Liga: Sachsen-Anhalt-Liga MJC

SV Blau- Rot Coswig vs HSG Ehle

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HSG Ehle vs SV Wacker 09 Westeregeln

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USV Halle vs HSG Ehle

Zwischen Handballhimmel und -hölle
Völlig unterschiedliche Gefühlswelten bei der HSG Ehle am Wochenende: Während die erste Mannschaft auf dramatische Weise einen Auswärtserfolg feierte, wollte beim Nordliga-Team kaum etwas zusammenlaufen. Während sich die Sachsen-Anhalt-Liga-Truppe mit einem denkbar knappen Erfolg beim USV Halle in die Weihnachtspause verabschiedete, bietet sich in der Nordliga für die C-Jugend-Handballer aus Gommern und Biederitz noch eine Chance zur Wiedergutmachung für die jüngst erlittene Heimpleite: Am Sonntag führt der Weg zum abschließenden Hinrundenduell nach Goldbeck.
Sachsen-Anhalt-Liga mJC: USV Halle – HSG Ehle 29:30 (13:13)
Es war eine unheilvolle Mischung, die sich vor dem letzten Duell des Jahres über der HSG zusammengebraut hatte: Verletzungen und Krankheit dünnten den Kader vor dem Gastspiel an der Saale bedenklich aus. Unterstützung aus dem Nordliga-Kader scheiterte an der Gefahr des Festspielens. Kurzum: „Wir haben alles ausgelotet, aber es blieb uns nicht mehr übrig, als die Reise mit sieben Spielern anzutreten“, erklärte Stefan Bußmann aus dem Trainerteam mit Torsten Riek und Riklef Roehl. Umso größer war die Genugtuung, als der Mini-Kader einen knappen Erfolg einfuhr.
Dabei hatten die Gäste zunächst mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. Insbesondere das Tempospiel der Gastgeber stellte die HSG-Abwehr vor einige Aufgaben, die diese jedoch zunehmend besser löste. Offensiv dagegen „haben wir das Visier etwas zu scharf eingestellt“, hatte Bußmann beobachtet und sah, wie die teils gut herausgespielten Chancen an Pfosten, Torlatte oder einem gut aufgelegten USV-Keeper endeten.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste nun selbst im Angriff  ein gutes Tempo an den Tag, suchten und gewannen die Zweikämpfe. Dass sich bis zur 38. Minute eine 20:25-Hypothek anhäufte, hatte seine Ursachen auf der anderen Seite des Spielfelds: „Leider schaffen wir es nicht, die Performance in der Abwehr zu halten. Die Köpfe der Jungs gingen zunehmend nach unten.“
Doch urplötzlich ging ein Ruck durch die gelichteten Reihen. Torhüter Johannes Kloth nahm den Gastgebern etliche Würfe ab, dazu packten die Ehle-Youngster defensiv gut zu. Tor um Tor holten diese den Rückstand auf und übernahmen beim 29:28 (45.) selbst die Führung. Weil in der Folge aber auch drei klare Gelegenheiten ungenutzt blieben, kam, was kommen musste: Herzschlagfinale.
In diesem wechselten sich die Ballverluste auf beiden Seiten zunächst ab. In einer Auszeit 17 Sekunden vor Ultimo besprach sich die HSG und legte schließlich ihr ganz persönliches Handballwunder auf das Parkett der SWH-Arena: Mit dem letzten Wurf eine Sekunde vor der Schlusssirene sowie seinem zwölften Treffer erzielte Simon Stallmann das 29:28 und hob die Gäste in den siebten Himmel.
„So schön kann Handball manchmal sein“, stimmte auch Bußmann in die Glückseligkeit mit ein und ergänzte: „Das war eine coole Erfahrung für die Jungs und schweißt sie hoffentlich noch enger zusammen. Unter den gegebenen Voraussetzungen war das ein umso schönerer Sieg gegen einen starken Gegner.“ Exklusive des Gastspiels in Osterburg, für das noch ein Termin gefunden werden muss, ist die Hinrunde für das neu gebildete Team damit Geschichte und das Zwischenzeugnis kann sich sehen lassen, findet auch der Coach: „Mit Platz zwei haben wir uns eine ordentliche Ausgangsbasis für die zweite Saisonhälfte geschaffen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.“
HSG Ehle: Kloth – Paech (3), Sens, Bittner (3), Jon. Hoffmann (9), Mewes (3), Stallmann (12/1)
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BSV 93 Magdeburg II vs HSG Ehle

Getrübte Freude – HSG Ehle fertigt den BSV 93 II ab
80 Treffer in 50 Minuten Handball, am Ende ein deutlicher Auswärtssieg: Eigentlich hat der Sonnabend beste Voraussetzungen für ausgelassenen Jubel bei der HSG Ehle geschaffen. Der 50:30 (22:16)-Erfolg im Sachsen-Anhalt-Liga-Duell beim BSV 93 Magdeburg endete jedoch für einen der ihren schmerzhaft. „Die Freude ist durch die Verletzung von Felix Deneke etwas getrübt“, sagte Stefan Bußmann aus dem HSG-Trainergespann mit Riklef Roehl und Torsten Riek.
Bevor ihr Antreiber im Rückraum unglücklich von seinem Gegenspieler am Knie getroffen wurde, spielte sich in der Magdeburger Einstein-Sporthalle das klassische David-gegen-Goliath-Duell ab. „Vom Kind über den Jugendlichen bis zum Erwachsenen – jedem ist bewusst, dass kein Gegner zu unterschätzen ist. Aber im Unterbewusstsein schwirrt trotzdem herum, dass es vielleicht mit weniger Einsatz funktioniert“, erklärte der Coach mit Blick auf die holprige Startphase der Gäste aus Biederitz und Gommern. Allen voran in der Abwehr tat sich der Favorit gegen den jüngeren BSV-Jahrgang schwer, offensiv kamen etliche technische Fehler dazu. Eine Auszeit nach dem 7:10-Fehlstart (11.) „war dann unser Hallo-wach-Moment“, um sich zur Pause auf sechs Treffer abzusetzen. Da beide Seiten im zweiten Abschnitt durchwechselten, erhielt die Partie den Anstrich eines Trainingsspiels, an dessen Ende die HSG einen Erfolg mit einem großen Wermutstropfen einfuhr. Bußmann: „Wir im Trainerteam hoffen, dass bei Felix nur ein paar Tage oder Wochen Ausfallzeit im Raum stehen und wünschen ihm schnellstmögliche Genesung.“
HSG Ehle: J. Kloth, Schrank – Paech (12), Wesner (2), Plambeck (4), Deneke (3), Jon. Hoffmann (10), Theuerkauf (4), L. Kloth (3/1), Mewes (8), Stallmann (4)
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SC Magdeburg vs HSG Ehle

(Zu) hohe Niederlage beim Staffelfavoriten
Stefan Bußmann aus dem HSG-Trainerteam mit Torsten Riek und Riklef Roehl war vorbereitet: Auf „unser vermeintlich schwerstes Spiel der Hinrunde“. Denn spätestens ab der C-Jugend spielen beim SCM nur noch gesichtete Spieler, wobei der aktuelle 2010er Jahrgang nordostdeutscher Vizemeister der Vorsaison war. „Das ist eine sehr starke Truppe, die um ein Vielfaches mehr an Trainingsinhalten hat –  aber das ist ganz normal“, wusste der Coach.
Blickte man auf den nüchternen Spielverlauf, war  bis zur 32. Minute die Welt der Gäste in Ordnung, die HSG komplett gleichauf. Doch mit der Roten Karte gegen Jonas Hoffmann kamen erste Probleme auf. Die Disqualifikation ruinierte den Plan der Gäste. Nach zwei schnellen, einfachen Gegentoren ließen die Gäste die Köpfe hängen. Da der SCM über 50 Minuten sein Tempo durchzog, wurde es in der letzten Viertelstunde noch sehr deutlich: von minus eins auf minus zwölf. „Deutlich zu hoch“, so Bußmann.
Das größte Problem war dabei ganz offensichtlich das Tempo. Nach einem Fehlwurf schalteten die Gastgeber gemäß SCM-Doktrin blitzschnell um. Die Rückzugsübungen aus dem Training gelangen hatten ihre Wirkungen nicht verfehlt, doch am Ende folgte der Einbruch. „Im Positionsangriff hat sich der SCM weitaus schwerer getan, wir konnten uns körperlich gut behaupten“, freute sich Bußmann. „Magdeburg verteidigt sehr hoch im 3:3, die ersten zehn Minuten haben wir es gut gelöst.“ Wie im Test gegen Potsdam war am Ende das Auftreten entscheidender als das Ergebnis. „Und das haben wir über weite Strecken gut gelöst. Da dürfen wir nicht unzufrieden sein“, lobte Bußmann. Nun liegt die volle Konzentration bereits auf den kommenden Wochen. Drei Gegner aus dem unteren Mittelfeld und Tabellenkeller werden vorstellig, so dass die HSG Favorit ist und keine Ausreden hat. „Da müssen wir zeigen, was wir auf der Pfanne haben.“
HSG Ehle: Kloth, Abel – Paech (9), Sens, Deneke (1), Bodenstedt (8), Bittner (1), Jon. Hoffmann (4), Mewes, Stallmann (5/1)
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HSG Ehle vs BSV 93 Magdeburg

Der Teamgeist macht’s

Nachwuchs-Handball Beide Mannschaften der HSG Ehle bleiben ein weiteres Mal ungeschlagen

Erneut ist die HSG Ehle am Wochenende unbezwungen geblieben. Während das Sachsen-Anhalt-Liga-Team vor eigener Kulisse einen Prestigesieg gegen den BSV 93 Magdeburg verbuchte, kehrte der Nordliga-Kader mit einem Teilerfolg aus Oebisfelde zurück.

Nicht zuletzt stellten die jüngsten Erfolge auch unter Beweis, dass sich der Zusammenschluss beider Handballclubs – der SV Eiche 05 Biederitz und SV Eintracht Gommern bündeln in dieser Saison im Bereich der männlichen C-Jugend die Kräfte – immer mehr auszahlt und das Team weiter zusammenwächst.

HSG Ehle – BSV 93 28:23 (13:11)

Die Anwurfzeit am frühen Sonntagmorgen hatte offenbar ihre Tücken. „Die Jungs wirkten ein bisschen schläfrig. Es hat gedauert, bis alle zur richtigen Einstellung gefunden haben. Das kann auch nach hinten losgehen“, nahm Stefan Bußmann aus dem HSG-Trainerteam mit Riklef Roehl und Torsten Riek vorweg. Nach zäher Anfangsphase fanden ihre Schützlinge in der Biederitzer Ehlehalle aber zusehends besser in die Partie. Über die gewohnt starke Abwehr wusste sich das Team nach rund zehn Minuten (6:3) auch in der Offensive zu steigern, lief sich im Angriff aber auch phasenweise noch zu häufig fest.

Dies änderte sich nach der Pause jedoch recht schnell. „Nach meinem Empfinden haben die Jungs in der Abwehr noch eine Schippe draufgepackt. Dort lag wieder einmal der Schlüssel zum Erfolg“, schätzte Bußmann ein und durfte die Bestätigung darin sehen, dass sich seine Schützlinge zehn Minuten nach Wiederbeginn erstmals auf fünf Treffer vom Gegner lösten (20:15). Weil defensive Ballgewinne das Umschaltspiel der HSG befeuerten, wuchs das Polster weiter bis auf 25:18 an (45.), so dass die Gastgeber die Begegnung souverän herunterspielten. „Wir sind nach fünf Spielen weiter ungeschlagen und mittendrin im Geschäft um die Medaillenplätze. So lässt es sich beruhigt in die anstehende Pause gehen.“

HSG Ehle : J. Kloth – Paech (3), Plambeck, Deneke (5), Bodenstedt (6), Jon. Hoffmann (5), L. Kloth, Mewes (3), Stallmann (6/1)

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JSpG Kühnau/DRHV 06 vs HSG Ehle

Die Hüpf- und Sing-Gesellschaft
Nachwuchs-Handball Teams der HSG Ehle feiern vor eigener Kulisse und in der Fremde Erfolge
Die HSG Ehle hat am Wochenende die Lust an der Überraschung entdeckt. Für die C-Jugend-Handballer aus Gommern und Biederitz ergab sich so in der Sachsen-Anhalt-Liga und Nordliga die optimale Ausbeute von zwei Siegen.
Während die erste Mannschaft in Dessau für ein dickes Ausrufezeichen sorgte, tankte der Nordliga-Kader im Heimspiel in der Gommeraner Eintracht-Sporthalle reichlich Selbstvertrauen.
JSpG Kühnau/DRHV 06 – HSG Ehle 37:41 (14:19)
Stefan Bußmann und seine Mitstreiter Riklef Roehl und Torsten Riek aus dem HSG-Trainergespann  haben ihren Schützlingen vor dem Anwurf in der Dessauer Anhalt-Arena erst einmal eine große Portion Mut eingeimpft, denn: „Respekt ist gut, aber zu viel davon kann auch lähmend wirken“, erklärte Bußmann. So bestand trotz der bis dato makellosen 6:0-Bilanz der Gastgeber kein Grund, sich zu verstecken. Und siehe da: Ein couragierter Auftritt bescherte den jungen Ehle-Handballern am Sonntag Saisonsieg Nummer drei.
Den Grundstein legten die Gäste in der ersten Halbzeit in der Abwehr. Zwar erwies sich die JSpG als das erwartet spielerische Schwergewicht, doch trotz der 14 Gegentreffer bis zum Seitenwechsel überzeugte die HSG defensiv auf ganzer Linie. Zwar hatte das Team bis zur ersten Auszeit (16.) im Angriff mit ein paar Startschwierigkeiten gegen die offensive Deckung der Muldestädter zu kämpfen, doch nach und nach griffen die Rädchen besser ineinander und der Fünf-Tore-Vorsprung zur Pause gab den Gästen Recht.
Dass sich die Dessauer nach Wiederbeginn mit Zähnen und Klauen gegen den drohenden Punktverlust wehren würden, stand außer Frage. So spekulierte die JSpG mit offensiver Abwehr weiter auf Ballgewinne, doch die HSG blieb hellwach und setzte sich auf 29:22 (34.) ab. „Danach hat sich ein bisschen der Schlendrian eingeschlichen. Hut ab auch vor dem Gegner, der drangeblieben ist. Aber am Ende des Tages wurde es nicht noch einmal spannend und wir konnten den Sieg souverän ziehen“, schilderte der Coach und wusste: „Grundlage für den Erfolg war die Abwehrarbeit.“
HSG Ehle: J. Kloth, Abel – Paech (6), Deneke (3/1), Bodenstedt (10), Jon. Hoffmann (12), Theuerkauf, Mewes (2), Stallmann (8/4)
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HSG Ehle vs SV Blau- Rot Coswig

Klarer 47:22- Erfolg gegen Coswig

Es war immer wieder dasselbe Schema. Die offensive 3-3-Abwehr der HSG Ehle konnte immer wieder den Ball gewinnen und startete die Konter. So kamen die Hausherren im Duell mit Coswig zu einfachen Toren und dem deutlichen Sieg. „Der Gegner wirkte nicht so stabil. Das soll unsere Leistung aber keinesfalls schmälern“, war sich das Trainerteam einig.
Und der Spielstand hätte noch deutlicher ausfallen können. Doch vor dem gegnerischen Tor waren die Ehle-Handballer unkonzentriert und schlossen zu hastig ab. „Da müssen wir noch mehr Ruhe haben und gucken, was der Torhüter macht, denn ihn haben wir berühmt geworfen. Gelingt uns das, wird auch die Chancenverwertung wieder besser.“
Einzig Mitte der ersten Halbzeit zog der Schlendrian ein. Konsequenzen hatten die Gastgeber nicht zu befürchten. Daher konnten das Trainerteam allen Spielen die nötige Einsatzzeit geben, ohne ins Schwimmen zu geraten.
HSG Ehle: J. Kloth, Paech, (2), Sens (2), Deneke (9), Bodenstedt (7), Hoffmann (11), Wittke, L. Kloth, Mewes (4), Stallmann (12)

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HG 85 Köthen vs HSG Ehle

Schlendrian bleibt ohne große Folgen
Nachwuchs-Handball MJC der HSG Ehle schlägt Köthen 29:26

Immer wieder kam im Handball-Sachsen-Anhalt-Liga-Spiel zwischen der männlichen C-Jugend der HSG Ehle und der HG 85 Köthen Unruhe auf. Der Sekretär vor Ort kam mit der Eingabe des Spielstandes nicht zurecht, so dass das Schiedsrichtergespann immer wieder unterbrechen musste. „Köthen fühlte sich im Unrecht, da sie meinten, dass sie zwei Tore mehr gemacht hatten. Nach einem langen Gespräch nach der Partie konnte das aber geklärt werden“, sagte Torsten Riek, der zusammen mit Riklef Roehl den sich im Urlaub befinden Trainer Stefan Bußmann vertraten. Somit gab es nichts am 29:26 (15:11)-Erfolg der HSG zu rütteln.

Riek sah in Köthen zwei Mannschaften, „die spielen wollten. Die Partie war gut anzusehen“. Den besseren Start erwischten dabei die Gäste, die nach 13 Minuten mit 8:4 in Führung lagen. „Die Deckung stand stabil. Aus dieser wurden die Spielzüge sehr gut ausgespielt“, freute er sich. Doch auch der Gegner kam immer zu Abschlüssen. Vor allem aus dem Rückraum. „Da fehlt uns noch die Konsequenz, herauszutreten“, hatte der Vertretungscoach beobachtet. Dennoch ging die HSG mit einem 15:11 in die Pause.

Am dominierenden Auftritt änderte sich nach dem Wiederanpfiff zunächst nichts. „Allerdings zog bei uns dann der Schlendrian ein. Es wurden zu viele ungenaue Pässe gespielt.“ Diese Fehler nutzten die Gastgeber aus. Der zwischenzeitliche Acht-Tore-Vorsprung (27:19, 44.) schmolz immer weiter. „In der Phase haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht“, ärgert sich Riek. Köthen kämpfte sich auf 27:24 heran (48.). Die zwei anschließenden Tore von Jonas Hoffmann brachten die Entscheidung zugunsten der Gäste. „Wenn wir es in Zukunft schaffen, den großen Vorsprung einfach zu halten, dann verfallen wir auch nicht mehr in Hektik“, ist sich Riek vor den anstehenden Aufgaben sicher.

HSG Ehle: Kloth, Paech (8/1), Wesner, Deneke (5), Bodenstedt (3), Hoffmann (5), Theuerkauf (2), Mewes (4), Stallmann (2)

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SV Wacker 09 Westeregeln vs HSG Ehle

Am zurückliegenden Handball-Wochenende wurde es auch für die HSG Ehle erstmals ernst. Und der neue Zusammenschluss aus Biederitz und Gommern im Bereich der männlichen C-Jugend ging ungeschlagen aus der Feuertaufe hervor.
Biederitz/Gommern hsg/bjr Während sich der Nordliga-Kader für die weite Anreise in die westliche Altmark mit zwei Zählern belohnte, landete das Sachsen-Anhalt-Liga-Team in einem wahren Handball-Thriller bei Wacker Westeregeln einen Teilerfolg.
Sachsen-Anhalt-Liga mJC: SV Wacker Westeregeln – HSG Ehle 23:23 (12:13)
Eins musste man der „Wackerschmiede“ lassen: In Westeregeln weiß man ein Saisondebüt in einen würdigen Rahmen zu packen. Zum Sommerfest vor der Halle erwartete die erste HSG-Vertretung „eine wahnsinnige Kulisse. So eine proppevolle Tribüne hat man bei einem C-Jugendspiel nicht alle Tage“, wie Stefan Bußmann aus dem Trainergespann mit Riklef Roehl und Torsten Riek hervorhob. Und die Zuschauer in der Waldsporthalle bekamen einen mitreißendes Duell geboten.
Dabei starteten die Gäste nervös. Dass Jonas Hoffmann per Konter mit dem 1:1 nach fünf Minuten der erste Torerfolg für die Spielgemeinschaft beisteuerte, war also bezeichnend. „Was wir dagegen über 50 Minuten bockstark gemacht haben, war die Abwehrarbeit. Es hatte sich in den Testspielen angedeutet, dass dort unser Prunkstück liegt. Wenn wir eine Statistik führen würden, bin ich sicher, dass wir über das gesamte Spiel auf eine zweistellige Anzahl an Ballgewinnen gekommen sind. So macht Handball Spaß“, zollte Bußmann der Defensive großen Respekt.
Weitaus weniger Spaß bereitete hingegen die harte Gangart der Gastgeber. „Unser Ansatz sieht vor, alles ballorientiert zu lösen. Die Westeregelner haben leider probiert, alles, was sie in den Zweikämpfen verloren haben, über Fouls wieder hereinzuholen. Was uns auf der Bank gewurmt hat, war einfach die Gleichgültigkeit der Schiedsrichter gegenüber teils grenzwertiger Fouls“, erklärte der Coach der Gäste. Nebenmann Riek sollte so im Verlauf der zweiten Hälfte nach einem Disput mit den Unparteiischen Carsten Kuske/Günter Ritz (Staßfurt) noch den Roten Karton sehen.
Davon ab stellte Wacker die Gäste aber auch mit seiner 3:2:1-Abwehr vor genug Probleme. Die HSG verpasste es dabei, häufiger das Zusammenspiel mit dem Kreisläufer zu suchen, denn ebenda boten die Hallenherren Angriffsfläche. Da beide Seiten zudem mit starken Torhütern aufwarteten, hatten die jeweiligen Angriffsreihen wenig Gelegenheit zu glänzen, was sich auch darin äußerte, dass sich keine Mannschaft im Verlauf der 50 Minuten mit mehr als zwei Treffern absetzen konnte.
Am Ende des Samstagnachmittags sollte so auch die 23:21-Führung (49.) der HSG nicht bis zur Schlusssirene Bestand haben, sondern von den Gastgebern ausgebügelt werden. „So ist es im ersten Moment ein Punktverlust, aber über das gesamte Spiel gesehen ein gerechtes Unentschieden. In so einer Partie lernen die Jungs unglaublich viel. Beim nächsten Mal gilt es, einen Tick cleverer zu sein und sich mit zwei Punkten zu belohnen“, fasste Bußmann zusammen.
HSG Ehle: J. Kloth, Abel – Paech, Plambeck, Denecke (4), Bodenstedt (2), Jon. Hoffmann (6), C. Kollack, L. Kloth (1), Mewes, Stallmann (10/7)
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