Ein 28:26- Arbeitssieg im Derby
Die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz haben das Derby gegen den Güsener HC nach einem 15:15 zur Halbzeit am Ende mit 28:26 gewonnen. Damit ist die Revanche für die peinliche 30:35- Niederlage gelungen und ein erster Schritt zu einem angestrebten versöhnlichen Saisonfinale gemacht.
Der Biederitzer Trainer Yves Steinweg beschrieb die sechzig nur wenig ansehnlichen Minuten mit „einem dreckigen 1:0 im Fußball.“ „Ja, verbal waren wir dabei, aber die hundertprozentige Umsetzung unserer Vorgaben ist uns nicht gelungen“, meinte Steinweg eher kritisch, lobte aber den unbändigen Kampf seiner Mädels ausdrücklich.
So verlief dann auch die erste Hälfte über weite Strecken ausgeglichen, wobei den Gastgebern sowohl beim 7:9 (zum 10:10) als auch beim 11:14 (zum 15:15 zur Halbzeit) der jeweilige Ausgleich gelang. Deutlich besser lief es für die Biederitzer dann unmittelbar nach dem Seitenwechsel, wo Daniela Schottstedt (2), Gina Hesse und Christiane Druskus in den fünf Startminuten auf 19:15 erhöhen konnten und nach drei weiteren Toren von Hesse, Schottstedt und Sophie Ribbert beim Stand von 22:16 nach 41 Minuten viel für die zunehmend abwehrstarken Gastgeber sprach. Die Gäste aus Güsen steckten aber nicht auf und kamen auch in Überzahl agierend nach 50 Minuten zum 23:22- Anschluss. Die sich anschließende Auszeit der Gastgeber brachte dann wieder etwas mehr Luft, da Jessica Urban, Christiane Druskus und Gina Hesse mit dem 26:22 nach 53 Minuten den Grundstein zum späteren nicht unverdienten Heimerfolg legen konnten. Die Gäste schlossen zwar per Siebenmeter durch Lea Grothe noch einmal auf 26:24, doch die Treffer von Katharina Linden (zum 27:24) und Daniela Schottstedt (per Strafwurf zum 28:25) bedeuteten schließlich die Entscheidung.
„Es war sicherlich kein schönes Spiel. Nun wollen wir auch am kommenden Sonnabend daheim gegen Weferlingen einen positiven Saisonabschluss hinlegen“, warf Steinweg bereits einen finalen Blick auf das letzte Pflichtspiel der Saison.
Biederitz: Hoppe, Dettmer – Rosenau (1), Druskus (3), Urban (2), Schottstedt (10/6), Harenberg, Ribbert (3), Bandey (1), Hesse (5), Bormann (2), Linden (1)
Güsen: Hünecke, Softic – Kleber, Schwab, Mohneke, Ullmann (4), Reichardt (1), Malek (1), Plötz, Lux (9/4), Geue, Grothe (8/2), Moderzinski (3)
Gelingt Revanche im Derby?
Die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz (5., 15:13 Punkte) haben sich für den Sonntag ab 14 Uhr die Revanche gegen den Rangdritten Güsener HC (19:9) auf die Fahnen geschrieben. Im Hinspiel im November gab es eine schmerzliche und unnötige 30:35- Niederlage.
Zwei Begegnungen stehen für die Biederitzer Frauen in der zu Ende gehenden und eher spaßbefreiten Spielzeit noch aus und beide werden vor heimischer Kulisse ausgetragen. Sowohl beim Güsener HC als auch beim finalen Kontrahenten MTV Weferlingen wurden jeweils die Gastspiele im alten Kalenderjahr verloren, so dass in den Rückspielen vor eigener Kulisse Wiedergutmachung betrieben werden kann. „In Güsen war der Gastgeber hochmotiviert und hat uns das auch spüren lassen. Wir hatten an diesem Tag ganz einfach nicht die richtigen Antworten parat“, erinnert sich der Biederitzer Trainer Yves Steinweg nur ungern an die Partie in der Elbe- Havel- Sporthalle. Diesmal wollen die Biederitzer natürlich den Spieß umdrehen, wobei rein tabellarisch wohl nicht mehr allzuviel nach oben möglich ist. „Wir sind es uns selbst schuldig und wollen unsere Leistung aus dem November vergessen machen. Die Punkte müssen in Biederitz bleiben“, herrscht Einigkeit im Biederitzer Aufgebot, welches am Wochenende nach aktuellem Stand anders als im Hinspiel wohl komplett sein wird.
Für den GHC ist ein Verbleiben auf dem aktuellen dritten Rang durchaus im Bereich des Machbaren, denn selbst bei einer Niederlage an der Ehle können mit einem Doppelpunktgewinn eine Woche später beim BSV 93 Magdeburg die nötigen zwei Zähler noch eingefahren werden. Eine Platzierung in der Endabrechnung auf dem Podest wäre dann fraglos ein riesiger Erfolg für die Grothe & Co.


Güsener HC
SV Oebisfelde 1895 II
SV „Eintracht“ 1921 Immekath
TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

