Liga: Oberliga Männer

SV Irxleben 1919 e.V. vs SV Eiche 05 Biederitz

31:27 – Verdienter Sieg in der Wildparkhalle
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben das ewige Duell beim SV Irxleben zu ihren Gunsten entschieden. Nach einer 15:12- Halbzeitführung nahmen sie schließlich mit einem verdienten 31:27 beide Zähler mit an die Ehle.
„Großes Kompliment und Dank an die Truppe. Sie haben sich jederzeit an den Matchplan gehalten und wirklich alles umgesetzt, was ihnen vorab an die Hand gegeben wurde“, gab der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt anschließend zu Protokoll. Freistedt hatte in der Wildparkhalle vor etwa 180 Zuschauern, darunter 60 Gäste, die alleinige Verantwortung, da Chefcoach Peter Pysall an alter Wirkungsstätte krankheitsbedingt nicht mitwirken konnte.
Über weite Strecken des ersten Spielabschnittes begegneten sich beide Vertretungen auf Augenhöhe, welche folgerichtig in einem 11:11 nach 23 Minuten mündete, wobei der Biederitzer Spielmacher Max Held bereits nach 14 Minuten verletzungsbedingt (Sprunggelenk) zum Zuschauen verurteilt war und „Verursacher“ Erik Hofmann ebenfalls unter den Zuschauern Platz nehmen musste. „Wir haben die Räume nicht zubekommen, einiges über den Kreis zugelassen und noch an der Orientierung in der Abwehr gefeilt“, erinnerte sich Freistedt später. Die finalen Minuten des ersten Abschnittes gehörten dann aber den Gästen, die in Überzahl agierend gut die entstandenen Lücken nutzen konnten und damit eine 15:12- Pausenführung erspielen konnten.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte das Polster von drei Toren beim 17:14 (36.) zunächst Bestand, ehe ein kleines Leistungsloch den Irxlebern in einer sehr emotionalen Phase den 17:17- Ausgleich (38.) ermöglichte, welcher auch folgerichtig die Auszeit der Biederitzer Bank nach sich zog. In dieser wurde in erster Linie die mangelnde Passqualität angemahnt, die sich dann im weiteren Verlauf wieder in gewohnter Qualität präsentieren sollte. Zudem blieb der Erfolg nicht aus, denn Bennet Daßler mit zwei verwandelten Strafwürfen und ein Doppelpack von Rechtsaußen Luca Exner, er half aus der zweiten Mannschaft aus, brachten den Gästen beim 21:17 nach einer Dreiviertelstund wieder mehr Luft.
Die letztmalige Aufholjagd des SVI zum 20:22 (48.) blockten die Biederitzer, die in dieser Phase ein wenig Pech im Abschluss hatten, dann in souveräner Manier ab. „Wir waren im 1:1 deutlich stärker und hatten in Joey Chandler Witte ein starken Rückhalt“, benannte Freistedt weitere Gründe für den späteren Erfolg, der sich bereits beim 26:21- Zwischenstand (52.) abzeichnen sollte. Da auch in der verbleibenen Spielzeit der Druck oben gehalten werden konnte, obwohl die Kräfte sichtlich schwanden, kam es schließlich über die Stationen 28:22 (54.) und 29:24 (56.) zum hochverdienten 31:27- Erfolg.
Eher unterschwellig verlief während der sechzig Minuten das Duell der beiden Toptorschützen der Liga. Während Connor Kriesch immerhin auf zwölf Treffer kam, war sein angeschlagener Kontrahent Bennet Daßler achtmal auf der Anzeigetafel präsent. Daßler verfolgte ein Großteil der Partie auf der Bank, versenkte aber immerhin sechs Strafwürfe souverän und behielt somit im Gesamtranking knapp mit 129:128 die Nase vorn.
Überhaupt dürfte dieser Nebenkriegsschauplatz die Daßler & Co nur sehr wenig interessiert haben, denn mit einer mannschaftlich geschlossenen Vorstellung gelang Sieg zwei in Serie, welche nun gern in zwei Wochen im Heimspiel gegen den zuletzt viermal in Folge siegreichen HV Wernigerode fortgesetzt werden darf.
Irxleben: Lengefeld – Herre, Meinicke (2), Seiler (1), Schardt, Heinecke (2), Kriesch (12/1), Feller, Orolowski, Carlson (4), Heinrichs, Walter, Krause (1), Wohlfromm (3), Hofmann (1), Rips (1)
Biederitz: Witte, Wetzel – Urban (2), Richter, Beres (2), Daßler (8/6), Kinast (3), Hesse (3), Held, Steinweg (1), Hammecke (5), Lu. Exner (5), Eix (2)
Siebenmeter: Irxleben 2/1, Biederitz 7/6
Zeitstrafen: Irxleben 3 + rote Karte Erik Hofmann (13:42 Min.), Biederitz 5
Schwierige Aufgabe beim ewigen Rivalen
Vor einer unangenehmen Hürde steht am Sonnabend ab 17 Uhr der Handball- Oberligist SV Eiche 05 Biederitz (7., 15:15 Punkte), denn es geht am 16. Spieltag zum Dauerrivalen nach Irxleben (11., 9:21). Im Hinspiel gab es einen souveränen 28:22- Heimerfolg, der die Biederitzer aber nur bedingt in die Favoritenrolle drängen dürfte.
Als die Biederitzer Ende September an Spieltag zwei als klarer und verdienter Sieger in der heimischen Ehlehalle vom Feld gingen, hatte der SV Irxleben nach gerade einmal zwei Begegnungen sein Platz im Handballoberhaus des Landes naturgemäß noch nicht gefunden. „Es wird ein ganz anderes Spiel, denn sie werden uns überraschen wollen“, rechnet der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt mit einem heißen Tanz in der Wildparkhalle. Diese hatte zum Jahresauftakt einen 37:31- Erfolg gegen die SG Kühnau gesehen, ehe die Irxleber um Neutrainer Markus Splitt, er löste im November Aufstiegstrainerin Dr. Marita Daum ab, am letzten Wochenende in Wernigerode (30:31) ohne Zählbares die Heimreise antreten mussten.
Während die Partie rein tabellarisch ein Mittelfeldduell darstellt, gibt die aktuelle Torschützenliste der Oberliga da schon mehr her, denn mit Bennet Daßler (Biederitz, 121 Tore) und Connor Kriesch (116, Irxleben) treffen hier die beiden Toptorschützen aufeinander. Neben Dreh und Angelpunkt Kriesch sollte von den Biederitzern aber auch der Kader drumherum Beachtung geschenkt werden, denn dieser kommt sehr körperlich und spielintelligent daher. „Wir müssen wachsam sein und eine gute und harte Abwehr stellen. Dazu gilt es, die eigenen Angriffe schnell und kontrolliert vorzutragen“, gibt Freistedt die Marschrute aus, mit der der identische Biederitzer Kader das Unterfangen Auswärtserfolg in Irxleben angehen möchte.
Aber auch die wichtigsten Grundbausteine des Erfolges werden die Biederitzer wieder in die Waagschale werfen müssen. „Die gesamte Truppe hat Wille und Einsatz gezeigt“, meinte der Biederitzer Chefcoach Peter Pysall am letzten Sonnabend nach dem souveränen 36:28- Heimsieg gegen den HSV Haldensleben. Grundvoraussetzungen also, um vielleicht wieder eine kleine Siegesserie zu starten…
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SV Eiche 05 Biederitz vs HSV Haldensleben

36:28 – Befreiungsschlag gegen das Tabellenschlusslicht
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben mit einem souveränen 36:28 (18:12) gegen das Tabellenschlusslicht HSV Haldensleben den Negativlauf der letzten Wochen beendet. Kapitän Max Held war mit acht Toren bester Schütze beim hochverdienten Sieger.
Als Grundbaustein des Erfolges nannte der Biederitzer Trainer Peter Pysall nach dem Abpfiff das gute Blockspiel seiner Mannschaft, welches im ersten Spielabschnitt zu einer richtungsweisenden 18:12- Führung entscheidend beitrug. „Maks Beres und Moritz Steinweg haben das im ersten Durchgang ganz stark gemacht“, meinte Pysall und erinnerte sich dabi sicherlich auch an die Anfangsphase, in der der Gastgeber vom 4:3 (5.) innerhalb von zwölf Minuten auf 11:3 enteilen konnte. Ein wichtiges Element war zudem das Tempospiel, welches in der Hinrunde oft ein Faustpfand war, aber gerade in den letzten Begegnungen ein wenig auf der Strecke geblieben war. Neben einem glänzend aufgelegten Joey Chandler Witte zwischen den Pfosten machte auch Rückraumspieler Till Schneider nicht nur wegen seiner Tore auf sich aufmerksam, so dass beim 16:7 nach 24 Minuten alles für die Hausherren sprach. Fehlende Ruhe, überhastete und zu frühe Abschlüsse sorgten schließlich dafür, dass die HSV- Handballer bis zum Seitenwechsel ein wenig Ergebniskosmetik zum 18:12 betreiben konnten.
Auch der Start in den zweiten Durchgang erfuhr keine grundlegende Änderung, weil die Biederitzer trotz einiger Umstellungen weiterhin hochkonzentriert in der Deckung (Eix, Richter) unterwegs waren. und auch einige Würfe des wurfstarken Bennet Körtge blocken konnten. Auch die angewandte Manndeckung der Haldensleber gegen Bennet Daßler fingen seine Nebenleute (Hesse, Eix) gekonnt ab und vergaßen dabei auch nicht die Kreisposition Um Jannis Richter. So legten die Biederitzer beim 26:16 (41.) und 30:20 (46.) zehn Treffer zwischen sich und dem nie aufsteckenden Gegner, der in der Schlussphase auch in Überzahl agierend das Schlussresultat ein wenig erträglicher gestalten konnte.
„Das Ergebnis geht in Ordnung, wobei ein höherer Erfolg durchaus möglich war. Einsatz, Wille und Mut waren deutlich sichtbar, so dass ich von einer geschlossenen Mannschaftsleistung sprechen möchte“, resümierte auch der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt, der Youngster Fynn Janke nicht nur wegen seiner vier Treffer ein Extralob ausstellte, zufrieden nach der fairen Begegnung.
Biederitz: Witte, Le. Exner – Richter (3), Beres, Daßler (4), Kinast, Hesse (6), Janke (4), Held (8/4), Steinweg (5), Schneider (3), Hammecke, Eix (3)
Haldensleben: Strauß, Pfeiffer – Möritz (3), Buchwald (1), Blume (4/3), Bierhals, Steinbrecher (4/1), Köcke (5), Körtge (8), Weinert (1), Motzko (2)
Zeitstrafen: Eiche 6, Haldensleben 6
Siebenmeter: Eiche 4/4, Haldensleben 5/4
Gegen das Schlusslicht zurück in die Erfolgsspur?
Nach zwei Niederlagen rund um den Jahreswechsel treten die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (7., 13:15 Punkte) im Punktspielalltag wieder in eigener Halle an. Dort geht es am Sonnabend um 17:30 Uhr gegen das Tabellenschlusslicht aus Haldensleben (14., 2:26).
Von zwei fest eingeplanten Punkten spricht man an der Ehle trotz der recht klaren Tabellenkonstellation nicht. „Wir müssen und werden die Tabelle ausblenden. Schon das Hinspiel zum Saisonstart hat gezeigt, dass es nicht so einfach werden wird“, warnt der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistadt eindringlich vor dem HSV, der seine einzigen zwei Pluspunkte Anfang November im Heimspiel gegen den USV Halle II (36:22) einfahren konnte. Natürlich wäre für die Biederitzer ein voller Erfolg enorm wichtig, denn die letzten Wochen waren laut Freistedt schon ein wenig ernüchternd: „Man merkt das dann schon ein wenig bei allen Beteiligten. Die Truppe braucht dringend ein Erfolgserlebnis.“
Dabei nicht helfen werden weiterhin Kreisläufer Jason Thielicke (Schulter), Robin Urban und wohl auch Schlussmann Max Wetzel, der weiterhin angeschlagen ist. Als Ersatz stehen Leon Exner (Tor), Till Schneider, der zuletzt bei der zweiten Vertretung aushalf und auch Maksymilian Beres für den Kreis bereit. Gerade Beres hat in den letzten Wochen sein Können mehr und mehr unter Beweis stellen lönnen und ist gerade im Abwehrverbund ein ganz wichtiger Faktor.
Die Herangehensweise bei den Biederitzern ist indes eindeutig. „Wir müssen das Tempo über die erste und zweite Welle hochhalten. Damit sind wir zuletzt auch in Stassfurt deutlich einfacher zu Torerfolgen bekommen, auch wenn es am Schluss nicht gereicht hat“, weiß der Biederitzer Chefcoach Peter Pysall, der zudem mehr Konzentration und Zielstrebigkeit im Angriff von seiner Mannschaft einfordert. Auch in der Deckung wird es wichtig sein, sich möglichst durchgängig aggressiv zu präsentieren.
Sollten all diese Faktoren von den Gastgebern abgerufen werden, dann dürfte der Rückkehr in die Erfolgsspur am Sonnabendabend in der Ehlehalle nichts mehr im Weg stehen.
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HV RW Stassfurt II vs SV Eiche 05 Biederitz

28:33- Niederlage zum Jahresauftakt
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz sind mit einer Niederlage in das Handballjahr 2026 gestartet. Bei der zweiten Vertretung des HV RW Stassfurt gab es nach dem 45:21- Hinspielerfolg eine 28:33 (13:17)- Niederlage.
Dass das Resultat aus dem Oktober nur noch wenig Anhaltspunkte zum Vergleich anbietet, war den Biederitzern bereits vor dem Anpfiff in der Stassfurter Sporthalle klar, denn der in den letzten Wochen des abgelaufenen Jahres gut in Gang gekommene Gastgeber kam auf vielen Positionen mit neuen und vor allem erfahrenen Gesichtern daher. „Die Truppe hat nur so vor Routine getrotzt“, brachte es der Biederitzer Trainer Peter Pysall auf den Punkt und so verbot es sich praktisch von selbst, Vergleiche zum Kantersieg vor drei Monaten anzustellen.
Aber nicht nur die Stassfurter Seite sorgte dafür, dass die Partie so grundverschieden anders verlaufen würde. „Es war irgendwie von Anfang an der Wurm drin. Im Abschluss fehlte die letzte Konstanz und in der Deckung haben wir ebenfalls zu viele Defizite eingebaut“, meinte Pysall, der mit seiner Mannschaft von der ersten Minute an einem Rückstand hinterher lief. Im ersten Spielabschnitt gelang nach dem frühen 0:3 ebenso der 3:4- Anschluss (6.) wie nach dem 4:8 (10.) zum 7:9 (14.), doch so richtig zum Greifen bekam man die RWS- Reserve nie wirklich. So kam nach dem 7:12 (18.) und 9:14 (24.) der 13:17- Rückstand zum Seitenwechsel nur folgerichtig daher, auch weil man sich auf Biederitzer Seite der Tempoverschleppung der Gastgeber wiederholt anschloss. „Kamen wir mit Tempo, hatten wir Erfolg“, nannte Pysall in der Kabine nur einen gewichtigen Aspekt in der Kabine.
In den zweiten dreißig Minuten wurde dann praktisch die Wiederholung des ersten Abschnittes präsentiert. Die Biederitzer verkürzten unwesentlich zum 16:19 (37.), lagen aber wenig später beim 16:22 (40.) wieder aussichtsloser zurück. Der 20:25- Rückstand (46.) konnte in Überzahl agierend bis zur 51. Minute noch einmal auf 22:25 verkürzt werden, doch insgesamt sprachen zu viele wiederkehrende Aspekte gegen die Gäste. Zum einen war es die fehlende Ruhe im Überzahlspiel oder überhaupt viele unglückliche Aktionen im Angriffsspiel, die ein weiteres Einschmelzen des Rückstandes verhinderten. Da half auch nicht die gute Fangquote von Joey Chandler Witte zwischen den Pfosten, der mit ansehen musste, wie seine Vorderleute die ein oder andere Aktion überhastet abschlossen und sich zudem von der harten Gangart der ausgebufften Stassfurter beeindrucken ließen.
So blieb den Gästen nach dem Schlusspfiff lediglich die Erkenntnis, dass schon mehr drin gewesen wäre, doch fehlte in entscheidenen Phasen die Ruhe und Übersicht. „In Sachen Einsatz gab es einmal mehr nichts zu meckern, doch wir haben wiederholt recht vielfältig in die Fehlerkiste gegriffen“, resümierte auch der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt nach dem missglückten Jahresauftakt bei den Rot- Weißen.
Stassfurt II: Tuchen, Krause – Korin (4), Retting (1), Loose, Zimnick (5), Rach (5), Spadt (5), Tacke, Dobritz (3), Standhardt (4), Nowak (1), Tiganasu (5)
Biederitz: Witte, Gronemeier – Urban (10), Richter (3), Daßler (4), Kinast, Hesse, Beres, Held (2/1), Steinweg (5), Wohl (1), Hammecke (3), Eix
Siebenmeter: Stassfurt II 2/0, Eiche 2/1
Zeitstrafen: Stassfurt II 5, Eiche 2
Die Vorzeichen haben sich geändert
Die Biederitzer Oberliga-Handballer sind zum Rückrundenstart bei wiedererstarkten Staßfurtern gefragt.
Irgendwann im Verlauf des Mittwochabends war der Wille zum Rückzugsverhalten gebrochen. Was schon mal vorkommt, wenn man es mit einem Team aus der 2. Bundesliga aufnimmt. Sportlich war die 22:56-Niederlage im Benefizspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 für die Biederitzer Oberliga-Handballer gewiss auch kein Gradmesser. Die Vorfreude auf die Rückrunde dürfte der außergewöhnliche Abend in der Ehlehalle beim SV Eiche 05 (7., 13:13-Punkte) aber ausreichend geschürt haben. Und so sollen heute ab 18.30 Uhr beim HV Rot-Weiss Staßfurt II (10., 8:18) die Dinge auch im Vergleich zum Mittwoch ganz ähnlich liegen, wenn es nach vier Wochen wieder um Punkte geht: Die Gäste kommen ins Laufen, die Heimseite bleibt staunender Beobachter.
Doch auf ein Tempogegenstoß-Training wie beim 45:21-Erfolg im Hinspiel stellt sich Eiche-Trainer Peter Pysall nicht ein: „Es ist davon auszugehen, dass uns ein anderer Gegner erwartet.“ Nicht zuletzt die Ergebnisse untermauern die Vermutung, denn gegen Ende der Hinrunde punktete die RWS-Reserve gleich dreimal in Serie doppelt und hievte sich so vom Tabellenende über den Klassenerhaltsstrich.
Was gegen den Aufsteiger auf seine Schützlinge zukommt, weiß Pysall nicht zuletzt auch aufgrund gemeinsamer Vergleichen in der Vergangenheit: „In dieser Mannschaft tummeln sich immer noch einige alte Regionalliga-Recken; angefangen bei Patrick Tuchen im Tor, über Tino Korin am Kreis bis hin zu Sebastian Retting im Rückraum. Staßfurt verfügt über viel Routine und Durchschlagskraft.“ Trotz eingeleiteter Verjüngungskur fehlten den Bodestädtern oft genug aber die schnellen Beine, abzulesen an einigen deutlichen Pleiten.
Dem dürften die Biederitzer zudem den Vorteil einer breiten Bank entgegenstellen. Zwar fällt Kreisläufer Jason Thielecke verletzt aus und hinter Keeper Max Wetzel (Oberschenkelzerrung) steht ein Fragezeichen, dafür kehrt Kreativkopf Moritz Steinweg zurück. Und so vertraut der SVE-Coach darauf, dass seine Schützlinge schnell zu ihrem Rhythmus finden: „Es geht darum, unser Spiel durchzuziehen.“
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SG Spergau vs SV Eiche 05 Biederitz

Eine Niederlage zum Hinrundenabschluss
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben die Hinrunde mit einer 29:38 (11:18)- Niederlage bei der SG Spergau beendet und können nunmehr zum Jahreswechsel eine ausgeglichene 13:13- Punktebilanz vorweisen. In Spergau traf der aktuell Führende der Torschützenliste Bennet Daßler allein elfmal.
Das Gastspiel in der Jahrhunderthalle stand vorab unter keinem guten Stern. Zu dem ein oder anderen Ausfall (u.a. Moritz Steinweg) gesellten sich im Biederitzer Kader weitere Akteure (u.a. Beres, Kinast, Daßler) dazu, die in den sechzig kräfteraubenden Minuten gesundheitlich stark gehandicapt waren. Dennoch hatten die Gäste eine ordentliche Anfangsviertelstunde (7:7) abgeliefert, ehe sich die Fehlerquote in allen Bereichen auch auf den jeweiligen Zwischenstand niederschlug. Die SG bekam beim 13:9 (22.) und 14:11 (25.) Oberwasser und setzte sich bis zum Gang in die Kabinen vorentscheidend auf 18:11 ab. „Das ein oder andere Tor mehr war schon drin. Wir hatten wiederholt unglückliche Abschlüsse und haben zudem den Weg in die Tiefe vermissen lassen“, begründete der Biederitzer Trainer Peter Pysall den Rückstand zum Seitenwechsel.
Nach dem Wiederbeginn legte der Gastgeber schnell drei weitere Treffer zum 21:11 (35.) nach und hatte dieses Polster auch noch nach vierzig Minuten beim Stand von 26:16 inne. Nach der fälligen Auszeit versuchte es die Biederitzer Mannschaft vorn wie hinten mit anderen personellen wie spielerischen Varianten, die aber nur bedingt zum Erfolg führen sollten. So setzte sich der Rangvierte über die Stationen 29:17 (43.) und 30:19 (45.) auf 34:22 (49.) ab und zeigte in vielen Szenen sein Können. Die Gäste waren dennoch stets um ein besseres Resultat bemüht, was sich schließlich auch im 38:29- Endstand wiederspiegeln sollte.
„Ich kann den Jungs heute keinen Vorwurf machen. Unter diesen Umständen müssen wir mit dem Ergebnis leben. Mit mehr Dampf in der Breite wäre gegen diesen abgebrühten Gegner sicherlich noch ein besseres Resultat möglich gewesen, wobei wir sicherlich auch gute Phasen im Spiel hatten“, lobte Pysall trotz der Niederlage sein Team, in dem Youngster Fynn Janke auf Linksaußen nicht nur wegen seiner drei Treffer einen guten Part abgab.
Nach Beendigung der Hinrunde fällt das Fazit an der Ehle dennoch durchaus positiv aus. „Die drei Remis zu Beginn haben schon ein wenig wehgetan, doch insgesamt konnte man eine Weiterentwicklung erkennen, obwohl wir ab und an auch Lehrgeld bezahlt haben. Der ständige Personalengpass in Training und Spiel hinterlassen dann schon auch Spuren. Wir stehen da, wo wir in etwa hingehören und bewegen uns schon ein wenig am Limit“, blickt Pysall kritisch und positiv gestimmt zugleich zurück und verweist aber auch darauf, dass es Spiele gab, in denen der Gegner dominiert werden konnte. Dies war beispielsweise auch gegen den Rückrundenauftaktgegner aus Stassfurt so, wo allerdings das Gastspiel am 17. Januar bei den Rot- Weißen deutlich anspruchsvoller werden dürfte, als beim 45:21- Hinspielerfolg.
Spergau: Guretzky, Shagluf – Rösel (8), Nötzel (1), Germershausen (3), Lange, Pohl (5), Ziemann (3), Modrzynski (4), Münchhausen (1), Hassenmeier (1), Haake (8/4), Berger, Konsel
Biederitz: Witte, Wetzel – Urban (3), Richter (2), Kinast, Janke (3), Beres (1), Wohl (2/1), Hammecke (2), Daßler (11/1), Eix (5)
Zeitstrafen: Spergau 1, Biederitz 1
Siebenmeter: Spergau 4/4, Biederitz 4/2
Jahreskehraus beim Rangdritten in Spergau
Den Jahresabschluss bestreiten die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (6., 13:11 Punkte) am Sonntag um 17 Uhr in der Jahrhundertsporthalle in Spergau. Mit dem Rangvierten (18:4) steht den in die Erfolgsspur zurückgekehrten Biederitzern erneut eine hohe Hürde bevor.
Die SG Spergau ist seit Jahren eine feste Größe in der Oberliga in Sachsen- Anhalt und hat auch in der laufenden Spielzeit nach behäbigem Start mit 2:4 Zählern, wobei das knappe 28:30 beim Ligaüberflieger BSV 93 Magdeburg nur vom Resultat her als Enttäuschung daherkommt, längst in die Spur gefunden. Den eindrucksvollen Beweis dafür lieferten die abwehrstarken Schützlinge um Trainer Tomas Jablonka in den letzten acht Begegnungen, die sie allesamt siegreich gestalten konnten. Zudem konnte die einzige Heimniederlage gegen die TSG Calbe (29:31) am 3. Spieltag nur eine Woche später mit einem beeindruckenden 33:28 bei der hochgehandelten Eintracht in Gommern wettgemacht werden.
„Das wird erneut ein richtiges Brett. Aber wir haben zuletzt auch beim HC Burgenland gezeigt, zu was wir in der Lage sein können“, weiß der Biederitzer Trainer Peter Pysall um den Leistungsstand seines Kaders, der beim Vorjahresdritten bis auf Till Schneider komplett zur Verfügung stehen wird.
Wichtig für die Gäste werden auch die Basics sein, denn gegen den starken SG- Innenblock wird die Tiefe im eigenen Angriffsspiel unausweichlich sein. „Wir brauchen grundsätzlich in Angriff und Abwehr eine hohe Aggressivität. Auch das Tempospiel sowie das Einbinden unserer Außen sind wichtige Faktoren, um gegen diesen etablierten Kader zu bestehen“, nennt Pysall weitere wichtige Eigenschaften des eigenen Spiels, zu denen sich zudem ein sicheres Passspiel mit einer geringen Fehlerquote dazugesellen sollte. Den letztwöchigen klaren 38:20- Heimerfolg gegen den USV Halle II hat man an der Ehle derweil schnell zu den Akten gelegt, denn bis auf die Beendigung der eigenen Durststrecke taugte dieser Sieg nicht wirklich. „Es tat fraglos gut, hatte aber nicht einmal etwas von Standortbestimmung“, hakte auch Pysall den Erfolg gegen überforderte Hallenser schnell ab.
Werden nun aber die genannten Vorgaben am Sonntagabend gegen einen deutlich stärkeren Kontrahenten beherzigt, dann steht einem spannenden Jahreskehraus nichts im Wege. „Wir wollen wie vor zwei Wochen in Prittitz lange dran bleiben und haben auch das Zeug dazu…“, herrscht Einigkeit im Biederitzer Lager.
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SV Eiche 05 Biederitz vs USV Halle II

38:20 – Ein Sieg ohne Aussagekraft
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben mit einem nie gefährdeten 38:20 (17:8) gegen den USV Halle II den Negativlauf von zuletzt vier sieglosen Spielen beenden können. Ein wirklicher Gradmesser waren die Mannen von der Saale während der sechzig einseitigen Minuten aber nicht.
„Wir haben schon mit deutlich mehr Gegenwehr gerechnet. Gut, dass der Gegner hier mit neun Leuten aufschlägt ist nicht unser Bier, aber ein wirklicher Gradmesser war er dann auch nicht wirklich“, meinte der Biederitzer Trainer Peter Pysall nach dem Kantersieg nüchtern. So blieb es dann schon mit Blick auf die Kaderstärken eine recht einseitige Angelegenheit, wobei der jeweilige Spielstand naturgemäß auch nicht den Stimmungsgrad in der Halle auf Höchstwerte trieb.
Nach 19 Minuten führten die Biederitzer bereits mit 12:3 und die Partie eigentlich schon erzählt. Die Gastgeber boten eine starke Abwehr auf und machten bei eigenen Angriffen die Begegnung breit, so dass auch die Außen zu erfolgreichen Abschlüssen kommen konnten. Das „letzte Aufgebot“ der Hallenser wehrte sich zwar nach Kräften, war aber beim Seitenwechsel verbunden mit einem 8:17- Rückstand längst auf verlorenem Posten.
Die Anfangsviertelstunde des zweiten Spielabschnittes hatte dann viel gemeinsam von der ersten Hälfte, wobei die ein oder andere Nachlässigkeit beim Gastgeber nicht ausblieb. Dennoch stand es nach einer Dreiviertelstunde 28:12 und vor allem die Achse Daßler/Thielicke sorgte ab und an für schöne Treffer. Dazu kam ein solides Torhüterduo mit Joey Chandler Witte und Max Wetzel, der sogar einen Strafwurf entschärfen konnte. Ansonsten gab die Partie nicht wirklich neues Preis, so dass das Biederitzer Trainerduo sowohl Lukas Hesse (nach Urlaub) und dem angeschlagenen Moritz Steinweg noch ein wenig Spielpraxis gönnen konnte. Apropos Steinweg: Der jüngere Bruder Linus feierte in der 54. Minute unter großem Beifall sein Oberligadebüt.
In der Schlussviertelstunde sahen die Zuschauer dann das, was eigentlich immer passiert, wenn eine Mannschaft die Nase deutlich vorn hat. „Wir fangen nur zwanzig Tore, aber die hätten es nicht einmal sein müssen. Auch im Angriff waren wir dann mal unkonzentriert unterwegs“, kritisierte Pysall nach eigenem Bekunden auf hohem Niveau.
Schlussendlich gab der unangefochtene 38:20- Erfolg noch zwei Jubiläen her. Während Bennet Daßler mit dem 20:10 seinen 100. Saisontreffer erzielen konnte, gelang Kreisläufer Maksymilian Beres mit dem 29:15 die Torpremiere.
„Wir müssen das jetzt so hinnehmen. Wir haben trotz einiger Schönheitsfehler auch etwas für das Torverhältnis getan“, merkte der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt augenzwinkernd an. „Das Ergebnis gilt es richtig einzuschätzen, denn schon in einer Woche in Spergau werden die Trauben höher hängen“, ergänzte Pysall.
Biederitz: Witte, Wetzel – Richter (4), Thielicke (3), Kinast (5), Hesse (2), L. Steinweg, Beres (1), M. Steinweg (2), Wohl (2), Hammecke (4), Lu. Exner (1), Daßler (10/5), Eix (4)
USV II: Panhans, Richter – Eisner, Ch. Wagner (5), Kaiser (6/2), Voigt (1), Lehmann (4), Co. Wagner (3), Von Pawlowski (1)
Zeitstrafen: Eiche 0, USV II 1
Siebenmeter: Eiche 5/5, USV II 3/2
USV II kommt: Negativserie soll ein Ende finden
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (6., 11:11 Punkte) wollen am Sonnabend im Heimspiel gegen die zweite Vertretung des USV Halle (11., 5:17) ihren Negativlauf von zuletzt vier verlorenen Partien zu den Akten legen. Dabei gilt es an den Leistungen der letzten Wochen anzuknüpfen, denn diese gingen mit den Resultaten nicht wirklich einher.
„Ja, die zweite Halbzeit gegen den BSV 93 Magdeburg fällt schon ein wenig aus dem Rahmen“, sinniert der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt rückblickend auf die letzten vier Begegnungen, die allesamt eine punktuelle Leerfahrt zur Folge hatten, aber bei denen die Biederitzer über weite Strecken längst keine schlechte Figur abgegeben haben. Immerhin waren es vier Mannschaften aus den Top fünf der Liga und der Biederitzer Trainer Peter Pysall wird nicht müde, darauf hinzuweisen – „Wo wir herkommen.“. Da hat er absolut recht, denn im zweiten Jahr Oberliga verblendete der zweite Platz nach sieben Begegnungen schon ein wenig bei dem ein oder anderen die Sinne. Die Vorsaison beendeten die Biederitzer als Neuling auf Platz acht…
Um so größer ist nun aber an der Ehle der Ehrgeiz, gerade vor heimischen Publikum in die Erfolgsspur zurückzukehren, wobei die Aufgabe USV Halle II vom reinen Tabellenbild her durchaus machbar erscheint. „Sie waren in den Vorjahren eigentlich stets im Mittelfeld der Liga zu finden. Personelle Einschnitte sind mir aber nicht bekannt, so dass die aktuelle Platzierung schon ein wenig verwundert“, meint Freistedt ohne jedoch aber ausdrücklich zu warnen. Daher ist es unumgänglich, die Leistungen der letzten Wochen erneut abzurufen, um eine berechtigte Chance auf Zählbares zu bekommen.
Allerdings bereitet den Biederitzern die personelle Situation schon ein wenig Kopfzerbrechen. Während Lukas Hesse in den Kader zurückkehrt, werden Torhüter Gustav Nafe (mehrmonatlicher Auslandsaufenthalt), Till Schneider (privat) und Robin Urban (Arbeit) defenitiv nicht zur Verfügung stehen. Auch hinter Rückraumspieler Moritz Steinweg (Hüftverletzung) steht noch ein großes Fragezeichen. Immerhin dürfte den Biederitzern der Verlegungswunsch von Kali Wolmirstedt (gegen Eiches Reserve) in der Bezirksoberliga zugute kommen, denn diese Partie wurde nunmehr von Sonnabend auf Dienstagabend verlegt. „Das eröffent uns nun natürlich noch die ein oder andere Möglichkeit mehr des Hochziehens“, ist eine gewisse Erleichterung den Biederitzer Verantwortlichen im Hinblick auf die Personeldecke zu entnehmen.
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HC Burgenland II vs SV Eiche 05 Biederitz

Der ein oder andere Fehler zuviel bringt 29:30- Niederlage
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz sind bei der zweiten Vertretung des HC Burgenland nur hauchdünn an einer Überraschung vorbeigeschrammt und mussten sich schließlich mit 29:30 (12:15) geschlagen geben. Auch neun Treffer von Rückraumspieler Bennet Daßler konnten die vierte Niederlage in Serie nicht verhindern.
Ganze sieben Sekunden fehlten den Biederitzer Oberligahandballern vor über 100 lautstarken Zuschauern zur Punkteteilung bei der Reserve des HC Burgenland, die bis zu diesem Wochenende ihre bisherigen Heimspiele in souveräner Manier siegreich gestalten konnten. An diesem Sonntagabend allerdings mussten sie sich gegen einen starken Widersacher von der Ehle enorm strecken, um die weiße Weste in der Prittitzer Sporthalle zu wahren.
„Es waren dann ein paar Fehler zuviel. In einem solchen Spiel muss dann schon alles passen, um ins Punkten zu kommen“, resümierte der Biederitzer Trainer Peter Pysall nach der Schlusssirene, ohne dabei jedoch ein großes Lob an seine Truppe zu verteilen, die über die gesamte Spielzeit bedingungslosen Einsatz gezeigt haben.
Die ersten dreißig Minuten erinnerten vom Verlauf her an zahlreiche Auftritte der noch jungen Spielzeit. „Da war wieder unsere Sinuskurve zu erkennen“, bemängelte Pysall die Phase nach einem ausgeglichenen Beginn (4:4, 10.), in der die Gäste beim 6:11 nach 19 Minuten neben die Spur gerieten. Die fällige Auszeit brachte dann die nötige Konstanz zurück, was sich postwendend auch auf der Anzeigetafel wiederspiegelte, da der Rückstand bis zur 28. Minute auf einen Treffer (12:13) eingeschmolzen werden konnte. Bezeichnend dann aber auch die zwei Schlussminuten des ersten Durchganges, in denen der HCB II noch zwei Treffer zum 15:12- Halbzeitstand erzielen konnte. „Wir müssen da nicht mit drei Toren minus in die Kabinen gehen“, herrschte Einigkeit im Biederitzer Lager, welches zu diesem Zeitpunkt bereits auf den angeschlagenen Moritz Steinweg verzichten musste.
Der kurz zuvor angedeutete Leistungssprung der Gäste sollte unmittelbar nach dem Seitenwechsel seine Auffrischung erfahren. Die Gastgeber legten zwar schnell zum 18:15 (36.) nach, doch Jason Thielicke und Marius Hammecke stellten auf 18:17, ehe Bennet Daßler in Überzahl agierend zum 18:18- Ausgleich nach 41 Minuten einnetzen konnte. Die neuerliche Vorlage der Gastgeber zum 19:18 konnten die Biederitzer dann drei eigene Tore zur 21:19- Führung (44.) entgegen setzen und auch beim 23:21 (46.) blieben die Biederitzer knapp vorn. „Dann agieren wir in wichtigen Phasen einfach zu hektisch. Da fehlte dann auch ein Stück weit die Ruhe“, beschrieb Pysall die Phase, in der der HCB erst das 23:25 zum 25:25 (52.) einkassierte und kurze Zeit später auch den 25:27- Rückstand (54.) in eine eigene 29:27- Führung umwandeln konnte. Doch auch da gaben die Biederitzer noch nicht kleinbei und kamen durch Bennet Daßler und Robin Urban zum 29:29- Ausgleich. Bezeichnend war dann aber auch, dass ausgerechnet Moritz Zänker den siegbringenden Treffer zum 30:29 sieben Sekunden vor Ultimo erzielen konnte. „Den Spieler haben wir eigentlich nie wirklich stellen können“, erinnerte sich Pysall später an den technisch versierten Rückraumspieler, der sich allein in den zweiten dreißig Minuten siebenmal in die Torschützenliste eintragen konnte.
So blieb den Biederitzern auf der langen Rückfahrt lediglich die Erkenntnis, dem Favoriten sehr lange Paroli geboten zu haben. „In entscheidenen Momenten fehlte dann die Konstanz und Durchschlagskraft, um einen solchen Bock mal umzustoßen. Die Jungs haben eine tolle Moral an den Tag gelegt und sich wiederholt zurückgekämpft, was allerhöchsten Respekt abverlangt“, lobte der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt. Allein diese Aussage sollte dann schon Hoffnung machen, dass die Negativserie am kommenden Sonnabend im Heimspiel gegen den USV Halle II sein jähes Ende findet.
Burgenland II:Broneske, Manz – Lange, Dober (8/2), Fuhrmann, Meyer (1), Röhrborn (1), Haucke, Kaßler (3/1), Rothe, Aumann (1), Krenz (5), Zänker (10), Tillmann (1), Krause
Biederitz: Nafe, Wetzel, Witte – Urban (6/1), Thielicke (5), Richter (1), Kinast (3), Held (2/1), Steinweg (1), Hammecke (1), Beres, Daßler (9/2), Eix (1)
Siebenmeter: HCB II 3/3, Eiche 7/4
Zeitstrafen: HCB II 8 + rote Karte Stephan Meyer (42:30 Min.), Eiche 4
Nächste hohe Hürde – HC Burgenland II
Für die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (6., 11:9 Punkte) reißen die Hochkaräter einfach nicht ab. Am Sonntag um 17 Uhr gastieren die Daßler & Co bei nun der sehr heimstarken zweiten Vertretung des HC Burgenland (5., 14:6) in der Sporthalle Prittitz.
Natürlich hat sie gutgetan, die freie Punktspielwoche mit allerdings guten Trainingseinheiten für die zuletzt arg strapazierten Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz. Vier sieglose Spiele nach einem mehr als überzeugenden Saisonstart mit 10:2 Punkten galt es dabei zu verarbeiten, wobei das Wort Enttäuschung eher weniger zu den letzten Wochen passt. „Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen und das wir uns gerade im zweiten Jahr Oberliga befinden“, bringt es der Biederitzer Trainer Peter Pysall auf den Punkt, denn nach der (schmerzlichen) Punkteteilung in Wolfen boten seine Schützlinge im anschließenden Heimspiel gegen den verlustpunktfreien Ligaprimus BSV 93 Magdeburg zumindest in den ersten dreißig Minuten eine ganz starke Leistung. Auch das anschließende Gastspiel bei der wiedererstarkten TSG Calbe bot nur wenig Angriffsfläche, ehe schlussendlich die Leistung im Derby gegen Eintracht Gommern bis zur 45. Minute durchaus stimmte.
Mit der zweiten Vertretung des HC Burgenland hält der Spielplan nun aber ein weiteres Schwergewicht für die Biederitzer parat. „Eine sehr beschlagene Truppe, die qualitativ schon sehr viel mitbringt“, weiß der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt von der HCB- Reserve, die ihre bisherigen fünf Heimspiele durchweg siegreich gestalten konnte.
Den Grundstein zum angestrebten Erfolg wollen die Biederitzer in der Deckung legen. „Wir müssen es im Verbund lösen, denn wenn wir wiederholt mit 1:1- Situationen konfrontiert werden, wird es sehr schwer“, nimmt Freistedt seine Schützlinge, denen Lukas Hesse diesmal urlaubsbedingt nicht angehören wird, in die Pflicht. Aber auch im Angriff gilt es natürlich, Akzente zu setzen. Hier dürften die „einfachen“ Tore aus dem Rückraum gefragt sein und auch das Einsetzen der Außen ist bei durchaus möglichen Rhythmusstörungen des eigenen Angriffs unerlässlich.
In Sachen Motivation macht sich Freistedt hingegen überhaupt keine Sorgen: „Klar Sonntag 17 Uhr, schwerer Gegner, eine lange Rückfahrt und am nächsten Tag gehts ja wieder los…Die Jungs werden während der sechzig Minuten brennen und in der Rolle des Underdogs versuchen, eine Überrschung zu erzielen.“
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SV Eiche 05 Biederitz vs SV Eintracht Gommern

Der Puls schlägt bis zur Hallendecke
45 Minuten lang liefern sich Biederitz und Gommern eine erbitterte Abwehrschlacht.  Dann entscheidet im Derby vor großer Kulisse das Plus an Abgezocktheit zugunsten der Gäste.
Biederitz. Den Gegner in kindlicher Freude übers Parkett der Ehlehalle hüpfen zu sehen, muss sich angefühlt haben wie hundert kleine Nadeln, die sich in die Biederitzer Handballseele bohrten. Die lauten „Derbysieger“-Rufe aus dem Epizentrum der Jubeltraube waren dem Mann am Mischpult dann doch zu viel der Folter. Und so wummerten am Samstagabend zeitnah nach der Schlusssirene Beats und Bässe durch die Heimstätte des SV Eiche 05. Tanzeinlagen kamen aber weiterhin nur von Gommeraner Gästen, die vor ihren mitgereisten Fans den 25:21 (12:11)-Erfolg im Schlagabtausch der Handball-Oberliga feierten.
„Unabhängig vom Ausgang denke ich, dass niemand sein Erscheinen bereut hat. Die Kulisse hat für dieses Derby absolut gepasst. Schade, dass wir nicht jede Woche vor so einem Spiel stehen“, zeigte sich Gästetrainer Oliver Schulke im Hinblick auf eine rappelvolle Halle euphorisiert. Parkplätze im näheren Umfeld waren schon eine halbe Stunde vor Anwurf kaum zu finden. Letztlich begrüßten die Biederitzer 350 Besucher in ihrem „Wohnzimmer“, rund 70 von ihnen mit Eintracht-Hintergrund. Und sie alle übertrafen sich darin, beide Teams im Prestige-Duell lautstark anzutreiben.
Im Fall der Gastgeber hatte die Vorfreude schon einen Dämpfer erhalten, als sich die Kontrahenten noch zur Begrüßung gegenüberstanden. Da war nämlich aufgefallen, dass sich beide Seiten für gelbe Arbeitskleidung entschieden hatten. Mürrisch, aber zügig wechselten die Biederitzer in den schwarzen Dress und schienen noch einen Extraschub Motivation erhalten zu haben. „Die Mannschaft hat gut reingefunden. Über die Abwehr haben wir das Spiel lange offen gestaltet“, bemerkte Eiche-Trainer Peter Pysall zufrieden und durfte im Kopf-an-Kopf-Rennen der ersten 30 Minuten die Bestätigung sehen.
Wie vor einem Jahr, bei der 22:22-Punkteteilung in Gommern, legten die Rivalen den Fokus aufs Verteidigen und gingen dabei keine Experimente abseits der 6:0-Formation ein. Die Gastgeber hatten zwar im Training auch die Thematik „siebter Feldspieler“ angeschnitten, um eine mögliche Manndeckung gegen Bennet Daßler aufzulösen, mussten aber das Risiko eines verwaisten Tors über die gesamten 60 Minuten nicht eingehen. Vielmehr wechselte die Führung bis zur Pause einige Male hin und her. Der Rest spielte sich auf absoluter Augenhöhe ab.
Nur als Tim Hieber im Gegenstoß (18.) und Momente später Maurice Prokop mit dem freien Wurf von Linksaußen scheiterten, zuckte Gommerns Coach an der Seitenlinie kurz zusammen, denn: „Leider verpennen wir es, entspannt auf drei Tore davonzuziehen. Stattdessen laden wir Eiche wieder zum Ausgleich ein“, haderte Schulke und musste folglich bei der hauchzarten 12:11-Führung zur Pause davon ausgehen, dass der Puls weiter bis an die Hallendecke schlug.
Doch schon unmittelbar nach Wiederbeginn ahnte sein Gegenüber nichts Gutes: „Wir haben in der zweiten Hälfte zunehmend die Bindung in der Abwehr verloren“, registrierte Pysall. Doch in letzter Verteidigungslinie stand einer, der sein Team mit drei wichtigen Paraden im Spiel hielt. „Wir scheitern in den ersten zehn, elf Minuten an unserer Chancenverwertung. Allerdings pariert der Biederitzer Torhüter auch Bälle, die er nicht unbedingt halten muss“, erkannte auch Schulke die Leistung von Keeper Gustav Nafe an.
Doch spätestens, als Eric Schipper trotz lädierter Schulter das 21:18 (48.) für Gommern nachlegte, war die Richtung vorgegeben. Während die Gäste weiter variabel im Angriff blieben, wie die ausgeglichene Torverteilung zeigte, hing bei den Biederitzern zu viel von einem ab: „Robin Urban hat seine Stärken im Eins-gegen-eins ausgespielt. Aber insgesamt hatten wir offensiv nur vier Hauptakteure. So gerät unser Angriff irgendwann ins Schleppen“, kritisierte Pysall den Umstand, dass nur Urban (acht Treffer) und Moritz Steinweg (sieben) zuverlässig trafen.
Auch auf der anderen Seite des Spielfelds hatten die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt schon einen moralischen Bruch verkraften müssen. Da Jason Thielecke vorzeitig die dritte Zeitstrafe kassierte (41.), lastete nun am eigenen wie gegnerischen Kreis alles auf den Schultern von Jannis Richter, den vorn kaum ein Anspiel erreichte, weil sich die Hausherren in teils unmotivierten Schlagwürfen ergingen. So bekam auch Gommerns Keeper Jonas Wucherpfennig in der Schlussphase noch einige Bälle zu fassen und entschied das Torhüterduell letztlich für sich.
Seine Vorderleute ließen sich dann nicht mehr vom verdienten Erfolg abbringen. Die Gegenseite gestand ein: „Mit 25 Gegentreffern gegen diesen breit aufgestellten Kader von Gommern lässt sich leben. Aber bei 21 eigenen Toren fehlen uns eben vier bis fünf, auch aufgrund mangelnder Abgeklärtheit. Das können wir auch schlecht einstudieren, denn etliche Spieler gehen unter der Woche außerhalb von Biederitz ihrer Ausbildung nach“, so Pysall, dessen Team das anstehende spielfreie Wochenende nach drei Niederlagen am Stück nicht ungelegen kommt, ehe es am 30. November beim HC Burgenland II weitergeht. Gommern empfängt tags zuvor TuS Radis und dürfte nichts anderes im Sinn haben, als die Spielstätte nach dem Abpfiff wieder zur Partyzone zu erklären – diesmal die heimische Eintracht-Sporthalle.
Biederitz: Nafe, Wetzel, Witte – Urban (8), Richter, Thielecke (2), Kinast, Hesse (1), Held, M. Steinweg (7), Schneider, Wohl, Hammecke, Beres, Daßler (3/1), Eix
Gommern: Jo. Wucherpfennig, Smoger – Bolecke (3), Peschke (1/1), Hieber (5), To. Leine (4/3), Prokop (2), De Vries (2), Wolter (1), Mehr (2), Panofen, Schipper (3), Ja. Wucherpfennig (2), Schülke, Hugk, Schmelzer
Siebenmeter: Eiche 3/1 – Eintracht 6/4; Zeitstrafen: Eiche 5 – Eintracht 4; Rot: Jason Thielecke (41., 3×2 Minuten) -Biederitz

Derbyzeit – (K)ein Spiel wie jedes andere
Das heutige Oberliga-Derby elektrisiert Eiche Biederitz (7., 11:7-Punkte) und Eintracht Gommern (2., 15:3) gleichermaßen. Für die Gäste steht ab 17.30 Uhr aber mehr auf dem Spiel.
Biederitz/Gommern. Wer zuletzt die Ränge in der Biederitzer Ehlehalle und der Gommeraner Eintracht-Sporthalle genauer absuchte, ist zur Feststellung gelangen: Jeder schaut auf sich. Kein Vertreter des jeweils anderen Clubs ließ sich in der gegnerischen Heimstätte ausmachen. Der SV Eiche 05 und SV Eintracht sind sich auffallend weiträumig aus dem Weg gegangen. Einerseits kennt man sich – und schätzt sich nach den unsäglichen Begleiterscheinungen der gescheiterten Spielverlegung aus der Vorsaison ein bisschen weniger. Andererseits haben beide Oberliga-Rivalen nach neun Spieltagen allerhand selbstbewusste Gründe, den Fokus auf die eigenen Stärken anstatt auf die gegnerischen Schwächen zu richten, wenn heute ab 17.30 Uhr in Biederitz das vorläufige Highlight der Hinrunde steigt.
„Natürlich fiebern alle auf das Derby hin“, blickt Eiche-Trainer Peter Pysall voraus. Nur, um dann so zu klingen, als nehme er sich aus der Aufzählung heraus: „Am Ende ist es ein Spiel wie jedes andere. Für den Sieger gibt es auch nur zwei Punkte.“ Nachdem der Biederitzer Fabelstart in die neue Saison von den beiden jüngsten Niederlagen gegen die Schwergewichte vom BSV 93 Magdeburg (25:34) und der TSG Calbe (31:35) gestoppt wurde, bietet das Prestigeduell in eigener Halle jedoch auch die Chance, aufkommender Melancholie entgegenzuwirken. „In Calbe haben wir nachgewiesen, dass wir mit solchen Kalibern mithalten können. Natürlich ist Gommern klarer Favorit und will offenbar aufsteigen, wie die Neuverpflichtungen nahelegen. Wir können also nicht mehr tun, als uns mit Händen und Füßen zu wehren“, übt sich Pysall in Understatement.
Während seine Mannschaft zuletzt also von der Realität eingeholt wurde, führt die Eintracht mit den Calbensern die Riege der BSV-Verfolger an. Kein Anlass für vorzeitige Zufriedenheit, aber vier Spiele vor dem Hinrundenende eben auch ein ordentliches Zwischenzeugnis: „Mit drei Minuspunkten sind wir gut durchgekommen. Bis auf den Spitzenreiter haben wir die direkten Konkurrenten bespielt, dürfen jetzt aber keinen Deut nachlassen“, fordert Eintracht-Coach Oliver Schulke und weiß, dass Favoritenrollen und die Papierform in einem Derby kaum Aussagekraft besitzen.
Was der Blick auf die Zahlen jedoch verrät, ist, dass beide Seiten ihr Abschneiden vor allem einer elitären Deckung verdanken. Nimmt man die ein Spiel im Rückstand befindliche SG Spergau (214 Gegentreffer) aus der Rechnung heraus, stellen die Gommeraner (219) die beste, Biederitz (232) die drittstabilste Abwehr der Liga. Mag das 22:22-Unentschieden vor einem Jahr noch halbwegs überrascht haben, dürften in der Ehlehalle die heutigen Wetten kaum auf einem torreichen Spektakel liegen. Pysall zeigt sich dennoch vor der gegnerischen Offensive gewarnt: „Gommern verfügt inzwischen über viel Durchschlagskraft im Rückraum und gute Kreisläufer. Das darf uns aber nicht davon abhalten, unser eigenes Spiel durchzubringen.“
Breite und Qualität des Eintracht-Kaders sprechen also dafür, dass die Gäste heute Abend mehr zu verlieren haben als der SV Eiche 05. Bevor zum Hinrundenabschluss am 13. Dezember das wegweisende Duell gegen den Spitzenreiter aus Olvenstedt wartet, vertraut auch Schulke darauf, dass beim vorläufigen Highlight die Vorfreude gegenüber der Anspannung und Nervosität überwiegt: „Wir haben unfassbar Bock auf das Spiel in Biederitz.“
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TSG Calbe/Saale vs SV Eiche 05 Biederitz

Hohe Hürde bei der Torfabrik der Liga

Nach der ersten Saisonniederlage am letzten Sonnabend gegen den verlustpunktfreien BSV 93 Magdeburg geht es für die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (5., 11:5 Punkte) mit harten Brocken weiter. Zunächst gastieren die Steinweg & Co am Sonnabend ab 17 Uhr bei der TSG Calbe (3., 13:3), ehe es am darauffolgenden Sonnabend zum Derby gegen die Gommeraner Eintracht in heimischer Ehlehalle geht.
Der Biederitzer Trainer Peter Pysall hatte bereits am letzten Wochenende zu späterer Stunde darauf hingewiesen: „Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen und wer bisher unsere Gegner waren“, versuchte der Trainerfuchs den überaus guten Tabellenstand zu diesem Zeitpunkt zu erklären. Doch auch der Blick auf den aktuellen Spielplan offenbart, dass in den nächsten Wochen viel Wucht und Spielintelligenz auf die Biederitzer zukommen wird.
Das fängt bereits an diesem Wochenende mit dem Gastspiel in der Saalestadt an, wo die wohl aktuell torhungriste Truppe die Biederitzer in der Hegersporthalle erwartet und mit Sicherheit den sechsten Sieg in Folge anstreben wird. Die TSG begann mit 1:3 Zählern recht zurückhaltend in die neue Serie, ist aber nach dem ersten Saisonsieg gegen den USV Halle II (35:30) Ende September nicht mehr zu stoppen. In den letzten zwei Begegnungen war der Druck auf das gegnerische Gehäuse dann besonders groß, konnte doch nach dem 40:30 gegen Liganeuling SV Irxleben in Wernigerode sogar mit 46:37 recht beeindruckend nachgelegt werden. Natürlich sind auch 37 Gegentreffer dann nicht gerade wenig, doch Coach Maximilian Weiß wies im Anschluss mit reichlich Selbstvertrauen schon darauf hin, dass es doch bei so viel eigenen Toren nur wenige Teams in der Liga geben wird, die den Erfolg der TSG dann noch gefährden könnten.
„Da hat er fraglos auch Recht und dagegen müssen wir die richtigen Mittel finden“, entgegnet der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt und erhofft sich gleichzeitig ein sicheres Passspiel und eine ordentliche Chancenverwertung seiner Schützlinge, um das gegnerische Konterspiel in Grenzen zu halten. Allein das wird aber nicht reichen, um an der Saale zu bestehen“, weiß der ehemalige Kreisläufer und erinnert damit an die Breite des Calbenser Kaders, dem zuletzt sogar fast zwanzig Treffer von den Außenpositionen gelangen.
„Sie haben aber nicht nur einen starken Angriff, sondern auch ein gutes und massives Deckungsverhalten mit einem großgewachsenen Innenblock“, rechnet auch Chefcoach Peter Pysall mit einer sehr anspruchsvollen Aufgabe vor sicherlich stimmungsvoller Kulisse, die er allerdings im Gegensatz zur Vorwoche mit fast kompletten Kader angehen kann. Lediglich Torhüter Joey Chandler Witte wird wieder fehlen, da die zuletzt abgeklungene Schulterverletzung wieder zurückgekehrt ist. Wie es gehen kann, haben die Biederitzer zuletzt in den ersten dreißig Minuten gegen den Ligakrösus aus der Landeshauptstadt gezeigt. Aber wie gegen den BSV 93 auch wird es zwei gute Halbzeiten brauchen, um gegen ein Spitzenteam der Oberliga zu bestehen.
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SV Eiche 05 Biederitz vs BSV 93 Magdeburg

Einbruch führt zum 25:34 gegen BSV 93

Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben das Gipfeltreffen in der Oberliga gegen den Tabellenführer BSV 93 Magdeburg nach einer 16:13- Halbzeitführung noch hoch mit 25:34 verloren. Damit bleiben die Magdeburger verlustpunktfrei auf dem Platz an der Sonne, während der Gastgeber vor den schweren anstehenden Aufgaben in Calbe und gegen Gommern zunächst den Anschluss verloren hat.

Der Blick auf den Statistikzettel der Biederitzer unmittelbar nach der Schlusssirene sprach in der Trainerkabine Bände. „Egal welcher Aspekt betrachtet wird – wir haben in nahezu allen Punkten unterirdische Quoten vorzuweisen“, benannte es der enttäuschte Biederitzer Trainer Peter Pysall bei der ersten Aufarbeitung klar und deutlich. Er beschrieb damit vor allem einen zweiten Durchgang, den die knapp 300 Zuschauer nach einem ausgeglichenen und sehr sehenswerten ersten Spielabschnitt kaum erwarten konnten.
Die Trendwende zeichnete sich nach dem Seitenwechsel relativ schnell ab. Das Dreitorepolster von 16:13 war bereits nach drei Zeigerumdrehungen aufgebraucht und auch die folgenden zwei Treffer erzielten die Gäste zur 18:16- Führung (35.), die praktisch im Sekundentakt sichtlich an Selbstvertrauen gewannen. „Vor allem in der Deckung haben wir Stück für Stück die Kompaktheit verloren. Dazu kam, dass die Effektivität im Abschluss regelrecht den Berg runter ging“, nannte der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt die Hauptbrennpunkte der sich anbahnenden Niederlage beim Namen.
Bei den Gastgebern war rein gar nichts mehr von der Qualität des ersten Durchganges vorn wie hinten zu sehen, wo geduldig – auch oft sehenswert über den Kreis – der freie Mann gesucht und gefunden wurde. Konzentrierte Abschlüsse waren ebenso wie eine gut sortierte und harmonische Abwehr der Grundstein zur nicht unverdienten 16:13- Führung. Doch all diese positiven Komponenten kamen nach dem Seitenwechsel überhaupt nicht mehr zum Tragen. „Da gingen dann recht schnell auch die Köpfe runter und wir wurden immer nervöser. Natürlich spielen da auch personelle Aspekte eine nicht ganz unwichtige Rolle, aber wir haben ja in der ersten Hälfte ein ganz anderes Auftreten an den Tag legen können“, gestaltete sich ein erstes Aufarbeiten des Biederitzer Trainerduos sehr schwierig.
So war dann auch der Spielfilm der zweiten Halbzeit schnell erzählt, wo die Biederitzer nur noch bis zum 18:20 (37.) in Schlagdistanz blieben, ehe die nun hellwachen und spielstarken BSV- Mannen praktisch nur noch auf die Fehler des Gastgebers warten brauchten, denen sie dann ihre sehr ansehnlichen Gegenstöße entgegensetzen konnten. So stand folgerichtig nach einer Dreiviertelstunde eine 27:20- Führung der Olvenstedter auf der Anzeigetafel und für die Gastgeber ging es schlichtweg nur noch darum, das eigene Gesicht zu wahren. Dies gelang dann schließlich nur noch punktuell, da der Gang in die Tiefe im Angriff zu oft auf der Strecke blieb und die Abwehr längst jegliche Kompaktheit aus Hälfte eins (Herausstürzen) verloren hatte.
So setzten sich schließlich die Magdeburger verdientermaßen mit 34:25 durch und haben dabei zumindest in Durchgang zwei auch zeigen können, warum sie verlustpunktfrei von der Tabellenspitze grüßen. „Sie stehen schon nicht umsonst da oben. Schade, dass wir heute nicht komplett waren“, meinte Pysall, der aber auch die Gesamtsituation richtig einschätzen wollte. „Wo kommen wir her? Wir standen jetzt mit oben, aber gegen wen haben wir gespielt? Das Fehlen von Spielern im Training und dann im Spiel geht gegen solche Qualität dann nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt gut“, brachte es Pysall final auf den Punkt. Einigkeit herrschte derweil über die Gründe der Niederlage gegen den BSV 93, denn es waren im Laufe der sehr fairen Auseinandersetzung (zu) viele kleine Bausteine, auf denen die verdiente Niederlage des SV Eiche 05 basierte.
Biederitz: Nafe, Witte, Wetzel – Janke (1), Thielicke (5), Kinast (3), Hesse (2), Richter (1), Held (2/1), P. Wohl (1), Hammecke (2), Beres, Daßler (5), Eix (3)
BSV 93: Borcherding, Willitzki – Wölkerling, Scheerenberg (4), Heinrich (3), Arnold (6), Elsner (11/3), Böhm, Brand (5), Bade (4), Weine (1), Köllner, Schmidt
Zeitstrafen: Eiche 3, BSV 3
Siebenmeter: Eiche 2/1, BSV 3/3

SVE vs. BSV 93 – Das Duell der Unbesiegten

Am Sonnabend kommt es um 17:30 Uhr in der Biederitzer Ehlehalle zum Gipfeltreffen in der Oberliga zwischem dem gastgebenen SV Eiche 05 (2., 11:3 Punkte) und dem verlustpunktfreien Spitzenreiter BSV 93 Magdeburg (14:0). Die Voraussetzungen könnten mit Blick auf das Personal aber wohl unterschiedlicher kaum sein.
„Die qualitative Breite unseres Kaders ist schon absoluter Luxus“, befand der Magdeburger Trainer Fabian Walter nach den zuletzt zwei gelungenen Generalproben gegen den Ligarivalen HV Wernigerode, der erst im HVSA- Pokal (38:24) eliminiert werden konnte, ehe auch im Heimspiel vor einer Woche im Kampf um Punkte beim 39:25 nichts anbrannte. Personelle Wechsel auf nahezu allen Positionen tun dem starken Gesamteindruck des BSV- Kaders keinen Abbruch und auch beim Gastspiel in Biederitz wird Walter von seinem breiten Aufgebot profitieren können.
Da sieht es auf der Gegenseite beim Gastgeber mit Blick auf das Gipfeltreffen schon gewaltig anders aus. „Wir haben mit Gewissheit zwei, drei gewichtige Ausfälle aus unterschiedlichen Gründen zu verzeichnen, die es nunmehr durch andere Akteure zu kompensieren gilt“, schildert der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt die eh schon sehr angespannte personelle Situation noch etwas drastischer. „Unser Fokus wird gerade jetzt auf unserer Abwehrarbeit liegen, die im Verbund mit den Torhütern zuletzt durchaus zu überzeugen wusste und auch Zählbares sicherte“, weiß Freistedt, der damit freilich auch formuliert, dass aufgrund der Ausfälle das Angriffsverhalten nicht wie zuletzt am Schnürchen laufen dürfte.
Der BSV 93 hat sich in den bisherigen sieben Punktspielen (plus Pokal) eindrucksvoll geschlagen und sich die weiße Weste unter Neu- Trainer Tobias Walter, er löste kurz vor dem Saisonstart den scheidenen Sven Liesegang ab, vollauf verdient. Mit „jung, schnell und gut ausgebildet“, beschreibt der Biederitzer Trainer Peter Pysall den kommenden Gegner genau auf den Punkt: „Wir müssen die Möglichkeiten des BSV in erster und zweiter Welle gering halten und dabei selbst im Vorwärtsverhalten effektiv sein und wenig Fehler machen. Mit einem schnellen Rückzug und einer aggressiven Deckung gegen den wurfstarken Rückraum gilt es, grundsätzlich dagegen zu halten“, fordert Pysall wichtige Attribute von seinen Schützlingen ein, die zudem eine „Jetzt erst Recht“- Mentalität mit Blick auf den ausgedünnten Kader an den Tag legen müssen.
Mit reichlich Brisanz rechnen indes beide Mannschaften am Sonnabend in der sicherlich sehr gut besuchten Ehlehalle. „Die Jungs kennen sich zum Teil aus den Sportschulen und überhaupt waren die Duelle zwischen beiden Vereinen stets etwas Besonderes“, weiß Freistedt um die Thermik vor der Partie, während der BSV- Coach Walter einhundert Prozent von seinen Schützlingen einfordert, um vor „sicherlich wieder giftigem Publikum“ bestehen zu können. „Es braucht die beste Leistung“, ergänzt er, nur dürfte das sowieso für beide Seiten gelten.
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HSG Wolfen 2000 e.V. vs SV Eiche 05 Biederitz

27:27 – Eine Frage der Konstanz
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben mit einem 27:27 (14:15) bei der HSG Wolfen 2000 ihre dritte Punkteteilung in der noch jungen Saison verbuchen müssen. Rückraumspieler Moritz Steinweg steuerte neun Treffer zum Teilerfolg bei den Filmstädter bei.
Das Positive zuerst: Auch nach dem siebten Spieltag bleiben die Biederitzer im Handball- Oberhaus ungeschlagen, was aktuell lediglich nur noch der verlustpunktfreie Tabellenführer BSV 93 Magdeburg, der am kommenden Sonnabend in der Ehlehalle gastiert, vorzuweisen hat. „Es ist jetzt das dritte Remis und natürlich war da auch der ein oder andere Punktverlust bei“, nahm der Biederitzer Trainer Peter Pysall einen ersten Blick in der Rückspiegel vor.
Dass das 27:27 bei den klisteraffinen Wolfenern dazugehört, dürfte angesichts einer 27:24- Führung der Gäste nach 54 Minuten klar sein. „Die Schlussphase war dann auch ein wenig bezeichnend für die gesamten sechzig Minuten, in denen wir in bestimmten Phasen mehr Abgeklärtheit an den Tag hätten legen müssen“, erinnert sich Pysall an die hektische Schlussphase, in der in Unterzahl agierend die ein oder andere strittige Entscheidung (Stürmerfoul) erschwerend hinzu kam, ein „dreckiger“ Arbeitssieg aber dennoch im Bereich des Machbaren war.
Die ersten zwanzig Minuten in der Bitterfelder Sporthalle gingen nach einer kurzen Abtastphase (4:4, 12.) an die Gastgeber, die beim 7:5 (16.) und 9:7 (19.) von einer ruhigeren Herangehensweise profitierten. „Uns fehlte wiederholt der kühle Kopf, was auch den Überzahlsituationen anzusehen war“, beschrieb der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt den sinusweilligen Auftritt der Gäste, die insgesamt zu fehlerbehaftet unterwegs waren. Mit mehr Stabilität ausgestattet ging es dann nach 21 Minuten zur eigenen 10:9- Führung, die allerdings wieder die ein oder andere Durststrecke zur Folge hatte. Dies machte sich die HSG zunutzte und traf mit der Schlusssirene vom Siebenmeterpunkt zur knappen 15:14- Pausenführung.
Den besseren Start in die zweiten dreißig Minuten verbuchten dann die Biederitzer, die dem 16:14 der Wolfener vier eigene Treffer durch Bennet Daßler, Max Held, Jannis Richter und Moritz Steinweg zur 18:16- Führung (36.) entgegensetzen konnten. Dieser Vorsprung konnte bis zur 43. Minute dann sogar auf 22:18 verdoppelt werden, weil sich Hektik und eigene technische Fehler eine Auszeit nahmen. Leider blieb dies in den anschließenden sieben Minuten nicht so, so dass die Gastgeber nach 50 Minuten beim 23:23 wieder Gleichwertigkeit erzielen konnten. „Da holen wir Wolfen mit kleinen Sachen wieder zurück, obwohl uns in dieser Phase auch das Lattenpech verfolgte“, erinnerte sich Pysall an die Phase, wo die Gäste aber durchaus auch ihre Chancen hatten, um die Nase vorn zu behalten. Aber den Gästen bot sich nach dem 24:24 (53.) neuerlich die Chance, nach Toren von Robin Urban, Bennet Daßler und Moritz Steinweg mit einem ordentlichen Vorsprung (27:24., 54.) zu arbeiten. Doch wieder sollte wie eingangs beschrieben der ein oder andere fehlende Aspekt einen vollen Erfolg verhindern.
„Auch wenn das Spiel heute eher als Punktverlust daherkommt – die Truppe ist weiter ungeschlagen und ich ziehe den Hut davor, das sie sich nicht von der teilweise sehr gewöhnungsbedürftigen Entscheidungsfindung der Schiedsrichter hat ablenken lassen“, wollte Pysall seinen Unmut über den ein oder anderen Pfiff der Spielleitung nicht weiter ausschmücken. „In Bezug auf Wolfen war es ein Schritt nach vorn. Wir gehen erhobenen Hauptes aus der Partie“, fand der Trainerfuchs versöhnliche Worte und hatte dabei sicherlich noch die beiden Niederlagen aus der Vorsaison im Hinterkopf.
Wolfen: Lechelt – Reinecke (6), V. Hass (2), Hagemeister, D. Köckeritz (6), D. Hass (5), Geithner, Gubert (1), Jung, N. Köckeritz (2), Döring, Bremer, Daßler, Winter (5/4)
Biederitz: Nafe, Wetzel – Urban (3), Thielicke, Daßler (7/3), Kinast, Hesse, Richter (3), Held (3), Steinweg (9), Wiedon (1), Eix (1)
Zeitstrafen: Wolfen 3, Eiche 4
Siebenmeter: Wolfen 4/4, Eiche 3/3
In Bitterfeld zu Gast – Dem Klisterverbot trotzen
Der siebte Spieltag hält für die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz das Gastspiel bei der HSG Wolfen 2000 bereit. Als „Lieblingsgegner“ gehen die Wolfener, die die Biederitzer ab 16:30 Uhr in der Sporthalle BSZ „August von Parseval“ in Bitterfeld empfangen, an der Ehle nicht durch.
„Gegen die HSG haben wir uns in der Vergangenheit stets schwergetan, wobei das Gastspiel dort reine Kopfsache war“, erinnert sich der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt an das 28:30, welches die auf Platz zwei befindlichen Biederitzer nicht zuletzt auch auf das vorherrschende Klisterverbot herunterbrachen. Die „Hassliebe“ fand dann aber auch Anfang Februar in heimischer Ehlehalle seine Fortsetzung, wo das 27:30 allerdings relativ unnötig daher kam.
Weitere acht Monate später sieht Freistedt die Karten aber schon etwas anders verteilt: „Wir sind ein Jahr gereift und vom Kopf sowie vom Leistungsniveau her stabiler“, weiß der Co und verweist dabei auch auf die positive Serie von sechs ungeschlagenen Begegnungen seit dem Saisonstart. „Wir müssen unsere Treffer nun aufgrund des Klisterverbotes anders erzielen, möglichst wenig Fehler machen und bei der Chancenverwertung das zuletzt angeschlagene Level aufrecht erhalten“, weiß Freistedt um die zielführenden Grundbausteine, ohne dabei die starke Deckung inklusive Schlussmänner Gustav Nafe/Max Wetzel zu vergessen.
Beim Gegner, der zwei seiner drei Heimspiele gegen Stassfurt II (36:27) und Irxleben (31:29) siegreich gestalten konnte, kam in den letzten Tagen derweil ein wenig Unruhe auf, da Neu- Trainer Rene Linkohr nach nur knapp vier Monaten Wirkens sein Amt aus persönlichen Gründen niederlegte. So war die schmerzliche 24:33- Niederlage beim HV Wernigerode vor zwei Wochen seine letzte Amtshandlung bei der HSG, die mit ausgeglichenem Punkteverhältnis (6:6) derzeit auf Rang neun rangiert. Man darf auch deshalb sehr gespannt sein, wie sich der Gastgeber präsentiert, denn ein Kleinbei- Geben aufgrund der herrschenden Umstände in der Bitterfelder Sporthalle wird es von Seiten der Gäste, die in der zurückliegenden Trainingswoche nur in kleinem Kreis agieren konnten und weiterhin auf Torhüter Joey Chandler Witte (Schulter) und Außen Marius Hammecke (Fuß) verzichten müssen, diesmal mit Sicherheit nicht geben.
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