Liga: Oberliga MJC

HSG Ehle vs USV Halle

Fader Beigeschmack bei hoher Pleite
Die Niederlage als solche mochte nicht überraschend kommen, die Art und Weise jedoch stimmte nachdenklich: „Unser Faustpfand war bislang die Einstellung und dass wir für jedes Tor kämpfen. Das war gegen Halle zum ersten Mal nicht der Fall. Teilweise haben wir uns ergeben. In der Abwehr haben wir nur harmloses Begleiten gespielt und keinen Kontakt zu schnellen Hallensern, die uns deutlich die Grenzen aufgezeigt haben, gesucht“, legte HSG-Coach Stefan Bußmann den Finger in die Wunde, welche die neunte Saisonpleite am Sonntag gerissen hat.
Nachdem die Entscheidung zur Pause längst zu Ungunsten der Gastgeber gefallen war, griff das Trainerteam dann auch zu eher ungewohnten Maßnahmen: Die Kabinentür blieb verschlossen, stattdessen folgte eine ausgiebige, aber konstruktive Kritik an Ort und Stelle auf dem Parkett. Und siehe da: „Wir konnten zumindest unser Gesicht wahren, weil wir beherzter in der Abwehrarbeit waren und vorn bessere Lösungen gefunden haben.“ Die richtigen Anknüpfungspunkte gab es demnach für das anstehende Gastspiel bei der HG 85 Köthen (16 Uhr).
HSG Ehle: Danisch – Simon (1), Kloth (8), Kalsdorf (2), Stielke (6), Bartz (3), Theuerkauf (8), Wägener
vs

HSG Ehle vs SC Magdeburg

Klare 24:36- Niederlage gegen SCM
Im Nachgang des Sonntags lautete die Devise bei der männlichen C-Jugend: Krone richten, weitermachen. „Die Crème de la Crème der Oberliga liegt jetzt hinter uns. Mit dem BSV 93, Halle, zweimal Dessau und eben dem SCM haben wir die ersten Vier der Tabelle bespielt“, atmete auch Trainer Stefan Bußmann nach keineswegs einfachen Wochen erst einmal durch.
Wenig überraschend war sein Team in der Ehlehalle krasser Außenseiter gegen den Club-Nachwuchs, dessen 2011er-Jahrgang den Gastgebern körperlich klar überlegen war. „Man hat uns das fehlende Training durch die Ferien auch angemerkt“, bekannte der Coach, dessen Schützlinge nach ausgeglichener Anfangsphase vor allem im Angriff einige Abstimmungsprobleme hatte. Defensiv war die Mängelliste dagegen weitaus kürzer. Wenn die HSG das gegnerische Tempospiel eindämmte und diesen in den Positionsangriff zwang, gab der Underdog zumeist keine schlechte Figur ab und durfte die Bestätigung auch darin sehen, dass der SCM zur Pause nur eine Fünf-Tore-Führung vorgelegt hatte.
So hätte es  weitergehen können. Zwischenzeitlich verkürzten die Hausherren sogar auf 12:15 (27.), doch einige Zeitstrafen brachten sie zusehends aus dem Tritt. So gab die HSG das Spielgerät mehrfach leichtfertig her, was die Gäste zum zügigen Ausbau ihrer Führung durch einfache Kontertore nutzten. „Hängen wir das Ergebnis nicht zu hoch, den Fortschritt zum Hinspiel (21:39) konnte jeder sehen“, resümierte Bußmann und verwies auf die kommenden Aufgaben: „Jetzt kommen Gegner, die auf Augenhöhe mit uns sind. Gleichzeitig gibt es aber auch keine Ausreden mehr.“
HSG Ehle: Schrank – Simon (1), Kloth (2), Mewes (10), Stielke (9), F. Bartz (1), Burgold, Theuerkauf (1), Reim
vs

JSpG Kühnau/DRHV 06 vs HSG Ehle

Ohne Schlussmann in der Bauhausstadt
Eine Woche nach der 33:48-Niederlage im Hinspiel wartete erneut der verlustpunktfreie Spitzenreiter auf die HSG. „Die Karten lagen seit letzter Woche auf dem Tisch. An der Ausgangslage hat sich nichts geändert“, wusste auch Coach Bußmann um die krasse Außenseiterrolle seines Teams, das obendrein mit einem zusätzlichen personellen Handicap zurechtkommen musste. Aufgrund von Krankheit und Verletzung beziehungsweise privater Gründe ging es ohne etatmäßigen Torhüter in die Bauhausstadt. Luca Stielke tauschte seine gewohnte Torgefahr gegen die Rolle zwischen den Pfosten ein und war wie die Vorderleute nicht um ihre Aufgabe zu beneiden.
Denn im Vergleich zur Vorwoche attackierte die JSpG ihren Gegner in dessen Ballbesitz noch etwas frühzeitiger und zog ihm so bereits zur Pause den Zahn. Nach dem Seitenwechsel wusste sich die HSG zwar zu steigern, doch an der erwartbar deutlichen Pleite änderte dies nichts. „Die Kernbotschaft lautet: Haken dran. Das sind Spiele, die wehtun, aber da müssen auch andere Teams noch durch“, hatte der Trainer die Partie schnell zu den Akten gelegt. Wohlwissend, dass am 9. Februar mit dem Duell gegen den SC Magdeburg der nächste dicke Brocken wartet.
HSG Ehle: Stielke – Simon (4), F. Guse, Kloth (3), Mewes (7), Faber (2), Theuerkauf (5), Wägener (2)
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HSG Ehle vs JSpG Kühnau/DRHV 06

Hohe Niederlage gegen starker Kontrahenten
Es gibt dankbarere Aufgaben zum Wiedereinstieg als Duelle gegen den ungeschlagenen Tabellenführer. „Warum die Dessauer das sind, haben sie eindrucksvoll bewiesen: Gute Torhüter, drei, vier starke Individualisten und vor allem eine fitte Mannschaft, die 50 Minuten gehen kann, ohne Power zu verlieren“, bilanzierte Trainer Bußmann nach der samstäglichen Niederlage, die es realistisch einzuordnen galt. „Wir haben den Jungs mit auf den Weg gegeben, dass jedes Tor von uns ein Erfolg ist. Am Landesleistungszentrum wird  fünf- bis achtmal pro Woche trainiert. Wenn da gegenüber uns keine Unterschiede erkennbar werden, wo dann bitteschön?“
Zwangen die Hausherren den Favoriten in den Positionsangriff, stellten sie die Gäste zwar durchaus vor Aufgaben. Doch dem entzog sich die JSpG zumeist durch das erwartbar konsequente Tempospiel. Auch mit der Vorstellung im eigenen Angriff konnte das HSG-Trainerteam leben. Lediglich fünf schwächere Minuten, in denen das Team den Spielfluss etwas vermissen ließ, führten zum deutlichen Zehn-Tore-Rückstand beim Gang in die Kabine.
Spiegelbildlich dazu verlief auch der zweite Abschnitt, wobei die Gäste in der Abwehr noch offensiver agierten. Die HSG-Youngster gaben jedoch nicht klein bei, sondern bissen sich bis zum Schluss durch, so dass die Erkenntnis, Halbzeit zwei nur mit fünf Treffern verloren zu haben, durchaus für Zuversicht vor dem heutigen Sonnabend sorgen dürfte. Da wartet nämlich ab 13 Uhr prompt das Rückspiel in der Dessauer Anhalt-Arena und die Aufgabe dürfte kaum leichter werden. „Ein weiteres Bonusspiel, das uns hilft, Erfahrungen zu sammeln und das eine oder andere auszuprobieren“, blickte der Coach voraus. Wohlwissend, dass die Vergleiche gegen Teams auf Augenhöhe erst noch in den nächsten Wochen kommen.
HSG Ehle: Schrank – Simon (5), Kloth (4), Mewes (15), Kalsdorf, Stielke (4), Bartz (3), Burgold (2)
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HSG Ehle vs SV Blau- Rot Coswig

Gäste- Rückraum entscheidet die Partie
Bei der Spielvorbereitung sagten dieses Mal bewegte Bilder mehr als tausend Worte. Das Videostudium ließ im Vorfeld des Sonnabends mit Spielmacher Alexander Wicht und Nevio Prillwitz auf beiden Halbpositionen zwei potenzielle Gefahrenherde beim Gegner erkennen. „Sie waren es auch, die das Treiben wild gemacht haben. Leider haben wir sie über 50 Minuten nicht in den Griff bekommen“, bedauerte Bußmann. Der Coach aus dem Trainergespann mit Michael Tschirschwitz zeigte sich dennoch mit der Standortbestimmung gegen Coswig, das stärker auftrat, als es die Tabellenkonstellation aussagte, nicht unzufrieden: „Die Jungs haben bis zuletzt gefightet. Das fand ich gut.“
So ließ die HSG im ersten Abschnitt ihre körperliche Unterlegenheit weitgehend verschwinden. Jedoch war es neben einer ausbaufähigen Chancenverwertung vor allem fehlendes Rückzugsverhalten, das eine deutlichere Führung zur Pause verhinderte: „Geben wir da zehn Prozent mehr, fangen wir zwei, drei Gegentore weniger über das Tempospiel.“ Auch die Phase nach Wiederbeginn ließ hoffen. Zwar eroberten die Blau-Roten schnell die Führung (16:18/28.), doch die Hausherren blieben in Schlagdistanz. Dann allerdings erlebte die HSG in der Schlussviertelstunde einen konditionellen Einbruch, der sich in einem stetig wachsenden Rückstand ausdrückte.
Eine Manndeckung blieb so der letzte verzweifelte Versuch, um noch einmal zu verkürzen. Dabei kamen die Gastgeber wieder auf drei Treffer heran (28:31/47.), aber „leider vertändeln wir dann einmal zu oft den Ball. Coswig hatte einfach ein paar mehr PS als wir“, bilanzierte der Coach. Die Aufgaben für sein Team werden unterdessen nicht leichter: Dem morgigen Gastspiel beim Spitzenreiter vom BSV 93 folgt im letzten Match des Jahres beim USV Halle (15. Dezember) ein Duell auf Augenhöhe.
HSG Ehle: Danisch – Simon (1), Kloth (4), Mewes (14), Kaiser, Kalsdorf, Stielke (6), Bartz (4), Theuerkauf
vs

GW Wittenberg/Piesteritz vs HSG Ehle

Mit „Köpfchen“ zum Auswärtssieg
Nicht zum ersten und ganz auch sicher nicht zum letzten Mal in dieser Saison taten sich zwischen der männlichen C-Jugend aus Biederitz/Gommern und ihrem Gegner ganze Welten auf, was die körperlichen Unterschiede betraf. „Aber es hat sich einmal mehr gezeigt, dass Größe und Kraft im Handball nicht alles sind. Man muss auch Köpfchen mitbringen“, hob Coach Stefan Bußmann hervor und der deutliche Erfolg beim Schlusslicht gab seinem Team Recht.
Schon der verheißungsvolle 10:4-Start (8.) lieferte einen Vorgeschmack, ehe die Gastgeberbank den gegnerischen Lauf per Auszeit unterbrach. „Danach sind wir ein wenig ins Straucheln geraten, was hauptsächlich an unserer Wurfqualität lag. Dazu haben wir zwei-, dreimal in der Abwehr geschlafen“, bekannte Bußmann. So schmolz der Vorsprung zur Pause wieder auf drei Treffer zusammen.
Die Anfangsphase nach Wiederbeginn verlief analog zur ersten Hälfte. Dem klasse HSG-Start (26:21/31.) folgte die frühe Auszeit der Grün-Weißen, die anschließend ihrerseits die Gäste zur taktischen Beratung zwangen. Und diese zündeten danach ein wahres Feuerwerk, wie der Coach erfreut feststellte: „Die letzten 15 Minuten zählten zum Besten, was wir diese Saison gezeigt haben.“ Über konsequente Abwehrarbeit mit einem starken Paul Schrank zwischen den Pfosten kam die HSG offensiv ins Rollen. Über gute Auslösehandlungen und eine anständige Wurfquote distanzierte sie Wittenberg-Piesteritz bis zur Schlusssirene deutlich. „Unsere 23 Treffer in der zweiten Halbzeit kamen nicht von ungefähr“, hielt Bußmann fest.
HSG Ehle: Schrank – Simon (7), Kloth (7), Mewes (14), Kalsdorf (2), Bartz (7), Burgold, Theuerkauf (7)
vs

HSG Ehle vs Barleber HC e.V.

Der frühe Vogel – 33:26 gegen den BHC
Die zurückliegende Trainingswoche „hat ein paar Bauchschmerzen verursacht“, bekannte Coach Bußmann, sah aber, wie seine Schützlinge trotz des ausgedünnten Kaders im jüngsten Heimspiel alle Zweifel beseiteräumten. „Vielleicht liegt uns einfach der frühe Termin am Samstagmorgen, aber das war ein runder, gelungener Auftritt“, freute sich der Coach. Lediglich neun Gegentreffer zur Pause belegten auch seine Beobachtung: „Unser großer Faustpfand waren das Torhüterspiel in Verbindung mit einer starken Abwehrleistung.“ Auch offensiv fanden die Hausherren gute Lösungen. Anfangs vorwiegend über die Zentrale gefährlich, hatte die HSG gegen die Barleber 3:2:1-Deckung schnell das passende Rezept gefunden und räumte vornehmlich über die linke Seite ab. Dort wurde Luca Stielke von den Nebenleuten glänzend in Szene gesetzt und zahlte es mit seinen letztlich 15 Treffern zurück.
Nach dem Seitenwechsel und angesichts einer zwischenzeitlichen 20:11-Führung (31.), kam es fast schon erwartbarerweise zu einem kleineren Leistungsabfall. „Dass wir über 50 Minuten nicht auf konstant hohem Niveau verteidigen können, ist aber ganz normal in diesem Alter“, gestand Bußmann dem Team ein. Der BHC witterte so beim 21:25 (41.) noch einmal kurzzeitig Morgenluft, doch die HSG-Youngster fingen sich rechtzeitig wieder und brachten den Erfolg souverän ins Ziel.
HSG Ehle: Danisch – Simon (5), F. Guse, Kloth (3), Mewes (7), Kalsdorf, Stielke (15), Bartz (3), Theuerkauf, Reim
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HSG Ehle vs SV Wacker 09 Westeregeln

Bußmann: „Wir sind sehr zufrieden“

Im Trainerteam der Gastgeber hätten sie vor der Partie vom Sonntag gern Stift und Papier bemüht, um dem Verlauf des zweiten Saisonheimspiels ihre Signatur zu geben: „Hätte uns das jemand angeboten, hätten wir dankend unterschrieben. Was die Jungs über 50 Minuten gezeigt haben, war einfach stark. Man trägt selten eine Niederlage davon und darf zufrieden aus der Halle gehen, aber das konnten wir“, fasste Coach Bußmann zusammen.
Hatte der übersichtliche HSG-Kader in der Vorbereitung zweimal deutlich das Nachsehen gegen den SV Wacker, lieferte er seinem Gegner am Sonntag ein umkämpftes Duell, in der vor allem die Abwehr Trumpf war. Mit kompakter Deckungsarbeit forcierten die Ehle-Handballer manchen Ballgewinn, den Rest erledigte ein gut aufgelegter Paul Schrank zwischen den Pfosten. Offensiv hatten die Hausherren dagegen schon ein paar mehr Probleme und streuten beim Ballvortrag den einen oder anderen Fehler ein. „Das Positive war aber, dass wir den Gegner aufgrund unserer Defensivleistung ständig in Schlagdistanz hatte“, lobte der Coach zur Pause.
Ein verändertes Bild bot sich dann nach dem Seitenwechsel. Fortan spielten beide Abwehrreihen nicht mehr die ganz große Rolle. Einzelaktionen prägten zu Lasten der spielerischen Struktur auf beiden Seiten die Szenerie. Die Führung wechselte so mehrfach zwischen den Kontrahenten, wobei der SV Wacker am Ende das entscheidende Quäntchen mehr aufs Parkett bekam. „Da fehlen uns ein paar Körner und auch Cleverness. Aber die Jungs haben bis zum Ende gekämpft und ein für C-Jugend-Verhältnisse packendes Duell geboten. Es überwiegt ganz klar der Stolz“, hieß es nach der Schlusssirene vom Gastgeber.
HSG Ehle: Schrank – Simon (8), Mewes (9), Kaiser (1), Kalsdorf, Stielke (3), F.  Bartz (4), Burgold (3), Theuerkauf (1)
vs