Liga: Oberliga MJB

SV Irxleben 1919 e.V. vs HSG Ehle

Spitzenreiter überspringt Hürde Irxleben

Noch ehe der Ball durch die Wildparkhalle flog, stand das Gastspiel in Irxleben unter düsteren Vorzeichen. Bei der Erwärmung hatte es gleich zwei Spieler der Gäste erwischt: Jonas Hoffmann und Felix Theuerkauf. „Das habe ich so auch noch nicht erlebt: zwei Verletzungen auf einer Position, noch vor dem Anpfiff. Aber man lernt ja nie aus“, sagte Stefan Bußmann aus dem HSG-Trainerteam mit Riklef Roehl. Was in den nächsten 50 Minuten folgte, war jedoch kein Auftritt einer verunsicherten Mannschaft, sondern der nächste Beweis dafür, warum die HSG zu Recht von der Spitze grüßt.
Dabei war die Ausgangslage alles andere als einfach. Irxleben hatte sich nach schwachem Saisonstart stabilisiert, aus den letzten fünf Partien vier gewonnen und im eigenen Wohnzimmer unter anderem großkalibrige Gegner wie Wolfen und Westeregeln bezwungen. „Es war klar, dass das eine sehr, sehr harte Nuss wird“, betonte Bußmann, sah aber, wie seine Schützlinge ordentlich in die Partie starteten.
Bis zur 15. Minute stand die Abwehr stabil, die Gäste agierten griffig und aufmerksam. Danach verlor die HSG jedoch den Faden. „Wir haben uns in der Abwehr nicht mehr genug geholfen, gerade auf den Halbpositionen und über die Außen“, analysierte der Coach. Der SVI kam zu einfachen Durchbrüchen, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Auf der Gegenseite erspielten sich die Gäste munter Chancen, ließen diese jedoch fahrlässig liegen. „Sieben, acht freie Würfe ohne Gegnerkontakt – das ist viel zu viel. Da haben wir Irxleben Luft gelassen, um an den Sieg zu glauben“, ärgerte sich der Trainer. So war das Beste zur Pause tatsächlich der knappe Rückstand.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst ähnlich. Die HSG tat sich schwer, fand kaum zur Durchschlagskraft, verlor in der Abwehr häufig die Zweikämpfe. „Da haben wir nicht zu unserem Spiel gefunden, und dann wird es für den Torwart natürlich auch schwierig“, so Bußmann. Doch dann schrieb seine Mannschaft wie schon zuvor gegen Kühnau und Aschersleben das Drehbuch neu. Auch dank taktischer Umstellungen und mit mehr defensiver Stabilität gelang zwischen der 35. und 42. Minute ein 6:0-Lauf, der die Partie kippen ließ. „In dieser Phase haben wir genau das gemacht, was wir können: Sicherheit in der Abwehr, Tempotore, einfache Tore“, lobte Bußmann. „Da mussten wir uns nicht mehr im Positionsangriff aufreiben.“
In der Schlussphase spielten die Gäste den Vorsprung routiniert herunter und gewannen schließlich verdient. „Dass wir das jetzt zum dritten Mal fast identisch erleben, ist schon verrückt“, schmunzelte der Trainer über den neuerlichen Comebackerfolg. Trotz angespannter Personalsituation stellte der Coach seinem Team ein starkes Zwischenzeugnis auf: „Wir haben seit dem Sommer nur ein Spiel verloren, ansonsten alles gezogen. Chapeau, da können wir erstmal stolz drauf sein. Leider ist erst die Hälfte rum. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns“, mahnte Bußmann. Die Hoffnung ruht für den Januar: „Vielleicht kommt der eine oder andere zurück und die neuen Verletzungen sind nicht ganz so dramatisch.“
HSG Ehle: Schrank, J. Kloth – Mewes (8), Theuerkauf, Bittner (2), Paech (8), Sens, Wittke, Plambeck (2), Hoffmann, L. Kloth, Stallmann (8/1)
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HSG Ehle vs HC Aschersleben

 „Wenn plötzlich alles funktioniert“
Und alles funktionierte plötzlich mit einer unerhörten Leichtigkeit. Gegen die aufgefahrene Manndeckung des HCA in den letzten Windungen des Samstagmittags fanden die Gastgeber die entsprechenden Lücken und Matti Plambeck traf zum 34:30. Den anschließenden Siebenmeter auf der Gegenseite wehrte HSG-Keeper Paul Schrank mit einem Blitz-Reflex der rechten Hand ab und der Rest ging im Jubel unter. Das genannte Duo und die männliche B-Jugend der Ehle-Youngster hatten gerade den bis dato mit nur einer Niederlage belasteten Tabellenführer niedergerungen und sich damit selbst an die Spitze katapultiert. „Das war Handball auf hohem Niveau – mit letzter Kraft, aber auf einem sehr hohen Niveau und mit kühlem Kopf“, sagte HSG-Trainer Stefan Bußmann.
Von Beginn an zeigten seine Schützlinge, dass sie ihre Chance ergreifen wollten. Aus einer aggressiven, beweglichen Abwehr heraus erspielten sich die Hausherren nach fünf Minuten eine 4:1-Führung. Besonders die Abstimmung in der Defensive und das schnelle Umschaltspiel funktionierten hervorragend. Bis zur 20. Minute hielten die Gastgeber das Tempo hoch, führten verdient mit 12:9. Doch kurz vor der Pause verloren sie etwas den Faden. Aschersleben fand oft die Lücken im Zentrum, die Gäste glichen aus – 13:13 zur Halbzeit.
Auch nach der Pause nutzte der HCA seine körperlichen Stärken und zog bis zur 35. Minute auf 21:17 davon. Doch anstatt einzubrechen, kämpfte sich die HSG mit viel Einsatz, vermehrten Ballgewinnen und einem glänzend aufgelegten Karl-Luis Bittner (elf Treffer) zurück ins Spiel. In der Abwehr nun griffiger und im Gegenstoß konsequent, rissen die Hausherren das Ruder beim 25:25 (42.) wieder herum.
Was folgte, war nahezu deckungsgleich mit dem vorherigen Fabel-Auftritt gegen die SG Kühnau (35:31). „Bei uns hat sehr, sehr viel, wenn nicht sogar alles funktioniert. Beim Gegner klappt dann nichts mehr“, nahm Bußmann vorweg und sah, wie seine Mannschaft den Favoriten trotz des schmalen Kaders die Grenzen aufzeigte. „Wir schießen einen wirklich guten Gegner in den letzten elf Minuten mit 12:5 aus der Halle“, freute sich der Coach, mahnte aber mit Blick auf die letzte Aufgabe des Handballjahres am Sonntag ab 14:30 Uhr: „Gerade die letzten Minuten waren sehr beeindruckend, aber der Sieg gegen Aschersleben ist nur etwas wert, wenn wir nachlegen und auch in Irxleben genau noch mal diese Mentalität auf die Platte bekommen.“
HSG Ehle: Deneke, Schrank, J. Kloth – Mewes (5), Theuerkauf, Bittner (11), Paech (1), Sens (2), Wittke, Plambeck (5), Hoffmann (4), Kratky, L. Kloth, Stallmann (6)
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HSG Ehle vs SG Kühnau

Auf der letzten Rille an die Tabellenspitze
Die männliche B-Jugend der HSG Ehle entscheidet das Oberliga-Gipfeltreffen gegen Kühnau durch einen energischen Schlussspurt mit 35:31 (15:18) für sich.
Gommern/Biederitz. Hätte nicht direkt im Anschluss das Gastspiel der männlichen Handball-D-Jugend beim BSV 93 Magdeburg III seine Anwesenheit erfordert, Stefan Bußmann wäre am Sonntagmittag „auch gleich noch mal duschen gegangen“, wie der Coach aus dem Trainergespann mit Riklef Röhl augenzwinkernd bemerkte. So packend verlief das Oberliga-Heimspiel ihrer HSG Ehle gegen die B-Jugend der SG Kühnau, dass man auch an der Seitenlinie ins Schwitzen geriet. Und so groß war die Erleichterung über den 35:31 (15:18)-Erfolg im Gipfeltreffen, das den Youngstern aus Gommern und Biederitz die Tabellenführung bescherte.
Von suboptimalen Voraussetzungen zu sprechen, wäre dabei vorab halbwegs geschönt formuliert. Nach der 32:37-Niederlage in Wolfen und einem wenig aussagekräftigen Testspiel gegen die eigene A-Jugend verlief auch der Start gegen Kühnau recht schleppend. „Unsere größte Baustelle war sicher die Abwehr. Wir haben unsere 3:3-Formation gar nicht geschlossen bekommen, dagegen waren 18 Gegentreffer zur Pause noch in Ordnung“, haderte Bußmann und monierte auch im Angriff die teils unüberlegte Wurfauswahl bis zum Seitenwechsel.
Eine Umstellung auf die bislang im Training noch wenig beleuchtete 6:0-Deckung später folgte jedoch die Kehrtwende. Fortan generierten die Hausherren defensive Ballgewinne und verzeichneten nun auch mehr Torhüterparaden als in der ersten Hälfte. Bis zur 40. Minute wogte das Geschehen so hin und her, ehe die HSG die Begegnung an sich riss. „Was die Jungs da abreißen, hat uns auf der Trainerbank mächtig stolz gemacht. Länger hätte das Spiel sicher nicht gehen dürfen, denn kräftemäßig waren wir auf der letzten Rille unterwegs, aber einen Gegner wie Kühnau in den letzten zehn Minuten mit 9:3 nach Hause zu schicken, ist aller Ehren wert“, lobte der Coach, dessen Schützlinge am Sonnabend ab 13 Uhr beim HSV Magdeburg nachlegen wollen.
HSG Ehle: Schrank, J. Kloth – Mewes (2), Theuerkauf (2), Bittner (2), Paech (1), Sens (4), Wittke, Plambeck, Jon. Hoffmann (10), L. Kloth, Bodenstedt (6), Stallmann (8/2)
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HSG Wolfen 2000 e.V. vs HSG Ehle

Ausrutscher bringt erste Saisonpleite
Eine rutschige und akustisch mindestens eigentümliche Halle, dazu ein körperlich starker Gastgeber – im Trainerteam der Gäste war man sich im Vorfeld durchaus bewusst, dass in Wolfen eine unangenehme Aufgabe wartet. „Einigen der Jungs aber offenbar nicht. Alles, was sie eigentlich schon auf der Pfanne haben, war an diesem Tag nicht da. Teilweise wirken wir im Spiel regelrecht apathisch, schauen den Gegenspieler an, aber verlieren den Ball völlig aus dem Blick“, legte Stefan Bußmann aus dem Gespann mit Riklef Roehl den Finger in die Wunde. So verdeutlichten allein die 37 Gegentore, dass die Ehle-Youngster viel zu passiv verteidigten.
Von der Qualität einiger Würfe einmal abgesehen, lieferten sie dagegen offensiv gar nicht mal eine so schlechte Vorstellung ab, „aber wir hätten noch eine Halbzeit lang spielen können, es wäre dennoch nichts mehr gegangen. Das war ein rundherum gebrauchter Tag, an dem wir meilenweit von einem Erfolg weg waren“, bekannte der Coach. Umso ärgerlicher war die erste Saisonpleite des Spitzenreiters, da auch der punktgleiche HC Aschersleben parallel beim HC Burgenland erstmals Federn ließ (22:24). Die Chance, sich schon frühzeitig etwas abzusetzen, verpuffte also, soll nach der nun anstehenden fünfwöchigen Pause aber keine Rolle mehr spielen. „Dann wartet gegen Kühnau das nächste hammerschwere Spiel, in dem wir hoffentlich wieder ein anderes Gesicht zeigen.“
HSG Ehle: Schrank, J. Kloth – Theuerkauf (1), Bittner (6), Sens (1), Wittke, Plambeck (1), Hoffmann (9), L. Kloth, Bodenstedt (4), Stallmann (10/6)
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BSV 93 Magdeburg II vs HSG Ehle

Über das Zentrum zum Sieg
Gegen den „kleinen“ BSV waren die Gäste gewarnt: „Letztes Jahr haben wir uns durch dieses Spiel in der B-Jugend noch die Medaille versaut“, blickte HSG-Coach Stefan Bußmann zurück, war dann aber umso erfreuter über den Start-Ziel-Sieg seines Teams. Bis auf einen kurzen Wackler Mitte der ersten Hälfte hatte dieses die Partie dank seiner Defensivleistung im Griff. Vorn spielte der HSG eine Deckungsvariante des BSV 93 II in die Karten, wobei der Weg zum Erfolg oft durchs Zentrum führte.
Ein 4:0-Lauf zum Start der zweiten Hälfte gab dann bereits die Richtung vor. Und weil die Gäste weiter fair und clever verteidigten, schraubten sie die Führung über schnelles Umschaltspiel bis auf elf Tore nach oben (34:23/45.). „Die letzten fünf Minuten haben mir dann nicht so gut gefallen. Da lassen wir unnötigerweise den Schlendrian einkehren.“ Etwas, das seinem Team heute ab 14.30 Uhr im Gastspiel bei der HSG Wolfen nicht passieren sollte, um den Spitzenplatz weiter zu festigen.
HSG Ehle: J. Kloth – Mewes (2), Theuerkauf (5), Bittner (5), Paech (6), Kollack (1), Sens (3), Wittke (1), Plambeck (6), Jon. Hoffmann (5), L. Kloth, Bodenstedt (2)
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HSG Ehle vs SV Wacker 09 Westeregeln

Richtige Taktik führt zum Erfolg

Vor einem schwierigen Spiel stand die männliche B- Jugend der HSG Ehle im Heimspiel gegen Westeregeln. Die Gäste sind bekannt für ihre gute Defensivarbeit, was oft zu wenigen Gegentoren führt. Aber die HSG- Youngster konnten das Defensivbollwerk oft genug überwinden und so einen 25:22 (12:10) – Erfolg einfahren. Das Faustpfand der Ehlehandballer war die eigene Abwehr, die Grün- Weiß immer wieder zu Würfen über die Außen zwang und so die Chancen auf Torwartparaden erhöhten. Offensiv wurden allerdings die technischen Fehler zum Problem und die Tatsache, dass die HSG- Jungs ab der 40. Minute erschöpft wirkten. „Am Ende war es aber ein super Sieg gegen einen Gegner, der – da bleibe ich dabei – um die Medaillenplätze mitspielen wird“, so Trainer Stefan Bußmann.

HSG Ehle: Schrank, J. Kloth – Mewes (1), Theuerkauf, Bittner (2), Paech (1), Kollack, Sens (3), Plambeck (3), Hoffmann (7), L. Kloth, Bodenstedt (6), Stallmann (2/2)

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HC Burgenland vs HSG Ehle

Wenn eine gute Hälfte reicht – 38:33
Eine kleine Rechnung hatte die männliche B- Jugend der HSG Ehle mit dem HC Burgenland offen. Dieser hatte dem HSG- Team zum Ende der Vorsaison den dritten Tabellenplatz weggeschnappt.
Diesmal galt es vor allem, den auffälligen Mittelmann und den HCB- Spieler auf Rückraum links in den Griff zubekommen – die beiden auffälligsten Spieler der Gastgeber in der unangenehmen Halle in Prittitz. „Leider haben wir uns mit den beiden schwer getan“, beobachtete Trainer Stefan Bußmann. „Dennoch können wir mit 23 Toren in 25 Minuten sehr zufrieden sein.“
Das galt weniger für die zweite Halbzeit. Die Gäste wollten Burgenland weiter davon ziehen und ihnen „damit den Stecker ziehen. Aber unser Spiel wurde fahriger, wir haben zu viele falsche Entscheidungen getroffen und sind nicht mehr so in die Zweikämpfe gekommen“, berichtet Bußmann.
Grund dafür war in seinen Augen, dass das Spiel für den einen oder anderen Spieler vermeintlich schon entschieden war. „Es war keine Frage der Kondition, sondern eine Kopfsache“, vermutet er. Allerdings wollte er nicht zu hart mit seiner Mannschaft ins Gericht gehen, denn am Ende blieb es dennoch bei einem Sieg mit fünf Toren Unterschied. „So eine zweite Halbzeit sollte uns aber nicht allzu oft passieren“, sagt er. Zum Beispiel nicht gegen Wacker Westeregeln an diesem Wochenende . Die Grün- Weißen haben zwar den Saisonstart etwas in den Sand gesetzt, dennoch hält Bußmann sie für eine „harte Probe“.
HSG Ehle: Mewes (2), Theuerkauf (2), Bittner (11), Paech (5), Sens (4), Plambeck (1), Hoffmann (3), J. Kloth, L. Kloth, Bodenstedt (5), Stallmann (5/1)
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HSG Ehle vs FSV 1895 Magdeburg

32:21- Auftakterfolg gegen den FSV 1895
Immer wieder kommt es im Sport zu besonderen Spielen – sei es wegen der Entfernung zweier Orte oder wegen einer emotionalen Bindung aus vergangenen Duellen. So ein Spiel stand am vergangenen Wochenende für die B-Jugend-Handballer der HSG Ehle auf dem Programm. „Das war ein emotionales Auftaktspiel, haben wir mit dem FSV Magdeburg  unsere eigene Vorgeschichte“, meinte Trainer Stefan Bußmann nach dem Duell in der Oberliga. Von einer schweren Verletzung mit Vorwürfen – die noch immer im Raum stehen – sowie ein emotionales Rückspiel in der vergangenen Saison ist das Thema breit gefächert. „Ich habe in der Teambesprechung auf den speziellen Auftaktgegner hingewiesen.“ Seine Spieler schienen genau hingehört zu haben, denn die HSG gewann das Duell mit dem FSV 1895 Magdeburg mit 32:21 (18:8).
„In der ersten Halbzeit waren wir schon nah am Leistungsmaximum. Wie wir sie bespielt haben, war schon aller Ehren wert, da ich den FSV schon zu einer Mannschaft zähle, die eine gute Rolle im Tabellenmitfeld spielen wird“, schätzte Bußmann ein. Warum es so deutlich wurde, konnte der Trainer auch gleich hinterherschieben: „Wir haben in der Abwehr gut gearbeitet und halten den FSV in den ersten 25 Minuten bei nur acht Gegentoren. Wir haben viele Ballgewinne und unseren Kasten gut vernagelt“, freute sich Bußmann über den Auftritt. Ein kleines Manko konnte der Trainer aber doch ausmachen: „Wenn wir uns festgerannt haben, kamen die Halbpositionen nicht zum Helfen. Auch die Rückraumwürfe fehlten. Da müssen wir noch besser erkennen, was der gegnerische Innenblock macht. Aber das sind Kleinigkeiten.“
Dass es in der zweiten Halbzeit nicht mehr so einfach werden würde, war dem Coach der HSG klar und darauf stellte er seine Mannschaft auch ein – denn die Befürchtungen wurden wahr. „15 Minuten lang fehlte uns die Ballsicherheit, wir führten zu wenige Zweikämpfe und der FSV kam auf sechs Tore heran.“ Doch seine Mannschaft konnte danach zügig den Schalter wieder umlegen und „wir gewinnen dann auch zu Recht mit elf Toren Unterschied“.
Am Sonntag geht es gegen den HC Burgenland weiter und die HSG hat die nächsten zwei Punkte schon ins Visier genommen.
HSG Ehle: Mewes (3), Schrank, Theuerkauf, Bittner (4/1), Paech (7), Kollack, Sens (2), Wittke (1), Plambeck (2), Hoffmann (6), J. Kloth, L. Kloth, Bodenstedt (5), Stallmann (2)
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HSG Ehle vs BSV 93 Magdeburg II

Aufarbeitung mit Hoffnung auf Besserung
Auch mit einigem Abstand zum letzten Saisonspiel ist die Enttäuschung noch nicht überwunden. Die männliche Handball-B-Jugend der HSG Ehle hat am Sonntag vor einer Woche ihren Matchball zur Bronzemedaille in der Oberliga nicht verwandelt. Stattdessen rutschte das Team aus Biederitz und Gommern durch die 25:27 (9:12)-Heimpleite gegen den BSV 93 Magdeburg II noch auf den vierten Rang ab, weil der HC Burgenland seine Pflichtaufgabe gegen das Schlusslicht von der HSG Börde löste und an den Youngstern von der Ehle vorbeizog.
„Der vierte ist der undankbarste Platz, den man bekommen kann. Das ist nur schwer zu verdauen. Vor allem, wenn man sieht, wie leichtfertig wir die Medaille weggeworfen haben“, war auch mit einigen Tagen Abstand der Frust bei Stefan Bußmann aus dem HSG-Trainerteam mit Riklef Roehl und Ramon Göhring deutlich wahrnehmbar. Gegen keineswegs übermächtige Gäste wirkten ihre Schützlinge über weite Teile des Samstagvormittags schläfrig bis nicht bereit, den letzten Schritt hin zum greifbaren Erfolg zu gehen. Allen voran in der ersten Hälfte, in der es nur neun eigene Treffer auf die Anzeigetafel schafften, „zeigen wir unsere schlechteste Saisonleistung. Da war keine Tiefe, kein Tempo und keine Einbindung des Kreisläufers erkennbar“, zitierte der Coach aus der Mängelliste.
Viel ungenutztes Potenzial
Auch der Versuch, das Team in der Pause wachzurütteln, schlug fehl. Zwar glichen die Gastgeber noch einmal zum 19:19 (40.) und 25:25 (49.) aus, doch ein HSG-Erfolg wäre dem Spielverlauf ehrlicherweise kaum gerecht geworden. „Es steckt eine unheimliche Qualität in der Mannschaft, aber wir rufen sie wie in der gesamten Saison zu inkonstant ab“, bilanzierte Bußmann und nahm sich von der Kritik nicht aus: „Man hinterfragt sich natürlich selbst. Im Training muss ich auch einiges falsch gemacht haben, wenn man sieht, wie wir uns präsentiert haben.“
Auf den ursprünglichen Traum vom Start in der Regionalliga folgte so am Saisonende das böse Erwachen. Tatsächlich musste sich das HSG-Team nun auch den Vorwurf gefallen lassen, als uneingelöstes Versprechen zu gelten. „Wir können nur probieren, das aufzuarbeiten und uns zur neuen Saison zu verbessern“, richtete der Coach den Blick bereits wieder voraus.
HSG Ehle: Danisch – Mewes, Steinweg (5), Graßhoff, Göhring (4), Bittner (1), Jon. Hoffmann (2), Leine (8), Bodenstedt (1), Stallmann (1), Janke (3)
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SV Blau- Rot Coswig vs HSG Ehle

33:31 – Revanche in Coswig gelungen
Nach der 27:35-Hinspielpleite ging es nahezu in Bestbesetzung zum Rückspiel nach Coswig. Zunächst gut in der Partie (8:4), brachte eine Auszeit der Hausherren (11.) die HSG etwas aus dem Flow, so dass Coswig den Spieß zur eigenen  11:10-Führung umdrehte. Die Gäste blieben unbeeindruckt und fokussiert, konnten aber nicht verhindern, dass Blau-Rot auch nach der Pause den ersten Schlag zum 21:18 (33.) landete. Fortan zeigten die HSG jedoch die oft vermissten Emotionen und verwandelte den Rückstand dank eines 4:0-Laufs in eine eigene 23:22-Führung (39.).
Ein starker Matti Plambeck zeigte sich für die Treffer 25 bis 28 verantwortlich und nur eine Zeitstrafe verhinderte, dass der Rechtsaußen endgültig heiß lief. In dieser Phase stellten die Gastgeber auch wieder auf 28:28 (46.). Für Spannung in der Crunchtime war also gesorgt. Doch mit der nominell stärksten Sieben auf dem Feld legten die Gäste zum 32:30 vor (50.). Auch der folgenden Manndeckung trotzte die HSG, denn Linus Steinweg blieb cool, setzte sich im Eins-gegen-eins durch und und hatte die Übersicht für Karl Bittner, der zum 33:31-Endstand traf. Der Rest ging in Jubel und Freude unter. „Insgesamt eine tolle und geschlossene Mannschaftsleistung, auf welche die Jungs richtig stolz sein können“, sagte Ramon Göhring aus dem Trainerteam und ergänzte mit Blick auf das samstägliche Duell um 14 Uhr in Biederitz gegen den BSV 93 Magdeburg II: „Jetzt haben wir den Matchball um die Bronzemedaille und werden nochmals alles geben. Alle hoffen auf eine volle Halle mit maximaler Unterstützung von den Rängen.“
HSG Ehle: Danisch, Becker – Steinweg (3), Graßhoff, Göhring (3), Bittner (4), Parch (3), Plambeck (5), Jon. Hoffmann (1), Leine (5), Stallmann (1), Bruska, Janke (8)

 

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