36:32 gegen HCB II – Rückkehr in die Erfolgsspur
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben mit einem verdienten 36:32 (17:12)- Erfolg gegen die Reserve des HC Burgenland die Ergebniskrise überwunden. Zudem konnte Rückraumspieler Bennet Daßler mit seinen sieben Toren das Duell der Toptorschützen der Liga zu seinen Gunsten entscheiden.
Viel Geduld war gefragt beim SV Eiche 05, denn er musste am Sonntagnachmittag lange auf seinen Kontrahenten warten, der aufgrund einer Vollsperrung auf der A 14 erst gegen 15:45 Uhr in der Ehlehalle ankam. Nach kurzer Rücksprache einigten sich beide Mannschaften zusammen mit den Schiedsrichtern auf die Anwurfzeit um 16:30 Uhr, so dass auch noch die Thematik Trikotwahl, es wurden dann gelbe Laibchen, beim Gast aus dem Burgenland geklärt werden konnte. Auch die Verabschiedung des scheidenen Biederitzer Kreisläufers Jannis Richter, er beginnt nach einer Auslandstour in Südostasien mit seinem Studium, bekam dann unmittelbar vor dem Anpfiff noch seinen würdigen Rahmen.
Die Anfangsviertelstunde verlief dann vor etwa 130 Zuschauern ausgeglichen, wobei die Gastgeber an die sensationelle Deckungsarbeit aus dem Derby in Gommern nicht anschließen konnten. Mit der Hereinnahme von Felix Eix und Maksymilian Beres änderte sich dieser Aspekt dann aber grundlegend und auch das anfangs ausbaufähige Rückzugsverhalten besserte sich. Die Folge war eine 13:9- Führung nach zwanzig Minuten, die bis zum Seitenwechsel noch eine Aufwertung zum 17:12 erfahren sollte. „Wir konnten mit zunehmender Spieldauer das 1:1 des HCB besser verteidigen und sind zudem besser zu unseren schnellen Angriffen gekommen. Auch die Chancenverwertung vom Kreis und von den Außen war dann schon sehr stabil“, begründete der Biederitzer Verantwortliche Andre Freistedt das Pausenpolster, welches auch auf eine starke Torhüterleistung von Joey Chandler Witte, der gerade den Außen viele Würfe abkaufte, zurückzuführen war.
Leider ging es in den zweiten dreißig Minuten dann aus Sicht der Biederitzer nicht so elegant weiter. Zwar war das Polster beim 22:17 nach 37 Minuten weiterhin komfortabel, doch viele unnötige Würfe sowie einige technische Fehler mündeten zunehmend im Konterspiel des HCB II. Dieser kämpfte sich nach 42 Minuten zum 23:21 heran und schloss durch Lucas Haucke nach 47 Minuten sogar zum 25:24 auf. Die Rückkehr zum besseren Rückzugsverhalten war dann der Büchsenöffner für das 28:24 (49.) bzw. 31:27 (52.), was aber wenig später beim 32:30 längst noch nicht der Vorentscheidung gleichkam.
Die Achse Sean Burgold/Marius Hammecke auf der rechten Seite schlug dann in der Schlussphase gleich dreimal zu, so dass der Rechtsaußen die Treffer 31, 32 und 33 erzielen konnte. Nach dem 33:31 der Gäste vom Siebenmeterpunkt tütete Bennet Daßler per Doppelschlag zum 35:31 den Heimsieg dann vorzeitig ein. Daßler war während der sechzig Minuten eher zurückhaltend unterwegs, erzielte aber final dennoch sieben Treffer, während sein Widersacher in der Torschützenliste Moritz Zänker, der den Biederitzern trotz guter Deckung das Leben sehr schwer machte, bei drei Toren gehalten werden konnte.
Schlussendlich siegten die Biederitzer vollauf verdient mit 36:32 und dürften sich für die restlichen Aufgaben beim USV Halle II und abschließend daheim gegen die SG Spergau das nötige Rüstzeug für die Verteidigung des sechsten Platzes geholt haben. „Es war der erhoffte Sieg, der auf einer geschlossenen Mannschaftsleistung basierte“, war auch Freistedts Banknachbar Dirk Hesse mit dem Auftritt der Heimsieben zufrieden.
Biederitz: Witte, Wetzel, Nafe – Urban (4), Thielecke (3), Daßler (7/2), Kinast, Burgold (5), Hesse (4), Richter (4), Beres, Held (4/3), Steinweg (1), Wohl, Hammecke (4), Eix
Burgenland II: Moosmann, Vogt – Fuhrmann (1), Dober (10/3), Bauer, Röhrborn (1), Haucke (1), Kaßler (7), Rothe (2), Aumann (1), Krenz (2), Köhler (2), Tillmann (1), Zänker (3), Meyer, Lange
Siebenmeter: Eiche 6/5, HCB II 5/3
Zeitstrafen: Eiche 4 + rote Karte Robin Urban nach 59:13 Minuten, HCB II 5
HCB II kommt: Kann Ergebniskrise beendet werden?
Die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz (6., 25:21 Punkte) empfangen am Sonntag um 16 Uhr die zweite Vertretung des HC Burgenland (4., 33:13). Nach Möglichkeit soll im vorletzten Heimspiel der Saison die Ergebniskrise der letzten Wochen beendet werden.
Der Biederitzer Trainer Andre Freistedt konnte die mehr als unglückliche Niederlage im Derby bei Eintracht Gommern längst nicht so schnell abhaken, wie ihm das vielleicht vorgeschwebt hat. „Wir waren mindestens gleichwertig und haben gegen den nächsten Hochkaräter der Liga unser Leistungsvermögen unter Beweis stellen können. Einmal mehr blieb aber der Ertrag aus…“, meinte Freistedt und bestätigt damit auch, dass weitere erhoffte Entwicklungsschritte durchaus erkannbar waren. So führten die Partien gegen die TSG Calbe, beim inzwischen feststehenden Meister BSV 93 Magdeburg und eben zuletzt in Gommern in erster Linie zu einer reinen Ergebniskrise, die aber an der Ehle nun mit der anstehenden Aufgabe beendet werden soll.
„Nun ist der HCB gewiss keine Laufkundschaft. Wir brauchen zwingend ein Erfolgserlebnis und das kann auch gelingen, wenn wir da weitermachen, wo wir in Gommern aufgehört haben“, weiß Freistedt und hat dabei in erster Linie die sensationelle Deckung- und Torhüterleistung im Sinn.
Rein tabellarisch streben die Biederitzer in jedem Fall an, den aktuellen Rang sechs zu festigen. Der Blick nach oben ist aufgrund des zu hohen Rückstandes sowieso überflüssig, aber die Radiser lauern auf Rang sieben mit zwei Zählern Rückstand schon noch. „Wir waren in der Vorsaison Achter und eine Verbesserung um zwei Plätze wäre schon unser Anspruch, auch um neue Ziele für die kommende Serie realistischer kommunizieren zu können“, blickt Freistedt bereits über den Sommer hinaus.
Der kommende Gegner aus dem Burgenland konnte zuletzt vier Begegnungen in Serie siegreich gestalten und hat schon noch vage Chancen auf das Podest. Eine Niederlage in der Ehlehalle würden diese aber abrupt zunichte machen, so dass in jedem Fall mit einer engagierten Gästemannschaft zu rechnen ist. „Es wird fraglos ein hartes Stück Arbeit, auch wenn wir nicht wissen, in welcher Formation grundsätzlich eine Reserve bei uns aufkreuzt“, meint Freistedt und verweist aber gleichzeitig auf das eigenen Können. Dieses gilt es nun in den eigenen vier Wänden gegen den weiteres Schwergewicht der Liga aber auch endlich mit zwei Zählern zu veredeln.


HC Burgenland II
TSG Calbe/Saale
HSG Wolfen 2000 e.V.
SG Kühnau
HV Wernigerode
HSV Haldensleben