Saison: 25/26

SV Eiche 05 Biederitz II vs SG Kühnau

Favorit taumelt, fällt aber nicht

Unter dem Strich steht das bittere Pokal-Aus, doch für ihre Leistung müssen sich Handballer des SV Eiche 05 Biederitz II nicht schämen. Der Bezirksoberligist bringt zwei Spielklassen höher angesiedelte Kühnauer gegen Ende ins Schwitzen.

Niemand sollte überrascht sein oder so tun, wenn Luca Exner in den kommenden Wochen die beste handballerische Version seiner selbst abliefert. Wer den 22-Jährigen aus den Reihen des SV Eiche 05 Biederitz II am Samstagabend im Achtelfinale des HVSA-Pokals beim Wirbeln und Werfen beobachtete, musste zur Feststellung gelangen: Er war verdammt nah dran. Gegen die Oberliga-Truppe der SG Kühnau sah man einen Spielmacher, der gekonnt Passfinten einstreute, Haken vor der gegnerischen Deckung schlug, die Mitspieler in Szene setzte und selbst ein Dutzend Mal das Tor traf. Kurz gesagt: „Luca hat ein super Spiel abgeliefert“, schätzte auch Stefan Quensell ein. Und das Bedauern war dem Trainer deutlich anzuhören, als er auf Exners Rolle als tragischer Held zu sprechen kam: „Er hat zwölf von 15 Würfen verwandelt, bis dahin auch alle drei Siebenmeter, nur dieser eine letzte Versuch landete eben leider am Pfosten.“
Am Holz zerschellte so rund eine Minute vor der Schlusssirene auch eine mögliche Verlängerung als Krönung einer starken Aufholjagd. Und damit auch die Hoffnung des gastgebenden Bezirksoberligisten, einen weiteren Favoriten auszuschalten. Übrig blieb nach der  denkbar knappen 25:26 (12:15)-Niederlage aber keineswegs nur Biederitzer Verbitterung, wie Coach Quensell deutlich machte: „Wir haben unser bislang bestes Saisonspiel abgeliefert. Keiner musste sich dafür grämen. Schließlich haben wir einem zwei Klassen höher angesiedelten Gegner alles abverlangt.“ Nur gab es im Spielverlauf eben auch immer wieder kleine Abzweigungen, die der Außenseiter auf dem Weg zum großen Coup verpasste.
Eine erste fiel in Form der holprigen Startphase bis zum 4:9 (13.) noch weniger ins Gewicht. „Wir hatten unsere Startschwierigkeiten, aber die anschließende Auszeit hat gefruchtet“, schilderte der Trainer und sah, wie Linus Steinweg und Luca Exner jeweils per Doppelschlag sowie Leon Kliem den 9:10-Anschluss herstellten (21.). In der zunehmend hektischeren Schlussphase der ersten Hälfte  fiel dann jedoch  ein Aspekt, der  im weiteren Verlauf mitunter wertvolle Körner kostete, schwerer ins Gewicht: „Es war ärgerlich, dass wir  quasi mit der Pausensirene noch ein Gegentor kassieren und damit drei Treffern hinterherlaufen“, haderte Quensell.
Wirklichen Anschluss fanden seine Schützlinge nach Wiederbeginn dann zunächst nicht. Durch einige überhastet abgeschlossene Angriffe wuchs die Hypothek zwischenzeitlich sogar auf fünf Treffer an (15:20/40.). Erschwerend hinzu kam, dass das Unparteiischengespann Maximilian Bomeier/Dominique Lars Lange (Quedlinburg/Bernburg) zunehmend kleinlicher pfiff. Sehr zum Missfallen des Biederitzer Trainers: „Heimschiedsrichter waren beide sicher nicht, wie die Zeitstrafen-Relation zeigt. Sie haben dann die Unruhe auf unserer Bank bemängelt, aber selbst erst dafür gesorgt.“
Auf dem Spielfeld zeigten die Hausherren jedoch eine entsprechende Trotzreaktion. Vor allem Exner lief nun zur Höchstform auf und brachte seine Farben per Dreierpack wieder auf 18:20 heran (45.). Weil Kühnau trotz zwischenzeitlicher Auszeit angezählt wirkte, hielten die Gastgeber den Anschluss und kamen zwei Minuten vor dem Ende zum zwischenzeitlich kaum für möglich gehaltenen 25:25-Ausgleich. Nach der neuerlichen Führung der Gäste bot sie sich dann wie eingangs geschildert die große Chance, das Tor zur Verlängerung aufzustoßen, doch Exners Strafwurf krachte am Gebälk. Auch das jeweils letzte Time-out auf beiden Seiten brachte in den finalen 30 Sekunden keine Veränderung mehr auf der Anzeigetafel.
Während der strauchelnde Oberligist aus Dessau also mit eineinhalb blauen Augen das Ticket fürs Viertelfinale löste, lobte Quensell trotz des Ausscheidens sein starkes Kollektiv: „Insgesamt haben die Jungs eine tolle Leistung gezeigt. Das schließt auch die A-Jugendlichen ein, die uns einmal mal mehr tatkräftig unterstützt haben und die man unbedingt lobend hervorheben musste.“
Biederitz II: Nafe, M. Wohl, Le. Exner – Maffert (3), Janke, Kliem (4), Bahr, Holzgräbe, Deneke (1), L. Steinweg (4), L. Hartmann, Wiedon (1), J. Hartmann, Lu. Exner (12/3)
Kühnau: Oehme, Bräutigam – Kutzer (2), Fritze, Parusel, Hübner (2), Lingner (4), Kilian (2), Durban (1), Reppmann (4/2), Strohm (2), Hähle, Michalik (1), Maaß (2), Franz, Vodotinski (6)
Siebenmeter: Eiche II 4/3 – Kühnau 2/2; Zeitstrafen: Eiche II 6 – Kühnau 2; Rot: Dennis Franz (43., Foulspiel) -Kühnau
Mit der Chance zu überraschen – Die Biederitzer Reserve nimmt es im HVSA-Pokal mit Oberligist Kühnau auf
Den Begriff „Wundenlecken“ mussten die Handballer des SV Eiche 05 Biederitz II  in den bisherigen fünf Partien der Bezirksoberliga-Saison wortwörtlicher nehmen, als ihnen lieb sein kann. Wie wohltuend muss es sich da angefühlt haben, das zuletzt spielfreie Wochenende ohne Besuch in der Notaufnahme oder zumindest Zuwachs auf der Ausfallliste herumgebracht zu haben. Der volle Fokus in den zurückliegenden beiden Trainingswochen galt also dem Achtelfinale im HVSA-Pokal, in dem es die Eiche-Reserve am Samstagabend ab 19.30 Uhr in heimischer Ehlehalle mit der SG Kühnau  aufnimmt.
Vorfreude, aber auch eine gesunde Portion Realismus prägen vorab das Stimmungsbild, wie Co-Trainer Julian Hammecke durchblicken lässt: „Der Pokal besitzt durchaus einen gewissen Stellenwert für uns und in der ersten Runde haben wir uns auch gut verkauft. Aber ein Oberligist geht mit der natürlichen Favoritenrolle gegen uns ins Spiel.“ Gegen die strauchelnden Dessauer, die bislang nur einen Punktspielerfolg vorzuweisen haben, trauen nicht wenige dem Außenseiter aber eine Überraschung zu. Und auch falls diese ähnlich mühsam ausfallen sollte wie beim 25:24-Erfolg in der ersten Runde gegen Verbandsliga-Aufsteiger HSG Börde, wäre dies ausgeruhten Gastgebern nur recht. „Nach einer anstrengenden Phase in der Liga war ein freies Wochenende nicht verkehrt, aber natürlich gerät man auch ein wenig aus dem Tritt“, so Hammecke. Er und Chefcoach Stefan Quensell hoffen daher nicht nur, dass die Mannschaft schnell zu ihrem Rhythmus zurückfindet, sondern auch, dass sich die breite Bank auszahlt. Zwar sind die langzeitverletzten Florian Wentzel und Émile Simon bis auf Weiteres zum Zuschauen verdammt. Unterstützung kommt dagegen erneut aus der A-Jugend der HSG Ehle.
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SV Eiche 05 Biederitz vs HV RW Stassfurt II

45:21 – Sechzig Minuten wie im Rausch
Eiche Biederitz bleibt auch im sechsten Saisonauftritt unbezwungen. Gegen eine erschreckend schwache Staßfurter Reserve steht am Ende sogar ein Rekordsieg.
Alexander Ernst wäre an seiner alten Wirkungsstätte sicher ein herzlicher Empfang bereitet worden. Der Rückraumkanonier des HV Rot-Weiss Staßfurt II fehlte gegen seinen Ex-Club aus Biederitz jedoch aufgrund einer Knieverletzung. Ebenso suchte man in der Ehlehalle vergeblich nach der Identifikationsfigur der Bodestädter, Sebastian Retting, der die erste Mannschaft 2022 zum Regionalliga-Aufstieg gecoacht hatte. Und auch Lieven Rach, wegen dessen Hochzeit die Auftaktpartie der Handball-Oberliga überhaupt erst auf den vergangenen Sonnabend verlegt wurde, musste krankheitsbedingt passen. „Es war offensichtlich, dass der Gegner nicht die volle Mannschaft beisammen hatte. Aber das soll nicht unser Problem gewesen sein“, konstatierte Peter Pysall.
Ohnehin standen der SV Eiche 05 und sein Trainer in den seltensten Momenten des Samstagabends vor allzu großen Schwierigkeiten. Am Ende leicht abzulesen am 45:21 (22:10)-Kantersieg, der das Team nun auch ganz offiziell zum ersten Verfolger vom noch makellosen Spitzenreiter BSV 93 Magdeburg werden ließ. Losgelöst von der Tabelle und letztlich doch daran abzulesen markierte der Samstagabend den nächsten logischen Entwicklungsschritt, den der Biederitzer Coach von seinen Schützlingen erwartet hatte: „In diesen Spielen können sich die Jungs freischwimmen. Sie waren leistungsmäßig da, wo wir sie als Trainerteam haben wollen“, lobte Pysall und sah eine Woche nach dem überzeugenden 37:24-Erfolg über TuS Radis, wie seine Mannschaft ihren bislang deutlichsten Sieg seit dem Sprung in die Oberliga im Vorjahr einfuhr: „Das war eine runde, gelungene Sache.“
Zur Wahrheit gehörte allerdings auch, dass der punktlose Aufsteiger aus Staßfurt in der Form vom Sonnabend kaum konkurrenzfähig ist. Im reichlich eindimensionalen Angriff der Gäste summierten sich am Ende über 20 technische Fehler auf. Abgesehen von Routinier Falko Nowak (neun Treffer) trat bei der Rot-Weiss-Reserve kaum jemand aus dem Abschlussschatten hervor, wobei das Biederitzer Prunkstück der laufenden Saison einmal mehr vollauf überzeugte: die Defensive.
Angefangen bei Keeper Gustav Nafe, der in Worten seines Trainers „den nächsten Glanztag erwischte“, stellten die Hausherren auch davor ein Bollwerk, das seinen Namen verdiente. „Mit Jason Thielecke und Jannis Richter oder später auch Robin Urban konnten wir uns auf einen starken Innenblock verlassen“, hatte Pysall beobachtet und sah, wie sein Team nach dem mehr als ordentlichen 7:2-Start (10.) schon zur Pause die Frage nach dem Sieger klärte.
Dass zu den zehn Gegentreffern der ersten Halbzeit nur elf weitere nach dem Seitenwechsel hinzukamen, belegte, dass die Gastgeber nie die Zügel schliefen ließen. Vorn spielten sie sich mit einem Tempo, dem Staßfurt nicht folgen konnte, in einen wahren Rausch. Mit Blick auf den Gesamteindruck zeigte sich so auch der  Trainer vollauf zufrieden: „Die Jungs haben nahtlos an ihren letzten Auftritt angeknüpft.“ Wohlwissend, dass die folgende Hürde  am Sonnabend ab 16.30 Uhr nicht im Vorbeigehen zu meistern sein wird. Bei der HSG Wolfen erwartet Gastvereine erfahrungsgemäß alles, nur kein warmer Empfang.
Biederitz: Nafe, Wetzel – Urban (7), Daßler (12), Kinast (3), Hesse (5), Richter (3), Held (3), Steinweg (7), Schneider (3), Wohl (1), Thielecke (1), Beres
Staßfurt II: Schütte, Tuchen, Krause – Ogaitis, J. Becker (2), Engelhardt, M. Becker, Zimnick (1), Spadt (3), Tacke, Dobritz (2), Standhardt (3), Nowak (9/2)
Siebenmeter: SVE 3/0 – RWS II 4/2; Zeitstrafen: SVE 3 – RWS II 2
Kurs halten, Serie ausbauen/Biederitz erwartet Aufsteiger Staßfurt II zum Nachholspiel
Um das eine oder andere Getränk nach dem Spiel müssen sich die Biederitzer Oberliga-Handballer am Samstagabend keine Sorgen machen. Weil die Hochzeit vom Staßfurter Linksaußen Lieven Rach und der ursprüngliche Termin kollidierten und der SV Eiche 05 (4., 8:2-Punkte) der Bitte um Spielverlegung zu Saisonbeginn nachkam, hat die Reserve des HV Rot-Weiss (13., 0:10) angekündigt, eine Runde Gehopftes zu spendieren. Ob die Gastgeber dann auch mit Genuss zugreifen können, liegt  ganz an ihnen. Gegen den Aufsteiger steht der starke Biederitzer Saisonstart ab 17.30 Uhr auf einem neuerlichen Prüfstand.
Eine Woche nach dem 37:24-Heimerfolg  gegen Radis will das einzig ungeschlagene Team der Liga natürlich auch im Nachholspiel vor eigener Kulisse nicht vom eingeschlagenen Kurs abkommen, zumal die Formkurve gegen die Heide-Handballer zuletzt einen deutlichen Ausschlag nach oben verzeichnete. „Auch wenn es krankheits- und arbeitsbedingt noch ein, zwei Fragezeichen beim Personal gibt, wollen wir dort anknüpfen, wo wir gegen Radis aufgehört haben“, lobt Eiche-Trainer Peter Pysall aus und präzisiert: „Die Abwehr und starke Torhüter haben uns bislang ausgezeichnet. Dagegen war die Angriffseffektivität der Knackpunkt der ersten Spiele. Ich hoffe aber, dass sich die Jungs spätestens in der letzten Woche dahingehend endgültig befreit haben.“
Dass der Neuling aus der Bodestadt gegen beherzte Defensivarbeit und schnelles Umschaltspiel seine Probleme hat, machte zuletzt der Biederitzer Rivale aus Gommern bei seinem 28:18-Erfolg vor. Beobachter sind sich jedoch einig, dass bei der mit reichlich höherklassiger Erfahrung gesegneten, aber weiter punktlosen Regionalliga-Reserve aus Staßfurt irgendwann der Knoten platzen wird. Nur muss es ja nicht unbedingt beim Gastspiel in der Ehlehalle sein.
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SV Eiche 05 Biederitz vs TuS Radis

Eine runde Sache – 37:24 gegen Radis
Mit einer rundum überzeugenden Vorstellung hat der Handball- Oberligist SV Eiche 05 Biederitz die bis dahin ebenfalls noch ungeschlagene Vertretung von TuS Radis mit 37:24 (18:13) bezwungen. Siegbringend war dabei die starke Abwehr mit einem überragenden Torhüter Gustav Nafe.
Es ist gewiss nicht so einfach, den Biederitzer Trainerfuchs Peter Pysall einmal zum Strahlen zu bringen, doch was seine Mannschaft am Sonnabendabend vor 150 begeisterten Zuschauer abspulte, war diesbezüglich absolut zielführend. „Das war eine glasklare Steigerung gerade im Angriffsverhalten, während die Deckung an die Leistungen der Vorwochen anschließen konnte. Die Torhüterleistung dazu war dann natürlich sensationell“, verteilte Pysall trotz der Glanzpunkte in allen Mannschaftsteilen noch ein Extralob an Schlussmann Gustav Nafe, der nach sechzig Minuten bei etwa fünfzig Prozent gehaltener Bälle angekommen war.
Der 4:1- Blitzstart war für den weiteren Verlauf natürlich auch richtungsweisend, denn das gute Defensivverhalten war gleichzeitig der Dosenöffner für schnelle Gegenstöße und einfache Treffer. „Die Tore, mit den wir uns ja zuletzt schon ein wenig schwer getan haben, waren ein Motivationsschub für die Truppe“, erinnerte sich Pysall, der im weiteren Verlauf sah, wie die Gastgeber über das 8:4 (14.) und 12:8 (21.) nach 23 Minuten auf 15:10 stellen konnten. War es hinten die harmonische Abwehr, so wirbelten vorn die Daßler, Steinweg & Co den Gegner fast nach Belieben durcheinander, was schließlich folgerichtig und auch in der Höhe verdient in einer 18:13- Halbzeitführung mündete.
Auch unmittelbar nach dem Beginn der zweiten dreißig Minuten hatte das Spiel nicht grundlegend Neues zu bieten. Die Biederitzer hatten nach 37 Minuten auf 23:14 erhöht und Gustav Nafe hatte längst wieder einen Platz in den Köpfen der Gäste gefunden, welche teilweise nicht einmal die Abpraller im Gehäuse unterbringen konnten. Nach zwei Toren der Radiser zum 23:16 (39.) legten die Gastgeber einen 5:0- Lauf zum 28:16 (42.) nach und beseitigten auch die letzten Zweifel über den Ausgang der Begegnung. In der verbleibenen Spielzeit brachten die Biederitzer die überaus faire Partie, die sehr kleinlich mit jeweils neun (!) Zeitstrafen geleitet wurde, sicher über die Ziellinie. Über die Stationen 30:19 (46.), 33:21 (51.) und 34:23 (54.) wurde schließlich ein in dieser Deutlichkeit nicht erwartbarer 37:24- Erfolg eingefahren.
„Das war eine runde Sache heute. Ab und an fehlt uns noch ein wenig die Einfachheit und Ruhe im Spielaufbau, speziell in Bezug auf die Kreisanspiele“, fand Pysall dann doch noch ein sehr kurzes Haar in der Suppe. Zwei weitere Personalien sorgten parallel zum Heimsieg für Beachtung, denn während Kapitän Max Held aufgrund der Personalknappheit seinen Urlaub verschob, durfte Youngster Marvin Wohl in den Schlussminuten unter großem Beifall sein Debüt im Erwachsenenbereich zwischen den Pfosten feiern.
Man kann also rundum von einem gelungenen Abend in der Biederitzer Ehlehalle sprechen und darauf hoffen, dass sich dieser am kommenden Sonnabend beim Nachholspiel gegen den Aufsteiger HV RW Stassfurt II wiederholt.
Biederitz: Nafe, M. Wohl – Bahr, Thielicke (2), Daßler (13/6), Kinast (6), Hesse (6), Richter (1), Held, Steinweg (7), Wiedon (2), Beres, Eix
Radis: Pannier, Faust – Düresch, Täuber (1), Johannes, Engel (4), Hanke (4), Hammerlik, Lindner (1), Knape (6/2), Krickemeier (3), Kummer (3), Nitsche (2)
Zeitstrafen: Eiche 9, Radis 9 + rote Karte Tim Niclas Düresch (46:45) und Oliver Lindner (3×2 Minuten)
Siebenmeter: Eiche 6/6, Radis 5/2
1.Männer gg Radis – Duell der Unbesiegten
Mit dem Gastgeber SV Eiche 05 Biederitz (5., 6:2 Punkte) und TuS Radis (2., 7:1) treffen am Sonnabend um 17:30 Uhr zwei Mannschaften aufeinander, die in der jungen Saison nach vier Begegnungen in der Oberliga noch keine Niederlage einstecken mussten. Tabellenführer BSV 93 Magdeburg trohnt derweil mit fünf Siegen vor beiden Teams.
Nach zwei Unentschieden in der Fremde hat der SV Eiche 05 nun endlich das zweite Heimspiel vor der Brust. Dass nun sogar ein Spitzenspiel ins Haus steht, ist der Stimmungslage an der Ehle gar nicht so recht zu entnehmen, denn die letzten beiden Auftritte gaben relativ wenig Anlass zu irgendwelcher Euphorie. „Der Punkt in Wernigerode war fraglos glücklich und in Kühnau hätte es weniger oder auch mehr sein können“, strahlt auch der Biederitzer Trainer Peter Pysall auch nicht wirklich und nur wenig überraschend eine Gefühlsexplosion aus. Ein stetiger Begleiter praktisch vom Saisonstart weg ist die sehr überschaubare Chancenverwertung seiner Sieben, die sich zuletzt so etwa bei gerade einmal fünfzig Prozent eingepegelt hat. Im Umkehrschluss zeigen diese Zahlen aber auch, dass das Erspielen eigener Möglichkeiten in Ordnung ist und auch das Abwehrverhalten mit starken Schlussleuten dahinter so schlecht nicht sein kann.„Wir müssen schon etwa siebzig Prozent im Abschluss erreichen“, fordert der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der zudem darauf hinweist, dass Robin Urban und Philip Wohl fehlen werden und auch hinter Christian Kinast (Daumen) ein dickes Fragezeichen steht.
In der zurückliegenden Spielzeit legten die Biederitzer beim überzeugenden 34:29 den Grundstein in der Deckung, ehe im Rückspiel in Gräfenhainichen gegen die Heidesieben beim 20:28 begleitet von unschönen Szenen abseits des Spielfeldes (Wassersituation) nur wenig zusammenlief.
Die hoffentlich vielen Zuschauer in der Ehlehalle erwartet am Sonnabendabend wohl eine Partie auf Augenhöhe, denn beide Vertretungen haben zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison drei gleiche Kontrahenten bespielt, wobei die Punktausbeute fast identisch ist und wohl nur der Sieger wird vorerst ein Verfolger des souveränen Spitzenreisters aus Magdeburg- Olvenstedt, der beim SV Irxleben gastiert, bleiben.
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FSV 1895 Magdeburg vs SV Eiche 05 Biederitz

26:27 beim FSV – Achtelfinale ist Endstation

Die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz müssen sich nach einem 26:27 (12:13) beim Ligarivalen FSV 1895 Magdeburg im Achtelfinale des HVSA- Pokals aus dem Wettbewerb verabschieden. Viele kleine Dinge führten in der Landeshauptstadt zur Niederlage, die aber dennoch einige positive Ansätze mit sich bringen konnte.

Es sind eben diese Fehler, die in einem Spiel durchaus passieren (können), aber bei häufigerem Auftreten im Nachgang sehr weh tun können. „Wir hatten technisch- taktische Unzulänglichkeiten gepaart mit sich häufenden Fehlern, die natürlich bei einem solchen Spielverlauf ins Gewicht fallen“, räumte der Biederitzer Trainer Yves Steinweg nach dem Pokal-Ko ein, welcher aufgrund eines fast sechzigminütigen Rückstandes nicht unverdient daher kam.

So gerieten die Biederitzer recht schnell unter Druck und hatten gerade in der Startphase (5:2, 11. Minute) so ihre liebe Mühe, um am Kontrahenten dranzubleiben. In einer achtminütigen Hochphase zeigten die Gäste dann durchaus, was an diesem Freitagabend möglich sein kann. Da nämlich machten die SVE- Damen in Person von Daniela Schottstedt (3), Sophie Ribbert (2) und Christiane Druskus aus einem 5:9- Rückstand (18.) eine 11:10- Führung, welche sich aber im weiteren Verlauf als Eintagsfliege entpuppen sollte. Dennoch war beim Gang in die Kabinen verbunden mit einem hauchdünnen 12:13- Rückstand die Frage des Abends längst nicht beantwortet.

Dies sollte sich unmittelabr nach dem Seitenwechsel jedoch ändern. Der FSV entfernte sich auch nach drei Toren von Alicia Reek in nur drei Minuten auf 16:12 und konnte somit fortan mit einem komfortablen Vorsprung weitaus befreiter als der Gast auftreten. Dieser steckte jedoch nicht auf und kam nach vierzig Minuten durch Neele Bormann (2) und Hanna Harenberg neuerlich zum 18:17- Anschluss, doch ein erneutes Absetzen des Gastgebers zum 21:17 (42.) bzw. 25:20 (53.) kam dann schon einer Vorentscheidung gleich. Dass auch an diesem Freitagabend die Einstellung der Gäste auf allerhöchstem Niveau daher kam, war nicht nur den Schlussminuten zu entnehmen. Auch nach dem 27:22 (57.) der Fermersleber ließen die Gäste nichts unversucht, um das Unmögliche vielleicht doch noch möglich zu machen, doch leider sprang bis auf die Ergebniskosmetik zum 27:26- Endstand nichts weiter heraus.

„Ja über das Resultat heute bin ich schon ein wenig enttäuscht, aber ich sehr durchaus auch die Entwicklung der Mannschaft auf allen Positionen. Es kristallisieren sich Sachen heraus, die in den nächsten Einheiten vorrangig angegangen werden müssen“, resümierte Steinweg und freut sich nun wie die Spielerinnen auch auf eine längere Pause zur Regeneration, ehe es am 1. November im Ligaalltag mit einem Heimspiel gegen den BSV 93 Magdeburg weitergeht.

Biederitz: Grunert – Rosenau, Bublitz (2/1), Druskus (2), Urban (4), Wotjak, Schottstedt (4/2), Harenberg (2), Ribbert (7), Treffkorn (2), Bandey, Bormann (3), Linden

Gelingt Wiedergutmachung im Pokal?
Im Achtelfinale des HVSA- Pokals treten die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz am Freitagabend um 19 Uhr beim ewigen Ligarivalen FSV 1895 Magdeburg an. Gerade einmal zwanzig Tage ist es her, dass sich beide Teams gegenüber standen.
Zumindest die zweite Hälfte am 20. September dürfte den Handballerinen des SV Eiche 05 Biederitz in heimischer Ehlehalle sehr schmerzlich in Erinnerung geblieben sein, denn in denen verspielten sie den komfortablen 16:10- Vorsprung gegen die FSV- Damen noch und mussten mit 23:26 die erste und bisher einzige Saisonniederlage einstecken. „Dass war ein kollektiver Blackout, den wir nun glücklicherweise relativ zeitnah vergessen machen können“, erhofft sich der Biederitzer Trainer Yves Steinweg eine Wiedergutmachung der zweiten dreißig Minuten seiner Mannschaft. Er wird bei der Vorbereitung auf dieses Achtelfinalspiel des HVSA- Pokals in erster Linie an die erste Hälfte erinnert haben, in der die Biederitzer eine gute Leistung an den Tag gelegt haben und völlig zurecht ein Sechstorevorsprung mit in die Kabine genommen haben.
Seit diesem Aufeinandertreffen waren die Biederitzer bei zwei Auswärtsaufgaben gefordert und holten aus den Begegnungen in Beetzendorf (31:25 gegen Immekath) und TuS Magdeburg (24:24) immerhin drei Zähler. Der FSV dagegen verlor das Stadtderby gegen den neuformierten BSV 93 mit 26:29, machte diese Niederlage aber mit einem 29:27- Erfolg beim SV Oebisfelde II vor einer Woche wieder wett. Leistungsmäßig scheinen also beide Teams ungefähr auf einer Wellenlinie zu liegen, so dass die Tagesform zu eher ungewohnter Stunde ein gewichtiger Aspekt werden dürfte.
Die Biederitzer können das Unterfangen Einzug in das Viertelfinale mit fast kompletten Kader angehen. Lediglich Gina Hesse, die sich zuletzt bei TuS Magdeburg eine Verletzung zuzog, wird bei der schweren Aufgabe – sechzig konzentrierte Minuten gegen den FSV – nicht dabei sein.
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SV Eiche 05 Biederitz II vs Möckeraner TV

29:23- Derbysieger SV Eiche 05 II
Die zweite Vertretung des SV Eiche 05 Biederitz konnte das Derby in der Bezirksoberliga Nord gegen den Möckeraner TV verdientermaßen mit 29:23 (17:12) für sich entscheiden. Während Max Wiedon für die Gastgeber allein seibenmal einnetzen konnte, traf Alexander Simon sechsmal für die unterlegenen Gäste.
Es war alles angerichtet für ein spannendes Derby in der Biederitzer Ehlehalle, zwei motivierte Teams und ebenso zwei hochemotionale Fanlager, die aber gerade in den ersten zwanzig Minuten erkennen mussten, dass der geliebte Handball doch ein wenig zu kurz kam. „Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es gewiss Derbycharakter, wobei nicht immer alles im Rahmen blieb“, meinte später der Biederitzer Co- Trainer Julian Hammecke und bezog sich auf viele Nicklichkeiten, sprich unschöne Aktionen, welche aber auch in der Folge mit Zeitstrafen bzw. der roten Karte bedacht wurden. „Die Schiedsrichter haben das Ganze dann aber gut in den Griff bekommen und beide Mannschaften konnten den Fokus auf den reinen Sport legen“, lobte Hammecke das Gespann Aebi/Rätzel ausdrücklich.
Auf dem Spielfeld selbst hatten die Gastgeber bereits frühzeitig das Zepter übernommen und dies folgerichtig auch auf die Anzeigetafel projiziert. So gelang der Führungsausbau vom 5:2 (8.) auf 12:7 (21.) und auch beim Seitenwechsel sah es bei einer Fünftoreführung (17:12) gut für die Biederitzer aus, die sich diese Vormachtstellung bis zu diesem Zeitpunkt in allen Bereichen hochkonzentriert und abgeklärt erarbeitet hatten.
Der Re- Start ging dann aber aus Sicht der Biederitzer völlig daneben, so dass die Gäste durch Oliver Knoke nach 37 Minuten zum 18:18- Ausgleich kamen. Die wenig später vorgenommene Auszeit der Gastgeberbank war dann der Dosenöffner zur alten und erfolgreichen Spielkultur. Getätigte personelle Wechsel hatten nach 48 Minuten die 24:20- Führung zur Folge, die auch verdient daher kam, da die spielerischen Impulse in dieser Phase eindeutig aus den Biederitzer Reihen entsprangen. Die Möckeraner, die sich spielerisch durchaus gut präsentierten und dies in der Anfangsviertelstunde des zweiten Spielabschnittes auch zeigten, konnten diesem neuerlich hohen Rückstand nichts mehr entgegensetzen. So fuhren die Biederitzer den Derbysieg souverän und sicher mit 29:23 über die Ziellinie und machten einmal mehr von ihrer Heimstärke Gebrauch.
„Solche Siege schmecken natürlich besonders gut, aber wir haben uns diesen auch komplett verdient“, resümierte der Biederitzer Trainer Stefan Quensell nach der Begegnung, ohne dabei den Youngster Fynn Janke zu vergessen, der nicht nur wegen seiner fünf Treffer im zweiten Durchgang ein sehr starkes Debüt im Erwachsenenbereich hinlegen konnte.
Biederitz II: Nafe, Le. Exner – J. Hammecke, Janke (5), Schmidt (1), Kliem (4), Bahr (2), Meyer (5), Beres (3), Lu. Exner (1/1), L. Hartmann (1), Wiedon (7/1), J. Hartmann
Möckern: A. Schmied – Hennig (4), J. Schmied, Al. Simon (6/3), Kermer (1), Hantke (4), Weigel, An. Simon, Niebuhr, Knoke (4), M. Schmied, Thunert, Haufschild (3/2)
MTV kommt – Derby am Sonntagnachmittag
Am Sonntag um 16 Uhr ist endlich einmal wieder Derbyzeit in der Biederitzer Ehlehalle, wenn die zweite Vertretung des SV Eiche 05 Biederitz in der Bezirksoberliga den Möckeraner TV empfängt. Beide Teams sind eher durchwachsen in die neue Spielzeit gestartet und wollen nun das Prestigeduell zu jeweils ihren Gunsten entscheiden.
Das vorherrschende Thema beim Gastgeber ist ohne Frage das der Personalien, denn die Auswärtspartien in Stendal und zuletzt in Weferlingen haben den Kader gewaltig einbrechen lassen. Dem überaus frühen Saison- Aus für Emile Simon, er zog sich beim Aushelfen im Oberligateam beim HSV Haldensleben einen Kreuzbandriss zu, folgte nun am letzten Wochenende der KO für den 30jährigen Routinier Florian Wentzel, der sich bei der unglücklichen 26:27- Niederlage in Weferlingen die Archillessehne riss und bereits operiert wurde. „Da müssen wir jetzt durch. Wir werden das Ganze als Team auffangen müssen“, ordnet der Biederitzer Trainer Stefan Quensell die angespannte Personalsituation treffend ein. Seine Mannschaft hat gerade vor einer Woche bewiesen, dass solch gravierenden Ausfälle nicht mit einer gewissen Chancenlosigkeit einher gehen. Wie in Stendal auch waren die Biederitzer in Weferlingen äußerst nah dran an einem Punktgewinn, was die großartige Moral der Truppe eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Diese wird es nun am Sonntagnachmittag im Derby gegen den Möckeraner TV wiederum brauchen, um die weiße Weste in heimischer Ehlehalle zu wahren. Obwohl gerade die Thematik Chancenverwertung an der Ehle Woche für Woche auf den Tisch kommt, konnten sowohl Preußen Schönhausen (29:19) als auch die HSG Altmark/West (25:11) überaus deutlich besiegt werden. Die Möckeraner warten wie die Biederitzer auch in der Fremde noch auf Zählbares. In der Vorwoche lagen die Schützlinge von Andreas Simon bei der HSG Almark/West zwei Minuten vor Ultimo mit 30:29 vorn, kassierten dann aber bei eigener Torflaute noch drei Gegentreffer.
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TuS 1860 Magdeburg-Neustadt vs SV Eiche 05 Biederitz

Gerechte 24:24- Punkteteilung bei TuS
Ein stetiges Hin und Her hatte das Punktspiel zwischen den Frauen von TuS Magdeburg und den Damen des SV Eiche 05 Biederitz am Sonntagnachmittag in der Landeshauptstadt zu bieten. Schlussendlich stand ein leistungsgerechtes 24:24 (13:10)- Unentschieden auf der Anzeigetafel.
Die sechzig absolvierten Minuten konnte man als Außenstehender gut in vier Abschnitte einteilen. Die ersten dreißig Minuten wurden zunächst von den Biederitzern bestimmt, die anfänglich beim 5:4 (11.) und 7:6 (17.) die Nase vorn hatten, dann aber den Staffelstab an die Gastgeber weitergaben, die diesen dann in eine 13:10- Führung zur Halbzeit ummünzen konnten. „Unsere kleinen Probleme in der Deckung haben wir zu Beginn schnell reparieren können und dann die Akzente gesetzt. Der kleinere Einbruch vor dem Seitenwechsel war dann unserem unsauberen Angriffsspiel mit vielen Abspielfehlern und technischen Defiziten, die zu Ballverlusten führten, geschuldet“, begründete der Biederitzer Trainer Yves Steinweg in der Halbzeit den unnötigen und ärgerlichen Rückstand, der allerdings im gleichen Atemzug die Parole „Angreifen, es ist noch nichts verloren“ zur Folge hatte.
Von dieser wurde dann auch sehr schnell Gebrauch gemacht, denn Charlott Rosenau, Nina Bublitz und die später verletzt ausscheidene Gina Hesse glichen in nur drei Minuten zum 13:13 aus. Da auch das Biederitzer Abwehrverhalten inklusive Torhüter Rena Grunert nicht nur einen Gang höherschaltete, übernahmen die Gäste beim 17:14 (43.) und 19:16 (47.) sogar eine Dreitoreführung. Nach dem 20:18 durch Nina Bublitz in der 50. Minute waren es dann neben eigenen leichten Fehlern auch oft schwer nachvollziehbare Schiedsrichterentscheidungen, die die TuS- Damen zunächst zum Ausgleich (20:20, 53.) und wenig später auch zur knappen Führung (22:21 und 23:22) verhalfen. Nach dem neuerlichen Ausgleich von Daniela Schottstedt zum 23:23 legte TuS vom Siebenmeterpunkt zum 24:23 (Jenny Friese) vor, ehe Nina Bublitz in Überzahl agierend den verdienten 24:24- Endstand markieren konnte.
„Hut ab vor der Moral der Mädels. Den Zähler haben wir uns auf jeden Fall verdient“, zeigte sich Coach Steinweg zumindest teilweise erleichtert, denn die Verletzung von Rückraumspielerin Gina Hesse dürfte ihm und der Mannschaft in den nächsten Wochen noch sehr zu schaffen machen.
Biederitz: Grunert – Dettmer, Rosenau (3), Bublitz (7/2), Druskus (2), Schottstedt (2/1), Ribbert (2), Bandey, Hesse (5), Bormann (2), Linden (1)
Mit breiterer Bank zu TuS?
Ihr zweites Auswärtsspiel in Folge bestreiten die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz am Sonntag um 14 Uhr bei TuS Magdeburg. Für beide Vertretungen ist diese Begegnung in einer sehr ausgeglichenen Bezirksoberiga durchaus richtungsweisend.
Längst nicht alle Vertretungen haben in der Liga bereits vier Partien hinter sich gebracht, doch jedes Team hat in dieser noch sehr jungen Spielzeit schon mindestens zwei Minuspunkte vorzuweisen. Als Außenstehender könnte man zudem durchaus zu der Erkenntnis kommen, das jeder jeden schlagen kann. So wird das Gastspiel der Biederitzer in der neuen Sporthalle des TuS in Magdeburg in der Zielitzer Straße gewiss auch eines, was für beide Vertretungen die Richtung für die nächsten Wochen vorgeben kann. Während sich die Biederitzer zuletzt beim 31:25 in Beetzendorf zuvor verlorenes Selbstvertrauen zurückgeholt haben dürften, kehrten die TuS- Damen nach einem überraschenden 19:25 in Güsen nun mit einem Teilerfolg aus Weferlingen (26:26) zurück. Zum Saisonstart besiegten die Mädels um Trainer Dirk Pußel im Stadtderby den FSV 1895 mit 19:17, der dann zwei Wochen später zum Stolperstein der Biederitzer in eigener Halle nach einer katastrophalen zweiten Hälfte wurde.
Ein wichtiger Aspekt bei den Gästen dürfte auch die Kaderstärke werden, denn in Beetzendorf standen lediglich acht Spielerinnen zur Verfügung. Reichte dies noch in der Altmark zum Doppelpunktgewinn, so könnte eine breitere Bank in der Landeshauptstadt schon von Vorteil sein.
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SV Eiche 05 Biederitz vs 1.Magdeburger BC

31:18- Kantersieg gegen 1.Magdeburger BC

Etwas überrascht waren die Verantwortlichen der weiblichen C- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz schon, als sie unmittelbar nach dem 31:18 (16:6)- Erfolg gegen den 1.Magdeburger BC im Feierkreis standen. „Wir haben uns die Aufgabe schon ein wenig schwerer vorgestellt“, zeigte sich der Biederitzer Verantwortliche Lars Lange vor allem über die überschaubare Laufbereitschaft der Gäste überrascht. So zog der Biederitzer Nachwuchs die Partie recht früh entscheidend an sich und hatte nach dem 6:2 (12.) sechs weitere Minuten später ein 12:4 herausgeworfen. Da der Gang in die Kabine mit einem vorentscheidenen 16:6 versüßt wurde, konnte in der zweiten Hälfte bei den Gastgebern fleißig durchgewechselt werden. „Absolut lobenswert, dass wir auch in den unterschiedlichen Formationen unser Spiel durchgezogen haben“, ergänzte Lange, der aber auch sah, dass es in den nächsten Trainingseinheiten die ein oder andere Stellschraube anzupacken gilt. „Wir wollen und müssen schon noch souveräner werden, denn die Schwergewichte der Liga stehen noch aus“, erkannte Lange einsichtig selbst nach einem 31:18- Heimerfolg, der auf eine solide und gute Gesamtleistung basierte.

Biederitz: Treutler, Holzgräbe – Walde, Schumann (1), Burgold (1), Thielicke, Boos (1), Theuerkauf (5), Werner (3), Thorand, Köhl, Taube (4/2), Poppeck (9), Rose (7)

 

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SV Oebisfelde 1895 vs SV Eiche 05 Biederitz

15:41 – Ein Klassenunterschied erkennbar

„Wir waren uns schon unserer Rolle als Underdog bewusst, aber das es so hoch wird, war nun nicht unbedingt zu erwarten“, fand die Biederitzer Trainerin Sandra Schmidt nach der 15:41 (8:22)- Abreibung ihrer weiblichen A- Jugend beim SV Oebisfelde die richtigen Worte. Der SVO- Nachwuchs präsentierte sich vom Anpfiff weg bärenstark und setzte seine körperlichen Vorteile in nahezu jeder Situation sowohl vorn wie hinten gewinnbringend ein. So war natürlich bereits nach den ersten dreißig Minuten beim Stand von 22:8 zu Gunsten der Allerstädter die Frage nach dem Sieger geklärt. Auch nach dem Wechsel sahen die Zuschauer eine recht einseitige Begegnung, in der die Gäste aber schon die ein oder andere gute Chance liegen ließen. „Deshalb ärgert mich ja auch die hohe Niederlage so, da wir es hätten erträglicher gestalten können, hatten aber heute das sprichwörtliche Pech an den Händen“, meinte Schmidt nach der 15:41- Niederlage gegen den Spitzenreiter der Oberliga.

Biederitz: Jung, Rojahn – Kucera (1), Urban (6/1), Warnecke (2), Keitz (1), Schulze, Böhme (2), Grotsch (1), Niemann (2)

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SV Eiche 05 Biederitz II vs SV Eintracht Gommern

Hitziges Derby endet mit Punkteteilung

Selbst im Nachwuchsbereich kann das sprichwörtliche Derbyfieber ausbrechen, zu sehen am Sonntagmittag in der Biederitzer Ehlehalle beim Gastspiel der Gommeraner Eintracht bei der männlichen E- Jugend II des SV Eiche 05. „Es war ein hart umkämpftes Duell, wobei der Spielfilm natürlich schon ein wenig Hektik auch auf den Rängen hat aufkommen lassen“, meinte der Biederitzer Verantwortliche Tobias Jantz nach dem 16:16 (8:10) seiner Schützlinge. Diese erwischten zwar mit 4:0 nach fünf Minuten einen Start nach Maß, mussten dann aber nach dem 5:3 (7.) und dem 8:8 (17.) die Führung an die Gäste noch vor dem Gang in die Kabine abgeben. Auch nach dem Seitenwechsel sprach zunächst sehr viel für den Eintracht- Nachwuchs, der seine 10:8- Pausenführung bis zur 25. Minute auf 13:9 ausbauen konnte. Der Biederitzer Auszeit folgte zwar erst einmal das 14:10 der Gommeraner, doch mit den nächsten Aktionen konnte der SVE- Nachwuchs durch Luke Kemmner (3) und Tim Sroke zum 14:14 ausgleichen. Timon Sudau war es dann für die Gäste, die nach eigener grüner Karte zum 16:14 vorlegen konnten, ehe auch die Biederitzer Auszeit nach dem 15:16 (Sroke) Früchte trug. Mikkel Swoboda traf zum verdienten 16:16- Ausgleich, ehe in den verbleibenen zwei Minuten keiner Mannschaft mehr etwas Zählbares gelang. „Die Köpfe waren zunächst unten, aber dann haben sich die Jungs an die Vorgaben aus den Pausen gehalten und noch rechtzeitig den Schalter wieder umlegen können“, konnte Jantz, der für Schlussmann Lenny Speck ein Extralob verteilte, schließlich mit der Punkteteilung in einem sehr emotionalen Derby gut leben.

Biederitz II: Speck – Weise, Staevie (1), Teikowski, Kiwitt, Detzner, Kemmner (5/1), Swoboda (8/2), Sroke (2), Fromm, Merker

Gommern: Schopp, Scherping, Sudau (7/1), O. Köhler, Sommer, Hoffmann, Willert, Schmidt, Kaiser, Köllner (2), Kohnert (4), Bruchmüller, Herfen (1), Geven (2), H. Köhler, Choruschko

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SV Eiche 05 Biederitz vs MTV Weferlingen 1881 e. V.

Mit guter erster Hälfte zum Sieg

MIt 16:7 führte die weibliche E- Jugend des SV Eiche 05 Biederitz bereits zur Halbzeit im Heimspiel gegen den MTV Weferlingen und legte damit den Grundstein zum späteren nie gefährdeten Erfolg. „Wir konnten viele Bälle erobern und haben viel Tempo nach vorn gemacht. Auch bei den Abschlüssen haben wir gegen einen starken Torhüter die Konzentration gehalten“, resümierte der Biederitzer Trainer Alexander Jantz in Bezug auf den ersten Spielabschnitt. Die zweite Hälfte gestaltete sich dann bei den SVE- Youngster etwas wilder, was aufgrund zahlreicher Wechsel nicht gänzlich überraschend kam. Es fehlte zusehens die Ordnung im Biederitzer Spiel, so dass der MTV- Nachwuchs nach dem 20:11 (29.) auf 22:14 (38.) verkürzen konnte. Der Sieg der Gastgeber, bei denen alle Akteure mit reichlich Einsatzzeit bedacht wurden, geriet aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, so dass schließlich ein 23:16 eingefahren werden konnte. „Insgesamt eine gute Vorstellung“, herrschte Einigkeit im Lager der Biederitzer.

Biederitz: Gericke (2), Eilert (6), Grundel- Kawano, Altmann, Spring (4), Boos (1), Gehrke, Schulze, Haeßler, Jantz, Krüger (9), Baumgartl, Rabe (1/1)

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