich doch die Ausnahmestellung des verlustpunktfreien Tabellenführers SV Oebisfelde III nicht nur in den reinen Zahlen wider.
„Natürlich wollen wir den Hinspielerfolg wiederholen, wissen aber auch um das heiße Pflaster in Güsen“, meint der Biederitzer Verantwortliche Julian Hammecke. Dieses wollen die GHC- Routiniers natürlich nutzen, um den aktuellen dritten Platz zu festigen, um wie im Vorjahr auf einem Podestplatz einzukommen.

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Güsener HC vs SV Eiche 05 Biederitz

Deutlicher 43:18- Erfolg in Güsen

Die männliche E- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz wurde ihrer Favoritenrolle beim Güsener HC vollauf gerecht. Nach einem 18:9 zur Halbzeit setzten sich schließlich die Gäste auch in der Höhe verdient mit 43:18 durch. „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben vor allem im Angriff überzeugen können, wo der Ball gut lief und wir sehr mannschaftsdienlich agiert haben“, meinte der Biederitzer Trainer Alexander Jantz nach dem neunten Saisonerfolg, mit dem der zweite Rang hinter dem verlustpunktfreien Spitzenreiter BSV 93 Magdeburg gefestigt werden konnte. Die Gäste nahmen von Beginn an die Favoritenrolle an und führten bereits nach sieben Minuten mit 8:1. Im weiteren Verlauf setzten auch die GHC- Youngster einige Akzente, waren aber zumeist auf ihre zwei Hauptprotagonisten Arno Norbert Buhl und Justus Henning Täger angewiesen. Dem 13:7 nach einer Viertelstunde ließen dann die Biederitzer noch einmal ihr Können aufblitzen und warfen einen verdienten 18:9- Vorsprung zur Pause heraus. Nach dem Seitenwechsel zeigte der Biederitzer Nachwuchs wiederholt seinen enormen Torhunger und schraubte nachhaltig am sich erhöhenden Polster, welches nach dem 23:10 (24.) nach 29 Minuten auf 30:12 angewachsen war. In den Schlussminuten fand dann auch wieder der nie aufsteckende Gastgeber, der sehr körperbetont agierte und einige gelungene Ballgewinne verbuchen konnte, auf das Protokoll zurück und konnte mit einigen schönen Toren das Resultat etwas freundlicher gestalten. „In der Abwehr gilt es, noch etwas ballorientierter zu agieren. Aber kein Problem, so haben wir noch genug Futter für unseren Trainingsalltag“, meinte ein rundum zufriedener SVE- Coach Jantz nach dem 43:18- Auswärtserfolg mit einem Augenzwinkern.

Güsen: Schierle, Wendt – Möhring, Neuhäuser, Barfuß (2), Komander, Müller (3), Reichel, Buhl (7), Täger (6), Haßbargen, Rumschüssel, Gscheguschewski, Fahrintholz, Brunow

Biederitz: Griesau (4), Eichholtz (6), B. Selega (2), Plater (3), Poppeck (6), Wagenschein (2), I. Selega (1), Fahrenkampf (2/1), Firit, Hauenschild (1), Janke (11), Feig (5)

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Güsener HC vs SV Eiche 05 Biederitz

Klarer Derbysieg in Güsen

Die weibliche C- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz konnte sich im Derby beim Güsener HC deutlich mit 26:6 (14:2) durchsetzen, wobei Johanna Poppeck und Emmy- Lotta Bublitz mit jeweils neun Toren die besten Schützen beim Sieger waren. „Wir haben die richtigen Lehren aus der letztwöchigen Niederlage gegen Osterburg gezogen. Vor allem die Deckung hat sich formverbessert präsentiert“, resümierte der Biederitzer Trainer Karsten Bormann unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Die Gäste wurden ihrer Favoritenrolle vom Anpfiff weg gerecht und hatten bereits nach zwölf Minuten eine 9:1- Führung herausgeworfen. Grundstein dafür war, das die angesagten Spielzüge zumeist finalisiert werden konnten und auch in Sachen Chancenverwertung nur selten Wünsche offen blieben. So kam die vorentscheidene 14:2- Pausenführung gegen einen nie aufsteckenden Kontrahenten nicht von ungefähr. Auch nach dem Seitenwechsel kam der GHC kaum zur Entfaltung und fand zudem in Emmy Rojahn zwischen den Biederitzer Pfosten wiederholt ihren Meister. So legten die Gäste schnell zum 18:3 (34.) nach und schraubten das Torepolster bis zur 41. Minute auf 25:5 nach oben. Am Ende stand schließlich ein nie gefährdeter und auch in dieser Höhe jederzeit verdienter 26:6- Auswärtserfolg zu Buche. „Wenn sich jeder dem wichtigen Teamgedanken unterordnet, dann können wir eine tolle Saison hinlegen“, blickte der SVE- Coach Bormann, der sich zudem über den wohl geplatzten Torknoten bei Lina Göhring (sieben Treffer) freute, zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben.

Güsen: Biedermann – Kausch (3), Schröder (1), Heinsberg (1), Becker, Müller, Freund, Krüger, Zappe, Timpel, Klehm, Lüdersdorf (1)

Biederitz: Rojahn – Poppeck (9), Speck, Göhring (7), Tuchen, Fischenbeck (1/1), Pawlik, Kirchner, Gebel, Hildebrandt, Halwaß, Bublitz (9/1)

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Güsener HC vs SV Eiche 05 Biederitz

Ende gut, alles gut – Handball-Verbandsliga Güsen hält trotz 29:35-Niederlage die Klasse / Biederitz verteidigt Rang drei
Auch wenn der Güsener HC sein Heimspiel in der Handball-Verbandsliga gegen den SV Eiche 05 Biederitz verlor, konnten nach 60 Minuten beide Mannschaften einen versöhnlichen Abschluss feiern.
Von Kevin Sager
Güsen/Biederitz l Ganz gespannt verfolgte Eric Steinbrecher bereits am Sonnabend die Partie zwischen der SG Seehausen und dem HV Lok Stendal. Klar wollten die Güsener ihre Hausaufgaben einen Tag später selbst erledigen, doch ein wenig Schützenhilfe hat noch nie geschadet. So verfolgte Steinbrecher die 26:35-Niederlage des Schlusslichtes am Ticker. Einen Tag später waren er und seine Sieben gefordert, genau wie die Mitkontrahenten HSG Börde und die HSG Altmark West. Alle Mannschaften verloren ihre Partien und Güsen hatte so doch noch ein Happy End, denn der GHC verhinderte den Abstieg, auch wenn die 29:35 (10:18)-Heimniederlage gegen die Biederitzer die Stimmung etwas trübte.
Deutlich ausgelassener war diese bei den Gästen aus Biederitz. Sie sicherten sich nach einem fulminanten Lauf zum Saisonende noch den Bronzerang und nahmen voller Stolz die Medaillen entgegen.
Durchgang eins bestimmten derweil die Gäste nach Belieben. „Wir wollten alles in die Waagschale werfen und haben das auch gemacht“, beobachtetet Eiche-Coach Peter Pysall. „Güsen hat dennoch voll dagegengehalten.“ Doch alles, was GHC-Coach Steinbrecher mit auf den Weg gegeben hatte, funktionierte nicht. „Wir hatten acht technische Fehler und 15 Fehlwürfe im ersten Durchgang. Gegen Biederitz reicht das nicht aus.“ Mit einem deutlichen Acht-Tore-Rückstand verschwanden die Güsener in der Kabine. „Wir mussten uns etwas überlegen“, so Steinbrecher. Der Plan: „Wir wollten mehr aus dem Rückraum werfen, da Biederitz einige kleine Spieler in ihren Reihen hat und wir mit Julian Schmälzlein und Steffen Bretschneider zwei wurfgewaltige Spieler dort haben.“
Der Plan von Steinbrecher ging auf. Güsen verkürzte den Rückstand Stück für Stück. Das konnte sich Pysall nicht länger ansehen und warf die grüne Karte mit dem weißen „T“ – Auszeit. Doch den Schwung konnte der Eiche-Coach dem Gastgeber damit kaum nehmen. Denn die Gastgeber blieben dran. „Im zweiten Durchgang war Güsen dann noch stärker“, meinte Pysall. Doch seine Mannschaft ließ im Endeffekt nichts anbrennen. „Wie wir es spielerisch lösen, war gut. Wir haben eine stabile Abwehr gestellt und sind immer wieder zu einfachen Toren gekommen“, sagte Pysall.
Im Endeffekt waren sich beide Parteien dann auch einig, dass der Gästesieg verdient war. „Die zweite Halbzeit entscheiden wir mit 19:17 aber für uns“, schob Steinbrecher nach.
Als dann der Blick auf die Ergebnisse der Konkurrenz fielen, war es eh egal, da Güsen ein weiteres Jahr in der Verbandsliga aktiv ist – zur Freude von Steffen Brettschneider, Silvio und Peter-René Keil. Die drei Routiniers beenden ihre Karriere. „Das haben sie sich auch verdient“, meint Steinbrecher. „Sie haben den jungen Spielern teilweise noch etwas vorgemacht.“ Präsente gab es ebenfalls. Alle drei erhalten freien Zugang zu den Spielen des GHC, zudem übergab die Mannschaft Trikots mit allen Unterschriften der Spieler.
Am Ende könnte das Derby unter dem Motto „Ende gut, alles gut“ zusammengefasst werden. Beide Mannschaften ließen – getrennt von einander – am Abend das Spiel und die Saison bei einem Kaltgetränk gemütlich enden.
Güsener HC: Fabian Wegner, Steffen Bonitz – Dominic Schulz (1), Florian Mache, Lucas Beck (3) René Teßmann (2), Kevin Lepper (2), Rico Gerlach, Philip Ladwig (2), Silvio Keil, Carlo Schulz (2), Julian Schmälzlein (6), Peter-René Keil, Steffen Bretschneider (11/5)
Eiche Biederitz: Michael Tschirschwitz, Maximilian Seidel – Robin Urban (7), Stefan Köster, Bennet Enrico Daßler (8), Daniel Bahr, Maximilian Paul Wiedon (10/3), Leon Exner, Maximilian Held (2), Moritz Luis Steinweg (3), Till Georg Schneider, Philip Justin Wohl (1), Luca Exner (1), Felix Andreas Eix (3)
Siebenmeter: GHC 5/5 – SVE 3/5
Zeitstrafen: GHC 5 – SVE 4
Rote Karte (o.B.): Rico Gerlach (Güsener HC/23.)
Mit dem Maximum an Brisanz – Handball-Verbandsliga: Güsener HC erwartet Eiche Biederitz zum Saisonfinale
Angesichts unzähliger Duelle um die sprichwörtliche goldene Ananas, die am Wochenende das Handballjahr in Sachsen-Anhalt beschließen, dürfen sich die Spielplaner für diese Ausnahmeerscheinung in der Verbandsliga Nord auf die Schulter klopfen: Ein Derby, in dem für beide Kontrahenten noch eine ganze Menge auf dem Spiel steht, bildet am morgigen Sonntag den krönenden Abschluss der Serie 2022/23 im Jerichower Land. Wenn der Güsener HC (11., 12:38-Punkte) den SV Eiche 05 Biederitz (4., 35:15) ab 16 Uhr empfängt, stehen nicht nur die Gastgeber vor einem waschechten „Endspiel“.
So haben die Biederitzer nach der Winterpause einiges dafür getan, um sich den Ruf als Team der Stunde zu verdienen. Neun Spiele in Folge gestalteten die Ehle-Handballer zuletzt siegreich. Und ein weiterer Erfolg hätte nicht nur symbolischen Charakter, wie Eiche-Trainer Peter Pysall weiß: „Natürlich ist das ein Ausdruck für die konstanten Leistungen der letzten Spiele. Aber wir haben uns auch über die gesamte Saison hinweg die Chance auf die Bronzemedaille erarbeitet. Jetzt fehlt noch der letzte entscheidende Schritt.“
Um ihn zu gehen, braucht es keine höhere Mathematik: Bestätigt der SVE seinen 37:28-Erfolg aus dem Hinspiel Anfang Dezember, ist Platz drei unumstößlich fix. Denn in der Abschlusstabelle ist der direkte Vergleich, den die Biederitzer gegenüber dem SV Irxleben für sich entschieden haben, das maßgebliche Kriterium bei Punktgleichheit. Stolpern die 05er dagegen, braucht es bereits heute Schützenhilfe durch die TSG Calbe II, die allerdings zuletzt bei ihrer 24:32-Niederlage an der Ehle bereits den Eindruck erweckte, dass zum gesicherten Klassenerhalt keine weiteren Meilensteine hinzukommen werden.
Im Kampf um den Ligaverbleib ist seit einer Woche auch der GHC wieder dick im Geschäft. Der 30:23-Auswärtserfolg bei der HSG Börde verschaffte den Güsenern eine glänzende Ausgangsposition, so dass mitunter sogar bei einer Niederlage der zwischenzeitlich in weite Ferne geratene Klassenerhalt erreicht werden kann. Darauf ankommen lassen wollen es die Mannen um Coach Eric Steinbrecher jedoch nicht. „Wir haben im letzten Spiel, das noch dazu ein Derby ist, vor eigener Kulisse die Chance. Wenn wir dabei auch den Biederitzer Erfolgslauf durchbrechen, wäre das ohne Frage ein Highlight“, gibt sich der Coach angriffslustig und weiß, worauf es ankommt: „Wir können das gegnerische Tempo mitgehen. Daneben müssen wir uns auch auf den starken Rückraum einstellen.“
Entsprechend weiß auch der SV Eiche 05, worauf er sich einlässt. „Wir haben keine Geschenke zu erwarten. Es wird ein kampfbetontes Spiel, bei dem wir alles in die Waagschale werfen, zugleich aber die richtigen Entscheidungen treffen müssen“, erklärt Pysall, der bis auf die langzeitverletzten Eike-Christian Herrmann, Florian Wentzel und Christian Kinast personell aus dem Vollen schöpfen kann.
Auch sein Gegenüber wird keinen seiner Schützlinge zusätzlich motivieren müssen. Denn einerseits ist die Bedeutung des Spiels jedem in Güsen bewusst, andererseits wird auch der Rahmen zum Saisonabschluss noch einmal ein Besonderer sein. Vor dem Anwurf werden zunächst die GHC-Frauen für ihren dritten Platz in der 2. Nordliga geehrt und auch nach der Partie wird es emotional zugehen: Mit Silvio und Peter-René Keil sowie Steffen Bretschneider verabschiedet der Club drei verdiente Spieler, die ihre Karrieren gewiss nicht mit einem Abstieg beschließen wollen.
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Güsener HC vs SV Eiche 05 Biederitz

Siegesserie in Güsen fortgesetzt

Die weibliche B- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz hat mit einem 28:20 (16:10)- Auswärtserfolg beim Güsener HC ihre Siegesserie fortsetzen können. Dass nach langer Pause aber aller Anfang schwer ist, belegten die ersten zehn Minuten der Partie, in der zunächst die GHC- Mädels mit 4:3 die Nase vorn hatten. In erster Linie waren es leichte Ballverluste, die zu Ballverlusten auf Seiten der Gäste führten. Aber auch das Auslassen zahlreicher guter Möglichkeiten sowie Wurfpech (Lattentreffer) waren Gründe für den zaghaften Beginn der favorisierten Gäste aus Biederitz. Diese berappelten sich aber im weiteren Verlauf und gaben bei der 8:4- Führung nach 14 Minuten die Richtung vor. Nach dem 10:6 des SVE- Nachwuchses kämpften sich die Gastgeber zwar noch einmal auf 9:11 (20.) heran, mussten dann aber noch vor der Pausensirene entscheidend abreißen lassen. Die folgliche 16:10- Halbzeitführung war dann bereits mehr als eine Vorentscheidung in einer umkämpften aber nie unfairen Auseinandersetzung. Nach dem Seitenwechsel behaupteten die Gäste in recht souveräner Manier ihre Führung, wobei längst nicht alles wie gewünscht von der Hand ging. Die Gastgeber fighteten um jeden Treffer und ließen so die Gäste auch nach einer Dreiviertelstunde beim Stand von 25:19 nicht weiter davonziehen. Die mit jeweils sieben Toren erfolgreichsten Schützen der Gäste Charlott Rosenau und Anouk Wotjak machten schließlich mit ihren Toren zum 28:20- Endstand den Sack zu. Damit grüßt der Biederitzer Nachwuchs, bei dem Edda Kersten ihre ersten Saisontreffer erzielen konnte, mit nunmehr 16:2 Zählern weiterhin von der Tabellenspitze, während die Güsener im Kampf um einen möglichen Podestplatz wichtigen Boden verloren.

Güsen: Zänkert – Kühner (2), Bodemann (6/1), Hecht (3), Wolf, Kramm, Schröder (3), Munkelt (3), Bergt (3)

Biederitz: Kruse – Schnelle (3), Zhou, Urban (5), Wotjak (7), Warnecke, Keitz (2), Kersten (3), Rosenau (7/1), Niemann (1)

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Güsener HC vs SV Eiche 05 Biederitz

Derbysieg trotz Fehlwurffestival

Die weibliche D- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz konnte sich trotz zahlloser ausgelassener Möglichkeiten mit 13:8 (6:5) beim Güsener HC durchsetzen. Während Johanna Poppeck für die Gäste viermal erfolgreich war, konnte Thia Becker immerhin drei Treffer für den unterlegenen Gastgeber beisteuern. Der SVE- Nachwuchs legte wunschgemäß los und führte nach sieben Minuten mit 4:1. Im weiteren Verlauf glichen die Gastgeber zum 4:4 aus, weil die Gäste viele technische Fehler fabrizierten und ihre Möglichkeiten nicht nutzen konnten. Bis zur 18. Minute trafen Emmy- Lotta Bublitz und Fanny Ziebarth zwar zum 6:4, doch mehr als eine knappe 6:5- Halbzeitführung war den Biederitzern, die über dreißig Fehlwürfe zu verzeichnen hatten, nicht vergönnt. Unmittelbar nach Wiederbeginn drehten dann die GHC- Mädels den Spieß kurzzeitig gänzlich um und führten mit 8:6 (24.). Danach hatten sie aber ihr Pulver verschossen, so dass lediglich noch die Gäste zu Torerfolgen kamen. So glichen Fanny Ziebarth und Livia Burgold zum 8:8 aus, ehe die Gäste, die mit Emma Rojahn und Ciara Marie Rose klare Vorteile auf der Torhüterposition vorweisen konnten, fünf weitere Treffer zum 13:8- Auswärtserfolg nachlegen konnten. „Mit dem Resultat und der Einstellung bin ich durchaus zufrieden, da die Richtung stimmt. An den Baustellen werden wir in den nächsten Trainingseinheiten arbeiten“, meinte der Biederitzer Trainer Stephan Holzgräbe nach der Begegnung.

Güsen: Freund – Kausch, Andres, Heinsberg (1), Arndt (2), Schröder (1), Britzke (1), Becker (3/1), Biedermann

Biederitz: Rojahn, Rose – Holzgräbe, Ziebarth (3), Poppeck (4), Bublitz (3), Thielicke, Burgold (1), G. Pawlik, M. Pawlik, Speck (2)

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Güsener HC vs SV Eiche 05 Biederitz

Erleichterung nach Derbysieg

Die männliche B- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz konnte ihr erstes Spiel in der neuen Altersklasse beim Güsener HC nach einer 15:12 schlussendlich mit 35:28 siegreich gestalten. Sowohl Nils Rosenthal (Güsen) als auch Jonas Maffert (Biederitz) konnten sich gleich neunmal in die Torschützenliste eintragen. „Wir sind verständlicherweise erleichtert, war es doch eine erste Standortbestimmung in der neuen Liga“, war auch dem Biederitzer Trainer Michael Thielicke der Spannungsabfall anzumerken. Er konnte in den ersten Spielminuten beobachten, wie vor allem sein Team die Findungsphase benötigte und nach fünf Minuten mit 2:4 im Hintertreffen lag. Im weiteren Verlauf jedoch bissen sich die Gäste in die sehr faire Begegnung und übernahmen nach zwölf Minuten mit 9:6 die Führung. Fraglos waren die Jungs aus der A- Jugend, die am Vorabend bereits in Westeregeln gefordert war, keine unwichtigen Faktoren, doch gerade sie heben das Niveau des gesamten Teams. Dieses nahm schließlich gegen einen straken Kontrahenten eine verdiente 15:12- Führung mit in die Kabinen. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel konnten Jonas Maffert und Lukas Ribbert das Polster auf fünf Treffer (17:12) erhöhen und die Richtung der Partie noch klarer abzeichnen. Obwohl die Biederitzer im weiteren Verlauf munter durchwechselten, erhöhte sich der Vorsprung kontinuierlich und betrug nach 37 Minuten bereits zwölf Tore (27:15). In den Schlussminuten war es dann den Gastgebern vergönnt, unter der Leistung der guten Schiedsrichter das Resultet etwas freundlicher zu gestalten. „Rundum ein gelungenes Derby, welches in uns den verdienten Sieger gesehen hat. Aller Anfang ist ja schwer und deshalb sind wir auch sehr froh, dass es so erfolgreich für uns gelaufen ist“, meinte SVE- Trainer Thielicke auf der ausgelassenen Rückfahrt.

Güsen: Schildhauer – Rosenthal (9/1), Kohlenberg, Schwab, Rehfeldt, Becker, Müller (1), Sterzik (7), Liebich (4/2), Hennig (5), Schröder, Heinsberg (2)

Biederitz: Wohl, Schuster – Czommer (4/1), Maffert (9), Geirsson (7), Schmidt, Steinweg (2), Kliem (1), Hesse (4), Hartmann (2), Kalsdorf (1), Ribbert (5), Gröbe, Reinald

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Güsener HC vs SV Eiche 05 Biederitz

Weder Hauptgewinn, noch Trostpreis
Handball Güsener HC und SV Eiche 05 Biederitz trennen sich im Verbandsliga-Derby 26:26 (16:14)-unentschieden
Güsen l Damit konnte nun wirklich kaum jemand rechnen, dass das Thema Risikomanagement in dieser letzten Auszeit des Spiels noch einmal ein heiß diskutiertes beim SV Eiche 05 Biederitz sein würde. 28 Sekunden waren im Verbandsliga-Derby beim Güsener HC am Samstagabend noch zu spielen, die Gäste im Ballbesitz und beim Zwischenstand von 26:26 mit der Last der Entscheidung gestraft: Den Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler tauschen oder in Unterzahl die Minimalchance auf den Sieg suchen? „Die Sicherheitsfanatiker in unseren Reihen haben sich durchgesetzt“, verriet Peter Pysall und man hörte dem Gästetrainer an, dass er selbst nichts lieber getan hätte, als in diesem Pokerspiel alle Chips in die Mitte des Tischs zu schieben.
Auf der Gegenseite mochten sich die ersten Momente nach der Schlusssirene anfühlen, als hätte der GHC gerade einen Royal Flush gegen den Trostpreis eingetauscht. Immerhin behaupteten die Gastgeber nach 50 Minuten noch eine 24:20-Führung. Coach Eric Steinbrecher zeigte sich jedoch schnell gefasst: „Wenn wir auswärts vier Tore aufholen, fühlt sich so ein Unentschieden auch wie ein Sieg an. Aber für uns ist das keine Niederlage. Biederitz ist eine der Mannschaften, die am Ende oben stehen werden. Wir müssten nominell vielleicht auch dazuzählen, aber man hat eben auch gesehen, dass wir noch Erfahrungen sammeln müssen.“
Verjüngte Gäste drückten dem Derby dann auch in den ersten 25 Minuten den Stempel auf. Angefangen beim 2:3 (6.) durch einen glänzend aufgelegten Robin Urban (neun Treffer), behauptete der SV Eiche 05 dank schnellem Passspiel und mit viel Übersicht die Führung und baute diese nach einem Dreierpack von Felix Eix zwischenzeitlich auf 9:5 aus (18.). „In der Endphase der ersten Hälfte waren unsere Abschlüsse dann allerdings zunehmend unvorbereitet und nicht mehr so konsequent“, haderte Pysall, der so das Momentum in Richtung der Güsener kippen sah.
Auch, weil die Fehlwurfquote bei den Gästen nach Wiederbeginn stieg, übernahm der GHC das Kommando und warf nach 43 Minuten eine 21:17-Führung heraus. Auffällig jedoch, dass der sonst so durchschlagskräftige Rückraum nur selten in Erscheinung trat. „Biederitz hat nach der Pause offensiver gedeckt und einfach nicht zugelassen, dass wir das spielen, was wir gern möchten“, so Steinbrecher.
Immer häufiger liefen sich die Seinen nun im Angriff fest und wenn einmal nicht zu den Außen Dominic Schulz und Philip Ladwig abgeräumt wurde, hatte sich auch Eiche-Keeper Andy Gronemeier, der es in Hälfte zwei auf neun Paraden brachte, auf die teils zu halbherzigen Würfe beim Gegner eingestellt. „Trotzdem müssen wir uns in den letzten zehn Minuten cleverer anstellen“, monierte Steinbrecher. Das Polster seines Teams schmolz zusehends zusammen.
Nachdem Urban zum 26:26 ausgeglichen hatte (59.), kam also noch einmal Dramatik ins Spiel: Bei noch 45 Sekunden Spielzeit kassierte Eiches Stephan Holzgräbe nach einer Abwehraktion gegen Christian Haßbargen die Zeitstrafe, zusätzlich bekam Güsen den Siebenmeter zugesprochen. Julian Schmälzlein scheiterte jedoch an Gronemeier und ließ die Chance auf den Heimsieg verstreichen. Glück für den GHC, dass auch der eingangs erwähnte letzte Biederitzer Angriff versandete, wobei das Unentschieden letztlich  ein gerechtes Resultat war.
„Chapeau vor den Jungs, dass sie in dieser aufgeheizten Atmosphäre noch so einen Rückstand aufholen“, lobte Pysall, um am Ende doch auf die verpasste Gelegenheit zu verweisen: „Im ersten Spiel (30:22 bei der HSG Börde, Anm. d. Red.) lag unsere Angriffseffektivität bei 75, gegen Güsen nur bei 57,7 Prozent. Wenn wir da noch eine Kohle mehr draufgepackt hätten …“
Güsen: T. Prause, Bonitz – Fritz (1), Schulz (4), Mache, Beck, Teßmann (4), Lepper (2/1), C. Haßbargen (4/4), Faber (1), Ladwig (3), Keil, Schmälzlein (4), S. Bretschneider (3)
Biederitz: Gronemeier, Tschirschwitz – Urban (9), Holzgräbe (3), Köster, Kinast (2), Wentzel, Herrmann, Held, Steinweg (3/2), Schneider, Wohl, Daßler (5/2), Eix (4)
Siebenmeter: GHC 6/5 – SVE 5/4; Zeitstrafen: GHC 3 – SVE 5
Versprechen auf Hochspannung/Handball Güsen bittet ab 19 Uhr Biederitz zum Verbandsliga-Derby
Güsen/Biederitz l Trotz seiner gerade einmal 17 Jahre weiß natürlich auch Robin Urban, wie es sich anfühlt, wenn die gesamte Halle gegen einen ist. Auch der ein Jahr ältere Moritz Steinweg ist mit genügend Handball-Wassern gewaschen, um sich von Sprüchen oder einem versteckten Foul nicht aus dem Spiel nehmen zu lassen. Und trotzdem geht es für die beiden Youngster stellvertretend wie für alle Aufrücker aus dem Nachwuchs beim SV Eiche 05 Biederitz in dieser Verbandsliga-Saison vornehmlich darum, im Männerbereich anzukommen. „Sie haben sich bereits etwas frei geschwommen und verfügen über super Ansätze. Jetzt müssen wir ihnen aber noch Lösungen dafür an die Hand geben, wenn ein paar ältere, dickere und faulere Abwehrspieler vor ihnen stehen, die nicht jede Bewegung mitmachen“, umreißt Eiche-Trainer Peter Pysall gewohnt lakonisch den Entwicklungsprozess seiner Youngster. Den nächsten Schritt sollen seine Schützlinge dann auch heute Abend bei der schweren Prüfung im Derby beim Güsener HC gehen.
Bis dorthin hat sich natürlich auch die Nachricht von der Frischzellenkur beim bevorstehenden Gegner herumgesprochen. Bei GHC-Trainer Eric Steinbrecher ist die Vorfreude auf die Begegnung, die im Vorjahr mit 33:32 an sein Team ging, ehe die Pandemie den Sport im Land ein weiteres Mal zum Erliegen brachte, entsprechend groß: „Es ist spannend zu hören, dass sich Biederitz verjüngt hat. Ich rechne mit einem Spiel auf hohem Niveau und einem ähnlich knappen Ausgang wie in der vergangenen, abgebrochenen Saison.“ Und auch wenn der Vergleich letztlich in der annullierten Spielzeit nicht in die Wertung einging, bemüht auch die Gegenseite den Rückgriff auf Oktober 2020: „Es lassen sich einige Erkenntnisse aus der Partie im Vorjahr ziehen“, so Pysall.
Was beide Kontrahenten neben vielen jungen Gesichtern eint, ist der erfolgreiche Start in die neue Spielzeit. Während die Biederitzer mit einem deutlichen 30:22-Erfolg von der HSG Börde zurückkehrten, mussten die Güsener beim 28:26 über den SV Wacker Westeregeln das Glück schon ein bisschen mehr bemühen. „Nach der langen Pause war der Auftritt beider Teams von viel Nervosität geprägt“, bekennt Steinbrecher, der zugleich aber nach dem spielfreien vergangenen Wochenende und intensiven Einheiten unter der Woche hofft, dass seine Sieben heute befreiter aufspielt.
Auch an der Ehle war man zuletzt zum Zuschauen gezwungen, was Coach Pysall als zweischneidiges Schwert ansieht. Einerseits „fehlt uns nach dem guten Auftritt in Oschersleben jetzt ein wenig der Rhythmus“, andererseits aber nutzten die Biederitzer die vergangenen beiden Trainingswochen zur weiteren Feinjustierung: „Ein paar Stellschrauben gibt es immer zu drehen. So stand die Arbeit im Abwehrverbund im Zusammenspiel mit den Torhütern weit oben auf unserer Prioritätenliste.“
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