31:27 – Verdienter Sieg in der Wildparkhalle
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben das ewige Duell beim SV Irxleben zu ihren Gunsten entschieden. Nach einer 15:12- Halbzeitführung nahmen sie schließlich mit einem verdienten 31:27 beide Zähler mit an die Ehle.
„Großes Kompliment und Dank an die Truppe. Sie haben sich jederzeit an den Matchplan gehalten und wirklich alles umgesetzt, was ihnen vorab an die Hand gegeben wurde“, gab der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt anschließend zu Protokoll. Freistedt hatte in der Wildparkhalle vor etwa 180 Zuschauern, darunter 60 Gäste, die alleinige Verantwortung, da Chefcoach Peter Pysall an alter Wirkungsstätte krankheitsbedingt nicht mitwirken konnte.
Über weite Strecken des ersten Spielabschnittes begegneten sich beide Vertretungen auf Augenhöhe, welche folgerichtig in einem 11:11 nach 23 Minuten mündete, wobei der Biederitzer Spielmacher Max Held bereits nach 14 Minuten verletzungsbedingt (Sprunggelenk) zum Zuschauen verurteilt war und „Verursacher“ Erik Hofmann ebenfalls unter den Zuschauern Platz nehmen musste. „Wir haben die Räume nicht zubekommen, einiges über den Kreis zugelassen und noch an der Orientierung in der Abwehr gefeilt“, erinnerte sich Freistedt später. Die finalen Minuten des ersten Abschnittes gehörten dann aber den Gästen, die in Überzahl agierend gut die entstandenen Lücken nutzen konnten und damit eine 15:12- Pausenführung erspielen konnten.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte das Polster von drei Toren beim 17:14 (36.) zunächst Bestand, ehe ein kleines Leistungsloch den Irxlebern in einer sehr emotionalen Phase den 17:17- Ausgleich (38.) ermöglichte, welcher auch folgerichtig die Auszeit der Biederitzer Bank nach sich zog. In dieser wurde in erster Linie die mangelnde Passqualität angemahnt, die sich dann im weiteren Verlauf wieder in gewohnter Qualität präsentieren sollte. Zudem blieb der Erfolg nicht aus, denn Bennet Daßler mit zwei verwandelten Strafwürfen und ein Doppelpack von Rechtsaußen Luca Exner, er half aus der zweiten Mannschaft aus, brachten den Gästen beim 21:17 nach einer Dreiviertelstund wieder mehr Luft.
Die letztmalige Aufholjagd des SVI zum 20:22 (48.) blockten die Biederitzer, die in dieser Phase ein wenig Pech im Abschluss hatten, dann in souveräner Manier ab. „Wir waren im 1:1 deutlich stärker und hatten in Joey Chandler Witte ein starken Rückhalt“, benannte Freistedt weitere Gründe für den späteren Erfolg, der sich bereits beim 26:21- Zwischenstand (52.) abzeichnen sollte. Da auch in der verbleibenen Spielzeit der Druck oben gehalten werden konnte, obwohl die Kräfte sichtlich schwanden, kam es schließlich über die Stationen 28:22 (54.) und 29:24 (56.) zum hochverdienten 31:27- Erfolg.
Eher unterschwellig verlief während der sechzig Minuten das Duell der beiden Toptorschützen der Liga. Während Connor Kriesch immerhin auf zwölf Treffer kam, war sein angeschlagener Kontrahent Bennet Daßler achtmal auf der Anzeigetafel präsent. Daßler verfolgte ein Großteil der Partie auf der Bank, versenkte aber immerhin sechs Strafwürfe souverän und behielt somit im Gesamtranking knapp mit 129:128 die Nase vorn.
Überhaupt dürfte dieser Nebenkriegsschauplatz die Daßler & Co nur sehr wenig interessiert haben, denn mit einer mannschaftlich geschlossenen Vorstellung gelang Sieg zwei in Serie, welche nun gern in zwei Wochen im Heimspiel gegen den zuletzt viermal in Folge siegreichen HV Wernigerode fortgesetzt werden darf.
Irxleben: Lengefeld – Herre, Meinicke (2), Seiler (1), Schardt, Heinecke (2), Kriesch (12/1), Feller, Orolowski, Carlson (4), Heinrichs, Walter, Krause (1), Wohlfromm (3), Hofmann (1), Rips (1)
Biederitz: Witte, Wetzel – Urban (2), Richter, Beres (2), Daßler (8/6), Kinast (3), Hesse (3), Held, Steinweg (1), Hammecke (5), Lu. Exner (5), Eix (2)
Siebenmeter: Irxleben 2/1, Biederitz 7/6
Zeitstrafen: Irxleben 3 + rote Karte Erik Hofmann (13:42 Min.), Biederitz 5
Schwierige Aufgabe beim ewigen Rivalen
Vor einer unangenehmen Hürde steht am Sonnabend ab 17 Uhr der Handball- Oberligist SV Eiche 05 Biederitz (7., 15:15 Punkte), denn es geht am 16. Spieltag zum Dauerrivalen nach Irxleben (11., 9:21). Im Hinspiel gab es einen souveränen 28:22- Heimerfolg, der die Biederitzer aber nur bedingt in die Favoritenrolle drängen dürfte.
Als die Biederitzer Ende September an Spieltag zwei als klarer und verdienter Sieger in der heimischen Ehlehalle vom Feld gingen, hatte der SV Irxleben nach gerade einmal zwei Begegnungen sein Platz im Handballoberhaus des Landes naturgemäß noch nicht gefunden. „Es wird ein ganz anderes Spiel, denn sie werden uns überraschen wollen“, rechnet der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt mit einem heißen Tanz in der Wildparkhalle. Diese hatte zum Jahresauftakt einen 37:31- Erfolg gegen die SG Kühnau gesehen, ehe die Irxleber um Neutrainer Markus Splitt, er löste im November Aufstiegstrainerin Dr. Marita Daum ab, am letzten Wochenende in Wernigerode (30:31) ohne Zählbares die Heimreise antreten mussten.
Während die Partie rein tabellarisch ein Mittelfeldduell darstellt, gibt die aktuelle Torschützenliste der Oberliga da schon mehr her, denn mit Bennet Daßler (Biederitz, 121 Tore) und Connor Kriesch (116, Irxleben) treffen hier die beiden Toptorschützen aufeinander. Neben Dreh und Angelpunkt Kriesch sollte von den Biederitzern aber auch der Kader drumherum Beachtung geschenkt werden, denn dieser kommt sehr körperlich und spielintelligent daher. „Wir müssen wachsam sein und eine gute und harte Abwehr stellen. Dazu gilt es, die eigenen Angriffe schnell und kontrolliert vorzutragen“, gibt Freistedt die Marschrute aus, mit der der identische Biederitzer Kader das Unterfangen Auswärtserfolg in Irxleben angehen möchte.
Aber auch die wichtigsten Grundbausteine des Erfolges werden die Biederitzer wieder in die Waagschale werfen müssen. „Die gesamte Truppe hat Wille und Einsatz gezeigt“, meinte der Biederitzer Chefcoach Peter Pysall am letzten Sonnabend nach dem souveränen 36:28- Heimsieg gegen den HSV Haldensleben. Grundvoraussetzungen also, um vielleicht wieder eine kleine Siegesserie zu starten…


SV Eiche 05 Biederitz
HSV Haldensleben

USV Halle II
SV Eintracht Gommern
BSV 93 Magdeburg