28:22- Arbeitssieg gegen Wolfen
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben mit einem 28:22 (15:9)- Arbeitssieg gegen die HSG Wolfen 2000 ihre Erfolgsserie auf nunmehr sechs Begegnungen ausbauen können. Bennet Daßer mit acht und Marius Hammecke mit sechs Toren sorgten dabei für die Hälfte aller Treffer der Gastgeber.
Nach der Partie wusste der Biederitzer Verantwortliche Andre Freistedt nicht so richtig, wie er die Partie einschätzen sollte. „Wir haben das Spiel jederzeit und auch schon recht früh fest im Griff gehabt. Vielleicht kamen auch deshalb einige Elemente aus den letzten Begegnungen gar nicht so richtig zur Ausprägung.“ Gemeint haben dürfte er damit in erster Linie die etwas zögerliche Herangehensweise im Angriff, wo wiederholt die nötige Tiefe vermisst wurde. Auch im Abschluss blieb die Quote unter der der Vorwochen, doch hatte dies einen recht einfachen Grund. Mit Luchien Zwiers hatten die Filmstädter einen bärenstarken Schlussmann in ihren Reihen, der es final auf 26 Paraden, darunter zwei Strafwürfe, brachte. „Ohne den anderen Gästespielern zu nahe zu treten, aber er war schon fast der alleinige Grund, warum das Schlussresultat nicht in die Regionen der letzten Begegnungen heranreichte“, zollte auch Freistedt dem 45Jährigen Niederländer großes Lob für seinen Auftritt.
Bis zur achten Minute blieben die Gäste beim knappen 4:5- Rückstand in Sichtweite, ehe die Gastgeber durch Bennet Daßler (2) und Philip Wohl auf 8:4 enteilen konnten. In der Folge bekam der Vorsprung immer breitere Schultern, doch gänzlich zufrieden war man auf Seiten der Biederitzer nicht. „Wir kassieren erneut viele Treffer über den Kreis, obwohl uns diese Herangehensweise ja bekannt war“, monierte Freistedt beim Seitenwechsel, den die SVE- Mannen mit einem 15:9- Vorsprung vollzogen.
Spätestens in den zweiten dreißig Minuten war dann die Thematik Spannung endgültig vom Tisch. Über die Stationen 18:11 (36.) und 21:14 (42.) kam es nach 48 Minuten beim Stand vom 25:16 zum größten Torabstand in einer kampfbetonten Begegnung mit reichlich Zeitstrafen. Das Spiel avancierte längst zum Duell Biederitz gegen den „fliegenden Holländer“ Zwiers, der allein 18 hundertprozentige Chancen zunichte machen konnte. Diese sensationelle Vorstellung des HSG- Schlussmannes begünstigte den Gästen schließlich noch die Ergebniskosmetik zum 28:22- Endstand, der aber ansonsten ohne Frage deutlich höher hätte ausfallen müssen.
„Ein seriöser Auftritt, der schließlich in einem verdienten Arbeitssieg mündete. Die Leistung heute hat gereicht, dürfte aber in einer Woche beim Ligakrösus BSV 93 nicht langen“, war bei Freistedt nach Abpfiff im Unterton die hundertprozentige Zufriedenheit über die erlebten sechzig Minuten nicht anzutreffen.
Biederitz: Witte, Wetzel – Urban (2), Daßler (8/3), Kinast (1), Burgold, Hesse (4), Beres, Steinweg (1), Wohl (3), Hammecke (6), Lu. Exner (1/1), Eix (2)
Wolfen: Zwiers, Lechelt – Gieseler (2), V. Hass (2), D. Köckeritz, D. Hass (7), Gubert, N. Köckeritz (5), Döring, Müller, Harenberg, Winter (6/4)
Zeitstrafen: Eiche 5, Wolfen 7
Siebenmeter: Eiche 6/4, Wolfen 8/4
Mit Wolfen kommt der „Angstgegner“
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (6., 23:15 Punkte) empfangen am Sonnabend um 17:30 Uhr die HSG Wolfen 2000 (9., 15:19). Seit der Rückkehr beider Mannschaften vor knapp zwei Jahren in das Handballoberhaus gelang dabei den Biederitzern noch kein Sieg gegen die Filmstädter.
Die Wolfener gelten bei den Biederitzer Oberligahandballern so etwas wie der Angstgegner, wobei sich dies in erster Linie auf die reinen Resultate bezieht. „Sie agieren enorm viel über den Kreis mit Übergängen, einem zweiten Kreisläufer und Kurzpassspiel“, weiß der Biederitzer Trainer Andre Freistedt aus den letzten drei Partien der Biederitzer gegen die HSG. Während in der letzten Premierensaison in der Oberliga beider Vereine beide Begegnungen (28:30 in Wolfen und 27:30 in Biederitz) abgegeben werden mussten, gelang den Biederitzern in der Hinrunde mit einem 27:27 zumindest ein Teilerfolg in der haftmittelfreien Sporthalle von Bitterfeld. „Die Thematik Klister ist bei uns auch immer sehr speziell. Aber das ist diesmal kein Thema und wir gehen mit reichlich Optimismus an die Aufgabe“, gab Freistedt nach dem intensiven Abschlusstraining am Donnerstagabend zu verstehen. Nach fünf Siegen in Serie ist diese optimistische Herangehensweise durchaus nachvollziehbar, wobei auch die Filmstädter zuletzt erfolgreich unterwegs waren. Mit den Erfolgen in Irxleben (30:28) und zuletzt daheim gegen Wernigerode (29:27) dürftern sie sich vorzeitig aus dem Abstiegsrennen verabschiedet haben und nunmehr in der Ehlehalle frei aufspielen können.
„Mir ist mit Blick auf die anstehende Aufgabe nicht Bange. Wir haben zuletzt viele Schritte in die richtige Richtung gemacht und die Jungs sind ehrgeizig unterwegs“, meint Freistedt, erkannte aber gerade bei den letzten Auftritten kleine Leistungslöcher. „Wir hatten sowohl gegen Radis als auch gegen Kühnau Mitte der zweiten Hälfte ein wenig Leerlauf. Nun gilt es, über die kompletten sechzig Minuten zu performen“, weiß auch die erneute Biederitzer „Aushilfe“ auf der Bank Dirk Hesse. Personell wird der einzige Ausfall von Kreisläufer Jannis Richter hoffentlich nicht so schwer ins Gewicht fallen. Für ihn wird gerade im Mittelblock Felix Eix in die Bresche springen und ebenso mit rechlich Selbstvertrauen ausgestattet sein, wie seine erfolgshungrigen Mitstreiter.


HSG Wolfen 2000 e.V.
SG Kühnau
HV Wernigerode
HSV Haldensleben

USV Halle II