Liga: Oberliga MJB

HC Aschersleben vs HSG Ehle

HSG erzwingt Showdown im Titelrennen

Die männliche B-Jugend der HSG Ehle schlägt den Oberliga-Spitzenreiter aus Aschersleben und hat nun selbst nicht die schlechtesten Karten im Rennen um die Landesmeisterschaft.
Aschersleben/Biederitz/Gommern. In der Höhle des Löwen haben sich die Gäste auch diesem letzten Angriff der Gastgeber entgegengestemmt. Nach einer finalen Auszeit rollte rund 40 Sekunden vor Schluss noch einmal die Ascherslebener Gefahr auf die HSG Ehle zu – und prallte ab. Dank einer immensen Willensleistung der Spielgemeinschaft aus Biederitz und Gommern kam der HCA schließlich gar nicht mehr zum Wurf. Der 31:30 (16:13)-Auswärtssieg hatte am Sonnabend Bestand und der Kampf um die Oberliga-Krone im Bereich der männlichen B-Jugend wurde einen Spieltag vor Ultimo auf links gedreht.
Denn die Ausgangslage war brutal: „Mit einem Unentschieden oder einer Niederlage hätten wir Aschersleben zum Landesmeister gemacht.“ Worte von Stefan Bußmann aus dem HSG-Trainergespann mit Riklef Roehl, welche die Fallhöhe dieses Spiels eindringlich klarmachten. Verlieren war also verboten und genau so trat seine Mannschaft auf. Nach einem leicht holprigen Beginn, bei dem die Chance zur Führung am Siebenmeterstrich liegenblieb, fand die HSG schnell ihren Rhythmus.
Allen voran defensiv herrschte ein klares Konzept. Die kompakte 6:0-Abwehr stand nicht für großartige Experimente, doch das sonst so gefährliche Kreisläuferspiel der Salzländer blieb nahezu ausgeschaltet.  Auch offensiv ging der Matchplan auf: Druck durchs Zentrum, Isolationen im gegnerischen Innenblock schaffen. Das Resultat war eine verdiente Drei-Tore-Führung zur Pause. „Auswärts beim Tabellenführer, nicht die schlechteste Ausgangsposition“, befand der Gästecoach und sah, wie auch nach dem Seitenwechsel zunächst alles in die richtige Richtung zu laufen schien.
Nach der 19:15-Führung (30.) der HSG stellten die Gastgeber jedoch auf eine offensive Deckung um und das Spiel kippte. Technische Fehler und vergebene Chancen zeugten von zunehmend zittrigen Händen bei den Gästen. Führung, Ausgleich, wieder Führung für die Youngster von der Ehle – die Dramatik fachte die Stimmung in der Halle zusätzlich an und der Druck wuchs. Denn auch defensiv wurde es zunehmend schwerer für die Gäste, selbst nach gegnerischen Zwei-Minuten-Strafen: „Wir haben uns dann gefühlt schwerer getan als in Gleichzahl“, musste Bußmann registrieren.
Doch in der Crunchtime zeigten seine Schützlinge, was sie auszeichnet: Kampfgeist und Nervenstärke waren auf den Punkt da und so überstand die HSG auch die letzten wütenden Ascherslebener Angriffswellen. Für den Coach kein Zufall, dass sein Team genau in diesem Moment die entscheidenden Körner mehr hatte. Über Ostern hatte sich die Spielgemeinschaft noch mal auf die Reise nach Tschechien begeben. „Und durch das Turnier in Prag haben wir uns die zusätzlichen und letztlich benötigten fünf Prozent geholt. Wir waren auch emotional einfach weiter als Aschersleben – ein bisschen geiler auf den Erfolg, ein bisschen seriöser und haben es einfach als Team besser gelöst.“
Durch den Sieg wurden nun die Karten im Rennen um die Landesmeisterschaft noch einmal neu gemischt. Während die HSG als Verfolger mit breiter Brust ins letzte Saisonspiel – zu Hause gegen den SV Irxleben – geht, wartet auf den HCA parallel am 25. April die unangenehme Aufgabe bei der SG Kühnau. Der Druck lastet ganz klar auf dem Spitzenreiter, denn „Aschersleben muss jetzt gewinnen, selbst ein Punkt reicht ihnen nicht, da wir den direkten Vergleich gewonnen haben“.
Als am Sonnabend die Schlusssirene in der Sporthalle Bestehornpark ertönte, war den Gastgebern dann auch die Ratlosigkeit anzusehen. Auch auf der Tribüne herrschte blankes Entsetzen. „Diese Gesichter haben wir uns erarbeitet. Das war einfach auch noch mal eine Genugtuung, ein tolles Spiel“, sagte Bußmann und blickte voraus: „Dass es jetzt wirklich einen Showdown am letzten Spieltag gibt, ist eine schöne Sache. Die nehmen wir gern an.“
HSG Ehle: Schrank, J. Kloth – Mewes (2), Theuerkauf, Bittner (10), Paech (4/3), Sens, Wittke, Plambeck, Hoffmann (4), L. Kloth (2), Bodenstedt (7), Stallmann (2)
vs

HSG Ehle vs HSV Magdeburg

Noch die Kurve bekommen – 36:31 gegen HSV Magdeburg
Die männliche B-Jugend der HSG machte sich am Sonnabend in der Biederitzer Ehlehalle ans Werk – fokussiert, aber nicht bissig, vielleicht zu sicher und überzeugt davon, dass dieses Spiel seinen erwartbaren Lauf nehmen wird. Doch Handball verzeiht keine Gedankenfehler. „Der eine oder andere hat sich vielleicht die Tabelle etwas zu lang angeschaut“, sagte Trainer Stefan Bußmann später. Und auf dem Weg zum 36:31 (16:14)-Erfolg wurde schnell klar, warum er dies betonte.
Der HSV Magdeburg hielt lange dagegen – und wie. Die HSG wirkte in ihrer 6:0-Deckung dagegen zu passiv, zu brav. Kaum Fouls, keine Härte, kein echtes Stören. „Das Schlimmste, was man machen kann, ist, sich im Kopf zu blockieren“, analysiert Bußmann. Und genau dieser Eindruck drängte sich auf, als die Gäste wiederholt zu einfachen Toren kamen. Erst ein taktischer Schachzug brachte nach 20 Minuten die Wende: Die Umstellung auf eine 3:3-Abwehr veränderte das Spiel spürbar. Plötzlich entstanden Ballgewinne und die Hausherren drückten nun aufs Tempo. Die HSG schaltet um, läuft Gegenstöße, trifft einfache Tore. Kurz vor der Pause dreht sich die Partie, die Führung ist zurück.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die offensive Deckung die bessere Wahl, wenngleich nicht ohne Schwächen. Immer wieder entstanden Lücken durch Sperren am Kreis, oft musste die HSG improvisieren. Doch insgesamt wuchsen defensiver Zugriff und Entschlossenheit im Angriff. „Am Ende ist es für mich eine Frage des richtigen Mindsets. Das Spiel wurde im Kopf entschieden“, sagte Bußmann. Ein Arbeitserfolg, der mitunter mehr lehrte als mancher Kantersieg. Und mit Blick auf die kommenden Wochen wurde der Ton noch mal deutlicher: „Es soll uns eine Lehre sein, dass man jedes Spiel mit 110 Prozent angeht – egal, wer der Gegner ist.“ Denn die Saison steuert auf ihren Höhepunkt zu. Nach der Osterpause wartet am 11. April das Duell mit Spitzenreiter Aschersleben. Im Fall eines Erfolgs ist mit Schützenhilfe noch der Titel möglich. Bußmann sagte: „Das wird hoffentlich ein richtiger Showdown.“
HSG Ehle: Schrank, J. Kloth – Mewes (6), Theuerkauf, Bittner (5), Paech (5), Sens, Wittke, Plambeck (1), Hoffmann (12), L. Kloth, Bodenstedt (3), Stallmann (4)
vs

SG Kühnau vs HSG Ehle

30:32 – Herber Dämpfer im Titelrennen
Die Uhr tickte unerbittlich herunter, jede Aktion trug besonderes Gewicht und noch einmal stemmte sich die männliche Handball-B-Jugend der HSG Ehle am Sonnabend gegen die drohende Niederlage – doch am Ende blieb Ernüchterung. Mit 30:32 (15:15) unterlag die Spielgemeinschaft Gommern/Biederitz im Oberliga-Duell bei der SG Kühnau. „Vor dem Spiel lag die Landesmeisterschaft in unserer Hand. Nun leider nicht mehr“, brachte Trainer Stefan Bußmann die neue Ausgangslage auf den Punkt.
Schon das Hinspiel (35:31) verlief umkämpft, auch der zweite Saisonvergleich entwickelte sich zu einer intensiven, hochklassigen Begegnung zweier Teams auf Augenhöhe. Die HSG verteidigte über weite Strecken ordentlich, ließ jedoch immer wieder den entscheidenden Zugriff vermissen. Offensiv zeigten die Gäste ebenfalls gute Ansätze, doch ging etwas zu fahrlässig mit den Möglichkeiten um. „Wir lassen vier, fünf freie Würfe liegen und das tut am Ende weh“, so Bußmann.
Der Knackpunkt folgte Mitte der zweiten Hälfte: In doppelter Überzahl bot sich die große Gelegenheit, um auf drei, vier Tore davonzuziehen. Doch es kam anders: Fehlwürfe vorn, hinten ein einfacher Gegentreffer. „Wir bauen Kühnau eher auf, als dass wir uns absetzen“, haderte der Coach. Die Schlussphase verlief weiter umkämpft, doch in der Crunchtime fehlten der HSG die letzten Prozente an Abgeklärtheit und Fortune. Trotz der Niederlage fand der Trainer auch positive Worte: „Über 50 Minuten war das ein Spiel auf hohem Niveau. Es hat Spaß gemacht – auch wenn das Ergebnis natürlich nicht passt.“
Ausgeträumt ist der Titeltraum trotz des Rückschlags auch noch nicht. Bußmann richtete den Blick nach vorn: „Wir spielen immer noch um eine Medaille, das ist ein Riesenerfolg.“ Und auch im Titelrennen sieht er weiter Chancen: „Aschersleben hat das schwerere Restprogramm. Es ist noch nichts verloren.“ Spannung ist ohnehin bis zuletzt vorprogrammiert. Bis dahin gilt die Devise: Dranbleiben. Oder wie Bußmann formulierte: „Wir müssen weiter an uns glauben. Dann schauen wir, wofür es reicht.“
HSG Ehle: Schrank, J. Kloth – Mewes (5), Theuerkauf, Bittner (8/1), Paech (3), Sens (1), Plambeck (2), Hoffmann (9), L. Kloth (1), Bodenstedt (1), Stallmann
vs

HSG Ehle vs HSG Wolfen 2000 e.V.

Nach 46:30 – Medaille fix, aber welche?
Die Revanche ist eindrucksvoll geglückt: Die männliche B-Jugend der HSG Ehle hat ihr Oberliga-Heimspiel vom Sonnabend gegen die HSG Wolfen 2000 mit 46:30 (20:17) klar für sich entschieden und damit die 32:37-Hinspielniederlage wettgemacht. „Wir hatten den Gegner vor der Brust, der uns in der Hinrunde die einzige Niederlage beigebracht hat“, sagte Stefan Bußmann aus dem HSG-Trainerteam mit Riklef Roehl.
Entsprechend motiviert starteten die Gastgeber in die Partie. Defensiv tat sich die HSG zunächst schwer. In der erstmals von Beginn an gespielten 6:0-Abwehr bereitete vor allem das bewegliche Kreisläuferspiel der Gäste Probleme. „Wolfen hat viel mit Einläufern gearbeitet, da hat uns anfangs etwas die Zuordnung gefehlt“, erklärte Bußmann. Dennoch lagen seine Schützlinge zur Pause mit drei Treffern vorn – auch, weil offensiv vieles funktionierte: „Wir hatten endlich wieder eine richtig gute Quote über Außen und haben konsequent Tempo gemacht“, so der Trainer.
Nach dem Seitenwechsel stellte die HSG defensiv auf eine 3:3-Abwehr um – mit durchschlagendem Erfolg. Mehr Ballgewinne und mehrere starke Serien, darunter ein zweistelliger Lauf, sorgten früh für klare Verhältnisse. Am Ende stand ein deutlicher Erfolg, der die Scharte aus dem Hinspiel locker auswetzte. Für Bußmann könnte der Sieg auch mit Blick auf den Saisonendspurt wichtig sein: „Vielleicht war der knappe Sieg in der Vorwoche gegen den BSV 93 Magdeburg der Dosenöffner. Jetzt geht es darum, die Ernte nach Hause zu holen, die wir uns über die Saison erarbeitet haben.“ Eine Medaille ist bereits sicher, ihre Farbe entscheidet sich in den nächsten Wochen.
HSG Ehle: Schrank, J. Kloth – Mewes (6), Theuerkauf, Bittner (6), Paech (10), Sens, Plambeck (3), Hoffmann (9), L. Kloth (7), Stallmann (5)
vs

HSG Ehle vs BSV 93 Magdeburg II

In schwerer Phase ein knapper Erfolg
Die männliche B-Jugend der HSG Ehle kämpfte sich am Sonnabend in einem echten Krimi gegen den BSV 93 II durch ein enges Spiel, das bis zur letzten Aktion umkämpft blieb. Letztlich stand jedoch eine große Erleichterung beim Gastgeber, denn „gefühlt durchleben wir gerade eine schwere Phase, aber diese gibt es immer mal wieder“, erklärte Stefan Bußmann aus dem Trainerteam der HSG, deren Rückrunde alles andere als nach Plan verläuft. „Aber vielleicht haben wir uns das Glück mit diesem Spiel zurückerarbeitet“, so der Coach.
Obwohl die BSV-Reserve nur mit neun Akteuren in die Biederitzer Ehlehalle reiste, war der Gegner nicht zu unterschätzen und teils mit Erfahrung aus dem Regionalliga-Team der Olvenstedter gespickt. „Wir haben in der ersten Hälfte zu häufig einfache Zweikämpfe verloren und unser Tor preisgegeben“, resümierte Bußmann. Torhüter Paul Schrank hielt seine Mannschaft dennoch immer wieder im Spiel. Offensiv erarbeitete sich die HSG gute Chancen, doch die Ausbeute ließ zu wünschen übrig: „Der Abschluss war teilweise eine Katastrophe“, gab der Trainer zu. So zitterten sich die Gastgeber auch durch die zweite Halbzeit und durften am Ende – auch dank eines Quäntchens Schiedsrichterglück – jubeln.
Der Sieg war dennoch von enormer Bedeutung. Schon heute Nachmittag wartet mit dem Heimspiel in Gommern gegen die HSG Wolfen die nächste Herausforderung. Der erste Saisonvergleich hatte beim 32:37 die einzigen Minuspunkte der Hinrunde hervorgebracht. „Da ist also noch eine Rechnung offen“, erinnerte Bußmann sein Team an die Pflicht.
HSG Ehle: Schrank, J. Kloth – Mewes (5), Theuerkauf, Bittner (5), Paech (6/2), Sens, Wittke, Plambeck (3), Hoffmann (2), L. Kloth (2), Bodenstedt (5), Stallmann (1/1)
vs

SV Wacker 09 Westeregeln vs HSG Ehle

Die erste Hälfte war zu schwach
Es war angerichtet für den nächsten Auswärtssieg, doch am Ende stand für die männliche B-Jugend der HSG eine schmerzhafte Niederlage. „Wir haben nicht verloren, weil der Gegner so stark war. Wir sind an uns selbst gescheitert “, bilanzierte Stefan Bußmann schonungslos. Dabei wusste der Trainer, was seine Mannschaft erwarten würde. Westeregeln sei trotz durchwachsenen Saisonstarts eine „Top-drei-Mannschaft“, zuletzt untermauert von deutlichen Erfolgen.
In der 3:3-Abwehr der Gäste fehlte jeglicher Zugriff. Wacker hinterlief die HSG-Defensive mehrfach ungestört, Passwege blieben offen, die nötige Aggressivität aus. Einfache Gegentore waren die Folge. Mit nur neun eigenen Treffern blieb das Team zur Pause zwar in Schlagdistanz, spielerisch aber weit hinter dem eigenen Anspruch zurück, denn auch offensiv fehlte die Durchschlagskraft. Isolationszweikämpfe wurden nicht konsequent gewonnen, klare Anweisungen verpufften.
Nach dem Seitenwechsel bot sich dann ein anderes Bild. Mit einer defensiveren Abwehr hielt plötzlich die lange vermisste Griffigkeit Einzug ins Spiel. Westeregeln tat sich dagegen zunehmend schwer. Und weil die HSG ins Tempospiel fand, drehte sie die Partie. Psychologisch also ein klares Plus für die Gäste, doch in der hektischen Schlussphase fehlte die letzte Konsequenz. Beim Stand von 20:20 entwickelte sich ein dramatischer Showdown, den Westeregeln  für sich entschied –  begleitet von strittigen Szenen um Zeitnahme und einem strittigen Pfiff der Unparteiischen. Bußmann wollte dies jedoch nicht als Ausrede gelten lassen: „Die zweite Halbzeit gewinnen wir mit drei Toren, aber die erste war einfach zu schwach. Da brauchen wir nicht über die Schiedsrichter reden.“
Mit der Niederlage büßte die HSG ihre komfortable Ausgangsposition im Titelrennen ein, doch sechs Spiele stehen noch aus. „Wir haben die Meisterschaft weiter selbst in der Hand, aber das wird ein Brett“, so Bußmann, der nach dem Spiel auch ein eher unrühmliches Auftreten seines Teams beobachten musste. Emotionen seien erlaubt, körperliche Auseinandersetzungen jedoch nicht. „Das ist nicht Teil meiner Trainerlehre und nicht Teil unseres Sports.“ Und allein darum soll es am Wochenende wieder gehen, wenn mit dem BSV 93 Magdeburg II die nächste schwere Aufgabe wartet.
HSG Ehle: Schrank, J. Kloth – Mewes (1), Theuerkauf, Bittner (7), Paech (3/2), Sens (1), Wittke, Plambeck (4), Hoffmann (2), L. Kloth (1), Bodenstedt (1), Stallmann
vs

HSG Ehle vs HC Burgenland

30:25 – Zurück in der Erfolgsspur
Erster gegen Dritter: Auf dem Heimspiel der männlichen B-Jugend prangte das Prädikat „Spitzenspiel“. Dabei hatte das Team auch die richtigen Lehren aus der letztwöchigen 26:27-Niederlage in Magdeburg gezogen. „So wie wir uns gegen den FSV in die Scheiße geritten haben, haben wir uns jetzt wieder herausgezogen“, sagte Trainer Stefan Bußmann offen. Der Erfolg sei im engen Titelrennen „Gold wert“ gewesen.
Der Start verlief prächtig (3:0), danach bekam die HSG vor allem defensiv Probleme.  Burgenland agierte stark über den Rückraum und versuchte mit Einläufern die offensive Abwehr der Gastgeber auseinanderzuziehen. Trotz aller Schwierigkeiten blieb der Gastgeber stabil: „Mit 13 Gegentoren konnten wir leben.“ Offensiv lief es zunächst holprig. „Nach dem 3:0 machen wir zu viele einfache Fehler. Das macht uns das Leben extrem schwer“, so der Coach. Hinzu kam eine schwache Chancenverwertung: „Wir haben den Torhüter ein bisschen berühmt geworfen.“
Nach der Pause ein völlig anderes Bild: Die Abwehr bekam besseren Zugriff, Ballgewinne häuften sich, Burgenland leistete sich nun selbst Fehler. Zudem kippte das Torhüter-Duell zugunsten der Hausherren um Keeper Johannes Kloth. Auch offensiv fand die HSG ihre Durchschlagskraft. Mit zunehmender Müdigkeit des Gegners nutzte die HSG die sich bietenden Chancen konsequenter und setzte sich entscheidend ab. Am Ende stand ein Fünf-Tore-Erfolg, den Bußmann nüchtern einordnete: „Vielleicht ein, zwei Tore zu hoch, aber der Sieg war verdient.“
Es folgen zwei spielfreie Wochen – verbunden mit der Hoffnung auf die Rückkehr einiger Verletzter. Danach wartet mit Westeregeln ein unangenehmer Gegner. „Da müssen wir zu 110 Prozent auf der Hut sein“, warnte Bußmann. Für den Moment aber gilt: Ferien genießen, Selbstvertrauen tanken.
HSG Ehle: Schrank, J. Kloth – Mewes (3), Theuerkauf (2), Bittner (8), Paech (9/4), Sens (3), Wittke, Plambeck (2), Deneke, Kratky, L. Kloth, Stallmann (3)
vs

FSV 1895 Magdeburg vs HSG Ehle

Trotz Pleite Podest weiter im Visier
Die Warnung im Vorfeld war so eindringlich wie unmissverständlich und doch wurde sie am Ende zur bitteren Prophezeiung. Die männliche B-Jugend der HSG hat beim Auswärtsspiel beim FSV 1895 Magdeburg eine starke erste Halbzeit aus der Hand gegeben und musste nach einer schmerzhaften zweiten Hälfte eine unnötige Niederlage hinnehmen. „Genau das war die große Gefahr“, sagte Trainer Stefan Bußmann und spielte dabei auf die drei zuvor in unterschiedlichen Konstellationen eingefahren Siege gegen den FSV an. „Das ist normale Menschenpsychologie. Wenn man immer gewinnt, geht schnell ein kleines Hintertürchen im Kopf auf.“
Dabei präsentierte sich die HSG vor der Pause konzentriert und gut eingestellt. Die Abwehr erarbeitete Ballgewinne, offensiv lief die Kugel flüssig. Zwar bereitete das gegnerische Zusammenspiel aus Rückraumdruck und Kreisläufer einige Male Kopfzerbrechen, doch Bußmann ordnete ein: „Nicht schön, aber in Ordnung. Mit zwölf Gegentoren können wir absolut leben.“ Auch im Angriff zeigte sich die HSG effektiv. 17 Treffer in der ersten Halbzeit bedeuteten eine verdiente Führung.
Nach dem Seitenwechsel kam es jedoch zum Bruch im Spiel. „Das war leider eine komplette Kehrtwende“, brachte es der Trainer auf den Punkt. „Handball ist ein schöner und schneller Sport, aber er kann auch richtig fies sein. Wie schnell sich Spiele drehen, haben wir gesehen.“ Zwar kassierten seine Schützlinge überschaubare 15 Gegentore, doch offensiv ging nahezu nichts mehr. „Uns haben beim Abschluss Selbstbewusstsein und Durchschlagskraft gefehlt“, kritisierte Bußmann deutlich. „Wir haben offensiv zu wenig bis gar keine Zweikämpfe mehr geführt.“
Statt Tiefe und Entschlossenheit dominierten Querpassspiel und Ballverluste. „Der FSV kann sich dann nicht mehr mit ein, zwei Ballgewinnen belohnen, sondern mit vier, fünf oder sechs“, so Bußmann. Die Folge: einfache Gegentore, nur neun eigene Treffer. „Das war einfach zu wenig.“ Für den Trainer war es vor allem eine Kopfsache. „Dreimal gewonnen, zur Pause mit fünf Treffern vorn und dann haben wir unser Spielen und unser absolutes Wollen eingestellt. Die Quittung haben wir dann zu Recht bekommen.“
Trotz der Enttäuschung bleibt Bußmann kämpferisch. Die Liga sei eng, vieles auf Augenhöhe. „Andere Mannschaften haben auch wieder Punkte gelassen“, stellte er fest, auch wenn die verpasste Chance schmerzte. Noch stehen acht Duelle an. „Wenn wir was reißen wollen mit einem Medaillenplatz, müssen wir die auch als acht Endspiele annehmen“, betonte der Trainer – und richtete den Blick bereits auf das nächste Schlüsselspiel gegen den HC Burgenland am Sonnabend (11.30 Uhr) in der Biederitzer Ehlehalle voraus.
HSG Ehle: J. Kloth – Mewes (6), Theuerkauf (1), Bittner (1), Paech (3), Sens, Wittke, Plambeck (1), Kratky, L. Kloth (2), Stallmann (12/6)
vs

HSV Magdeburg vs HSG Ehle

vs

SV Irxleben 1919 e.V. vs HSG Ehle

Spitzenreiter überspringt Hürde Irxleben

Noch ehe der Ball durch die Wildparkhalle flog, stand das Gastspiel in Irxleben unter düsteren Vorzeichen. Bei der Erwärmung hatte es gleich zwei Spieler der Gäste erwischt: Jonas Hoffmann und Felix Theuerkauf. „Das habe ich so auch noch nicht erlebt: zwei Verletzungen auf einer Position, noch vor dem Anpfiff. Aber man lernt ja nie aus“, sagte Stefan Bußmann aus dem HSG-Trainerteam mit Riklef Roehl. Was in den nächsten 50 Minuten folgte, war jedoch kein Auftritt einer verunsicherten Mannschaft, sondern der nächste Beweis dafür, warum die HSG zu Recht von der Spitze grüßt.
Dabei war die Ausgangslage alles andere als einfach. Irxleben hatte sich nach schwachem Saisonstart stabilisiert, aus den letzten fünf Partien vier gewonnen und im eigenen Wohnzimmer unter anderem großkalibrige Gegner wie Wolfen und Westeregeln bezwungen. „Es war klar, dass das eine sehr, sehr harte Nuss wird“, betonte Bußmann, sah aber, wie seine Schützlinge ordentlich in die Partie starteten.
Bis zur 15. Minute stand die Abwehr stabil, die Gäste agierten griffig und aufmerksam. Danach verlor die HSG jedoch den Faden. „Wir haben uns in der Abwehr nicht mehr genug geholfen, gerade auf den Halbpositionen und über die Außen“, analysierte der Coach. Der SVI kam zu einfachen Durchbrüchen, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Auf der Gegenseite erspielten sich die Gäste munter Chancen, ließen diese jedoch fahrlässig liegen. „Sieben, acht freie Würfe ohne Gegnerkontakt – das ist viel zu viel. Da haben wir Irxleben Luft gelassen, um an den Sieg zu glauben“, ärgerte sich der Trainer. So war das Beste zur Pause tatsächlich der knappe Rückstand.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst ähnlich. Die HSG tat sich schwer, fand kaum zur Durchschlagskraft, verlor in der Abwehr häufig die Zweikämpfe. „Da haben wir nicht zu unserem Spiel gefunden, und dann wird es für den Torwart natürlich auch schwierig“, so Bußmann. Doch dann schrieb seine Mannschaft wie schon zuvor gegen Kühnau und Aschersleben das Drehbuch neu. Auch dank taktischer Umstellungen und mit mehr defensiver Stabilität gelang zwischen der 35. und 42. Minute ein 6:0-Lauf, der die Partie kippen ließ. „In dieser Phase haben wir genau das gemacht, was wir können: Sicherheit in der Abwehr, Tempotore, einfache Tore“, lobte Bußmann. „Da mussten wir uns nicht mehr im Positionsangriff aufreiben.“
In der Schlussphase spielten die Gäste den Vorsprung routiniert herunter und gewannen schließlich verdient. „Dass wir das jetzt zum dritten Mal fast identisch erleben, ist schon verrückt“, schmunzelte der Trainer über den neuerlichen Comebackerfolg. Trotz angespannter Personalsituation stellte der Coach seinem Team ein starkes Zwischenzeugnis auf: „Wir haben seit dem Sommer nur ein Spiel verloren, ansonsten alles gezogen. Chapeau, da können wir erstmal stolz drauf sein. Leider ist erst die Hälfte rum. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns“, mahnte Bußmann. Die Hoffnung ruht für den Januar: „Vielleicht kommt der eine oder andere zurück und die neuen Verletzungen sind nicht ganz so dramatisch.“
HSG Ehle: Schrank, J. Kloth – Mewes (8), Theuerkauf, Bittner (2), Paech (8), Sens, Wittke, Plambeck (2), Hoffmann, L. Kloth, Stallmann (8/1)
vs