Liga: Oberliga Männer

SV Eiche 05 Biederitz vs TSG Calbe/Saale

29:34 – Die Abwehr bestimmt den Sieger
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz mussten sich im Heimspiel der TSG Calbe mit 29:34 (15:19) geschlagen geben. Auch die acht Treffer des nimmermüden Biederitzer Spielmacher Bennet Daßler konnten die achte Saisonniederlage der Gastgeber nicht verhindern.
Bei der Analyse nach der Partie kam der Biederitzer Verantwortliche Andre Freistedt an der Thematik Abwehrarbeit einfach nicht vorbei. „Die Aggressivität des Gegners hat uns dann schon den Zahn gezogen. Wir dagegen hätten deutlich mehr Stopfouls setzen müssen, um die individuelle Klasse der TSG stoppen zu können“, nannte Freistedt die vermeindliche Drecksarbeit als enorm wichtigen Faktor in einer temporeichen Begegnung.
Die Partie startete mit einer 7:3- Führung der Gäste und schon in diesen zwölf Anfangsminuten unterstrichen die vier Verwarnungen und drei Zeitstrafen die Intensität des ewig jungen Duells. Auch im weiteren Verlauf schoben die Saalestädter beim 10:6 (15.) und 13:9 (19.) einen komfortablen Vorsprung vor sich her, welcher bis zur 22. Minute beim 17:11 noch eine Aufwertung erfuhr. Die Biederitzer taten sich im Angriff enorm schwer, kamen aber wiederholt durch gelungene 1:1- Situationen (Daßler, Hesse, Burgold) zu Torerfolgen. In der Abwehr kamen die vorab besprochenen Kreisanspiele (Martin Sowa) für die TSG zum Tragen, so dass die Partie vorzeitig zu Gunsten der Calbenser auszuschlagen schien. Die fällige Biederitzer Auszeit nach 23 Minuten läutete dann aber eine ordentliche Schlussphase der Gastgeber ein, die mit ihrem starken Rückhalt Gustav Nafe zwischen den Pfosten bis zum Seitenwechsel auf 15:19 verkürzen konnten.
Nach dem Wiederbeginn kämpften sich die Biederitzer bis zur 39. Minute vor 160 Zuschauern sogar auf 20:22 heran, ließen in der Folge aber wieder die nötige Aggressivität im Deckungsverhalten vermissen. Ganz anders agierte da die Gegenseite, die diesbezüglich schon grenzwertig unterwegs war und auch deshalb nach 37 Minuten Daniel Gieraths mit einer roten Karte durch die guten Schiedsrichter Patrick Arndt/Hagen Becker verlor. Allerdings hatte diese kompromisslose und längst nicht unfaire Gangart der Gäste zur Folge, dass sie ihr Polster bis zur 48. Minute vorentscheidend auf 30:22 ausbauen konnten. „Wir haben dann auch einige gute Möglichkeiten liegengelassen. Das bestraft ein solcher Gegner dann schon recht konsequent“, war dem anderen Biederitzer Verantwortlichen Dirk Hesse nach Spielende zu entlocken.
Bis zum Schlusspfiff waren allerdings unter der Beobachtung des ehemaligen Biederitzer Coaches Ernst Gerlach noch einige Meter zu gehen und in diesen mobilisierten die Gastgeber bei einem 24:32- Rückstand (52.) und eigener Auszeit noch einmal alle Kräfte, um das Resultat in erträglichem Rahmen zu halten. Dies sollte dann auch mit der Unterstützung des in das Tor gewechselten Max Wetzel gelingen, der mit einigen starken Paraden dafür sorgte, dass der Rückstand bis zur Schlusssirene noch auf den 29:34- Endstand einschmolz.
„Der Sieg der TSG geht schon in Ordnung. Jetzt stehen uns zwei freie Wochenenden zur Verfügung, um die entstandenen Wunden der letzten Wochen zu lecken“, meinte Freistedt, der der Partie aber durchaus auch positive Aspekte entlocken konnte: „Die Jungs setzen zusehens Trainingsinhalte der letzten Einheiten erfolgreich um. Das erfreut einen als Verantwortlicher trotz der Niederlage dann schon.“
Biederitz: Witte, Nafe, Wetzel – Daßler (8/5), Kinast (1), Burgold (4), Hesse (4), Beres (1), Held (1), Steinweg (3), Schneider, Hammecke (4), Lu. Exner (3), Eix
Calbe: Dobertin, Bertram – Marschall (7/1), Gieraths (3), Rätzel (2), Mark (1), Steffen (4/2), Borzucki, Wuwer (2), Wiebe (4), Meyer (5), Sowa (4), Kralik (2)
Siebenmeter: Biederitz 5/5, Calbe 6/3
Zeitstrafen: Biederitz 2, Calbe 7 + rote Karte Daniel Gieraths nach 36:18 Minuten
Calbe in Biederitz zu Gast: Eine Frage des Anspruchs
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (6., 25:17 Punkte) empfangen am Sonnabend um 17:30 Uhr den Rangdritten TSG Calbe (33:9). Vor dem Duell der ewigen Rivalen keimt auch die Frage des jeweiligen Anspruches auf.
Die Biederitzer Oberligahandballer haben am letzten Wochenende trotz der 23:25- Niederlage beim Ligaprimus BSV 93 Magdeburg nicht enttäuscht, was am Dienstagabend beim Training auch der Trainer Andre Freistedt seinen Schützlingen noch einmal ausdrücklich kundgetan hat. Das neben zahlreichen fragwürdigen Pfiffen auch eine neunminütige Durststrecke im Abschlussverhalten die Chance auf Zählbares gerade bei einem Tabellenführer minimiert, dürfte nicht nur an der Ehle bekannt sein. Dennoch fiel das Fazit insgesamt bei den Biederitzern trotz der punktuellen Leerfahrt positiv aus.
Freistedts kommender Gegenüber am kommenden Sonnabend Maximilian Weiß hatte da am letzten Wochenende einen ganz anderen Blickwinkel parat. Zwar siegte seine Sieben im Heimspiel gegen den HV Wernigerode klar mit 42:30, doch von Zufriedenheit war an der Saale weit und breit keine Spur. „Das kann nicht unser Anspruch sein“, meinte Weiß und bezog sich dabei in erster Linie auf die Deckungsarbeit, mit der das Vorhaben Vizemeisterschaft unter Umständen in Gefahr geraten kann.
So ist fest davon auszugehen, dass die TSG in der Ehlehalle ein konzentrierteres und zielstrebigeres Gesicht zeigen wird, um Silber nicht frühzeitig aus den Augen zu verlieren. Ähnlich sieht es auch Freistedt, der die Schwere der Aufgabe aber ein wenig anders begründet: „Die anstehende Partie wird aus meiner Sicht noch ein Stück weit komplizierter als zuletzt gegen den BSV. Wir treffen auf eine körperlich präsente, athletische und routinierte Truppe, während vor einer Woche der Spielstil beider Teams doch sehr ähnlich war“, weiß Freistedt, der mit diesen Argumenten aber keineswegs schwarzmalen möchte.
Die Herangehensweise des Gastgebers muss daher sein, möglichst über einfache Treffer zum Erfolg zu kommen, denn die nötigen Lücken in die robuste Calbenser Abwehr zu bekommen, dürfte sich ungleich schwieriger gestalten.
In Sachen Personal gibt es beim SV Eiche 05 kaum Entwarnung, denn mit Jannis Richter und Jason Thielicke werden weiterhin beide etatmäßigen Kreisläufer fehlen. Dagegen wird Moritz Steinweg in das Aufgebot zurückkehren und auch in der Torhüterfrage gibt es nach der Rückkehr von Gustav Nafe Klarheit. „Wir werden die restlichen fünf Begegnungen mit allen drei Torhütern bestreiten“, gibt Freistedt bei den Personalien Witte, Wetzel und eben Nafe die Herangehensweise vor.
Die Favoritenrolle für den Sonnabend an den Mann zu bekommen, ist indes die wohl einfachere Entscheidung. Das Hinspiel ging im November trotz engagierter Vorstellung mit 31:35 für die Biederitzer verloren und auch in der Saison zuvor hieß der Sieger jeweils TSG Calbe (28:24 und 37:17). „Da haben sie uns regelrecht vorgeführt“, erinnert sich Freistedt an das letzte Aufeinandertreffen vor vierzehn Monaten in der Ehlehalle, wo es eine Niederlage mit zwanzig Toren Unterschied gab.
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BSV 93 Magdeburg vs SV Eiche 05 Biederitz

Denkwürdige 23:25- Niederlage beim Ligaprimus
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz mussten sich trotz starker Vorstellung beim BSV 93 Magdeburg mit 23:25 (13:12) geschlagen geben. Trotz zahlreicher gewichtiger Ausfälle boten die Gäste dem Tabellenführer in großer Manier Paroli.
Noch Stunden nach dem Schlusspfiff der beiden Schiedsrichter Tobias Heck und Michael Köhler war der Biederitzer Verantwortliche Andre Freistedt noch nicht zu normalen Puls zurückgekehrt. „So etwas habe ich in vierzig Jahren Handball nicht erlebt. Die Schiris haben ihr Ziel erreicht und die Partie in eine andere Richtung gelenkt. Von Loyalität, einer klaren Linie, Ausgewogenheit bei Strafen oder Fingerspitzengefühl sowie Kommunikation keine Spur. Das hat auch nichts mit schlechter Verlierer zu tun. Wir wurden hier verpfiffen und zu dieser Aussage  stehe ich“, ergänzte Freistedt. „Im Sport sollte doch eigentlich immer der Bessere gewinnen. Das war heute definitiv nicht der Fall“, schob Freistedt frustriert nach.
Zur Wahrheit gehört dann aber auch, dass die Gäste bis zur 54. Minute die Führung (21:20) inne hatten, jedoch von der 50. bis zur 59. Minute keinen erfolgreichen Torabschluss verbuchen konnten. Als Knackpunkt muss dann auch der verworfene Strafwurf der Biederitzer herhalten, der in der 57. Minute den vermeindlichen 22:22- Ausgleich zur Folge hätte haben können. „Wir sind in dieser entscheidenen Phase wiederholt am starken BSV- Schlussmann gescheitert“, erinnerte sich Freistedt an die Schlussminuten. Der Spitzenreiter nutzte dies vor allem über die Außenpositionen zum 25:21, ehe die Gäste mit offensiver Deckung noch die Ergebniskosmetik zum 25:23- Endstand bewerkstelligen konnten.
Zuvor legten die stark ersatzgeschwächten Biederitzer, es fehlten Moritz Steinweg, Jannis Richter, Jason Thielicke (alle verletzt) sowie Philip Wohl und Max Held (erkrankt) eine starke erste Hälfte hin. Über allem stand dabei Schlussmann Joey Chandler Witte, der mit dem Innenblock Maksymilian Beres/Felix Eix hervorragend harmonierte, Siebenmeter und Konter parierte und somit „die perfekte Leistung“ erbringen konnte. Da auch die Vorwärtsbewegung absolut in Ordnung war, ein Sean Burgold sich dabei permanent erfolgreich aufrieb, ging es mit einer knappen 13:12- Führung in die Kabinen. Ein höheres Polster war dabei durchaus im Bereich des Möglichen, doch gut kreierte Chancen blieben ungenutzt.
Mit einem 17:13 (37.) kamen die Gäste dann auch gut aus den Startlöchern, ehe zwei fragwürdige Strafwürfe (mit Zeitstrafe) dem BSV 93 den 15:17- Anschluss ermöglichten. Aber auch das brachte die Biederitzer noch nicht aus der Fassung, die durch Marius Hammecke, Lukas Hesse, Robin Urban und Sean Burgold nach 50 Minuten eine 21:18- Führung auf die Anzeigetafel bringen konnten. Die finalen zehn Minuten sind bekannt und brachten dem Gastgeber schließlich einen schmeichelhaften 25:23- Heimerfolg.
„Ich kann meinen Jungs, die heute hier eines der kämpferisch stärksten Auftritte überhaupt hingelegt haben, keinen Vorwurf machen. Wir hatten vieles in eigener Hand, aber längst nicht alles“, sinnierte Freistedt, der sein Team zum moralischen Sieger erklärte, und kehrte damit an den Anfang seiner kritischen Aufarbeitung zurück.
BSV 93: Willitzki, Hampel – Wagner (4), Karpe (1), Scheerenberg (4), Heinrich, Arnold (2), Elsner (7/4), Böhm (2), Brand (3), Bade (1), Weine (1), Köllner, Schmidt
Biederitz: Witte, Wetzel, Nafe – Urban (4), Daßler (5), Kinast, Burgold (3/1), Janke (1), Beres (1), Hammecke (3), Hesse (4/1), Eix (2)
Zeitstrafen; BSV 3, Eiche 6
Siebenmeter: BSV 7/4, Eiche 4/2
1.Männer gastieren beim Spitzenreiter
Für die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz steht am Sonntag ab 16 Uhr das schwere Auswärtsspiel beim Tabellenführer BSV 93 Magdeburg auf dem Programm. Trotz der vermeindlich klaren Ausgangslage wollen und brauchen sich die Ehlehandballer auch aufgrund ihres aktiellen Leistungshochs nicht verstecken.
Dass grundsätzlich Mannschaften in der Rolle des Underdogs für die ein oder andere Überraschung sorgen können, ist in so ziemlich jeder Sportart längst keine Seltenheit. Eine solche wäre es sicherlich auch, wenn die Biederitzer am Sonntagabend mit etwas Zählbarem die kurze Heimreise in Richtung Ehlegemeinde aus Richtung Olvenstedt antreten. „Ja natürlich sind wir Außenseiter, aber wir brauchen uns momentan überhaupt nicht verstecken“, gibt der Biederitzer Verantwortliche Andre Freistedt zu verstehen und verweist damit auch auf die Siegesserie von sechs Begegnungen, die zuletzt beim eher glanzlosen 28:22 gegen Wolfen ein weiteres Kapitel erfahren hat. Die Voraussetzungen für dieses ambitionierte Unterfangen ist den Biederitzern nicht erst seit dem Hinspiel im November klar: „Sicher auftreten, wenig Fehler machen und konzentriert und aggressiv dazu mit unseren Möglichkeiten umgehen“, nennt Freistedt wichtige Grundtugenden, damit ein Verlauf wie im zweiten Abschnitt des Hinspieles keine Wiederholung erfährt. Damals legten die SVE- Handballer bärenstarke erste dreißig Minuten inklusive 16:13- Führung hin, ehe ein Leistungseinbruch auf allen Ebenen den BSV 93 um den Denker und Lenker John Bade wiederholt deren stärkste Waffe – das Konterspiel – ausspielen ließ. „Das muss unser primäres Ziel sein, das Konteraufkommen klein zu halten, denn im Positionsangriff sehe ich uns schon auf Augenhöhe“, frohlockt Freistedt, der den Olvenstedtern zudem einen enorm starken Kader zuspricht, wo getätigte Wechsel keinen Leistungsabfall nach sich ziehen.
Dies sieht auch Freistedts neuerliche rechte Hand Dirk Hesse so: „Von der Spielanlage her sind beide Teams ähnlich unterwegs. Wir müssen dran bleiben und die fast schon traditionelle kleine Kunstpause in Durchgang zwei ausfallen lassen.“
Der BSV 93 ist von Wolke sieben momentan einfach nicht runter zu bekommen. Ihren verletzungsbedingten Durchhänger hatten die Mannen um Jung- Trainer Fabian Walter am 18. und 20. Januar, wo erst die bisher einzige Punktspielpleite (21:32 beim HC Burgenland II) zustande kam, ehe auch im HVSA- Pokal beim Ligarivalen Eintracht Gommern (20:33) die Segel gestrichen werden mussten. So dürfte das Ziel „einen Großen ärgern“, gerade an diesem Wochenende für die Steinweg & Co ein sehr schweres Vorhaben werden.
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SV Eiche 05 Biederitz vs HSG Wolfen 2000 e.V.

28:22- Arbeitssieg gegen Wolfen

Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben mit einem 28:22 (15:9)- Arbeitssieg gegen die HSG Wolfen 2000 ihre Erfolgsserie auf nunmehr sechs Begegnungen ausbauen können. Bennet Daßer mit acht und Marius Hammecke mit sechs Toren sorgten dabei für die Hälfte aller Treffer der Gastgeber.
Nach der Partie wusste der Biederitzer Verantwortliche Andre Freistedt nicht so richtig, wie er die Partie einschätzen sollte. „Wir haben das Spiel jederzeit und auch schon recht früh fest im Griff gehabt. Vielleicht kamen auch deshalb einige Elemente aus den letzten Begegnungen gar nicht so richtig zur Ausprägung.“ Gemeint haben dürfte er damit in erster Linie die etwas zögerliche Herangehensweise im Angriff, wo wiederholt die nötige Tiefe vermisst wurde. Auch im Abschluss blieb die Quote unter der der Vorwochen, doch hatte dies einen recht einfachen Grund. Mit Luchien Zwiers hatten die Filmstädter einen bärenstarken Schlussmann in ihren Reihen, der es final auf 26 Paraden, darunter zwei Strafwürfe, brachte. „Ohne den anderen Gästespielern zu nahe zu treten, aber er war schon fast der alleinige Grund, warum das Schlussresultat nicht in die Regionen der letzten Begegnungen heranreichte“, zollte auch Freistedt dem 45Jährigen Niederländer großes Lob für seinen Auftritt.
Bis zur achten Minute blieben die Gäste beim knappen 4:5- Rückstand in Sichtweite, ehe die Gastgeber durch Bennet Daßler (2) und Philip Wohl auf 8:4 enteilen konnten. In der Folge bekam der Vorsprung immer breitere Schultern, doch gänzlich zufrieden war man auf Seiten der Biederitzer nicht. „Wir kassieren erneut viele Treffer über den Kreis, obwohl uns diese Herangehensweise ja bekannt war“, monierte Freistedt beim Seitenwechsel, den die SVE- Mannen mit einem 15:9- Vorsprung vollzogen.
Spätestens in den zweiten dreißig Minuten war dann die Thematik Spannung endgültig vom Tisch. Über die Stationen 18:11 (36.) und 21:14 (42.) kam es nach 48 Minuten beim Stand vom 25:16 zum größten Torabstand in einer kampfbetonten Begegnung mit reichlich Zeitstrafen. Das Spiel avancierte längst zum Duell Biederitz gegen den „fliegenden Holländer“ Zwiers, der allein 18 hundertprozentige Chancen zunichte machen konnte. Diese sensationelle Vorstellung des HSG- Schlussmannes begünstigte den Gästen schließlich noch die Ergebniskosmetik zum 28:22- Endstand, der aber ansonsten ohne Frage deutlich höher hätte ausfallen müssen.
„Ein seriöser Auftritt, der schließlich in einem verdienten Arbeitssieg mündete. Die Leistung heute hat gereicht, dürfte aber in einer Woche beim Ligakrösus BSV 93 nicht langen“, war bei Freistedt nach Abpfiff im Unterton die hundertprozentige Zufriedenheit über die erlebten sechzig Minuten nicht anzutreffen.
Biederitz: Witte, Wetzel – Urban (2), Daßler (8/3), Kinast (1), Burgold, Hesse (4), Beres, Steinweg (1), Wohl (3), Hammecke (6), Lu. Exner (1/1), Eix (2)
Wolfen: Zwiers, Lechelt – Gieseler (2), V. Hass (2), D. Köckeritz, D. Hass (7), Gubert, N. Köckeritz (5), Döring, Müller, Harenberg, Winter (6/4)
Zeitstrafen: Eiche 5, Wolfen 7
Siebenmeter: Eiche 6/4, Wolfen 8/4

Mit Wolfen kommt der „Angstgegner“

Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (6., 23:15 Punkte) empfangen am Sonnabend um 17:30 Uhr die HSG Wolfen 2000 (9., 15:19). Seit der Rückkehr beider Mannschaften vor knapp zwei Jahren in das Handballoberhaus gelang dabei den Biederitzern noch kein Sieg gegen die Filmstädter.
Die Wolfener gelten bei den Biederitzer Oberligahandballern so etwas wie der Angstgegner, wobei sich dies in erster Linie auf die reinen Resultate bezieht. „Sie agieren enorm viel über den Kreis mit Übergängen, einem zweiten Kreisläufer und Kurzpassspiel“, weiß der Biederitzer Trainer Andre Freistedt aus den letzten drei Partien der Biederitzer gegen die HSG. Während in der letzten Premierensaison in der Oberliga beider Vereine beide Begegnungen (28:30 in Wolfen und 27:30 in Biederitz) abgegeben werden mussten, gelang den Biederitzern in der Hinrunde mit einem 27:27 zumindest ein Teilerfolg in der haftmittelfreien Sporthalle von Bitterfeld. „Die Thematik Klister ist bei uns auch immer sehr speziell. Aber das ist diesmal kein Thema und wir gehen mit reichlich Optimismus an die Aufgabe“, gab Freistedt nach dem intensiven Abschlusstraining am Donnerstagabend zu verstehen. Nach fünf Siegen in Serie ist diese optimistische Herangehensweise durchaus nachvollziehbar, wobei auch die Filmstädter zuletzt erfolgreich unterwegs waren. Mit den Erfolgen in Irxleben (30:28) und zuletzt daheim gegen Wernigerode (29:27) dürftern sie sich vorzeitig aus dem Abstiegsrennen verabschiedet haben und nunmehr in der Ehlehalle frei aufspielen können.
„Mir ist mit Blick auf die anstehende Aufgabe nicht Bange. Wir haben zuletzt viele Schritte in die richtige Richtung gemacht und die Jungs sind ehrgeizig unterwegs“, meint Freistedt, erkannte aber gerade bei den letzten Auftritten kleine Leistungslöcher. „Wir hatten sowohl gegen Radis als auch gegen Kühnau Mitte der zweiten Hälfte ein wenig Leerlauf. Nun gilt es, über die kompletten sechzig Minuten zu performen“, weiß auch die erneute Biederitzer „Aushilfe“ auf der Bank Dirk Hesse. Personell wird der einzige Ausfall von Kreisläufer Jannis Richter hoffentlich nicht so schwer ins Gewicht fallen. Für ihn wird gerade im Mittelblock Felix Eix in die Bresche springen und ebenso mit rechlich Selbstvertrauen ausgestattet sein, wie seine erfolgshungrigen Mitstreiter.
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TuS Radis vs SV Eiche 05 Biederitz

30:26 – Die Abwehr bringt den Sieg
Die Siegesserie der Biederitzer Oberligahandballer erfuhr auch beim Gastspiel in Gräfenhainichen gegen den Gastgeber TuS Radis keinen Abbruch. Nach einer 18:14- Halbzeitführung erspielten sich die Gäste einen 30:26- Erfolg, der gleichzeitig der fünfte Doppelpunktgewinn in Folge bedeutet.
„Der Positivtrend hält an. Jeder hat sich hier heute bis an das Limit verausgabt“, gab der Biederitzer Verantwortliche Andre Freistedt nach einer sechzigminütigen Partie, die sehr viel Dampf beinhaltete, zu Protokoll. Eine erste überzeugende Duftmarke gaben die Gäste nach einer ausgeglichenen zehnminütigen Anfangsphase (6:6) bis zur 15. Minute ab. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Kreisspiel des Gastgebers fingen sich die Biederitzer vor allem im Deckungsverbund, welcher im weiteren Verlauf zu einem der Sieggaranten avancierte. So stand nach einer Viertelstunde eine 10:7- Führung zu Buche, welche sowohl beim 11:14 (23.) als auch beim 13:16 (26.) dem Gastgeber stand hielt. Nach dem 14:16- Anschluss des TuS legten Robin Urban und Christian Kinast per Konter zur 18:14- Halbzeitführung nach.
Sichtlich wacher als der Gastgeber präsentierten sich die Biederitzer dann unmittelbar nach dem Seitenwechsel, wo sie mit dem angestrebten Tempospiel und einer guten Chancenverwertung auf 24:18 (38.) davonziehen konnten. In einer kleinen sich einschleichenden Schwächephase schlossen die Radiser innerhalb von fünf Minuten auf 22:24 auf, weil dem Biederitzer Vorwärtsdrang die nötige Tiefe im Angriff fehlte. In diesen Zeitraum fiel auch die berechtigte rote Karte gegen den Biederitzer Linksaußen Marius Hammecke, welche aber im weiteren Verlauf von den Gästen gut kompensiert werden konnte. „In der Folge haben wir dann wieder vieles richtig gemacht“, schilderte Freistedt die verbleibene Spielzeit, in der die Gäste zwar nie vorentscheidend enteilen konnten, der Begegnung aber mit ihrem sicheren Auftreten entscheidend den Stempel aufdrückten. Felix Eix erhöhte zwar kurzzeitig auf drei Treffer (27:24) und der starke Joey Chandler Witte entschärfte dazu einen Starfwurf, doch die TuS- Handballer blieben sowohl beim 25:27 (54.) als auch nach eigener Auszeit beim 26:28 (58.)  in Schlagdistanz. Für die Schlussakkorde sorgte dann aber der Biederitzer Linksaußen Robin Urban, der beide sich bietenden Chancen sicher zum 30:26- Endstand unterbringen konnte, obwohl gerade die Außenpositionen zuvor in der Partie ein wenig vom Pech verfolgt waren.
„Das Abwehr/Umkehrspiel war heute der Garant zum Sieg. Hinzu kommt, dass es aktuell völlig egal ist, wer bei uns auf der Platte steht – alle performen“, nannte der vierfache Torschütze Moritz Steinweg die Hauptgründe füe den neuerlichen Erfolg.
„Lust und Spielfreude haben auch heute für den Sieg gesorgt. Die Köpfe sind dauerhaft oben und die Jungs wollen“, hatte Freistedt wiederum keine Bauchschmerzen dabei, seine Akteure nach einem erneut überragenden Auftritt völlig zurecht in den höchsten Tönen zu loben. So darf es gern am kommenden Sonnabend im Heimspiel gegen den „Angstgegner“ HSG Wolfen 2000 weitergehen…
RadiS: Pannier, Faust – Düresch, Täuber, Johnnes (3), Engel (1), Hanke (4), Hammerlik (1), Lindner (8/6), Knape- Schmidt (5), Krickemeier (1), Kummer (1), Nitsche (2)
Biederitz: Witte, Le. Exner – Urban (5), Daßler (7/1), Kinast (1), Hesse (2), Richter (3), Beres (1), Held (2), Steinweg (4), Schneider, Hammecke (2), Burgold (2), Eix (1)
Zeitstrafen: Radis 5, Eiche 5 + rote Karte Marius Hammecke (41:07 Min.)
Siebenmeter: Radis: 8/6, Eiche 2/1
Auswärts gegen Radis: An den Sieg gelauben
Die zuletzt sehr erfolgreichen Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (6.) müssen am Sonnabend um 18 Uhr in der Sporthalle von Gräfenhainichen beim punktgleichen Tabellennachbarn TuS Radis (7., 21:15) antreten. Der deutliche 37:24- Hinspielerfolg im Oktober sagt dagegen wenig über die Schwere der Aufgabe aus.
Es ist jetzt ein knappes Jahr her, wo die Biederitzer zum letzten Gastspiel in der Sporthalle Gräfenhainichen zu Gast waren und die Erinnerungen sind nicht nur wegen der ernüchternden 20:28- Niederlage keine wirklich Guten. „Wir mussten damals viele Verbalattacken über uns ergehen lassen und die Story mit den käuflich zu erwerbenen Duschmarken kam dann noch dazu“, erinnert sich der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt nur ungern an den 15. März des letzten Jahres. Dass es diesmal in hoffentlich allen Bereichen ein angenehmeres Gastspiel werden wird, ist die Hoffnung aller Biederitzer in Bezug auf dieses Wochenende.
Rein sportlich bringen die hochmotivierten Gäste aktuell wirklich alles auf die Platte, was zu einem vollem Erfolg nötig ist. „Wir müssen natürlich gerade im Abwehrverhalten mit dem Innenblock und den Halben da weitermachen, was uns zuletzt so erfolgreich gemacht hat“, fordert Freistedt von seinem Kader, der abermals unverändert daherkommen wird. „Auch das Tempospiel über die erste, zweite und dritte Welle wird ein ganz wichtiger Faktor auf dem Weg zum angestrebten Erfolg sein.“
Die Radiser um Trainer Christian Telehuz teilten sich nach zuvor drei Doppelpunktgewinnen zuletzt beim HV Wernigerode (30:30) die Punkte und sind somit ebenfalls seit vier Begegnungen ungeschlagen. „Sie bringen schon eine gesunde Härte und eine gewisse Spielkultur mit“, rechnet Freistedt schon ein Stück weit mit einem anderen Gradmesser als dies in den letzten Wochen der Fall gewesen ist. Die zuletzt erzielten vier Siege haben aber auch im Biederitzer Kader für reichlich Selbstvertrauen gesorgt. „Wir müssen einfach so weitermachen und vor allem an den Sieg glauben“, meint Dirk Hesse, der abermals den krankheitsbedingt fehlenden Peter Pysall auf der Bank der Gäste vertreten wird.
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SV Eiche 05 Biederitz vs SG Kühnau

Spaß, Laune & Moral – 41:27
Nur eine Woche nach dem Torfestival gegen den HV Wernigerode hat der Handball- Oberligist SV Eiche 05 Biederitz in heimischer Ehlehalle wieder geliefert. Gegen die SG Kühnau sprang nach einer 21:13- Pausenführung schließlich ein ungefährdeter 41:27- Erfolg heraus.
„Wir haben heute nahtlos an die Leistung aus der Vorwoche anschließen können“, meinte der Biederitzer Verantwortliche Andre Freistedt, der abermals Unterstützung vom Biederitzer Urgestein Dirk Hesse auf der Trainerbank erhielt. Einige weitere Aspekte waren Freistedt neben dem puren Resultat dann aber ebenso wichtig: „Die Jungs haben sichtlich Lust Handball zu spielen. Da gibt es kein Murren bei Wechseln und überhaupt herrscht eine hervorragende Stimmung in der Truppe.“ Das sich all diese Faktoren auch im Ergebnis wiederfinden, belegten die Gastgeber am Sonnabendabend einmal mehr in beeindruckender Manier.
Großartige Unterschiede zur Partie vor sechs Tagen gab es nicht, denn der Grundstein konnte einmal mehr mit einer starken Deckungsarbeit (u.a. Beres, Richter) und einem starken Schlussmann Max Wetzel gelegt werden. Im Angriff wurde das Torewerfen auf alle Schultern verteilt, auch wenn Shooter Bennet Daßler mit seinen insgesamt dreizehn Toren noch herausragte. Mit viel Tempo über die erste und zweite Welle wurde den Gästen beim 7:1 (9.) und 14:6 (20.) frühzeitig der Zahn gezogen, so dass die völlig verdiente 21:13- Halbzeitführung der Vorentscheidung gleichkam.
Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten die Biederitzer klar das Geschehen. „Ich habe versucht, allen Akteuren reichlich und gleiche Spielanteile zu gewähren. Es kann auch gar kein Spieler explizit hervorgehoben werden, da sich jeder leidenschaftlich einbringen konnte“, ergänzte Freistedt, der in der Schlussviertelstunde auch Torhüter Joey Chandler Witte ins Rennen schickte. Dieser knüpfte nahtlos an die Leistung seines Vorgängers an und nutzte zudem die 7:6- Angriffsvariante der Gäste, die den Einheimischen überhaupt sehr gelegen kam, zu zwei eigenen Toren. Auch die Gastgeber versuchten sich in der Schlussphase mit diesem taktischen Schachzug und sammelten damit erste positive Erfahrungen.
Den jeweiligen Zwischenstand hingegen verloren die Mannen um Kapitän Max Held nicht aus den Augen und bauten diesen über die Stationen 25:16 (36.) und 31:18 (44.) auf 35:22 (52.) aus.
Nach sechzig wiederum sehr beeindruckenden Minuten holten sich die Gastgeber nach einem 41:27- Erfolg den verdienten Applaus des begeisterten Publikums ab. Kann auch am kommenden Sonnabend in Gräfenhainichen gegen TuS Radis eine solche Vorstellung abgerufen werden, dann könnte die Revanche für das vorjährliche in allen Belangen umrühmliche Gastspiel (20:28) durchaus gelingen.
Biederitz: Wetzel, Witte (2) – Daßler (13/5), Kinast (3), Hesse (4), Richter (4), Beres (2), Held (2), Steinweg (4), Hammecke (1), Burgold (1), Lu. Exner (1), Eix (4)
Kühnau: Oehme, Bräutigam – Kutzer (3), Rieprich, Gabbert (6), Bachmann, Hübner (2), Kilian, Uscins, Reppmann (10/4), Zimdahl (1), Michalik (5), Franz
Zeitstrafen: Eiche 3, Kühnau 5
Siebenmeter: Eiche 5/5, Kühnau 4/4

„Wir wollen gegen Kühnau nachlegen“

Im zweiten Heimspiel in Folge wollen die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz  (7., 19:15 Punkte) am Sonnabend um 17:30 Uhr gegen die SG Kühnau (9:25) nachlegen. Beim Rangzwölften sprang Anfang Oktober lediglich ein enttäuschendes 22:22- Unentschieden heraus.
„Das war kein guter Auftritt damals von uns. Es fehlte an Tempo und die Selbstsicherheit suchte man ebenfalls vergebens“, erinnert sich der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, er wird aufgrund des krankheitsbedingten Fehlens von Chefcoach Peter Pysall erneut von Dirk Hesse auf der Bank unterstützt, nur ungern an das Gastspiel in der Bauhausstadt Dessau. Es gibt also genug Ansatzpunkte für die Biederitzer, es diesmal gegen die SG besser zu machen und die Siegesserie auf dann immerhin vier Begegnungen auszubauen. In der Vorsaison gelang nach einer 33:35- Niederlage in Dessau ein ungefährdeter 30:23- Heimerfolg.
Die Vorfreude der Kühnauer auf das Gastspiel in Biederitzer dürfte sich verständlicherweise ein Stück weit in Grenzen halten, denn die vorherigen neun Partien in der Fremde gingen allesamt verloren. Die aktuell neun Zähler beruhen also durchweg aus Heimauftritten, was zuletzt die ambitionierten Mannschaften des HC Burgenland II (31:35) und Eintracht Gommern (27:31) schmerzlich zu spüren bekamen. Dennoch geht man im Biederitzer Lager längst nicht von einem Sonntagsspaziergang aus, auch wenn sich ein solcher erst vor einer Woche an gleicher Stelle abgespielt hat.
„Wenn wir an die Leistung von Wernigerode anschließen, werden wir schwer zu schlagen sein. Vorsicht ist aber dennoch geboten, denn die Kühnauer werden uns nichts schenken und auch endlich den Bock in der Fremde umstoßen wollen. Außerdem wollen wir weiter Selbstvertrauen für die schweren finalen Wochen tanken“, warnt Freistedt, der auf den gleichen Kader wie vor sechs Tagen zurückgreifen kann, eindringlich vor der SG, die jeden Punkt im Kampf um den Ligaverbleib benötigt.
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SV Eiche 05 Biederitz vs HV Wernigerode

Wenn alles passt – 46:28 gegen Wernigerode
Der Handball- Oberligist SV Eiche 05 Biederitz hat seine kleine Siegesserie mit einem überzeugenden 46:28 (22:15) gegen den HV Wernigerode auf drei Begegnungen anwachsen lassen. Moritz Steinweg und Max Held waren mit jeweils acht Toren die besten Schützen auf Seiten der Gastgeber.
Wer sich am Sonntagnachmittag für den Besuch in der Ehlehalle entschieden hatte, dürfte sein Kommen bei über einhundert (!) Heimtoren in zwei Partien nicht bereut haben. Zunächst deklassierte die männliche A- Jugend II der HSG Ehle den HV Lok Stendal mit 55:23, ehe die Biederitzer Oberligahandballer des SV Eiche 05 den Gast aus dem Harz beim 46:28 nur unwesentlich besser wegkommen ließen. So gab es dann auch verienterweise zweimal großen Applaus, wobei der bei den Daßler & Co noch ein wenig lauter ausfiel.
Die Lobeshymnen sollten dann auch beim Resümee des Biederitzer Co- Trainers Andre Freistedt zunächst kein Ende finden: „Eine überragende Mannschaftsleistung. Wir haben alles auf die Platte bekommen, was vorab besprochen wurde. Zudem gefiel mir die Homogenität in der Truppe.“ So war dann auch der Spielfilm der Partie ein recht einseitiger, denn die Gastgeber legten nach dem 8:2- Blitzstart (12.) zum 13:5 (18.) nach und ließen dabei kaum Wünsche offen. „Da kann ich alle Positionen durchgehen, überall wurde auf allerhöchstem Niveau agiert“, meinte Freistedt und benannte da als erstes das Abwehrduo Maksymilian Beres/Jannis Richter, welches mit Bennet Daßler eine überragende Ergänzung erfuhr. Auch das Torhüterduo Joey Chandler Witte/Max Wetzel erhielt Bestnoten und auch die ruhige Hand eines Max Held vom Siebenmeterpunkt (Sieben Tore bei sieben Versuchen) ist eine Erwähnung wert. Wären dann nicht noch der ein oder andere Lattentreffer zu verzeichnen gewesen, dann wäre das vorentscheidene 22:15- Polster zum Seitenwechsel noch höher ausgefallen.
Die zweiten dreißig Minuten erfuhren dann einen ähnlichen Verlauf, wobei die knapp 25 Minuten Einsatzzeit des Biederitzer Neuzuganges Sean Burgold, er kam vom Nachwuchs des SC Magdeburg und verbuchte dort knapp acht Monate so gut wie keine Einsatzzeit, einer Erwähnung bedurfen. Der 19jährige Rückraumspieler fügte sich nahtlos ein und war nicht nur wegen seiner vier Treffer und seinem starken 1:1- Verhalten ein belebendes Element. Dass sein Debüt verbunden mit dem 30. Treffer einher ging, erfreute sicht- und hörbar dann auch seine Mannschaftskollegen nach 39 Minuten (30:19).
Die Gäste, sie wirkten an diesem Tag sichtlich überfordert, taten sich mit ihren anfänglichen 3:3- Deckungsvariante eher keinen Gefallen. „Unsere Abwehrarbeit hat ihre Ideen zerstört. Zudem war unsere Körpersprache eine ganz andere“, begründete Freistedt den Unterschied zum Hinspiel, wo die Biederitzer im Harz eher glücklich noch zu einem Teilerfolg kamen.
Schlussendlich setzten sich die Biederitzer auch in der Höhe völlig verdient mit 46:28 durch und festigten Platz sieben mit Blickrichtung  nach oben.
„Ich bin unsagbar stolz auf die Truppe. Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann das es keine 28 Gegentreffer hätten sein müssen. Aber das ist dann Jammern auf ganz hohem Niveau“, resümierte Freistedt glücklich. Die zuvor erlebte Teamleistung dürfte wohl einer der Wünsche gewesen sein, die er zu seinem 51. Geburtstag am Freitag gehabt haben dürfte und nun in sechzig Minuten in überzeugender Manier erfüllt wurden.
Biederitz: Witte, Wetzel, Gronemeier – Beres (5), Daßler (4), Kinast (2), Hesse (3), Richter (4), Janke (1), Held (8/7), Steinweg (8), P. Wohl (1), Hammecke (3), Burgold (4), Eix (3)
Wernigerode: Konstabel, Grawe – Kopp (7/1), Richter, Kaufmann (8), O. Christiansen (1), Conradi (6/3), Schulze (1), Grünig, Schaper, Bollmann (3), Kunze (1), Hirsch, N. Christiansen, Dunkel (1)
Zeitstrafen: Eiche 3, Wernigerode 4
Siebenmeter: Eiche: 7/7, Wernigerode 4/4
Team der Stunde gastiert in der Ehlehalle
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (7., 17:15 Punkte) wollen im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn HV Wernigerode (8., 16:16) ihre kleine Siegesserie ausbauen. Doch der Kontrahent aus dem Harz kommt mit breiter Brust an die Ehle, konnte dieser doch die letzten vier Begegnungen durchweg siegreich gestalten und sich somit im kleinen Mittelfeld der Liga etablieren.
„Natürlich haben wir das Formhoch der Wernigeröder zur Kenntnis genommen. Vor allem der Sieg in Stassfurt war dann auch schon sehr überraschend…“, meinte der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der bis auf Weiteres aufgrund des krankheitsbedingten Fehlens von Chefcoach Peter Pysall die Zügel allein in der Hand hat, auf Nachfrage. „Sie sind erfolgreicher als im Vorjahr unterwegs und haben ihr Saisonziel Klassenerhalt wohl schon vorzeitig erreicht“, rechnet Freistedt mit einem Kontrahenten aus dem Harz, der in der Ehlehalle ohne jeden Druck aufspielen kann.
Der besagte Druck ist allerdings auch in den Biederitzer Reihen nicht zu spüren, was in erster Linie den zuletzt siegreichen Partien gegen Haldensleben (36:28) und in Irxleben (31:27) geschuldet ist. Zu gern würden die Ehlehandballer der kleinen Erfolgsserie ein weiteres Kapitel hinzufügen, doch der Gegner wartet mit einer guten Abwehr und einem wurfgewaltigen Rückraum auf. Aber auch dem Rechtsaußen Jörg- Lucas Conradi, er ist auch der Haupttorschütze vom Siebenmeterpunkt, ist größte Beachtung zu schenken.
Was die Gastgeber allerdings in der alleinigen Hand haben, ist ihr eigener Auftritt. „Tempo hochhalten, in die Lücken gehen, Chancen nutzen und bestenfalls noch Hilfe vom Publikum erfahren“, nennt Freistedt neben der stabilen Deckungsarbeit (u.a. Beres, Richter) die wichtigsten Eckpunkte auf dem Weg zu den angestrebten zwei Zählern nach einer guten Trainingswoche.
Im Hinspiel im September teilten sich beide Vertretungen beim 24:24 die Punkte. Dieser kam für die Biederitzer eher glücklich zustande, da Gustav Nafe in der Schlussekunde noch einen Strafwurf abwehren konnte. Apropos Torhüter – Nafe wird aufgrund seines Auslandsaufenthaltes definitv weiterhin nicht im Biederitzer Gehäuse stehen und auch hinter Joey Chandler Witte steht aufgrund einer Fußverletzung ein großes Fragezeichen.
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SV Irxleben 1919 e.V. vs SV Eiche 05 Biederitz

31:27 – Verdienter Sieg in der Wildparkhalle
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben das ewige Duell beim SV Irxleben zu ihren Gunsten entschieden. Nach einer 15:12- Halbzeitführung nahmen sie schließlich mit einem verdienten 31:27 beide Zähler mit an die Ehle.
„Großes Kompliment und Dank an die Truppe. Sie haben sich jederzeit an den Matchplan gehalten und wirklich alles umgesetzt, was ihnen vorab an die Hand gegeben wurde“, gab der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt anschließend zu Protokoll. Freistedt hatte in der Wildparkhalle vor etwa 180 Zuschauern, darunter 60 Gäste, die alleinige Verantwortung, da Chefcoach Peter Pysall an alter Wirkungsstätte krankheitsbedingt nicht mitwirken konnte.
Über weite Strecken des ersten Spielabschnittes begegneten sich beide Vertretungen auf Augenhöhe, welche folgerichtig in einem 11:11 nach 23 Minuten mündete, wobei der Biederitzer Spielmacher Max Held bereits nach 14 Minuten verletzungsbedingt (Sprunggelenk) zum Zuschauen verurteilt war und „Verursacher“ Erik Hofmann ebenfalls unter den Zuschauern Platz nehmen musste. „Wir haben die Räume nicht zubekommen, einiges über den Kreis zugelassen und noch an der Orientierung in der Abwehr gefeilt“, erinnerte sich Freistedt später. Die finalen Minuten des ersten Abschnittes gehörten dann aber den Gästen, die in Überzahl agierend gut die entstandenen Lücken nutzen konnten und damit eine 15:12- Pausenführung erspielen konnten.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte das Polster von drei Toren beim 17:14 (36.) zunächst Bestand, ehe ein kleines Leistungsloch den Irxlebern in einer sehr emotionalen Phase den 17:17- Ausgleich (38.) ermöglichte, welcher auch folgerichtig die Auszeit der Biederitzer Bank nach sich zog. In dieser wurde in erster Linie die mangelnde Passqualität angemahnt, die sich dann im weiteren Verlauf wieder in gewohnter Qualität präsentieren sollte. Zudem blieb der Erfolg nicht aus, denn Bennet Daßler mit zwei verwandelten Strafwürfen und ein Doppelpack von Rechtsaußen Luca Exner, er half aus der zweiten Mannschaft aus, brachten den Gästen beim 21:17 nach einer Dreiviertelstund wieder mehr Luft.
Die letztmalige Aufholjagd des SVI zum 20:22 (48.) blockten die Biederitzer, die in dieser Phase ein wenig Pech im Abschluss hatten, dann in souveräner Manier ab. „Wir waren im 1:1 deutlich stärker und hatten in Joey Chandler Witte ein starken Rückhalt“, benannte Freistedt weitere Gründe für den späteren Erfolg, der sich bereits beim 26:21- Zwischenstand (52.) abzeichnen sollte. Da auch in der verbleibenen Spielzeit der Druck oben gehalten werden konnte, obwohl die Kräfte sichtlich schwanden, kam es schließlich über die Stationen 28:22 (54.) und 29:24 (56.) zum hochverdienten 31:27- Erfolg.
Eher unterschwellig verlief während der sechzig Minuten das Duell der beiden Toptorschützen der Liga. Während Connor Kriesch immerhin auf zwölf Treffer kam, war sein angeschlagener Kontrahent Bennet Daßler achtmal auf der Anzeigetafel präsent. Daßler verfolgte ein Großteil der Partie auf der Bank, versenkte aber immerhin sechs Strafwürfe souverän und behielt somit im Gesamtranking knapp mit 129:128 die Nase vorn.
Überhaupt dürfte dieser Nebenkriegsschauplatz die Daßler & Co nur sehr wenig interessiert haben, denn mit einer mannschaftlich geschlossenen Vorstellung gelang Sieg zwei in Serie, welche nun gern in zwei Wochen im Heimspiel gegen den zuletzt viermal in Folge siegreichen HV Wernigerode fortgesetzt werden darf.
Irxleben: Lengefeld – Herre, Meinicke (2), Seiler (1), Schardt, Heinecke (2), Kriesch (12/1), Feller, Orolowski, Carlson (4), Heinrichs, Walter, Krause (1), Wohlfromm (3), Hofmann (1), Rips (1)
Biederitz: Witte, Wetzel – Urban (2), Richter, Beres (2), Daßler (8/6), Kinast (3), Hesse (3), Held, Steinweg (1), Hammecke (5), Lu. Exner (5), Eix (2)
Siebenmeter: Irxleben 2/1, Biederitz 7/6
Zeitstrafen: Irxleben 3 + rote Karte Erik Hofmann (13:42 Min.), Biederitz 5
Schwierige Aufgabe beim ewigen Rivalen
Vor einer unangenehmen Hürde steht am Sonnabend ab 17 Uhr der Handball- Oberligist SV Eiche 05 Biederitz (7., 15:15 Punkte), denn es geht am 16. Spieltag zum Dauerrivalen nach Irxleben (11., 9:21). Im Hinspiel gab es einen souveränen 28:22- Heimerfolg, der die Biederitzer aber nur bedingt in die Favoritenrolle drängen dürfte.
Als die Biederitzer Ende September an Spieltag zwei als klarer und verdienter Sieger in der heimischen Ehlehalle vom Feld gingen, hatte der SV Irxleben nach gerade einmal zwei Begegnungen sein Platz im Handballoberhaus des Landes naturgemäß noch nicht gefunden. „Es wird ein ganz anderes Spiel, denn sie werden uns überraschen wollen“, rechnet der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt mit einem heißen Tanz in der Wildparkhalle. Diese hatte zum Jahresauftakt einen 37:31- Erfolg gegen die SG Kühnau gesehen, ehe die Irxleber um Neutrainer Markus Splitt, er löste im November Aufstiegstrainerin Dr. Marita Daum ab, am letzten Wochenende in Wernigerode (30:31) ohne Zählbares die Heimreise antreten mussten.
Während die Partie rein tabellarisch ein Mittelfeldduell darstellt, gibt die aktuelle Torschützenliste der Oberliga da schon mehr her, denn mit Bennet Daßler (Biederitz, 121 Tore) und Connor Kriesch (116, Irxleben) treffen hier die beiden Toptorschützen aufeinander. Neben Dreh und Angelpunkt Kriesch sollte von den Biederitzern aber auch der Kader drumherum Beachtung geschenkt werden, denn dieser kommt sehr körperlich und spielintelligent daher. „Wir müssen wachsam sein und eine gute und harte Abwehr stellen. Dazu gilt es, die eigenen Angriffe schnell und kontrolliert vorzutragen“, gibt Freistedt die Marschrute aus, mit der der identische Biederitzer Kader das Unterfangen Auswärtserfolg in Irxleben angehen möchte.
Aber auch die wichtigsten Grundbausteine des Erfolges werden die Biederitzer wieder in die Waagschale werfen müssen. „Die gesamte Truppe hat Wille und Einsatz gezeigt“, meinte der Biederitzer Chefcoach Peter Pysall am letzten Sonnabend nach dem souveränen 36:28- Heimsieg gegen den HSV Haldensleben. Grundvoraussetzungen also, um vielleicht wieder eine kleine Siegesserie zu starten…
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SV Eiche 05 Biederitz vs HSV Haldensleben

36:28 – Befreiungsschlag gegen das Tabellenschlusslicht
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben mit einem souveränen 36:28 (18:12) gegen das Tabellenschlusslicht HSV Haldensleben den Negativlauf der letzten Wochen beendet. Kapitän Max Held war mit acht Toren bester Schütze beim hochverdienten Sieger.
Als Grundbaustein des Erfolges nannte der Biederitzer Trainer Peter Pysall nach dem Abpfiff das gute Blockspiel seiner Mannschaft, welches im ersten Spielabschnitt zu einer richtungsweisenden 18:12- Führung entscheidend beitrug. „Maks Beres und Moritz Steinweg haben das im ersten Durchgang ganz stark gemacht“, meinte Pysall und erinnerte sich dabi sicherlich auch an die Anfangsphase, in der der Gastgeber vom 4:3 (5.) innerhalb von zwölf Minuten auf 11:3 enteilen konnte. Ein wichtiges Element war zudem das Tempospiel, welches in der Hinrunde oft ein Faustpfand war, aber gerade in den letzten Begegnungen ein wenig auf der Strecke geblieben war. Neben einem glänzend aufgelegten Joey Chandler Witte zwischen den Pfosten machte auch Rückraumspieler Till Schneider nicht nur wegen seiner Tore auf sich aufmerksam, so dass beim 16:7 nach 24 Minuten alles für die Hausherren sprach. Fehlende Ruhe, überhastete und zu frühe Abschlüsse sorgten schließlich dafür, dass die HSV- Handballer bis zum Seitenwechsel ein wenig Ergebniskosmetik zum 18:12 betreiben konnten.
Auch der Start in den zweiten Durchgang erfuhr keine grundlegende Änderung, weil die Biederitzer trotz einiger Umstellungen weiterhin hochkonzentriert in der Deckung (Eix, Richter) unterwegs waren. und auch einige Würfe des wurfstarken Bennet Körtge blocken konnten. Auch die angewandte Manndeckung der Haldensleber gegen Bennet Daßler fingen seine Nebenleute (Hesse, Eix) gekonnt ab und vergaßen dabei auch nicht die Kreisposition Um Jannis Richter. So legten die Biederitzer beim 26:16 (41.) und 30:20 (46.) zehn Treffer zwischen sich und dem nie aufsteckenden Gegner, der in der Schlussphase auch in Überzahl agierend das Schlussresultat ein wenig erträglicher gestalten konnte.
„Das Ergebnis geht in Ordnung, wobei ein höherer Erfolg durchaus möglich war. Einsatz, Wille und Mut waren deutlich sichtbar, so dass ich von einer geschlossenen Mannschaftsleistung sprechen möchte“, resümierte auch der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der Youngster Fynn Janke nicht nur wegen seiner vier Treffer ein Extralob ausstellte, zufrieden nach der fairen Begegnung.
Biederitz: Witte, Le. Exner – Richter (3), Beres, Daßler (4), Kinast, Hesse (6), Janke (4), Held (8/4), Steinweg (5), Schneider (3), Hammecke, Eix (3)
Haldensleben: Strauß, Pfeiffer – Möritz (3), Buchwald (1), Blume (4/3), Bierhals, Steinbrecher (4/1), Köcke (5), Körtge (8), Weinert (1), Motzko (2)
Zeitstrafen: Eiche 6, Haldensleben 6
Siebenmeter: Eiche 4/4, Haldensleben 5/4
Gegen das Schlusslicht zurück in die Erfolgsspur?
Nach zwei Niederlagen rund um den Jahreswechsel treten die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (7., 13:15 Punkte) im Punktspielalltag wieder in eigener Halle an. Dort geht es am Sonnabend um 17:30 Uhr gegen das Tabellenschlusslicht aus Haldensleben (14., 2:26).
Von zwei fest eingeplanten Punkten spricht man an der Ehle trotz der recht klaren Tabellenkonstellation nicht. „Wir müssen und werden die Tabelle ausblenden. Schon das Hinspiel zum Saisonstart hat gezeigt, dass es nicht so einfach werden wird“, warnt der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistadt eindringlich vor dem HSV, der seine einzigen zwei Pluspunkte Anfang November im Heimspiel gegen den USV Halle II (36:22) einfahren konnte. Natürlich wäre für die Biederitzer ein voller Erfolg enorm wichtig, denn die letzten Wochen waren laut Freistedt schon ein wenig ernüchternd: „Man merkt das dann schon ein wenig bei allen Beteiligten. Die Truppe braucht dringend ein Erfolgserlebnis.“
Dabei nicht helfen werden weiterhin Kreisläufer Jason Thielicke (Schulter), Robin Urban und wohl auch Schlussmann Max Wetzel, der weiterhin angeschlagen ist. Als Ersatz stehen Leon Exner (Tor), Till Schneider, der zuletzt bei der zweiten Vertretung aushalf und auch Maksymilian Beres für den Kreis bereit. Gerade Beres hat in den letzten Wochen sein Können mehr und mehr unter Beweis stellen lönnen und ist gerade im Abwehrverbund ein ganz wichtiger Faktor.
Die Herangehensweise bei den Biederitzern ist indes eindeutig. „Wir müssen das Tempo über die erste und zweite Welle hochhalten. Damit sind wir zuletzt auch in Stassfurt deutlich einfacher zu Torerfolgen bekommen, auch wenn es am Schluss nicht gereicht hat“, weiß der Biederitzer Chefcoach Peter Pysall, der zudem mehr Konzentration und Zielstrebigkeit im Angriff von seiner Mannschaft einfordert. Auch in der Deckung wird es wichtig sein, sich möglichst durchgängig aggressiv zu präsentieren.
Sollten all diese Faktoren von den Gastgebern abgerufen werden, dann dürfte der Rückkehr in die Erfolgsspur am Sonnabendabend in der Ehlehalle nichts mehr im Weg stehen.
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HV RW Stassfurt II vs SV Eiche 05 Biederitz

28:33- Niederlage zum Jahresauftakt
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz sind mit einer Niederlage in das Handballjahr 2026 gestartet. Bei der zweiten Vertretung des HV RW Stassfurt gab es nach dem 45:21- Hinspielerfolg eine 28:33 (13:17)- Niederlage.
Dass das Resultat aus dem Oktober nur noch wenig Anhaltspunkte zum Vergleich anbietet, war den Biederitzern bereits vor dem Anpfiff in der Stassfurter Sporthalle klar, denn der in den letzten Wochen des abgelaufenen Jahres gut in Gang gekommene Gastgeber kam auf vielen Positionen mit neuen und vor allem erfahrenen Gesichtern daher. „Die Truppe hat nur so vor Routine getrotzt“, brachte es der Biederitzer Trainer Peter Pysall auf den Punkt und so verbot es sich praktisch von selbst, Vergleiche zum Kantersieg vor drei Monaten anzustellen.
Aber nicht nur die Stassfurter Seite sorgte dafür, dass die Partie so grundverschieden anders verlaufen würde. „Es war irgendwie von Anfang an der Wurm drin. Im Abschluss fehlte die letzte Konstanz und in der Deckung haben wir ebenfalls zu viele Defizite eingebaut“, meinte Pysall, der mit seiner Mannschaft von der ersten Minute an einem Rückstand hinterher lief. Im ersten Spielabschnitt gelang nach dem frühen 0:3 ebenso der 3:4- Anschluss (6.) wie nach dem 4:8 (10.) zum 7:9 (14.), doch so richtig zum Greifen bekam man die RWS- Reserve nie wirklich. So kam nach dem 7:12 (18.) und 9:14 (24.) der 13:17- Rückstand zum Seitenwechsel nur folgerichtig daher, auch weil man sich auf Biederitzer Seite der Tempoverschleppung der Gastgeber wiederholt anschloss. „Kamen wir mit Tempo, hatten wir Erfolg“, nannte Pysall in der Kabine nur einen gewichtigen Aspekt in der Kabine.
In den zweiten dreißig Minuten wurde dann praktisch die Wiederholung des ersten Abschnittes präsentiert. Die Biederitzer verkürzten unwesentlich zum 16:19 (37.), lagen aber wenig später beim 16:22 (40.) wieder aussichtsloser zurück. Der 20:25- Rückstand (46.) konnte in Überzahl agierend bis zur 51. Minute noch einmal auf 22:25 verkürzt werden, doch insgesamt sprachen zu viele wiederkehrende Aspekte gegen die Gäste. Zum einen war es die fehlende Ruhe im Überzahlspiel oder überhaupt viele unglückliche Aktionen im Angriffsspiel, die ein weiteres Einschmelzen des Rückstandes verhinderten. Da half auch nicht die gute Fangquote von Joey Chandler Witte zwischen den Pfosten, der mit ansehen musste, wie seine Vorderleute die ein oder andere Aktion überhastet abschlossen und sich zudem von der harten Gangart der ausgebufften Stassfurter beeindrucken ließen.
So blieb den Gästen nach dem Schlusspfiff lediglich die Erkenntnis, dass schon mehr drin gewesen wäre, doch fehlte in entscheidenen Phasen die Ruhe und Übersicht. „In Sachen Einsatz gab es einmal mehr nichts zu meckern, doch wir haben wiederholt recht vielfältig in die Fehlerkiste gegriffen“, resümierte auch der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt nach dem missglückten Jahresauftakt bei den Rot- Weißen.
Stassfurt II: Tuchen, Krause – Korin (4), Retting (1), Loose, Zimnick (5), Rach (5), Spadt (5), Tacke, Dobritz (3), Standhardt (4), Nowak (1), Tiganasu (5)
Biederitz: Witte, Gronemeier – Urban (10), Richter (3), Daßler (4), Kinast, Hesse, Beres, Held (2/1), Steinweg (5), Wohl (1), Hammecke (3), Eix
Siebenmeter: Stassfurt II 2/0, Eiche 2/1
Zeitstrafen: Stassfurt II 5, Eiche 2
Die Vorzeichen haben sich geändert
Die Biederitzer Oberliga-Handballer sind zum Rückrundenstart bei wiedererstarkten Staßfurtern gefragt.
Irgendwann im Verlauf des Mittwochabends war der Wille zum Rückzugsverhalten gebrochen. Was schon mal vorkommt, wenn man es mit einem Team aus der 2. Bundesliga aufnimmt. Sportlich war die 22:56-Niederlage im Benefizspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 für die Biederitzer Oberliga-Handballer gewiss auch kein Gradmesser. Die Vorfreude auf die Rückrunde dürfte der außergewöhnliche Abend in der Ehlehalle beim SV Eiche 05 (7., 13:13-Punkte) aber ausreichend geschürt haben. Und so sollen heute ab 18.30 Uhr beim HV Rot-Weiss Staßfurt II (10., 8:18) die Dinge auch im Vergleich zum Mittwoch ganz ähnlich liegen, wenn es nach vier Wochen wieder um Punkte geht: Die Gäste kommen ins Laufen, die Heimseite bleibt staunender Beobachter.
Doch auf ein Tempogegenstoß-Training wie beim 45:21-Erfolg im Hinspiel stellt sich Eiche-Trainer Peter Pysall nicht ein: „Es ist davon auszugehen, dass uns ein anderer Gegner erwartet.“ Nicht zuletzt die Ergebnisse untermauern die Vermutung, denn gegen Ende der Hinrunde punktete die RWS-Reserve gleich dreimal in Serie doppelt und hievte sich so vom Tabellenende über den Klassenerhaltsstrich.
Was gegen den Aufsteiger auf seine Schützlinge zukommt, weiß Pysall nicht zuletzt auch aufgrund gemeinsamer Vergleichen in der Vergangenheit: „In dieser Mannschaft tummeln sich immer noch einige alte Regionalliga-Recken; angefangen bei Patrick Tuchen im Tor, über Tino Korin am Kreis bis hin zu Sebastian Retting im Rückraum. Staßfurt verfügt über viel Routine und Durchschlagskraft.“ Trotz eingeleiteter Verjüngungskur fehlten den Bodestädtern oft genug aber die schnellen Beine, abzulesen an einigen deutlichen Pleiten.
Dem dürften die Biederitzer zudem den Vorteil einer breiten Bank entgegenstellen. Zwar fällt Kreisläufer Jason Thielecke verletzt aus und hinter Keeper Max Wetzel (Oberschenkelzerrung) steht ein Fragezeichen, dafür kehrt Kreativkopf Moritz Steinweg zurück. Und so vertraut der SVE-Coach darauf, dass seine Schützlinge schnell zu ihrem Rhythmus finden: „Es geht darum, unser Spiel durchzuziehen.“
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SG Spergau vs SV Eiche 05 Biederitz

Eine Niederlage zum Hinrundenabschluss
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben die Hinrunde mit einer 29:38 (11:18)- Niederlage bei der SG Spergau beendet und können nunmehr zum Jahreswechsel eine ausgeglichene 13:13- Punktebilanz vorweisen. In Spergau traf der aktuell Führende der Torschützenliste Bennet Daßler allein elfmal.
Das Gastspiel in der Jahrhunderthalle stand vorab unter keinem guten Stern. Zu dem ein oder anderen Ausfall (u.a. Moritz Steinweg) gesellten sich im Biederitzer Kader weitere Akteure (u.a. Beres, Kinast, Daßler) dazu, die in den sechzig kräfteraubenden Minuten gesundheitlich stark gehandicapt waren. Dennoch hatten die Gäste eine ordentliche Anfangsviertelstunde (7:7) abgeliefert, ehe sich die Fehlerquote in allen Bereichen auch auf den jeweiligen Zwischenstand niederschlug. Die SG bekam beim 13:9 (22.) und 14:11 (25.) Oberwasser und setzte sich bis zum Gang in die Kabinen vorentscheidend auf 18:11 ab. „Das ein oder andere Tor mehr war schon drin. Wir hatten wiederholt unglückliche Abschlüsse und haben zudem den Weg in die Tiefe vermissen lassen“, begründete der Biederitzer Trainer Peter Pysall den Rückstand zum Seitenwechsel.
Nach dem Wiederbeginn legte der Gastgeber schnell drei weitere Treffer zum 21:11 (35.) nach und hatte dieses Polster auch noch nach vierzig Minuten beim Stand von 26:16 inne. Nach der fälligen Auszeit versuchte es die Biederitzer Mannschaft vorn wie hinten mit anderen personellen wie spielerischen Varianten, die aber nur bedingt zum Erfolg führen sollten. So setzte sich der Rangvierte über die Stationen 29:17 (43.) und 30:19 (45.) auf 34:22 (49.) ab und zeigte in vielen Szenen sein Können. Die Gäste waren dennoch stets um ein besseres Resultat bemüht, was sich schließlich auch im 38:29- Endstand wiederspiegeln sollte.
„Ich kann den Jungs heute keinen Vorwurf machen. Unter diesen Umständen müssen wir mit dem Ergebnis leben. Mit mehr Dampf in der Breite wäre gegen diesen abgebrühten Gegner sicherlich noch ein besseres Resultat möglich gewesen, wobei wir sicherlich auch gute Phasen im Spiel hatten“, lobte Pysall trotz der Niederlage sein Team, in dem Youngster Fynn Janke auf Linksaußen nicht nur wegen seiner drei Treffer einen guten Part abgab.
Nach Beendigung der Hinrunde fällt das Fazit an der Ehle dennoch durchaus positiv aus. „Die drei Remis zu Beginn haben schon ein wenig wehgetan, doch insgesamt konnte man eine Weiterentwicklung erkennen, obwohl wir ab und an auch Lehrgeld bezahlt haben. Der ständige Personalengpass in Training und Spiel hinterlassen dann schon auch Spuren. Wir stehen da, wo wir in etwa hingehören und bewegen uns schon ein wenig am Limit“, blickt Pysall kritisch und positiv gestimmt zugleich zurück und verweist aber auch darauf, dass es Spiele gab, in denen der Gegner dominiert werden konnte. Dies war beispielsweise auch gegen den Rückrundenauftaktgegner aus Stassfurt so, wo allerdings das Gastspiel am 17. Januar bei den Rot- Weißen deutlich anspruchsvoller werden dürfte, als beim 45:21- Hinspielerfolg.
Spergau: Guretzky, Shagluf – Rösel (8), Nötzel (1), Germershausen (3), Lange, Pohl (5), Ziemann (3), Modrzynski (4), Münchhausen (1), Hassenmeier (1), Haake (8/4), Berger, Konsel
Biederitz: Witte, Wetzel – Urban (3), Richter (2), Kinast, Janke (3), Beres (1), Wohl (2/1), Hammecke (2), Daßler (11/1), Eix (5)
Zeitstrafen: Spergau 1, Biederitz 1
Siebenmeter: Spergau 4/4, Biederitz 4/2
Jahreskehraus beim Rangdritten in Spergau
Den Jahresabschluss bestreiten die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (6., 13:11 Punkte) am Sonntag um 17 Uhr in der Jahrhundertsporthalle in Spergau. Mit dem Rangvierten (18:4) steht den in die Erfolgsspur zurückgekehrten Biederitzern erneut eine hohe Hürde bevor.
Die SG Spergau ist seit Jahren eine feste Größe in der Oberliga in Sachsen- Anhalt und hat auch in der laufenden Spielzeit nach behäbigem Start mit 2:4 Zählern, wobei das knappe 28:30 beim Ligaüberflieger BSV 93 Magdeburg nur vom Resultat her als Enttäuschung daherkommt, längst in die Spur gefunden. Den eindrucksvollen Beweis dafür lieferten die abwehrstarken Schützlinge um Trainer Tomas Jablonka in den letzten acht Begegnungen, die sie allesamt siegreich gestalten konnten. Zudem konnte die einzige Heimniederlage gegen die TSG Calbe (29:31) am 3. Spieltag nur eine Woche später mit einem beeindruckenden 33:28 bei der hochgehandelten Eintracht in Gommern wettgemacht werden.
„Das wird erneut ein richtiges Brett. Aber wir haben zuletzt auch beim HC Burgenland gezeigt, zu was wir in der Lage sein können“, weiß der Biederitzer Trainer Peter Pysall um den Leistungsstand seines Kaders, der beim Vorjahresdritten bis auf Till Schneider komplett zur Verfügung stehen wird.
Wichtig für die Gäste werden auch die Basics sein, denn gegen den starken SG- Innenblock wird die Tiefe im eigenen Angriffsspiel unausweichlich sein. „Wir brauchen grundsätzlich in Angriff und Abwehr eine hohe Aggressivität. Auch das Tempospiel sowie das Einbinden unserer Außen sind wichtige Faktoren, um gegen diesen etablierten Kader zu bestehen“, nennt Pysall weitere wichtige Eigenschaften des eigenen Spiels, zu denen sich zudem ein sicheres Passspiel mit einer geringen Fehlerquote dazugesellen sollte. Den letztwöchigen klaren 38:20- Heimerfolg gegen den USV Halle II hat man an der Ehle derweil schnell zu den Akten gelegt, denn bis auf die Beendigung der eigenen Durststrecke taugte dieser Sieg nicht wirklich. „Es tat fraglos gut, hatte aber nicht einmal etwas von Standortbestimmung“, hakte auch Pysall den Erfolg gegen überforderte Hallenser schnell ab.
Werden nun aber die genannten Vorgaben am Sonntagabend gegen einen deutlich stärkeren Kontrahenten beherzigt, dann steht einem spannenden Jahreskehraus nichts im Wege. „Wir wollen wie vor zwei Wochen in Prittitz lange dran bleiben und haben auch das Zeug dazu…“, herrscht Einigkeit im Biederitzer Lager.
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